Gott ist immer ganz anders. Keine Vorstellung kann ihn einholen. Wir glauben an einen Gott, der sich immer neu auf veränderte Lebenssituationen einlässt. Der Glaube an den dreifaltigen Gott bedeutet Dialog, Kommunikation und Begegnung.
Gott ist Geheimnis nicht Rätsel. Die Rede von einem Gott in drei Personen beinhaltet, dass er Gemeinschaft und Liebe ist. Dauerhafte Gemeinschaft und Liebe gelingen nur, wenn sie für dieses Wesen Gottes offen sind.
Die Rede vom dreifaltigen Gott bedeutet: Gott ist Beziehung, Hingabe, Sich-verschenken und wir sind als Kinder Gottes in diese Beziehung hineingenommen.
Lieder:
GL 140: Kommt herbei, singt dem Herrn
GL 143: Mein ganzes Herz erhebet dich
GL 144: Nun jauchzt dem Herren alle Welt
GL 180,2: Wir glauben an den einen Gott (Credo)
GL 305,5: wo die Güte und die Liebe wohnt
GL 352: O heiligste Dreifaltigkeit
GL 353: Erhabene Dreifaltigkeit
GL 354: Gott ist dreifaltig einer
GL 355: Wir glauben Gott im höchsten Thron
GL 393: Nun lobet Gott im hohen Thron (3. Str.)
GL 405: Nun danket alle Gott (3. St.)
GL 427: Herr, deine Güt ist unbegrenzt
GL 429: Gott wohnt in einem Lichte
GL 451: Komm, Herr, segne uns
GL 456: Herr, du bist mein leben, Herr, du bist mein Weg (4. Str.)
GL 460: Wer leben will wie Gott auf dieser Erde
GL 477: Gott ruft sein Volk zusammen
GL 485: O Jesu Christe, wahres Licht
GL 487: Nun singe Lob, du Christenheit (1. Str.)
GL 551: Nun singt ein neues Lied dem Herren
GL 558: Danke dem Herrn, denn er ist gütig
GL Ö848 (Ö830): Herr, ich glaube, Herr, ich hoffe
Psalmen und Kehrverse:
GL 33: Herr, unser Herrscher, wie gewaltig ist dein Name - Mit Ps 8. - VII.
GL 49: Jubelt Gott zu, der unsre Stärke ist, jauchzt dem Gott Jakobs! - Mit Psalm 81 - VI.
GL 60: Der Herr hat uns befreit; auf ewig besteht sein Bund - Mit Psalm 111 - VI.
GL 79: Der Name des Herrn ist erhaben: Seine Hoheit strahlt über Erde und Himmel - Mit Psalm 148. - VII.
GL 401: Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue - Mit Psalm 95 (53,2) oder mit Psalm 116 (629,5) - VI.
Herr, himmlischer Vater,
du hast dein Wort und deinen Geist in die Welt gesandt,
um das Geheimnis des göttlichen Lebens zu offenbaren.
Gib, daß wir im wahren Glauben
die Größe der göttlichen Dreifaltigkeit bekennen
und die Einheit der drei Personen
in ihrem machtvollen Wirken verehren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB Dreifaltigkeitssonntag
Gott, unser Vater,
wir rufen deinen Namen an über Brot und Wein.
Heilige diese Gaben
und nimm mit ihnen auch uns an,
damit wir dir auf ewig gehören.
Darum bitten wir dich durch Christus, unseren Herrn.
MB Dreifaltigkeitssonntag
Te Deum (altes GL 706)
Kehrvers: Dich, Gott, loben wir, dich Herr, preisen wir.
Dir, dem ewigen Vater, huldigt das Erdenrund.
Dir rufen die Engel alle, dir Himmel und Mächte insgesamt,
die Cherubim dir und die Serafim, mit niemals endender Stimme zu:
Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der Gott der Scharen!
Voll sind Himmel und Erde von deiner hohen Herrlichkeit.
Kehrvers
Dich preist der glorreiche Chor der Apostel;
dich der Propheten lobwürdige Zahl;
dich der Märtyrer leuchtendes Heer;
dich preist über das Erdenrund die heilige Kirche;
dich, den Vater unermessbarer Majestät;
deinen wahren und einzigen Sohn;
und den Heiligen Fürsprecher Geist.
Kehrvers
Du König der Herrlichkeit, Christus.
Du bist des Vaters allewiger Sohn.
Du hast der Jungfrau Schoß nicht verschmäht,
bist Mensch geworden, den Menschen zu befreien.
Du hast bezwungen des Todes Stachel
und denen, die glauben, die Reiche der Himmel aufgetan.
Kehrvers
Du sitzest zur Rechten Gottes in deines Vaters Herrlichkeit.
Als Richter, so glauben wir, kehrst du eins wieder.
Dich bitten wir denn, komm deinen Dienern zu Hilfe,
die du erlöst mit kostbarem Blut.
In der ewigen Herrlichkeit zähle uns deinen Heiligen zu.
Danklied, z. B. GL 392: Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren.
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken.
Mit deinem eingeborenen Sohn und dem Heiligen Geist
bist du der eine Gott und der eine Herr,
nicht in der Einzigkeit einer Person,
sondern in den drei Personen
des einen göttlichen Wesens.
Was wir auf deine Offenbarung hin
von deiner Herrlichkeit glauben,
das bekennen wir ohne Unterschied von deinem Sohn,
das bekennen wir vom Heiligen Geiste.
So beten wir an
im Lobpreis des wahren und ewigen Gottes
die Sonderheit in den Personen,
die Einheit im Wesen und
die gleiche Fülle in der Herrlichkeit.
Dich loben die Engel und Erzengel,
die Cherubim und Serafim.
Wie aus einem Mund preisen sie dich
Tag um Tag und singen auf ewig
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Dreifaltigkeitssonntag
Herr, unser Gott,
wir haben den Leib
und das Blut deines Sohnes empfangen.
Erhalte uns durch dieses Sakrament
im wahren Glauben und im Bekenntnis
des einen Gottes in drei Personen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Dreifaltigkeitssonntag
Den einen, weil wir ihn lieben oder er uns liebt,
den anderen, weil wir ihn nicht lieben oder weil er uns nicht lieben kann,
den einen, weil er uns kritisiert,
den anderen, weil er nachgiebig ist mit uns,
den einen, weil er uns Härte spüren lässt,
den anderen, weil er nachgiebig ist mit uns,
den einen, weil er unser Leben in Frage stellt,
den anderen, weil er uns bestätigt,
den einen, weil wir Verbindung und Nähe erfahren,
den anderen, weil wir Distanz und Abstand lernen müssen,
den einen, weil wir tiefe innere Einheit erfahren,
den anderen, weil wir Andersartigkeit kennenlernen,
den einen, weil er uns zu uns selbst führt,
den anderen, weil er uns zu den Mitmenschen führt,
den einen, weil er uns Stütze ist,
den anderen, weil wir ihm Stütze sein können,
den einen, der uns sagt, was wir tun sollen,
den anderen, der uns schweigt und uns selbst den Weg finden lässt,
den einen, der uns immer wieder auf Gott aufmerksam macht,
den anderen, durch den Gott uns auf etwas aufmerksam macht.
Wir brauchen einander
in den verschiedenen Situationen des Lebens
und so vielfältig unser Leben ist, so vielfältig können auch unsere Beziehungen zu Mitmenschen sein,
so vielfältig können die Beziehungen in unseren Gemeinschaften sein,
so vielfältig kann Kirche sein,
als Ort, wo wir Menschen einander in seinem Namen begegnen.
Friederike Ferstl, in: Lebenszeichen aus der Stille, Wien 1995.

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