Was ist der wesentliche Sinn unseres Daseins? Der Eingangsvers macht es deutlich: "Singt dem Herrn ein neues Lied, singt dem Herrn alle Länder der Erde!" (Ps.96,1). Anders gesagt: Durch unser Leben im Geiste Jesu wird all unser Tun und Wirken ein frommer Lobgesang. Unsere liturgischen Feiern, unsere Arbeit, unsere Beziehungskultur wird zum Gottesdienst, wenn sie im Licht und in der Freude des Evangeliums geschehen.
Das Evangelium führt den weihnachtlichen Gedanken weit ins Arbeitsjahr hinein. Durch sein Wort, seine Menschwerdung, seine Solidarität besonders mit den Armen, Ausgegrenzten, Notleidenden bringt er Licht ins Dunkel. "Ein Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen." (Mt.4,16).
Wenn wir aber in die Kirchengeschichte blicken, ist diese nicht immer voll Licht und angenehmer Wärme. Selbst in der Gemeinde von Korinth gibt es Spaltungen: "Ist denn Christus zerteilt?" (1 Kor.1,13), fragt bereits der 1. Korintherbrief. Darin wird von Zank und Streit unter ChristInnen gesprochen.
"Ist denn Christus zerteilt?" lautet auch das Thema der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen. Diese gibt es schon mehr als 110 Jahre. Wir haben jahrzehntelange Diskussionen und Fachtagungen hinter uns gebracht, die viel Hoffnung erweckten. Einiges wurde dabei festgestellt und außer Streit gebracht:
1: Jesus wollte eine Kirche, keine Spaltung, sie ist eine Schande.
2: Der Weg zur einen Taufe, also Eintauchen in den Heiligen Geist.
Das ist der Weg zum Reich Gottes, den auch das Himmelreich anbietet:
"Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe!" (Mt.4,17)
3: Es geht um das eine Credo: Ich glaube an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. Katholisch heißt allumfassend, alle ChristInnen sind gemeint, nicht nur die römisch- katholischen. Römisch-katholisch und altkatholisch sind konfessionelle Begriffe des 16. Jahrhunderts und wesentlich später.
4: Unbestritten ist die Realpräsenz Jesu in den Gestalten von Brot und Wein, außer bei den Zwinglianern. Die Eucharistie hat besondere Priorität, an der man nicht rütteln darf, ist ein ganz wichtiger Punkt der Gemeindeverfassung. Leider ist sie auch zum Disziplinierungsmittel, zum Ausschluss für Konfessionen und geschiedene Wiederverheiratete geworden.
Papst Franziskus ist unser Wachrüttler, der uns an das Evangelium und an das II. Vaticanum erinnert, das manche schon vergessen haben, weil es vor beinahe 50 Jahren abgeschlossen wurde. Dort gibt es das Ökumenedokument, das nicht nur Hirten und andere Amtsträger zur Einheit aufruft, sondern jeden einzelnen nach seinen Fähigkeiten, in seinem Bereich.
Im apostolischen Schreiben des Papstes "Evangelii gaudium" ("Die Freude am Evangelium"), spricht er auch von skandalöser Spaltung:
"Wieviele Kriege innerhalb des Gottesvolkes und in den verschiedenen Gemeinschaften! Im Wohnviertel, am Arbeitsplatz- wie viele Kriege aus Neid und Eifersucht, auch unter Christen! Die spirituelle Wirklichkeit führt einige Christen dazu, im Krieg mit anderen Christen zu sein, die sich ihrem Streben nach Macht, Ansehen, Vergnügen oder wirtschaftlicher Sicherheit in den Weg stellen." (Punkt 98)
"Die Christen aller Gemeinschaften der Welt möchte ich besonders um ein Zeugnis brüderlichen Miteinanders bitten, das anziehend und erhellend wirkt." (Punkt 99)
"Für diejenigen, die durch alte Spaltungen verletzt sind, ist es schwierig zu akzeptieren, dass wir sie zur Vergebung und Versöhnung aufrufen, weil sie meinen, dass wir ihren Schmerz nicht beachten oder uns anmaßen, sie in den Verlust ihrer Erinnerung und ihrer Ideale zu führen. - Auch unter gottgeweihten Personen ist Platz für verschiedene Formen von Hass, Spaltung, Verleumdung, übler Nachrede, Rache, Eifersucht, Neid und dem Wunsch, eigenen Vorstellungen um jeden Preis durchzusetzen, bis hin zu Verfolgungen." (Punkt 100).
Franziskus zeigt somit die Differenz auf, genauso wie die Heilige Schrift, wie das Evangelium gelebt werden sollte und was tatsächlich läuft. Wir stehen zur Zeit in Kirche und Gesellschaft in einem großen Umbruch, vor allem, was Änderungen in den Institutionen oder sogar ihr Zurückdrängen betrifft. Die christlichen Kirchen hätten gerade jetzt große Chancen, neue Wege zu gehen. Wird es jetzt durch die Person des Papstes Franziskus, gelingen, bei uns die Freude am Evangelium zu wecken?
Ich glaube an Christus und ich glaube, dass über eine Milliarde Christen auf dieser Erde das Antlitz dieser Erde verändern können. (zitiert nach Heinrich Böll + 1985).
Sie müssen nicht wissen, wo Sebulon und Naftali liegen - es reicht, die Einöde, die Verlassenheit, die Unwirtlichkeit zu sehen, sie förmlich zu riechen. Da ist die Welt am Ende! Ein finsteres Loch! Der Prophet Jesaja stellt sich mutig hin und redet gegen Verachtung und Trostlosigkeit an:
"Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht;
über denen, die im Land der Finsternis wohnen,
strahlt ein Licht auf."
Woher dieser Mensch den Mut hat? Jesaja weiß, dass Gott sich der Menschen annimmt, die sich längst verloren gegeben haben. Die längst aufgegeben wurden. Über die längst der Stab gebrochen ist. Die Geschichte wird noch einmal neu aufgerollt! In Sebulon und Naftali. Gott sagt das, Gott gibt das deutlich zu verstehen.
Wo alle nur schamhaft hinschauen: In dieser Ecke wird es richtig hell. Aus dieser Ecke kommt auf einmal Licht. Über dieser Ecke liegt ein warmer Glanz. Wo ist jetzt das - finstere Loch?
Sebulon und Naftali tauchen dann auf einmal im Evangelium auf. Jesus ist in Galiläa angekommen. Er wohnt in Kafarnaum, am See Genezereth - tatsächlich: im Gebiet von Sebulon und Naftali. Galiläa ist - vorsichtig gesagt - das schwarze Schaf unter den Landstrichen Israels. Immer gut für einen schlechten Witz. Aus Galiläa kommt nichts Gutes! Nicht einmal den rechten Glauben haben die Leute dort - sagt man. Und was Weltläufigkeit und Bildung angeht: hier hausen die Hinterwäldler. Bis, ja bis Jesus dort auftaucht. Mit einer Botschaft, die alles umkehrt:
Es soll sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist: "Das Land Sebulon und das Land Naftali, die Straße am Meer, das Gebiet jenseits des Jordan, das heidnische Galiläa: das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen."
Über die Geschichte von Sebulon und Naftali, über die Geschichte Galiläas ließe sich viel erzählen. Über Vorurteile, Besserwisserei und Abgrenzungen auch. Aber sprechen wir lieber von dem, was die vielen dunklen Orte, die wir kennen, hell macht. Weil Galiläa in der Rangfolge ganz unten ist und aus sich auch nichts machen kann, mag ich das Evangelium besonders.
Ich denke an viele Menschen, die in den Augen anderer abgehängt sind. Die nicht mehr mithalten können, wenn es gilt, Spitzenplätze zu erobern. Die sich mit ihrem Status, Verlierer zu sein, auf Gedeih und Verderb arrangieren müssen. Im Konkurrenzkampf spielen sie nicht mehr mit - auf der Siegertribüne machen sich andere breit - und strotzen vor Kraft.
Ich gehe durch die Stadtviertel. Mancher Straßenzug erzählt nicht nur von besseren Tagen, sondern auch von dem Ghetto, das sich längst gebildet hat. Hier wohnen die Menschen, die ihre Perspektivlosigkeit nicht einmal mehr verstecken müssen. Man sieht es den Hauseingängen an, den Fenstern, den Gesichtern. Es ist nicht immer der Migrationshintergrund, der soziologisch klug her halten muss, Abgrenzungen plausibel zu machen. Es ist vielmehr so, dass viele Menschen in ihrer kleinen Welt verschwinden.
Ich höre auch von vielen Menschen, wie traurig sie sind, wenn sie auf misslungenes Leben zurückschauen - oder meinen, ihr Leben sei misslungen. Manchmal stellen sie sich als Opfer dar, oft erzählen sie aber auch von ihrer Rolle, ihrer Schwäche, ihrer Angst. Lebensentscheidungen werden aneinander gereiht - und ergeben dann doch nicht immer ein Bild, mit dem sich Menschen aussöhnen können. Wenn dann noch von Schuld zu reden ist, empfinden wir die Löcher im Leben eines Menschen. Auch bei uns. Schuld hat immer eine Geschichte. Schuld schreibt immer eine Geschichte. Einfach ist sie nicht.
Auf einmal sind wir wieder in Sebulon und Naftali. Wir sehen unsere eigenen finsteren Orte in ihnen. Für das Dunkle im Leben der Menschen gibt es viele Bilder, viele Erfahrungen, viele Albträume.
Wer nach Sebulon und Naftali geht, freiwillig, setzt sich den dunklen Seiten aus, übersieht sie nicht, verdrängt sie nicht. Jesus wohnt hier - sprich: hier ist er zu Hause. Er ist einer von denen. Er teilt das Leben und die Dunkelheit und schenkt gerade so die Lichtblicke, die von einem neuen Vertrauen, einer neuen Kraft, einer neuen Geschichte künden. Jesus stellt Menschen ins Licht. Er gibt ihnen ihre Würde zurück. Und ein helles Gesicht. Die größte Überraschung ist: er traut ihnen zu, umzukehren, einzuhalten, noch einmal neu anzufangen. Jesus sagt: Das Himmelreich ist nahe!
Für mich ist das die Erfüllung eines großen Traumes: Wer aus Sebulon und Naftali kommt, wohnt auf einmal im Reich Gottes! Es ist, als ob alle Scheinwerfer darauf gerichtet werden. Jesus verkündigt nicht nur eine neue Zeit. Er steht sogar mit seinem Leben für sie ein. Jetzt müssen wir von Menschen erzählen, die geliebt sind. Wo Menschen geliebt werden, wird es hell.
Eigentlich könnte ich "Amen" sagen. Schlusswort einerseits, Bekräftigung andererseits. Ja, so ist es! Aber etwas muss ich noch los werden:
In Galiläa findet Jesus Menschen, die ihm helfen. Fischer, einfache Fischer. Also Leute aus Sebulon und Naftali. Simon, genannt Petrus ist von dort, sein Bruder Andreas, die Brüder Jakobus und Johannes. Vier von Zwölf. Sie verlassen ihre kleine Welt und folgen Jesus. Ab jetzt werden auch sie das Licht verbreiten, das sie an ihrem See entdeckt haben oder von dem sie entdeckt wurden. Ein ebenso feines wie kluges Lehrstück: Licht will wachsen, Licht schafft Licht, Licht weiß alles zu erneuern.
Jesus braucht Jünger, Jesus braucht Menschen, die ihm folgen, Jesus braucht uns. Manche unter uns tragen auch so schöne Namen wie Simon, Peter, Andreas, Jakob und Johannes - und wer anders heißt, anderes gerufen wird, kommt auch in diesen Kreis.
Jesus zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden.
Das ist das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus! Amen!
Und der Friede Gottes,
der höher ist als unsere Vernunft,
bewahre unsere Herzen und Sinne
in Christus Jesus,
unserem Herrn.
"Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe." So sagt es Jesus im heutigen Evangelium. Wir dürfen sagen: Dies ist wie eine Überschrift über das Wirken Jesu. Damit lässt sich sein Auftrag für diese Welt, für die gläubigen Menschen in Israel bezeichnen.
Allerdings, wir wissen, dieses Volk ist nicht umgekehrt, es hat sich nicht zu Jesus bekehrt. Außer ein paar wenigen Jüngern haben sich die Führenden damals und das Volk nicht Jesus angeschlossen, haben sich nicht bekehrt.
Und jetzt wird das von uns hier verlangt. Wie geht es Ihnen, wenn Sie das hören:
"Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe."?
Ein Mitbruder vom Schönenberg war auf Exerzitien. Als er wieder heimkam, berichtete er: Der Priester, der den Kurs gehalten hat, begann eine Ansprache:
"Salz lässt sich nicht salzen. Schmalz lässt sich nicht schmalzen. Ein Lehrer lässt sich nicht belehren und ein Pfarrer lässt sich nicht bekehren."
Bei den Lehrern habe ich zu wenig Einblick, aber von uns Geistlichen kann ich sagen: Die berufsmäßigen Bekehrer tun sich schwer, wenn sie selbst dran sind.
Es ist leichter, zu predigen und die Leute zur Umkehr aufzufordern, als bei sich selbst damit anzufangen.
Ich persönlich helfe mir damit, dass ich jedes Jahr mindestens fünf Tage Exerzitien für mich mache, mit Schweigen, Gebet, Betrachtung - ich gebe damit dem Herrn und Gott eine Chance, mich zu bekehren. Ich sage es ihm jedes Mal auch. Ob er es schon getan hat, müssen die anderen beurteilen.
"Kehrt um!" Was bedeutet das genauer? Was wird Jesus damit gemeint haben?
Wenn ich auf einem Weg bin, ist es klar. Ich merke, dass ich in der falschen Richtung gehe, dann muss ich kehrt machen, zurückgehen, mich neu orientieren, neu das Ziel angehen. Im Bereich des Glaubens ist das jedoch nicht so einfach. Ich habe den Eindruck: Manche Menschen wollen sich gar nicht Gott zuwenden.
Karl Marx, einer der geistigen Begründer des Kommunismus, war der Ansicht: Wenn sich ein Mensch Gott zuwendet, dann wird er sich selber untreu. Er wird dabei sich selbst entfremdet und verrät die Welt.
Ich habe den Eindruck, auch heute leben viele in der Grundhaltung: Wenn ich mich ganz auf Gott einlasse, komme ich als Mensch zu kurz, kann ich mich nicht entfalten, mich nicht verwirklichen, dann verliere ich meine Freiheit. Außerdem ist es in unserer Zeit uncool, zu glauben, die Beziehung zu Gott zu suchen.
Als ob Gott der wäre, der uns dieses Leben schenkt und dann wieder verdirbt, als ob er ein Feind des Lebens wäre. Umkehren heißt dann: Sich diesem Gott des Lebens zuwenden, sich auf eine immer tiefere Beziehung zu ihm einlassen, ihn neu als Herrn und Gott anerkennen und mit ihm verbunden bleiben. Dann weiß ich, woher ich komme und wohin ich gehe. Von Gott her gesehen bin ich eben jemand, bin von ihm geliebt und anerkannt. Von ihm her gesehen bin ich als Mensch einzigartig und einmalig, ich habe eine Würde und ein Ansehen. Gott schenkt mir die Freiheit und er achtet sie.
Umkehren, sich bekehren, ist natürlich schwer, nicht nur für die Priester, die berufsmäßigen Bekehrer. Jede Änderung im Leben, im Glauben, tut weh, ist mit Angst, oft mit Unsicherheit, mit Schmerz verbunden. Deshalb bleiben viele Leute lieber so, wie sie sind und machen ewig weiter, auch wenn die Art zu leben und zu glauben noch so daneben ist. "Manche Leute sterben lieber, als dass sie sich ändern", hat mir einmal eine Frau gesagt.
Es kann natürlich sein, dass Sie zu den Gerechten gehören, "die es nicht nötig haben, umzukehren" (Lk 15,7), wie es im Evangelium einmal heißt. Das kann ich von hier aus nicht beurteilen, am Ende wird es sich bestätigen - oder nicht.
Wir Christen kommen in dieser Frage einen Schritt weiter, wenn wir uns selbst kritisch fragen, wenn uns darauf besinnen: Was behindert meine Beziehung zu Gott? Ist er für mich wirklich wichtig? Oder gibt es anderes, Menschen, Dinge, um die mein ganzes Denken und Fühlen, mein Bemühen und Tun kreist, so dass für Gott dann nicht mehr viel übrig bleibt?
Kürzlich hat mir ein Mitbruder gesagt: Wirkliche Atheisten gibt es wenige, aber viele, die Götzen nachlaufen. Das kann das Geld oder die Macht sein, der Sport oder das Handy...
Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Sie umkehren sollen oder nicht, empfehle ich: Fragen Sie den Herrn direkt, was er von Ihnen will, was er von Ihnen erwartet? Setzen Sie sich ruhig öfter einmal in diese Kirche und fangen in der Stille an, auf ihn zu hören. Vertrauen Sie darauf: Da kommt etwas. Wenn Sie bereit sind, sich neu auf ihn einzulassen, werden Sie sehen, er kommt Ihnen dabei entgegen. Wozu der Herr Sie bewegt, wo er Sie ändert oder verwandelt, das schadet Ihnen bestimmt nicht, sondern führt Sie zum Glauben, zum Leben.
Romano Guardini schreibt, Christus müsse der Maßstab für unser Leben werden. "Von ihm her wird über die Welt geurteilt." Wenn wir mit seinen Augen einmal auf uns und unser Leben schauen, ich denke, da ist manches renovierungsbedürftig.
Deshalb: Kehrt um!
Allmächtiger, ewiger Gott,
lenke unser Tun nach deinem Willen
und gib,
daß wir im Namen deines geliebten Sohnes
reich werden an guten Werken.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.
MB 3. Sonntag im Jahreskreis
Gott und Vater aller Menschen.
Du willst, daß wir in deinem Namen
Frieden bringen, wo Zwietracht herrscht,
Glauben wecken, wo Zweifel um sich greift,
die Hoffnung beleben,
wo Traurigkeit die Menschen lähmt.
Hilf uns, daß wir deine Liebe bekannt machen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Amen.
MB Auswahl 17
Herr,
nimm unsere Gaben an und heilige sie,
damit sie zum Sakrament der Erlösung werden,
das uns Heil und Segen bringt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 3. Sonntag im Jahreskreis
Herr,
du beschenkst uns reich.
Jeden Tag.
Mit Brot und Wein.
Alles, was wir zum Leben brauchen,
alles, was unser Leben schön macht.
Dir schenken wir
was wir jeden Tag machen,
was uns glücklich macht,
was uns über den Kopf wächst.
Mit Brot und Wein.
Du schenkst dich uns ganz,
du hältst nichts zurück.
Wir schmecken deine Liebe.
Wir schmecken dich.
In Brot und Wein.
So preisen und rühmen wir dich.
In Christus, unserem Herrn.
Kehrvers:
Jubelt ihr Lande dem Herrn;
alle Enden der Erde schauen Gottes Heil. (GL 55,1)
Guter Gott, wir haben allen Grund dir zu danken,
denn du hast uns Jesus gesandt,
damit das Volk, das im Dunkel lebt,
ein helles Licht sieht.
Kehrvers
Er verkündete die Frohe Botschaft
und schenkte große Freude.
Er hat das drückende Joch zerbrochen
und uns aus dem Schattenreich des Todes herausgeholt.
Kehrvers
Er heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden
Und hat Jünger in seine Nachfolge gerufen,
damit sie mit ihm seien
und das Evangelium vom Reich verkünden.
Kehrvers
Mit allen Engeln und Heiligen danken wir dir,
und singen dir mit der ganzen Kirche unser Lob.
Danklied, z. B. Dank sei dir, Vater, für das ewge Leben (GL 484)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
In ihm hast du uns zur Erkenntnis der Wahrheit geführt und
uns zu Gliedern seines Leibes gemacht
durch den einen Glauben und die eine Taufe.
Durch ihn hast du deinen Heiligen Geist
ausgegossen über alle Völker,
damit er Großes wirke mit seinen Gaben.
Er wohnt in den Herzen der Glaubenden,
er durchdringt und leitet die ganze Kirche
und schafft ihre Einheit in Christus.
Darum preisen wir jetzt und in Ewigkeit
dein Erbarmen und
singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig...
MB: Von der Einheit der Christen
Wir danken dir, gütiger Vater,
denn durch die frohe Botschaft,
die dein Sohn verkündet,
hast du Menschen aus allen Völkern und Sprachen
zur Gemeinschaft der Kirche vereint.
Sie lebt aus der Kraft deines Geistes
und sammelt die Menschen zur Einheit.
Sie bezeugt deine Liebe
und öffnet allen das Tor der Hoffnung.
So wird die Kirche zum Zeichen deiner Treue,
die du uns für immer versprochen hast.
Darum preisen dich Himmel und Erde,
und mit der ganzen Kirche bekennen wir
zum Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig...
Präfation aus dem Schweizer Hochgebet 4
Allmächtiger Gott,
in deinem Mahl
schenkst du uns göttliches Leben.
Gib, daß wir dieses Sakrament
immer neu als dein großes Geschenk empfangen
und aus seiner Kraft leben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 3. Sonntag im Jahreskreis
Montag der 1. Woche
Barmherziger Gott,
du hast uns teilhaben lassen
an dem einen Brot und dem einen Kelch.
Laß uns eins werden in Christus
und Diener der Freude sein für die Welt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 5. Sonntag im Jahreskreis
Barmherziger Gott,
du hast uns alle mit dem einen Brot des Himmels gestärkt.
Erfülle uns mit dem Geist deiner Liebe,
damit wir ein Herz und eine Seele werden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 2. Sonntag im Jahreskreis

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