Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit,
zog Jesus durch alle Städte und Dörfer,
lehrte in ihren Synagogen,
verkündete das Evangelium vom Reich
und heilte alle Krankheiten und Leiden.
Als er die vielen Menschen sah,
hatte er Mitleid mit ihnen;
denn sie waren müde und erschöpft
wie Schafe, die keinen Hirten haben.
Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß,
aber es gibt nur wenig Arbeiter.
Bittet also den Herrn der Ernte,
Arbeiter für seine Ernte auszusenden!
Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich
und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben
und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit sprache Jesus zu seinen Jüngern:
Ihr seid das Salz der Erde.
Wenn das Salz seinen Geschmack verliert,
womit kann man es wieder salzig machen?
Es taugt zu nichts mehr,
außer weggeworfen und von den Leuten zertreten zu werden.
Ihr seid das Licht der Welt.
Eine Stadt, die auf einem Berg liegt,
kann nicht verborgen bleiben.
Man zündet auch nicht eine Leuchte an
und stellt sie unter den Scheffel,
sondern auf den Leuchter;
dann leuchtet sie allen im Haus.
So soll euer Licht vor den Menschen leuchten,
damit sie eure guten Taten sehen
und euren Vater im Himmel preisen.
Denkt nicht, ich sei gekommen,
um das Gesetz und die Propheten aufzuheben!
Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben,
sondern um zu erfüllen.
Amen, ich sage euch:
Bis Himmel und Erde vergehen,
wird kein Jota und kein Häkchen des Gesetzes vergehen,
bevor nicht alles geschehen ist.
Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt
und die Menschen entsprechend lehrt,
der wird im Himmelreich der Kleinste sein.
Wer sie aber hält und halten lehrt,
der wird groß sein im Himmelreich.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Gott, du Hirt deines Volkes,
du schenkst der Kirche zu allen Zeiten Menschen,
die durch ihren Glauben und ihre Liebe ein Vorbild sind.
Gib, dass uns gleich dem heiligen Alfons
das Heil der Menschen am Herzen liegt,
und schenke uns im Himmel den Lohn,
den er schon empfangen hat.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Herr, unser Gott,
du hast dem heiligen Alfons die Gnade gegeben,
beim eucharistischen Opfer
dir sich selber als heilige Gabe zu schenken.
Läutere auch unsere Herzen im Feuer deines Geistes
und heilige sie.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Wir verkündigen Christus als den Gekreuzigten,
Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.
(1 Kor 1,23-24)
Herr, unser Gott,
du hast den heiligen Alfons zum treuen Ausspender und Verkünder
dieses Sakramentes gemacht.
Gewähre auf seine Fürbitte, dass deine Gläubigen
diese heilige Speise oft empfangen
und dich in Ewigkeit preisen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

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Das Ende des 9. Kapitels faßt in vier Sätzen nochmals das die Verkündigungs- und Heilstägigkeit Jesu zusammen - erweitert mit dem Aspekt der Beteiligung der Jünger an der Not-wendigkeit seines Auftrages. Einbeziehung bedeutet hier gleichzeitig, sie hineinnehmen in die missionarische Sorge Jesu. Sie sind schon in seinem irdischen Wirken "Arbeiter", die er in die "Ernte" beruft, zugleich aber sieht er sie als Repräsentanten der künftigen Missionare in der Kirche. Im Folgenden (10, 1-5) stellt Mt den Kreis der "zwölf Apostel" namentlich vor und gibt Anweisungen für ihre Mission als seine Apostel (10, 5-42).
V 9,35: Die breite Volkswirksamkeit der Verkündigung Jesu verlangt nach Mitarbeitern, um sich der von den jüdischen Führern im Stich gelassenen Scharen anzunehmen und die große Ernte einzubringen. Dazu benutzt Mt das Bild von den Schafen ohne Hirten, das im AT öfter gebraucht wird; dort, um die Not des Volkes auszumalen und doch auch um auf einen von Gott erwählten Hirten hinzuweisen (Num 27,17; Ez 34,11-24; Josua).
V 9,36: Der Satz hat eine Parallele beim Anblick der Volksmenge Jesu vor der großen Speisung bei Mk 6,34.
V 37: Die Ernte, im AT eher ein Gerichtsbild als ein Bild für die Heilszeit, bezieht sich hier auf die gegenwärtige "Erntezeit", in der die Gottesherrschaft verkündigt und das Gottesvolk gesammelt wird. In diesem Sinn ist es Ausdruck der durch Jesus herbeigeführten Freudenzeit; man muß ihn um mehr Arbeiter zu Einbringung der messianischen Ernte bitten.