Lesung aus dem Buch Génesis.
Gott, der Herr, sprach:
Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist.
Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm ebenbürtig ist.
Gott, der Herr, formte aus dem Erdboden
alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels
und führte sie dem Menschen zu,
um zu sehen, wie er sie benennen würde.
Und wie der Mensch jedes lebendige Wesen benannte,
so sollte sein Name sein.
Der Mensch gab Namen allem Vieh,
den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes.
Aber eine Hilfe, die dem Menschen ebenbürtig war,
fand er nicht.
Da ließ Gott, der Herr,
einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen,
sodass er einschlief,
nahm eine seiner Rippen
und verschloss ihre Stelle mit Fleisch.
Gott, der Herr,
baute aus der Rippe,
die er vom Menschen genommen hatte,
eine Frau und führte sie dem Menschen zu.
Und der Mensch sprach:
Das endlich ist Bein von meinem Bein
und Fleisch von meinem Fleisch.
Frau soll sie genannt werden;
denn vom Mann ist sie genommen.
Darum verlässt der Mann Vater und Mutter
und hängt seiner Frau an
und sie werden e i n Fleisch.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Kv: Der Herr segne uns alle Tage unseres Lebens. – Kv
GL 71,1
Selig jeder, der den Herrn fürchtet, *
der auf seinen Wegen geht!
Was deine Hände erarbeitet haben, wirst du genießen; *
selig bist du – es wird dir gut ergehn. – (Kv)
Deine Frau ist wie ein fruchtbarer Weinstock *
im Innern deines Hauses.
Wie Schösslinge von Ölbäumen sind deine Kinder *
rings um deinen Tisch herum. – (Kv)
Siehe, so wird der Mann gesegnet, der den Herrn fürchtet. *
Es segne dich der Herr vom Zion her.
Du sollst schauen das Glück Jerusalems alle Tage deines Lebens. /
Du sollst schauen die Kinder deiner Kinder. *
Friede über Israel! – Kv
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Hebräerbrief.
Schwestern und Brüder!
Den, der ein wenig unter die Engel erniedrigt war,
Jesus,
ihn sehen wir um seines Todesleidens willen
mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt;
es war nämlich Gottes gnädiger Wille,
dass er für alle den Tod erlitt.
Denn es war angemessen,
dass Gott, für den und durch den das All ist
und der viele Söhne zur Herrlichkeit führen wollte,
den Urheber ihres Heils durch Leiden vollendete.
Denn er, der heiligt, und sie, die geheiligt werden,
stammen alle aus Einem;
darum schämt er sich nicht, sie Brüder zu nennen.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Hebräerbrief.
Schwestern und Brüder!
Nicht Engeln hat er die zukünftige Welt unterworfen,
von der wir reden,
vielmehr bezeugt an einer Stelle jemand:
Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, /
oder des Menschen Sohn,
dass du dich seiner annimmst?
Du hast ihn nur ein wenig unter die Engel erniedrigt, /
mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt,
alles hast du ihm unter seine Füße gelegt.
Denn indem er ihm alles unterwarf,
hat er nichts ausgenommen,
was ihm nicht unterworfen wäre.
Jetzt aber sehen wir noch nicht,
dass ihm alles unterworfen ist,
aber den, der ein wenig unter die Engel erniedrigt war,
Jesus,
ihn sehen wir um seines Todesleidens willen
mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt;
es war nämlich Gottes gnädiger Wille,
dass er für alle den Tod erlitt.
Denn es war angemessen,
dass Gott, für den und durch den das All ist
und der viele Söhne zur Herrlichkeit führen wollte,
den Urheber ihres Heils durch Leiden vollendete.
Denn er, der heiligt, und sie, die geheiligt werden,
stammen alle aus Einem;
darum schämt er sich nicht, sie Brüder zu nennen
und zu sagen:
Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, /
inmitten der Gemeinde dich preisen;
und ferner:
Ich will auf ihn mein Vertrauen setzen;
und: Siehe, ich und die Kinder,
die Gott mir geschenkt hat.
Da nun die Kinder von Fleisch und Blut sind,
hat auch er in gleicher Weise daran Anteil genommen,
um durch den Tod den zu entmachten,
der die Gewalt über den Tod hat,
nämlich den Teufel,
und um die zu befreien,
die durch die Furcht vor dem Tod
ihr Leben lang der Knechtschaft verfallen waren.
Denn er nimmt sich keineswegs der Engel an,
sondern der Nachkommen Abrahams nimmt er sich an.
Darum musste er in allem seinen Brüdern gleich sein,
um ein barmherziger und treuer Hohepriester vor Gott zu sein
und die Sünden des Volkes zu sühnen.
Denn da er gelitten hat
und selbst in Versuchung geführt wurde,
kann er denen helfen,
die in Versuchung geführt werden.
Halleluja. Halleluja.
Wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns
und seine Liebe ist in uns vollendet.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
In jener Zeit
kamen Pharisäer zu Jesus
und fragten:
Ist es einem Mann erlaubt,
seine Frau aus der Ehe zu entlassen?
Damit wollten sie ihn versuchen.
Er antwortete ihnen:
Was hat euch Mose vorgeschrieben?
Sie sagten:
Mose hat gestattet,
eine Scheidungsurkunde auszustellen
und die Frau aus der Ehe zu entlassen.
Jesus entgegnete ihnen:
Nur weil ihr so hartherzig seid,
hat er euch dieses Gebot gegeben.
Am Anfang der Schöpfung aber
hat Gott sie männlich und weiblich erschaffen.
Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen
und die zwei werden ein Fleisch sein.
Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch.
Was aber Gott verbunden hat,
das darf der Mensch nicht trennen.
Zu Hause befragten ihn die Jünger noch einmal darüber.
Er antwortete ihnen: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt
und eine andere heiratet,
begeht ihr gegenüber Ehebruch.
Und wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt
und einen anderen heiratet,
begeht sie Ehebruch.
Da brachte man Kinder zu ihm,
damit er sie berühre.
Die Jünger aber wiesen die Leute zurecht.
Als Jesus das sah, wurde er unwillig
und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen;
hindert sie nicht daran!
Denn solchen wie ihnen gehört das Reich Gottes.
Amen, ich sage euch:
Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind,
der wird nicht hineinkommen.
Und er nahm die Kinder in seine Arme;
dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Jesus wirft den Pharisäern, die ihn nach der Auflösungsmöglichkeit von Ehen fragen, Hartherzigkeit vor und spricht ein striktes Scheidungsverbot aus. Er begründet dies mit dem Ideal der Ehe, wie es in der Schöpfungserzählung vorgegeben ist. Unbeugsame Ideale können aber auch hartherzig werden. Wie sollen wir mit Menschen umgehen, die an diesem Ideal gescheitert sind? Dies ist eine große Herausforderung an uns und an die am 4. Okt. 2015 beginnende Weltbischofssynode.
Manche Ehen enden in einem Rosenkrieg. Vor Gericht oder mit Hilfe von Anwälten oder Mediatoren werden die Scherben einer zerbrochenen Beziehung eingesammelt und aufgeteilt. Im Rosenkrieg wird jene Hartherzigkeit sichtbar, die Jesus den Pharisäern, die ihm eine Falle stellen wollten, vorwirft. Der Unterschied liegt darin, dass damals Frauen kaum eine Möglichkeit hatten, den Rosenkrieg bestimmend mitzugestalten.
Häufiger werden heute Ehen einvernehmlich getrennt, wenn beide Partner zum Schluss gekommen sind, dass ihre Beziehung keine Zukunft mehr hat. Diese Lösung ist meist klüger. Ob sie weniger hartherzig ist, sei vorläufig dahingestellt.
Fakt ist, dass Ehen scheitern können und dass dies nicht selten eintrifft. Die Gründe sind vielfältig und meist auch vielschichtig, wie auch die Motive eine Ehe zu schließen vielschichtig sind. Die Liebe ist meist wohl das stärkste Motiv, aber nicht das einzige. Sie beginnt meist romantisch, hat oft aber auch sehr rationale und ganz praktische Seiten.
Damit sind wir bei einem wichtigen Punkt angelangt. Was Menschen unter Liebe verstehen, was sie sich von ihr erwarten, wie sie Liebe ausgestalten usw., war in den verschiedenen Epochen sehr unterschiedlich und variiert auch von Kultur zu Kultur. Entsprechend unterschiedlich fallen auch die gesetzlichen Regelwerke rund um Ehe, Partnerschaft und Lebensgemeinschaft aus. Gegenwärtig sind diese schwer überschaubar. Und oft reden wir aneinander vorbei, weil wir von Voraussetzungen ausgehen, die nicht mehr so selbstverständlich gleich sind wie früher einmal.
Jesus führt als Begründung seines Scheidungsverbotes ein Liebesideal an, wie es in der Schöpfungserzählung dargestellt wird. Ideale sind sehr hilfreich, weil sie uns eine Richtung weisen. Ideale können aber auch überfordern. Wenn Ideale starr gehandhabt werden, können Menschen daran scheitern oder gar zerbrechen. Wo Ideale zu starren Vorschriften und nicht durch menschliche Barmherzigkeit ergänzt werden, können sie zu einem Programm werden, dem man in ähnlicher Weise Hartherzigkeit vorwerfen muss, wie Jesus dies den Pharisäern gegenüber getan hat. Für dieses Dilemma gilt es eine Lösung zu finden, wenn die Bischöfe nun zu einer weltweiten Synode zum Thema Ehe und Familie zusammentreten. Kein einfaches Unterfangen, wie die Diskussionen im Vorfeld gezeigt haben.
Dennoch können wir aus den biblischen Grundlagen einige Eckpunkte ablesen:
Es geht in menschlichen Beziehungen um mehr als um einen Kontrakt, den man beliebig schließen und auflösen kann. Es geht um Liebe. Und Liebe ist mehr als erotisches Begehren, mehr als Beziehung, mehr als Partnerschaft, mehr als ein einander Besitzen usw. Vom Schöpfungsgedanken her ist sie Abbild der Liebe des Schöpfers. Als solche trägt sie die Herausforderung in sich, immer mehr der Liebe des Schöpfers ähnlich werden zu wollen. Mittlerweile verstehen wir Schöpfung immer mehr als dynamische Entwicklung und nicht nur ein statisches Herstellen. Schöpfung wächst, der Schöpfer ist immer noch am Werk. In diesem Sinne steht jede Beziehung vor der Aufgabe, die Liebe im gemeinsamen Leben mitwachsen zu lassen und zur Entfaltung zu bringen. Dies kann mühevolle Beziehungsarbeit beinhalten, welche Menschen unter Umständen einander schuldig bleiben. So verstandene Liebe ist mehr als ein Ausschau halten nach einem Menschen, der in mir intensive Gefühle auslöst, der zu mir passt, oder der zu mir vielleicht besser passt.
Dieses Ringen und Wachsenlassen der Liebe wird theologisch im Bund Gottes mit seinem Volk zum Ausdruck gebracht. Gott hat immer wieder seinen Bund mit den Menschen und mit seinem Volk angeboten und diesen erneuert. Er wird nicht müde, um diesen Bund mit seinem Bundespartner zu ringen.
Ein weiteres Moment der Liebe, die uns Jesus selbst vorgelebt hat, besteht darin, dass sie selbst der Zerreißprobe des Kreuzes nicht ausgewichen ist. Er ist in seiner Liebe bis zum Äußersten gegangen.
Die katholische Tradition versteht die Ehe als Sakrament, das heißt als lebendiges Zeichen der Liebe Gottes. Als solches ist sie selbst nicht nur ein theologischer Verweis auf die Liebe Gottes, sondern Zeichen und Mittel des Heiles. In der gegenseitigen Liebe mit all ihren menschlichen Dimensionen, selbst bis in die Sexualität hinein, erfahren Ehepartner die Liebe Gottes. ihrer menschlichen Liebe kommt auch die Liebe Gottes zum Ausdruck. In der schöpferischen Kraft dieser Liebe nehmen sie teil am Wirken des Schöpfers. In diesem Verständnis ist Ehe mehr als "ein weltlich Ding".
Die katholische Kirche pflegt neben dem Hochhalten der Sakramente auch sogenannte Sakramentalien, sozusagen kleiner, den Sakramenten ähnlicher Zeichen. Die bekannteste Sakramentalie ist wohl das Weihwasser. Es erinnert an die Taufe. Wenn wir uns mit Weihwasser besprengen und bekreuzigen, rufen wir in Erinnerung, was in der Taufe an uns geschehen ist, dass wir Kinder Gottes sind und unter dem besonderen Schutz Gottes stehen.
In einem vergleichbaren Verhältnis zum großartigen Verständnis der Ehe als Sakrament sehe ist alle anderen Formen menschlicher Liebe und Beziehungen, die den ganzen Menschen in seiner persönlichen Würde und Integrität ernst nehmen als "Sakramentalien". Jede ernst gemeinte Liebe ist mehr als "ein seltsames Spiel". Jede Liebe, die auf den Partner oder die Partnerin als ganzer Person ausgerichtet ist, ist bereits Abbild der Liebe Gottes, hat etwas Heiliges, hat Würde und ist mit Respekt zu begegnen.
Dazu gehört jede ernst gemeinte Liebe zwischen Menschen, die den Zauber der Liebe und deren Spielregeln erst kennenlernen beginnen, zwischen Menschen, die noch auf der Suche nach einem Lebenspartner sind, zwischen Menschen, deren unumkehrbares Begehren auf Menschen des gleichen Geschlechtes ausgerichtet ist, zwischen Menschen, die in ihrem Versuch, eine lebenslange Partnerschaft zu verwirklichen, gescheitert sind. Auch ihrer Liebe kann das Heilige, Gottebenbildliche nicht abgesprochen werden.
Für all diese Formen und Lebensstadien einen kirchlich lebbaren Rahmen zu finden, sehe ich als große Herausforderung unserer Zeit. Und ich hoffe, dass die Bischofssynode, die heute in Rom zusammentritt, um über Fragen der Ehe und des Familienlebens zu beraten, uns auf diesem Weg einen guten Schritt weiterbringt.
Dass Ehen trotz Bemühen manchmal nicht gelingen, beweist die Statistik. Doch wie damit umgehen? Hohe Erwartungen an die am 4. Oktober 2015 beginnende Bischofssynode in Rom.
Lieder:
GL 161: Du rufst uns Herr, trotz unsrer Schuld
GL 215: Gott sei gelobet und gebenedeiet (3 . Str.)
GL 216: Im Frieden dein, o Herre mein (3. Str.)
GL 358: Ich will dich lieben, meine Stärke
GL 361: Mein schönste Zier und Kleinod bist
GL 364: Schönster Herr Jesu
GL 372: Morgenstern der finstern Nacht
GL 405: Nun danket alle Gott
GL 423: Wer unterm Schutz des Höchsten steht
GL 427: Herr, deine Güt ist unbegrenzt
GL 428: Herr, dir ist nichts verborgen
GL 439: Erhör, o Gott, mein Flehen (1. und 4. Str.)
GL 449: Herr, wir hören auf dein Wort
GL 442: Wo die Güte und die Liebe wohnt
GL 455: Alles meinem Gott zu Ehren
GL 456: Herr, du bist mein Leben, Herr du bist mein Weg
GL 457: Suchen und fragen, hoffen und sehn
GL 464: Gott liebt diese Welt
GL 484: Dank sei dir Vater, für das ewge Leben
GL 485: O Jesu Christe, wahres Licht
GL 499: Gott, der nach seinem Bilde
Psalmen und Kehrverse:
Gl 31: Selig der Mensch, der seine Freude hat, seine Freude an der Weisung des Herrn. - Mit Psalm 1 - IV.
GL 51: Wie groß sind deine Werke, o Herr, wie tief deine Gedanken - Mit Psalm 92 - I.
GL 71: Selig, wer Gott fürchtet und auf seinen Wegen geht. - Mit Psalm 128 - VIII.
GL 584,4: Herr, du hast Worte des ewigen Lebens - Mit Psalm 19 - II.
Allmächtiger Gott,
du gibst uns in deiner Güte mehr,
als wir verdienen,
und Größeres, als wir erbitten.
Nimm weg, was unser Gewissen belastet,
und schenke uns jenen Frieden,
den nur deine Barmherzigkeit geben kann.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 27. Sonntag im Jahreskreis
Allmächtiger Gott,
nimm die Gaben an,
die wir nach deinem Willen darbringen.
Vollende in uns das Werk der Erlösung und der Heiligung
durch die Geheimnisse,
die wir zu deiner Verherrlichung feiern.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 27. Sonntag im Jahreskreis
Gott,
der Tisch ist gedeckt mit den Gaben von Brot und Wein,
die auf die Gegenwart deines Sohnes verweisen.
Er lädt uns ein zu einer Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern,
die sein Werk auf Erden fortsetzt.
Hilf uns und stärke uns dazu
durch ihn, Christus unseren Herrn.
Danket dem Herrn, denn er ist gut…
(GL 402)
Oder:
Kehrvers: Dir sei Preis und Dank und Ehre.
(GL 670,8)
Guter Gott, liebender Vater,
wir haben allen Grund dir Dank zu sagen
und dir unseren Lobpreis darzubringen.
Denn Du hast die ganze Schöpfung
in ihrer großartigen Vielfalt und Buntheit hervorgerufen.
Den Menschen hast du als dein Abbild erschaffen
und ihm die Schöpfung anvertraut.
Kehrvers
Damit der Mensch nicht allein sei,
hast du ihn als Mann und Frau geschaffen,
sie einander zugeführt und sie befähigt,
in Beziehung zu einander sich zu ergänzen.
Die Liebe zwischen Mann und Frau hast du zum Abbild
deines Bundes mit den Menschen
und zum Abbild der Liebe zwischen Christus und der Kirche gemacht.
Du machst ihre Liebe fruchtbar in Kindern
und lässt sie so an deiner Schöpferliebe teilhaben.
Kehrvers
In Jesus von Nazareth hast du ihnen ein Beispiel
sich hingebender Liebe vorgestellt
und ihnen den Weg gewiesen,
wie sie ihre Sehnsucht nach wahrer Liebe einlösen können.
Für all dies danken wir dir
und preisen wir dich mit der ganzen Schöpfung:
Danklied, z. B.: Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn. (GL 408)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, allmächtiger Vater, zu danken
und dich mit der ganzen Schöpfung zu loben.
Denn du hast die Welt mit all ihren Kräften ins Dasein gerufen
und sie dem Wechsel der Zeit unterworfen.
Den Menschen aber hast du
auf dein Bild hin geschaffen und
ihm das Werk deiner Allmacht übergeben.
Du hast ihn bestimmt,
über die Erde zu herrschen,
dir, seinem Herrn und Schöpfer, zu dienen
und das Lob deiner großen Taten zu verkünden
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten und
mit all den Scharen des himmlischen Heeres
den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Sonntage 5
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, allmächtiger Vater zu danken
und das Werk deiner Gnade zu rühmen.
Denn du hast den Menschen als Mann und Frau erschaffen
und ihren Bund zum Abbild deiner schöpferischen Liebe erhoben.
Die du aus Liebe geschaffen
und unter das Gesetz der Liebe gestellt hast,
die verbindest du in der Ehe zu heiliger Gemeinschaft
und gibst ihnen Anteil an deinem ewigen Leben.
So heiligt das Sakrament der Ehe den Bund der Gatten
und macht ihn zu einem Zeichen deiner göttlichen Liebe
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn preisen dich deine Erlösten
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit.
Heilig…
MB Trauung 3
Gott und Vater,
du reichst uns das Brot des Lebens
und den Kelch der Freude.
Gestalte uns nach dem Bild deines Sohnes,
der im Sakrament unsere Speise geworden ist.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
MB 27. Sonntag im Jahreskreis
Sie lieben und vertrauen einander.
Sie wissen, der geliebte Mensch gehört wie kein anderer zu Ihnen.
Sie haben sich deshalb für ein gemeinsames Leben entschieden.
Sie bekunden dieses Ja zueinander öffentlich und feiern es.
Sie vertrauen auf die Kraft und Hilfe Gottes.
Sie wollen Ihre Ehe in seinem Geist als Sakrament leben.
Sie heiraten aus diesem Grund auch kirchlich.
• Von der Liebe berührt, finden Menschen zusammen, gestalten und pflegen ihre Beziehung und spüren irgendwann die Sehnsucht zusammenzubleiben.
• Eine Lebensentscheidung wie die zur Ehe, zur verbindlichen Lebensform auf Dauer, als Hoch-Zeit der Liebe zu feiern, hat eine lange und gute Tradition.
• Den Entschluss zur lebenslangen Bindung öffentlich zu bekunden und zu feiern, entspricht dem Wesen des Menschen und tut seiner Seele gut.
• Die anderen, besonders Eltern, Geschwister, Verwandte und Freunde, sollen teilhaben an dem was für die beiden zur Gewissheit geworden ist.
Ich wünsche Ihnen nicht nur eine schöne Hochzeitsfeier, sondern ermutige Sie auch jährlich Ihren Hochzeitstag zu beachten und gemeinsam zu gestalten. Besonders aber wünsche ich Ihnen immer wieder hochzeitliche Erfahrungen, ein gutes Miteinander in den Flachzeiten und die gemeinsame Bewältigung möglicher Tiefzeiten.
Franz Harant, Ehe- und Familienseelsorger in Linz
Franz Harant, Diözese Linz.

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
spirituelle Impulse, Bibeltexte mit Erklärungen, Gebete für Gottesdienstfeiern und Denkanstöße für jeden Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres.
Verbesserte Suchfunktionen - Neue Exportfunktionen
Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
Die Unterseiten des Predigtforums kann man auch mit einer Kurzadresse erreichen:
Ihre Spende ermöglicht uns die Weiterführung und Weiterentwicklung des Predigtforums.
Der Hebräerbrief ist bemüht, das Christus-Geheimnis einer Gemeinde zu erschließen, die von der alttestamentlichen jüdischen Überlieferung geprägt ist. Immer wieder nimmt er alttestamentliche Zitate und Anschaungen zum Ausgangspunkt seiner Darlegungen.
Die Gemeinde, an die der Brief gerichtet ist, lebt in großer Bedrängnis (wie wohl alle christlichen Gemeinden am Ende des ersten christlichen Jahrhunderts). Der Verfasser möchte seinen Adressaten Mut zusprechen, im Glauben standzuhalten.
In den unserem Text vorausgehenden Versen 6 bis 8 zitiert der Verfasser den Psalm 8, um daran anzuknüpfen und seine Theologie der Verherrlichung um des Todesleidens willen entfalten zu können. Dieser Weg durch Leiden zu Herrlichkeit, den Jesus vorasugegangen ist, soll den Empfängern des Briefes Mut machen, ihre Leiden auszuhalten, damit auch sie durch Leiden vollendet werden wie der Urheber ihres Heiles.
Der Lesungstext steht mitten in einem Abschnitt, der das Ostergeschehen von Kreuz und Auferstehung deutet und dem man den Titel geben könnte: "Die Erhöhung des Erniedrigten und Getöteten zum himmlischen Hohenpriester".