Die biblischen Lesungen wurden mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet den Lektionaren 2018 ff entnommen. - © 2024 staeko.net. - vgl. Impressum.
Die Katholischen Bibelwerke in Deutschland, Österreich und Schweiz stellen auf ihren Webseiten ausführliche Kommentare und Anleitungen zum Lesen der biblischen Lesungen für Sonn- und Feiertage zum Download im PDF-Format zur Verfügung. Mit freundlicher Genehmigung der Katholischen Bibelwerke übernehmen wir die Kurzeinleitungen zu den Lesungen.
Lesung aus dem Buch Levitikus.
Der HERR sprach zu Mose:
Rede zur ganzen Gemeinde der Israeliten
und sag zu ihnen: Seid heilig,
denn ich, der HERR, euer Gott, bin heilig.
Du sollst in deinem Herzen
keinen Hass gegen deinen Bruder tragen.
Weise deinen Mitbürger zurecht,
so wirst du seinetwegen keine Sünde auf dich laden.
An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen
und ihnen nichts nachtragen.
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Ich bin der HERR.
Lesung aus dem Buch Levitikus.
Der HERR sprach zu Mose:
Rede zur ganzen Gemeinde der Israeliten
und sag zu ihnen: Seid heilig,
denn ich, der HERR, euer Gott, bin heilig.
Jeder von euch soll Mutter und Vater fürchten
und auf meine Sabbate achten;
ich bin der HERR, euer Gott.
Ihr sollt euch nicht anderen Göttern zuwenden
und euch nicht Götterbilder aus Metall gießen;
ich bin der HERR, euer Gott.
Wenn ihr für den HERRN ein Heilsopfer schlachtet,
opfert es so, dass ihr Wohlgefallen vor Gott findet.
An dem Tag, an dem ihr es schlachtet,
und am folgenden Tag soll es gegessen werden;
was davon am dritten Tag noch übrig ist,
soll im Feuer verbrannt werden.
Isst man davon am dritten Tag,
so ist es verfallen
und findet kein Wohlgefallen mehr.
Wer davon isst,
muss die Folgen seiner Schuld tragen;
denn er hat die Heiligkeit des HERRN entweiht.
Diese Person wird aus ihrer Geschlechterfolge
ausgemerzt werden.
Wenn ihr die Ernte eures Landes einbringt,
sollst du das Feld
nicht bis zum äußersten Rand abernten.
Du sollst keine Nachlese von deiner Ernte halten.
In deinem Weinberg sollst du keine Nachlese halten
und die abgefallenen Beeren nicht einsammeln.
Du sollst sie dem Armen
und dem Fremden überlassen.
Ich bin der HERR, euer Gott.
Ihr sollt nicht stehlen, nicht täuschen
und einander nicht betrügen.
Ihr sollt nicht falsch bei meinem Namen schwören;
du würdest sonst den Namen deines Gottes entweihen.
Ich bin der HERR.
Du sollst deinen Nächsten nicht ausbeuten
und ihn nicht um das Seine bringen.
Der Lohn des Tagelöhners soll nicht über Nacht
bis zum Morgen bei dir bleiben.
Du sollst einen Tauben nicht verfluchen
und einem Blinden kein Hindernis in den Weg stellen;
vielmehr sollst du deinen Gott fürchten.
Ich bin der HERR.
Ihr sollt beim Rechtsentscheid kein Unrecht begehen.
Du sollst weder für einen Geringen
noch für einen Großen Partei nehmen;
gerecht sollst du deinen Mitbürger richten.
Du sollst deinen Mitbürger nicht verleumden
und dich nicht hinstellen
und das Blut deines Nächsten fordern.
Ich bin der HERR.
Du sollst in deinem Herzen
keinen Hass gegen deinen Bruder tragen.
Weise deinen Mitbürger zurecht,
so wirst du seinetwegen keine Sünde auf dich laden.
An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen
und ihnen nichts nachtragen.
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Ich bin der HERR.
Kv - Gnädig und barmherzig ist der Herr,
voll Langmut und reich an Huld. - Kv
(oder GL 657,3)
Preise den HERRN, meine Seele,
und alles in mir seinen heiligen Namen!
Preise den HERRN, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat! - Kv
Der dir all deine Schuld vergibt
und all deine Gebrechen heilt,
der dein Leben vor dem Untergang rettet
und dich mit Huld und Erbarmen krönt. - Kv
Der HERR ist barmherzig und gnädig,
langmütig und reich an Huld.
Er handelt an uns nicht nach unsern Sünden
und vergilt uns nicht nach unsrer Schuld. - Kv
So weit der Aufgang entfernt ist vom Untergang,
so weit entfernt er von uns unsere Frevel.
Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt,
so erbarmt sich der HERR über alle, die ihn fürchten. - Kv
Lesung aus dem ersten Brief des Apostel Paulus
an die Gemeinde in Korinth.
Schwestern und Brüder!
Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid
und der Geist Gottes in euch wohnt?
Wer den Tempel Gottes zerstört,
den wird Gott zerstören.
Denn Gottes Tempel ist heilig
und der seid ihr.
Keiner täusche sich selbst.
Wenn einer unter euch meint,
er sei weise in dieser Welt,
dann werde er töricht, um weise zu werden.
Denn die Weisheit dieser Welt
ist Torheit vor Gott.
In der Schrift steht nämlich:
Er fängt die Weisen in ihrer eigenen List.
Und an einer anderen Stelle:
Der Herr kennt die Gedanken der Weisen;
er weiß, sie sind nichtig.
Daher soll sich niemand eines Menschen rühmen.
Denn alles gehört euch;
Paulus, Apollos, Kephas,
Welt, Leben, Tod, Gegenwart und Zukunft:
Alles gehört euch;
ihr aber gehört Christus
und Christus gehört Gott.
Halleluja. Halleluja.
Wer sich an Christi Wort hält,
in dem ist die Gottesliebe wahrhaftig vollendet.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Ihr habt gehört,
dass gesagt worden ist:
Auge für Auge und Zahn für Zahn.
Ich aber sage euch:
Leistet dem, der euch etwas Böses antut,
keinen Widerstand,
sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt,
dann halt ihm auch die andere hin!
Und wenn dich einer vor Gericht bringen will,
um dir das Hemd wegzunehmen,
dann lass ihm auch den Mantel!
Und wenn dich einer zwingen will,
eine Meile mit ihm zu gehen,
dann geh zwei mit ihm!
Wer dich bittet, dem gib,
und wer von dir borgen will, den weise nicht ab!
Ihr habt gehört,
dass gesagt worden ist:
Du sollst deinen Nächsten lieben
und deinen Feind hassen.
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde
und betet für die, die euch verfolgen,
damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet;
denn er lässt seine Sonne aufgehen
über Bösen und Guten
und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben,
welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten?
Tun das nicht auch die Zöllner?
Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt,
was tut ihr damit Besonderes?
Tun das nicht auch die Heiden?
Seid also vollkommen,
wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!
Der Umgang mit Gewalt durchzieht fast alle Lebensbereiche. Wie können wir mit Gewaltausübung umgehen? Wie können wir Gewalt begegnen? Jesus lebt uns vor, wie der Verzicht auf Gewaltausübung und Gewalterwiderung unser leben verändern kann.
Demokratische Staaten zeichnen sich dadurch aus, dass sie den Umgang mit Gewalt penibel regeln. Anwendung von Waffengewalt ist staatlichen und vom Staat kontrollierten Organen wie der Polizei oder dem Militär vorbehalten. Gewaltentrennung zwischen Exekutive, Legislative und Judikatur ist Kennzeichen moderner Demokratie.
In Israel gehen Zurzeit die Menschen auf die Straße, da die aktuelle Regierung diese Trennung aufweichen will. In autokratisch geführten Staaten setzen die Machthaber mit Gewalt ihren Willen durch.
So leicht lässt sich allerdings der gewaltsame Missbrauch von Macht nicht verhindern. Dies erleben wir Tag für Tag im persönlichen und privaten Bereich. Zwar wurde "die gesunde Watschen", mit der die Älteren von uns aufgewachsen sind, in den letzten Jahrzehnten geächtet, neu hinzugekommen sind jedoch neue Formen von Gewalt: Mobbing, verbale Gewalt, Hasspostings in sozialen Medien usw. Die Anwendung von psychischer und häuslicher Gewalt ist stärker in die Aufmerksamkeit der öffentlichen Wahrnehmung gerückt. Ein trauriges Kapitel ist die Zunahme der sog Femizide.
Jesus fordert in der Bergpredigt seine Zuhörer auf, Gewalt nicht mit Gewalt zu beantworten. Seine Forderung nach Gewaltverzicht und Feindesliebe erscheint vielen Menschen als Überforderung.
Die alte Regel "Auge für Auge und Zahn für Zahn" war einmal ein großer Fortschritt und beinhaltet nach wie vor den Anspruch von Gerechtigkeit, sie lässt aber wichtige Aspekte außer Acht, die es im Zusammenhang mit Gewaltanwendung zu bedenken gilt.
Gewaltanwendung, auch wenn sie gerecht erscheint, zieht meist eine Steigerung von Gewalt bis hin zu Eskalation nach sich. Wir kennen das aus dem Wettrüsten und dem Versuch, ein Gleichgewicht des Schreckens herzustellen.
Ein Zweites: Gegengewalt, auch wenn sie gerechtfertigt werden kann, ist immer ein Mehr an Gewalt, schafft eine Art Inflation von Gewalt, stumpft ab, macht Gewalt "salonfähig", verharmlost sie.
Noch ein Drittes: Die Anwendung von Gewalt beinhaltet noch keinen Ansatz zur Lösung des Konflikts.
Jesus selbst hat Gewaltverzicht bis zum Äußersten geübt und uns damit ein Beispiel gegeben. Zu Petrus sagt er: "Steck dein Schwert in die Scheide; denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen" (Mt 26,52). Jesu persönliches Beispiel fordert uns mehr heraus als seine Worte.
Forderungen aufzustellen und gute Ratschläge zu geben allein sind wenig hilfreich. Wie schwierig es ist, ungerechter Gewaltanwendung wirksam und nachhaltig zu begegnen, zeigt uns der gegenwärtige Krieg in Europa. Er ist aber auch ein aufschlussreiches Beispiel dafür, in welche Sackgasse Gewalt und Gegengewalt führen.
Gewalt, die sich im Kleinen, im Alltäglichen, im Familiären, im wirtschaftlichen Alltag abspielt, läuft meist nach dem gleichen Muster. Die Welt im Kleinen ist ein wichtiges Übungsfeld, auf dem wir die friedliche Lösung von Konflikten versuchen können. Hier erleben wir, wie leicht wir versucht sind, den häuslichen Frieden, die betriebliche Atmosphäre oder auch die staatliche Ordnung aufs Spiel zu setzen. Hier können wir aber auch neue Wege der Konfliktlösung und kreative Auswege entdecken und einüben.
Die Aufforderung, auch die andere Wange dem Aggressor hinzuhalten, erscheint den meisten Menschen als Überforderung. Wer dieses Bild genauer analysiert, kann zum Schluss kommen, dass es nicht bedeutet, sich der Gewalt widerstandslos zu beugen, sondern den ansteckenden Kreislauf der Gewalt, bzw. der Eskalation der Gewalt durch einen geschwisterlichen Kampf gegen Unrecht entgegenzutreten.
„Leistet dem, der Böses tut, keinen Widerstand“ lautet ein Kernsatz der Bergpredigt Jesu, die Papst Benedikt XVI. als Magna Charta der christlichen Gewaltfreiheit bezeichnete. Noch bekannter ist das Bild vom Hinhalten der anderen Wange, zu dem uns Jesus in diesen Versen des Matthäusevangeliums aufruft. Aber seien wir ehrlich, so richtig anfreunden konnten sich die Christ*innen - wie der Blick in die Geschichte zeigt - mit diesen Versen des Neuen Testaments nicht. Immer wieder haben auch Politiker*innen darauf hingewiesen, dass sich mit der Bergpredigt nicht regieren lasse. Ein ehemaliger deutscher Verteidigungsminister meinte überhaupt, dass die Bergpredigt nur für Bettelmönche praktizierbar sei. Damit hatte er indirekt das traditionelle katholische Umgehen mit dieser Bibelstelle angesprochen, wonach die radikalen Ratschläge der Bergpredigt nur für Ordensleute gelten, während für normale Christ*innen die Zehn Gebote genügen würden. Auch im privaten Bereich scheint vielen von uns das Hinhalten der anderen Wange unannehmbar zu sein. Muss man sich von den anderen wirklich alles gefallen lassen? Bedeutet Christ*insein, alle Gewalt und alles Unrecht einfach stumm und widerstandslos hinzunehmen?
Zur Beantwortung dieser Fragen müssen wir etwas genauer auf den Schrifttext hinschauen. Jesus empfiehlt, bei einem Schlag auf die rechte Wange, auch die andere Wange hinzuhalten. Das klingt auf den ersten Blick banal und leicht verständlich, ist aber in Wirklichkeit komplizierter. Bitte probieren sie das jetzt selbst aus. Verpassen Sie bitte - ganz sanft und nur andeutungsweise natürlich - mit der gewöhnlich gemeinten rechten Hand einen Schlag auf die rechte Wange eines ihrer Nachbar*innen. Wenn Sie das versuchen, werden Sie sofort bemerken, dass ein solcher Schlag nur mit dem Handrücken möglich ist. Es geht also nicht um einen gewöhnlichen Schlag, den man einfach hinzunehmen hätte, sondern um eine beleidigende Geste einer höher gestellten Person gegen eine gesellschaftlich untergebene Person. Walter Wink, ein US-amerikanischer Exeget hat Beispiele für solche ungleichen Verhältnisse genannt, die uns die Bibelstelle besser verstehen lassen: „Sklavenhalter schlugen mit der Rückhand ihre Sklaven, Ehemänner ihre Frauen, Eltern ihre Kinder, Römer Juden.“ Die Worte Jesu bedeuten also nicht, Schläge reaktionslos hinzunehmen, sondern fordern die Täter auf, nicht herablassend und entwürdigend zu handeln, sondern - wenn schon - gleiche Augenhöhe einzunehmen. Jesus fordert dazu auf, sich nicht entwürdigend und herablassend behandeln zu lassen. Er selbst gab ein Beispiel, als er den Diener des Hohenpriesters fragte, warum er ihn schlagen würde (Joh 18,23).
Warum fordert Jesus aber dazu auf, nicht zurückzuschlagen? Dazu müssen wir die Natur von Gewalt besser verstehen. Gewalt ist ansteckend und schaukelt sich im Konfliktgeschehen sehr leicht auf. Der aus Österreich stammenden Psychoanalytiker und Aggressionsforscher Friedrich Hacker hat das einmal mit der These „Gewalt ist ansteckend wie Cholera“ auf den Punkt gebracht. Jesus rät also in der Bergpredigt nicht dazu, das Böse einfach widerstandslos hinzunehmen, sondern das Böse nicht dadurch zu verstärken, dass mit gleicher Münze geantwortet wird.
Bei dieser Stelle in der Bergpredigt besteht für Christ*innen die Gefahr, sich antijüdisch über das Alte Testament zu erheben. Doch wie schon die heutige Lesung zeigt, argumentiert Jesus auf dem Hintergrund der jüdischen Tradition. Der jüdische Religionsphilosoph Pinchas Lapide verwies beispielsweise auf Psalm 37 (Ps 37,1.8), um zu verdeutlichen, dass es in der Bergpredigt um ein Ausbrechen aus der Spirale der Vergeltung geht. Er übersetzt Mt 5,39 mit „Wetteifert nicht im Unrecht-Tun!“. Die Bergpredigt weist uns also einen dritten Weg zwischen einem gleichgültigen Hinnehmen von Unrecht auf der einen Seite und einer durch Vergeltung angefeuerten Gewalteskalation auf der anderen Seite. Natürlich sollen wir uns dem Unrecht entgegenstellen, ohne allerdings dadurch die Gewalt zu verdoppeln.
Schauen wir auf das griechische Zeitwort, das in diesem Bibelvers verwendet wird, so legt sich folgende Übersetzung nahe: „Setzt dem Bösen keine Gewalt entgegen!“ Ähnlich hat das der russische Schriftsteller Leo Tolstoi schon Ende des 19. Jahrhunderts verstanden, als er betonte, dass es keinen gewaltsamen Widerstand gegen das Böse geben dürfe. Durch Tolstoi entdeckte Mahatma Gandhi, der Befreier Indiens, die aktive Gewaltfreiheit Jesu in der Bergpredigt. Gandhis Friedenslehre ließ auch viele Christ*innen die eigene Botschaft neu entdecken. Das berühmteste Beispiel dafür ist der US-amerikanische Bürgerrechtler Martin Luther King, der - von Bibel und Gandhi inspiriert - gewaltfrei gegen die Rassendiskriminierung kämpfte. Auch der inzwischen selig gesprochene oberösterreichische Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus Franz Jägerstätter erkannte, dass die Bergpredigt keine passive Gleichgültigkeit empfiehlt, sondern eine geschwisterliche Haltung dem Kampf gegen Unrecht überordnet. In seinen Aufzeichnungen bemerkt er zur heutigen Bibelstelle: „Wir dürfen unser Recht suchen, höher jedoch als kaltes Recht steht die Bruderliebe.“ Aus biblischer Sicht gilt es, nicht auf Gewalt mit Gewalt zu antworten, sondern das Böse mit dem Guten zu besiegen. Sowohl der Psalm 37 als auch der Römerbrief von Paulus (Röm 12,21) unterstreichen das.
Gibt es Beispiele, wie wir durch gutes Handeln Wege aus der Gewalt finden können? Auf politischer Ebene ist der ehemalige Präsident Südafrikas und Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela ein gutes Beispiel. Sein nicht immer gewaltfreier Widerstand gegen die Apartheid brachte ihn für siebenundzwanzig Jahre ins Gefängnis. Statt sich dort aber Vergeltungsphantasien zu überlassen, wählte er den Weg der Versöhnung. Er eignete sich im Gefängnis freiwillig Afrikaans, die Sprache seiner Unterdrücker, an und befreundete sich mit einigen seiner Gefängniswächter. Sein Verzicht auf Vergeltung und seine Bereitschaft zur Versöhnung ermöglichten es ihm, nach seiner Freilassung den Grundstein zu einem Südafrika des Miteinanders zu legen.
Wir selbst können in unseren Familien den Frieden stärken. Papst Franziskus hat in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag am 1. Jänner 2017 die Gewaltfreiheit ins Zentrum gestellt und die „häusliche Atmosphäre“ als „Wurzel für eine gewaltfreie Politik“ bezeichnet: „Die Familie ist der unerlässliche Schmelztiegel, durch den Eheleute, Eltern und Kinder, Brüder und Schwestern lernen, sich zu verständigen und uneigennützig füreinander zu sorgen; hier müssen Spannungen oder sogar Konflikte kraftvoll, aber durch Dialog, Achtung, Suche nach dem Wohl des anderen, Barmherzigkeit und Vergebung überwunden werden.“ Ähnlich wie Jägerstätter weiß der Papst um die Notwendigkeit von Konflikten, unterstreicht aber gleichzeitig, dass der Weg der aktiven Gewaltfreiheit darin besteht, die Einheit über den Konflikt zu stellen.
Die Bergpredigt ist kein Programm, das auf die ethische Überforderung des einzelnen Menschen zielt, sondern an eine Gemeinschaft gerichtet ist, sich gemeinsam an der Gewaltfreiheit zu orientieren. Wie Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato si‘“ schreibt, ist die isolierte Einzelperson überfordert, sich ethisch gegen Strukturen der Sünde zu behaupten. Deshalb empfiehlt er, „Netze der Gemeinschaft“ zu bilden (Laudato si‘ Nr. 219). Unser gewaltfreier Einsatz für Friede, Gerechtigkeit und Schöpfungsverantwortung braucht solche Netzwerke. Der 21. September ist seit 1981 UN-Weltfriedenstag. Dieser Tag gewinnt an Bedeutung, wenn sich Menschen vernetzen, um ein gewaltfreies Zusammenleben im privaten und politischen Bereich zu stärken. Friedenspfarren, die sich an der Bergpredigt orientieren, können dafür ein nachahmenswertes Vorbild sein.
© Prof. Dr. Wolfgang Palaver, Vorsitzender Pax Christi Österreich.
Gereimte Faschingspredigt von Pater Norbert Riebartsch, erschienen im "Sonntagsgruß" der Kamillianer.
Viele mögen eine Art von Sport
ob aktiv oder auch im Zuschauen.
Im Stadion haben sie ihren Ort
und können sich dort auch trauen,
die Leistung der Aktiven zu kommentieren.
Sie kennen Rekorde, sie kennen Tabellen,
sie wissen das Mittel, um nicht zu verlieren
und immer zu sein bei den Guten und Schnellen.
Doch frage ich mich: Was ist der Rekord?
Ist es schon dann, wenn ich laufe nicht fort?
Ist‘s wichtig, der Gute und Starke zu sein,
wenn es ist verbunden mit täglichen Nein,
an Menschen, denen man so viel verdankt,
wenn manchmal auch unsere Selbstachtung wankt?
Rekordverdächtig, so sagt es die Schrift,
ist jeder, der auf seinen Feind einmal trifft,
und dabei nicht zuschlägt oder laut schreit.
Der ihm sogar zutraut: „DU bist gescheit!“
Dann schenkt er Beachtung. Dann ist sein Wort gut.
Ich glaube, dazu fehlt häufig der Mut.
Denn wir lernten leider: Zuerst komme ICH.
Und später vielleicht, da sehe ich dich!
Doch wenn’s einer lebt, verlier ich die Ruh:
Es ist also möglich. Wie kommt der dazu?
Was hat er erfahren, was prägte sein Leben,
dass er tatsächlich die Liebe kann geben?
Ich will ähnlich werden, doch was ist der Preis?
Darüber nachdenken macht die Stirne mir heiß.
Der andere Kranke, der andre Betagte,
der mich dreißig Mal dasselbe nur fragte,
der meint es nicht böse. Sein Kopf wird nur schwach.
Er sucht doch auch selbst nach dem schützenden Dach!
Ich las einen Leitspruch, den ein Großer genannt:
„In der Höhle des Löwen, so hab ich erkannt,
wohnt öfters ein Lamm, das Angst hat wie ich.
Wir sind nicht mehr nur Feinde. Das tröstet mich!“
Der Königsweg scheint mir im Herz zu beginnen.
wenn ich einen Feind als Freund will gewinnen.
Das Herz ändert die Weise, wie ich höre und schaue
und wem ich - wie mir - das Gutsein zutraue!
Pater Norbert Riebartsch, Kamillianer
Als PDF herunterladen
Das Heilige, Ganze, Vollkommene fasziniert und zieht an. Zugleich finden wir uns in einer unheilen, zerbrechlichen und zerbrochenen Welt vor. Die Liebe, die auch vor dem, was uns feindlich gegenübersteht, nicht Halt macht, kann diese Kluft überwinden.
Das Zauberwort heute: heilig! Vielleicht ein wenig abschreckend, womöglich unheimlich? Wir nähern uns mutig, aber auch ein wenig vorsichtig dem Heiligen. Ein kluger Kopf – Rudolf Otto - hat vor 100 Jahren beschrieben, dass das Heilige fasziniert und gleichzeitig abschreckt, lockt und ängstigt. Richtig professionell hört sich das bei ihm an: mysterium tremendum und mysterium fascinans. Schauern stellt sich ein. Mit ihm aber auch eine große Sehnsucht.
Im dritten Buch der Thora, Leviticus genannt, heißt es: Ihr sollt heilig sein, weil Gott heilig ist. Es gibt in diesem Buch sogar ein Heiligkeitsgesetz! Das ist schon etwas Besonderes. Hören wir Paulus dazu, werden wir zu einem Tempel Gottes, in dem der Heilige Geist wohnt – also, zu Hause ist. Und Jesus lässt uns alt aussehen, wenn wir nicht besser sind oder mehr tun als die Alten. Was fasziniert uns daran? Was erschrickt uns?
Schauen wir einmal im Internet nach, finden wir da auf vielen Seiten die ziemlich einfache Beschreibung – oder auch Behauptung -, dass heilig etwas Besonderes, Verehrungswürdiges und Herausgehobenes meint. Jedenfalls etwas „Abgetrenntes“, „Abgegrenztes“. Dass das Wort geschichtlich von „Heil“ abstammt, überrascht uns dann auch nicht. Heil meint, dass etwas „ganz“ ist, vollendet, perfekt. Die Folge: Heilig ist die Sphäre des Göttlichen, Absoluten, eben auch des Übermenschlichen, des Außermenschlichen, des Außergewöhnlichen. Wir sprechen von dem Heiligen Geist, von heiligen Schriften, von den Heiligen, von heiligen Orten oder heiligen Gegenständen. Neben den vielen Vätern gibt es auch einen Heiligen Vater, der (normalerweise) niemals Vater wurde. Die Gegensätze sind auch klar: profan, weltlich, irdisch. Und es kommt, wie es kommen muss: Menschen zerbrechen an Bildern. An Vorbildern und an Selbstbildern. Sie zerbrechen an sich. Es ist nicht gut, sich selbst zu einem Heiligen zu machen. Oder machen zu lassen.
Es schleicht sich wie ein Schatten in unsere Kirche, dass wir Menschen davon träumen, heilige Orte, heilige Menschen, heilige Überlieferungen in unserer Nähe zu haben – und dann von sexuellem Missbrauch, mühsam verbrämter Macht und verlorenem Vertrauen überrumpelt zu werden. Das Heilige, das Heiligste ist dreckig geworden. Von Menschen, die sich lange im Schutz des Heiligen wähnten. Die den Schutz des Heiligen missbrauchten. Die den Schutz des Heiligen anderen verweigerten. Manche versuchen jetzt, das dreckig gewordene Heilige von dem rein gebliebenen irgendwie zu trennen, um die Fiktion aufrechterhalten zu können, dass das eigentlich Heilige unverletzt bleibt – und aus allem Schmutz herausgehalten werden muss. Dann könnte alles beim Alten bleiben. Wir spüren die Spannungen. Die Enttäuschungen. Die Wut. Viele Menschen haben keine Sprache mehr dafür. Die Worte sagen nichts mehr. Sie sind leer geworden – wie das Heilige, das verloren gegangen ist.
Kann das Heilige verloren gehen? Eine gewisse Traurigkeit stellt sich bei diesem Gedanken schon ein. Wir brauchen etwas, woran wir glauben können. Das größer ist als wir. An dem wir uns messen können. Da kommt der Priester gerade recht, der uns im Buch Leviticus Gott zeigt! Ihn uns vor Augen stellt. Als den Heiligen! Fremd? Unnahbar? Nein! In der Liebe ist er heilig. In seiner Liebe zu uns. Ist das abgehoben? Abgetrennt? So fremd und unnahbar uns Gott manchmal scheint, er ist mit uns unterwegs. Mit seinem Volk. An ihm können wir uns aufrichten! Von ihm können wir fasziniert sein! Vor ihm auch erschauern. Was ist hier Angst? Befürchtung? Glück?
Paulus, der den Priester gut kennt, der uns im Buch Leviticus begegnet, beschreibt das Glück. Glück ist, geliebt zu sein, geliebt zu werden. Das macht uns so groß und so schön, dass wir Tempeln gleichen. Nicht die aus Stein, nein, die aus Geist. Wo der Geist Gottes wohnt, wohnt die Liebe. Wohnt er! Ich stelle mir den Tempel vor. In der Liebe kommen wir in das Allerheiligste. Die Trennmauer zwischen „profan“ und „heilig“ ist Stein für Stein säuberlich abgebaut. Gott selbst lädt seine Gäste, seine Pilger ein – und die vielen Schutzsuchenden und Verängstigten auch. Hier gibt es ein Nachtlager, ein Essen, ein Gespräch – und die Tür bleibt offen. Für die, die wieder gehen wollen. Die Mut getankt haben. Denen eine unbändige Kraft zugewachsen ist. An einem heiligen Ort. Was alles geschieht, wenn wir Tempeln gleichen! Wir bereiten den Tisch! Wir hören zu! Wir säubern die Wunden! Wir machen uns schmutzig! Dabei bekommen wir reine Hände.
Worauf es ankommt, sagt Paulus auch:
„Alles gehört euch;
Paulus, Apollos, Kephas,
Welt, Leben, Tod, Gegenwart und Zukunft:
Alles gehört euch;
ihr aber gehört Christus
und Christus gehört Gott.“
Jetzt ist es heraus: Heilig hebt nicht heraus, heilig braucht keine Distanz, heilig schmückt sich mit keinem Heiligenschein – heilig heißt, zu Christus zu gehören. Sondert er uns aus? Hebt er uns auf einen Sockel? Macht er uns zu einer Elite?
Es ist die Liebe, die uns heilig macht. Es ist die Liebe, die uns mit Christus verbindet. Darum können wir uns auch nicht damit abfinden, nur das Selbstverständliche und Übliche zu tun. Es ist doch keine Kunst, mit lieben und vertrauten Menschen lieb umzugehen. Aber Feinde zu lieben, Fremde zu achten, Hass zu überwinden, ist Lebenskunst. Es ist doch keine Kunst, mit Geschäftspartnern auf Augenhöhe Geschäfte zu machen. Aber anderen Menschen Vertrauen entgegenzubringen, ohne gleich davon profitieren zu können, ist Liebeskunst. Es ist doch keine Kunst, Heilige zu verehren. Aber Menschen in ihrer Schwäche anzunehmen, ist Heiligenkunst.
Ihr habt gehört! Sagt Jesus! Was haben wir nicht alles gehört!
„Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben,
welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten?
Tun das nicht auch die Zöllner?
Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt,
was tut ihr damit Besonderes?
Tun das nicht auch die Heiden?
Seid also vollkommen,
wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!“
Vollkommen ist ein verräterisches Wort! Aber was verrät es? Das Geheimnis der Liebe. Das Geheimnis der Liebe ist, ganz und gar in Gott selbst zu Hause zu sein.
„Er lässt seine Sonne aufgehen
über Bösen und Guten
und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“
Schauen wir noch einmal zurück auf das verletzte, verratene und missbrauchte Heilige. Wir sehnen uns nach Reinheit und trauern über den Schmutz. Wir möchten das Erhabene sehen und entsetzen uns über das Deformierte. Wir wünschen uns, vorbehaltlos vertrauen zu können und fürchten, enttäuscht zu werden. Aber Gott macht sich in seiner Liebe klein – das ist seine Heiligkeit. Er möchte mit seinem Geist unter uns wohnen – das macht uns heilig. Nichts Besonderes! Ich bin fasziniert und erschrocken bin ich auch. Ich bin angelockt und auch ein wenig verschämt.
Und der Friede Gottes,
der höher ist als unsere Vernunft,
bewahre unsere Herzen und Sinne
in Christus Jesus,
unserem Herrn.
Predigt in Reimen, erschienen im "Sonntagsgruß" des P. Norbert Riebartsch. Der Sonntagsgruß ist ein doppelseitiges DIN A 4 Blatt für Kranke, Alte und Leidende Menschen. Es wird von Einzelpersonen und Einrichtungen abonniert. Daher ist hier auch der Bezug zur Krankheit im Text.
Liebe Schwestern und Brüder, die den Sonntagsgruß nutzen
Sie brauchen nicht verwundert das Brillenglas putzen.
Tatsächlich ist der Text für heute in Reimen erstellt
als Geschenk an unsere manchmal närrische Welt.
Als Sonntagsgruß nimmt er Bezug auf eine Bibelstelle,
die lang zu bedenken sich lohnt, nicht nur auf die Schnelle.
Denn Feindesliebe muss wachsen und kräftig werden,
damit sie verändert manch Leiden auf der Erden.
Die Narretei im Leben ist
für manchen Menschen wie der Mist.
Er riecht nicht gut, wenn er ist frisch,
doch steht auch vieles auf dem Tisch
was nur gut wuchs, weil Mist im Spiel,
ob etwas nur oder auch viel.
So ist vielleicht es auch mit dem,
was hilfreich ist und unbequem.
Wie ist es mit der Feindeslieb
die Jesus einst als Wert beschrieb?
Es war ja die Predigt vor einer Schar
die auf der Suche nach Neubeginn war.
Sie wollten von diesem Mann doch ein Wort,
das sie begleitet an den heimischen Ort.
„Sag du uns, Meister, wie soll ich verstehn,
als einfacher Mensch auf Gottes Weg gehn?“
Gib Beispiele uns, die im Alltag wir kennen,
die wir als Herausforderung gerne benennen.
So stehen die Worte vom Nein zur Rache,
das soll nicht sein der Christen Sache.
So steht die Bitte: Überrasche durch Zeichen,
die auch steinharte Herzen können erweichen.
Vielleicht kommt aber auch ins Wort,
dass manche Hoffnung lebt noch fort.
Die Hoffnung wächst aus dem, was war,
aus dem, was uns vor Jahren machte klar:
Ich hab den Schlüssel für Frieden gefunden,
als er war lebendig für einige Stunden.
Es war ganz besonders, zerbrechlich und fein:
In solcher Weise sollte öfters es sein.
Jetzt ist dafür eine sehr gute Zeit,
zumal der eigene Schmerz ist nicht weit.
Er macht uns empfindlich. Nur ein falscher Blick
macht die Luft im Zimmer manchmal schon dick.
Doch ein Wort des Friedens nimmt Spannung heraus
verändert das gereizte Klima in so manchem Haus.
Jetzt ist die Zeit, da beim nun anderen Tun,
jetzt, da so manche Aufgaben ruhn.
Jetzt kann ich entscheiden: „Was mache ich neu?
Wo werde ich mutig? Wo hilft mehr die Scheu?“
Die Scheu davor, das Wort „Dummkopf“ zu sagen.
Oder dem Nächsten einen Streit lange nachzutragen.
Die Scheu zu verbittern und hartherzig zu sein,
denn dadurch werden wir ganz klein.
Ich hab schon erlebt: Eine Zeile im Reim
zaubert hin und wieder hervor einen Keim,
aus dem eine Blume wird oder ein Baum,
so schön und so stark wie in manchem Traum.
Dann wird auch daraus echtes und persönliches Leben,
zu dem unser Herr den Segen wird geben.
Habt dafür den Mut,
denn er tut euch gut!
Originalversion als PDF zum Herunterladen
Die Weisheit der Welt ist Torheit, sagt Paulus. – Eine gereimte Predigt zum Faschingssonntag 2020, 7. Sonntag im Jahreskreis (A).
Liebe Besucher und -innen heute,
Ihr seid wirklich brave Leute!
Kommt an diesem Faschingstage her
und gebt dem Herrn der Welt die Ehr.
Sogar Jesu Mahnung hört Ihr Euch an,
„Aug um Auge, Zahn um Zahn!“ –
so sagten die Alten.
Als Christen soll'n wir uns anders verhalten.
Halt dem, der dich schlägt, auch die andre Wange hin.
Macht so etwas tatsächlich Sinn?
Für die Taktiker im ganzen Land(e)
ist das eher eine Schand(e).
Für sie braucht's Waffen und Militär,
um zu zeigen: Wir sind der Herr.
Doch wo endet das, wo führt das hin.
Da frage ich: Macht solches Sinn?
Einäugig und zahnlos wird die Welt,
wenn sich jeder so verhält.
Natürlich bereitet Jesu Weg auch Schmerzen,
doch vielleicht geht's dem Angreifer doch zu Herzen.
Mag sein, dass er sich besinnt und kehrt um.
Das macht die Waffen stumm.
Jesus selber hat's erlitten.
Er hat nicht gegen die Peiniger gestritten.
So ging er uns voran und lebte,
was immer schon vor ihm schwebte:
Die Idee von einer besseren Welt,
wo nicht Gewalt und Macht nur zählt.
Das ist Jesu Beispiel,
sicher ein hohes Ziel!
Aber es lohnt sich, darauf hin zu leben
und eine solch friedvolle Welt zu erstreben.
Das ist auch das, was ich als Grundbotschaft find
im Brief des Paulus an die Gemeinde von Korinth.
Gottes Tempel seid ihr
und Gottes Geist wohnt in dir und mir.
Torheit ist die Weisheit der Welt,
weil sie vor Gott nicht zählt.
Wer Jesus liebt
und sich auf seinen Weg begibt,
der schlägt neue Wege ein,
um gottgefällig zu sein.
Was dann zählt
sind nicht die Wege der Welt,
geprägt von Egoismus und Streben nach Macht,
auch wenn mancher drüber lacht
und sagt: Dann bist du ein Narr,
da wirst du ausgenutzt fürwahr!
So war Jesu Leben,
er hat uns ein Beispiel gegeben
von einer Welt,
in der allein die Liebe zählt.
Und so soll’s sein in Gottes Namen.
Ja, so ist‘s gut, drum sag ich: Amen.
© Stefan Durner, Pastoralreferent im Pfarrverband Flossing
Kirchenplatz 2, D-84570 Polling, stefandurner@web.de
Manches aus der Hl. Schrift ist sogar für "kirchliche Insider" schwer zu verstehen; wie viel mehr für "kirchlich Ungeübte". So auch die Forderung der Gewaltlosigkeit oder der Feindesliebe. Jesus weist uns damit den Weg zu einem Leben in der Freiheit, wie sie Gott uns schenkt.
Jesus konfrontiert uns mit Forderungen, die uns zunächst absurd erscheinen. Das Reich Gottes erfordert neue Spielregeln.
Jesu Gebot der Feindesliebe ist eine große Herausforderung aller, die Jesus nachfolgen wollen. Nächstenliebe ist unteilbar und schließt die Feinde mit ein. Das Gebot der Feindesliebe verlangt nicht die Unterdrückung negativer Emotionen, sondern das Erlernen des Umgangs damit. Nicht außer Acht gelassen werden darf auch, dass oft auch eine Auseinandersetzung mit struktureller Gewalt ist.
Ein zentrales Thema, wenn wir von Frieden sprechen, ist Gewaltfreiheit. Doch was bedeutet es frei von Gewalt zu sein und zu leben? Wir weigern uns schlicht Gewalt anzuwenden. Weder um unsere eigenen, noch um die Interessen anderer durchzusetzen und zu unterstützen, bedienen wir uns des Mittels der Gewalt. Der weltbekannte Friedensaktivist Mahatma Gandhi sagte einmal: „Auf sanfte Weise können Sie die Welt erschüttern.“ Doch was meinte er damit? Vielleicht, dass wir mehr bewegen können, wenn wir mit sanfter Stimme sprechen, wenn wir frei von Groll und Ärger sind? Vielleicht, dass wir die Welt verändern, nicht indem wir fluchen und beleidigen, sondern indem wir einander liebevoll und achtsam begegnen. Und welche Rolle spielt jede*r Einzelne und unsere Gemeinschaft dabei? Damit werden wir uns im Rahmen dieses Gottesdienstes beschäftigen.
© Prof. Dr. Wolfgang Palaver, Vorsitzender Pax Christi Österreich.
Als Kinder Gottes feiern wir diesen Gottesdienst.
Wir sagen in einem großen Lobpreis „danke“.
Dann beten wir: Vater unser im Himmel.
Jesus sagt uns:
Liebt eure Feinde
und betet für die, die euch verfolgen,
damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet;
denn er lässt seine Sonne aufgehen
über Bösen und Guten
und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Als Menschen, die hin- und hergerissen sind
und Angst davor haben, missbraucht zu werden,
bitten wir unseren Herrn um seine Barmherzigkeit.
Herr,
wir haben die Welt längst aufgeteilt zwischen Gut und Böse.
Schwarz-weiß gemalt wird aber alles grau.
Hinter Feindbildern verstecken wir unsere Ängste.
Herr, erbarme dich.
Herr,
wir sehen uns danach,
dass das Heilige heilig und das Reine rein sein soll.
Menschliche Schuld macht auch vor unseren Herzen nicht Halt.
Enttäuscht und sprachlos bricht uns oft eine Welt auseinander.
Christus, erbarme dich.
Herr,
wir hören, dass du heilig bist. I
n den Gesang der Engel stimmen wir mit ein.
Abgegrenzt hast du dich nicht von uns.
Du bist einer von uns geworden.
Glücklich sind wir in deiner Liebe.
Herr, erbarme dich.
Herr, Jesus Christus, '
du hast die Gebote des Vaters zur gelebten Wirklichkeit werden lassen.
Herr, erbarme dich.
Du bist deinen Mitmenschen begleitend, aufrichtend und heilend begegnet.
Christus, erbarme dich.
Du bist auch vor der Schwere deines Weges nicht zurückgeschreckt.
Herr, erbarme dich.
Kyrie
Herr Jesus Christus,
du erinnerst an die alten Gebote.
Herr erbarme Dich.
Du willst, dass wir unsere Feinde lieben.
Christus erbarme Dich.
Du traust uns das zu.
Herr erbarme Dich.
Barmherziger Gott,
du hast durch deinen Sohn zu uns gesprochen.
Laß uns immer wieder über dein Wort nachsinnen,
damit wir reden und tun, was dir gefällt.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 7. Sonntag im Jahreskreis
Gott Dein Wort bringt Licht und Freude in die Welt.
Es macht das Leben reich,
es stiftet Frieden und Versöhnung.
Gib, dass wir es nicht achtlos überhören.
Mach uns aufnahmebereit.
Bring dein Wort in uns zu hundertfältiger Frucht.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB Auswahl 6
Gott, unser Vater.
Um deinen Frieden zu bringen
in unsere Welt voll Spannung und Streit,
ist dein Sohn zu uns gekommen
und hat sein Leben eingesetzt.
Er lebte nicht für sich, sondern gab sich dahin.
Laß uns erfassen, was er getan hat.
Hilf uns,
mit ihm dem Frieden und der Versöhnung zu dienen,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Amen.
MB Auswahl 21
Guter Gott.
Durch deinen Sohn Jesus Christus
hast du begonnen,
unter uns Menschen
dem Frieden und der Versöhnung Raum zu schaffen.
Mach uns
zu einer offenen und brüderlichen Gemeinde.
Hilf uns, daß wir um seinetwillen
einander annehmen und zu verstehen suchen,
auch wo wir verschiedener Meinung sind.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Amen.
MB Auswahl 34
Vater im Himmel,
dein Sohn wollte Beziehung stiften
zwischen dir und den Menschen
und unter uns Menschen.
Hilf uns,
das Böse durch das zu Gute zu überwinden
und so das Werk deines Sohnes weiterzuführen,
durch ihn, der mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit.
Vater im Himmel,
belastet von den Schrecken der Welt, kommen wir zu dir.
Alles legen wir in deine Hände –
alle Schrecken, alle Last, aber auch alle Freude und alle Hoffnungen.
Schenke du uns in diesem Gottesdienst neu deine segnende Kraft,
damit wir dem Beispiel deines Sohnes folgen können.
Hilf uns, unseren Mitmenschen - und auch uns selbst –
nachsichtig, ja liebend, zu begegnen,
damit die Welt sich wandeln kann, wie du es erdacht hast.
Das erbitten wir mit Jesus,
unserem Bruder und Herrn, und durch den Hl. Geist. – Amen.
Wir erleben dich, Gott, der du heilig bist,
oft als unnahbar und fremd,
unheimlich und weit weg.
Doch alle unsere Gedanken gehen zu dir.
Was wir in dieser Woche erlebt haben,
was offen geblieben ist,
was unsere Hoffnungen ausmacht,
wissen wir bei dir geborgen.
Wir bitten dich nicht um einen Heiligenschein,
aber um ein helles Gesicht,
nicht um einen Sockel,
aber um einen freien Weg.
Wir danken dir, dass du deine Heiligkeit mit uns teilst
in der Liebe, die uns zu deinen Kindern macht
in Christus, unserem Herrn.
Wir tragen Gott unsere Bitten vor:
Gott, unser Vater, wir bitten dich für die Menschen, die auf der Flucht sind oder die aus ihrer Heimat vertrieben werden.
Lass sie wieder Heimat finden und schenke ihnen ein Herz, das zur Versöhnung bereit ist.
Gott, unser Vater, wir bitten dich für alle, die durch Krieg, Gewalt oder Terror einen lieben Menschen verloren haben.
Tröste sie in ihrem Leid und gebiete der Vergeltung Einhalt.
Gott, unser Vater, wir bitten dich für alle, die Krieg, Gewalt und Terror über andere Menschen bringen.
Schenke ihnen Einsicht und Umkehr, damit sie Wege des Friedens finden.
Gott, unser Vater, wir bitten dich für alle Menschen, reinige unsere Herzen von Hass, Neid, Habsucht und Vergeltung.
Schenke uns Gedanken und Wege der Verständigung und Versöhnung.
Gott, unser Vater, hilf uns, nicht nachzulassen im Einsatz für Frieden und Versöhnung, um Mut zur Verständigung, um Kraft und Ausdauer.
Allmächtiger Gott, du schenkst den Frieden, den die Welt nicht geben kann. Sende uns den Geist des Friedens.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
© Prof. Dr. Wolfgang Palaver, Vorsitzender Pax Christi Österreich.
Immer wieder müssen wir erkennen, wie sehr wir in unserem Handeln unseren Idealen nachhinken. Der Glaube, dass uns Gott auch in unserer Schwachheit beisteht, kann uns trösten und uns helfen, gelassen mit unseren Defiziten umzugehen.
Ihn lasst uns bitten:
In und außerhalb der Kirche ist Kritik und Jammern über unerträglich erscheinende Zustände zum Alltag geworden.
Mehre in uns die Zuversicht, dass du deine Gemeinde stets begleitest.
Die Erdbeben der letzten Tage haben zigtausende Opfer gefordert.
Schenke ihnen und allen, die im Rahmen der internationalen Solidarität dort arbeiten Trost und Stärke.
Es ist ein alter Menschheitstraum über alle ethnischen, religiösen und gesellschaftlichen Grenzen hinweg in Frieden miteinander zu leben.
Lass uns offen und mit Humor zwischen den eigenen Vorstellungen und denen der anderen einen Ausgleich suchen.
In jedem von uns schlummert die Sehnsucht, von den anderen wahrgenommen und beachtet zu werden.
Hilf allen im Pflegebereich Tätigen, die Bedürfnisse der ihnen Anvertrauten wahrzunehmen und mit ihren eignen Möglichkeiten in Einklang zu bringen.
Du bist der Gott allen Lebens.
Dir vertrauen wir unsere Verstorbenen an und beten für sie.
Dein Geist ist in uns lebendig. An uns liegt es, aus diesem Geist zu leben und unser Miteinander zu gestalten.
Dich loben wir und danken dir jetzt und allezeit. - Amen.
Wir wollen nun Fürbitte halten.
Herr Jesus Christus, Du hast die alten Gebote verschärft unter dem Spiegel der Nächstenliebe. Wir bitten Dich:
Lass statt Hass und Verdruss in unseren Herzen die Liebe einziehen.
Lass unser Handeln von Liebe geleitet sein.
Lass uns erkennen, wenn Menschen in Not sind, und ihnen bedingungslos beistehen.
Lass uns auch den Menschen positiv und zugewandt begegnen, die wir eigentlich nicht mögen und ablehnen.
Lass uns im Streit nicht danach streben, die Oberhand zu haben, sondern Versöhnung zu suchen.
Lass uns den Kranken, den Sterbenden und den Trauernden beistehen.
Denn das ist das Leben, das Du von uns forderst: dass wir an guten Taten erkennbar sind und so Dein Reich verkünden. – Amen.
Wir wären gerne heilig. Über allen Dingen erhaben.
Immer auch etwas Besonderes.
Fein abgegrenzt von dem Dreck dieser Welt.
Doch Gott selbst macht sich schmutzig,
kommt in die Niederungen der Welt
und baut seine Tempel inmitten verlorener, verängstigter, heimatloser Menschen.
Wir beten heute:
Für alle heiligen Institutionen.
Dass sie sich nicht selbst verraten,
Versteck spielen und ihr Erbe verlottern lassen.
Wir rufen zu dir: Lass uns in der Liebe vollkommen sein!
Für alle dreckigen Orte.
Dass Menschen Hoffnungen haben, Kinder eine Zukunft
und eine gelangweilte Welt eine Aufgabe.
Wir rufen zu dir: Lass uns in der Liebe vollkommen sein!
Für alle traurigen Geschichten.
Dass Worte ein Licht anzünden,
hinter die Kulissen schauen und von Auswegen erzählen.
Wir rufen zu dir: Lass uns in der Liebe vollkommen sein!
Für alle Feindbilder.
Dass sie aus ihren Rahmen fallen,
übermalt werden und vergessen werden können.
Wir rufen zu dir: Lass uns in der Liebe vollkommen sein!
Für alle Träume.
Dass sie aus der Nacht herauswachsen,
der Liebe einen Raum geben und jeden Tag schön machen.
Wir rufen zu dir: Lass uns in der Liebe vollkommen sein!
Wenn du, Herr, deine Tempel baust,
dann lass uns das Allerheiligste sein:
Mit einem Tisch für die Hungrigen,
einem Bett für die Müden,
ein Wort für die Stummen.
Heilig bist du, Herr, unter uns.
In Jesus, der das Licht der Welt ist.
Herr Jesus, du forderst deine Jüngerschar heraus. Du zeigst ihr aber auch den Weg zu dem, was dir wichtig ist.
So bitten wir dich:
Herr, begleite dein Volk
In vielen Gegenden erleben wir eine Spirale von Gewalt.
Dein Wort sagt: Nicht Zahn für Zahn, sondern Friede.
Manche fragen sich, ob die Kirche auf dem richtigen Weg ist.
Dein Wort sagt: Sucht Segen für die Menschen.
Engagierte Menschen sind manchmal frustriert und müde.
Dein Wort sagt: Erinnert euch an meine Ermutigung.
Wir suchen den Weg für morgen und die Woche.
Dein Wort sagt: Dann tut es in Liebe.
Menschen stellen gegenseitig hohe Ansprüche aneinander.
Dein Wort sagt: Du kannst immer vollkommener werden.
Herr, dein Wort kann ich uns nachklingen. Darauf vertrauen wir heute, die kommende Woche und in den wichtigen Momenten unseres Lebens. - Amen.
Fürbitten für den 7. Sonntag im Jahreskreis / 23.2.2020
Wer im festen Glauben an Gott verankert ist, fühlt sich nicht allein und auf sich selbst zurückgeworfen. Daraus ergibt sich die Chance, angstfrei und großzügig zu agieren.
Um Gottes Geist, der uns leitet und stärkt, lasst uns den Vater bitten:
Auch innerhalb der Gemeinschaft der Kirche kann es vorkommen, dass verschiedene Gruppierungen ihre Meinung mit fragwürdigen Mitteln durchzusetzen versuchen.
Stärke die Geduld und Nachsicht aller, die auf deinen Geist bauen.
Unserer demokratischen Gesellschaft fällt es schwer, verschiedene Standpunkte zu akzeptieren.
Stärke alle, die das Gemeinsame in einer Demokratie vor das Trennende stellen.
Menschen mit psychischen Problemen oder geringer Frustrationstoleranz sind mitunter eine Gefahr für ihre Mitmenschen.
Stärke alle, die versuchen der Bereitschaft zu Gewalt Einhalt zu gebieten.
Hinter einer Maske sein eigentliches Ich zu verstecken, ist nicht nur im Fasching gefragt.
Stärke alle, die loyal und friedvoll zu ihren eigenen Positionen und Werten stehen.
Alter, Krankheit und Tod werden von vielen als persönliche Niederlage empfunden.
Stärke in uns das Bemühen, uns mit den vielen unvermeidlichen Situationen menschlichen Lebens auszusöhnen.
Du hast Gewaltlosigkeit und Liebe als Grundprinzip deiner Schöpfung mitgegeben.
Der Mensch kann zwar versuchen, sich immer wieder dagegen zu entscheiden, wird aber letztlich nicht darüber verfügen können.
Dafür gebührt dir unser Dank und Lobpreis jetzt und allezeit. - Amen.
Allmächtiger Gott,
in der Feier der göttlichen Geheimnisse
erfüllen wir den Dienst, der uns aufgetragen ist.
Gib, daß wir deine Größe würdig loben und preisen
und aus diesem Opfer Heil empfangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 7. Sonntag im Jahreskreis
Herr, unser Gott,
du schenkst uns den Frieden
und gibst uns die Kraft, dir aufrichtig zu dienen.
Laß uns dich mit unseren Gaben ehren
und durch die Teilnahme
an dem einen Brot und dem einen Kelch
eines Sinnes werden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 23. Sonntag im Jahreskreis
4. Januar, 7.Januar
Was du, Herr, mit Brot und Wein machst,
geht über unser Bitten und Verstehen:
Du verschenkst dich selbst,
du verwandelst alle Dinge,
du selbst wirst Brot und Wein.
Was wir, Herr, mit Brot und Wein machen,
hast du uns in das Herz gelegt:
deine Gaben zu teilen,
den Hunger zu stillen,
alle Feindschaft zu überwinden.
Wir werden Brot und Wein
in Christus, unserem Herrn.
(für Wortgottesfeiern)
Kehrvers:
Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue. (GL 401)
Guter Gott,
wir feiern diesen Gottesdienst,
um dir unseren Dank darzubringen,
denn du bist der Urheber allen Lebens.
Kehrvers
Wir danken dir für die Gesetze,
die du den Menschen ins Herz gelegt hast,
dass sie Gutes von Bösem unterscheiden können
und dass du sie befähigst,
für Recht und Gerechtigkeit einzutreten.
Kehrvers
Du lässt deine Sonne aufgehen über Bösen und Guten
und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Du leitest uns an, den Hass zu überweinden,
einander zu vergeben
und den Nächsten zu lieben wie sich selbst.
Du gebietest, Böses nicht mit Bösem zu vergelten,
und auch jenen Gutes zu tun, die unrecht gehandelt haben.
Kehrvers
Du vergibst uns unsere Fehler und Sünden,
denn du bist vollkommen
und willst, dass auch wir vollkommen zu werden.
Du bist heilig und heiligst uns als deine Töchter und Söhne.
Kehrvers
Dafür danken wir dir
und singen wir dir mit der ganzen Schöpfung zum Lob:
Danklied, z. B. "Nun lobet Gott im hohen Thron" (GL 393)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel, zu danken
und dein Gnade zu rühmen.
So sehr hast du die Welt geliebt,
daß du deinen Sohn als Erlöser gesandt hast.
Er ist uns Menschen gleich geworden
in allem, außer der Sünde,
damit du in uns lieben kannst,
was du in deinem eigenen Sohne geliebt hast.
Durch den Ungehorsam der Sünde
haben wir deinen Bund gebrochen,
durch den Gehorsam deines Sohnes
hast du ihn erneuert.
Darum preisen wir das Werk deiner Liebe
und vereinen uns mit den Chören der Engel
zum Hochgesang
von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ....
MB Sonntage 7
Wir danken dir, Vater,
Herr des Himmels und der Erde,
und preisen dich
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn, dein Wort, hast du die Welt geschaffen
und lenkst sie in deiner Weisheit.
Ihn, deinen menschgewordenen Sohn,
hast du uns zum Mittler gegeben.
Er hat deine Botschaft verkündet
und uns gerufen, ihm zu folgen.
Er hat uns erlöst durch sein Kreuz
und mit deinem Geiste besiegelt.
Er ist der Weg, der uns zu dir führt,
er ist die Wahrheit, die uns frei macht;
er ist das Leben und erfüllt uns mit Freude.
Durch ihn führst du deine Söhne und Töchter zusammen
zu einer einzigen Familie.
Darum rühmen wir jetzt und in Ewigkeit dein Erbarmen
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig...
MB Besondere Anliegen 3
Seid heilig,
denn ich, euer Gott, bin heilig,
spricht der Herr:
(vgl. Lev 19,2)
Aug um Aug
Zahn um Zahn
Auch wir handeln oft so
und meinen
das sei doch gerecht
aber Jesus
hat andere Maßstäbe
Liebt die,
die euch etwas nehmen
tut denen Gutes,
die euch hassen
liebt eure Feinde
und betet für eure Verfolger
denn nur so
könnt ihr euch
Kinder Gottes nennen
Gott ist die vollkommene Liebe
und er will
dass wir daran teilhaben
Herr, Dein Wort hat etwas Faszinierendes. Dein Wort berührt mich. Es bringt eine gute Lebenssaite in mir zum schwingen. Es löst in mir eine tiefe Sehnsucht nach einem heilen und gelingenden Leben aus.
Manchmal bin ich traurig, wenn ich sehe, wie wenig von deinem Traum in unserer Welt lebendig ist. Wie machtvoll das Gesetz der Natur in ihr wirkt. Wie sehr Menschen, ja ganze Völker und Nationen auf die Kraft des Stärkeren setzen. Und das Wohl des eigenen Landes über das Wohlergehen anderer Länder setzen.
Und dann sehe ich auf mein eigenes Leben und spüre: Es gibt keinen Grund zur Überheblichkeit. Ich halte selbst nicht immer die andere Wange hin, grüße oft auch nur die, die ich kenne und kann manchmal noch nicht einmal meinen nervenden Nachbarn lieben, geschweige denn meine Feinde.
Und trotzdem bist du in der Kommunion zu mir gekommen. Du wendest Dich nicht ab. Du bist da. mit Deiner Zärtlichkeit, deiner Liebe, deiner Kraft. Ich bitte dich, Herr: Nimm mir meine Trägheit, meine Mutlosigkeit und mein Unvermögen. Gib mit den Mut, es noch einmal zu versuchen, für den zu beten, der mir Unrecht tut, den nicht abzuweisen, der mich um einen warmen Ort und um Heimat (in meinem Land) bittet. Den zu lieben, der mich hintergeht.
Ich danke dir, dass du mir immer wieder einen neuen Anfang schenkst.
Bernd Kösling
Getreuer Gott,
du hast uns das heilige Sakrament
als Unterpfand der kommenden Herrlichkeit gegeben.
Schenke uns einst das Heil in seiner ganzen Fülle.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 7. Sonntag im Jahreskreis
Allmächtiger Gott,
das heilige Sakrament, das wir empfangen haben,
sei uns Nahrung und Schutz.
Es mache uns froh
und schenke uns den wahren Frieden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Advent 20. Dezember
Allmächtiger Gott,
du hast uns von den alten
zu den neuen Zeichen des Heils hinübergeführt.
Lass uns die Gewohnheiten des alten Menschen ablegen
und neu werden in Heiligkeit und Gerechtigkeit.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Freitag der 4. Woche der Fastenzeit
Herr, unser Gott,
das Sakrament, das wir empfangen haben,
sei uns Heilmittel gegen das Böse in unserem Herzen
und Schutz in jeder Gefahr.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Mittwoch der 5. Woche der Fastenzeit
Gütiger Gott,
du weißt um uns,
du weißt, was uns auf der Seele liegt und was wir benötigen.
Du schenkst uns die kommende Woche
mit allen Möglichkeiten und Herausforderungen.
Hilf uns, dir und uns treu zu bleiben
und dich in dieser Welt zu bezeugen
durch unser Reden und Handeln. - Amen.
Treuer Gott,
mancher von uns muss heute wieder arbeiten,
andere denken schon an morgen.
Wir brauchen unsere vertrauten Wege,
Menschen, die wir kennen,
Verhältnisse, in denen wir zu Hause sind.
Für unseren Alltag erbitten wir deinen Segen,
Schutz für unsere Familien,
für Nachbarn, Kolleginnen und Kollegen,
ein offenes Herz für Fremde.
Schenke uns die Freundlichkeit der Heiligen,
die Klarheit deiner Engel
und die Freude des Himmels.
Wir sehen Christus, unseren Herrn.
Auf meinem Weg bleiben, Herr,
das fällt mir oft schwer.
Bei den vielen Lichtern und Irrlichtern der Welt
und in ihren Dunkelheiten –
eine tägliche Herausforderung.
Und doch immer weiter-gehen
Und nun, forderst du mich auf,
mit jemandem mit-zugehen.
Nicht nur eine Meile, sondern zwei.
Weißt du, wie lang dieser Weg werden kann?
Wie viel Hilfe wird er brauchen,
Pausen, die mich viel Zeit kosten?
Orientierungshilfen,
die ich vielleicht doch selber gar nicht habe.
Werden wir ankommen am Ende der zweiten Meile?
Und wie geht es dann weiter?
Kann ich ihn dann einfach lassen,
darf ich mich dann
aus der Verantwortung zurückziehen?
Heißt es nicht,
was man sich vertraut gemacht hat,
dafür soll man einstehen?
Doch du sagst, ich soll mich darauf einlassen,
ich soll zwei Meilen mit ihm gehen.
Gib mir die Kraft und den Mut dazu.
Beatrix Senft 2023.
kannst du
Gott
uns noch ernst nehmen
wenn wir uns Christen nennen
kannst du es
obwohl immer noch
deine Kirchen gegeneinanderstehen
jede meint
sie sei es
die die Botschaft deines Sohnes
in „reinster Weise“
verkündet
die IHN festschreiben
in Vorschriften und Dogmen
obwohl doch SEINE Botschaft
ganz klar und deutlich
schon alles ausgesagt hat
und
deren „Fürsten“ –
ob große oder kleine –
sich selbst vergreifen und versündigen
im „Spiel ihrer Macht“
die deinem Geist nicht zutrauen
dass er zu allen spricht
weil er weht
wo er will
kannst du
Gott
uns noch ernst nehmen
wenn wir Christen meinen
DU
wärest nur durch uns zu finden
und herabschauen auf die
die dich auf andere Weise suchen
kannst du uns noch ernst nehmen
wenn wir es zulassen
dass immer noch die Waffen –
vermeintlich sogar in deinem Namen –
mehr gelten als von dir gewollter
FRIEDEN
mehr gelten
als dein Gebot der Liebe
und
des Miteinanders
bist du noch nicht an uns
verzweifelt
Gott
oder schaust du auf die
die dich -
mit ganz unterschiedlichen Zugängen -
wirklich suchen
so
wie du schon zu allen Zeiten
auf sie geschaut hast
wie auf Moses
der bereit war
sich -
mitten im alltäglichen Hüten der Herde -
von deinen Flammen rufen zu lassen
wie dein Sohn
auf Zachäus schaute -
dem Unwürde zugesprochen wurde -
aber der
auf einen Baum stieg
um etwas vom Vorbeigehen
deines Sohnes
mitzubekommen
wie auf so viele
die dich suchen
und
vielleicht -
nur in kleinen Momenten -
ein Stück -
von deinem MIT-UNS-SEIN
erahnen und spüren dürfen
und
die in ihrer Suche
unterwegs bleiben
hoffend
glaubend
ersehnend
dass du mit uns bist
auch in dieser Zeit
und
die in ihrer ganzen Unvollkommenheit
nicht aufgeben
dass durch dich
und
die Botschaft deines Sohnes
auch heute noch
Heil zu finden ist
wir hoffen und ahnen
dass du uns nicht aufgibst
Gott
auch wenn du manchmal an uns
verzweifeln magst
DU bist und bleibst
in deiner Liebe
und
Gnade zu uns
noch immer für uns
DANK sei dir
Beatrix Senft 2023.
Vergeben
ohne Wenn und Aber
Gewaltspiralen
in ihren Anfängen
stoppen
Um welchen Preis?
Ich - wieso ich?
Wieso - ich nicht?
Mein innerer WesensKern
heißt WÜRDE
DIE Quelle der Kraft
Gewaltmechanismen
an der Wurzel
das Gift zu entziehen
Es kostet Kraft
aber weniger
als in Verteidigungsposition
zu verharren
und
zu verhärten
Mein ‚Gegner‘
wird staunen …
vielleicht
© Sr. Maria Schlackl SDS
https://salvatorianerinnen.at/engagement/verkuendigen-als-frau-in-der-kirche/lebensimpulse-sms/
Man lernt erst in der vollen Diesseitigkeit des Lebens glauben. Wenn man völlig darauf verzichtet hat, aus sich selbst etwas zu machen – sei es einen Heiligen oder einen bekehrten Sünder oder einen Kirchenmann (eine sogenannte priesterliche Gestalt!), einen Gerechten oder einen Ungerechten,
einen Kranken oder einen Gesunden – und dies nenne ich Diesseitigkeit, nämlich in der Fülle der Aufgaben, Fragen, Erfolge und Misserfolge, Erfahrungen und Ratlosigkeiten leben, – dann wirft man sich Gott ganz in die Arme, dann nimmt man nicht mehr die eigenen Leiden, sondern das Leiden Gottes in der Welt ernst, dann wacht man mit Christus in Gethsemane, und ich denke, das ist Glaube, das ist Umkehr und so wird man ein Mensch, ein Christ. (Vgl. Jeremia 45) Wie sollte man bei Erfolgen übermütig oder an Mißerfolgen irre werden, wenn man im diesseitigen Leben Gottes Leiden mitleidet? […] Ich bin dankbar, daß ich das habe erkennen dürfen und ich weiß, daß ich es nur auf dem Wege habe erkennen können, den ich nun einmal gegangen bin. Darum denke ich dankbar und friedlich an Vergangenes und Gegenwärtiges. Gott führe uns freundlich durch diese Zeiten; aber vor allem führe er uns zu sich.
https://www.dietrich-bonhoeffer.net/zitat/568-man-lernt-erst-in-der-volle/
Dietrich Bonhoeffer, 21. Juli 1944
Franziskus wäre aber nicht Franziskus, würde er nicht auch die Gegner der Heiligkeit ausmachen und benennen, die „Feinde der Heiligkeit“, subtile Versuchungen wider den Geist. Es sind seine alten Gegner, der Pelagianismus und der Gnostizismus in ihrer heutigen Ausprägung.
Christlichkeit werde in Nächstenliebe „gemessen“, nicht in gesammelten Mengen von Information und Wissen, sagt er gegen den Gnostizismus. Heiligkeit bestehe eben nicht im Verstehen von Lehren. Ein solcher Individualismus sehe seine eigene Sicht der Wirklichkeit als vollkommen an. Christen können aber nicht „beanspruchen, dass unsere Art, die Wahrheit zu verstehen, uns ermächtigt, eine strenge Überwachung des Lebens der anderen vorzunehmen.“
Gegner Nummer zwei ist der Pelagianusmus; wenn der Gnostiker im Verstand die oberste Instanz sieht, dann sieht der Pelagianer sie im Willen, in der eigenen Anstrengung. Dagegen setzt der Papst und setzt der Glaube das Handeln Gottes, die Gnade. Nur wer die Grenzen des eigenen Willens und des eigenen Tuns anerkenne, lasse dem Geist Gottes Raum. Wer alles durch eigene Anstrengung schaffen wolle, verleugne letztlich diese Gnade, dieses Wirken Gottes. Franziskus greift hier das Wort des Apostels Paulus auf, das für die lutherische Theologie prägend geworden ist: Menschen werden nichts durch Werke gerechtfertigt, sondern allein durch Gnade. Heiligkeit ist in diesem Sinn ein Mitwirken am Tun Gottes, nichts selbst Geschaffenes.
Wer nur auf eigene Anstrengung setzt, leugnet die Gnade
Solch eine „pelagianische“ Haltung kann der Papst aber auch in der Kirche erkennen. In Worten, die in Deutlichkeit und Heftigkeit an das Schreiben Evangelii Gaudium erinnern, schreibt er: „Dennoch gibt es Christen, die einen anderen Weg gehen wollen: jenen der Rechtfertigung durch die eigenen Kräfte, jenen der Anbetung des menschlichen Willens und der eigenen Fähigkeit; das übersetzt sich in eine egozentrische und elitäre Selbstgefälligkeit, ohne wahre Liebe. Dies tritt in vielen scheinbar unterschiedlichen Haltungen zutage: dem Gesetzeswahn, der Faszination daran, gesellschaftliche und politische Errungenschaften vorweisen zu können, dem Zurschaustellen der Sorge für die Liturgie, die Lehre und das Ansehen der Kirche, der mit der Organisation praktischer Angelegenheiten verbundenen Prahlerei, oder der Neigung zu Dynamiken von Selbsthilfe und ich-bezogener Selbstverwirklichung.“ Das Leben der Kirche werde so zum „Museumsstück“ oder zum „Eigentum einiger weniger“.
Und ganz im Sinn seiner immer wiederkehrenden Aufrufe zur Selbstprüfung schließt der Papst diesen Teil über die Versuchungen mit der Bitte, genau hinzusehen, wo diese -ismen im je eigenen Leben auftauchen könnten.
https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2018-04/papst-franziskus-papstschreiben-heiligkeit-christsein-heute.html
P. Bernd Hagenkord - Vatikanstadt - vaticannews.va - 9.4.2018
Apostolisches Schreiben GAUDETE ET EXSULATATE des Heiligen Vaters Papst Franziskus über den Ruf zur Heiligkeit in der Welt von heute.
http://www.vatican.va/content/francesco/de/apost_exhortations/documents/papa-francesco_esortazione-ap_20180319_gaudete-et-exsultate.html
Dietrich Bonhoeffer, 21. Juli 1944
Kommt, Kinder, lasst uns gehen,
der Abend kommt herbei;
es ist gefährlich stehen
in dieser Wüstenei.
Kommt, stärket euren Mut,
zur Ewigkeit zu wandern
von einer Kraft zur andern;
es ist das Ende gut.
Es soll uns nicht gereuen
der schmale Pilgerpfad;
wir kennen ja den Treuen,
der uns gerufen hat.
Kommt, folgt und trauet dem;
ein jeder sein Gesichte
mit ganzer Wendung richte
fest nach Jerusalem.
Man muß wie Pilger wandeln,
frei, bloß und wahrlich leer;
viel sammeln, halten, handeln
macht unsern Gang nur schwer.
Wer will, der trag sich tot;
wir reisen abgeschieden,
mit wenigem zufrieden;
wir brauchen's nur zur Not.
Schmückt euer Herz aufs beste,
sonst weder Leib noch Haus;
wir sind hier fremde Gäste
und ziehen bald hinaus.
Gemach bringt Ungemach;
ein Pilger muß sich schicken,
sich dulden und sich bücken
den kurzen Pilgertag.
Kommt, Kinder, laßt uns gehen,
der Vater gehet mit;
er selbst will bei uns stehen
bei jedem sauren Tritt;
er will uns machen Mut,
mit süßen Sonnenblicken
uns locken und erquicken;
ach ja, wir haben's gut.
Kommt, Kinder, lasst uns wandern,
wir gehen Hand in Hand;
eins freuet sich am andern
in diesem wilden Land.
Kommt, lasst uns kindlich sein,
uns auf dem Weg nicht streiten;
die Engel selbst begleiten
als Brüder unsre Reihn.
Sollt wo ein Schwacher fallen,
so greif der Stärkre zu;
man trag, man helfe allen,
man pflanze Lieb und Ruh.
Kommt, bindet fester an;
ein jeder sei der Kleinste,
doch auch wohl gern der Reinste
auf unsrer Liebesbahn.
Drauf wollen wir's denn wagen,
es ist wohl wagenswert,
und gründlich dem absagen,
was aufhält und beschwert.
Welt, du bist uns zu klein;
wir gehn durch Jesu Leiten
hin in die Ewigkeiten:
Es soll nur Jesus sein.
Gerhard Tersteegen (1697 - 1769), in: EG 393
Aug um Aug
löst keine Konflikte
NUR Aug um Aug – so das Gesetz
DIE Verletzung
die mir zugefügt wurde
genau die bekommt der Andere (auch)
zu spüren
das war gesetzeskonform und erlaubt
Das war schon eine Einschränkung
doch keine Lösung …
Welche Lösung biete ich an?
Zu welcher Strategie führt Jesus,
der Menschenkenner?
Widerstandslos
Das erste was sich regt ist
Widerstand
inneres Aufbäumen
und
was mach ich damit
wozu
nütze ich meine Kraft
die sich aufbaut
wozu wird sie mir dienen?
Es bedarf innerer Größe
sie wandeln zu lassen
in heilsame Begegnung
© Sr. Maria Schlackl SDS
https://salvatorianerinnen.at/engagement/verkuendigen-als-frau-in-der-kirche/lebensimpulse-sms/

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
spirituelle Impulse, Bibeltexte mit Erklärungen, Gebete für Gottesdienstfeiern und Denkanstöße für jeden Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres.
Verbesserte Suchfunktionen - Neue Exportfunktionen
Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
Die Unterseiten des Predigtforums kann man auch mit einer Kurzadresse erreichen:
Ihre Spende ermöglicht uns die Weiterführung und Weiterentwicklung des Predigtforums.