Allmächtiger, ewiger Gott,
erfülle uns mit Freude und Dankbarkeit,
denn in der Himmelfahrt deines Sohnes
hast du den Menschen erhöht.
Schenke uns das feste Vertrauen,
dass auch wir zu der Herrlichkeit gerufen sind,
in die Christus uns vorausgegangen ist,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB Christi Himmelfahrt
Allmächtiger Gott,
am Fest der Himmelfahrt deines Sohnes
bringen wir dieses Opfer dar.
Gib uns durch diese heilige Feier die Gnade,
dass wir uns über das Irdische erheben,
und suchen, was droben ist.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Christi Himmelfahrt
Kehrvers:
Bis in den Himmel reicht deine Liebe, Herr,
bis zu den Wolken deine Treue. (GL 40,1)
Gott und Vater, Schöpfer des Himmels und der Erde,
wir preisen und rühmen dich.
Denn Du lebst und bist da über allem und in allem, was existiert.
Du erfüllst die ganze Schöpfung mit deiner Liebe und deinem Segen.
Kehrvers
Durch Jesus Christus hast du die Augen unserer Herzen erleuchtet
und lässt du uns erahnen, zu welcher Hoffnung wir berufen sind.
Durch ihn lässt du uns teilhaben am Reichtum deiner Herrlichkeit.
Kehrvers
Ihm hast du alles zu Füßen gelegt
und ihn hast du zum Haupt über die Kirche gesetzt.
Ihm ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde.
Kehrvers
Er tröstet uns durch den Heiligen Geist,
den er uns als Beistand gesandt hat.
Dieser bewegt die Kirche
und erweckt sie zu allen Zeiten zu neuer Lebendigkeit.
Kehrvers
Seine Jünger hat er ausgesandt,
allen Menschen die Frohe Botschaft vom Reich Gottes zu verkünden,
sie mit Wasser und Heiligem Geist zu taufen,
und sie zu lehren, im Bewusstsein deiner Gegenwart zu leben.
Kehrvers
Wir preisen dich mit allen Engeln und Heiligen
und singen zu deinem Lob:
Danklied, z. B.: Nun lobet Gott im hohen Thron (GL 393)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, allmächtiger Vater,
zu danken durch unseren Herrn Jesus Christus,
den König der Herrlichkeit.
Denn er ist (heute) als Sieger über Sünde und Tod
aufgefahren in den Himmel.
Die Engel schauen den Mittler
zwischen Gott und den Menschen,
den Richter der Welt, den Herrn der ganzen Schöpfung.
Er kehrt zu dir heim,
nicht um uns Menschen zu verlassen,
er gibt den Gliedern seines Leibes
die Hoffnung, ihm dorthin zu folgen,
wohin er als erster vorausging.
Am Fest:
Darum jubelt heute der ganze Erdkreis
in österlicher Freude.
Darum preisen dich die himmlischen Mächte
und die Chöre der Engel
und singen das Lob deiner Herrlichkeit:
An den Tagen bis Pfingsten:
Darum preisen wir dich in österlicher Freude
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit.
Heilig...
MB Christi Himmelfahrt 1
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn nach seiner Auferstehung
ist er den Jüngern leibhaft erschienen;
vor ihren Augen wurde er zum Himmel erhoben,
damit er uns Anteil gebe an seinem göttlichen Leben.
Am Fest:
Darum jubelt heute der ganze Erdkreis
in österlicher Freude,
darum preisen dich
die himmlischen Mächte und
die Chöre der Engel und
singen das Lob deiner Herrlichkeit:
An den Tagen bis Pfingsten:
Darum preisen wir dich
in österlicher Freude und
singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig...
MB Christi Himmelfahrt 2
Allmächtiger, ewiger Gott,
du hast uns, die wir noch auf Erden leben,
deine göttlichen Geheimnisse anvertraut.
Lenke unser Sinnen und Verlangen zum Himmel,
wo Christus als Erster der Menschen bei dir ist,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB Christi Himmelfahrt
Gleichgültig,
als was man sich den Himmel vorstellt,
als Raum über den Wolken,
als ein unendliches "Oben”,
als etwas unendlich Gutes und Schönes,
als vollkommene Erfüllung -
gemeint ist immer dasselbe:
Der Himmel ist eine andere Wirklichkeit
als unsere Welt,
und wir finden in unserer Welt
keine Begriffe und Worte,
die die Wirklichkeit "Himmel” erfassen könnten.
Wir müssen uns in der Darstellung des Himmels
und beim Nachdenken über "Himmel”
mit Bildern und Vorstellungshilfen begnügen,
die aus unseren "himmlischen"
Erlebnissen stammen.
Die "himmlischen” (= glücklichen) Augenblicke,
die wir aus unserem irdischen Leben kennen,
können wir zwar erleben,
aber wir können sie nicht fassen und bestimmen.
Der "Vater im Himmel” will zunächst einmal
unseren Blick immer wieder weglenken
von unserer Welt,
heraus aus dem Gefangensein
und der Befangenheit des irdisch Begrenzten.
Wir Menschen sind so geschaffen,
dass wir mehr sehen und erfahren können,
als wir mit der Vernunft begreifen können.
In unserer Zeit wird besonders deutlich:
Wenn der Mensch den engen Horizont
der Vernunft
nicht überschreitet
in Glaube, Hoffnung und Liebe,
verliert er die Fähigkeit, glücklich zu sein,
und damit die Fähigkeit zu leben.
Von Konsum und Ideologien
kann letztlich kein Mensch leben.
(…)
Wo ist nun dieser Himmel?
Was ist er?
So dürfen und so müssen wir doch fragen!
Auch wenn jede Antwort blass und unzutreffend ist,
so kann unser Denken
doch in rechter Weise auf die Grenze stoßen,
wo Glauben, Hoffen, Lieben mehr ist
als Begreifen.
Wo und wenn Gott alles in allem ist, -
wo nur mehr Liebe, Güte und Erbarmen herrschen,
da ist der Himmel, da ist Gott.
Gott selber ist der Himmel.
Aus: Elmar Gruber, Im Himmel auf Erden. Betrachtungen zum Vaterunser. Don Bosco Verlag München 2000, Topos Taschenbücher.

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