Herr, unser Gott,
in dieser hochheiligen Nacht
ist uns das wahre Licht aufgestrahlt.
Laß uns dieses Geheimnis
im Glauben erfassen und bewahren,
bis wir im Himmel
den unverhüllten Glanz deiner Herrlichkeit schauen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB Weihnachten in der Nacht
Allmächtiger Gott,
in dieser heiligen Nacht
bringen wir dir unsere Gaben dar.
Nimm sie an
und gib, daß wir durch den wunderbaren Tausch
deinem Sohn gleichgestaltet werden,
in dem unsere menschliche Natur
mit deinem göttlichen Wesen vereint ist.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
MB Weihnachten in der Nacht
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken.
Denn Fleisch geworden ist das Wort,
und in diesem Geheimnis
erstrahlt dem Auge unseres Geistes
das neue Licht deiner Herrlichkeit.
In der sichtbaren Gestalt des Erlösers
läßt du uns den unsichtbaren Gott erkennen,
um in uns die Liebe zu entflammen
zu dem, was kein Auge geschaut hat.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten
und mit all den Scharen des himmlischen Heeres
den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Weihnachten 1
Herr, unser Gott,
in der Freude über die Geburt unseres Erlösers
bitten wir dich:
Gib uns die Gnade, ihm unser ganzes Leben zu weihen,
damit wir einst Anteil erhalten
an der ewigen Herrlichkeit deines Sohnes,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB Weihnachten in der Nacht
Allmächtiger Gott,
dein ewiges Wort ist Fleisch geworden,
um uns mit dem Glanz deines Lichtes zu erfüllen.
Gib, daß in unseren Werken widerstrahlt,
was durch den Glauben in unserem Herzen leuchtet.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.
MB Weihnachten am Morgen
Himmlischer Vater,
erfülle die Gaben dieser Erde mit deinem Segen,
damit sie das Geheimnis dieses Tages darstellen:
Wie Christus
als neugeborener Mensch und als wahrer Gott
vor uns aufleuchtet,
so laß uns durch diese irdische Speise
das göttliche Leben empfangen.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
MB Weihnachten am Morgen
(für Wortgottesdienstfeiern)
Kehrvers:
Dankt dem Vater mit Freude, er schenkt uns seinen Sohn. (GL 633,8)
Großer, unbegreifbarer Gott,
wir wollen dir unsere Freude und unseren Dank zum Ausdruck bringen,
denn in Jesus von Nazareth ist dein ewiges Wort Fleisch geworden
und hat mitten unter uns gewohnt.
Kehrvers
Er ist das Leben, und das Leben ist das Licht der Menschen.
in ihm kam das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, in die Welt.
Kehrvers
Allen die ihn aufnahmen, gabst du die Macht, Kinder Gottes zu werden.
Er hat die Reinigung von den Sünden bewirkt
Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade über Gnade.
Kehrvers
Alle Enden der Erde sehen nun das Heil unseres Gottes.
Darum jubelt heute der ganze Erdkreis
und stimmt mit den Engeln und Heiligen ein in den Lobpreis der Schöpfung:
Danklied: z. B.: Lobt Gott, ihr Christen alle gleich (GL 247)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken.
Denn Fleisch geworden ist das Wort,
und in diesem Geheimnis
erstrahlt dem Auge unseres Geistes
das neue Licht deiner Herrlichkeit.
In der sichtbaren Gestalt des Erlösers
läßt du uns den unsichtbaren Gott erkennen,
um in uns die Liebe zu entflammen
zu dem, was kein Auge geschaut hat.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten
und mit all den Scharen des himmlischen Heeres
den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Weihnachten 1
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel, zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn groß ist das Geheimnis seiner Geburt,
heute ist er, der unsichtbare Gott,
sichtbar als Mensch erschienen.
Vor aller Zeit aus dir geboren,
hat er sich den Gesetzen der Zeit unterworfen.
In ihm ist alles neu geschaffen.
Er heilt die Wunden der ganzen Schöpfung,
richtet auf, was darniederliegt,
und ruft den verlorenen Menschen
ins Reich deines Friedens.
Darum rühmen dich Himmel und Erde,
Engel und Menschen
singen das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Weihnachten 2
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, allmächtiger Vater, zu danken
und dein Erbarmen zu rühmen
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn schaffst du den Menschen neu
und schenkst ihm ewige Ehre.
Denn einen wunderbaren Tausch hast du vollzogen:
dein göttliches Wort wurde ein sterblicher Mensch,
und wir sterbliche Menschen
empfangen in Christus dein göttliches Leben.
Darum preisen wir dich mit allen Chören der Engel
und singen vereint mit ihnen
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Weihnachten 3
Herr, unser Gott,
die Menschwerdung deines Sohnes
erfülle uns mit Freude und Dank.
Laß uns dieses unergründliche Geheimnis
im Glauben erfassen und in tätiger Liebe bekennen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Weihnachten am Morgen
Und es begibt sich auch heute noch,
dass Menschen zur Krippe kommen,
weil sie das neugeborene Kind lieben.
Und es ereignet sich auch heute noch,
dass Menschen dem Stern von Bethlehem folgen,
um sein Licht weiterzutragen.
Und es geschieht immer wieder,
dass Menschen einen Augenblick lang innehalten,
um in der Begegnung miteinander und mit Gott
neue Kraft, neuen Mut, neue Freude zu gewinnen:
Es ist auch heute möglich, glaubend - hoffend - liebend zu leben.
Hildegard Kremer auf: http://www.kloster-ingenbohl.ch 2009.
Wenn du dich satt gesehen hast
an dem schönen Kind in der Krippe,
geh noch nicht fort!
Mache seine Augen zu deinen Augen,
seine Ohren zu deinen Ohren
und seinen Mund zu deinem Mund!
Mach seine Hände zu deinen Händen,
sein Lächeln zu deinem Lächeln
und seinen Gruß zu deinem Gruß!
Dann erkennst du in jedem Menschen
deine Schwester, deinen Bruder.
Wenn du ihre Tränen trocknest
und ihre Freuden teilst,
dann ist Gottes Sohn wahrhaftig geboren
und du darfst dich freuen
Marina Roost auf: http://www.kloster-ingenbohl.ch 2009.
Vor einigen Tagen wurde im Rundfunk eine Straßenbefragung ausgestrahlt. Der Interviewer fragte zwei Passanten, ob sie denn wüssten, wie das in einer Krippe geborene Kind von Josef und Maria hieße. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten und lautete zu meiner Verwunderung: "Josef II. oder Lukas!" Mag sein, dass diese Antwort Resultat starker Nervosität und nicht eklatanten Unwissens ist. Ich kann mich dennoch des Eindrucks nicht erwehren, dass immer weniger Menschen wissen, warum überhaupt Weihnachten gefeiert wird. Der Festcharakter von Weihnachten hat sich gewandelt, wenn nicht gar mancher Orts verflüchtigt, und ist facettenreicher geworden. Die Palette erstreckt sich vom mehr oder weniger harmonischen Familienfest, zum Fest des maßlosen Konsumierens, bis hin zum Fest der zermürbenden Einsamkeit.
Weshalb es zu einem solchen Wandel gekommen ist, hat bestimmt unterschiedliche Ursachen. Bei genauerer Betrachtung dieses Facettenreichtums meine ich jedoch einen wandlungsresistenten Faktor ausmachen zu können. Es ist die Ursehnsucht des Menschen nach bleibendem Glück und nie versiegender Freude. Warum haben viele zu Weihnachten den Wunsch nach einem glücklich machenden Familienfest oder nach ein paar Stunden der Wellness und des Genießens bei wohligen Temperaturen in der Karibik? Diese Ursehnsucht nach "Glückseligkeit" ist uns immanent. Wer aber vermag diese Sehnsucht zu stillen? Genügen allein innerweltliche Gegebenheiten, um diese Sehnsucht zu stillen, oder muss erst etwas Himmlisches, ja Göttliches in unsere Welt einbrechen?
Die in den vergangenen Wochen vorgetragenen Lesungen thematisierten diese Ursehnsucht. Sie richteten unsere Augen zum Himmel. Von dort kommt die Erfüllung! Und der Prophet Jesaja ruft uns zu "Brecht in Jubel aus, jauchst alle zusammen!" und bezieht sich dabei auf das von Gott kommende Heil, das diese Ursehnsucht stillt. Was die Propheten erhofft haben, hat sich in Jesus Christus erfüllt. Mit Jesus Christus, dem Sohn Gottes, brach Himmlisches in unser irdisches Dasein ein. Himmel und Erde haben einander berührt.
Der Evangelist Johannes drückt das so aus: "Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt!" Diese zentrale Aussage findet sich auch im großen Glaubensbekenntnis und meint, Gott ist wirklich einer von uns geworden. Früher war es üblich, sich beim Aussprechen dieser Worte nieder zu knien. Durch diese kleine Zeichenhandlung wird das mündliche Bekenntnis unterstrichen. Der Gläubige vollzieht durch das Kniebeugen den Prozess der Menschwerdung Gottes körperlich nach und nimmt dann, so zu sagen als Resultat dieses Vollzugs, eine Haltung des Staunens, der Ehrfurcht und der Anbetung ein. Er tut es den Hirten und Königen an der Krippe gleich, die in ihrer knienden Haltung nicht anderes ausdrücken als die persönliche Betroffenheit angesichts des Mysteriums der Geburt Christi.
Dass Gott Mensch geworden ist, übersteigt unser Denken. Schon in den ersten christlich geprägten Jahrhunderten gab es Strömungen, die die Sohnschaft Jesu vehement bestritten und leugneten. So lehrte der Arianismus, Jesus sei nicht Gottes Sohn gewesen, sondern nur ein Geschöpf Gottes oder der Doketismus meinte, Jesus habe bloß einen Scheinkörper gehabt, keinesfalls aber einen wirklich physischen Körper.
Diese beiden Auffassungen zeigen, wie schwer wir uns tun, die immer ein Geheimnis bleibende Botschaft von Weihnachten in ihrer Radikalität und, aus rein menschlicher Sicht betrachtet, in ihrer Unvernünftigkeit anzuerkennen und anzunehmen. In der Geburt Jesu findet die Ursehnsucht des Menschen nach Glück ihre Erfüllung. Gott macht uns seinen Sohn zum Geschenk. An uns liegt es, dieses Geschenk anzunehmen und uns von ihm ergreifen zu lassen. Wer die Faszination dieses Geschenkes entdeckt, wird mehr und mehr die Erfahrung machen, dass es seine Ursehnsucht nach Glückseligkeit zu stillen vermag; denn diese Glückseligkeit wird dort gestillt, wo Erde und Himmel einander begegnen oder anders ausgedrückt, wo Gott Mensch wird und des Menschen Herz berühren darf.
Zum Fest der Geburt Jesu wünsche ich Ihnen die innere Haltung des gläubigen Stauens, der wohltuenden Ehrfurcht und der beglückenden Anbetung. Lassen Sie das Geheimnis der Menschwerdung Gottes auf sich wirken und ihr Herz mit dem Himmlischen in Berührung kommen.
Herr,
wir lassen uns von großen Worten blenden oder einschüchtern.
Du schenkst uns das Vertrauen eines Kindes.
Herr, erbarme dich
Christus,
dich besingen Engel im Himmel und auf Erden.
Wir kommen zu dir mit unseren Klagen und Hoffnungen.
Christus, erbarme dich
Herr,
du hast das erste und das letzte Wort.
Du verwandelst Schuld in Vergebung
und machst die Finsternis hell.
Herr, erbarme dich
Oder:
GL 159: Licht, das uns erschien
Allmächtiger Gott,
du hast den Menschen in seiner Würde wunderbar erschaffen
und noch wunderbarer wiederhergestellt.
Laß uns teilhaben an der Gottheit deines Sohnes,
der unsere Menschennatur angenommen hat.
Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB Weihnachten - Am Tag
Gott, unser Vater,
in diesen Gaben
willst du uns Versöhnung schenken
und uns wieder mit dir verbinden.
Nimm sie an
und gib durch sie unserem heiligen Dienst
die höchste Vollendung.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Weihnachten am Tag
(für Wortgottesdienstfeiern)
Kehrvers:
Dankt dem Vater mit Freude, er schenkt uns seinen Sohn. (GL 633,8)
Großer, unbegreifbarer Gott,
wir wollen dir unsere Freude und unseren Dank zum Ausdruck bringen,
denn in Jesus von Nazareth ist dein ewiges Wort Fleisch geworden
und hat mitten unter uns gewohnt.
Kehrvers
Er ist das Leben, und das Leben ist das Licht der Menschen.
in ihm kam das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, in die Welt.
Kehrvers
Allen die ihn aufnahmen, gabst du die Macht, Kinder Gottes zu werden.
Er hat die Reinigung von den Sünden bewirkt
Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade über Gnade.
Kehrvers
Alle Enden der Erde sehen nun das Heil unseres Gottes.
Darum jubelt heute der ganze Erdkreis
und stimmt mit den Engeln und Heiligen ein in den Lobpreis der Schöpfung:
Danklied: z. B.: Lobt Gott, ihr Christen alle gleich (GL 247)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken.
Denn Fleisch geworden ist das Wort,
und in diesem Geheimnis
erstrahlt dem Auge unseres Geistes
das neue Licht deiner Herrlichkeit.
In der sichtbaren Gestalt des Erlösers
läßt du uns den unsichtbaren Gott erkennen,
um in uns die Liebe zu entflammen
zu dem, was kein Auge geschaut hat.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten
und mit all den Scharen des himmlischen Heeres
den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Weihnachten 1
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel, zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn groß ist das Geheimnis seiner Geburt,
heute ist er, der unsichtbare Gott,
sichtbar als Mensch erschienen.
Vor aller Zeit aus dir geboren,
hat er sich den Gesetzen der Zeit unterworfen.
In ihm ist alles neu geschaffen.
Er heilt die Wunden der ganzen Schöpfung,
richtet auf, was darniederliegt,
und ruft den verlorenen Menschen
ins Reich deines Friedens.
Darum rühmen dich Himmel und Erde,
Engel und Menschen
singen das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Weihnachten 2
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, allmächtiger Vater, zu danken
und dein Erbarmen zu rühmen
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn schaffst du den Menschen neu
und schenkst ihm ewige Ehre.
Denn einen wunderbaren Tausch hast du vollzogen:
dein göttliches Wort wurde ein sterblicher Mensch,
und wir sterbliche Menschen
empfangen in Christus dein göttliches Leben.
Darum preisen wir dich mit allen Chören der Engel
und singen vereint mit ihnen
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Weihnachten 3
Barmherziger Gott,
in dieser heiligen Feier
hast du uns deinen Sohn geschenkt,
der heute als Heiland der Welt geboren wurde.
Durch ihn sind wir wiedergeboren
zum göttlichen Leben,
führe uns auch zur ewigen Herrlichkeit durch ihn,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB Weihnachten am Tag
Er ist einfach da -
das ist alles,
was er tut und kann.
Aber indem er da ist,
ohnmächtig und strahlend,
ist eben Gott selber da.
Gott ist da für uns.
Und was sagt dieses Dasein Gottes
im Kind von Bethlehem?
Es sagt mir,
es sagt dir,
es sagt jedem Menschen:
Gut, dass du da bist.
Hemmerle, Klaus; Gottes Zeit - unsere Zeit, Gedanken für jeden Tag In dieser Zeit Gebet; München, Neue Stadt, 1994.

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