In der Lesung aus dem Brief an die Christengemeinde von Ephesus (3,3a) sagt der Verfasser: „Mir wurde das Geheimnis Christi mitgeteilt“. Heute feiern wir das Fest der Erscheinung des Herrn, das Fest des Aufleuchtens des Geheimnisses Christi.
Wir feiern aber nicht nur Vergangenes. Wir feiern Gegenwärtiges. So stelle ich an das heutige Evangelium die Frage: Welchen Tipp können uns die Sterndeuter geben, um das Geheimnis Christi zu entdecken? Und an die heutige Lesung stelle ich die Frage: Gibt es einen Ort, an dem man heute das Geheimnis Christi entdecken kann?
Zuerst zum Evangelium (Mt 2,1-12):
Welchen Tipp können uns die Sterndeuter geben, das Geheimnis Christi zu entdecken?
Das heutige Evangelium ist eine Gott lobpreisende Erzählung. In der Erzählung kommen Figuren vor, handelnde Personen. An die Personen der Erzählung stelle ich meine Frage: Welchen Tipp könnt ihr uns geben, das Geheimnis Christi zu entdecken? Die Erzählung ist Evangelium, Botschaft, gute Botschaft! Welche Botschaft wird uns vermittelt? Von den Sterndeutern aus dem Osten, die nach Jerusalem und dann Bethlehem kommen, heißt es: „Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm.“
Woher wissen denn diese Sterndeuter, dass es richtig ist, vor diesem Kind niederzufallen und ihm zu huldigen? Ich denke: Die Sterndeuter sind offene, suchende Menschen. Die Schriftgelehrten, die meinen, schon alles zu wissen, entdecken nicht, dass der da ist, dem man huldigen muss. Die offenen, suchenden Sterndeuter finden ihn. Wenn ich meine, ich hätte schon alles, ich bräuchte nichts mehr, entdecke ich nichts mehr.
Sie gewinnen innerhalb ihres Wissens- und Erfahrungsbereichs eine Erkenntnis, der sie folgen. Wenn man eine Teilerkenntnis hat und ihr folgt, kommt man weiter. Manches erschließt sich mir nur, wenn ich der Spur folge, wenn ich mich in Bewegung setze. Nur die hingegangen sind nach Bethlehem, haben ihn gefunden!
Die Sterndeuter haben zwar nur ein Torso-Wissen, nicht das ganze Wissen. Aber es genügt, um zu finden. Ein Psychotherapeut sagte in einer Gesprächsrunde: „Bei einer guten Therapie genügen 20%... Man gibt einen Anstoß und alles andere bleibt dann in dem Betreffenden zum Wirken.“ In den Sterndeutern ergab das eine das andere. Sie blieben dran. So kamen sie zum Ziel.
Nun zur Lesung aus dem Epheserbrief (3,6):
Wo können wir das Geheimnis Christi entdecken?
Die Heiden, also auch wir Nicht-Juden, sind „Miterben“. Die Heiden, also wir, „gehören zu demselben Leib“.
Ist uns bewusst, was das heißt?
- Wir sind mit den Heiden, den Sterndeutern, die nach Bethlehem kamen, beim Kind.
- Wir gehören zu diesem Kind, zum Messias, zu Christus.
- Wir gehören zu seinem Leib, wir bilden mit den Juden, die ihn annehmen, zusammen einen Leib, seinen Leib!
Die seinen Leib bilden, nennen wir Kirche. Sie ist der Erscheinungsort Christi:
- zum Beispiel hier, in der gottesdienstlichen Versammlung
- zum Beispiel dort, wo sich Christen miteinander um den Frieden bemühen
- zum Beispiel dort, wo lebendige Kirche ist. Wo ist sie? Vielleicht erscheint sie uns armselig, so wie die Krippe von Bethlehem. Die Sterndeuter ließen sich nicht abbringen!
Machen wir es wie die Sterndeuter: Suchen wir! Suchen wir die Kirche von heute, suchen wir die Menschen, die sich im Namen Jesu versammeln! Und wenn wir eine Spur gefunden haben: bleiben wir dran! Es lohnt sich! Amen.
Was Lesung und Evangelium uns heute darstellen, das ist voll mit Bildern und Symbolen. Solche Bilder und Symbole wollen die Tiefendimensionen des Lebens aufdecken. Sie wollen die Wahrheit über unser Leben aufleuchten lassen und hindeuten auf das, worauf es letztlich ankommt. Ich will kurz drei von diesen Bildern und Symbolen herausgreifen und sie etwas näher betrachten.
Da ist zunächst das Licht, dargestellt vor allem im Stern, dem die Könige folgen. Dieser Stern bringt alles in Bewegung und er, allein er, führt zum Ziel. Voll von Symbolik des Lichtes ist auch der Text der Lesung aus dem Propheten Jesaja. Er beginnt mit dem Zuruf: „Auf, werde Licht!“ Wir Menschen sind aufgerufen, herauszutreten aus der Finsternis, die über der Erde und über dem eigenen Leben liegt. Wir sollen dem Licht entgegen gehen. Dieses Licht ist Jesus. Deshalb bleibt der Stern, dem die Könige folgen, stehen über dem Ort, wo Jesus, der menschgewordene Gott, geboren war.
Ein weiteres Symbol ist der Weg. Die Könige machen sich auf den Weg, den der Stern weist. Er ist offensichtlich lang, dieser Weg. „Sie kommen von ferne“, sagt die Lesung. Und es gibt Hindernisse und Bedrohungen. In Jerusalem verlieren die Könige die Orientierung. Sie müssen nachfragen und Herodes ist dem Projekt nicht wohl gesonnen. Der gehört auf die Seite der Finsternis. Aber die Könige lassen sich nicht beirren. Sie gehen den Weg, den der Stern weist bis sie das Ziel gefunden haben.
Am Ziel bringen die Könige ihre Gaben dar. Das ist unser drittes Symbol. Es sind Kostbarkeiten, die von den Königen dargereicht werden. Von „Schätzen der Völker“ spricht die Lesung. Jeder König schenkt die Gabe, die ihm zu Eigen ist und die er für wichtig hält: der Eine Gold, der Andere Weihrauch und der Dritte Myrrhe. In diesem Schenken erfüllt sich die Geschichte von den drei Königen. Sie erfüllt sich in Hingabe und Anbetung und nicht zuletzt in grenzenloser Freude. Es erfüllt sich, was die Lesung prophezeit: „Dein Herz wird vor Freude beben und sich weiten“.
Diese Bilder und Symbole: was sagen sie uns heute? Wie können sie uns heute Wahrheit und Freude vermitteln? Ich will dazu ganz kurz einige Anregungen geben und einige Fragen zum persönlichen Weiterdenken.
Es liegt heute viel Finsternis über der Erde und Dunkel gibt es in jedem Leben. Immer wieder müssen wir erfahren, wie ungewiss unser Leben ist. Wir müssen uns mit Ängsten herumschlagen und oft genug scheitern wir. Wir versuchen herauszukommen aus solcher Finsternis. Wir suchen Licht. Wir suchen nach einem Stern, der uns Orientierung gibt. Nun gibt es vielerlei Sterne und Sternchen. Es gibt nicht nur Licht, sondern auch Irrlichter. Wir kommen nicht daran vorbei, uns immer wieder die Frage zu stellen: wer ist für mich der Stern, der mein Leben leitet und bewegt? Ist es ein Stern, der mich zu Gott führt? Und was tue ich, um im Licht zu leben und selber Licht zu sein?
Jede und jeder von uns ist auf dem Weg seines Lebens, so wie es die drei Könige waren. Auch unser Lebensweg erscheint manchmal lang und hart. Auch da gibt es Irrwege und die Gefahr, die Orientierung zu verlieren. Wo hole ich mir die Kraft, um meinen Weg Tag für Tag zu gehen und nie aufzugeben? Inwiefern lasse ich mich dabei vom Stern leiten, den Gott in meinem eigenen Herzen hat aufleuchten lassen? Lebe ich meinen Glauben? Pflege ich ihn?
Und schließlich: ist mir bewusst, dass das ganze Leben letztlich ein Geschenk ist? Welches sind meine speziellen Gaben und Talente? Nutze ich sie, um sie zum Geschenk zu machen für meine Mitmenschen und so mein eigenes Leben zu bereichern? Lebe ich dankbar? Bin ich dankbar für das Geschenk, das Gott für mich ist?
Wir bringen heute als Geschenk nicht Gold, Weihrauch und Myrrhe. Wir bringen jetzt Brot und Wein als Gaben auf den Altar und mit ihnen alles, was wir sind und haben. Sehr schön bringt das das Lied zum Ausdruck, das so richtig zum heutigen Festtag passt:
„Ich steh an deiner Krippe hier,
o Jesu, du mein Leben.
Ich komme, bring und schenke dir,
was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn,
Herz Seel und Mut, nimm alles hin
und lass Dir´s wohl gefallen“.
Einige von Ihnen waren vielleicht auch schon selbst einmal als Sternsinger unterwegs. Für Kinder gehört dieser Einsatz immer wieder zu den schönsten, aber auch anstrengendsten Diensten: Einige Tage, als König mit dem Sternträger "Trepp-auf Trepp ab" zu gehen.
Ich selbst war auch viele Jahre als Sternsinger unterwegs, als König, als Sternträger, später als Begleiter.
So manches Mal gab es immer wieder den einen oder anderen Wirbel. Es ging um die Frage "welcher König heute", um die Rolle, die Schminke… Sternträger waren insgesamt weniger beliebt. Auch für viele Seelsorger und Seelsorgerinnen bedeutet das Mitgehen mit den Sternsingern eine wichtige Erfahrung; so leicht komme ich nicht in so viele Wohnungen, Geschäfte und Häuser.
Ich denke, die Idee des Sternsingens kann sich sehen lassen. Seit 60 Jahren gehen Kinder und Jugendliche unter dem Dach der Katholischen Jungschar in Österreich zu den Familien, in die Häuser und Wohnungen und bringen ein Segensguss von Weihnachten. Es wird daneben für soziale und pastorale Projekte weltweit gesammelt. Immerhin haben die Sternsinger in Österreich in den sechs Jahrzehnten über 350 Millionen EURO gesammelt.
Die Könige, oder besser gesagt, die Sterndeuter oder Weisen, deren Geschichte wir heute bedenken, bedeuten mehr, als nur eine bloße Ausschmückung des Weihnachtsfestes, des Brauchtums, usw. Die Sterndeuter symbolisieren jeweils bestimmte Menschentypen.
Menschen, die in einer Erwartung leben, von Kindesbeinen an bis ins hohe Alter, Menschen, die auf der Spur bleiben wollen im Leben, Menschen, die das Höhere, den Sinn des Lebens, Gott selbst suchen, und schließlich symbolisieren die Sterndeuter auch die sog. Heiden, also Menschen, die nicht zum Volk Israel gehören,…
In unserer gegenwärtigen Zeit symbolisieren sie Menschen auf der ganzen Welt, die nach dem Guten, nach dem Wahren, vielleicht auch nach dem Glück, sowie nach dem Ursprung und den Zielen des Lebens Ausschau halten. Sie symbolisieren auch Menschen, die über Gott, den Grund und die Ursache dieser Welt nachzusinnen bereit sind. Ich denke, solche Menschen finden wir viele: In allen Religionen, Kulturen, mit verschiedener Hautfarbe, politischer Überzeugung oder auch Lebensweise und in jeder Epoche der Menschheitsgeschichte.
Ich möchte heute aber einen ganz speziellen "Sternsucher" in diese Predigtgedanken holen. Einen, der selbst den Stern des Lebens - seines Lebens - suchte und fand. Daraus Konsequenzen zog und sich auf dem Weg machte: Den Heiligen Johannes Nepomuk Neumann. Sein Fest wurde gestern am 5. Jänner gefeiert.
Johannes wurde als Sudetendeutscher Anfang des 19. Jahrhunderts im Böhmerwald geboren. Er wollte Priester werden und trat ins Priesterseminar in Budweis ein. Damals, in der 1. Hälfte des 19. Jahrhundertss, waren die Priesterseminare anders als heute voll von Studenten. Aussichten auf baldige pastorale Einsätze hatten sie nicht. Es gab zu viele Pfarrer, Kapläne und Vikare.
Anlässlich eines Besuches eines Bischofs aus Amerika im Seminar reifte ihn ihm mehr und mehr der Wunsch, selbst nach Amerika zu gehen. In die USA kamen damals Jahr für Jahr zehntausende Einwanderer; viele aus den deutschen Gebieten Europas. Es gab dort fast keine Seelsorger, also eine große Not.
In Johannes reifte der Entschluss, seinem neuen Stern zu folgen, die Heimat zu verlassen und ganz neu zu beginnen, in Amerika, als einer der vielen Einwanderer. Noch vor der Priesterweihe - und gegen den Willen seines Vaters - ließ er sich nach Amerika einschiffen und traf in New York ein. Dort stellte er sich dem Bischof vor und wurde kurze Zeit später zum Priester geweiht. Darauf entsandte man ihn alleine in das Gebiet der Niagara-Fälle. Dort siedelten viele deutschstämmige Familien an. Innerhalb von 3 Jahren gründete dieser junge Priester aus dem Böhmerwald unter schwierigsten Bedingungen 17 kleine Holzkirchen und Gemeinden.
Er suchte seinen Stern weiter: Bei den Verlassenen, bei den Armen, bei den vielen, die auch ihre Existenz erst aufbauen mussten. Wie viel wert war da ein Priester, der sie verstand, der ihnen beistand, nicht nur geistlich, sondern auch ganz praktisch und in rechtlichen Fragen, oder in der Förderung einer Grundbildung für die Kinder.
Sein Einsatz brachte ihn sehr schnell und oft an den Rand des Grabes. Die Gesundheit verschlechterte sich Monat für Monat. In dieser Zeit traf er auf die Ordensgemeinschaft der Redemptoristen, die seit einigen Jahren auch in Amerika wirkte, gegründet von Wien aus.
In dieser Gemeinschaft, fand er seinen Stern wieder und traf den Entschluss, selbst in diesen Orden einzutreten. "Nicht mehr allein wirken zu müssen, sondern gemeinsam", eine wichtige Erkenntnis.
Nach dem Noviziat wurde er sogleich Pfarrer in Baltimore, Studentenpräfekt, Rektor, Beichtpriester, Missionar und später ab 1848 Provinzial der amerikanischen Redemptoristen.
Sein "Sternesuchen" ging auch auf andere Personen über. So auch auf Franz Xaver Seelos, einem jungen Redemptoristen aus Füssen in Bayern, der mehrere Jahre sein Vikar war. Auch er war engagiert und wirkte mit viel Empathie für die Menschen, immer unterwegs und ein Apostel im Sinne des hl. Klemens Maria Hofbauer, des "zweiten Gründers" der Redemptoristen, der 1820 in Wien verstarb. Im Jahre 2000 wurde Franz Xaver Seelos seliggesprochen.
Johannes N. Neumann wurde 1852 Bischof von Philadelphia, der damals zweitgrößten Stadt in den USA. In seiner Zeit als Bischof gründete er über 120 Schulen - er gilt als Begründer der amerikanischen Pfarrschulen bis hin zu den späteren Universitäten - eine Schwesterngemeinschaft, er schrieb mehrere kleine Katechismen, er blieb engagiert für die Botschaft Jesus Christi; ein Vollblutmissionar.
Mit 49 Jahren schon starb er 1860. Er brach auf dem Weg von einem Gespräch bei einem Notar auf der Straße zusammen. Der Ruf nach Heiligkeit des kleinen Bischofs setze nach seinem Tod sofort ein. Johannes Neumann wurde 1975 von Papst Paul VI. heiliggesprochen.
Dieser Mann hatte seinen Stern im Leben gefunden. Er hatte diesen immer wieder neu in seinem Leben gesucht und ist ihm auf der Spur treu geblieben. So wie die Sterndeuter im heutigen Evangelium.
Das ist auch für uns heute bedenkenswert. Auch Sie und ich dürfen immer wieder Ausschau halten nach unseren "Lebensstern". Ich bin davon überzeugt, dass wir diesen auch finden,… wenn wir uns nur danach bemühen und Gott auch darum bitten. Dieses "Sternesuchen" sollten wir aber ganz anders verstehen als etwa das Interesse für das eigene Sternzeichen, oder die "Gezeiten", Mondphasen oder andere esoterischer Praktiken.
Wohl in der Heiligen Schrift, in den Sakramenten der Kirche, aber auch an ganz bestimmten Eckpunkten im Leben, wo sich Brüche zeigen, wo Schicksalsschläge dazu kamen, wo um Lebensentwürfe gerungen wird. Nicht selten finden wir einen dieser Lebenssterne bildlich gesprochen nach "Regen, Wolken; Sturm und Unwetter".
Ich laden Sie ein, sich dieser Frage heute oder in den nächsten Tagen zu stellen: Wo ist mir das Licht geschenkt worden? Wo hat sich mein "Lebensstern" immer wieder gezeigt?
Hinter diesem Licht, hinter diesem Stern, steht Gott selbst, in seinem Kommen, in seiner Zusage und in seiner Verheißung.
Mögen wir die Sternsinger willkommen heißen, mögen wir in ihrem Sammeln für Projekte und Bedürftige in aller Welt selbst offen werden, Beteiligte an der Mission weltweit werden. Gott selbst segne uns dabei.
Allherrschender Gott,
durch den Stern, dem die Weisen gefolgt sind,
hast du am heutigen Tag
den Heidenvölkern deinen Sohn geoffenbart.
Auch wir haben dich schon im Glauben erkannt.
Führe uns vom Glauben zur unverhüllten Anschauung deiner Herrlichkeit.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB Erscheinung des Herrn, Hl. Dreikönige
Allmächtiger, gütiger Gott,
du hast uns deinen Sohn geschickt
als das Licht der Welt.
Laß uns den rechten Weg erkennen
und führe uns zur Erkenntnis der Wahrheit
und zur Fülle des Lebens.
Durch Christus, unseren Herrn.
Allmächtiger Gott,
nimm die Gaben deiner Kirche an.
Sie bringt nicht mehr Gold, Weihrauch und Myrrhe dar,
sondern er, den diese Gaben bezeichnen,
wird für uns geopfert und uns zur Speise gegeben,
unser Herr Jesus Christus,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB Erscheiung des Herrn
(für Wortgottesdienstfeiern)
Kehrvers: GL 408: Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn…
Oder: GL 141: Auf, lasst uns jubeln dem Herrn, vor sein Angesicht kommen mit Dank.
Oder: GLÖ 929,2: Kündet den Völkern die Herrlichkeit des Herrn.
Wir sagen dir Dank, guter Gott und Vater,
dass du über den Menschen,
die in Finsternis lebten und im Dunkel ihren Weg gingen;
dein Licht hast aufstrahlen
und alle Völker deine Herrlichkeit hast schauen lassen.
Kehrvers
Aus deinem auserwählten Volk Israel
hast du Jesus von Nazareth als Messias hervorgehen lassen.
Er ist zum Hirten des neuen Gottesvolkes geworden,
das er aus allen Stämmen und Völkern zusammenruft.
Kehrvers
Durch ihn sind auch wir Miterben deines Reiches,
durch ihn gehören auch wir zu demselben Leib,
durch ihn haben auch wir Anteil an derselben Verheißung.
Kehrvers
So bringen wir dir mit allen Völkern unseren Lobpreis dar,
beugen wir vor dir unsere Knie
bringen wir dir unsere Gaben
und singen wir mit allen Engeln und Heiligen:
Danklied, z. B. Lobt Gott, ihr Christen alle gleich (GL 247)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken.
Denn heute enthüllst du
das Geheimnis unseres Heiles,
heute offenbarst du das Licht der Völker,
deinen Sohn Jesus Christus.
Er ist als sterblicher Mensch auf Erden erschienen
und hat uns neu geschaffen
im Glanz seines göttlichen Lebens.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten
und mit all den Scharen des himmlischen Heeres
den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Erscheinung des Herrn
Gott hat den Weisen den Stern geschickt, der sie zu seinem Sohn führte. Lasst uns in diesem Zeichen gemeinsam das Gebet sprechen, welches uns Christus selbst gelehrt hat.
Einleitung zum Friedensgruss:
Als sie an der Krippe angekommen waren, erfüllte Frieden das Herz der Sterndeuter. Mögen auch wir erneut Frieden erfahren: Mit uns selbst, in den Familien und Gemeinschaften und zwischen den Völkern. Deshalb bitten wir: Herr Jesus Christus, du Licht der Völker, du Grund für Frieden, schaue nicht auf unsere Sünden...
Wir danken dir, allmächtiger Gott,
für die heiligen Gaben
und bitten dich:
Erhelle unsere Wege mit dem Licht deiner Gnade,
damit wir in Glauben und Liebe erfassen,
was du uns im Geheimnis der Eucharistie geschenkt hast.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Erscheinung des Herrn
Sterndeuter wollten wir sein
den richtigen Weg finden
die eine Wahrheit suchen -
rein wie Gold
das Gebet finden -
heilsam wie Weihrauch
bittere Myrrhe des Leidens
in Tränen verwandeln
ankommen wollten wir
im Geheimnis des Lebens.
Aus: Ilse Pauls: Worte am Weg. Gedichte. Wolfgang Hager Verlag, Stolzalpe 2013.

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
spirituelle Impulse, Bibeltexte mit Erklärungen, Gebete für Gottesdienstfeiern und Denkanstöße für jeden Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres.
Verbesserte Suchfunktionen - Neue Exportfunktionen
Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
Die Unterseiten des Predigtforums kann man auch mit einer Kurzadresse erreichen:
Ihre Spende ermöglicht uns die Weiterführung und Weiterentwicklung des Predigtforums.