Lesung aus dem Buch Genesis.
In jenen Tagen
nahmen die Feinde die ganze Habe von Sodom und Gomorra
sowie alle ihre Nahrungsvorräte mit und zogen ab.
Als sie abzogen, nahmen sie auch Lot, den Neffen Abrams,
und seine Habe mit;
Lot wohnte damals in Sodom.
Ein Flüchtling kam und berichtete es dem Hebräer Abram;
Abram wohnte bei den Eichen des Amoriters Mamre,
des Bruders Eschkols und Aners.
Sie waren Abrams Bundesgenossen.
Als Abram hörte, sein Bruder sei gefangen,
führte er seine ausgebildete Mannschaft,
dreihundertachtzehn Mann,
die in seinem Haus geboren waren,
heraus
und nahm die Verfolgung auf bis nach Dan.
In der Nacht teilten sie sich in Gruppen,
er und seine Knechte.
Er schlug sie und verfolgte sie bis Hoba,
nördlich von Damaskus.
Er brachte die ganze Habe zurück,
auch seinen Bruder Lot und dessen Habe
brachte er zurück
sowie die Frauen und das Kriegsvolk.
Als er nach dem Sieg über Kedor-Laomer
und die mit ihm verbündeten Könige zurückkam,
zog ihm der König von Sodom ins Schawetal entgegen,
das jetzt Tal des Königs heißt.
Melchisedek, der König von Salem,
brachte Brot und Wein heraus.
Er war Priester des Höchsten Gottes.
Er segnete Abram
und sagte:
Gesegnet sei Abram vom Höchsten Gott,
dem Schöpfer des Himmels und der Erde,
und gepriesen sei der Höchste Gott,
der deine Feinde an dich ausgeliefert hat.
Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem.
Herr Jesus Christus,
im wunderbaren Sakrament des Altares
hast du uns das Gedächtnis deines Leidens
und deiner Auferstehung hinterlassen.
Gib uns die Gnade, die heiligen Geheimnisse
deines Leibes und Blutes so zu verehren,
dass uns die Frucht der Erlösung zuteil wird.
Der du in der Einheit des Heiligen Geistes
Mit Gott dem Vater lebst und herrschest in alle Ewigkeit. Amen.
MB Fronleichnam
Gott.
Du hast uns zu dieser Feier geladen.
Du sagst uns dein rettendes Wort
und reichst uns das lebenspendende Brot.
Mach uns fähig, weiterzugeben,
was wir in deinen Gaben empfangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB Auswahl 3
Herr, unser Gott,
wir bringen das Brot dar,
das aus vielen Körnern bereitet,
und den Wein,
der aus vielen Trauben gewonnen ist.
Schenke deiner Kirche,
was diese Gaben geheimnisvoll bezeichnen:
die Einheit und den Frieden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
MB Fronleichnam
Herr, du trägst Sorge für uns,
du hast uns Brot und Wein geschenkt
als Nahrung für unser vergängliches Leben.
Wir bringen diese Gaben zum Altar;
reiche sie uns neu als Sakrament der Unsterblichkeit.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 4. Dienstag der Fastenzeit
Die Bittmesse
Kehrvers: Lobe den Herrn,
preist seine Huld und Treue. (GL 401)
Großer und fürsorglicher Gott,
wir wollen dir danken für all das Gute,
das du uns tagtäglich schenkst:
Wir danken dir für das Geschenk des Lebens
und für die Freude, die wir daran haben.
Kehrvers
Brot und Wein sind für uns Inbegriff dessen,
was wir zum Leben brauchen, und was uns gut tut.
Sie verkörpern deine Liebe zu allen Geschöpfen.
Kehrvers
Mit Manna hast du dein Volk am Leben erhalten,
als es durch die Wüste zog,
und du hast ihm Korn geschaffen,
als es das verheißene Land in Besitz nahm.
Kehrvers
Jesus dein Sohn, hat das Volk mit deinem Wort gesättigt,
als er ihm den Sinn der Schriften erschloss,
und hat mit ihnen das Brot geteilt,
sodass alle essen und satt werden konnten.
Kehrvers
Am Abend vor seinem Tod hat er sich selbst seinen Jüngern
im Brot zur Speise und im Wein zum Trank gegeben.
Am Kreuz hat er dieses Vermächtnis mit der Hingabe seines Lebens erfüllt.
Kehrvers
So ist er für uns zum Brot geworden,
das vom Himmel herabgekommen ist,
das uns für immer sättigt
und durch das wir mit dir auf das Innigste verbunden sind.
Kehrvers
Wir danken dir für dieses große Geheimnis,
in dem deine unerschöpfliche Liebe
für uns zur Quelle ewigen Lebens geworden ist.
Wir stimmen ein in den Lobgesang der Kirche aller Jahrhunderte
und singen mit allen Engeln und Heiligen:
Danklied, z. B. GL 484: Dank sei dir, Vater, für das ewge Leben
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Als der wahre und ewige Hohepriester
hat er die Feier eines immerwährenden Opfers gestiftet.
Er hat sich selbst als Opfergabe dargebracht
für das Heil der Welt
und uns geboten,
daß auch wir diese Gabe darbringen zu seinem Gedächtnis.
Er stärkt uns,
wenn wir seinen Leib empfangen,
den er für uns geopfert hat.
Er heiligt uns,
wenn wir sein Blut trinken,
das er für uns vergossen hat.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten und mit all den Scharen
des himmlischen Heeres
den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Eucharistie 1
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn er hat beim Lezten Abendmahl
das Gedächtnis des Kreuzesopfers gestiftet
zum Heil der Menschen bis ans Ende der Zeiten.
Er hat sich dargebracht als Lamm ohne Makel,
als Gabe, die dir gefällt,
als Opfer des Lobes.
Dieses erhabene Geheimnis heiligt
und stärkt deine Gläubigen,
damit der eine Glaube
die Menschen der einen Erde erleuchte,
die eine Liebe sie alle verbinde.
So kommen wir zu deinem heiligen Tisch,
empfangen von dir Gnade um Gnade und
werden neu gestaltet nach dem Bild deines Sohnes.
Durch ihn rühmen dich Himmel und Erde,
Engel und Menschen und
singen wie aus einem Munde
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Eucharistie 2
Herr Jesus Christus,
der Empfang deines Leibes und Blutes
ist für uns ein Vorgeschmack der kommenden Herrlichkeit.
Sättige uns im ewigen Leben
durch den vollen Genuss deiner Gottheit.
Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit. Amen.
MB Fronleichnam
Gütiger Gott,
du hast uns das Brot des Himmels gegeben,
damit Glaube, Hoffnung und Liebe in uns wachsen.
Erhalte in uns das Verlangen nach diesem wahren Brot,
das der Welt das Leben gibt,
und stärke uns mit jedem Wort,
das aus deinem Mund hervorgeht.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 1. Fastensonntag

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Der "Höchste Gott", der Himmel und Erde erschaffen hat, ist mit Jahwe identisch. Eine so positive Beurteilung eines außerisraelitischen, kanaanäischen Kultes findet sich im ganzen AT nur hier. Melchisedek ehrt den siegreich heimkehrenden Abraham mit einem Friedopfer und spricht über ihn den Segen, weil es für ihn selbstverständlich war, dass Gott ihm den Sieg verliehen hat.
In der Abgabe des Zehnten anerkennt Abraham die Vorrangstellung des Melchisedek.
Dieser Textabschnitt dürfte erst nachträglich in die Geschichte vom Feldzug Abrahams eingefügt worden sein, um die Anerkennung Abrahams als von Gott Beschützten und Erwählten auszudrücken. Diese Anerkennung geschieht wechselseitig: Abraham stattet Melchisedek den Zehent ab.
Ob Melchisedek eine historische Gestalt ist, läßt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Von vielen wird er als zeitloser Priesterkönig angesehen. Auf diese Gestalt greifen viele theologische Aussagen zurück. Er ist als Urbild des Hohenpriesters gesehen worden. Das Bringen von Brot und Wein ist schon in sehr früher christlicher Zeit als Hinweis und Vorwegnahme der Eucharistie gedeutet worden. Dadurch hat der Name Melchisedek auch Eingang in das römische Hochgebet der Eucharistiefeier gefunden.