Die biblischen Lesungen wurden mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet den Lektionaren 2018 ff entnommen. - © 2024 staeko.net. - vgl. Impressum.
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Die Botschaft der alttestamentlichen Lesung von einem neuen Anfang, den Gott an Jerusalem wirken will, dürfen wir als Christinnen und Christen auch an die Kirche, an unsere Pfarre und an uns selbst gerichtet wissen.
Lesung aus dem Buch Baruch.
Leg ab, Jerusalem, das Kleid deiner Trauer und deines Elends
und bekleide dich mit dem Schmuck der Herrlichkeit,
die Gott dir für immer verleiht!
Leg den Mantel der göttlichen Gerechtigkeit an;
setz dir die Krone der Herrlichkeit des Ewigen aufs Haupt!
Denn Gott will deinen Glanz
dem ganzen Erdkreis unter dem Himmel zeigen.
Gott gibt dir für immer den Namen:
Friede der Gerechtigkeit und Herrlichkeit der Gottesfurcht.
Steh auf, Jerusalem, und steig auf die Höhe!
Schau nach Osten und sieh deine Kinder:
Vom Untergang der Sonne bis zum Aufgang
hat das Wort des Heiligen sie gesammelt.
Sie freuen sich, dass Gott an sie gedacht hat.
Denn zu Fuß zogen sie fort von dir, weggetrieben von Feinden;
Gott aber bringt sie heim zu dir,
ehrenvoll getragen wie in einer königlichen Sänfte.
Denn Gott hat befohlen:
Senken sollen sich alle hohen Berge und die ewigen Hügel
und heben sollen sich die Täler zu ebenem Land,
sodass Israel
unter der Herrlichkeit Gottes sicher dahinziehen kann.
Wälder und duftende Bäume aller Art
spenden Israel Schatten auf Gottes Geheiß.
Denn Gott führt Israel heim in Freude,
im Licht seiner Herrlichkeit;
Erbarmen und Gerechtigkeit kommen von ihm.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Kv - Groß hat der Herr an uns gehandelt.
Da waren wir voll Freude. – Kv
(Oder GL 432)
Als der HERR das Geschick Zions wendete,
da waren wir wie Träumende.
Da füllte sich unser Mund mit Lachen
und unsere Zunge mit Jubel. - Kv
Da sagte man unter den Völkern:
Groß hat der HERR an ihnen gehandelt!
Ja, groß hat der HERR an uns gehandelt.
Da waren wir voll Freude. - Kv
Wende doch, HERR, unser Geschick
wie die Bäche im Südland!
Die mit Tränen säen,
werden mit Jubel ernten. - Kv
Sie gehen, ja gehen und weinen
und tragen zur Aussaat den Samen.
Sie kommen, ja kommen mit Jubel
und bringen ihre Garben. - Kv
Aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Philippi.
Schwestern und Brüder!
Immer, wenn ich für euch alle bete,
bete ich mit Freude.
Ich danke für eure Gemeinschaft im Dienst am Evangelium
vom ersten Tag an bis jetzt.
Ich vertraue darauf,
dass er, der bei euch das gute Werk begonnen hat,
es auch vollenden wird bis zum Tag Christi Jesu.
Denn Gott ist mein Zeuge, wie ich mich nach euch allen sehne
im Erbarmen Christi Jesu.
Und ich bete darum,
dass eure Liebe immer noch reicher
an Einsicht und jedem Verständnis wird,
damit ihr beurteilen könnt, worauf es ankommt.
Dann werdet ihr rein und ohne Tadel sein für den Tag Christi,
erfüllt mit der Frucht der Gerechtigkeit,
die durch Jesus Christus kommt,
zur Ehre und zum Lob Gottes.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Philippi.
Schwestern und Brüder!
Immer, wenn ich für euch alle bete,
bete ich mit Freude.
Ich danke für eure Gemeinschaft im Dienst am Evangelium
vom ersten Tag an bis jetzt.
Ich vertraue darauf,
dass er, der bei euch das gute Werk begonnen hat,
es auch vollenden wird bis zum Tag Christi Jesu.
Es ist nur recht,
dass ich so über euch alle denke,
weil ich euch ins Herz geschlossen habe.
Denn ihr alle habt Anteil an der Gnade,
die mir durch meine Gefangenschaft
und die Verteidigung und Bekräftigung des Evangeliums gewährt ist.
Denn Gott ist mein Zeuge, wie ich mich nach euch allen sehne
im Erbarmen Christi Jesu.
Und ich bete darum,
dass eure Liebe immer noch reicher
an Einsicht und jedem Verständnis wird,
damit ihr beurteilen könnt, worauf es ankommt.
Dann werdet ihr rein und ohne Tadel sein für den Tag Christi,
erfüllt mit der Frucht der Gerechtigkeit,
die durch Jesus Christus kommt,
zur Ehre und zum Lob Gottes.
Halleluja. Halleluja.
Bereitet den Weg des Herrn!
Macht gerade seine Straßen!
Und alle Menschen werden das Heil Gottes schauen.
Halleluja.
Die Botschaft der alttestamentlichen Lesung von einem neuen Anfang, den Gott an Jerusalem wirken will, dürfen wir als Christinnen und Christen auch an die Kirche, an unsere Pfarre und an uns selbst gerichtet wissen.
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
Es war im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius;
Pontius Pilatus war Statthalter von Judäa,
Herodes Tetrarch von Galiläa,
sein Bruder Philippus Tetrarch von Ituräa und der Trachonitis,
Lysanias Tetrarch von Abilene;
Hohepriester waren Hannas und Kajaphas.
Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes,
den Sohn des Zacharias.
Und er zog in die Gegend am Jordan
und verkündete dort überall
die Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden,
wie im Buch der Reden des Propheten Jesaja geschrieben steht:
Stimme eines Rufers in der Wüste:
Bereitet den Weg des Herrn!
Macht gerade seine Straßen!
Jede Schlucht soll aufgefüllt
und jeder Berg und Hügel abgetragen werden.
Was krumm ist, soll gerade,
was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden.
Und alle Menschen werden das Heil Gottes schauen.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
In einer breit angelegten historischen Verortung wird kurz und auf das Wesentliche reduziert der Täufer sichtbar. Wie in der prophetischen Überlieferung „ergeht“ das Wort Gottes und macht Johannes, den Sohn des Zacharias (vgl. Luk 1), zu einem Propheten. In der lukanischen Darstellung wird diese Berufung zur „Erfüllung“ der Reden des (zweiten) Jesaja im babylonischen Exil.
In Jesaja 40 heißt es: „Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem HERRN den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott! Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden; denn die Herrlichkeit des HERRN soll offenbart werden, und alles Fleisch miteinander wird es sehen; denn des HERRN Mund hat's geredet“ (Verse 3-5).
Die Unterschiede, die auch auffallen und auf verschiedenen Textüberlieferungen beruhen, sind nicht gravierend. Gemeinsam sind: das Wüstenmotiv, die Wegbereitung und die – kommende – Herrlichkeit.
Anders als in Jes. 40,6-11 akzentuiert Lukas die Verkündigung des Täufers: Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. Für den Evangelisten gehört das zu der Brücke, die in Kap. 4 einen Pfeiler erhält: Jesus legt in der Synagoge von Nazareth die Schrift aus - auch aus dem Propheten Jesaja (61, 1-2): „Heute ist dieses Wort aus der Schrift erfüllt vor euren Ohren“ (Luk 4,21).
Wer einen Blick auf die Auslegung der Kirchenväter werfen möchte: http://www.catena-aurea.de/ljcadv2.html
Die Perikope stammt aus dem Täuferbericht Lk 3,1-20, der deutlich macht, dass das Wirken des Gottessohnes die Vollendung prophetischen Wirkens der Vorzeit ist. Der Täuferbericht besteht aus drei Teilen: Berufung und Wirken des Johannes, Taufkatechese, Gefangennahme.
Die Verse 1f beschreiben die Berufung des Johannes in einer historisch festumrissenen Zeit: Nach den Angaben handelt es sich ungefähr um das Jahr 27/28 n. Chr. Aufgrund einer fehlenden Zeitrechnung in Zahlen beschreibt Lukas die Jahreszahlen nach den Regierenden - nach dem Kaiser in Rom, seinem Stellvertreter in der Provinz und den regierenden Vasallen.
Johannes wird nun gerufen, das Gotteswort zu verkünden, eine eigentliche prophetische Erwählung ist ihm ja bereits in die Wiege gelegt worden (Kap. 1). Damit unterscheidet sich die Berufung des Johannes von anderen Prophetenberufungen. Somit wird die Wirksamkeit seines Auftretens aus zwei Quellen gespeist: die Berufung von Mutterleib an und die Vollendung der Jesaja-Prophetie in seiner Person.
Der Umstand, dass Johannes in der Wüste lebte, aber am Jordan wirkte, liegt wohl darin begründet, dass das Taufhandeln und die Wüstenworte des Jesaja nur so in Einklang miteinander verstanden werden konnten.
Die Taufhandlung des Johannes erhält ihren Wert aus der dopelten Berufung. In dieser Taufe, die wohl mehr als eine Besprengung, sondern eher ein Bad gewesens ein dürfte, wird nicht nur der Prophetie Ausdruck gegeben, sondern ein Zeichen für kommendes Heil gesetzt: Die Taufhandlung verweist über sich selbst hinaus, was in der Taufe dann abgeschlossen wird.
Lukas liegt sehr viel daran, für das Auftreten des Täufers Johannes eine genaue Zeitangabe zu machen. Ein sechsfacher Zeitvergleich wird angestellt, und damit wird zugleich auf die politische Situation in Israel hingewiesen.
Das 15. Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius ist höchstwahrscheinlich von Oktober 27 bis September 28 n. Chr. anzusetzen.
Mitten in der „Weltgeschichte“, in einer genau festgelegten und auch genau festzustellenden Zeit, vollzieht sich die „Heilsgeschichte“. Johannes ruft zur Umkehr auf. Seine Taufe wird zum „Zeichen“ für die Rettung vor dem Gericht Jahwes. Aber der frohe Heroldsruf, eine Straße für Gottes Kommen zu bauen, zeigt, daß der Bußruf zugleich als Verheißung des Heiles verstanden werden muß. „Alles Fleisch“, d. h. alle Menschen werden das Heil schauen, das von Gott kommt. So wird hier bereits deutlich, daß Lukas das „Evangelium für die Heiden“ geschrieben hat.
Heil für alle Menschen
Wie bereits in der Vorgeschichte (Lk 1-2) wird auch hier klar: Jesus überbietet Johannes - er ist der Erwartete. Johannes ist der Vorbereiter der Heilsbotschaft und der Heilszeit, der er aber selbst noch nicht angehört. Während die Tätigkeit des Johannes bei Lukas hier endet - er landet im Gefängnis (vgl. Lk 3,20) -, beginnt nun das Wirken und der Weg Jesu (Lk 3,21f).
Der historische Background
Dem Evangelisten Lukas ist das Auftreten des Johannes als Wegbereiter und Verkünder sehr wichtig. Er bettet diese Botschaft in eine ganz konkrete historische Situation an einem geografisch konkreten Ort ein. Dazu benennt er viele historische Herrscher und deren Herrschaftsgebiete, die den Menschen damals bekannt waren. Das 15. Jahr des Kaisers Tiberius (14-37) lässt sich leicht errechnen; es ist 28 oder 29 n.Chr. Die Angaben des Lukas sind in diesem Fall historisch überprüfbar, der Autor selbst ist sehr bemüht um einen zeitlichen und geografischen Rahmen. Pontius Pilatus als Statthalter wird in allen Evangelien genannt. Mit dem Tetrarchen Herodes ist Herodes Antipas gemeint - er ist ein Sohn von Herodes dem Großen, ebenso sein Bruder Philippus. Von Hannas wissen wir, dass er 15 n.Chr. von den Römern als Hohepriester zwar abgesetzt wurde, aber nach wie vor großen Einfluss ausübte; dies ist unter anderem daran zu erkennen, dass sein Schwiegersohn Kajaphas ihm nachfolgte.
Johannes, der Prophet
Mit dem Wort, das an ihn erging, steht Johannes der Täufer ganz in der Tradition der großen Propheten des Alten Testaments. Er tritt in der (südlichen) Jordangegend als Wanderprediger in einem relativ kleinen Gebiet auf. Die Umkehr (wörtlich: umdenken), zu der Johannes aufruft, ist nach seiner Predigt die Voraussetzung, um im bald kommenden Gericht bestehen zu können. Die Zugehörigkeit zum auserwählten Volk reicht nicht aus - sie muss sich im Handeln zeigen. Seine Taufe ist eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Buße und Umkehr ...
Das Zitat des Propheten Jesaja (VV. 4-6 in Anlehnung an Jes 40,3-5) wird nun aktualisiert: Der erwartete Messias kommt und bei ihm ist sein Volk. Die Wegbereitung ist nicht im geografischen Sinne oder als Auftrag für die örtliche Straßenmeisterei zu verstehen, sondern sie ist ein zutiefst inneres Ereignis: Buße, Umdenken und entsprechendes Handeln sind gefordert.
... für alle
Wichtig ist dem Evangelisten Lukas die Botschaft, dass alle Menschen die Gelegenheit bekommen, das Heil zu sehen - nicht nur das jüdische Volk, sondern auch die heidnische Bevölkerung (Lk 3,6; aber auch schon Lk 2,31f). Jeder ist zur Umkehr und damit zum Heil gerufen.
Armin Haiderer
© Diözese Linz. Team Bibelwerk Linz und Glaubenskommunikation
Gott führt sein Volk, das er unendlich liebt, zurück in die Heimat, für die er es bestimmt hat. Umkehren heißt für uns: Die unendliche Liebe Gottes zu uns neu zu entdecken und durch unser Leben zu bezeugen.
Wir leben in sehr bewegten Zeiten. Die Gesellschaft ist im Umbruch. Die Ausländerfeindlichkeit wächst. Die Flüchtlingskrise spitzt sich zu. Der Klimawandel fordert ein neues Umdenken. Das Coronavirus bedrückt uns und lässt uns ratlos werden. Auch in den Kirchen wird gesehen, dass sich vieles ändern muss. Auf dem synodalen Weg in Deutschland und auf der Weltebene wird nach neuen Wegen gesucht. Papst Franziskus fordert eine Umkehr der Kirche, in der sie sich den Armen zuwendet. Es ruft überall nach Umkehr. Wenn ich den Klimawandel als Beispiel nehme, dann merken viele, dass es kurz vor zwölf ist. Es muss vieles anders werden.
Umkehr – das bringen wir zumeist und zuerst damit in Verbindung, dass wir uns ändern müssen, dass wir unser Verhalten bessern müssen. Wenn ich das Wort Umkehr höre, dann denke ich zuerst einmal daran, dass ich vielleicht auf dem falschen Weg bin, dass ich in einigen Bereichen schlecht lebe.
Wenn ich das Wort Umkehr höre, dann spüre ich: Ich möchte, ja ich muss wieder neu zu Gott zurückfinden. Sünde heißt ja, dass ich mich von Gott getrennt habe, von seinen Geboten und darum auch von den Lebensquellen. Ich muss zu ihm umkehren, ihn neu annehmen, um wieder ein besserer Mensch zu werden. Doch Umkehr kann ich auch noch von einer anderen Seite betrachten.
Schauen wir darum in das Buch des Propheten Baruch. Die Israeliten lebten als Verschleppte fern von ihrer Heimatstadt Jerusalem. Gott will sein Volk Israel zurückführen. Was der Prophet Baruch zur Stadt Jerusalem sagt, baut doch sehr auf. Jerusalem wird aufgefordert, jede Trauer abzulegen, sich mit Schmuck der Herrlichkeit zu bekleiden. Denn Gott will das Schicksal dieser Stadt wieder zum Guten wenden. Die ganze Welt soll sehen, wie gut Gott an dieser Stadt gehandelt hat. Gott wird auch die Kinder Israels, die Jerusalem verlassen mussten, in die Heimat zurück, in einer königlichen Sänfte, ehrenvoll getragen! In diesen Worten zeigt sich die Liebe und die Fürsorge Gottes. Gott führt das Volk Israel heim in Freude, im Licht seiner Herrlichkeit. Sein Volk ist für Gott wichtig, wertvoll, ebenso wie die Stadt Jerusalem. Das zeigen auch die Namen für Jerusalem: Friede der Gerechtigkeit und Herrlichkeit der Gottesfurcht.
Wenn wir umkehren zu Gott, dann kehren wir um zu einem Gott, der uns Menschen unendlich liebt. Es ist eine Liebe, die uns geschenkt wird. Daraus dürfen wir unseren Wert schöpfen, weniger aus dem, was wir selbst leisten oder zustande bringen, weniger aus dem, worauf wir so unendlich stolz sind. Wir dürfen uns neu bewusst werden, was Gott an uns Menschen tut, wie Gott an uns Menschen handelt. Wir dürfen zu uns stehen. Vielen Menschen fehlt die Erfahrung, unendlich geliebt zu sein. Sie können sich darum auch nicht selbst annehmen und zu sich selbst ja sagen.
Es tut immer wieder gut, daran zu denken, was mein Glaube für mein eigenes Leben bedeutet: Ist der Glaube, das Leben mit Gott reine Pflichterfüllung, etwas, das mir Angst macht oder spüre ich: Der Glaube ist Quelle der Freude. Der Glaube gibt mir immer wieder Kraft und Hoffnung, meinem Leben Sinn.
Diese Umkehr zu diesem Gott der Liebe ist zuerst das Werk von Gott. Nur Gott kann befehlen, dass sich die „hohen Berge und die ewigen Hügel“ senken, dass sich die Täler zum ebenen Land heben können. Gott beginnt in uns das gute Werk, und er wird es auch vollenden, so wie es Paulus schreibt. Gott macht in seiner Liebe immer den ersten Schritt auf uns zu. Wir geben unsere Antwort. Gott will uns zu sich führen und leiten durch Erlebnisse und oft auch durch Mitmenschen. Johannes, der Täufer hat die Mitmenschen seiner Zeit zur Umkehr aufgerufen. In Jesus erfahren wir immer neu seine Liebe. Wir brauchen Gottes Liebe nur anzunehmen.
Viele Mitmenschen unserer Zeit sind echte Zeugen von Gottes Liebe. Es gibt mehr als wir denken. Ich spüre das immer wieder in meiner Aufgabe als Seelsorger für Menschen mit einer Behinderung, mit welcher Liebe und Freude Menschen ihren Dienst tun. Doch auch sie selbst werden durch die Menschen mit einer Behinderung beschenkt, durch deren Dankbarkeit und auch durch deren Lebensfreude.
Dass wir vor Gott wertvoll, ja unbedingt geliebt sind, kann uns Mut und die Kraft, nach seinen Worten zu leben und uns in dieser Welt, in dieser Zeit in ihren Sorgen und Fragen, wie ich sie am Anfang genannt habe, als Christen*innen zu bewähren, ja unseren Beitrag dazu geben, dieser Welt ein menschliches Gesicht zu geben, Gottes Reich in dieser Welt beginnen zu lassen.
Weil ich mich von Gott geliebt weiß, versuche ich seine Schöpfung zu bewahren, die er mir geschenkt hat.
Weil ich mich von Gott geliebt weiß, nehme ich jeden Menschen an, unabhängig von der Herkunft, seiner Hautfarbe.
Weil ich mich von Gott geliebt weiß, darum suche ich die Gemeinschaft mit anderen Christen und versuche, ein echter Zeuge zu sein.
Wenn Gott mein Reichtum ist, bin ich bereit, so gut es geht zu teilen. Gottes Liebe gibt mir die Kraft, auch diese Zeit von Corona zu überstehen und anzunehmen und dabei die Mitmenschen im Blick zu halten, denen es schlechter geht als mir.
Wenn ich mich von Gott geliebt weiß, dann gebe ich die Liebe an andere weiter.
Kehren wir um zu diesem Gott, der uns unendlich liebt, vor dem wir wertvoll sind!
Die Covid-Krise hat viele Spaltungen in unserer sichtbar gemacht. Diese behindern uns nicht nur in der Bewältigung der gegenwärtigen Krisen, sie verhindern auch ein "Leben in Fülle für alle", wie sie die Reich-Gottes-Vision Jesu anstrebt. Umkehr und Bekehrung heißt aus diesem Blickwinkel Spaltungen überwinden und Brücken bauen.
Wir durchleben gerade eine Zeit, wie sie die meisten von uns noch nie erlebt haben. Die Covid-19-Pandemie zeigte und zeigt nach wie vor viele Facetten unserer Gesellschaft auf - nicht nur die positiven. Es zeigt sich, dass wir in einer Welt und Zeit leben, die geprägt ist von Spaltungen. Eine Spaltung zwischen ARM und REICH, eine Spaltung zwischen MÄCHTIG und MACHTLOS, eine Spaltung zwischen JUNG und ALT, eine Spaltung zwischen GEIMPFT und UNGEIMPFT.
Das heißt, dass sich Menschen den Rücken zukehren, auseinander gehen und sich voneinander entfernen. Manche dieser Spaltungen sind allerdings alles andere als neu. Schon zu Zeiten Jesu gab es sie. Das sehen wir auch im heutigen Evangelium.
Lukas gibt zu Beginn der Perikope an, in welcher Zeit wir uns befinden. Er macht dies indem er die Herrschenden und die Mächtigen auflistet - sowohl weltliche als auch geistliche. Interessanterweise führt uns die Erzählung dann aber an einen völlig anderen Ort, an einen Ort, an dem genau diese Mächtigen nicht im Zentrum des Geschehens stehen, an einen Ort, an dem diese Spaltungen keine Rolle spielen, wo Macht und Reichtum keine Rolle spielen - in die Wüste.
In der Wüste, da wo scheinbar kein Leben möglich ist, findet Gottes Wort fruchtbaren Boden in Johannes. Wüste bedeutet oft ein Angewiesen-Sein auf Gott und andere Menschen. Die Wüste gilt als Ort der Nähe Gottes. Es gibt keinen ablenkenden Überfluss, keine Macht, nach der man streben könnte und keinen Reichtum, den man anhäufen könnte. In der Wüste geht es um ein bescheidenes Überleben. Und genau in dieser Bescheidenheit ist man besonders empfänglich für die Nähe und Worte Gottes. Und so macht sich Johannes auf und ruft die Menschen zur Umkehr, um Gott den Weg zu bereiten.
Doch was kann das bedeuten? Was bedeutet es umzukehren? Umkehr meint in erster Linie nicht die Abkehr vom Unglauben hin zum Glauben an Gott. Umkehr meint vielmehr das Zurückkehren zu einer Lebensweise im Sinne JHWHs.
Das ist eine Lebensweise, die ein Leben in Fülle für alle Menschen ermöglicht. Dazu braucht es einen Blick auf die Gesamtheit der Menschen. Es braucht einen Blick, der Weggeht vom NUR-ICH, hin zum WIR - zu einem WIR, in dem alle den gleichen Wert haben. Der Blick - die Vision - geht in Richtung einer Gesellschaft, in der man nicht nur nach Macht und Reichtum strebt, sondern nach Fülle für alle. Und diese Gesellschaft schließt auch niemanden aus. Die gesamte Menschheit ist Teil davon. Eine Gesellschaft, in der es nicht ARM und REICH gibt. Eine Gesellschaft, in der es nicht MÄCHTIG und MACHTLOS gibt. Eine Gesellschaft, in der JUNG und ALT, in der sich GEIMPFTE und UNGEIMPFTE einander auf Augenhöhe begegnen und in Dialog treten. Möglicherweise ist es auch das, was Jesaja meint, wenn er davon schreibt, Straßen gerade zu machen, Schluchten aufzufüllen, Berge und Hügel abzutragen, Krummes gerade machen, unebene Wege zu ebnen, um dem Herrn den Weg zu bereiten. Und ein Bild könnte man noch hinzufügen: Brücken bauen. Wir bereiten Gott den Weg, indem wir Brücken zwischen den Menschen bauen und Spaltungen bzw. Spalten überwinden.
Gerade die Adventzeit, in der wir uns auf das Kommen Jesu vorbereiten, lädt dazu ein, in Richtung dieser Vision loszuschreiten - Schritt für Schritt. Indem wir uns bewusst einander zuwenden und aufeinander zugehen. So wie es in dem bekannten Kinderlied Von Mensch zu Mensch eine Brücke bauen heißt:
Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen,
voneinander lernen miteinander umzugehen.
Und weiter heißt es:
Von Mensch zu Mensch eine Brücke bauen,
dem Anderen tief in die Augen schauen,
in jedem Menschen das Gute sehen
und nicht an ihm vorübergehen.
Wenn für Kinder getextet wird, passiert das meist in einfacher und ganz klarer Sprache. Und diese zwei Sätze aus dem Lied zeichnen einen deutlichen Weg in Richtung unserer Vision. Der erste Satz macht deutlich, dass es ein gemeinsamer Weg ist. Wir müssen gemeinsam und voneinander lernen, wie wir miteinander umgehen. Das mag für viele seltsam klingen. Wir wissen doch, wie wir miteinander umgehen. Doch wenn man unsere kapitalistische Gesellschaft betrachtet, in der immer nach mehr und mehr gestrebt wird und dabei andere ausgebeutet werden, dann lohnt es sich eventuell doch, sich diesen Satz zu Gemüte zu führen. Müssen wir erst wieder neu lernen, wie wir miteinander leben können? Müssen wir die Lebensweise, die uns einst von JHWH vorgegeben wurde, erst wieder neu entdecken und gemeinsam unter uns Menschen neu verhandeln?
Der zweite Satz schlägt vor, wie wir uns als Einzelne ganz konkret verhalten und einander begegnen sollen. Er gibt auch eine Möglichkeit vor, wie dieses voneinander Lernen, dieses gemeinsame „Verhandeln“, gelingen kann. Indem wir uns zuallererst einmal wirklich begegnen, wir uns Zeit nehmen einander in die Augen zu blicken und auf Augenhöhe in Dialog treten.
Das sind einfache Worte und Sätze, mit ganz viel Aussagekraft, die wir uns für diese Adventzeit und darüber hinaus mitnehmen können.
Die Zeit der Covid-19-Pandemie wird womöglich vielen als Zeit der Spaltungen in Erinnerung bleiben. Familien und Freund*innen, die sich gut verstehen, hören auf, miteinander zu kommunizieren, wenn es um Themen wie Impfung, Schutzmaßnahmen und ähnliches geht. Emotionen gehen hoch und Argumentationen runter. Der Weg, der aus dieser Krise herausführt, kann jedoch nur auf eine Art gegangen werden: gemeinsam. Wir müssen solidarisch handeln und aufeinander Acht geben. Wir müssen miteinander kommunizieren und nicht nur die Schuld zuweisen. Das gilt nicht nur für die Spaltungen, die das Thema Covid-19 hervorbringt. Das gilt auch für die anderen Spaltungen in unserer Gesellschaft.
In diesem Sinne wünsche ich uns
- eine Adventzeit, in der wir aufeinander zugehen,
- eine Adventzeit, in der wir voneinander lernen,
- eine Adventzeit, in der wir uns in die Augen sehen,
- eine Adventzeit, in der wir von Mensch zu Mensch eine Brücke bauen,
und uns so auf den Weg machen in Richtung einer wahrlich gerechten und solidarischen Welt, in der die Spaltungen Schritt für Schritt überwunden werden.
© Peter Habenschuß, Referent Fachbereich Arbeit der Katholischen Jugend OÖ; Jugendleiter Treffpunkt mensch & arbeit Nettingsdorf.
Die Lesungen des 2. Adventsonntags rufen uns zur Umkehr. Wie damals zur Zeit des Propheten Baruch und dann zur Zeit des Johannes des Täufers, gibt es auch heute Dunkelheiten, aus die uns Gott herausführen will in sein Licht.
Es gibt einige Gemeinsamkeiten in der 1. Lesung des Alten Testaments und des Lukasevangeliums. Da geht es zunächst um Dunkelheit während der einzelnen Zeitabschnitte.
Im Buch Baruch – dieses kommt in der Leseordnung des Kirchenjahres kaum vor - berichtet ein Schüler oder Schreiber des Propheten Jeremia aus dem 7. bzw. 6. Jhdt. v. Chr. von den Erfahrungen der Exilszeit, in der die Menschen viel Leid durchstehen mussten, dann aber kommt das Trostwort: „Leg' ab das Kleid deiner Trauer und deines Elends.“ Danach hören wir von einer Vision der Rückkehr und der Hoffnung, dazu die mahnenden Worte: „Schau nach Osten.“ (= Orient, ist Licht). Diese Rückkehr hat sich einigermaßen erfüllt, sicherlich kein Triumphzug, da es zu Spannungen zwischen denen, die im Land geblieben sind und den Heimkehrern gekommen ist.
Dunkelheit auch Jahrhunderte später im Lukasevangelium, verfasst zwischen 85 und 90 n. Chr. Lukas spricht vor einem realen, gut überprüfbaren zeitlichen Hintergrund das Problem der Besatzung durch die Römer an. Sie haben unter Tiberius (14-37 n. Chr.) zu leiden, Herodes, der örtliche Machthaber, steckt mit dem Kaiserhaus unter einer Decke und sichert sich so seinen Machtbereich. Hannas und Kajaphas, die beiden Hohenpriester, stehen für die Gruppe der etablierten Juden der Sadduzäer, die sich mit dem Tempelschatz und auch mit Hilfe der Geldwechsler finanziell gut abgesichert haben. Das ist selbstverständlich auch in religiösen Kreisen glatter Machtmissbrauch. Da erkennt man nicht mehr JHWH bzw. Gott, den es zu erkennen gilt.
Dunkelheit auch heute: Klimakrise, Pandemie, Machtmissbrauch: „Kriegst eh, was du willst“, Korruption. Die Hoffnung aber auch: rundherum geschieht viel Gutes, leider wird das nur wenig bemerkt. Es bedarf der Mahnungen und Weckrufe so wie bei Johannes dem Täufer. Wir haben auch heute viele Mahner*innen. Nur werden sie viel zu wenig beachtet. Denken wir nur an die rasant fortschreitende Erderwärmung oder an Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie, die viel zu spät kommen.
Altes Testament und Evangelium zeigen bis herauf in unsere Zeit, dass die Verhaltensweisen sich nur wenig geändert haben. Wenn mahnende Worte nicht helfen: „Schau nach Osten“ (Orient) also orientiere dich an den Geboten, an die Hinweise der Berglehre, kehr' um in deinem Verhalten, dann so sieht es zumindest aus, setzt Gott Zeichen durch die Natur, die ganz wesentlich unser Zusammenleben beeinflusst. Eine Verhaltensänderung wäre dringend notwendig!
„Bereitet den Herrn den Weg, ebnet ihm die Straßen.“ Johannes der Täufer rät zur Umkehr und Taufe. Er lebt in der römischen Welt, in der es auch „Brot und Spiele“ für das Volk gibt. Heute könnte man sagen Wahlzuckerln zum Machterhalt. Taufe ist mehr noch als Vergebung der Sünden. Die Welt wird aufblühen, wenn wir unser gegenwärtiges Verhalten ändern und umkehren, wenn wir endlich begreifen, worauf es ankommt.
Um alles anschaulicher zu machen, wird noch das Bild des Berges nachgeliefert. Weg mit den Bergen der Überheblichkeit, des Hochmuts, weg mit den Schluchten der Engherzigkeit, der Intoleranz, des Vorurteils.
Da würde schon viel an Erneuerung geschehen. Gott ist bereit, uns „ein neues Herz und einen neuen Geist zu geben“ und das „Herz von Stein“ gegen ein „Herz von Fleisch“ auszutauschen. (siehe Ez.36,24- 27).
Die Botschaft Jesu an uns gerichtet, strahlt Licht aus, zeigt Orientierung und Sinn ums Wesentliche, um das Heil aller Menschen, das uns zugesagt ist. Wer glaubt, ist schon gerettet, weil er dem Licht Gottes nachfolgen will, leider, so heißt es weiter im Johannesevangelium lieben die Menschen „die Finsternis mehr als das Licht.“ (siehe joh.3,16- 20).
Wie Bekehrung im Einzelnen aussieht, wissen wir nicht. Umkehr muss jeder für sich selbst in seiner eigenen Welt durchführen. Gott kommt in die Wüste dieser Zeit, in die Wüste unseres Lebens, nicht auf den vorgegebenen Wegen einer Gesetzesmoral oder gar neuer Gesetze, sondern um Wiedergewinnung und/oder Aufbau einer neuen Beziehung zu Gott, zum Nächsten, zu uns selbst, zur Schöpfung.
Die Zeit, in der Johannes der Täufer aufgetreten ist, kann in mancher Hinsicht mit unserer Zeit verglichen werden. Damals wie heute haben einfache Menschen die Sehnsucht, sich an Gott auszurichten, aufzuräumen und neue, gerade Wege zu gehen.
Die Wüste, in der Johannes der Täufer predigt, wird zum Symbol für Orte, wo man nicht leben kann. Und gerade in dieser Wüste wird neues Leben von Gott her verheißen. Dies gibt uns Hoffnung, ein neues Aufblühen des Lebens zu erwarten.
Johannes der Täufer hat mit seinem Ruf zur Umkehr und seiner Taufe zur Vergebung der Sünden dem Messias den Weg bereitet. Dieser überbietet ihn noch mit seiner Botschaft von der Barmherzigkeit. Gott geht auf uns Menschen zu, weil er uns unendlich liebt. Die Heiligen des Advents bereiten uns mit ihrem Lebensbeispiel auf das Kommen des Messias vor.
<h3>Sozialpredigt zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2015.</h3> Als Christen wissen wir uns als Abbilder Gottes geschaffen. Dies gibt uns eine Würde, die wir als Basis für das Anerkennen und Eintreten für die Menschenrechte betrachten können. Sich dieser Würde bewusst zu werden, ist auch eine Herausforderung des Advents. Dies kann uns die Kraft geben, sich die vielen Defizite im Zugestehen dieser Rechte in Erinnerung zu rufen und selbst für die Rechte aller Menschen einzutreten.
Dank moderner Technik fühlen wir uns über viele Hindernisse erhaben. Es gibt aber vieles, was uns hindert, ein zufriedenes und erfülltes Leben zu führen. Durch die Taufe sind wir der Dunkelheit und dem Tod entrissen. Dieses Bewusstsein gibt uns Kraft, die Hindernisse, die uns von einander trennen, zu überwinden.
Lieder:
GL 218: Macht hoch die Tür, die Tor macht weit
GL 221: Kündet allen in der Not
GL 223: Wir sagen euch an den lieben Advent
GL 231: O Heiland, reiß die Himmel auf
GL 233: O Herr, wenn du kommst, wird die Welt wieder neu
GL 357: Wie schön leuchtet der Morgenstern (4. Str.)
GL 360: Macht weit die Pforten in der Welt!
GL 372: Morgenstern der finstern Nacht
GL 385: Nun saget Dank und lobt den Herren (3. Str.)
GL 446: Lass uns in deinem Namen, Herr, die nötigen Schritte tun
GL 554: Wachet auf, ruft uns die Stimme
Psalmen und Kehrverse:
GL 47: In den Tagen des Herrn sollen Gerechtigkeit blühen und Fülle des Friedens - Mit Psalm 72 - V.
GL 56: Freut euch, wir sind Gottes Volk, erwählt durch seine Gnade. - Mit Psalm 100 - V.
GL 69: Der Herr hat Großes an uns getan, sein Name sei gepriesen. - Mit Psalm 126 - IX.
GL 226: Bereitet den Weg des Herrn, machet eben seine Pfade - Mit Psalm 42 und 43 (GL 42,2) - VI.
GL 622,1-2: Habt Mut, ihr Verzagten, und fürchtet euch nicht! Gott selbst wird kommen und euch erretten. - Mit Jes 35 - VIII.
GL 651,5: Freut euch, wir sind Gottes Volk, erwählt durch seine Gnade. - Mit Psalm 34 - V.
Die Zeit des Advents ist eine Zeit, auch den eigenen Glauben zu erneuern, zu Gott umzukehren. Wenn wir uns zu ihm auf den Weg machen, innerlich in unseren Herzen oder äußerlich, wenn wir einen Gottesdienst besuchen, dann handelt Gott schon an uns.
Lassen wir Gott an uns wirken durch sein Wort. Lassen wir Gottes Liebe an uns wirken durch das Sakrament der Liebe, der Eucharistie. Bereiten wir IHM die Wege und grüßen IHN in unserer Mitte:
Herr Jesus Christus,
du machst uns Mut, unser Leben zu erneuern.
Herr, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
du hast eine herzliche Liebe, die uns zum Vater führt.
Christus, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
du bist das Heil, das von Gott kommt.
Herr, erbarme dich.
Herr, Jesus Christus,
du rufst uns in deine Nachfolge, damit wir reich werden an den Gnadengaben deines Vaters.
Herr, erbarme dich.
Du hast uns in deiner Auferstehung gezeigt, dass wir mit dir alles Dunkel überstehen können, selbst den Tod.
Christus, erbarme dich.
Du sprichst uns zu, dass wir in dir und mit dir das endgültige Heil schauen.
Herr, erbarme dich.
Allmächtiger und barmherziger Gott,
deine Weisheit allein zeigt uns den rechten Weg.
Lass nicht zu,
dass irdische Aufgaben und Sorgen uns hindern,
deinem Sohn entgegenzugehen.
Führe uns durch dein Wort und deine Gnade
zur Gemeinschaft mit ihm,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB 2. Adventsonntag
Verborgener Gott,
du läßt uns Menschen gewähren,
du wartest und greifst nicht ein.
Du gibst uns Zeit,
du öffnest uns Wege,
du redest zu uns in Langmut und Liebe.
Wir danken dir für deine Geduld.
Bring uns heute zur Besinnung.
Mach uns offen für dich.
Laß die ganze verlorene Menschheit hinfinden zu dir.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Amen.
MB Auswahl 22
Herr Jesus Christus,
in dieser Zeit des Advents wollen wir unseren Glauben an dich und unsere Liebe zu dir erneuern.
Du kommst auf uns zu mit deinem liebenden Wort.
Dein Wort ermutige uns, am Werk, das du in uns begonnen hast, mitzuwirken.
Wir wollen dir jetzt unsere Herzen öffnen, damit Wege für dich frei werden. - Amen.
Vater im Himmel,
du hast durch Seher und Propheten das Kommen deines Sohnes angekündigt.
Auch Johannes ist gläubig für ihn als Wegbereiter eingetreten - als Rufer in der Wüste.
In Jesus Christus hast du dein Wort als Mensch zu uns gesandt,
als Botschaft über alle Hoffnungslosigkeit hinaus.
Schenke uns in dieser Zeit, die uns viel abverlangt, Offenheit für seine Botschaft,
damit wir auch hier und heute, trotz aller Widrigkeiten, unsere Hoffnung nicht verlieren
und Jesus nachfolgen können.
Das erbitten wir durch Christus, unseren Bruder und Herrn. – Amen.
Zu unserem Herrn Jesus Christus, der zu uns kommt und zu dem wir uns neu wenden, beten wir voll Glauben, voller Hoffnung und voller Liebe:
Lass alle Neugetauften und alle, die sich neu auf den Glauben eingelassen haben, stets ihre Freude im Herzen bewahren.
Schenke allen, denen die Erneuerung der Kirche am Herzen liegt, Offenheit für andere Meinungen und den Mut zu eigener Umkehr.
Steh besonders denen bei, die am Rande der Gesellschaft stehen, dass sie auf offene Ohren und Herzen der Menschen treffen.
Sei mit deiner Liebe allen nahe, die in dieser Weihnachtszeit besonders unter der Last ihres Berufes zu tragen haben.
Mache alle zerstrittenen Völker, Familien und Einzelpersonen bereit, versöhnlich aufeinander zuzugehen.
Erbarme dich aller verstorbenen Schwestern und Brüder und nimm sie in deiner ewigen Liebe auf.
Dich loben und preisen wir, jetzt und in alle Ewigkeit. - Amen.
Beten hilft, wenn die Unwege unseres Lebens für uns begehbar werden sollen. Es ändern sich dabei nicht unbedingt die äußeren Gegebenheiten aber unsere innere Einstellung und wir fassen wieder Mut.
So lasst uns beten:
Hilf allen in deiner Kirche dem Geheimnis deiner Liebe zu uns Menschen näher zu kommen.
Hilf jenen, die in diesen für uns persönlich und als Gesellschaft schwierigen Zeiten für das Wohl aller die richtigen Entscheidungen treffen müssen.
Hilf allen, die durch die Pandemie in gesundheitliche, soziale oder wirtschaftliche Schwierigkeiten gekommen sind, Hoffnung und Zuversicht zu bewahren.
Hilf uns, in unserem Leben alles aus dem Weg zu räumen, was sich an Nebensächlichkeiten, Überflüssigem oder höchst Subjektivem angesammelt hat.
Hilf uns, mit den Gebeten für unsere Verstorbenen unseren Glauben an die Auferstehung zu bezeugen.
Denn du schenkst dein Heil in die ganz konkrete Wirklichkeit der jeweiligen Zeit hinein.
Dafür danken wir dir gerade auch heute, in einer Zeit, die uns allen viel abverlangt,
jetzt und bis in Ewigkeit. - Amen.
Barmherziger Gott,
wir bekennen, dass wir immer wieder versagen
und uns nicht auf unsere Verdienste berufen können.
Komm uns zu Hilfe, ersetze, was uns fehlt,
und nimm unsere Gebete und Gaben gnädig an.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 2. Adventssonntag
Gabengebet
Vater im Himmel,
in deinem Sohn ist der Welt
das Licht aufgeleuchtet,
das unserem irdischen Leben den Weg weist.
Laß uns in der Feier seines Opfers
das göttliche Leben empfangen,
damit wir selbst Licht werden für die Welt.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
MB Auswahl 7
Herr Jesus Christus,
wir feiern in diesem Mahl, dass du am Kreuz dein Leben für uns hingegeben hast.
Brot und Wein sind dafür die Zeichen.
Erneuere unsere Herzen, lass uns mit dir verbunden sein.
Denn nur aus deiner Kraft können wir uns für andere hingeben
und Zeugen für dich sein. - Amen.
Kehrvers:
Singet dem Herrn ja singet ihm!
Preist seinen Namen, macht kund sein Heil. Halleluja
Barmherziger Gott,
wir kommen zu dir, um dir unseren Dank und Lobpreis darzubringen.
Denn du kommst, um dein Volk zu dir heimzuführen.
Durch die Propheten hast Du es gelehrt,
dass du dich deines Volkes erbarmst
und auf seinen Hilferuf hörst.
Kehrvers
Wir danken dir für ihren Aufruf zur Umkehr.
Was krumm ist, soll gerade werden,
was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden.
Kehrvers
Wir danken dir, dass du uns Hoffnung gegeben hast
auf den Tag Christi hin, an dem er die Welt vollenden wird.
Kehrvers
Mit allen Engeln und Heiligen
stimmen wir in das Lob der ganzen Schöpfung ein
und singen:
Danklied, z. B.: Kündet allen in der Not… (GL 221)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Von ihm redet die Botschaft aller Propheten,
die jungfräuliche Mutter trug ihn voll Liebe in ihrem Schoß,
seine Ankunft verkündete Johannes der Täufer
und zeigte auf ihn,
der unerkannt mitten unter den Menschen war.
Er schenkt uns in diesen Tagen die Freude,
uns für das Fest seiner Geburt zu bereiten,
damit wir ihn wachend und betend erwarten
und bei seinem Kommen
mit Liedern des Lobes empfangen.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten
und mit all den Scharen des himmlischen Heeres
den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Advent 2
Du unser Gott
segne diese Zeit des Advents
damit sie für uns eine Zeit
der liebevollen Zuwendung wird
Berühre unsere Augen
mit dem sanften Schein deiner Güte
damit alle Blindheit von uns abfällt
dass wir Wege erkennen
zu mehr Miteinander
und weniger Gegeneinander
Öffne unsere Ohren
damit wir hellhörig werden
für die Sehnsucht der Menschen
Wege zu finden zum Heil
Wecke in uns die Kräfte des Herzens neu
dass wir wieder Menschen
der Hoffnung und Zuversicht werden
und deine Wege
von Neuem gehen
Herr, unser Gott,
du hast gewollt,
daß sich das Bild deines Sohnes
auspräge im Wesen der Getauften,
die du zu deinem Tisch geladen hast.
Ermutige uns, dem Evangelium zu folgen
und deinem Heiligen Geist Raum zu geben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Schlussgebete zur Auswahl 6
Herr Jesus Christus,
wir gehen jetzt hinaus in unseren Alltag.
Dort soll sich unsere Liebe bewähren.
Du gehst unsere Wege mit.
Segne unser Denken, unser Reden und Tun,
damit wir immer wieder zu dir und zu den Mitmenschen finden. - Amen.
Vater im Himmel,
du weißt um uns. Du kennst uns durch und durch.
Zu allen Zeiten hast du die Menschen zurückgerufen zu dir,
damit wir alle deine heilbringende Kraft erfahren dürfen.
In Jesus Christus hast du uns ein besonderes Beispiel deiner Liebe zu uns Menschen geschenkt –
durch IHN, dein menschgewordenes Wort.
Lass uns gestärkt durch sein Mahl
und in der Zuversicht seines gelebten Glaubens an dich,
die kommende Woche bestehen
und mache uns zu adventlichen Menschen –
zu Menschen, die dein Kommen auch in ihr persönliches Leben erhoffen.
Sei du uns nah in IHM und mit der Kraft des Hl. Geistes. – Amen.
Gestern Abend,
als ich im Bett lag
und nicht einschlafen konnte,
da stiegen die Bilder des Tages
noch einmal in mir hoch.
Da dachte ich nach über mich,
und dabei
bin ich ganz gut weggekommen!
Die „Gewissenserforschung“ ergab:
Ich habe keinen umgebracht,
habe keinen bestohlene
oder ausgeraubt!
Ich habe wohl schon
mal gelogen
mal gestänkert,
mal über andere geredet,
mal falsches Zeugnis gegeben,
mal wissentlich einen schlecht gemacht und
in die Pfanne gehauene –
so nennt man das wohl. –
Aber
Das tun ja alle schon mal.
Der Rausch gestern abend
War doch bloß das Ergebnis
Der Bombenstimmung unter uns,
und der kurze Streit
nach Mitternacht
mit Ulli
war nur eine unbedeutende Geschichte.
Das Rot an der Ampel
War ja eigentlich
Noch in der letzten Gelbphase,
und ohnehin (ziemlich) ungefährlich,
denn ich hatte die Straße im Griff,
es war Nacht
und Radar war nirgendwo zu sehen;
ich hatte auch mein Auto
im Griff
wie alles!
Ja, Herr, gestern abend,
als ich so über mich nachdachte,
da war ich sehr zufrieden mit mir,
da bin ich ganz gut weggekommen –
weg – ge – kommen,
von dem, was man (vielleicht)
ein sensibles Gewissen nennt.
Wie viele der „kleinen“ Dinge
Die ich tat und
Die gemein und verantwortungslos waren.
So muss ich dich heute bitten:
Herr, lass mich umkehren.
Aus: Peter Boekholt, Am Aufbruch, Wege ins Leben, Kevelaer 1985.
Das ist eine Sache des Herzens, liebe Kerstin!
...Buße ist heutzutage nicht gerade modern. Viele sehen ihr eigens Versagen nicht ein, es ist immer jemand anders schuld, Eltern und Erzieher zum Beispiel oder die Veranlagung eines Menschen, seine Umgebung, die Gesellschaft und so weiter. Natürlich spielen all diese Faktoren eine Rolle, aber wenn wir unser Versagen allein darauf zurückführen, heißt das doch: Ich bin selber nicht verantwortlich, ich bin nicht Herr meiner Taten, bin nicht frei, und das heißt letzten Endes: Mir fehlt Wesentliches an der Menschenwürde. Buße tun heißt zuallererst: Sich selber verantwortlich bekennen – und damit in Anspruch nehmen, dass man frei ist in seinen Entscheidungen. Wer Buße tut, rettet etwas von der Würde des Menschseins. Wir sind keine Apparate, die ohne Eigenverantwortung nur reagieren, wir sind Menschen...
Für Jesus war die Bereitschaft zu Buße und Umkehr Kernstück seiner Verkündigung. Dabei folgte er der Mahnung der alttestamentlichen Propheten: Buße muss eine Sache des Herzens sein, eine innere Umkehr zum Guten hin, Abkehr vom Bösen und Hinkehr zu Gott, auch zu den Mitmenschen, von denen uns ja die Sünde immer wieder entfernt. Vor allem ist Buße ein Geschenk – das habe ich hier wieder neu erfahren. Die Umkehr ist nicht unsre Leistung, es geht dabei auch nicht darum, Gott gnädig zu stimmen. Er hat sich ja längst uns zugewendet, Jesu Blut ist längst für uns vergossen, er hat uns die Gnade geschenkt, dass wir neu anfangen dürfen. Darum ist das Mitfeiern der Heiligen Messe die wichtigste Form der Buße: Hier wird nämlich das Kreuzesopfer gegenwärtig, durch das unsere Schuld gesühnt worden ist.
.... Umkehr zu Gott. Das kann auf vielfältige Weise geschehen: durch Fasten, Beten, Almosengeben, durch Verzicht, Werke der Nächstenliebe, Sühneleistung für andere, vor allem durch die Mitfeier der Heiligen Messe. Zu bestimmten Zeiten fordert uns die Kirche besonders eindringlich zur Buße auf, im Advent etwa oder in der Fastenzeit, bei Bußgottesdiensten oder bei Exerzitien...
Aus: Winfried Henze, Glauben ist schön, Ein Katholischer Familien Katechismus.
Wüstenrufer
du Johannes
zurückgezogen
allen „Weltenglanz“
abgelegt
einfache Kleidung
nur das Lebensnotwendigste haben
und doch alles
eine Überzeugung
die du auch
den scheinbar tauben Ohren
zurufst
du mahnst
und warnst
du siehst
die Not
du rufst
und forderst auf
zur Umkehr
und bezeugst
das Heil ist nahe
auch wir
in großer Not
wir
2021
und so viele Rufer
so viele Stimmen
pro und
contra
so viele Stimmen
die meinen zu wissen
und doch nicht wissen
wie und
wann
doch eins ist sicher
das Heil
kommt nicht vom
Gegeneinander
das Heil kommt
auch heute
nur aus der einen Botschaft
uns in Liebe
und mit Verständnis
zu begegnen
damit Leben für alle
möglich bleibt
Beatrix Senft, unveröffentlicht.
Ankunft im Glauben
Ankunft bei mir selbst
Ankunft im Miteinander
Advent –
auf dem Weg zur Weihnacht
mich von Gott beschenken lassen
andere beschenken
erkennen
womit ich wirklich beschenkt bin -
und
staunen
Beatrix Senft, unveröffentlicht.
Der Tag deiner Ankunft
Herr
kommt immer näher
Es wird Zeit
dass wir uns vorbereiten
wir möchten dir den Weg bahnen
zu den Menschen
zu uns selbst
Doch da ist viel Wüste
um uns und in uns
wir sind wie unfruchtbares Land
Du, Herr
willst das ändern
du willst uns befreien
aus innerer Leere
aus Angst und Zweifel
Du kommst
um uns Licht zu bringen
und
neues Leben
Helene Renner, Still werden und beten. Kommuniongedanken. Pastorale Dienste der Diözese St. Pölten.
Vorbereiten
Aufbrechen
Wege ebnen
Gräben auffüllen
Krummes geradebiegen
Leere füllen
Beziehungen erneuern
Versöhnung schenken
Furcht besiegen
Neues wagen
Stimme erheben
Dem Licht zugehen
Trauer in Freude verwandeln
Liebe leben
Frieden bringen
Helene Renner, Still werden und beten. Kommuniongedanken. Pastorale Dienste der Diözese St. Pölten.
Wenn Dunkelheit sich allmählich lichtet,
wenn jemand auf Vergeltung verzichtet,
wenn Vergessenes wieder aufleuchten will,
wenn Verborgenes erscheint, zärtlich und still:
Wenn Geschwätziges leise und sacht verstummt,
wenn das Herz ein Lied der Sehnsucht summt,
wenn Menschen sich als Geschwister erkennen,
wenn sie einander Bruder und Schwester nennen:
Wenn müde Augen zu leuchten beginnen,
wenn wir uns auf Jesu Kommen besinnen,
wenn Gottes Charme unsre Sinne berührt,
wenn ein Engel uns zur Weihnacht hinführt:
...dann ist Advent
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Text: Paul Weismantel, Melodie: Reinhard Burchhardt
Am Türgitter des von Richard Kurt Fischer 1991 in Innsbruck-Arzl erbauten Gotteshauses, dessen äußere Erscheinung einem Bergkristall ähnelt, steht die Frage „Quo vadis?“ – Wohin gehst du, Mensch? Ich könnte weiterfragen: Wohin gehe ich heute? Ich gehe im Advent sicher in dieses und jenes Kaufhaus, um Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Aber kommt der eigentliche Sinn des Advents bei mir oder in der Gesellschaft noch vor? Ist diese Zeit noch eine Vorbereitung auf das Kommen des Herrn?
Bettina Wegner schreibt in ihrem Jesusgedicht: „Jesus steig nie herab. Du kriegst keine Wohnung und vom Kuchen nichts ab. Du kriegst keine Arbeit und du kommst in den Knast, weil du radikal und leise Widerstand geleistet hast. Mensch Jesus, bleib oben, sonst schlagen die dich tot!“. Trotzdem kommt Jesus auch heute in unsere Zeit. Er will nicht seinen „Einfluss“ sichern, sondern sich immer wieder verschenken. Das ist wahrlich ein Dienst Gottes an uns, ein „Gottesdienst“. Doch die Welt ist verrückt, das heißt im wörtlichen Sinn genommen, nicht an der richtigen Stelle, weil sich jeder selbst und nicht Gott zum Mittelpunkt macht. Gott wird an den Rand gedrängt, im Leben kommt er nicht vor. Trotzdem bleibt Gott seiner Idee treu, in uns sein Zelt aufzuschlagen.
Im Jahre 1955 hat der Dichter Ferlinghetti geschrieben: „Christus klettert vom Weihnachtsbaum herab, läuft von den Warenhäusern und Fernsehschirmen fort und kommt leise in den Schoß irgendeiner anonymen Maria zurück. Jesus wird wiederum erwartet, eine unvorstellbare und unmöglich erscheinende Wiederempfängnis, die allerverrückteste aller Wiederkünfte wird aufs neue Wirklichkeit“. Das Leben wird neu. Weihnachten wird es wieder. Freuet euch!
Emmerich Beneder
Da stehe ich nun kurz vor dem Advent. Die Wohnung hat schon einen ersten adventlichen Glanz. – Auch erste Texte zum Unterwegssein im Glauben sind schon geschrieben.
Aber, wie sieht es mit meiner inneren Bedürftigkeit aus. Wie sieht es aus, mit dem, was mich im Täglichen neu füllt. Und ich schaue so in die Vergangenheit und darauf, was mich in schweren Zeiten (wir schreiben das Corona-Jahr 2021) getragen hat, nicht nur im Advent.
Und es fällt mir eine Lebensphase ein, in der viel von mir abverlangt wurde und in der ich mir viel abverlangte. Da war der eigene Haushalt mit Ehemann, zwei Kindern, zwei Hunden und Garten.
Da waren meine hochbetagte Mutter und ihre zwei Geschwister, die - zum Teil täglich - meiner Betreuung bedurften.
Da waren aber auch meine Ehrenämter, die mir viel Freude bereiteten. – Aber ich merkte auch, dass ich den Blick für die kleinen Geschenke des Lebens nicht mehr zu genüge im Blick hatte und mir fiel eine alte Geschichte ein.
Ich nehme mal den Grundgedanken auf und schreibe sie auf meine eigene Weise.
Sie erzählte von einem hochbetagten Mann, der ein glückliches und zufriedenes Leben führte. Als ihn mal eine junge Frau fragte, wie er so gut durch das Leben gekommen sei, erzählte er ihr, dass er sich jeden Tag einige Bohnen – ja, einfach nur Bohnen – in die Tasche stecke. Die Frau schaute ihn fragend an. Da erklärte er ihr:
„Die Bohnen sollen mich daran erinnern, dass es die vielen Kleinigkeiten des Lebens gibt, die das kleine Glück ausmachen. Das Zulächeln eines Nachbarn. Das Schwirren der Bienen in einem Blütenstrauch. Die Fröhlichkeit der spielenden Kinder. Die heiße Tasse Kaffee - zwischendurch - beim Einkaufen. Und so vieles mehr. Und jedes Mal, wenn ich das wahrnehme, nehme ich eine Bohne aus der Tasche und lasse sie in die andere Tasche wandern. Und am Ende des Tages setzte ich mich hin und nehme die Bohnen aus der „Glückstasche“ und schaue mir noch mal innerlich an, wie viel Glück ich doch an diesem Tag hatte. – Verstehen Sie, was ich meine.“
Die junge Frau schaute ihn erst nachdenklich und dann lächelnd an. „DANKE, sagte sie. Sie haben mich gerade reich beschenkt.“ Und ihr Lächeln vertiefte sich noch, es ging bis in ihre Augen. Und im Lächeln der Augen begegneten sich der glückliche alte Mann und die junge Frau noch mal ganz anders. Und beide sagten fast gleichzeitig: „Es war mir eine Ehre.“
Und ich habe mir damals die Bohnen gekauft (weiße Bohnen, die ich gekocht nicht mag).
Und ich habe sie mir wirklich in die Tasche gesteckt. Und diese Art durch die Zeit zu gehen, hat mir damals viel geschenkt.
Ja, diese Geschichte und mein Erleben fiel mir wieder ein. Auch jetzt ist eine Zeit, die mir gerade viel abverlangt. Auf ganz andere Weise als damals. Zum Glück gelingt es mir trotzdem, noch Augen für Kleinigkeiten und für andere zu haben. Aber ich will in der Adventszeit noch vermehrt darauf schauen, dass ich das kleine Glück sehe. Und ich will gleich beim Einkauf doch mal wieder ein paar Bohnen kaufen. –
Ich will diese Möglichkeit des kleinen Glücks aber auch nicht nur für mich behalten, sondern mal gleich mehr Bohnen kaufen. Will kleine Tüten gestalten und sie an Freunde verschenken, gefüllt mit Bohnen und leeren Zetteln. Die leeren Zettel, damit wir festhalten, was wir erlebt haben.
So erhalten wir vielleicht gemeinsam mal eine ganz andere Art des Adventskalenders.
Ein Kalender des KLEINEN GLÜCKS und DES BESCHENK-SEINS.
Und vielleicht potenziert sich dieses kleine Glück noch, wenn wir uns vom Erlebten erzählen. Vielleicht bei Kerzenschein, einem Heißgetränk und etwas Weihnachtsgebäck.
Das könnte ein Advent werden.
Beatrix Senft, unveröffentlicht.
Rufer in der Wüste
wird er genannt
der junge Mann,
der nur von dem lebte,
was die Natur hergab;
der selbst ein Gerufener war,
berufen,
das Heil zu verkünden;
der Vorläufer dessen,
der das Heil der Welt ist.
Der Rufer in der Wüste,
hat alles dafür gegeben,
seine besten Jahre.
Und lässt am Ende
seines kurzen Lebens
nachfragen:
"Bist du es, der da kommen soll?
Oder sollen wir auf einen anderen warten?"
Der scheinbar Unerschütterliche,
der Starke und Unbeugsame,
der von Gott ausdrücklich Gerufene
ist Glaubender,
Anfragender,
nicht Wissender.
Woher nehmen wir die Gewissheit,
dass unser Leben so richtig ist
wie es ist?
Andrea Wilke auf www.bistum-erfurt.de
Im deutschen Sprachgebrauch wird "Desertifikation" häufig etwas verkürzt mit "Wüstenbildung" übersetzt. Das Problem, das dieser Begriff beschreibt, ist jedoch Ergebnis eines vielschichtigen Prozesses, der von Menschen in Gang gesetzt und durch den Klimawandel noch verschärft wird.
Man spricht von Desertifikation, wenn in Gebieten mit relativ trockenem Klima die natürlichen Ressourcen (Boden, Vegetation, Wasser) als Folge einer zu intensiven Nutzung durch den Menschen beeinträchtigt oder zerstört werden. Eine solche Zerstörung hat dramatische Folgen: Die Vegetation geht zurück oder verschwindet vollständig; Wasser wird zum Mangelgut; die Böden erodieren, versalzen oder versanden; Sand wird vom Wind verfrachtet und zerstört die Infrastruktur. Kurz: Das Land wird unfruchtbar und verödet. Man spricht dann häufig auch von Landdegradierung.
Trockengebiete machen rund 40 Prozent der Landfläche der Erde aus. Sie bilden den Lebensraum und die Existenzgrundlage für einen großen Teil der Weltbevölkerung: Allein im ländlichen Raum der Trockengebiete – das heißt außerhalb großer Städte – lebt rund eine Milliarde Menschen.
www.desertifikation.de
Über 400.000 Leser von Feuerherz hat Senait Meharis Schicksal als Kindersoldatin bewegt. Zwar hat die Sängerin Zuflucht in Deutschland gefunden, doch damit ist Senaits Geschichte noch nicht zu Ende. Denn mit ihrer Kindheit hat sie auch die Heimat verloren - jetzt kehrt sie zurück nach Afrika, um ihre Wurzeln und ihren Platz in der Welt zu finden.
Sie wollte heimkehren, doch sie fand ein zerstörtes Paradies: Der Krieg hat der traditionellen Gesellschaft ihrer Heimat Eritrea tiefe Wunden zugefügt, die Menschen sind körperlich und seelisch gezeichnet. Senait begegnet ehemaligen Kindersoldatinnen, die nicht wie sie dem Elend entfliehen konnten, und unvermittelt ergreift die Vergangenheit wieder von ihr Besitz. Aber dann trifft sie ihre Großmutter Sifan. Bei ihr findet Senait, was ihr die Ich-Kultur des Westens nicht geben kann: die Gemeinschaft, das Füreinander-da-Sein - und vor allem die Musik, die schon ihre Kindheit geprägt hat. Wüstenlied ist die Geschichte einer jungen Frau und ihrer Sehnsucht nach einem Ort in der Welt, wo sie zu Hause sein kann. Auf der Suche nach diesem Platz versöhnt Senait in sich die Welten Afrikas und Europas, und sie entwickelt - nicht zuletzt durch ihre Musik - die Kraft und das Selbstvertrauen, sich zwischen den Kulturen zu behaupten.
http://www.afrikaroman.de
2012 war das Jahr der Korruptionsaufarbeitung, weitere Maßnahmen müssen folgen: Die Idee, die Amtszeit von Politikern mit zwei Perioden zu begrenzen, hat was.
THOMAS PRIOR (Die Presse)
http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/1320663
Im Ausland wird Österreich als korrupt wahrgenommen. Einiges hier sei "eines Rechtsstaates unwürdig", kritisiert Transparency. Kampf gegen Korruption werde von der Regierung nicht schnell genug vorangetrieben.
05.12.2012 | 18:09 | GERHARD HOFER (Die Presse)
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1320710
Ein Viertel der Jugendlichen hält alle Parteien für korrupt, das Image der Politiker ist schlechter denn je. Auch die Kirche spielt für viele Junge keine Rolle, wiewohl ihnen konservative Werte wichtig sind.
10.09.2012 | 18:04 | (Die Presse)
http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1288625
diepresse.com
Die fünfte Heldentat nun war von ganz anderer Art. Einen riesigen Stall, den Stall des Augias, sollte Herakles säubern. Eine wenig ehrenvolle, zumal die Stallanlagen des Augias seit nun schon 30 Jahren vor sich hinsumpften. Der Augiasstall muss gen Himmel gestunken haben.
Herakles gelang es, den Augiasstall an nur einem einzigen Tag zu säubern. Wieder griff er zu einem , auf das niemand zuvor gekommen war. Herakles leitete zwei nahe gelegene Flüsse um. So gelang es ihm, den Augiasstall von all dem Mist zu befreien, der seit Jahrzehnten in ihm moderte.

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Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
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Autor und Entstehungszeit des Buches Baruch sind unbekannt. Trotzdem werden Spuren in die Jeremia-Geschichte gelegt, in der Baruch eine gewichtige Rolle spielt. Als deuterokanonisches oder auch apokryphes Buch ist es in der Septuaginta, der bedeutenden griechischen Übersetzung des Alten Testaments, auch dem Jeremia-Buch angehängt worden.
Das eigentliche Buch Baruch beginnt mit einer historischen Einführung (1,1-14), in der zunächst (1-2) festgestellt wird, dass das Buch vier Jahre nach der Zerstörung Jerusalems durch die Chaldäer in Babel von Baruch (dem Sekretär des Propheten Jeremia) geschrieben und dann (3-14) in einer Versammlung Ex-König Jojachin und anderen Juden im babylonischen Exil vorgelesen wird. Die Versammlung reagiert mit Weinen und Gebet und veranstaltet eine Sammlung. Das gesammelte Geld, das Buch und Tempelgeräte, die verschleppt worden waren, die Baruch aber zurückerhalten hatte, werden mit der Bitte um Opfer im Tempel und Gebet nach Jerusalem überbracht.
Die Lesung ist dem letzten Abschnitt entnommen: 4,5 bis 5,9 und besteht aus 4 Oden, die mit der Aufforderung "Hab(t) Vertrauen" einsetzen: Verse 4,5. 21. 27. 30. In diesem Rahmen gibt die Lesung einen Psalm wider, der in 4,36 bis 5,9 überliefert wird. Auffällig ist nicht nur die große Nähe zu dem 11. - apokryphen - Psalm Salomons, sondern auch die sprachliche und gedankliche Nähe zu Deuterojesaja.
Es sind Bewegungsmetaphern, die den Psalm strukturieren: Leg ab - leg an - steh auf. Dem Kleid der Trauer steht der Schmuck der Herrlichkeit gegenüber, die Gott "für immer" verleiht. Nicht von einer Episode ist die Rede, sondern von einem gänzlich Neuen, das sich jeder Grenze entzieht: "Für immer" wird auch der Name gegeben: Friede der Gerechtigkeit und Herrlichkeit der Gottesfurcht.
Jerusalem, auf dem Tiefpunkt seiner Geschichte, geschmäht und deprimiert, wird von Gott mit Glanz überhäuft - und dem ganzen Erdkreis unter dem Himmel gezeigt. Die Bilder, die in schneller Folge die Bewegung aufnehmen und sich geradezu überbieten, erzählen von der Heimkehr. Die babylonische Gefangenschaft ist zu Ende, Gottes Gericht ist zu Ende, die Resignation ist zu Ende. Der letzte Satz beschließt den Psalm hymnisch: "Denn Gott führt Israel heim in Freude, im Licht seiner Herrlichkeit, Erbarmen und Gerechtigkeit kommen von ihm."
Der Text der 1. Lesung dieses Adventssonntages stammt aus dem späten atl. Buch Baruch. Der Namensgeber des Buches war vermutlich 'Sekretär' des Propheten Jeremia. Beide arbeiten in einer Kultur, die mit Schriften vertraut ist. Daher ist es nicht verwunderlich, dass etwa Vers 7 deutliche Anspielungen auf den Deuterojesaja-Vers 40,4 enthält: Der Autor dieser Stelle wie der Autor des letzten Teiles des Buches Baruch könenn Zeitgenossen gewesen sein. Grundsätzlich ist der Befund zur Entstehungsgeschichte sehr uneinheitlich.
Die Verse sind Ermutigungsreden an das Volk Israel in der babylonischen Verbannung. Diese Verse sind aber wohl kaum zur Zeit des Exils entstanden, sondern eher im 1. Jahrhundert v. Chr.
Das Buch Baruch ist in der uns vorliegenden Form erst sehr spät abgefaßt worden (1. Jhdt. v. Chr), und enthält eine Sammlung verschiedener Schriften. Bar 5 ist Teil eines Heilswortes über die Heimkehr der jüdischen Diaspora. Der Autor schildert sie in leuchtenden Farben.
An unserem Lesungstext sind deutlich zwei Teile zu erkennen (Verse 1-4, 5-9). Beide beginnen mit einer Mahnung, einer Aufforderung an die Stadt Jerusalem: Die Stadt soll sich zuerst auf das Heilsgeschehen vorbereiten, ihre Trauer ablegen, und dann Ausschau halten. Denn Gott ist schon dabei, das Heil zu wirken, er bringt die Zerstreuten heim. Die ganze Schöpfung wird gleichsam eingeladen, mitzuhelfen, daß diese Heimkehr leicht gemacht, ja zu einem Triumphzug wird.
Baruch - ein Schreiber in Jerusalem
Baruch ben Nerija, seines Zeichens Schreiber in Jerusalem, ist aus dem Buch des Propheten Jeremia bekannt. Dort fungiert er einmal als Notar, wenn er den Kaufvertrag für den Acker verwahrt, den Jeremia von Hanamel, dem Sohn seines Onkels Schallum, erwirbt (Jer 32,6-15). Zum anderen ist er vor allem derjenige, der nach dem Diktat des Propheten dessen bisherige Verkündigung auf eine Rolle schreibt, damit sie öffentlich vorgelesen wird (vgl. Jer 36). Durch diesen Auftrag wird Baruch gleichsam zu einem Mittler der prophetischen Botschaft. Als solcher tritt er uns auch entgegen, wenn er frühere Worte von Propheten aufgreift und in einer eigenen Schrift aktualisiert.
Aktualisierung prophetischer Botschaft
Baruch 5,1-9 ist in dieser Weise ein aktualisierter Text, in welchem der Verfasser auf verschiedene Weissagungen des Jesaja-Buches zurückgreift und die Stadt Jerusalem auffordert, das Kleid der Trauer abzulegen (V. 1), das heißt, die Zeit der Trauer nach der Zerstörung und der Wegführung der Einwohner durch die Babylonier (587 v.Chr.) zu beenden und sich mit Schmuck zu bekleiden (vgl. VV. 1f), denn Gott wird ihren Glanz erneuern und sie mit einem Ehrennamen vor aller Welt auszeichnen (VV. 3f). Mit diesem Aufruf wird zugleich die vorherige Klage Jerusalems beantwortet (vgl. Bar 4,9-20) und ihre Hoffnung auf eine Wende bestätigt (vgl. 4,21-29).
Gott greift heilsam ein
Gleich der Freudenbotin in Jes 40,9 soll Jerusalem auf einen hohen Berg steigen und nach Osten schauen (V. 5). Denn wie sie die Wegführung ihrer Kinder sehen musste (vgl. Bar 4,10.23.26.37), so soll sie jetzt ihre Rückkehr erwarten. Aber neu gegenüber Jesaja ist, dass Gottes Wort diese von überall her, von Westen (Untergang der Sonne) und Osten (Aufgang) sammelt (V. 5). Neu ist auch, dass nicht die Völker sie ehrenvoll zurückbringen (vgl. Jes 66,20), sondern Gott selber es tun wird (V. 6). Wie in Jes 40,3f wird ihr Weg eine ebene Straße sein und Bäume werden ihnen Schatten spenden, wenn Gott sie als Zeichen seines Erbarmens heimführt in ihr Land (VV. 7-9). Baruch ergänzt also die Verheißungen Jesajas, denn auch im Westen, also in anderen Ländern, gibt es solche, die noch heimkehren müssen und ein neues Eingreifen Gottes nötig haben.
Jerusalem - Bild für die Kirche
Nach christlichem Verständnis ist die als Person angeredete Stadt Jerusalem ein Bild für die Kirche. Daher blickt hier die Kirche („Jerusalem“) als Heimat der von Gott Erlösten bereits freudig voraus auf die Gedächtnisfeier der Geburt des Erlösers.
Das Evangelium (Lk 3,1-6) lässt allerdings keinen Zweifel daran, dass es nicht nur „in jener Zeit“, sondern auch heute nötig ist, den Weg zu diesem Geschehen innerhalb der Kirche und in uns selber zu bereiten.
Franz Hubmann
© Diözese Linz. Team Bibelwerk Linz und Glaubenskommunikation