Lesung aus dem Buch Jesaja.
So spricht der Herr:
Wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt
und nicht dorthin zurückkehrt,
ohne die Erde zu tränken
und sie zum Keimen und Sprossen zu bringen,
dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen,
so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt:
Es kehrt nicht leer zu mir zurück,
ohne zu bewirken, was ich will,
und das zu erreichen, wozu ich es ausgesandt habe.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Kv: Dein Wort, o Herr, fiel auf guten Boden
und brachte reiche Frucht. – Kv
GL 31,1
Du hast für das Land gesorgt, es getränkt, *
es überschüttet mit Reichtum.
Der Bach Gottes ist voller Wasser, /
gedeihen lässt du ihnen das Korn, *
so lässt du das Land gedeihen. – (Kv)
Du hast seine Furchen getränkt, seine Schollen geebnet, *
du machst es weich durch Regen, segnest seine Gewächse.
Du hast das Jahr mit deiner Güte gekrönt, *
von Fett triefen deine Spuren. – (Kv)
In der Steppe prangen Auen, *
es gürten sich die Höhen mit Jubel.
Die Weiden bekleiden sich mit Herden, /
es hüllen sich die Täler in Korn. *
Sie jauchzen, ja, sie singen. – Kv
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Rom.
Schwestern und Brüder!
Ich bin überzeugt,
dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten
im Vergleich zu der Herrlichkeit,
die an uns offenbar werden soll.
Denn die Schöpfung
wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes.
Gewiss, die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen,
nicht aus eigenem Willen,
sondern durch den, der sie unterworfen hat,
auf Hoffnung hin:
Denn auch sie, die Schöpfung,
soll von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werden
zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.
Denn wir wissen,
dass die gesamte Schöpfung
bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt.
Aber nicht nur das, sondern auch wir,
obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben,
auch wir seufzen in unserem Herzen
und warten darauf,
dass wir mit der Erlösung unseres Leibes
als Söhne offenbar werden.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Der Mensch ist ein Teil der ganzen Schöpfung. Das Leben der Christen in dieser Welt hat als Ziel die Herrlichkeit bei Gott. Der Weg dorthin ist gekennzeichnet durch Solidarität mit der Schöpfung, denn wir stehen wie sie unter dem Gesetz der Vergänglichkeit. Doch als Christen haben wir eine sichere Hoffnung: Gott führt uns und alles Geschaffene den Weg zu Befreiung aus aller Knechtschaft und Verlorenheit hin zur Freiheit und Herrlichkeit, die ihren Grund allein in Gott hat.
Halleluja. Halleluja.
Der Samen ist das Wort Gottes, der Sämann ist Christus.
Wer Christus findet, der bleibt in Ewigkeit.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
An jenem Tag verließ Jesus das Haus
und setzte sich an das Ufer des Sees.
Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn.
Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich.
Und alle Menschen standen am Ufer.
Und er sprach lange zu ihnen in Gleichnissen.
Er sagte: Siehe, ein Sämann ging hinaus, um zu säen.
Als er säte,
fiel ein Teil auf den Weg
und die Vögel kamen und fraßen es.
Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden,
wo es nur wenig Erde gab,
und ging sofort auf,
weil das Erdreich nicht tief war;
als aber die Sonne hochstieg,
wurde die Saat versengt
und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte.
Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen
und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat.
Ein anderer Teil aber fiel auf guten Boden
und brachte Frucht,
teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach.
Wer Ohren hat, der höre!
Da traten die Jünger zu ihm
und sagten: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen?
Er antwortete ihnen:
Euch ist es gegeben,
die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen;
ihnen aber ist es nicht gegeben.
Denn wer hat,
dem wird gegeben
und er wird im Überfluss haben;
wer aber nicht hat,
dem wird auch noch weggenommen, was er hat.
Deshalb rede ich zu ihnen in Gleichnissen,
weil sie sehen und doch nicht sehen
und hören und doch nicht hören und nicht verstehen.
An ihnen erfüllt sich das Prophetenwort Jesájas:
Hören sollt ihr,
hören und doch nicht verstehen;
sehen sollt ihr,
sehen und doch nicht einsehen.
Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden.
Mit ihren Ohren hören sie schwer
und ihre Augen verschließen sie,
damit sie mit ihren Augen nicht sehen
und mit ihren Ohren nicht hören
und mit ihrem Herzen
nicht zur Einsicht kommen
und sich bekehren
und ich sie heile.
Eure Augen aber sind selig,
weil sie sehen,
und eure Ohren, weil sie hören.
Denn, amen, ich sage euch:
Viele Propheten und Gerechte haben sich danach gesehnt
zu sehen, was ihr seht,
und haben es nicht gesehen,
und zu hören, was ihr hört,
und haben es nicht gehört.
Ihr also, hört, was das Gleichnis vom Sämann bedeutet.
Zu jedem Menschen, der das Wort vom Reich hört
und es nicht versteht,
kommt der Böse
und nimmt weg, was diesem Menschen ins Herz gesät wurde;
bei diesem ist der Samen auf den Weg gefallen.
Auf felsigen Boden ist der Samen bei dem gefallen,
der das Wort hört und sofort freudig aufnimmt;
er hat aber keine Wurzeln, sondern ist unbeständig;
sobald er um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt wird,
kommt er sofort zu Fall.
In die Dornen ist der Samen bei dem gefallen,
der das Wort hört,
und die Sorgen dieser Welt
und der trügerische Reichtum ersticken es
und es bleibt ohne Frucht.
Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät,
der das Wort hört und es auch versteht;
er bringt Frucht –
hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach.
Das 13. Kapitel bei Matthäus enthält sieben Gleichnisse vom Himmelreich, d.h. von der Königsherrschaft Gottes. Am Anfang steht das Gleichnis vom Sämann und seine Deutung.
Jesus "begnügte" sich offensichtlich damit, die Bedenken, Fragen und Zweifel seiner Zuhörer mit Hilfe von Gleichnissen zu beantworten. Allem Anschein nach war er überzeugt, daß die (Lebens)-Vorgänge, die er in seinen Gleichnissen schilderte, auf ihre Weise die Wahrheit und Zuverlässigkeit, die Richtigkeit und Vertrauenswürdigkeit seiner Botschaft bestätigen.
Wer etwa sieht, daß jede Saat - nomalerweise - Frucht bringt, weshalb sollte der ausgerechnet an der Fruchtbarkeit seiner Saat zweifeln? Muß diese Tatsache uns nicht Mut machen für unser Leben und unseren Glauben? Muß diese Tatsache uns nicht Mut machen für unsere eigene Saat, die es auzusäen gilt. Die Saat wird gesät und ihr Wesen ist es, Frucht zu bringen.
Wir sind eingeladen, unsere eigenen Samenkörner mutig auszusäen und darauf zu vertrauen, daß die Frucht aufgeht, wider alle Steine und Dornen, wider alle Gefahren, die der Saat drohen.
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
An jenem Tag verließ Jesus das Haus
und setzte sich an das Ufer des Sees.
Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn.
Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich.
Und alle Menschen standen am Ufer.
Und er sprach lange zu ihnen in Gleichnissen.
Er sagte: Siehe, ein Sämann ging hinaus, um zu säen.
Als er säte,
fiel ein Teil auf den Weg
und die Vögel kamen und fraßen es.
Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden,
wo es nur wenig Erde gab,
und ging sofort auf,
weil das Erdreich nicht tief war;
als aber die Sonne hochstieg,
wurde die Saat versengt
und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte.
Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen
und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat.
Ein anderer Teil aber fiel auf guten Boden
und brachte Frucht,
teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach.
Wer Ohren hat, der höre!
Die ganze Schöpfung ist dem Werden und Vergehen unterworfen. Dies hat Leiden zur Folge, die Schmerzen des Wachsens und Absterbens, die Leiden, die Menschen einander und der Schöpfung zufügen. Dennoch haben wir Hoffnung, dass Gott diese Welt vollenden wird. Alle Menschen sind berufen, an einer besseren Welt mitzuwirken.
"Die gute alte Zeit! oder: Früher war alles besser?!" Liebe Schwestern, liebe Brüder! Vor vielen Jahren habe ich zu diesem Spruch einmal eine Bildkollage gesehen, mit der ein Künstler ausrücken wollte: Auch bereits zu früheren Zeiten gab es Probleme, Dinge, die nicht in Ordnung waren.
Auch zur Zeit des Apostels Paulus war vieles im Leben der Menschen und der Welt nicht in Ordnung. Schon zu seiner Zeit gab es Kriege, gab es Verhaltensweisen, die abscheulich waren. Paulus wusste von Krankheiten, von Ungerechtigkeiten. Paulus wusste sicher auch von Naturkatastrophen, gegen die der Mensch machtlos ist. Immer schon gab es Missbrauch der Macht, im weltlichen wie im religiösen Bereich. Er kannte das Werden und auch das Vergehen in der Natur. Vieles lief und es läuft auch heute in der Schöpfung und auch im Zusammenleben nicht so wie es dem Willen Gottes entspricht.
Schauen wir auf das, was die Welt in unseren Tagen prägt. Wir erleben die Coronakrise. Wir sorgen uns um das Klima. Das Problem mit dem Klima ist zu einem großen Teil von Menschen mitverursacht. Denken wir an die Unmengen von Müll, die aus den Meeren herausgeholt werden. Wir könnten die Liste verlängern. Unsere Welt, so schön sie im Anfang von Gott gedacht ist, ist unerlöst. Sie zeigt Spuren von Vergänglichkeit. Dennoch gibt es in der Welt vieles, was schön ist, was das Leben erfüllen kann. Es gibt schöne Landschaften auf der Welt. Es gibt viele herrliche Tiere. Auch das Miteinander mit anderen kann erfreulich sein. In alldem, was diese Welt doch an Gutem und Schönem bietet, zeigt sich Gottes Herrlichkeit, von der Paulus spricht.
In dieser Situation lesen wir die Worte, die Paulus an die Römer geschrieben hat. Paulus spricht von den Leiden dieser Zeit. Doch macht Paulus Mut, an die Herrlichkeit Gottes zu glauben. Als Christen, Christinnen ist uns diese Hoffnung geschenkt. Wir dürfen Gottes Liebe erfahren. Gott will uns Menschen, aber auch die Schöpfung erlösen. Diese Schöpfung, wie wir sie erleben, wird wie alles vergehen. Im Anfang, im allerersten Ursprung, war Gottes Schöpfung gut gedacht. Erst durch den Sündenfall bekam sie ihre Vergänglichkeit.
Das Leben in dieser Welt bedeutet Wachsen und Reifen zu einem Leben mit Gott. Reifung geschieht nicht ohne Leiden, ohne Schmerzen, ohne Verlust. Reifung geschieht dann, wenn wir als Einzelne wie als Gemeinschaft uns den Herausforderungen unseres Lebens in unserer Zeit stellen. Wir wachsen und reifen mit den Menschen, denen wir begegnen. Wenn Paulus schreibt, "dass die gesamte Schöpfung seufzt und in Geburtswehen liegt" und ein paar Zeilen später „auch wir seufzen in unserem Herzen!" dann zeigt Paulus, wie tief, ja sogar wie schmerzlich zuweilen diese Sehnsucht in unserem Herzen ist, bei Gott zu leben, nach „der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll“.
Wir haben den Auftrag, das Leben in dieser Welt mitzugestalten und in sie hineinzuwirken. In unserer Zeit ist der Schutz des Klimas und der Umwelt ganz wichtig. Als vor einigen Jahren Papst Franziskus seine Enzyklika "Laudato si" verfasste, hat er uns Christen, Christinnen diesen Auftrag ins Stammbuch geschrieben.
Wir verändern die Welt dort, wo wir unseren Glauben ernst nehmen, wo wir die Werte, die uns Gottes Wort immer wieder aufzeigt, leben und neu entdecken. Diese Werte sind die Nächstenliebe, die jeden Egoismus und jede Gedankenlosigkeit überwindet. Wer in der Einstellung lebt „Nach mir die Sintflut“ wirft gedankenlos Müll ins Meer, fährt ohne Rücksicht auf Verluste unnötige Strecken. Als weiteren Wert ist die Barmherzigkeit zu nennen. Diese gilt besonders den Armen, denen das Nötigste zum Leben fehlt. Barmherzigkeit aber brauchen alle, die schuldig geworden sind und darum am Rande stehen. Wir müssen immer wieder bereit sein, Frieden und Versöhnung zu stiften. Wir dürfen immer mehr hineinwachsen, Söhne und Töchter Gottes zu werden, hineinwachsen in das, wozu uns Gott gedacht hat.
Diese Welt und auch das Leben in ihr werden immer unerlöst bleiben. Doch als Christen und Christinnen können wir Hoffnung schenken, weil wir selbst in uns Hoffnung tragen. Diese wird uns durch das Wort Gottes geschenkt. Jesus spricht im Evangelium davon, dass das Wort Gottes wie ein Samen ausgesät wird. Es fällt auf unterschiedlichem Boden. So hat es unterschiedliche Wirkung. Doch es hat Erfolg. Der Same bringt Frucht. Das Wort Gottes bringt Frucht, wenn wir offene Herzen haben. Dann leben wir immer mehr aus Gottes Wort heraus. Dann erfahren wir immer mehr, was der Wille Gottes für unsere Zeit ist. Gottes Wort heilt diese Welt. Diese Welt wird heiler, besser, je mehr Menschen aus diesem Wort leben.
Das Gleichnis vom Sämann erzählt, dass das Wort Gottes nicht immer auf fruchtbaren Boden fällt. Es geht der Frage nach, warum es nicht immer aufgeht und Frucht bringt. Die Gründe dafür sind oft auch bei uns selbst zu suchen. Es zeigt aber auch, wie es reichlich Frucht bringen kann, auch heute.
Das Gleichnis Jesu vom Sämann zählt vier unterschiedliche Böden auf, auf die der Same des Wortes Gottes fällt. Diese beschreiben nicht nur damalige Verhältnisse, sie gelten auch heute im übertragenen Sinn. Es gibt heute aber auch den guten Ackerboden, in dem der Same des Wortes Gottes aufgeht und Frucht bringt.
Umwelt-Appelle nerven und verleiten zum Wegschauen. Die Hoffnung, dass die gesamte Schöpfung von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden soll zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes, verlangt von uns Aufmerksames Hören und Sehen der Wirklichkeit und ein Umdenken.
Lieder:
GL 210: Das Weizenkorn muß sterben, sonst bleibt es ja allein
GL 221: Kündet allen in der Not (3. Str.)
GL 347: Der Geist des Herrn erfüllt da All (3. Str.)
GL 397: Alle meine Quellen entspringen in dir
GL 411: Erde singe, dass es klinge
GL 412: Die Herrlichkeit des Herrn bleibe ewiglich
GL 425: Solang es Menschen gibt auf Erden
GL 448: Herr, gib uns Mut zum Hören
GL 449: Herr, wir hören auf dein Wort (1. - 2. Str.)
GL 450: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht
GL 452: Der Herr wird dich mit seiner Güte segnen (2. Str.)
GL 456 : Herr, du bist mein Leben
GL 459 : Selig seid ihr, wenn ihr Wunden heilt
GL 469: Der Erde Schöpfer und ihr Herr (2. und 3. Str.)
GL 481: Sonne der Gerechtigkeit (5. Str.)
GL 484: Dank sei dir, Vater, für das ewge Leben
GL 543: Wohl denen, die da wandeln
GL 546: Christus, du Licht vom wahren Licht (2. Str.)
Psalmen und Kehrverse:
GL 31,1: Selig der Mensch, der seine Freude hat, seine Freude an der Weisung des Herrn. - Mit Psalm 1 - IV.
GL 38,1: Der Herr ist mein Licht und mein Heil - Mit Psalm 27 - IV.
GL 312,7: Herr, du hast Worte ewigen Lebens - Mit Psalm 67 (GL 46,2) - II.
GL 584,4: Herr, du hast Worte ewigen Lebens - Mit Psalm 19
GL 630,4: Dein Wort ist Licht und Wahrheit...
Der Regen tränkt die Erde und schenkt ihr Frucht. Ebenso will auch Gottes Wort in uns wirken und unser Leben erfüllen. Hören wir es mit festen Glauben. Öffnen wir uns für das Wort Gottes. Sein Wort erfahren wir in seiner Liebe zu uns. Diese Liebe feiern wir in der Eucharistie. Bitten wir IHN, der uns Gottes Wort schenkt, um sein Erbarmen.
Herr Jesus Christus,
du verkündest Gottes Wort. -
Sehnen wir uns nach deinem Wort?
Herr, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
dein Wort fällt auf fruchtbaren und unfruchtbaren Boden.
Haben wir dir unsere Herzen bereitet?
Christus, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen.
Dein Wort schenkt Hoffnung, dein Wort schenkt Mut.
glauben wir das?
Herr. Erbarme dich.
Gott, du bist unser Ziel,
du zeigst den Irrenden das Licht der Wahrheit
und führst sie auf den rechten Weg zurück.
Gib allen, die sich Christen nennen,
die Kraft, zu meiden, was diesem Namen widerspricht,
und zu tun, was unserem Glauben entspricht.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 15. Sonntag im Jahreskreis
In diese Welt, guter Gott,
die voll von Hass, von Ungerechtigkeit und Armut ist,
in der viele körperlich und an der Seele kranke Menschen leben,
die um ihr Klima bangen muss,
du unerlöst ist,
sende immer wieder
dein Wort, das Hoffnung gibt,
dein Wort, das heilt,
dein Wort, dass allen Egoismus überwindet,
dein Wort, das Frucht bringt,
durch Christus, unseren Herrn. - Amen.
Schenke denen tiefe Einsicht, die sich als Lehrer, als Wissenschaftler und Prediger oder Predigerinnen mit deinem Wort beschäftigen, damit dein Wille in dieser Zeit erkannt wird.
Erbarme dich aller, die sich deinem Wort und deiner Liebe verschließen, und schenke ihnen die Umkehr ihrer Herzen.
Zeige allen Verantwortlichen in Gesellschaft und Politik Wege, die Umweltkrise zu überwinden
und vertreibe jeden Egoismus aus den Herzen aller Menschen.
Hilf Wege zum Frieden zu finden,
im Großen wie im Kleinen.
Sei allen nahe, die sich besonders in der Zeit der Pandemie einsam fühlen,
dass sie nicht verzweifeln und verbittern.
Lass alle Worte der Ermutigung hören,
deren Leben trostlos ist.
Dir sei Lob und Preis, jetzt und in alle Ewigkeit. - Amen.
Christus ist das Wort, das der Vater in die Welt hineingesprochen hat.
Im Wort der Schrift ist er unter uns gegenwärtig.
In diesem Glauben lasst ihn uns nun jetzt mit unseren Worten bitten:
Hilf deiner Kirche, so nach deinen Worten zu handeln,
dass deine Botschaft bei allen, die sich nach ihr sehnen, ankommen kann.
Hilf uns, die aufgrund der Pandemie bestehende weltweite Krise so zu bewältigen,
dass die gesamte Menschheitsfamilie in Frieden und Gerechtigkeit leben kann.
Hilf den vielen in ihrer seelischen Gesundheit Beeinträchtigten auf Menschen zu treffen,
die ihnen bei ihrem Weg aus der Krise helfen können.
Hilf uns immer wieder das Jawort der Liebe zu unseren Partnern, Familien, Freunden und Mitmenschen zu sprechen.
Hilf allen, die unter dem Verlust eines lieben Menschen leiden, tröstende Worte auf- und annehmen zu können.
Herr Jesus Christus!
Du bist das Wort des Vaters, das uns im Glauben erfahren lässt, dass er uns liebt und als seine Töchter und Söhne annimmt.
Dafür danken wir dir und preisen dich jetzt und allezeit. - Amen.
Gott,
sieh auf dein Volk, das im Gebet versammelt ist,
und nimm unsere Gaben an.
Heilige sie, damit alle, die sie empfangen,
in deiner Liebe wachsen und dir immer treuer dienen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 15. Sonntag im Jahreskreis
Deine Worte, guter Gott,
wurden sichtbar, erfahrbar und greifbar,
in deiner Liebe zu uns.
Wir bringen dir Brot und Wein.
Sie sind Zeichen deiner Liebe,
die für uns lebt,
die sich für uns hingab.
Sie geben uns Kraft.
Sie verwandeln unsere Herzen.
Sei jetzt die Mitte und stärke uns. - Amen.
Guter Gott,
das Brot, das aus vielen Körnern bereitet wurde,
und der Wein, der aus vielen Trauben gewonnen wurde,
sind uns Zeichen dafür, dass Du für uns sorgst und uns nährst.
Wir bitten Dich, stärke und nähre uns mit dem Wort und dem Brot,
das vom Himmel kommt und das nur Du geben kannst.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.
Kehrvers:
Alles, was Odem hat, lobe den Herrn. (GL 616,5)
Großer Gott und Schöpfer des Alls,
wir kommen zu dir,
um dir zu danken und dir unseren Lobpreis darzubringen.
Du hast alles, was existiert, ins Dasein gerufen
und allem Lebenden deinen Atem eingehaucht.
Kehrvers
Mit der ganzen Schöpfung, die du der Vergänglichkeit unterworfen hast,
teilen wir die Hoffnung, dass wir aus der Verlorenheit
zur Herrlichkeit der Kinder Gottes befreit werden.
Kehrvers
Durch den Mund der Propheten hast du unermüdlich deinen Willen kundgetan
und dein Wort ausgesandt, damit die Menschen hören und verstehen,
zur Einsicht kommen und sich zu dir hin bekehren.
Kehrvers
In Jesus von Nazareth ist dein Wort Fleisch geworden
und hat unter uns gewohnt.
Er ist für uns zum Weizenkorn geworden,
das in die Erde fällt und stirbt, um reiche Frucht zu bringen.
Kehrvers
Eindringlich hat er uns die Frohe Botschaft vom Reich Gottes ans Herz gelegt,
damit wir sie aufnehmen, wie fruchtbarer Boden die Samenkörner aufnimmt
und reiche Frucht bringen lässt.
Kehrvers
Wir danken dir, dass du uns die Hoffnung gibst,
dass dein Wort auch in uns und durch uns reiche Frucht bringt.
Mit der ganzen Schöpfung singen wir dir unser Lob:
Danklied, z. B: Mein ganzes Herz erhebet dich (GL 143)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, allmächtiger Vater,
zu danken und deine Größe zu preisen.
Du bedarfst nicht unseres Lobes,
es ist ein Geschenk deiner Gnade,
daß wir dir danken.
Unser Lobpreis kann
deine Größe nicht mehren,
doch uns bringt er Segen und Heil
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn rühmen wir jetzt
und in Ewigkeit dein Erbarmen und
singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Wochentage 4
Ackerboden sein
fruchtbar und schwer -
aufnahmebereit
für Gottes Wort
Ackerboden sein
kraftvoll und offen -
aufnahmebereit
für den Samen Gottes
Ackerboden sein
Steine und Felsen wegräumen -
freudig aufnehmen
und wachsen lassen
Ackerboden sein
hören und verstehen
was Gott von mir will -
und Frucht bringen
hundertfach
Herr, unser Gott,
wir danken dir für die heilige Gabe.
Laß deine Heilsgnade in uns wachsen,
sooft wir diese Speise empfangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 15. Sonntag im Jahreskreis
Wenn einer träumt,
ist es nur ein Traum,
wenn viele träumen,
dann ist das der Beginn einer neuen Wirklichkeit.
Wenn einer deine Worte verkündet,
dann kann dein Wort bereits Frucht bringen,
Wirkung zeigen.
Segne uns,
dass durch unsere Worte
die Welt immer mehr nach deinem Willen gestaltet werde. - Amen.
Muss ich dir noch lange erklären, dass es Unfug ist, über die Art und Weise dieser Auferweckung nachzugrübeln, etwa über die Frage, ob denn unser Leib in der Ewigkeit aus dem gleichen Stoff besteht wie jetzt? Es geht um Dinge, die jenseits unseres Verständnisses liegen, und es kommt allein darauf an, dass Gott uns zur Vollendung führen will. Alle Chancen, die in uns stecken, will er zur Reife bringen, ein großartiges Einswerden mit Gott und untereinander ist hier verheißen! So ist die Hoffnung auf ein ewiges Leben keine billiger Trost. Sie lässt uns vielmehr unseren Rang und unsere Würde begreifen. Wer so viel von Menschen hält, muss sich auch schon auf dieser Welt für seine Würde, seine Freiheit und seine Rechte einsetzen!
Mit uns soll die ganze Schöpfung in Gottes Herrlichkeit eingehen. Das ist ein faszinierender Gedanke. Er lässt uns allerdings unwillkürlich innehalten: die ganze Schöpfung - auch das Böse, das sich in ihr ausgebreitet hat? Muss nicht erst alle Zwiespältigkeit der Welt besiegt werden - sodass nur noch Gottes Reich besteht ohne einen Schatten von Bosheit oder Sünde? Genau das meint die Kirche mit ihrer Lehre vom kommenden Weltgericht. Darüber möchte ich dir in meinem nächsten Brief mehr erzählen.
Aus: Winfried Henze, Glauben ist schön, Harsum 2001, 6. Auflage.
Großer Gott, gib uns ein verständiges Herz:
damit wir von deiner Schöpfung
nicht mehr nehmen, als wir geben,
damit wir nicht willkürlich zerstören
nur um unserer Habgier willen,
damit wir uns nicht weigern,
ihre Schönheit mit unseren Händen
zu erneuern,
damit wir niemals von der Erde nehmen,
was wir nicht wirklich brauchen.
Großer Gott,
gib uns Herzen, die verstehen;
dass wir Verwirrung stiften,
wenn wir die Musik der Erde stören;
dass wir blind für ihre Schönheit werden,
wenn wir ihr Angesicht verunstalten;
dass wir ein Haus voll Gestank haben,
wenn wir gefühllos ihren Wohlgeruch
verderben.
Ja, Herr, wenn wir sorgsam mit unserer Erde
umgehen, sorgt sie für uns.
Indianisches Gebet aus: Kokschal Annegret und Peter, Gebete für das ganze Leben, St. Benno-Verlag Leipzig 2004.
Berüchtigt sind die Predigten, die in der Zeit der europäischen Aufklärung nicht nur gehalten, sondern auch vonseiten der Obrigkeit dringlichst empfohlen wurden. Achim Buckenmaier schilderte in einem Vortrag „200 Jahre Säkularisation - Glück oder Unglück für die Kirche?“ die Thematik solcher Predigten:
„Es gab jetzt Natur- und Ackerpredigten; es gab die sogenannte „Rossbollenpredigt“. Eine Weihnachtspredigt kam über den Stall von Bethlehem auf den Vorzug der Stallfütterung gegenüber der Koppelwirtschaft zu sprechen, eine Osterpredigt pries, ausgehend vom Gang der Jünger nach Emmaus, die Wohltat des Spazierengehens, an Pfingsten wurde über die frische Luft gesprochen, das Wort „der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ war ein willkommener Anlass, vom „unaussprechlichen Segen des Kartoffelanbaus“ zu reden.“
Aber sind wir heute besser? Es wird gepredigt (nicht nur, aber oft) über das Sich-selbst-Finden, das Sich-selbst-Lie-ben, die Geduld mit sich selbst, die Geduld mit den Anderen, über spirituelle Lebensqualität, Toleranz, Tierliebe und Verhalten im Straßenverkehr. Man predigt Humanismus und gibt Orientierungshilfen. All das ist noch ziemlich weit vom Christentum entfernt. Es kommt aus der Angst, die Gottesdienstteilnehmer wollten mit den Mysterien des Christentums nichts zu tun haben. Ob das nicht eine gewaltige Täuschung ist?
Aus: Gerhard Lohfink, Heute – wann sonst? Unangepasstes über Gott und die Welt. Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2015.
Lesung aus dem Buch Jesaja.
So spricht der Herr:
Wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt
und nicht dorthin zurückkehrt,
ohne die Erde zu tränken
und sie zum Keimen und Sprossen zu bringen,
dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen,
so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt:
Es kehrt nicht leer zu mir zurück,
ohne zu bewirken, was ich will,
und das zu erreichen, wozu ich es ausgesandt habe.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Das Wort Gottes entlastet den Menschen. Des Menschen Anteil tritt hinter die Wirksamkeit des Wortes, das von Gott kommt und Heilszusage ist. Das macht auch der Hinweis auf die fruchtbaren Folgen von Regen und Schnee deutlich: an der Fruchtbarkeit des Ackers hat der Mensch nicht den entscheidenden Anteil. Jahwes Wort versorgt den Menschen - wie den Säenden mit Samen und wie den Essenden mit Brot.
Gott sendet sein Heilswort aus wie einen Boten oder wie einen Arzt. Und das Wort bewirkt das, wozu es ausgesandt ist.
Die Kapitel 40-55 des Prophetenbuches sind vom sog. Deuterojesaja oder "zweiter Jesaja" in der Exilszeit geschrieben worden. Die Worte sind Trostworte für das Volk im Exil. Die Knechtschaft wird enden und eine neuer Exodus unter Gottes Führung steht bevor. Der Glaube an den "Einen Gott" (Monotheismus) wird lehrmäßig ausgesagt, die Nichtigkeit der falschen Götter durch ihre Ohnmacht bewiesen. Das Wort, das von diesem Gott ausgeht, bringt Heil, Erlösung und Befreiung. Es ist ein Wort für das Leben der Menschen.
Kv: Dein Wort, o Herr, fiel auf guten Boden
und brachte reiche Frucht. – Kv
GL 31,1
Du hast für das Land gesorgt, es getränkt, *
es überschüttet mit Reichtum.
Der Bach Gottes ist voller Wasser, /
gedeihen lässt du ihnen das Korn, *
so lässt du das Land gedeihen. – (Kv)
Du hast seine Furchen getränkt, seine Schollen geebnet, *
du machst es weich durch Regen, segnest seine Gewächse.
Du hast das Jahr mit deiner Güte gekrönt, *
von Fett triefen deine Spuren. – (Kv)
In der Steppe prangen Auen, *
es gürten sich die Höhen mit Jubel.
Die Weiden bekleiden sich mit Herden, /
es hüllen sich die Täler in Korn. *
Sie jauchzen, ja, sie singen. – Kv
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Rom.
Schwestern und Brüder!
Ich bin überzeugt,
dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten
im Vergleich zu der Herrlichkeit,
die an uns offenbar werden soll.
Denn die Schöpfung
wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes.
Gewiss, die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen,
nicht aus eigenem Willen,
sondern durch den, der sie unterworfen hat,
auf Hoffnung hin:
Denn auch sie, die Schöpfung,
soll von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werden
zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.
Denn wir wissen,
dass die gesamte Schöpfung
bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt.
Aber nicht nur das, sondern auch wir,
obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben,
auch wir seufzen in unserem Herzen
und warten darauf,
dass wir mit der Erlösung unseres Leibes
als Söhne offenbar werden.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Der Mensch ist ein Teil der ganzen Schöpfung. Das Leben der Christen in dieser Welt hat als Ziel die Herrlichkeit bei Gott. Der Weg dorthin ist gekennzeichnet durch Solidarität mit der Schöpfung, denn wir stehen wie sie unter dem Gesetz der Vergänglichkeit. Doch als Christen haben wir eine sichere Hoffnung: Gott führt uns und alles Geschaffene den Weg zu Befreiung aus aller Knechtschaft und Verlorenheit hin zur Freiheit und Herrlichkeit, die ihren Grund allein in Gott hat.
Halleluja. Halleluja.
Der Samen ist das Wort Gottes, der Sämann ist Christus.
Wer Christus findet, der bleibt in Ewigkeit.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
An jenem Tag verließ Jesus das Haus
und setzte sich an das Ufer des Sees.
Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn.
Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich.
Und alle Menschen standen am Ufer.
Und er sprach lange zu ihnen in Gleichnissen.
Er sagte: Siehe, ein Sämann ging hinaus, um zu säen.
Als er säte,
fiel ein Teil auf den Weg
und die Vögel kamen und fraßen es.
Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden,
wo es nur wenig Erde gab,
und ging sofort auf,
weil das Erdreich nicht tief war;
als aber die Sonne hochstieg,
wurde die Saat versengt
und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte.
Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen
und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat.
Ein anderer Teil aber fiel auf guten Boden
und brachte Frucht,
teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach.
Wer Ohren hat, der höre!
Da traten die Jünger zu ihm
und sagten: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen?
Er antwortete ihnen:
Euch ist es gegeben,
die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen;
ihnen aber ist es nicht gegeben.
Denn wer hat,
dem wird gegeben
und er wird im Überfluss haben;
wer aber nicht hat,
dem wird auch noch weggenommen, was er hat.
Deshalb rede ich zu ihnen in Gleichnissen,
weil sie sehen und doch nicht sehen
und hören und doch nicht hören und nicht verstehen.
An ihnen erfüllt sich das Prophetenwort Jesájas:
Hören sollt ihr,
hören und doch nicht verstehen;
sehen sollt ihr,
sehen und doch nicht einsehen.
Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden.
Mit ihren Ohren hören sie schwer
und ihre Augen verschließen sie,
damit sie mit ihren Augen nicht sehen
und mit ihren Ohren nicht hören
und mit ihrem Herzen
nicht zur Einsicht kommen
und sich bekehren
und ich sie heile.
Eure Augen aber sind selig,
weil sie sehen,
und eure Ohren, weil sie hören.
Denn, amen, ich sage euch:
Viele Propheten und Gerechte haben sich danach gesehnt
zu sehen, was ihr seht,
und haben es nicht gesehen,
und zu hören, was ihr hört,
und haben es nicht gehört.
Ihr also, hört, was das Gleichnis vom Sämann bedeutet.
Zu jedem Menschen, der das Wort vom Reich hört
und es nicht versteht,
kommt der Böse
und nimmt weg, was diesem Menschen ins Herz gesät wurde;
bei diesem ist der Samen auf den Weg gefallen.
Auf felsigen Boden ist der Samen bei dem gefallen,
der das Wort hört und sofort freudig aufnimmt;
er hat aber keine Wurzeln, sondern ist unbeständig;
sobald er um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt wird,
kommt er sofort zu Fall.
In die Dornen ist der Samen bei dem gefallen,
der das Wort hört,
und die Sorgen dieser Welt
und der trügerische Reichtum ersticken es
und es bleibt ohne Frucht.
Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät,
der das Wort hört und es auch versteht;
er bringt Frucht –
hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach.
Das 13. Kapitel bei Matthäus enthält sieben Gleichnisse vom Himmelreich, d.h. von der Königsherrschaft Gottes. Am Anfang steht das Gleichnis vom Sämann und seine Deutung.
Jesus "begnügte" sich offensichtlich damit, die Bedenken, Fragen und Zweifel seiner Zuhörer mit Hilfe von Gleichnissen zu beantworten. Allem Anschein nach war er überzeugt, daß die (Lebens)-Vorgänge, die er in seinen Gleichnissen schilderte, auf ihre Weise die Wahrheit und Zuverlässigkeit, die Richtigkeit und Vertrauenswürdigkeit seiner Botschaft bestätigen.
Wer etwa sieht, daß jede Saat - nomalerweise - Frucht bringt, weshalb sollte der ausgerechnet an der Fruchtbarkeit seiner Saat zweifeln? Muß diese Tatsache uns nicht Mut machen für unser Leben und unseren Glauben? Muß diese Tatsache uns nicht Mut machen für unsere eigene Saat, die es auzusäen gilt. Die Saat wird gesät und ihr Wesen ist es, Frucht zu bringen.
Wir sind eingeladen, unsere eigenen Samenkörner mutig auszusäen und darauf zu vertrauen, daß die Frucht aufgeht, wider alle Steine und Dornen, wider alle Gefahren, die der Saat drohen.
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
An jenem Tag verließ Jesus das Haus
und setzte sich an das Ufer des Sees.
Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn.
Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich.
Und alle Menschen standen am Ufer.
Und er sprach lange zu ihnen in Gleichnissen.
Er sagte: Siehe, ein Sämann ging hinaus, um zu säen.
Als er säte,
fiel ein Teil auf den Weg
und die Vögel kamen und fraßen es.
Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden,
wo es nur wenig Erde gab,
und ging sofort auf,
weil das Erdreich nicht tief war;
als aber die Sonne hochstieg,
wurde die Saat versengt
und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte.
Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen
und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat.
Ein anderer Teil aber fiel auf guten Boden
und brachte Frucht,
teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach.
Wer Ohren hat, der höre!
Die ganze Schöpfung ist dem Werden und Vergehen unterworfen. Dies hat Leiden zur Folge, die Schmerzen des Wachsens und Absterbens, die Leiden, die Menschen einander und der Schöpfung zufügen. Dennoch haben wir Hoffnung, dass Gott diese Welt vollenden wird. Alle Menschen sind berufen, an einer besseren Welt mitzuwirken.
"Die gute alte Zeit! oder: Früher war alles besser?!" Liebe Schwestern, liebe Brüder! Vor vielen Jahren habe ich zu diesem Spruch einmal eine Bildkollage gesehen, mit der ein Künstler ausrücken wollte: Auch bereits zu früheren Zeiten gab es Probleme, Dinge, die nicht in Ordnung waren.
Auch zur Zeit des Apostels Paulus war vieles im Leben der Menschen und der Welt nicht in Ordnung. Schon zu seiner Zeit gab es Kriege, gab es Verhaltensweisen, die abscheulich waren. Paulus wusste von Krankheiten, von Ungerechtigkeiten. Paulus wusste sicher auch von Naturkatastrophen, gegen die der Mensch machtlos ist. Immer schon gab es Missbrauch der Macht, im weltlichen wie im religiösen Bereich. Er kannte das Werden und auch das Vergehen in der Natur. Vieles lief und es läuft auch heute in der Schöpfung und auch im Zusammenleben nicht so wie es dem Willen Gottes entspricht.
Schauen wir auf das, was die Welt in unseren Tagen prägt. Wir erleben die Coronakrise. Wir sorgen uns um das Klima. Das Problem mit dem Klima ist zu einem großen Teil von Menschen mitverursacht. Denken wir an die Unmengen von Müll, die aus den Meeren herausgeholt werden. Wir könnten die Liste verlängern. Unsere Welt, so schön sie im Anfang von Gott gedacht ist, ist unerlöst. Sie zeigt Spuren von Vergänglichkeit. Dennoch gibt es in der Welt vieles, was schön ist, was das Leben erfüllen kann. Es gibt schöne Landschaften auf der Welt. Es gibt viele herrliche Tiere. Auch das Miteinander mit anderen kann erfreulich sein. In alldem, was diese Welt doch an Gutem und Schönem bietet, zeigt sich Gottes Herrlichkeit, von der Paulus spricht.
In dieser Situation lesen wir die Worte, die Paulus an die Römer geschrieben hat. Paulus spricht von den Leiden dieser Zeit. Doch macht Paulus Mut, an die Herrlichkeit Gottes zu glauben. Als Christen, Christinnen ist uns diese Hoffnung geschenkt. Wir dürfen Gottes Liebe erfahren. Gott will uns Menschen, aber auch die Schöpfung erlösen. Diese Schöpfung, wie wir sie erleben, wird wie alles vergehen. Im Anfang, im allerersten Ursprung, war Gottes Schöpfung gut gedacht. Erst durch den Sündenfall bekam sie ihre Vergänglichkeit.
Das Leben in dieser Welt bedeutet Wachsen und Reifen zu einem Leben mit Gott. Reifung geschieht nicht ohne Leiden, ohne Schmerzen, ohne Verlust. Reifung geschieht dann, wenn wir als Einzelne wie als Gemeinschaft uns den Herausforderungen unseres Lebens in unserer Zeit stellen. Wir wachsen und reifen mit den Menschen, denen wir begegnen. Wenn Paulus schreibt, "dass die gesamte Schöpfung seufzt und in Geburtswehen liegt" und ein paar Zeilen später „auch wir seufzen in unserem Herzen!" dann zeigt Paulus, wie tief, ja sogar wie schmerzlich zuweilen diese Sehnsucht in unserem Herzen ist, bei Gott zu leben, nach „der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll“.
Wir haben den Auftrag, das Leben in dieser Welt mitzugestalten und in sie hineinzuwirken. In unserer Zeit ist der Schutz des Klimas und der Umwelt ganz wichtig. Als vor einigen Jahren Papst Franziskus seine Enzyklika "Laudato si" verfasste, hat er uns Christen, Christinnen diesen Auftrag ins Stammbuch geschrieben.
Wir verändern die Welt dort, wo wir unseren Glauben ernst nehmen, wo wir die Werte, die uns Gottes Wort immer wieder aufzeigt, leben und neu entdecken. Diese Werte sind die Nächstenliebe, die jeden Egoismus und jede Gedankenlosigkeit überwindet. Wer in der Einstellung lebt „Nach mir die Sintflut“ wirft gedankenlos Müll ins Meer, fährt ohne Rücksicht auf Verluste unnötige Strecken. Als weiteren Wert ist die Barmherzigkeit zu nennen. Diese gilt besonders den Armen, denen das Nötigste zum Leben fehlt. Barmherzigkeit aber brauchen alle, die schuldig geworden sind und darum am Rande stehen. Wir müssen immer wieder bereit sein, Frieden und Versöhnung zu stiften. Wir dürfen immer mehr hineinwachsen, Söhne und Töchter Gottes zu werden, hineinwachsen in das, wozu uns Gott gedacht hat.
Diese Welt und auch das Leben in ihr werden immer unerlöst bleiben. Doch als Christen und Christinnen können wir Hoffnung schenken, weil wir selbst in uns Hoffnung tragen. Diese wird uns durch das Wort Gottes geschenkt. Jesus spricht im Evangelium davon, dass das Wort Gottes wie ein Samen ausgesät wird. Es fällt auf unterschiedlichem Boden. So hat es unterschiedliche Wirkung. Doch es hat Erfolg. Der Same bringt Frucht. Das Wort Gottes bringt Frucht, wenn wir offene Herzen haben. Dann leben wir immer mehr aus Gottes Wort heraus. Dann erfahren wir immer mehr, was der Wille Gottes für unsere Zeit ist. Gottes Wort heilt diese Welt. Diese Welt wird heiler, besser, je mehr Menschen aus diesem Wort leben.
Das Gleichnis vom Sämann erzählt, dass das Wort Gottes nicht immer auf fruchtbaren Boden fällt. Es geht der Frage nach, warum es nicht immer aufgeht und Frucht bringt. Die Gründe dafür sind oft auch bei uns selbst zu suchen. Es zeigt aber auch, wie es reichlich Frucht bringen kann, auch heute.
Das Gleichnis Jesu vom Sämann zählt vier unterschiedliche Böden auf, auf die der Same des Wortes Gottes fällt. Diese beschreiben nicht nur damalige Verhältnisse, sie gelten auch heute im übertragenen Sinn. Es gibt heute aber auch den guten Ackerboden, in dem der Same des Wortes Gottes aufgeht und Frucht bringt.
Umwelt-Appelle nerven und verleiten zum Wegschauen. Die Hoffnung, dass die gesamte Schöpfung von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden soll zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes, verlangt von uns Aufmerksames Hören und Sehen der Wirklichkeit und ein Umdenken.
Lieder:
GL 210: Das Weizenkorn muß sterben, sonst bleibt es ja allein
GL 221: Kündet allen in der Not (3. Str.)
GL 347: Der Geist des Herrn erfüllt da All (3. Str.)
GL 397: Alle meine Quellen entspringen in dir
GL 411: Erde singe, dass es klinge
GL 412: Die Herrlichkeit des Herrn bleibe ewiglich
GL 425: Solang es Menschen gibt auf Erden
GL 448: Herr, gib uns Mut zum Hören
GL 449: Herr, wir hören auf dein Wort (1. - 2. Str.)
GL 450: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht
GL 452: Der Herr wird dich mit seiner Güte segnen (2. Str.)
GL 456 : Herr, du bist mein Leben
GL 459 : Selig seid ihr, wenn ihr Wunden heilt
GL 469: Der Erde Schöpfer und ihr Herr (2. und 3. Str.)
GL 481: Sonne der Gerechtigkeit (5. Str.)
GL 484: Dank sei dir, Vater, für das ewge Leben
GL 543: Wohl denen, die da wandeln
GL 546: Christus, du Licht vom wahren Licht (2. Str.)
Psalmen und Kehrverse:
GL 31,1: Selig der Mensch, der seine Freude hat, seine Freude an der Weisung des Herrn. - Mit Psalm 1 - IV.
GL 38,1: Der Herr ist mein Licht und mein Heil - Mit Psalm 27 - IV.
GL 312,7: Herr, du hast Worte ewigen Lebens - Mit Psalm 67 (GL 46,2) - II.
GL 584,4: Herr, du hast Worte ewigen Lebens - Mit Psalm 19
GL 630,4: Dein Wort ist Licht und Wahrheit...
Der Regen tränkt die Erde und schenkt ihr Frucht. Ebenso will auch Gottes Wort in uns wirken und unser Leben erfüllen. Hören wir es mit festen Glauben. Öffnen wir uns für das Wort Gottes. Sein Wort erfahren wir in seiner Liebe zu uns. Diese Liebe feiern wir in der Eucharistie. Bitten wir IHN, der uns Gottes Wort schenkt, um sein Erbarmen.
Herr Jesus Christus,
du verkündest Gottes Wort. -
Sehnen wir uns nach deinem Wort?
Herr, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
dein Wort fällt auf fruchtbaren und unfruchtbaren Boden.
Haben wir dir unsere Herzen bereitet?
Christus, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen.
Dein Wort schenkt Hoffnung, dein Wort schenkt Mut.
glauben wir das?
Herr. Erbarme dich.
Gott, du bist unser Ziel,
du zeigst den Irrenden das Licht der Wahrheit
und führst sie auf den rechten Weg zurück.
Gib allen, die sich Christen nennen,
die Kraft, zu meiden, was diesem Namen widerspricht,
und zu tun, was unserem Glauben entspricht.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 15. Sonntag im Jahreskreis
In diese Welt, guter Gott,
die voll von Hass, von Ungerechtigkeit und Armut ist,
in der viele körperlich und an der Seele kranke Menschen leben,
die um ihr Klima bangen muss,
du unerlöst ist,
sende immer wieder
dein Wort, das Hoffnung gibt,
dein Wort, das heilt,
dein Wort, dass allen Egoismus überwindet,
dein Wort, das Frucht bringt,
durch Christus, unseren Herrn. - Amen.
Schenke denen tiefe Einsicht, die sich als Lehrer, als Wissenschaftler und Prediger oder Predigerinnen mit deinem Wort beschäftigen, damit dein Wille in dieser Zeit erkannt wird.
Erbarme dich aller, die sich deinem Wort und deiner Liebe verschließen, und schenke ihnen die Umkehr ihrer Herzen.
Zeige allen Verantwortlichen in Gesellschaft und Politik Wege, die Umweltkrise zu überwinden
und vertreibe jeden Egoismus aus den Herzen aller Menschen.
Hilf Wege zum Frieden zu finden,
im Großen wie im Kleinen.
Sei allen nahe, die sich besonders in der Zeit der Pandemie einsam fühlen,
dass sie nicht verzweifeln und verbittern.
Lass alle Worte der Ermutigung hören,
deren Leben trostlos ist.
Dir sei Lob und Preis, jetzt und in alle Ewigkeit. - Amen.
Christus ist das Wort, das der Vater in die Welt hineingesprochen hat.
Im Wort der Schrift ist er unter uns gegenwärtig.
In diesem Glauben lasst ihn uns nun jetzt mit unseren Worten bitten:
Hilf deiner Kirche, so nach deinen Worten zu handeln,
dass deine Botschaft bei allen, die sich nach ihr sehnen, ankommen kann.
Hilf uns, die aufgrund der Pandemie bestehende weltweite Krise so zu bewältigen,
dass die gesamte Menschheitsfamilie in Frieden und Gerechtigkeit leben kann.
Hilf den vielen in ihrer seelischen Gesundheit Beeinträchtigten auf Menschen zu treffen,
die ihnen bei ihrem Weg aus der Krise helfen können.
Hilf uns immer wieder das Jawort der Liebe zu unseren Partnern, Familien, Freunden und Mitmenschen zu sprechen.
Hilf allen, die unter dem Verlust eines lieben Menschen leiden, tröstende Worte auf- und annehmen zu können.
Herr Jesus Christus!
Du bist das Wort des Vaters, das uns im Glauben erfahren lässt, dass er uns liebt und als seine Töchter und Söhne annimmt.
Dafür danken wir dir und preisen dich jetzt und allezeit. - Amen.
Gott,
sieh auf dein Volk, das im Gebet versammelt ist,
und nimm unsere Gaben an.
Heilige sie, damit alle, die sie empfangen,
in deiner Liebe wachsen und dir immer treuer dienen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 15. Sonntag im Jahreskreis
Deine Worte, guter Gott,
wurden sichtbar, erfahrbar und greifbar,
in deiner Liebe zu uns.
Wir bringen dir Brot und Wein.
Sie sind Zeichen deiner Liebe,
die für uns lebt,
die sich für uns hingab.
Sie geben uns Kraft.
Sie verwandeln unsere Herzen.
Sei jetzt die Mitte und stärke uns. - Amen.
Guter Gott,
das Brot, das aus vielen Körnern bereitet wurde,
und der Wein, der aus vielen Trauben gewonnen wurde,
sind uns Zeichen dafür, dass Du für uns sorgst und uns nährst.
Wir bitten Dich, stärke und nähre uns mit dem Wort und dem Brot,
das vom Himmel kommt und das nur Du geben kannst.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.
Kehrvers:
Alles, was Odem hat, lobe den Herrn. (GL 616,5)
Großer Gott und Schöpfer des Alls,
wir kommen zu dir,
um dir zu danken und dir unseren Lobpreis darzubringen.
Du hast alles, was existiert, ins Dasein gerufen
und allem Lebenden deinen Atem eingehaucht.
Kehrvers
Mit der ganzen Schöpfung, die du der Vergänglichkeit unterworfen hast,
teilen wir die Hoffnung, dass wir aus der Verlorenheit
zur Herrlichkeit der Kinder Gottes befreit werden.
Kehrvers
Durch den Mund der Propheten hast du unermüdlich deinen Willen kundgetan
und dein Wort ausgesandt, damit die Menschen hören und verstehen,
zur Einsicht kommen und sich zu dir hin bekehren.
Kehrvers
In Jesus von Nazareth ist dein Wort Fleisch geworden
und hat unter uns gewohnt.
Er ist für uns zum Weizenkorn geworden,
das in die Erde fällt und stirbt, um reiche Frucht zu bringen.
Kehrvers
Eindringlich hat er uns die Frohe Botschaft vom Reich Gottes ans Herz gelegt,
damit wir sie aufnehmen, wie fruchtbarer Boden die Samenkörner aufnimmt
und reiche Frucht bringen lässt.
Kehrvers
Wir danken dir, dass du uns die Hoffnung gibst,
dass dein Wort auch in uns und durch uns reiche Frucht bringt.
Mit der ganzen Schöpfung singen wir dir unser Lob:
Danklied, z. B: Mein ganzes Herz erhebet dich (GL 143)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, allmächtiger Vater,
zu danken und deine Größe zu preisen.
Du bedarfst nicht unseres Lobes,
es ist ein Geschenk deiner Gnade,
daß wir dir danken.
Unser Lobpreis kann
deine Größe nicht mehren,
doch uns bringt er Segen und Heil
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn rühmen wir jetzt
und in Ewigkeit dein Erbarmen und
singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Wochentage 4
Ackerboden sein
fruchtbar und schwer -
aufnahmebereit
für Gottes Wort
Ackerboden sein
kraftvoll und offen -
aufnahmebereit
für den Samen Gottes
Ackerboden sein
Steine und Felsen wegräumen -
freudig aufnehmen
und wachsen lassen
Ackerboden sein
hören und verstehen
was Gott von mir will -
und Frucht bringen
hundertfach
Herr, unser Gott,
wir danken dir für die heilige Gabe.
Laß deine Heilsgnade in uns wachsen,
sooft wir diese Speise empfangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 15. Sonntag im Jahreskreis
Wenn einer träumt,
ist es nur ein Traum,
wenn viele träumen,
dann ist das der Beginn einer neuen Wirklichkeit.
Wenn einer deine Worte verkündet,
dann kann dein Wort bereits Frucht bringen,
Wirkung zeigen.
Segne uns,
dass durch unsere Worte
die Welt immer mehr nach deinem Willen gestaltet werde. - Amen.
Muss ich dir noch lange erklären, dass es Unfug ist, über die Art und Weise dieser Auferweckung nachzugrübeln, etwa über die Frage, ob denn unser Leib in der Ewigkeit aus dem gleichen Stoff besteht wie jetzt? Es geht um Dinge, die jenseits unseres Verständnisses liegen, und es kommt allein darauf an, dass Gott uns zur Vollendung führen will. Alle Chancen, die in uns stecken, will er zur Reife bringen, ein großartiges Einswerden mit Gott und untereinander ist hier verheißen! So ist die Hoffnung auf ein ewiges Leben keine billiger Trost. Sie lässt uns vielmehr unseren Rang und unsere Würde begreifen. Wer so viel von Menschen hält, muss sich auch schon auf dieser Welt für seine Würde, seine Freiheit und seine Rechte einsetzen!
Mit uns soll die ganze Schöpfung in Gottes Herrlichkeit eingehen. Das ist ein faszinierender Gedanke. Er lässt uns allerdings unwillkürlich innehalten: die ganze Schöpfung - auch das Böse, das sich in ihr ausgebreitet hat? Muss nicht erst alle Zwiespältigkeit der Welt besiegt werden - sodass nur noch Gottes Reich besteht ohne einen Schatten von Bosheit oder Sünde? Genau das meint die Kirche mit ihrer Lehre vom kommenden Weltgericht. Darüber möchte ich dir in meinem nächsten Brief mehr erzählen.
Aus: Winfried Henze, Glauben ist schön, Harsum 2001, 6. Auflage.
Großer Gott, gib uns ein verständiges Herz:
damit wir von deiner Schöpfung
nicht mehr nehmen, als wir geben,
damit wir nicht willkürlich zerstören
nur um unserer Habgier willen,
damit wir uns nicht weigern,
ihre Schönheit mit unseren Händen
zu erneuern,
damit wir niemals von der Erde nehmen,
was wir nicht wirklich brauchen.
Großer Gott,
gib uns Herzen, die verstehen;
dass wir Verwirrung stiften,
wenn wir die Musik der Erde stören;
dass wir blind für ihre Schönheit werden,
wenn wir ihr Angesicht verunstalten;
dass wir ein Haus voll Gestank haben,
wenn wir gefühllos ihren Wohlgeruch
verderben.
Ja, Herr, wenn wir sorgsam mit unserer Erde
umgehen, sorgt sie für uns.
Indianisches Gebet aus: Kokschal Annegret und Peter, Gebete für das ganze Leben, St. Benno-Verlag Leipzig 2004.
Berüchtigt sind die Predigten, die in der Zeit der europäischen Aufklärung nicht nur gehalten, sondern auch vonseiten der Obrigkeit dringlichst empfohlen wurden. Achim Buckenmaier schilderte in einem Vortrag „200 Jahre Säkularisation - Glück oder Unglück für die Kirche?“ die Thematik solcher Predigten:
„Es gab jetzt Natur- und Ackerpredigten; es gab die sogenannte „Rossbollenpredigt“. Eine Weihnachtspredigt kam über den Stall von Bethlehem auf den Vorzug der Stallfütterung gegenüber der Koppelwirtschaft zu sprechen, eine Osterpredigt pries, ausgehend vom Gang der Jünger nach Emmaus, die Wohltat des Spazierengehens, an Pfingsten wurde über die frische Luft gesprochen, das Wort „der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ war ein willkommener Anlass, vom „unaussprechlichen Segen des Kartoffelanbaus“ zu reden.“
Aber sind wir heute besser? Es wird gepredigt (nicht nur, aber oft) über das Sich-selbst-Finden, das Sich-selbst-Lie-ben, die Geduld mit sich selbst, die Geduld mit den Anderen, über spirituelle Lebensqualität, Toleranz, Tierliebe und Verhalten im Straßenverkehr. Man predigt Humanismus und gibt Orientierungshilfen. All das ist noch ziemlich weit vom Christentum entfernt. Es kommt aus der Angst, die Gottesdienstteilnehmer wollten mit den Mysterien des Christentums nichts zu tun haben. Ob das nicht eine gewaltige Täuschung ist?
Aus: Gerhard Lohfink, Heute – wann sonst? Unangepasstes über Gott und die Welt. Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2015.

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
spirituelle Impulse, Bibeltexte mit Erklärungen, Gebete für Gottesdienstfeiern und Denkanstöße für jeden Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres.
Verbesserte Suchfunktionen - Neue Exportfunktionen
Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
Die Unterseiten des Predigtforums kann man auch mit einer Kurzadresse erreichen:
Ihre Spende ermöglicht uns die Weiterführung und Weiterentwicklung des Predigtforums.
Das Wort Gottes entlastet den Menschen. Des Menschen Anteil tritt hinter die Wirksamkeit des Wortes, das von Gott kommt und Heilszusage ist. Das macht auch der Hinweis auf die fruchtbaren Folgen von Regen und Schnee deutlich: an der Fruchtbarkeit des Ackers hat der Mensch nicht den entscheidenden Anteil. Jahwes Wort versorgt den Menschen - wie den Säenden mit Samen und wie den Essenden mit Brot.
Gott sendet sein Heilswort aus wie einen Boten oder wie einen Arzt. Und das Wort bewirkt das, wozu es ausgesandt ist.
Die Kapitel 40-55 des Prophetenbuches sind vom sog. Deuterojesaja oder "zweiter Jesaja" in der Exilszeit geschrieben worden. Die Worte sind Trostworte für das Volk im Exil. Die Knechtschaft wird enden und eine neuer Exodus unter Gottes Führung steht bevor. Der Glaube an den "Einen Gott" (Monotheismus) wird lehrmäßig ausgesagt, die Nichtigkeit der falschen Götter durch ihre Ohnmacht bewiesen. Das Wort, das von diesem Gott ausgeht, bringt Heil, Erlösung und Befreiung. Es ist ein Wort für das Leben der Menschen.
Praktische Tipps zum Vorlesen und Textauslegung der Katholischen Bibelwerke Deutschland, Österreich und Schweiz
Auslegung aus jüdischer und christlicher Perspektive