Allmächtiger Gott,
sieh gütig auf dein Volk,
das mit gläubigem Verlangen das Fest der Geburt Christi erwartet.
Mache unser Herz bereit für das Geschenk der Erlösung,
damit Weihnachten für uns alle ein Tag der Freude und der Zuversicht werde.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 3. Adventsonntag
Herr, unser Gott,
in dieser Feier
erfüllen wir den Auftrag deines Sohnes.
Nimm unsere Gaben an
und gib deiner Kirche die Gnade,
immer und überall sein Opfer zu feiern.
Schenke uns durch dieses Geheimnis dein Heil,
das du der Welt bereitet hast.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 3. Adventsonntag
Kehrvers:
Danket dem Herrn, denn ewig währt seine Liebe. (GL 444)
Herr und Gott,
wir kommen zu dir, um dir Dank zu sagen und deine Größe zu preisen,
denn wir haben Grund, uns von Herzen über dich zu freuen.
Wie die Erde die Saat wachsen lässt,
bringst du, Gott und Herr, Gerechtigkeit hervor.
Kehrvers
Du hast uns den Messias gesandt,
damit er den Armen die Frohe Botschaft bringe
und alle heile, deren Herz zerbrochen ist.
Den Gefangenen ließest du Befreiung verkünden
und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufen.
Kehrvers
Johannes der Täufer ist ihm vorausgegangen
und hat Zeugnis abgelegt für das Licht.
Er hat auf den hingewiesen, der nach ihm kommt.
Als Stimme des Rufers in der Wüste hat er aufgefordert,
den Weg für den Herrn zu ebnen.
Kehrvers
Der Geist des Herrn leitet auch uns an,
dem Messias den Weg zu bereiten,
für Gerechtigkeit zu sorgen und Frieden zu stiften
Mit der ganzen Schöpfung singen wir dir zum Lob:
Danklied, z.B. "Singt dem Herrn ein neues Lied" (GL 409)
oder "Nun saget Dank und lobt den Herren" (GL 385)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel,
zu danken und dein Erbarmen zu preisen.
Denn schon leuchtet auf der Tag der Erlösung,
und nahe ist die Zeit unsres Heiles,
da der Retter kommt
unser Herr Jesus Christus.
Durch ihn rühmen wir das Werk deiner Liebe
und vereinen uns mit den Chören der Engel
zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
Präfation vom Advent 5
Wir danken dir, Vater im Himmel,
und rühmen dich
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Ihn hast du der verlorenen Menschheit
als Erlöser verheißen.
Seine Wahrheit leuchtet den Suchenden,
seine Kraft stärkt die Schwachen,
seine Heiligkeit bringt den Sündern Vergebung.
Denn er ist der Heiland der Welt,
den du gesandt hast, weil du getreu bist.
Darum preisen wir dich
mit den Cherubim und Serafim
und singen mit allen Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Advent 3
Barmherziger Gott,
komm durch dieses heilige Mahl
uns schwachen Menschen zu Hilfe.
Reinige uns von Schuld
und mache uns bereit für das kommende Fest.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 3. Adventsonntag
I. Wäre Zeit wie ein Kleid, dann könnte ich in sie hineinschlüpfen, einmal in die Arbeitszeit, dann in die Freizeit, in die Mußestunden, in die Sommerzeit, oder in den Urlaub. Ich würde sie tragen wie einen Arbeitsanzug, wie ein Partykleid, wie eine Küchenschürze oder einen Smoking. Wäre Zeit wie ein Kleid, dann könnte ich auch leicht wieder aus ihr heraus. Wie herrlich wäre das! Aus der Schulzeit, aus der Wartezeit, aus der Ölbergstunde, aus der Leidenszeit, aus dieser mir manchmal so schrecklichen heutigen Zeit, aus der Todesstunde.
II. Aber Zeit ist mir näher als ein Kleid, näher sogar als meine Haut, als meine Hand, als mein Fleisch, als mein Blut, als mein Herz. Sie ist kein Ding, keine Sache, kein Besitz, den ich haben kann, kaufen kann, erwerben kann. Ich habe nicht Zeit: Ich bin zeitlich! Ich bin in der Zeit, seit dem Tag, da ich lebe. Ich bin von gestern auf heute, von heute auf morgen. Ich werde, ich wachse, ich bin unterwegs, ich verändere mich, ich entwickle mich, ich reife, ich altere, ich bin zum Tode. Ich werde nicht mehr sein, wenn die Zeit für mich abgelaufen ist. Ich bin als Mensch zeitlich, das ist meine Definition, meine Bestimmung, meine Begrenzung, meine Voraussetzung (...)
V. Ich kenne einen, der in seinem Sterben sagte: Es ist vollbracht. Dabei war er - menschlich gesehen - gescheitert, seine Liebe brachte ihm Hass, seine Rede brachte ihm Verurteilung, seine Wahrheit brachte ihm den Tod. Dennoch sagte er: Es ist vollbracht. Ich schaue auf ihn und erkenne, dass seine Geschichte ein deutliches Woher und Wohin hatte, eine Herkunft und eine Zukunft: Gott als Vater. Mit diesem Gott lebte er, liebte er, sprach er, handelte er, litt er, starb er und konnte sagen: Es ist vollbracht. Und der gleiche Gott hat diese kurze, 33 Jahre währende, begrenzte Geschichte in der Auferweckung bestätigt und gerechtfertigt, als wollte er sagen: Dies gilt vor mir, so gilt einer bei mir, das ist das Leben eines Menschen, wie es mir gefällt.
VI. Ich möchte einmal sagen können: Es ist vollbracht! Und ich darf hoffen, dass mir dies hinter Jesus her gelingt, dass meine Geschichte zu einer Heilsgeschichte wird. So will ich versuchen, mein Leben vollzubringen, zu füllen wie er mit geteiltem Brot, mit geschwisterlicher Umarmung, mit gestiftetem Frieden, mit geschenkter Vergebung, mit erwiesener Gerechtigkeit, mit erwirkter Freiheit, mit gehaltener Treue, mit redlicher Wahrhaftigkeit, mit Liebe zu denen, die mich brauchen. So will ich versuchen, mein Leben vollzubringen, zu füllen wie er unter der Last der Konflikte, in der Zwickmühle von Spannungen, unter der Bürde von Verantwortung, in den Zwängen der Probleme, unter dem Druck der Leistung, in den Stunden der Leiden, unter dem Kreuz, dem ich nicht ausweichen kann. So will ich versuchen, mein Leben vollzubringen, zu füllen wie er im aufmerksamen Bewusstsein, im ständigen Hören, im immer wieder aufgenommenen Gebet, im liebenden Gehorsam zu Gott, der allein mein Leben richten und ins Recht setzen kann ...
Alois Albrecht, in: das Thema 23 (1981).

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