Geistige Werte müssen ähnlich behutsam weitergegeben werden wie Kunstschätze. Beim Abschiedsmahl hat Jesus einen Stiftungsakt gesetzt, um das, was ihm wertvoll war, den Menschen weiterzugeben. Wenn wir sein Gedächtnis feiern, tragen wir sein Erbe in unsere Lebenswelt hinein.
Wenn wir Fronleichnam feiern, treten wir in die Spur Jesu. Dies ist auch im konkreten Leben einzulösen; etwa wenn wir für jene da sind, die besonderer Hilfe bedürfen.
Das Fronleichnamsfest hat seinen Ursprung im Abschiedsmahl Jesu, das an einem Paschafest gefeiert wird. Dieses erinnert an die Befreiung des Volkes Israel aus der Hand der Ägypter. Jesus hat uns befreit durch seine Liebe vom Egoismus.
Vom Opfer redet nicht nur die Liturgie. Opfern ist eine Alltagsrealität. Welche Bedeutung Opfer haben, ist eine Frage persönlicher Werthaltungen. Fronleichnam erinnert an die persönliche Lebenshingabe Jesu. Er war bereit, für ein neues Miteinander der Menschen sein Leben einzusetzen. Stolz weisen wir an diesem Tag auf ihn hin.
Christus ist nicht nur in der Kirche. Er begegnet den Menschen in vielfacher Gestalt auch außerhalb unserer Gotteshäuser.
Herr Jesus Christus,
im wunderbaren Sakrament des Altares
hast du uns das Gedächtnis deines Leidens
und deiner Auferstehung hinterlassen.
Gib uns die Gnade, die heiligen Geheimnisse
deines Leibes und Blutes so zu verehren,
dass uns die Frucht der Erlösung zuteil wird.
Der du in der Einheit des Heiligen Geistes
Mit Gott dem Vater lebst und herrschest in alle Ewigkeit. Amen.
MB Fronleichnam
Gott,
unser Vater, dein Sohn ist für uns zur Speise geworden.
Schenke uns das Brot des Lebens,
das uns mit dir und untereinander verbindet.
Durch Christus, unseren Herrn.
Herr, unser Gott,
wir bringen das Brot dar,
das aus vielen Körnern bereitet,
und den Wein,
der aus vielen Trauben gewonnen ist.
Schenke deiner Kirche,
was diese Gaben geheimnisvoll bezeichnen:
die Einheit und den Frieden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
MB Fronleichnam
Kehrvers: Lobe den Herrn, meine Seele.
(GL 58,1)
Großer und fürsorglicher Gott,
wir wollen dir danken für all das Gute, das du uns tagtäglich schenkst:
Wir danken dir für das Geschenk des Lebens
und für die Freude, die wir daran haben.
Kehrvers
Brot und Wein sind für uns Inbegriff dessen,
was wir zum Leben brauchen, und was uns gut tut.
Sie verkörpern deine Liebe zu allen Geschöpfen.
Kehrvers
Mit Manna hast du dein Volk am Leben erhalten,
als es durch die Wüste zog,
und du hast ihm Korn geschaffen,
als es das verheißene Land in Besitz nahm.
Kehrvers
Jesus dein Sohn, hat das Volk mit deinem Wort gesättigt,
als er ihm den Sinn der Schriften erschloss,
und hat mit ihnen das Brot geteilt,
sodass alle essen und satt werden konnten.
Kehrvers
Am Abend vor seinem Tod hat er sich selbst seinen Jüngern
im Brot zur Speise und im Wein zum Trank gegeben.
Am Kreuz hat er dieses Vermächtnis mit der Hingabe seines Lebens erfüllt.
Kehrvers
So ist er für uns zum Brot geworden,
das vom Himmel herabgekommen ist,
das uns für immer sättigt
und durch das wir mit dir auf das Innigste verbunden sind.
Kehrvers
Wir danken dir für dieses große Geheimnis,
in dem deine unerschöpfliche Liebe
für uns zur Quelle ewigen Lebens geworden ist.
Wir stimmen ein in den Lobgesang der Kirche aller Jahrhunderte
und singen mit allen Engeln und Heiligen:
Danklied, z. B. GL 484: Dank sei dir, Vater, für das ewge Leben
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn er hat beim Lezten Abendmahl
das Gedächtnis des Kreuzesopfers gestiftet
zum Heil der Menschen bis ans Ende der Zeiten.
Er hat sich dargebracht als Lamm ohne Makel,
als Gabe, die dir gefällt,
als Opfer des Lobes.
Dieses erhabene Geheimnis heiligt
und stärkt deine Gläubigen,
damit der eine Glaube
die Menschen der einen Erde erleuchte,
die eine Liebe sie alle verbinde.
So kommen wir zu deinem heiligen Tisch,
empfangen von dir Gnade um Gnade und
werden neu gestaltet nach dem Bild deines Sohnes.
Durch ihn rühmen dich Himmel und Erde,
Engel und Menschen und
singen wie aus einem Munde
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Eucharistie 2
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Als der wahre und ewige Hohepriester
hat er die Feier eines immerwährenden Opfers gestiftet.
Er hat sich selbst als Opfergabe dargebracht
für das Heil der Welt
und uns geboten,
daß auch wir diese Gabe darbringen zu seinem Gedächtnis.
Er stärkt uns,
wenn wir seinen Leib empfangen,
den er für uns geopfert hat.
Er heiligt uns,
wenn wir sein Blut trinken,
das er für uns vergossen hat.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten und mit all den Scharen
des himmlischen Heeres
den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Eucharistie 1
"Der Dinge Bestes ist das Brot"
sagt ein indisches Sprichwort.
Ein schwedisches Sprichwort meint:
"Einen Braten genießt man.
Einen Fisch lobt man.
Das Gemüse liebt man.
Doch wirklich zufrieden macht nur gutes Brot."
Im Brot haben die Kräfte und Materialien der Erde ihr Zuhause gefunden.
Sonne, Regen und menschliches Zutun.
Brot ist "Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit".
Im Brot ist das Leben erkennbar.
Brot ist Leben.
Brot ist Zeichen des Umgangs der Menschen miteinander.
Im Lateinischen wird der,
der mit mir sein Brot teilt, "companio" genannt.
Er ist mein Kumpane, mein Kumpel, mein Freund,
der mich mag und der mit mir sein Brot teilt.
Wenn wir Brot miteinander brechen und essen,
so ist das nicht nur Nahrungsaufnahme,
sondern immer auch Gemeinschaft der Gläubigen untereinander und mit Gott.
Herr Jesus Christus,
der Empfang deines Leibes und Blutes
ist für uns ein Vorgeschmack der kommenden Herrlichkeit.
Sättige uns im ewigen Leben
durch den vollen Genuss deiner Gottheit.
Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit. Amen.
MB Fronleichnam

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