Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Korinth.
Schwestern und Brüder!
Gott ist treu,
er bürgt dafür,
dass unser Wort euch gegenüber
nicht Ja und Nein zugleich ist.
Denn Gottes Sohn Jesus Christus,
der euch durch uns verkündet wurde
- durch mich, Silvanus und Timotheus - ,
ist nicht als Ja und Nein zugleich gekommen;
in ihm ist das Ja verwirklicht.
Denn er ist das Ja zu allem, was Gott verheißen hat.
Darum ergeht auch durch ihn das Amen zu Gottes Lobpreis,
vermittelt durch uns.
Gott aber ist es,
der uns mit euch auf Christus hin stärkt
und der uns gesalbt hat.
Er hat uns auch sein Siegel aufgedrückt
und als ersten Anteil
den Geist in unsere Herzen gegeben.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Hoffnung und Zuversicht brauchen wir Menschen für ein sinnerfülltes Leben. Wenn es im Leben einigermaßen glatt läuft, fällt es uns ja leicht, zuversichtlich zu sein. Aber Krankheit und Tod, Scheitern von Beziehungen, Armut, Misserfolge, Sorgen - so vieles kann unser Leben einengen. Dann kann Hoffnungslosigkeit uns lähmen.
Manchmal heißt es sogar: "Das ist ein hoffnungsloser Fall".
Ein "hoffnungsloser Fall"? Für Jesus gibt es das nicht: Er sieht noch den allerkleinsten Funken Hoffnung in einem Menschen. Er glaubt an neue Lebensmöglichkeiten für jeden Menschen. Er macht Gottes heilende Nähe für Leib und Seele spürbar. Er traut und mutet jedem zu, sich auf den Weg zu erfüllterem Leben zu machen - auch uns.
Jesus,
du hast Menschen an Seele und Körper geheilt.
Herr, erbarme dich unser.
Jesus,
du schenkst Menschen Zuversicht und Mut für ihre Zukunft.
Christus, erbarme dich unser.
Jesus,
du willst auch uns Leben in seiner ganzen Fülle schenken.
Herr, erbarme dich unser.
Barmherziger Gott,
du hast durch deinen Sohn zu uns gesprochen.
Laß uns immer wieder über dein Wort nachsinnen,
damit wir reden und tun, was dir gefällt.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 7. Sonntag im Jahreskreis
Barmherziger Gott,
dein Sohn bietet uns deine Vergebung an.
Hilf uns,
die eigene Schuld einzugestehen und
laß uns deine Barmherzigkeit weitertragen.
Durch Christus, unseren Herrn.
Guter Gott,
Du willst erfülltes, sinnvolles Leben für jeden Menschen.
So vieles aber engt das Leben der Menschen ein und lähmt sie.
So bitten wir dich:
Für alle, die sich durch Krankheit und Behinderung
in ihrem Leben eingeschränkt fühlen:
dass sie neue Lebensmöglichkeiten entdecken.
Für Ärzte und alle, die Kranke pflegen:
dass sie niemanden als "hoffnungslosen Fall" ansehen,
sondern den ganzen Menschen wahrnehmen.
Für die Menschen, die immer ängstlich darauf bedacht sind,
keine Fehler zu machen:
dass sie Mut finden, etwas zu riskieren
und darin Lebendigkeit erleben.
Für alle, die zu hohe Ansprüche an sich stellen
und sich bis zum letzten verausgaben:
dass sie lernen, mit weniger zufrieden sein
und das Kleine im Leben zu schätzen.
Für die Menschen, deren Lebensweg gerade in einer Sackgasse zu stecken scheint:
dass sie eine neue Perspektive finden
und Zuversicht gewinnen.
Für die Politiker, die sich für Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einsetzen:
dass sie sich von Misserfolgen nicht entmutigen lassen,
sondern immer wieder kleine Schritte wagen.
Für uns Christen: dass in unseren Begegnungen für andere spürbar wird,
dass mehr Leben und Freiheit möglich ist.
Guter Gott,
in Jesus hast du Menschen Befreiung und Heilung erfahren lassen.
Auch wir dürfen immer wieder deine lebendig machende Nähe spüren.
Dafür danken wir dir durch Jesus Christus,
unseren Bruder und Herrn. Amen.
Allmächtiger Gott,
in der Feier der göttlichen Geheimnisse
erfüllen wir den Dienst, der uns aufgetragen ist.
Gib, daß wir deine Größe würdig loben und preisen
und aus diesem Opfer Heil empfangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 7. Sonntag im Jahreskreis
(für Wortgottesfeiern ohne Priester)
Kehrvers
Alles, was atmet, lobe den Herrn. (GL 678)
Gott und Vater alles Lebendigen,
wir kommen zu dir, um dir zu danken und dich zu preisen.
Denn Du hast den Menschen als dein Abbild geschaffen
und ihn mit Schönheit, Kraft und mit deinem Geist ausgestattet.
Kehrvers
Wir danken dir, dass du immer neu auf uns Menschen zugehst,
auch wenn wir deine Wege verlassen haben
oder meinen, ohne dich ein besseres Leben finden zu können.
Kehrvers
Wir danken dir für Jesus von Nazareth, der uns vorgelebt hat,
wie wir im Einklang mit dir, mit uns selbst,
mit anderen Menschen und mit der ganzen Schöpfung
unserem Leben Erfüllung und Tiefe geben können.
Kehrvers
Er hat allen, die ihm begegneten, Gesundheit geschenkt
und ihre seelische Not geheilt.
Für all das sagen wir dir Dank durch unsere Lebensfreude.
Wir stimmen ein in den Lobgesang der ganzen Schöpfung
und singen:
Danklied, z. B. Singet Lob unserm Gott (GL 260)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn er hat Großes an uns getan:
durch seinen Tod und seine Auferstehung
hat er uns von der Sünde
und von der Knechtschaft des Todes befreit
und zur Herrlichkeit des neuen Lebens berufen.
In ihm sind wir ein auserwähltes Geschlecht,
dein heiliges Volk,
dein königliches Priestertum.
So verkünden wir die Werke deiner Macht,
denn du hast uns aus der Finsternis
in dein wunderbares Licht gerufen.
Darum singen wir
mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten
und mit all den Scharen
des himmlischen Heeres den Hochgesang
von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Sonntage 1
Wir danken dir, treuer und barmherziger Vater,
für Jesus, deinen Sohn unseren Herrn und Bruder.
Seine Liebe galt den Armen und Kranken,
den Ausgestoßenen und Sündern.
An keiner Not ging er vorüber.
Sein Leben und seine Botschaft lehren uns,
daß du ein Gott bist, der sich der Menschen annimmt
wie ein Vater sich um seine Kinder sorgt.
Darum loben und preisen wir dich,
wir rühmen deine Güte und Treue
und verkünden mit allen Engeln und Heiligen
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig...
Präfation aus dem Schweizer Hochgebet 3
Getreuer Gott,
du hast uns das heilige Sakrament
als Unterpfand der kommenden Herrlichkeit gegeben.
Schenke uns einst das Heil in seiner ganzen Fülle.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 7. Sonntag im Jahreskreis
Guter Gott,
in diesem Gottesdienst
hast du uns durch dein Wort Mut gemacht
und durch dein Brot gestärkt.
Lass deine Lebenskraft in uns weiterwirken,
wenn wir nun zurück in unseren Alltag gehen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
unseren Bruder und Herrn. Amen.
Lebendiger Gott, segne uns:
Schenke uns Vertrauen in uns selbst
und in unsere Kräfte und Fähigkeiten.
Schenke uns Mut zum ersten Schritt
in neue Lebensmöglichkeiten.
Schenke uns Barmherzigkeit mit uns selbst,
wenn wir fallen.
Schenke uns Geduld
auf unserem Weg zu erfülltem Leben.
Schenke uns die Gewissheit,
dass du in uns wirkst.
Erfülle uns mit deiner Lebendigkeit.
So segne uns Gott,
der Vater, der Sohn und der heilige Geist.
Amen.
wusstest du schon
dass die nähe eines menschen
gesund machen
krank machen
tot oder lebendig machen kann
wusstest du schon
dass die nähe eines menschen
gut machen
böse machen
traurig und froh machen kann
wusstest du schon
dass das wegbleiben eines menschen
sterben lassen kann
dass das kommen eines menschen
wieder leben lässt
wusstest du schon
dass die stimme eines menschen
einen anderen menschen
wieder aufhorchen lässt
einen der für alles taub war
wusstest du schon
dass das wort oder das tun eines menschen
wieder sehend machen kann
einen der für alles blind war
der nichts mehr sah
der keinen sinn mehr sah in dieser welt
und in seinem leben
wusstest du schon
dass das zeithaben für einen menschen
mehr ist als geld
mehr als medikamente
unter umständen mehr
als eine geniale operation
wusstest du schon
dass das anhören eines menschen
wunder wirkt
dass das wohlwollen zinsen trägt
dass ein vorschuss an vertrauen
hundertfach auf uns zurückkommt
wusstest du schon
dass tun mehr ist als reden
wusstest du das alles schon
wusstest du auch schon
dass der weg vom wissen
über das reden zum tun
unendlich weit ist
Aus: Wilhelm Willms, Der geerdete Himmel. Wiederbelebungsversuche. Verlag Butzon und Bercker, Kevelaer 1987.

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Paulus verändert die Blickrichtung: Er verweist auf die Treue Gottes, die verlässlich ist. Sein Ja, in Christus, ist verwirklicht und verheißen. Unbefangen verweist der Apostel darauf, dass er ihn - neben Silvanus und Timotheus - verkündigt hat. Nein, Paulus hat in der Verkündigung nichts offen gelassen. Gottes Ja ist eindeutig und über alle Zweifel erhaben. Weil es darauf ankommt, wehrt sich Paulus dagegen, als unsicherer Zeitgenosse angesehen zu werden. Genauer: dass er nicht kommen kann, rechtfertigt nicht, seine Verkündigung mit Vorbehalten zu versehen.
Christus ist da "Ja" zu allem, was Gott verheißen hat. Im Lobpreis können Menschen "Amen" sagen. Das ist mehr als Bejahung oder Zustimmung. Das ist die einzig mögliche Antwort, die aus der Treue kommt und in die Treue führt. Paulus spricht davon, dass uns Christi Siegel aufgedrückt ist. Die im Gottesdienst vorgesehene gemeinsame Antwort "Amen" auf Gebete und Lesungen ist in Gefahr, einfach so gesagt zu werden. Paulus sieht in dem "Amen" aber eine Lebensäußerung und Huldigung.
Diese Frage ist für Paulus deshalb so wichtig, weil mit der persönlichen Glaubwürdigkeit des Predigers auch die Glaubwürdigkeit seiner Botschaft steht und fällt.
Nach der Beschreibung des Reiseplans (1,15-17) bringt 18-22 das Jawort Gottes: Auch wenn unterschiedliche Zeugen in ihrer je eigenen Weise Christus verkündigen, so bleibt doch die inhaltliche Identität des Christuszeugnisses gleich. Gottes Ja steht; sein Ja ist endgültig in Jesus Christus. Im Geschehen der Taufe haben die Christen Anteil an dieser Treue Gottes erhalten (Festigung - Salbung - Siegel - Geistverleihung).