Die Erzählung von der Verklärung der Welt ist zunächst eine glänzende Geschichte. Sie verweist auf die große Wallfahrt der Völker beim Propheten Jesaja, in der die Menschen auf dem Berg Gottes eine neue, verwandelte Welt vorfinden werden.
Die Erzählung von der Verklärung Christ beschreibt einerseits ein sehr persönliches Erlebnis Jesu und seiner Jünger, andererseits kann diese Erzählung gedeutet werden, wie Menschen in innerer Not und scheinbarer Ausweglosigkeit Überblick und Durchblick für ihr Leben gewinnen können.
Lieder:
GL 84: Morgenglanz der Ewigkeit
GL 143: Mein ganzes Herz erhebet dich (Str. 1 u. 3)
GL 216: Im Frieden dein, o Herre mein
GL 331: Ist das der Leib, Herr Jesu Christ (1., 2. und 6. Str.)
GL 334: O Licht der wunderbaren Naht (3. Str.)
GL 336: Jesus lebt, mit ihm auch ich
GL 357: Wie schön leuchtet der Morgenstern (1. und 4. Str.)
GL 363: Herr, nimm auch uns zum Tabor mit
GL 364: Schönster Herr Jesu
GL 365: Meine Hoffnung und meine Freude
GL 372: Morgenstern der finstern Nacht (Str. 3-5)
GL 412: Die Herrlichkeit des Herrn bleibet ewiglich
GL 428: Herr, dir ist nichts verborgen (3. Str.)
GL 429: Gott wohnt in einem Lichte
GL 481: Sonne der Gerechntigkeit
GL 485: O Jesu Christe, wahres Licht
Kehrverse und Psalmen:
GL 46: Lass dein Angesicht über uns leuchten, o Herr. - Mit Psalm 67 - II.
GL 52: Herr, du bist König über alle Welt - Mit Psalm 93 - VIII.
GL 373: Du bist Licht und du bist Leben, Christus, unsere Zuversicht. - Mit Psalm 65 (GL 45,2) oder mit Psalm 81 (GL 49,2) - VI.
Allmächtiger Gott,
bei der Verklärung deines eingeborenen Sohnes
hast du durch das Zeugnis der Väter
die Geheimnisse unseres Glaubens bekräftigt.
Du hast uns gezeigt, was wir erhoffen dürfen,
wenn unsere Annahme an Kindes statt
sich einmal vollendet.
Hilf uns, auf das Wort deines Sohnes zu hören,
damit wir Anteil erhalten an seiner Herrlichkeit.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 6. August, Verklärung des Herrn
Gott, unser Vater,
sende über uns und diese Gaben
das Licht deiner Herrlichkeit,
das in deinem Sohn aufgestrahlt ist.
Es vertreibe das Dunkel der Sünde
und mache uns zu Kindern des Lichtes.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 6. August, Verklärung des Herrn
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn er enthüllte auf dem Berg der Verklärung
seine verborgene Herrlichkeit,
er ließ vor auserwählten Zeugen
seinen sterblichen Leib im Lichtglanz erstrahlen
und gab den Jüngern die Kraft,
das Ärgernis des Kreuzes zu tragen.
So schenkte er der ganzen Kirche die Hoffnung,
vereint mit ihrem Haupt die ewige Verklärung zu empfangen.
Darum preisen wir deine Größe
und vereinen uns mit den Chören der Engel
zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB 6. August, Verklärung des Herrn
Es ist wahr, heilsam und gut,
dich, Vater, an allen Orten und zu allen Zeiten zu loben.
Durch unseren Herrn und Bruder, Jesus Christus.
Als er Gewissheit für seinen Weg erbat,
der ihn nach Jerusalem führen sollte und dort an das Kreuz,
schenktest du ihm den Glanz, der ihn zu Licht werden ließ.
Jetzt wächst müden Menschen Mut zu,
alte Hoffnungen leben unter uns auf
und wir hören Jesu Wort, das uns in dein Reich führt.
Darum loben wir dich mit allen,
die uns im Glauben vorausgegangen sind,
wir stimmen ein in den Lobpreis,
den die Engel angefangen haben:
Heilig...
Herr, unser Gott,
in der Verklärung deines Sohnes
wurde der Glanz seiner Gottheit offenbar.
Lass uns durch den Empfang der himmlischen Speise
seinem verherrlichten Leib gleichgestaltet werden.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
MB 6. August, Verklärung des Herrn
1. Ich weiß, woran ich glaube,
ich weiß, was fest besteht,
wenn alles hier im Staube
wie Sand und Staub verweht;
ich weiß, was ewig bleibet,
wo alles wankt und fällt,
wo Wahn die Weisen treibet
und Trug die Klugen prellt.
2. Ich weiß, was ewig dauert,
ich weiß, was nimmer läßt;
mit Diamanten mauert
mir's Gott im Herzen fest.
Die Steine sind die Worte,
die Worte hell und rein,
wodurch die schwächsten Orte
gar feste können sein.
3. Auch kenn ich wohl den Meister,
der mir die Feste baut,
er heißt der Herr der Geister,
auf den der Himmel schaut,
vor dem die Seraphinen
anbetend niederknien,
um den die Engel dienen:
ich weiß und kenne ihn.
4. Das ist das Licht der Höhe,
das ist der Jesus Christ,
der Fels, auf dem ich stehe,
der diamanten ist,
der nimmermehr kann wanken,
der Heiland und der Hort,
die Leuchte der Gedanken,
die leuchten hier und dort.
5. So weiß ich, was ich glaube,
ich weiß, was fest besteht
und in dem Erdenstaube
nicht mit als Staub verweht;
ich weiß, was in dem Grauen
des Todes ewig bleibt
und selbst auf Erdenauen
schon Himmelsblumen treibt.
Ernst Moritz Arndt, 1819.
Marie Luise Kaschnitz, Überallnie. Ausgewählte Gedichte 1928 - 1965. Mit einem Nachwort von Karl Krolow, Claassen Verlag 2. Aufl. 1998, S. 191.

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