Allmächtiger Gott,
wir bekennen, dass unser Erlöser
bei dir in deiner Herrlichkeit ist.
Erhöre unser Rufen
und lass uns erfahren,
dass er alle Tage bis zum Ende der Welt
bei uns bleibt, wie er uns verheißen hat.
Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB 7. Sonntag der Osterzeit
MB Montag der 1. Woche
Herr und Gott,
nimm die Gebete und Opfergaben deiner Gläubigen an.
Lass uns diese heilige Feier mit ganzer Hingabe begehen,
damit wir einst das Leben in der Herrlichkeit des Himmels erlangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 7. Sonntag der Osterzeit
Kehrvers:
Alles, was Odem hat, lobet den Herrn. (GL 616,1)
Gott und Vater, wir kommen zu dir, um dir zu danken,
denn du hast die Welt und all ihre Wunder hervorgerufen,
weil du sie liebst.
Kehrvers
Um uns Menschen deine Liebe zu offenbaren,
hast du Jesus von Nazareth gesandt,
damit er deine Größe bezeuge.
Kehrvers
Seine Jünger haben erkannt,
dass er von dir ausgegangen ist,
und sie sind zum Glauben gekommen,
dass du ihn gesandt hast.
Kehrvers
Als er alles vollbracht hatte,
hat er sie ausgesandt, damit sie sein Werk fortsetzen
und dich verherrlichen, wie Jesus dich verherrlicht hat.
Kehrvers
Alle Menschen sollen dich, den einzigen wahren Gott, erkennen
und Jesus Christus, den du gesandt hast,
damit sie so das ewige Leben haben.
Kehrvers
So bekennen uns auch wir zu Jesus Christus
und rühmen deinen Namen.
Wir preisen deine Größe und singen mit der ganzen Schöpfung:
Danklied, z. B.: Singt dem Herrn ein neues Lied, niemand soll's euch wehren (Gl 409)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn nach seiner Auferstehung
ist er den Jüngern leibhaft erschienen;
vor ihren Augen wurde er zum Himmel erhoben,
damit er uns Anteil gebe an seinem göttlichen Leben.
Am Fest:
Darum jubelt heute der ganze Erdkreis
in österlicher Freude,
darum preisen dich
die himmlischen Mächte und
die Chöre der Engel und
singen das Lob deiner Herrlichkeit:
An den Tagen bis Pfingsten:
Darum preisen wir dich
in österlicher Freude und
singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig...
MB Christi Himmelfahrt 2
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, allmächtiger Vater,
zu danken durch unseren Herrn Jesus Christus,
den König der Herrlichkeit.
Denn er ist (heute) als Sieger über Sünde und Tod
aufgefahren in den Himmel.
Die Engel schauen den Mittler
zwischen Gott und den Menschen,
den Richter der Welt, den Herrn der ganzen Schöpfung.
Er kehrt zu dir heim,
nicht um uns Menschen zu verlassen,
er gibt den Gliedern seines Leibes
die Hoffnung, ihm dorthin zu folgen,
wohin er als erster vorausging.
Am Fest:
Darum jubelt heute der ganze Erdkreis
in österlicher Freude.
Darum preisen dich die himmlischen Mächte
und die Chöre der Engel
und singen das Lob deiner Herrlichkeit:
An den Tagen bis Pfingsten:
Darum preisen wir dich in österlicher Freude
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit.
Heilig...
MB Christi Himmelfahrt 1
Erhöre uns, Gott, unser Heil,
und schenke uns die feste Zuversicht,
dass durch die Feier der heiligen Geheimnisse
die ganze Kirche jene Vollendung erlangen wird,
die Christus, ihr Haupt,
in deiner Herrlichkeit schon besitzt,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB 7. Sonntag der Osterzeit
Das Behindertentaxi brachte Gerhard in die Propstei für ein versprochenes Mittagessen. Gerhard ist schwer körperbehindert. Das begann schon mit drei Jahren. Wie bei seinem älteren Bruder stellte man bei ihm eine heimtückische Krankheit fest, die langsam voranschreiten würde. Es begann bei den Füßen. Bald konnte sich Gerhard nur noch im Rollstuhl fortbewegen. Das Gehör nahm immer mehr ab und schließlich stellte sich eine totale Taubheit ein. Dann begann das Augenlicht abzunehmen, bis für ihn schließlich nur noch dunkle Nacht war. Zeitweilig besuchte Gerhard das Gymnasium, dann aber kehrte er nach Hause zurück. Geistig ist er rege. Er möchte sich ausdrücken und seine Gefühle in Worte kleiden. Was er im Innern erleidet und empfindet, will er durch Worte nach außen transportieren. Wenn er sich einen Text vorstellt, will er ihn schließlich diktieren. Dieser Text muss dann korrigiert und kontrolliert werden. Wie kann man einem Blinden und Tauben das gesprochene Wort zurückgeben?
Marion, eine Arzthelferin, hörte eine Sendung im Radio: Gerhard suchte jemanden, der bereit war, ihn zu besuchen und Kontakt aufzunehmen. Eine große innere Einsamkeit drängte ihn dazu. Zwei freie Arbeitstage in der Woche verbringt Marion nun mit Gerhard. Dabei machte sie eine großartige Erfindung: Sie zeichnet die Buchstaben einen nach dem anderen auf Gerhards Stirn. Nach und nach bildet sich Gerhard daraus ein Wort. Hat er dieses Wort verstanden, spricht er es aus und dann kann Marion auf seiner Stirn weiterschreiben. Ist das Wort voll-ständig, berührt sie die Nasenspitze. Gerhard schreibt so Gedichte und Kurzgeschichten. Im Radio wurde letzte Woche sein letztes Buch "Harte Straßen” vorgestellt.
Das Leben von Gerhard ist wirklich steinig und hart. Wir bestaunen die Liebe und Zärtlichkeit von Marion. Mit großer Hingabe kümmert sie sich um Gerhard: "Ich kann gar nicht anders. Als gesunder Mensch habe ich das Bedürfnis, mich um einen Menschen mit Behinderung zu kümmern. Jesus hat das gemacht und gesagt: ,Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, habt ihr mir getan.' Ich gehe in die Kirche, aber nicht jeden Sonntag. Ich betrachte das Zusammensein mit Gerhard als meinen Gottesdienst, dort begegne ich Jesus. Seine Gegenwart gibt mir Kraft und Freude. Über jeden kleinen Fortschritt freue ich mich und bin dankbar dafür.”
Löffel um Löffel gibt Marion Gerhard das Mittagessen. Zwischendurch macht Gerhard die Bemerkung: "Einiges, das in den Mund gehört, ist zur Erde gefallen.” Darüber müssen wir lachen. Dann fügt Gerhard hinzu, er möchte einen Pflaumenschnaps. Ich verdünne ein Gläschen Eiswein, erhitze es und biete es ihm als Pflaumenwein an.
Es ist 15 Uhr geworden. Das Behindertentaxi fährt vor und der Fahrer hievt Gerhard ins Auto. Gerhards Mutter und Marion verabschieden sich und bedanken sich herzlich für das Mittagessen. Auch Gerhard meldet sich noch einmal zu Wort. Er danke für den Pflaumenwein, den er so gut fand. Das Auto fährt ab.
Staunend und dankbar erfahren wir, dass das Reich Gottes mitten unter uns ist.
Nathanael Wirt OSB in: Die Augen meiner Augen sind geöffnet. Erfahrungen der Dankbarkeit. Eine Hommage an David Steindl-Rast. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2006.

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