Lesung aus dem ersten Buch der Könige:
In jenen Tagen
erschien der Herr dem Sálomo nachts im Traum
und forderte ihn auf:
Sprich eine Bitte aus, die ich dir gewähren soll!
Und Sálomo sprach: Herr, mein Gott,
du hast deinen Knecht
anstelle meines Vaters David zum König gemacht.
Doch ich bin noch sehr jung
und weiß nicht aus noch ein.
Dein Knecht
steht aber mitten in deinem Volk, das du erwählt hast:
einem großen Volk,
das man wegen seiner Menge
nicht zählen und nicht schätzen kann.
Verleih daher deinem Knecht ein hörendes Herz,
damit er dein Volk zu regieren
und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht!
Wer könnte sonst dieses mächtige Volk regieren?
Es gefiel dem Herrn, dass Sálomo diese Bitte aussprach.
Daher antwortete ihm Gott:
Weil du gerade diese Bitte ausgesprochen hast
und nicht um langes Leben,
Reichtum oder um den Tod deiner Feinde,
sondern um Einsicht gebeten hast, um auf das Recht zu hören,
werde ich deine Bitte erfüllen.
Sieh, ich gebe dir ein so weises und verständiges Herz,
dass keiner vor dir war und keiner nach dir kommen wird,
der dir gleicht.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem ersten Buch der Könige:
In jenen Tagen
erschien der Herr dem Sálomo nachts im Traum
und forderte ihn auf:
Sprich eine Bitte aus, die ich dir gewähren soll!
Salomo antwortete:
Du hast deinem Knecht David, meinem Vater,
große Huld erwiesen;
denn er lebte vor dir in Treue,
in Gerechtigkeit und mit aufrichtigem Herzen.
Du hast ihm diese große Huld bewahrt
und ihm einen Sohn geschenkt,
der heute auf seinem Thron sitzt.
So hast du jetzt, Herr, mein Gott, deinen Knecht
anstelle meines Vaters David zum König gemacht.
Doch ich bin noch sehr jung
und weiß nicht aus noch ein.
Dein Knecht
steht aber mitten in deinem Volk, das du erwählt hast:
einem großen Volk,
das man wegen seiner Menge
nicht zählen und nicht schätzen kann.
Verleih daher deinem Knecht ein hörendes Herz,
damit er dein Volk zu regieren
und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht!
Wer könnte sonst dieses mächtige Volk regieren?
Es gefiel dem Herrn, dass Sálomo diese Bitte aussprach.
Daher antwortete ihm Gott:
Weil du gerade diese Bitte ausgesprochen hast
und nicht um langes Leben,
Reichtum oder um den Tod deiner Feinde,
sondern um Einsicht gebeten hast, um auf das Recht zu hören,
werde ich deine Bitte erfüllen.
Sieh, ich gebe dir ein so weises und verständiges Herz,
dass keiner vor dir war und keiner nach dir kommen wird,
der dir gleicht.
Kv: Wie sehr liebe ich deine Weisung, o Herr! – Kv
GL 312,7
Mein Anteil ist es, Herr, *
das habe ich versprochen, deine Worte zu beachten.
Gut ist für mich die Weisung deines Mundes, *
mehr als große Mengen von Gold und Silber. – (Kv)
Tröste mich in deiner Liebe, *
nach dem Spruch für deinen Knecht!
Dein Erbarmen komme über mich, sodass ich lebe, *
denn deine Weisung ist mein Ergötzen. – (Kv)
Darum liebe ich deine Gebote *
mehr als Rotgold und Weißgold.
Darum halte ich alle deine Befehle für richtig, *
alle Pfade der Lüge hasse ich. – (Kv)
Wunderwerke sind deine Zeugnisse, *
darum bewahrt sie meine Seele.
Das Aufschließen deiner Worte erleuchtet, *
den Unerfahrenen schenkt es Einsicht. – Kv
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Rom.
Schwestern und Brüder!
Wir wissen, dass denen, die Gott lieben,
alles zum Guten gereicht,
denen, die gemäß seinem Ratschluss berufen sind;
denn diejenigen, die er im Voraus erkannt hat,
hat er auch im Voraus dazu bestimmt,
an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben,
damit dieser der Erstgeborene unter vielen Brüdern sei.
Die er aber vorausbestimmt hat,
die hat er auch berufen,
und die er berufen hat,
die hat er auch gerecht gemacht;
die er aber gerecht gemacht hat,
die hat er auch verherrlicht.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Im alttestamentlichen Ordnungs- und Bundesdenken gründet die Überzeugung, dass Gott seine Getreuen schützt und denen seine Huld erweist, die ihn lieben. Dieser Ausdruck steht im Alten Testament und in jüdischen Schriften parallel zu Gottesfurcht und Gesetzesbeobachtung. Für Paulus bedeutet dies, dass Gott "alles zum Guten" – nämlich zum Heil führt. "Alles", darunter sind auch alle Leiden der Gegenwart eingeschlossen. Paulus spricht zweifellos, gestützt auf die Tradition, von so etwas wie der göttlichen Vorsehung. Um ihre unfehlbare Wirkung verständlich zu machen, setzt er aus Eigenem hinzu, dass sie denen gilt, die Gott nach seinem ewigen Plan - "Vorsatz" - berufen hat. Das Zuvorkommen der Liebe Gottes wird hier in ein zeitliches Voraus umgesetzt. Paulus sieht die Heilslaufbahn der Christen ganz aus der Perspektive Gottes. Christus ist das Bild Gottes, und an Christus haben wir wesensmäßig teil. Wie wir das Bild des irdischen (Menschen) getragen haben, so werden wir auch das Bild des himmlichen (= auferstandenen Christus) tragen (1 Kor 15,49). Christus zieht uns gleichsam in seine Herrlichkeit als Sohn Gottes hinein. Die Berufung steht mit dem ursprünglichen Heilsplan Gottes in Zusammenhang. Auf sie folgt die Rechtfertigung und die Verherrlichung.
Am Ende der ersten acht Kapitel des Briefes an die Römer fasst der Apostel Paulus seine bisherige Botschaft "zum in Jesus Christus geschenkten Heil" zusammen. In einer Reihe von Aussagen über jene Menschen, die Gott lieben, nennt Paulus Zusagen, die an Christen gemacht werden. Es ist seine Überzeugung, dass Gott bei den Berufenen alles zum Guten führen wird.
Mit rufen und berufen meint Paulus nicht, dass es sich hier um ein Erkennen und Bestimmen der Menschen handelt, sondern um die Zusage an den Menschen bereits im Voraus. Im Laufe des Weges zur Vollendung werden die Christen Jesus Christus "gleichgestaltet" (... an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben ...) und als Kinder Gottes und Geschwister Jesu werden wir ihm, der "Ikone des lebendigen Gottes" (vgl. 2 Kor 4,4; Kol 1,15), ähnlich.
Halleluja. Halleluja.
Sei gepriesen, Vater, Herr des Himmels und der Erde;
du hast die Geheimnisse des Reiches den Unmündigen offenbart.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit sprach Jesus zu den Jüngern:
Mit dem Himmelreich
ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war.
Ein Mann entdeckte ihn
und grub ihn wieder ein.Und in seiner Freude ging er hin,
verkaufte alles, was er besaß,
und kaufte den Acker.
Auch ist es mit dem Himmelreich
wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte.
Als er eine besonders wertvolle Perle fand,
ging er hin, verkaufte alles, was er besaß,
und kaufte sie.
Wiederum ist es mit dem Himmelreich
wie mit einem Netz, das ins Meer ausgeworfen wurde
und in dem sich Fische aller Art fingen.
Als es voll war,
zogen es die Fischer ans Ufer;
sie setzten sich,
sammelten die guten Fische in Körbe,
die schlechten aber warfen sie weg.
So wird es auch bei dem Ende der Welt sein:
Die Engel werden kommen
und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern
und sie in den Feuerofen werfen.
Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.
Habt ihr das alles verstanden?
Sie antworteten ihm: Ja.
Da sagte er zu ihnen:
Deswegen gleicht jeder Schriftgelehrte,
der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist,
einem Hausherrn,
der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Die beiden Gleichnisse vom Schatz im Acker und der wertvollen Perle gehören zur Sonderüberlieferung des Matthäus. Im Judentum war es eine beliebte Sache, Geschichten von verborgenen und wiedergefundenen Schätzen zu erzählen. Es geht hier Matthäus aber darum, das menschliche Handeln angesichts der Chance des Himmelreiches einzuschärfen. Das Gewicht liegt deshalb in den Gleichnissen nicht auf dem unermesslichen Wert des Schatzes im Acker oder in der Kostbarkeit der Perle, sondern dass beide Männer alles verkaufen, um sich nur mehr dieser einen Sache ganz zu widmen.
Im Gleichnis vom Fischnetz ist das Bild vom Fischerleben am See eingefangen. Das Schleppnetz besaß eine große Ausdehnung. Da es am unteren Rand beschwert war, sank es nach dem Auswurf auf den Grund. Die Korkstücke am oberen Rand ließen es schwimmen und so konnte es mit Booten zum Ufer geschleppt werden. Erst am Ufer schlossen die Fischer die Enden zusammen und zogen das Netz an Land. Die Aussonderung erfolgte nach zwei Gesichtspunkten: es galt sowohl die nicht essbaren, als auch die levitisch unreinen Fische herauszusuchen. Diese warf man weg.
Auch in diesem Gleichnis geht es Matthäus um das Himmelreich. Jetzt ist die Zeit des Sammelns, das Gewicht der Entscheidung leitet sich vom Blick auf die kommende und sicher zu erwartende Scheidung ab. Das Anliegen des Matthäus ist nicht, von der Sammlung zu erzählen, sondern von der Scheidung des zuvor im Netz Gesammelten. Dies wird deutlich im Blick auf das Ende der Welt: die Engel werden die Bösen von den Gerechten trennen. Es geht in diesem Gleichnis also um das Endgericht.
So wie am Ende des Unterrichts der Lehrer die Schüler fragt, so fragt Jesus seine Jünger, ob sie alles verstanden haben. Das Bild vom Hausvater umschreibt die Aufgabe des christlichen Schriftgelehrten. Er soll ermutigt werden, das Neue zu lehren, aber nicht ohne das Alte.
Mit drei Gleichnissen, die zur Entscheidung auffordern, vollendet Matthäus die Seepredigt, welche in sieben Gleichnissen (die Zahl 7 als Symbol für die Ganzheit) das Geheimnis des Gottesreiches offenbart.
Das Gleichnis vom im Acker vergrabenen Schatz und der Perle sind Teil der Sonderüberlieferung des Evangelisten Markus. Er greift hier die in der jüdischen Tradition beliebte Form der Erzählung von vergrabenen, verlorenen oder wiedergefundenen Gegenständen auf. Im Mittelpunkt der Erzählungen steht, dass die beiden "Finder" alles verkaufen, um sich diesen einen "Schatz" leisten zu können, sie konzentrieren ihre Bemühungen auf den Erwerb und den Erhalt genau einer einzigen "Sache".
Ähnlich ist es mit dem Gleichnis vom Fischfang: Nach dem Anlanden der Netze werden die essbaren und die nicht-essbaren (auch die nach den Reinheitsgeboten "unreinen" Fische) aussortiert. Jetzt ist die Zeit, in der es in der Entscheidung jedes Einzelnen liegt, wie er sich verhält - später ist die Zeit der "Auslese".
Die Fülle des Lebens ist nicht billig zu haben, denn Jesus fordert vom Menschen die vollkommene Hingabe, um alles zu gewinnen. Erst am Ende der Tage wird sichtbar werden, wer wirklich Jünger Christi ist. Christsein ist nichts Fertiges. Bis zum Tage Christi ist Raum für Entscheidung, Wachsen und Bewährung sowie Raum für Glaube, Hoffnung und Liebe.
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit sprach Jesus zu den Jüngern:
Mit dem Himmelreich
ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war.
Ein Mann entdeckte ihn
und grub ihn wieder ein.Und in seiner Freude ging er hin,
verkaufte alles, was er besaß,
und kaufte den Acker.
Auch ist es mit dem Himmelreich
wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte.
Als er eine besonders wertvolle Perle fand,
ging er hin, verkaufte alles, was er besaß,
und kaufte sie.
Es gibt Situationen, in denen wir alles aufgeben, weil wir etwas Bestimmtes unbedingt haben wollen, weil es für uns einen Wert hat, vor dem alle anderen wertvollen und wichtigen Dinge verblassen. Jesus behauptet, das Himmelreich sei etwas, für das Kenner alles andere aufgeben. Das Himmelreich steht für ein Glück, das sich nicht kaufen lässt – und für eine Liebe, die der Erde das Schwere nimmt.
Ein Mensch findet einen Schatz – schön unter der Erde verbuddelt. Wer mag, wann, warum einen Schatz vergraben haben? Vergessen? In einer Nacht- und Nebelaktion kauft der Mann den ganzen Acker. An nichts anderes kann er mehr denken. Ich muss ihn haben! Alles, was er hat, investiert er jetzt. Alles, was er zu Geld machen kann. Ob er sich das auch gut überlegt hat? Jetzt hat er einen Acker mit Schatz, aber alles andere hat er aufgegeben? Apropos Acker: wird er jetzt Landwirt?
Dann ist da noch ein Juwelier. Er hat ein gut gehendes Geschäft. Fachmann durch und durch. Erstes Haus am Platz! Er entdeckt eine Perle, nein, die Perle – und muss sie haben! Die vielen anderen schönen Einzelstücke, die aus dem Schaufenster lachen, rafft er schnell zusammen, verkauft sie – womöglich sogar unter Preis – und erwirbt seine Traumperle! Die eine! Was aber macht ein Juwelier mit einer Perle, die er nie, unter keinen Umständen, verkaufen möchte? Wie er sie schützen muss! Hoch versichert. Sein Laden ist leer – was macht er denn jetzt?
So schnell! Ich komme nicht mit. Halt!
Klar, Jesus beherrscht die Kunst, solche Geschichten – sogenannte Gleichnisse – so schnell und zwingend zu erzählen, dass wir mit großen Ohren zuhören. Das gibt es doch! Ich entdecke etwas, was mir so wichtig ist, dass ich bereit bin, alles dafür zu geben – alles, was ich gerade einsetzen kann. Da relativiert sich auch „alles“. Alles, was ich gerade einsetzen kann! Es ist nicht wirklich alles – aber so viel, dass mein Leben nicht nur durcheinander gerät, sondern so reich wird, dass sich alle Verhältnisse, quasi über Nacht, verändern. Nach dem Coup bin ich selber nicht mehr der Alte. Ich erzähle meine eigene Geschichte mit einem Augenzwinkern – wie es vorher war und was jetzt ist.
Gerne würde ich mich mit Ihnen darüber unterhalten, ob Sie das auch kennen – und vielleicht auch eine schöne Geschichte dazu erzählen können. Im sog. wahren Leben gibt es so viele Überraschungen, die ein Leben von heute auf morgen umkrempeln können. Sollen wir einmal einige Beispiele dafür suchen?
Das kann eine Liebe sein, die auf einmal da ist! Wie vom Himmel gefallen! Ein Mensch, der mir so wichtig ist, dass ich ihn – entschuldigen Sie bitte den falschen Ausdruck – unbedingt haben muss. Wie den Schatz, wie die Perle. Hier passen sogar die Worte! Schatz! Perle! Dafür tue ich alles, dafür springe ich sogar über meinen Schatten. Und Geld ist sowieso egal. Manchmal erzählen Menschen bei der Silber- oder Goldhochzeit davon. Manchmal auch nach einer Trennung.
Ich denke an ein behindertes Kind, das anders als erwartet und sehnsüchtig gewünscht so auf die Welt kommt, dass für die Eltern und Geschwister nichts mehr so ist wie vorher. Alles ändert sich jetzt. Alles ändert sich langfristig. Die Wohnung muss umgeräumt und neu gestaltet werden. Trotz vieler ärztlicher Hilfen und Krankenkassenleistungen geht vieles nicht mehr – und vieles geht nur anders. Aber die Familie klagt nicht, wie hart sie getroffen ist, sie freut sich über das Kind, schenkt ihm Liebe, liest ihm jede Regung auf dem Gesicht ab, weiß jeden Laut zu deuten. Ich kenne solche Familien. Sie erzählen von einem großen Glück. Wer ihnen zuhört, merkt, was Glück ist – und was nicht. Da ist der Schatz wieder, die Perle!
Und da doch aller guten Dinge drei sind: Ein junger Mensch könnte Karriere machen, eine große. Die Welt steht ihm offen. Zeugnisse: exzellent. Sprachen: 3 fließend! Doch das Geld, das sich verdienen ließe, lässt ihn kalt, auch das Prestige reizt ihn nicht. Er möchte Menschen helfen und geht in die landläufig so genannte Entwicklungshilfe. Alles, was er bisher gelernt hat, kann er hier einbringen und die Sprachen erst recht. In einem Projekt hat er drei Jahre Zeit. Die Ziele sind beschrieben, die Mittel bereitgestellt, doch Menschen funktionieren nicht wie Maschinen. Sich auf andere Mentalitäten, Gewohnheiten und Traditionen einzulassen, ist nicht nur reizvoll – es kann sehr schwer sein. Aber dann die kleinen Erfolge, die großen, die Veränderungen, die Rückschritte, die Träume. Da ist der Schatz wieder, die Perle!
Was können Menschen aufgeben, um das Größere, Schönere, Bedeutendere sich anzueignen? Was fallen lassen, um neue Höhen zu erklimmen?
Jedenfalls: Es gibt ihn – den Schatz im Acker. Es gibt sie – die Perle! Einmal gesehen, dann hin und weg – und glücklich obendrein. Es gibt Geschichten, die am Ende keine Verluste kennen, sondern nur Reichtum.
Jesus sagt: Mit dem Himmelreich ist es so – und dann erzählt er die kleinen Geschichten vom Schatz im Acker, von der Perle – und vom reichen Fischfang, auf den wir heute nicht eingehen. Himmelreich ist ein großes Wort. Es wird auch mit Reich Gottes übersetzt. Für viele Menschen ist dieses Reich furchtbar weit weg – oder schlimmer noch: ein Ladenhüter. Für diesen Ladenhüter gibt man nichts auf – nein, der Acker wird nicht gekauft, der Schatz bleibt vergraben - und die Perle wartet irgendwo auf jemanden, der sich in sie verliebt. Vergeblich.
Doch das Himmelreich ist nicht weit weg! Sind wir nicht jeden Tag vom Himmel umgeben? Und werden die großen Worte im Leben nicht so klein, dass sie unsere Herzen neu ausfüllen können? Das Himmelreich steht für ein Glück, das sich nicht kaufen lässt – und für eine Liebe, die der Erde das Schwere nimmt. Im Übrigen: die Geschichten, die Jesus erzählt, sind durch und durch rational, wohl überlegt, bis ins Kleinste kalkuliert: Ich muss diesen Schatz haben, sagt der unbekannte Mann – und ich die Perle, sagt der andere. Es gibt keine Alternative!
Ich weiß: Viele Menschen kennen diese Sehnsucht nicht. Übelnehmen kann ich es ihnen nicht. Die Geschichten, die Jesus erzählt, lassen sich auch als unvernünftig und bescheuert interpretieren. Aber wenn es keine Alternative gibt zu allem, was uns berechnet und berechenbar macht, was uns als Sachzwang verkauft und als ultima ratio verkündet wird, was uns aggressiv macht und alles beim Alten belässt – dann gibt es kein Himmelreich, keine Barmherzigkeit, keine Liebe .
Eigentlich müsste ich jetzt auch Schluss machen. Wenn ich etwas vergessen haben sollte, werden Sie schon noch darauf stoßen. Und dass Sie sich Gedanken machen, finde ich toll. Aber vom König Salomon soll ich Sie herzlich grüßen! Er hatte einen Wunsch frei - wie im Märchen. Um Geld, Reichtum, Ansehen bittet er nicht, auch nicht um Macht. Er bittet um Einsicht! Um ein kluges Herz!
Und Gott sagt ihm:
„Weil du gerade diese Bitte ausgesprochen hast
und nicht um langes Leben,
Reichtum oder um den Tod deiner Feinde,
sondern um Einsicht gebeten hast,
um auf das Recht zu hören,
werde ich deine Bitte erfüllen.
Sieh, ich gebe dir ein so weises und verständiges Herz,
dass keiner vor dir war und keiner nach dir kommen wird,
der dir gleicht.“
Der Schatz im Acker, die Perle! Ich muss sie haben. Koste es, was es wolle. Warum noch zaudern, abwägen und und…
Und der Friede Gottes,
der höher ist als unsere Vernunft,
bewahre unsere Herzen und Sinne
in Christus Jesus,
unserem Herrn!
Der junge König Salomo ist weise genug, um für sein großes Amt sich von Gott Weisheit zu wünschen. Seine Bitte stellt uns vor die Frage: Was ist wirklich wertvoll. Neben materiellen Werten gibt es immaterielle Schätze, die es zu suchen und ins Leben zu integrieren gilt.
Die Frage aus dem Evangelium „Habt ihr das alles verstanden?“ (Mt.13,51), gebe ich an Sie weiter. Das könnte eine rege Diskussion auslösen. Die Antwort auf dieses Frage, das kurze „Ja“ der Jünger wie auch Ihrerseits soll uns nicht abhalten, länger darüber nachzudenken.
Einige Stellen aus diesen Texten sollten wir doch einer Betrachtung unterziehen:
Der Herr gewährt dem König Salomo eine Bitte, nach dem Motto: „Wünsch dir was!“ Naheliegend wäre für solch ein verantwortungsvolles Amt zu wünschen, dass Volk und Mitarbeiter ein loyales Verhalten an den Tag legen, dass möglichst wenig oder besser: gar kein Widerspruch bei Anordnungen erfolgt, vielleicht sogar nach der Devise: Der Chef liebt Idioten!, dazu noch ausreichend Machtfülle und auch, dass persönliche Schwächen ja nicht zu schnell offenbar werden, am besten überhaupt nicht.
Es kommt anders: Ein Gebet wie eine „Regierungserklärung“: „ein hörendes Herz“ (1 Kön.3,9), und der Herr schenkt ihm „ein weises und verständiges Herz“ (1 Kön.3,12) dazu, also Weisheit und Klugheit, um Gutes vom Bösen zu unterscheiden. Klugheit und Weisheit haben in der Bibel hohen Stellenwert. Klugheit ist Lebendigkeit des Geistes, Sinn für Wirklichkeit, Mut zur Wahrheit. Salomo hat eine gute Einschätzung seiner Person: „Ich bin noch sehr jung und weiß nicht, wie ich mich als König verhalten soll.“ (1 Kön.3,7).
Oft verfallen junge Leute in voller Lebenskraft - Erwachsene sind dagegen auch nicht immer gefeit – verfallen vor lauter Energie in einen Machtrausch und glauben, die Welt schlagartig verbessern zu können. Nach einigen Niederlagen, vielleicht sogar Blamagen, kommt die Einsicht: Gestern war ich klug und wollte die Welt verändern, heute bin ich weise und werde mich selbst verändern.
Die vollkommenste Art der Klugheit findet sich in der Weisheit. Sie hat personellen Stellenwert, wenn von der „heiligen Weisheit“, der „hagia sophia“ und von der „göttlichen Weisheit“ und auch von „Jesus als dem Weisheitslehrer“ gesprochen wird. Weisheit wird hier verstanden als tiefes und breites Wissen über das Leben, das uns hilft, wie wir unser Leben organisieren sollen, wie wir ihm Sinn verleihen können. Weisheit braucht gutes Zuhören und Mitgefühl.
Das Thema ist auch politisch topaktuell, was die seit dem 6. bis ins 15. Jhdt. größte Kirche in Istanbul und die größte Kirche der Christenheit im damaligen Oströmischen Reich betrifft, die dann in eine Moschee umgewandelt, seit 1934 Museum und jetzt wieder zur Moschee umgestaltet wurde.
Die Heilige Schrift sagt: Der wahre König ist der Weise. Das könnten wir alle sein, nicht nur gekrönte Häupter und Politiker, die mit Machtfülle ausgestattet sind. Wer sich um diese Weisheit bemüht, wird den „Acker seines Lebens“ gut bestellen und wird auch „verborgene Schätze“ in seiner Umgebung und auch im „Acker der Welt“ finden: den Schatz der Schönheiten der Natur, den Schatz in der Heiligen Schrift, den Schatz in menschlichen Begegnungen, vor allem in der Partnerschaft.
Gerne lese ich diese Evangelienstelle (Mt.13,44-52) bei Hochzeiten vor. Denn darin verbirgt sich der Hinweis, füreinander Schatz und Perle zu sein, gegenseitig Talente und Begabungen zu entdecken für die Partner selbst und für ihre Lebensumgebung. Das ist ein Schatz, der mehr wert ist als ein Lottosechser. Jesus rät, den Schatz der personalen Würde nicht aus den Augen zu verlieren: im Partner, im Nächsten…
So bitten wir darum, dass dieser Schatz lebenslang erhalten bleiben soll, also ein immaterieller Schatz, der auch über den Tod hinausreicht. Materielle Werte sind nicht zu verachten und sollen damit nicht schlecht gemacht werden. Die Gleichnisse Jesu weisen auf eine Balance zwischen beiden hin. Das Tagesgebet spricht in diesem Sinne die „Unterscheidung der Geister“ treffend an: „Hilf uns, die vergänglichen Güter so zu gebrauchen, dass wir die ewigen nicht verlieren.“
Gehen wir somit auf Schatzsuche. Ein Lottosechser (am besten mit Zusatzzahl) ist nicht zu verachten, aber Jesus bietet uns unvergängliche Schätze an.
Jesus redet in Gleichnissen vom Himmelreich, bzw. vom Reich Gottes. Missverständnisse kommen in der Auslegung der Bibel häufig vor, da jeder Mensch sein ganz persönliches Vorverständnis mitbringt. Das Geheimnis des Himmelreiches besteht im Wissen um einen liebenden Gott voll Langmut und Güte.
Es ist Urlaubszeit! Viele Menschen sind unterwegs. Unterwegs entdecken sie mal kleine, mal große Schätze. Einen besonders schönen Stein. Eine tolle Aussicht. Und das Kleinod am Weg, eine Kirche, ein Schloss…
Heute gehen wir auch in unserem Gottesdienst auf Schatzsuche. Gottes Wort lässt sich finden! Ein Mensch lässt sich entdecken! Und im Mahl feiern wir, das Leben gefunden zu haben. Reich beschenkt machen wir uns dann wieder auf den Weg. Immer auf der Suche, etwas Besonderes, etwas Großes zu finden.
Herr,
im alltäglichen Trott übersehen wir das Lächeln eines Menschen,
überhören wir ein freundliches Wort.
Herr, erbarme dich.
Herr,
wir sind oft so unzufrieden, mit uns und mit anderen.
Auf der Suche nach dem großen Glück verlieren wir das kleine.
Christus, erbarme dich.
Herr,
du hast Schätze für uns vergraben und Kostbarkeiten versteckt.
Wir werden ganz neugierig und aufgeregt sind wir auch.
Herr, erbarme dich.
Mein Anteil ist es, Herr, *
das habe ich versprochen, deine Worte zu beachten.
Gut ist für mich die Weisung deines Mundes, *
mehr als große Mengen von Gold und Silber.
Ehre sei Gott in der Höhe…
Herr, Jesus Christus,
du hast das Geheimnis des Himmelreichs in Gleichnissen dargelegt.
Herr, erbarme dich.
Du hast und die Schätze des Glaubens geoffenbart.
Christus, erbarme dich.
Du wirst wiederkommen,
um Gutes und Böses endgültig von einander zu scheiden.
Herr, erbarme dich.
Gott, du Beschützer aller, die auf dich hoffen,
ohne dich ist nichts gesund und nichts heilig.
Führe uns in deinem Erbarmen den rechten Weg
und hilf uns,
die vergänglichen Güter so zu gebrauchen,
daß wir die ewigen nicht verlieren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 17. Sonntag im Jahreskreis
Dir, Gott, gehört der Morgen,
und der Abend ist dein.
Den Tag schenkst du uns.
Wir danken dir für seine Schönheit.
Die Pandemie macht uns Sorgen.
Wir wissen nicht, wie es jetzt weitergeht.
Mit uns und mit den anderen Menschen,
die wir kennen, die uns fremd sind.
Hilf uns, in unseren alltäglichen Begegnungen
und Begebenheiten Gelegenheiten zu entdecken,
die voller Liebe sind, voller Hoffnung.
Dann entdecken wir dich.
Wir suchen Glück.
Wir sehnen uns nach Geborgenheit.
Wir finden eine neue Welt
In Christus, unserem Herrn.
Ein Mensch findet unter der Erde einen kostbaren Schatz.
Ein Juwelier verliert sein Herz an eine Perle.
Größeres als Gottes Reich können wir nicht finden.
Der König Salomon erbittet ein weises Herz.
Herr,
Länder verschulden sich hoch, um die Folgen von Corona aufzufangen.
Die europäische Gemeinschaft hat Zerreißproben erlebt und noch vor sich.
Aber viele Menschen fürchten weltweit, auf der Strecke zu bleiben.
Wir bitten: Halte uns fest in deiner Liebe!
In vielen Ländern herrscht Aufruhr. Menschen gehen auf die Straße,
um gegen Korruption, schlechte Regierungsführung und Machtmissbrauch zu demonstrieren.
In Nachrichtensendungen geht die Wahrheit unter.
Auf der Flucht vor Unterdrückung, Hunger und Hass machen sich wieder mehr Menschen auf,
in Europa eine neue Heimat zu finden. Sie bringen ihre Geschichten und Traumata, ihre Traditionen und Weltbilder mit.
Es gibt Vorbehalte und Ängste.
Die Kinderarmut auch in den reichen Ländern nimmt zu. Viele Menschen kommen gerade so aus.
Aber auch viele Unternehmer sehen mit Sorge auf die Entwicklungen in der Wirtschaft.
Andere wünschen sich nichts sehnlicher, als dass nicht alles wieder so wird wie vorher.
Das Gefühl, die Erde sei zerbrechlich, breitet sich aus.
Jeden Tag wachsen die Zahlen der an Corona erkrankten Menschen, auch die Zahlen der an Corona Verstorbenen. Hinter jeder Zahl verbirgt sich ein Mensch. Doch in der Statistik gehen alle unter.
Wir denken an die Menschen, die einsam und verlassen sterben, um die niemand trauert, die sich auch im Leben nicht wehren konnten.
In Krisenzeiten merken wir, was uns trägt, was uns aufrichtet, was uns stark macht.
Hilf uns, die Schätze zu entdecken, für die es sich zu leben lohnt.
Vor Resignation, Missgunst und Neid bewahre uns.
Du hältst uns fest in deiner Liebe.
In Christus, Freund, Bruder und Herr. – Amen.
Mit allen unseren Bitten rufen wir, Herr, zu dir:
„Herr, sei bei uns, sei in unserer Mitte!“
Sei in unserer Mitte, wenn wir durch die durch die Pandemie bedingten Veränderungen unseres kirchlichen Lebens nach neuen Wegen suchen müssen.
Sei in unserer Mitte, wenn in unserer Gesellschaft durch mangelnde Übernahme von Eigenverantwortung durch Einzelne die Grundvoraussetzung für die Freiheit aller vernichtet wird.
Sei in unserer Mitte, wenn wir zum konkreten Handeln aufgefordert sind, weil andere unsere Hilfe brauchen.
Sei in unserer Mitte, wenn wir nach tragfähigen Werten in unserem Leben suchen.
Sei in unserer Mitte, wenn du uns im Angesicht des Todes zur wahren Erkenntnis über unser Leben führst.
Wenn du, Herr, in unserer Mitte bist, gewinnen wir ein hörendes Herz, das auf deine Wege achtet und nach deinem Willen im eigenen Leben sucht.
Sei gepriesen in Ewigkeit. - Amen.
Gütiger Gott,
nimm die Gaben an,
die wir von deiner Güte empfangen haben.
Laß deine Kraft in ihnen wirken,
damit sie uns in diesem Leben heiligen
und zu den ewigen Freuden führen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 17. Sonntag im Jahreskreis
Herr,
ein Stück Brot steht für das ganze Leben,
ein Schluck Wein für das große Glück.
Dir danken wir für deine Liebe.
Brich du uns das Brot und reiche uns den Becher,
sprich du das Wort, das alles verwandelt.
Dann schmecken wir dich.
Wir träumen davon,
dass Bitterkeit in Freude,
Trostlosigkeit in Hoffnung,
Tod in Leben
verwandelt wird.
Du bist das Brot des Lebens,
du bist der Kelch des Heils,
Christus, unser Leben.
Kehrvers:
Höchster, allmächtiger und guter Herr,
dein sind der Lobpreis, die Herrlichkeit und Ehr. (GL Ö864)
Oder:
Danket dem Herrn, denn ewig währt seine Liebe. (GL 444)
Guter Gott,
wir haben allen Grund, dir zu danken und dich zu preisen.
Du hast uns das Leben geschenkt als einmaliges und kostbares Gut
und du gibst uns, was wir zum Leben brauchen.
Kehrvers
Tief in das Herz eines jeden Menschen hast du das Wissen gesenkt,
dass du ein Gott des Lebens bist.
Dein auserwähltes Volk hast du durch deine Gebote gelehrt,
wie es Gutes von Bösem unterscheiden kann.
Kehrvers
Du hast deinem Volk Propheten gegeben,
die es in deinem Geist gelenkt haben,
und Könige, die ihm mit einem weisen und verständigen Herzen vorangegangen sind.
Kehrvers
In Jesus von Nazareth hast du uns die Schätze des Himmelreiches geoffenbart
und die Jünger gelehrt, alles daran zu geben,
um in den Besitz dieses kostbaren Gutes zu gelangen.
Kehrvers
Auch uns lässt du erahnen, zu welchem Reichtum
wir als deine Kinder und Erben berufen sind.
Dafür danken wir dir und preisen wir dich.
Mit allen Engeln und Heiligen singen wir dein Lob:
Danklied, z. B. Dank sei dir, Vater, für das ewge Leben (GL 484)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel, zu danken
und dich mit der ganzen Schöpfung zu loben.
Denn in dir leben wir,
in dir bewegen wir uns und sind wir.
Jeden Tag erfahren wir aufs neue
das Wirken deiner Güte.
Schon in diesem Leben
besitzen wir den Heiligen Geist,
das Unterpfand ewiger Herrlichkeit.
Durch ihn hast du Jesus auferweckt von den Toten
und uns die sichere Hoffnung gegeben,
daß sich an uns das österliche Geheimnis vollendet.
Darum preisen wir dich
mit allen Chören der Engel und
singen vereint mit ihnen
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Sonntage 6
Gottes Reich ist schon da
wir sind nur manchmal blind dafür
weil uns Anderes wichtiger ist
wir vertrösten uns auf später
und lassen uns vertrösten
doch Gott gibt uns nicht auf
er weckt die Sehnsucht in uns
nach Licht, wo bei uns Dunkel herrscht
nach Hoffnung in unseren Ausweglosigkeiten
nach Wärme in der Kälte unseres Alltags
nach Frieden, wo Streit und Hass ist
nach Freude in unserer Traurigkeit
nach Liebe, die nie vergeht
Guter Gott
zeig uns, dass du da bist
immer dann, wenn wir glauben
dass es mehr gibt als unsere kleine Welt
wenn wir der Sehnsucht Raum geben
und wenn wir drangehen
den Schatz deines Reiches zu entdecken.
Herr, unser Gott,
wir haben das Gedächtnis des Leidens Christi gefeiert
und das heilige Sakrament empfangen.
Was uns dein Sohn in unergründlicher Liebe geschenkt hat,
das werde uns nicht zum Gericht,
sondern bringe uns das ewige Heil.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 17. Sonntag im Jahreskreis
Unsere Freude und Zukunft bist du, Gott!
Wir danken dir für diese Feier,
für den Schatz und für die Perle,
für das weise Herz und die große Hoffnung.
Wir bitten dich für alle, die wieder arbeiten gehen,
die sich darüber freuen, dass es wieder so etwas gibt wie Normalität.
Wir bitten dich für die Urlauber, die sich eine entspannte und schöne Zeit wünschen,
die sich darüber freuen, etwas Neues zu entdecken.
Bewahre und behüte uns Gott,
sei um uns, sei mit uns auf allen unseren Wegen. – Amen.
Das Gleichnis vom Schatz im Acker beinhaltet m. E. besonders für Kinder eindrucksvolle und 'einleuchtende' Bilder der Hoffnung. Das Symbol 'Schatz' weckt die Assoziation von etwas Verborgenem, Geheimnisvollen. Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, einen Schatz zu finden, zu unerwartetem, großem Reichtum zu gelangen? Der Fund eines Schatzes könnte alles verändern, die eigene Lebensweise, aber auch die gesamte Einstellung zum Leben. Schätze regen die Phantasie an. Sie symbolisieren das Wertvolle, Kostbare. In der Bergpredigt (Mt 6,21) heißt es: "Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein." Hier wird noch einmal die symbolische Bedeutung des ‚Schatzes‘ deutlich. So kann beispielsweise auch ein Mensch für einen anderen ein ‚Schatz‘ sein, etwas ganz Besonderes.
Gerade für Kinder ist das Thema 'Schatz‘ spannend und phantasieanregend. Märchen und Sagen sprechen oft von Schätzen, von unermesslichem Reichtum, der einem Helden zufällt. In der gängigen Kinderliteratur und auch in vielen Computerspielen spielen 'Schätze‘ immer wieder eine Rolle. Das Choral von Philipp Nicolai aus dem Jahre 1597 Symbol ist Kindern in gewisser Weise nah und spricht sie in ihrer Phantasie an. Das Gleichnis vom Schatz im Acker ist eine Metapher, die trotz ihrer Kürze sofort anspricht und die Reich-Gottes-Thematik mit Hilfe des Bildes vom vergrabenen Schatz anschaulich macht. Ein weiterer Grund, der für mich entscheidend für die Auswahl des Gleichnisses war, liegt in der Sensibilisierung für eigene Wünsche und Bedürfnisse. Was vermuten die Kinder in dem Schatzkästchen, das ich ihnen mitgebracht habe? Was wäre für sie der größte Schatz, den sie finden könnten? Digimon-Sticker, ein Gameboy-Spiel oder vielleicht neue Freunde? Was ist den Kindern wichtig im Leben?
Aus einer Traupredigt von Pfarrer Anton Seeberger am 20.05.2017 in der Kath. Kirche St. Konrad, Stuttgart:
Liebes Brautpaar, verehrte Hochzeitsgemeinde, Schwestern und Brüder!
Beate Reich, Felix Reich und Himmelreich – das sind die Gründe unserer heutigen Feier. Sie beide heißen Reich; der Bräutigam seit seiner Geburt und die Braut seit der bürgerlichen Trauung. Sie haben sich zur Hochzeit ein Wort vom Himmelreich ausgesucht; ein Gleichnis davon, was dieser himmlische Reichtum ist und wie man dazu kommt: das Gleichnis vom Schatz im Acker und vom Kaufmann mit seiner Perle. Das eine Bild erzählt vom überraschend gefundenen Schatz; das andere Bild von der leidenschaftlich gesuchten Perle. Der entdeckte Schatz und die erlesene Perle – beide Bilder sind Ausdruck Ihres Empfindens füreinander. Darum heiraten Sie. Schatz und Perle sind Ihnen auch Bild und Verheißung Ihres Glaubens an das Himmelreich. (…)
Ey mein Perle / du werthe Kron /
Wahr Gottes und Marien Sohn /
Ein hochgeborner König /
Mein Hertz heißt dich ein lilium,
Dein süsses Euangelium,
ist lauter Milch und Honig /
Ey mein
Blümlein /
Hosianna /
Himmlisch Manna /
Das wir essen /
Deiner kan ich nicht vergessen.
»Wenn du nach Ägypten hinabsteigst und die Perle bringst, die in der Mitte des Meeres ist, das der zischende Drache umschließt, dann sollst du dich wiederum in dein strahlendes Gewand und in deine Toga kleiden, die darauf liegt, und sollst mit deinem Bruder, unserem Zweiten, Erbe in unserem Reiche sein.«
Und sie schrieben einen Brief an mich, und jeder Große unterfertigte ihn mit seinem Namen:
»Von deinem Vater, dem König der Könige, und deiner Mutter, der Herrin des Ostens, und von deinem Bruder, unserem Zweiten, dir, unserem Sohne in Ägypten, Gruß.
Auf, erhebe dich von deinem Schlaf und höre auf die Worte unseres Briefes.
Erinnere dich, dass du ein Königssohn bist.
Siehe die Versklavung, siehe wem du dienst!
Entsinne dich der Perle, derentwegen du nach Ägypten geschickt wurdest!
Erinnere dich deines strahlenden Gewandes und gedenke deiner prächtigen Toga, die du tragen sollst und mit der du geschmückt sein sollst, dass im Buche der Starken dein Name gelesen werde! Und mit deinem Bruder, unserem Stellvertreter, zusammen sollst du Erbe in unserem Reiche sein!«
Aus den Thomasakten (Beginn des 3. Jahrhunderts, Ostsyrien)
https://www.anthroweb.info/erweiterungen/quellen/perlenlied.html
Wenn du aus Dortmund kommst,
schießt Geld hier keine Tore.
Wenn du aus der Hauptstadt kommst,
scheißen wir auf dich und dein Lied.
Wenn du aus Leverkusen kommst,
dann lass den Torwart gleich zu Hause.
Wenn du auf Schalke kommst,
ist das für uns ein Auswärtssieg.
Wenn ich weit weit weg bin, ob bei Juve oder Rom,
dann denk ich Hamburg meine Perle und singe home sweet home.
Refrain:
Oh Hamburg meine Perle, du wunderschöne Stadt,
du bist mein zu Haus du bist mein Leben,
bist die Stadt auf die ich kann,
auf die ich kann.
Wenn du aus Bremen kommst,
gibts für dich hier nichts zu holen.
Wenn du aus Rostock kommst,
bleibst am besten gleich zuhaus.
Wenn du aus Cottbus kommst,
kommst du eigentlich aus Polen.
Wenn du aus München kommst,
zieh'n wir dir die Lederhosen aus.
Wenn ich weit, weit weg bin, in Athen oder auf'm Dom,
dann denk ich Hamburg meine Perle und singe home sweet home.
http://www.songtextemania.com/hamburg_meine_perle_songtext_lotto_king_karl.html
Lotto King Karl alias Karl König, deuscher Musiker sowie TV- und Radiomoderator.

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Die Thronbesteigung Salomos wurde von Hofkreisen betrieben, die letzte Entscheidung aber wurde von David kurz vor seinem Tod getroffen, als er Salomo salben ließ, und ihn damit zum Nachfolger machte. Nach seiner Thronbesteigung nun sucht Salomo nach Anlässen, um Gegner zu beseitigen und sein Königtum zu legitimieren. Mit Intrigen anderer und seiner eigenen Gewalt hat er dies zustande gebracht. Was ihm aber fehlt ist ein Zeichen, an dem deutlich wird, dass Gott sich zu diesem König bekennt. Bei Saul und David wurde Gottes Initiative so sehr betont, dass nun durch das Fehlen eines göttlichen Zeichens der Eindruck entsteht, Gott habe Salomo nicht legitimiert. Diesen großen Mangel zu beseitigen, ist nun die Funktion dieser Erzählung.
Die Traumoffenbarung beginnt damit, dass Gott dem Salomo eine Bitte freigibt. Salomo fühlt sich von sich aus der schweren Aufgabe des Königseins nicht gewachsen. Mit bewusster Selbstunterschätzung bittet er um das rechte Mittel, um ein "unzählbares Volk" regieren zu können. Das Herz als Zentrum menschlichen Empfindens und Ursprung menschlichen Verhaltens wird im Alten Testament oft zum Ausdruck gebracht. Mit dem "hörenden Herz" scheint vor allem die jeweils richtige innere Eingebung gemeint zu sein, die das Walten Gottes voraussetzt und zur richtigen Entscheidung führt. Die Gottgefälligkeit dieser Bitte bestand in der Uneigennützigkeit. Salomo bekommt deshalb nicht nur die Erfüllung seiner Bitte in unvergleichlich reichem Maße, sondern darüber hinaus auch die Zusage wertvoller irdischer Segensgaben, nämlich Reichtum, Ansehen und langes Leben.
Die Bitte, welche Salomo an Gott richten darf, ist möglicherweise ein Teil des damaligen Krönungsritus für einen König. Salomo bittet um die Gnade eines "hörenden Herzens" - man "sieht" nur mit dem Herzen gut - um ein klares Gewissen sowie um die Gabe der Unterscheidung von Gut und Böse. Die Redewendung vom weisen und verständigen Herzen möchte zum Ausdruck bringen, dass die Weisheit von Gott die Weisheit der ägyptischen Pharaonen oder griechischer Philosophen weit übertrifft.
Gibeon (El-Gib) ist eine alte kultische Stätte auf einer Anhöhe im Nordwesten von Jerusalem. Sie liegt etwa zehn Kilometer außerhalb der historischen Stadt.
Praktische Tipps zum Vorlesen und Textauslegung der Katholischen Bibelwerke Deutschland, Österreich und Schweiz
Auslegung aus jüdischer und christlicher Perspektive