Halleluja. Halleluja.
Wir haben den Messias gefunden, den Gesalbten des Herrn.
Die Gnade und die Wahrheit sind durch ihn gekommen.
Halleluja.
Die Lesung aus dem 1. Buch Samuel berichtet von der Berufung des jungen Samuel. Das Evangelium des heutigen Sonntags erzählt, wie die ersten Jünger zu Jesus gestoßen sind und so ihre Berufung gefunden haben. Daher einige Gedanken zum Thema „Berufung“:
Johannes schildert in seinem Evangelium die Berufung der ersten Jünger bis ins Detail, Schritt für Schritt. Diese Schrittabfolge kann auch heute noch zu Jesus führen.
Herr, Jesus Christus, du lädst uns ein, dir zu folgen.
Herr, erbarme dich.
Du bist der, auf den viele Generationen gewartet haben.
Christus, erbarme dich unser.
Du führst alle, die sich dir anvertrauen, zum Vater.
Herr, erbarme dich.
Allmächtiger Gott,
du gebietest über Himmel und Erde,
du hast Macht über die Herzen der Menschen.
Darum kommen wir voll Vertrauen zu dir;
stärke alle, die sich um die Gerechtigkeit mühen,
und schenke unserer Zeit deinen Frieden.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 2. Sonntag im Jahreskreis
Herr,
gib, daß wir das Geheimnis des Altares ehrfürchtig feiern;
denn sooft wir die Gedächtnisfeier dieses Opfers begehen,
vollzieht sich an uns das Werk der Erlösung.
Durch Christus, unseren Herrn.
MB 2. Sonntag im Jahreskreis
Kehrvers:
Der Herr ist mein Licht und mein Heil. (GL 38,1)
Guter Gott, wir danken dir,
denn du nimmst dich deines Volkes an,
du bist in seiner Mitte gegenwärtig
und stehst ihm bei, wenn es in Not ist.
Kehrvers
Zu allen Zeiten bestellst du Hirten, die deinem Volk vorangehen,
Propheten, die ihm dein Wort verkünden,
und Priester, die deinen Namen heiligen.
Kehrvers
Jesus von Nazareth hast du gesandt,
um dir das Herz deines Volkes aufs Neue zuzuwenden.
Er war der Gute Hirte, der das Leben für die Seinen hingab.
Er hat Männer und Frauen in seine Nachfolge gerufen,
damit sie wie er die Frohe Botschaft vom Reich Gottes verkünden.
Kehrvers
Auch heute berufst du Menschen,
die deine Größe den Menschen bekannt machen,
deinen Dienst an den Kleinen und Schwachen weiterführen
und dein Volk leiten.
Dafür danken wir dir und singen wir dir mit allen Heiligen zum Lob:
Danklied, z. B. "Lasst uns loben, freudig loben" (GL 489)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel, zu danken
und dich mit der ganzen Schöpfung zu loben.
Denn deine Vorsehung waltet über jeder Zeit;
in deiner Weisheit und Allmacht
führst du das Steuer der Kirche
und stärkst sie durch die Kraft des Heiligen Geistes.
In ihm kann sie allezeit auf deine Hilfe vertrauen,
in Not und Bedrängnis zu dir rufen
und in Tagen der Freude dir danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn preisen wir dein Erbarmen
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Heiliger Geist 2
Mit Johannes dem Täufer bekennen wir:
Ich habe es gesehen und lege Zeugnis ab:
Dieser ist der Erwählte Gottes.
(Joh 1,34)
oder:
Kommt und seht!
Da kamen sie mit und sahen, wo er wohnte.
(Joh 1,39)
augenblicke
begegnungen
die verändern
mich
meine art die dinge zu sehen
augenblicke
begegnungen
die lehren zu lieben
mich
den anderen
die welt
augenblicke
begegnungen
die helfen neu anzufassen
einem der nicht mehr wollte
in einer welt in der niemand mehr etwas erwartet
augenblicke
begegnungen
die unendlich kostbar sind
für mich
für jeden von uns
für alles was ist
(Bernhard Rathmer)
Ich glaube an die Sonne,
auch wenn sie nicht scheint.
Ich glaube an die Liebe,
auch wenn ich sie nicht spüre.
Ich glaube an Gott,
auch wenn ich ihn nicht sehe.
(anonymer Text aus dem Warschauer Getto)
Barmherziger Gott,
du hast uns alle mit dem einen Brot des Himmels gestärkt.
Erfülle uns mit dem Geist deiner Liebe,
damit wir ein Herz und eine Seele werden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 2. Sonntag im Jahreskreis
Was bringt junge Leute auf die Suche nach einer "geistlichen Berufung"?
Die Motive sind so vielfältig wie die Lebensgeschichten. Aber bei Menschen, die mit einer "gesunden Berufung" kommen, ist festzustellen, dass sie eine starke Sehnsucht nach mehr als dem Gewohnten haben; nach mehr als den normalen Befriedigungen und Erfüllungen unserer Gesellschaft. Bei vielen erlebe ich, dass sie in Tagen der Einkehr, im Gebet oder in der Begegnung mit Menschen etwas erahnt haben von der Anziehungskraft Jesu Christi und seiner Botschaft. Und sie suchen eine Lebensgestalt, die sinnvoll, erfüllend und von bleibendem Wert ist. Es geht um eine Berufung, nicht nur um einen Beruf.
Was ist der Anstoß, sich "berufen" zu fühlen?
Das ist recht unterschiedlich, wie eben auch Liebesbeziehungen verschieden anfangen. Die einen spüren bei einem Einkehrtag, bei einer Begegnung, bei einem Gespräch plötzlich: Da bin ich gemeint, da bin ich angerufen. Und dieses Erlebnis lässt ihnen keine Ruhe. Bei anderen wächst dieser Gedanke über Jahre: Ich hab Freude, Menschen zu helfen, ich hab Freude am Gebet, ich spüre, ich sollte mich zur Verfügung stellen. Manche kommen aber auch aus anderen Motiven: Weil sie ein geschütztes Nest vor dem rauen Wind der Welt suchen, weil sie Angst vor zu viel Freiheit haben, weil sie "jemand Besonderer" sein wollen. Ich denke, dass geistliche Begleiter, aber auch Ordensgemeinschaften und Seminarregenten sehr genau hinschauen sollten, was die wirklichen Motive sind. Meiner Erfahrung nach werden - auch aus der wachsenden Personalnot heraus - an manchen Orten Leute aufgenommen, wo ich größte Bedenken habe. Damit erweist man niemandem einen Dienst.
Wo sehen Sie die größten Hürden, dass junge Leute zu einer "geistlichen Berufung" Ja sagen können?
Hier gibt es neben sehr persönlich bedingten Beweggründen auch so etwas wie allgemeine Hürden, die vielen den Weg versperren oder erschweren. Ein Grund liegt sicherlich darin, dass in der heutigen Gesellschaft die Scheu vor lebenslangen Bindungen und vor einem Sich-Verschenken zunimmt. Das hängt auch damit zusammen, dass immer weniger Menschen selber oder in ihrer Umgebung die Bereitschaft erfahren, Hingabe auch durch Krisen und "Schicksalsschläge" hindurch zu tragen. Ich halte das für ein großes Problem unserer Zeit.
Eine weitere Hürde sehe ich darin, dass sich viele mit manchen Strukturen von Orden und von Kirche schwer tun. Für andere ist auch die Frage, ob sie die "ehelose Keuschheit" positiv leben können, eine echte Schwierigkeit. Gerade hinter einer "geistlichen Berufüng" steht ja auch die Sehnsucht, als Mensch ganzheitlich zu leben. Und da ist für viele ein Leben ohne Partnerschaft und intimer menschlicher Nähe eine große Herausforderung. Unter diesem Aspekt ist es von ganz besonderer Bedeutung, ob junge Leute in der Kirche tragfähige Gemeinschaften erleben.
Aus: Josef Maureder SJ, Wir kommen wohin wir schauen. Berufung leben heute. Tyrolia Verlag, Innsbruck Wien 2004.
Donnergrollen
immer näher
immer lauter
Blitze zerreißen den dunklen Himmel
für Sekundenbruchteile
taghelles Licht
dann pechschwarze Nacht
faszinierendes Schauspiel
gewaltig und Angst machend
der Himmel droht
auseinanderzubersten
herabzufallen
Verzogenes Gewitter
in der Ferne Donnergrollen
der Himmel ist am Himmel
geblieben
einladend
verheißungsvoll
versöhnend
friedvoll
Aus: Margot Bickel, Jede Nacht birgt einen Stern, Augsburg 1998, Seite 44.
Der erste Zeitpunkt ist dann, wenn Gott unser Herr den Willen so bewegt und an sich zieht, dass eine Ihm ergebene Seele, ohne zu zweifeln oder auch nur zweifeln zu können, dem folgt, was ihr gezeigt worden ist, wie es der heilige Paulus und der heilige Matthäus taten, als sie Christus unserem Herrn folgten.
Der zweite Zeitpunkt ist dann, wenn man viel Klarheit und Einsicht hat auf Grund der Erfahrung in Tröstungen und Trostlosigkeiten sowie auf Grund der Erfahrungen in der Unterscheidung der verschiedenen Geister.
Die dritte Zeit ist ruhig; es erwägt einer zuerst, wozu hin der Mensch geboren ist, nämlich um Gott unseren Herrn zu loben und seine Seele zu retten, und von solchem Wunsche beseelt, wählt er als Mittel ein Leben oder einen Stand innerhalb der von der Kirche gesetzten Grenzen, um im Dienst seines Herrn und im Wirken für das Heil seiner Seele gefördert zu werden.
Ich nannte die Zeit ruhig, wenn nämlich die Seele nicht von verschiedenen Geistern bewegt wird und sich ihrer natürlichen Kräfte frei und ruhig bedient.
Aus: Exerzitienbuch des heiligen Ignatius, Nr. 175-177, zitiert nach: Rahner Karl, Horizonte der Religiosität. Kleine Aufsätze, hrsg. von Georg Sporschill, Wien 1984.

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