Lesung aus dem Buch Jesaja.
So spricht der Herr zu seinem Gesalbten, zu Kyrus:
Ich habe ihn an seiner rechten Hand gefasst,
um ihm Nationen zu unterwerfen;
Könige entwaffne ich,
um ihm Türen zu öffnen
und kein Tor verschlossen zu halten:
Um meines Knechtes Jakob willen,
um Israels, meines Erwählten, willen
habe ich dich bei deinem Namen gerufen;
ich habe dir einen Ehrennamen gegeben,
ohne dass du mich kanntest.
Ich bin der Herr und sonst niemand;
außer mir gibt es keinen Gott.
Ich habe dir den Gürtel angelegt,
ohne dass du mich kanntest,
damit man vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang
erkennt, dass es außer mir keinen Gott gibt.
Ich bin der Herr
und sonst niemand.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Buch Jesaja.
So spricht der Herr zu seinem Gesalbten, zu Kyrus:
Ich habe ihn an seiner rechten Hand gefasst,
um ihm Nationen zu unterwerfen;
Könige entwaffne ich,
um ihm Türen zu öffnen
und kein Tor verschlossen zu halten:
Ich selbst gehe vor dir her und ebne Ringmauern ein.
Ich zertrümmere bronzene Tore
und zerschlage eiserne Riegel.
Ich gebe dir verborgene Schätze und Reichtümer,
die im Dunkel versteckt sind.
So sollst du erkennen,
dass ich der HERR bin,
der dich bei deinem Namen ruft,
ich, Israels Gott.
Um meines Knechtes Jakob willen,
um Israels, meines Erwählten, willen
habe ich dich bei deinem Namen gerufen;
ich habe dir einen Ehrennamen gegeben,
ohne dass du mich kanntest.
Ich bin der Herr und sonst niemand;
außer mir gibt es keinen Gott.
Ich habe dir den Gürtel angelegt,
ohne dass du mich kanntest,
damit man vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang
erkennt, dass es außer mir keinen Gott gibt.
Ich bin der Herr
und sonst niemand.
Kv Bringt dar dem Herrn Ehre und Macht! – Kv
(GL 54,1)
Singet dem Herrn ein neues Lied, *
singt dem Herrn, alle Lande!
Erzählt bei den Nationen von seiner Herrlichkeit, *
bei allen Völkern von seinen Wundern! – (Kv)
Denn groß ist der Herr und hoch zu loben, *
mehr zu fürchten als alle Götter.
Denn alle Götter der Völker sind Nichtse, *
aber der Herr ist es, der den Himmel gemacht hat. – (Kv)
Bringt dar dem Herrn, ihr Stämme der Völker, *
bringt dar dem Herrn Ehre und Macht,
bringt dar dem Herrn die Ehre seines Namens! *
Bringt Gaben und tretet ein in die Höfe seines Heiligtums! – (Kv)
Werft euch nieder vor dem Herrn in heiligem Schmuck! *
Erbebt vor ihm, alle Lande!
Verkündet bei den Nationen: Der Herr ist König! *
Er richtet die Völker so, wie es recht ist. – Kv
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Thessalónich:
Paulus, Silvánus und Timótheus
an die Kirche der Thessalónicher,
die in Gott, dem Vater, und in Jesus Christus, dem Herrn, ist:
Gnade sei mit euch und Friede!
Wir danken Gott für euch alle,
sooft wir in unseren Gebeten an euch denken;
unablässig erinnern wir uns vor Gott, unserem Vater,
an das Werk eures Glaubens,
an die Mühe eurer Liebe
und an die Standhaftigkeit eurer Hoffnung
auf Jesus Christus, unseren Herrn.
Wir wissen, von Gott geliebte Brüder und Schwestern,
dass ihr erwählt seid.
Denn unser Evangelium kam zu euch
nicht im Wort allein,
sondern auch mit Kraft und mit dem Heiligen Geist
und mit voller Gewissheit.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Halleluja. Halleluja.
Haltet fest am Worte Christi;
dann leuchtet ihr als Lichter in der Welt.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit
kamen die Pharisäer zusammen
und beschlossen, Jesus mit einer Frage eine Falle zu stellen.
Sie veranlassten ihre Jünger,
zusammen mit den Anhängern des Herodes zu ihm zu gehen
und zu sagen: Meister,
wir wissen, dass du die Wahrheit sagst
und wahrhaftig den Weg Gottes lehrst
und auf niemanden Rücksicht nimmst,
denn du siehst nicht auf die Person.
Sag uns also:
Was meinst du?
Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen,
oder nicht?
Jesus aber erkannte ihre böse Absicht
und sagte: Ihr Heuchler,
warum versucht ihr mich?
Zeigt mir die Münze, mit der ihr eure Steuern bezahlt!
Da hielten sie ihm einen Denár hin.
Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das?
Sie antworteten ihm: Des Kaisers.
Darauf sagte er zu ihnen:
So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört,
und Gott, was Gott gehört!
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Das heutige Evangelium ist innerhalb des 22. Kapitels des Matthäusevangeliums die erste von insgesamt vier Auseinandersetzungen Jesu mit Gegnern.
Das Streitgespräch rund um die Steuerfrage ist ganz nach dem Vorbild rabbinischer Lehrgespräche verfaßt, in denen auch Demonstrationen und Merksätze beliebt gewesen sind.
Die Pharisäer wollen Jesus mit einer Frage eine Falle stellen. Diesen Satz könnte man aus dem Griechischen auch mit der bildhaften Umschreibung "ihn in der Rede (wie mit einer Schlinge) fangen" umschreiben.
Nachdem sie ihn also fangen wollen, kann die Ergebenheitsadresse "Meister" nur als Täuschungsmanöver verstanden werden. Diese Anrede findet sich bei Matthäus folglich auch fast nur im Mund von Gegnern Jesu.
Seit der Bestellung eines römischen Statthalters für die Provinz Judäa (6 nach Chr.) war eine kaiserliche Steuer zu entrichten. Die Römer verlangten diese von allen Männern, Frauen und Sklaven vom 12. bzw. 14. bis zum 65. Lebensjahr. Über die Höhe der Steuer haben wir keine genauen Informationen.
Den Juden machte diese Steuer einerseits ihre politische Abhängigkeit von den Römern bewußt und stellte andererseits neben dem politischen auch ein theologisches Problem dar. Zeloten lehnten diese Steuer strikt ab, denn für sie durfte man nach Gott keinem sterblichen Herrscher untertan sein. Für die Pharisäer war die Steuer eine schwere Last, letztlich zahlten sie diese aber doch.
Jesus läßt sich eine Münze zeigen, mit der die Steuer bezahlt werden soll. Auf dem Denar ist das Bild des Kaisers zu sehen. Indem die Gegner Jesu diese Münze im Tempelbereich herzeigen, verletzen sie nach jüdischem Empfinden die Würde des Ortes und überführen sich somit selbst.
Jesus beantwortet letztlich die an ihn gestellte Frage weder mit Ja noch mit Nein. Er gibt vielmehr eine Weisung, die jedem Einzelnen im konkreten Fall eine Entscheidung ermöglicht, ohne diese aber abzunehmen. Nimmt man die Predigt Jesu vom Reich Gottes ernst, so dürfte es nahe liegen, daß im Konfliktfall dem Kaiser der Gehorsam aufzukündigen ist. Gott ist mehr zu gehorchen als den Menschen.
Den Disput über die kaiserliche Steuer hat der Evangelist in den Auftakt des letzten Lebensabschnittes Jesu in Jerusalem vor die Leidengeschichte gestellt. Die Reden und Gleichnisse in den Kapiteln 21 bis 25 erzählen vom Gottesreich und kommender Herrlichkeit. Der Autor des Evangeliums stellt den Einzug des Gottessohnes in die Hauptstadt als eine Art Befreiung dar, wie sie Sach 9,9 ankündigt: "Jauchze, Tochter Jerusalem, dein König kommt zu dir. Er ist gerecht und hilft." Auf dieser politischen Ebene knüpft nun die Diskussion um das Steuergesetz an, die Thematik erfährt aber einen Paradigmenwechsel: Aus dem politischen Zusammenhang wird ein religiöser, der sich dann in die Gottesreich-Thematik einordnet.
Jesus antwortete den Pharisäern: "So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!" Wie können wir Gott geben, was ihm gehört? Was er von uns erwarten kann?
„Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein!“ Sie kennen sicher dieses Sprichwort.
Hat es nicht auch heute seine Berechtigung?
Da wollen die Pharisäer Jesus eine Falle stellen. Das ist das erklärte Thema. Sie brauchen etwas in der Hand gegen Jesus. Entweder kann die Ablehnung seiner Worte religiös begründet werden oder politisch. Egal, wie er antwortet, es ist immer falsch. Und immer haben diese Menschen gewonnen. Nun stehen sie plötzlich wie begossene Pudel da. Ihre Falle hat nicht funktioniert. Sie sitzen nun in der Grube. Sie müssen sich der Frage stellen: Gebe ich Gott, was Gott gehört? Was ist das überhaupt?
Diese Frage mussten nicht nur die Pharisäer damals beantworten. Auch wir Gläubige heute müssen diese Antwort finden. Was von mir, von meinem Leben gehört Gott?
Nichtchristen können uns in Diskussionen leicht eine Antwort geben, aus der Bibel zitieren und sagen: „So und so sollst du doch sein. Dein Gott hat die Regeln festgelegt. So erwarte ich auch dein Verhalten mir gegenüber!“ Vielleicht fordern sie von uns ein, was wir ihnen auch gerne sagen:
- Geh respektvoll mit mir um!
- Mache deine Meinung über mich nicht an meiner Kleidung oder Herkunft fest!
- Urteile nicht über mich, wenn du meinen Alltag nicht kennst!
- Stell dich nicht über mich!
Eine weitere Antwortmöglichkeit ergibt sich aus dem Vater Unser. Darin bitte ich um das tägliche Brot oder um die Bewahrung in der Versuchung. Gott zeigt vielleicht: „O.K., mach ich!“ Was ist dann mit unserer Antwort auf sein Tun? Der Erntedanksonntag ist nicht so lange her. Ist es damit „abgehakt“? Oder ist das Danke tatsächlich eine Antwort, die wir so oft geben können, wie wir merken „ich bin beschenkt!“
Eine andere Vater-unser-Bitte fordert uns ähnlich heraus: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ Gott gehört es, dass wir so handeln wie er es an uns tun soll. Denn auch dieser Mensch ist sein Geschöpf.
Meine Antwort auf die Freiheit, die mir Gott gibt, ist Freiheit, die ich dem anderen gebe.
Der heutige Sonntag fällt auf den 18. Oktober. Es ist der Festtag des Evangelisten Lukas. In seinem Evangelium findet sich das 15. Kapitel. Es sind Texte, die wir in den anderen Evangelien nicht finden. Dieses Kapitel macht sein Anliegen besonders deutlich. Manche nennen es auch das „verlorene Kapitel“. Die verlorene Münze, das verlorene Schaf, der verlorene Sohn sind verschiedene Erzählungen mit der einen Aussage: Gott sucht den Menschen, seine Freude ist es, Verlorenes gefunden zu haben.
Wenn ich Gott geben will, was Gott gehört, kann das heißen: Ich suche wie er. Ich suche danach, wo jemand Hilfe braucht. Ich suche danach, wie ich Gottes Liebe erfahrbar machen kann. Ich suche danach, wo ich jemand auf dem Weg zurück ins Leben begleiten kann.
"Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört". Zu einem christlichen Leben gehört einerseits die soziale Dimension, die in unserem Mitwirken am öffentlichen Leben sichtbar wird, aber auch die Dimension der Gottesbeziehung. Diese vollzieht sich unter anderem in der Liturgie und im Gottesdienst.
Der Hintergrund der Frage an Jesus ist die Kopfsteuer, die die Menschen dem römischen Staat, der Besatzungsmacht, zu zahlen hatten. Die Zeloten waren gegen die Steuer, die Pharisäer haben sie widerwillig gezahlt.
Die Pharisäer wollten Jesus mit der Frage vor allem eine Falle stellen. Vordergründig geht es ihnen nicht um die Steuer. Jesus geht mit den Pharisäern nicht gerade zimperlich um, er greift sie permanent wegen ihrer Verstocktheit an. Ganze drei Kapitel im Matthäusevangelium (21 bis 23) stehen unter dem Zeichen der Auseinandersetzung mit ihnen. Der Konflikt spitzt sich immer mehr zu. Im Gleichnis von den bösen Pächtern sind klar die Pharisäer gemeint, was bei ihnen auch so ankommt. Im Kapitel 23 greift er sie dann frontal an. Die Pharisäer richten sich zu einem "Rachefeldzug" gegen diesen Jesus, der ihnen offensichtlich geistig überlegen ist. Und dieser Rachefeldzug ist kläglich gescheitert, wie wir in Vers 22 erfahren, der aber - leider - nicht mehr vorgelesen wird. "Und sie ließen Jesus in Ruhe und gingen weg". Dass sie ihm überhaupt die Frage nach der Steuer stellen, zeugt nicht gerade von Klugheit, denn sie müssten wissen, dass sich Jesus nicht gegen den Kaiser stellen wird.
"Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört", das hätte als Antwort genügt. Damit ist schon gesagt, dass dem Kaiser nicht alles zusteht. Mit dem zweiten Teil, "Gott zu geben, was Gott gehört", zielt Jesus scheinbar auch auf das Glaubensleben der Pharisäer ab. Denn mit dem peniblen Einhalten von religiösen Vorschriften und Gesetzen ist nicht erfüllt, was Gott wirklich will.
Welche Relevanz die Geschichte mit der Steuerfrage für uns heute hat, dem gilt es nachzugehen. Wir leben heute in einer ganz anderen Zeit und unter ganz anderen Umständen. Die Themen sind heute ganz andere und viel komplexer. Vor allem dürfen wir in einem freien, demokratischen Staat leben.
Das Verhältnis von Staat und Kirche ist auch heute ein aktuelles Thema. Die Antwort Jesu ist eine Absage, Staat und Kirche gegeneinander auszuspielen. Und sie ist auch eine Absage gegen einen "Gottesstaat", gegen die Versuche von religiösen Fundamentalisten, die meinen, für einen Staat müssen die Gesetze und Grundsätze einer Religion gelten. Dass wir als ChristInnen und StaatsbürgerInnen unter dem Anspruch Gottes stehen, ist die bedeutsame Botschaft Jesu. Wir haben als StaatsbürgerInnen selbstverständlich unsere Pflichten gegenüber unserem Staat, auch finanziell. (Was nicht ausschließt, dass diese zu hinterfragen sind, wo das Thema "soziale Gerechtigkeit" berührt wird.).
Aus dem Leben Jesu, seinem Evangelium erwächst uns ein nicht weniger gewichtiger Auftrag, nämlich "Sauerteig" zu sein. Die Aufgaben und Probleme unseres Staates gehen auch uns ChristInnen an.
"Gebt Gott, was Gott gehört." Jesus betont mit dieser Aussage die Vorherrschaft des Reiches Gottes als Grundthema seines Evangeliums. Das ist der Anspruch, unter dem wir als ChristInnen stehen. In der Bibel gilt der Mensch als Ebenbild Gottes - und daraus leitet sich Menschenwürde eines/einer jeden ab, das Kriterium schlechthin. Wenn diese in Frage gestellt oder gar bedroht ist, sind wir auf den Plan gerufen. Als ChristInnen werden wir immer wieder das Wort ergreifen für die Unantastbarkeit menschlichen Lebens vom Anfang bis zum Ende.
Durch die Forschung und technischen Möglichkeiten stellen sich neue Fragen,
insbesondere solche die sich aus den Möglichkeiten der Genmanipulation ergeben. Zu diesen Fragen sollen wir uns in die Diskussion einbringen. Darf der Mensch alles, was er technisch kann? Die Versuchung ist groß, den perfekten, fehlerlosen Übermenschen schaffen zu wollen. Das ist "Hybris" - die Überheblichkeit des Geschöpfes gegenüber seinem Schöpfer.
Dem steht der Satz aus der Genesis gegenüber: "Gott sah, dass es gut war". Das ist nicht etwa eine Verkennung der Realität, ein Wegleugnen all dessen, was nicht "gut" ist. Es ist als Auftrag gemeint: In der Verantwortung gegenüber unserer Erde und in der Bewahrung der Schöpfung. Wir sind zuerst selber jede und jeder Einzelne gefordert, einen achtsamen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen zu leben und so unseren Beitrag zu leisten gegen die kontinuierliche Zerstörung der Mutter Erde, die unsere Lebensquelle ist.
Weitere Themen, in denen unser Engagement als ChristInnen gefragt ist, sind die Bereiche Gerechtigkeit (soziale Frage) und Friede. Verteilungsgerechtigkeit geht uns alle etwas an: ChristIn sein wollen einerseits, raffen und horten andererseits - oder Gesetzen zustimmen, die das ermöglichen - hat durchaus pharisäische Züge. Papst Franziskus setzt diesbezüglich einen klaren Schwerpunkt mit berührenden Zeichen, indem er besonders auf die Armen und Bedrängten verweist.
Als Kirche mit den verschiedensten Einrichtungen tragen wir im Sozialbereich unserer Gesellschaft sehr viel bei. Der Staat ist sich dieser Leistung bewusst und anerkennt sie auch entsprechend. Das Verhältnis zwischen Staat und Kirche ist in Österreich Gott sei Dank gut, es ist getragen von einem konstruktiven Miteinander, von gegenseitiger Achtung und Respekt.
Als Kirche, als ChristenInnen werden wir immer wieder auch unbequeme MahnerInnen sein, wenn es darum geht, die Stimme zu erheben für Menschen, die selber wenig gehört werden. Das betrifft ganz besonders den Bereich neue Armut, Asyl, und AusländerInnen. In der Armutsbekämfpung leistet die Kirche durch die Caritas, auch in den Pfarren, einen unschätzbaren Beitrag in unserer Gesellschaft.
Es gibt keine einfachen Antworten und Lösungen in der Grundfrage des Verhältnisses von Staat und Kirche. Unsere Aufgabe bleibt, als ChristInnen wachsame und kritische StaatsbürgerInnen zu sein und uns dabei immer neu vom Geist Jesu inspirieren zu lassen.
© Mag. Franz Benezeder, Pfarrer in Altmünster u. Pfarrprovisor in Traunkirchen
Lieder:
GL 140: Kommt herbei, singt dem Herrn
GL 143: Mein ganzes Herz erhebet dich
GL 370: Christus, du Herrscher Himmels und der Erde (3. und 4. Str.)
GL 381: Dein Lob, herr ruft der Himmel aus
GL 383: Ich loben meinen Gott
GL 385: Nun saget Dank und lobt den Herren
GL 386: Laudate omnes gentes
GL 389: Dass du mich eistimmen lässt in deinen Jubel, o Herr
GL 395: Den Herren will ich loben
GL 405: Nun danket alle Gott
GL 409: Singt dem Herrn ein neues Lied
GL 421: Mein Hirt ist Gott der Herr
GL 436: Ach bleib mit deiner Gnade
GL 477: Gott ruft sein Volk zusammen
GL 481: Sonne der Gerechtigkeit
GL 483: Ihr seid das Volk, das der herr sich ausersehn
GL 551: Nun singt ein neues Lied dem Herren
Psalmen und Kehrverse:
GL 33: Herr, unser Herrscher, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde - Mit Psalm 8 - VII.
GL 52: Herr, du bist König über alle Welt - Mit Psalm 93 - VIII.
GL 54: Singt dem Herrn alle Länder der Erde, singt dem Herrn und preist seinen Namen. - Mit Psalm 96 - VIII.
GL 56: Freut euch: Wir sind Gottes Volk, erwählt durch seine Gnade - Mit Psalm 100- V.
GL 651,5-6: Freut euch: wir sind Gottes Volk, erwählt durch seine Gnade - Mit Psalm 34. - V.
Manche Diskussionen Jesu mit den Pharisäern wirken auf uns wie Wahlkampfreden. Sie stellen ihm Fallen und auch er teilt ganz schön aus…
Um welche Wahl geht es dabei? Es geht um das Leben, um ein Leben mit Gott oder gegen Gott. Vor diese Entscheidung sind auch wir gestellt: Lebe ich mit Gott oder gegen ihn?
Herr Jesus,
deine Worte haben Menschen ins Herz getroffen.
Kyrie eleison.
Du warst klar in deinen Worten und Taten.
Christe, eleison.
Herr Jesus,
du schenkst uns auch heute dein Wort,
das uns heilend will.
Kyrie, eleison.
Herr Jesus Christus,
du allein bist der Heilige.
Herr, erbarme dich.
Du allein bist der Herr.
Christus, erbarme dich.
Du allein bist der Höchste.
Herr, erbarme dich.
Allmächtiger Gott,
du bist unser Herr und Gebieter.
Mach unseren Willen bereit,
deinen Weisungen zu folgen,
und gib uns ein Herz, das dir aufrichtig dient.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 29. Sonntag im Jahreskreis
Gott, du willst, dass deine Kirche
ein Zeichen des Heils unter den Völkern sei
Und das Werk Christi bis zum Ende der Welt fortführe.
Erwecke in allen, die glauben,
die wache Sorge für das Heil der Menschen,
damit aus allen Völkern ein heiliges Volk wird.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn
MB Für die Ausbreitung des Evangeliums B
Du Vater Jesu Christi,
dein Sohn ist Mensch geworden, wie du wolltest.
Er hat die Menschen in Wort und Tat ermahnt und ermutigt, wie du es wolltest.
Hilf uns, so zu leben wie er,
damit durch uns die Welt werden kann, wie du es willst.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. - Amen.
Guter Gott,
wir haben uns versammelt,
um deine Großartigkeit und Einzigartigkeit zu preisen
und dir für deine Liebe zu danken.
Wir bitten dich, hilf uns,
dass wir dich immer mehr zum Mittelpunkt unseres Lebens machen
der unser Tun und Denken bestimmt.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.
In den Fürbitten legen wir dir, Gott, unsere Bitten für die Welt und für uns in deine Hand.
So rufen wir:
Du hast die Welt so geschaffen, dass eines dem anderen dient.
Das Gleichgewicht ist oft zerstört.
Wir bitten dich: Begleite deine Schöpfung
Du hast dem Menschen Kraft zum Frieden geschenkt.
An vielen Stellen der Erde regieren Streit und Hass den Alltag.
Wir bitten dich…
Wir Menschen haben Dinge erfunden und werden ihrer nicht mehr Herr.
Wir bitten dich…
Nach deinem Plan sollte es keinen Hunger geben.
Aber er ist da, nicht zuletzt, weil wir Raubbau an der Natur betreiben.
Wir bitten dich…
Am Anfang hat die Pandemie Respekt und gegenseitige Hilfsbereitschaft gefördert.
Davon ist vieles wieder verschwunden.
Wir bitten dich…
Wenn du uns und deine Welt begleitest, wird sie wieder mehr zu dem, was sie von ihrem Ursprung her war: Deine Botschaft an uns.
Wir hoffen auf deine Hilfe und deine verändernde Kraft. – Amen.
An dich, Gott, der unserem Leben Ziel und Sinn schenkt,
wenden wir uns mit unseren Bitten:
Wir bitten dich für alle in Kirche und Gesellschaft, die in gegenseitigem Respekt vor der Autonomie des jeweils anderen gemeinsam nach Wegen zum Wohl aller suchen.
Wir bitten dich für alle, deren ohnehin schon prekäre Lebenssituation sich durch die derzeitigen Krisen noch mehr verschlechtert hat.
Wir bitten dich für alle, die sich weltweit für gerechte und faire Lebensbedingungen einsetzen.
Wir bitten dich für alle Kranken;
für die, die sich im Spital befinden,
für die, die sich in Quarantäne befinden
und für die, die voll Angst auf ihr Untersuchungsergebnis warten.
Wir bitten dich für unsere Verstorbenen, mit denen wir uns im Gebet verbunden fühlen und für die wir die Fülle des Lebens bei dir erhoffen.
Denn dein Heiliger Geist beschenkt uns mit Glaube, Hoffnung und Liebe.
Christus, dein Sohn, ist für uns zum Bruder geworden, der uns Heil und Erlösung gebracht hat.
Dich, den ewigen und großen Gott rühmen und preisen wir jetzt und allezeit. - Amen.
Gott und Vater,
wir kommen zu dir mit unseren Bitten
in den Nöten unserer Schwestern und Brüder:
Wir bitten dich für alle, die durch politischen,
wirtschaftlichen oder militärischen Druck gezwungen werden,
gegen ihre Überzeugung zu handeln.
Wir bitten dich für alle, die ihre Meinung
aus Furcht vor den Mitmenschen verleugnen müssen.
Wir beten für alle, die den Götzen unserer Zeit verfallen sind,
und ihnen ihr Leben opfern.
Wir beten für alle Heranwachsenden, dass sie fähig werden,
die vielfältigen Manipulationsmechanismen unserer Gesellschaft
zu durchschauen und ihre Eigenständigkeit zu entwickeln.
Vater im Himmel, wir glauben und bekennen,
dass du der Herr bist, und sonst niemand.
Dir vertrauen wir. - Amen
Hilf uns, Herr,
daß wir den Dienst am Altar
mit freiem Herzen vollziehen.
Befreie uns durch diese Feier von aller Schuld,
damit wir rein werden und dir gefallen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 29. Sonntag im Jahreskreis
Brot und Wein liegen hier vor dir.
Als Lebensmittel bereichern und erhalten sie uns.
Segne du sie, Gott,
damit sie Lebensmittel werden
für unser Leben als Glaubende.
Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
Guter Gott,
für viele Nebensächlichkeiten sind wir bereit Opfer zu bringen
und oft fällt es uns schwer,
"Gott zu geben, was Gottes ist".
Wir bitten dich,
befähige uns zur Hingabe an dich
nach dem Beispiel deines Sohnes Jesu Christi.
Darum bitten wir durch ihn im Hl. Geist.
Kehrvers:
Freut euch: Wir sind Gottes Volk,
erwählt durch seine Gnade. (GL 56,1)
Guter und barmherziger Gott,
wir haben uns versammelt, um dir zu danken
für alles, was du Großes an uns getan hast.
Kehrvers
Einst hast du Israel als dein Volk erwählt
Und aus der Unterjochung seiner Zwangsherren in die Freiheit geführt,
damit es stark und zum Segen aller Menschen werde.
Kehrvers
Durch Jesus von Nazareth hast du deinen Bund erneuert
und für alle Menschen geöffnet,
die bereit sind, Gott zu geben, was Gott gehört.
Kehrvers
In jeder Generation sendest du neu deine Boten aus,
allen Menschen die Frohe Botschaft in Wort und Tat zu verkünden
und durch ein Leben aus deinem Geist zu bezeugen.
Kehrvers
Glaube, Hoffnung und Liebe sind die Früchte;
die dein Geist in allen Völkern und Kulturen hervorbringt.
In Dankbarkeit bringen wir sie dir dar und singen wir dir unser Lob
gemeinsam mit allen Menschen, die sich zu dir bekennen.
Danklied, z. B. Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn (GL 408)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, allmächtiger Vater, zu danken
und dein Erbarmen zu rühmen.
Die Sünde hatte die Menschen von dir getrennt,
du aber hast sie zu dir zurückgeführt
durch das Blut deines Sohnes
und die Kraft deines Geistes.
Wie du eins bist mit dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
so ist deine Kirche geeint
nach dem Bild des dreieinigen Gottes.
Sie ist dein heiliges Volk,
der Leib Christi und
der Tempel des Heiligen Geistes
zum Lob deiner Weisheit und Liebe.
Darum preisen wir dich in deiner Kirche
und vereinen uns
mit den Engeln und
Heiligen zum Hochgesang
von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Sonntage 8
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn er hat Großes an uns getan:
durch seinen Tod und seine Auferstehung
hat er uns von der Sünde
und von der Knechtschaft des Todes befreit
und zur Herrlichkeit des neuen Lebens berufen.
In ihm sind wir ein auserwähltes Geschlecht,
dein heiliges Volk,
dein königliches Priestertum.
So verkünden wir die Werke deiner Macht,
denn du hast uns aus der Finsternis
in dein wunderbares Licht gerufen.
Darum singen wir
mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten
und mit all den Scharen
des himmlischen Heeres den Hochgesang
von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Sonntage 1
Wir beten, wie die Jünger es so von Jesus gelernt haben
Seine Worte machen uns bewusst, wie wir damit auf Gottes Liebe antworten sollen.
Vater unser…
Herr Jesus, der Frieden ist ein Geschenk an uns.
Wir können ihn mit dem Nächsten teilen.
In ihm begegnet uns Gott, dem wir etwas zurückgeben.
Darum bitten wir dich:
Schaue nicht auf unsere Sünden…..
Erzählt bei den Völkern von seiner Herrlichkeit,
bei allen Nationen von seinen Wundern!
Denn groß ist der Herr und hoch zu preisen,
mehr zu fürchten als alle Götter.
(Ps 96,3-4)
Oder:
Groß ist der Herr und hoch zu preisen,
mehr zu fürchten als alle Götter.
(Ps 96,4)
Oder:
Der Menschensohn ist gekommen,
um sein Leben als Lösegeld hinzugeben für viele.
(Mk 10,45)
Singt unserm Gott ein neues Lied
lobt ihn und preist ihn
ihr Völker der Erde
erzählt allen von seiner Größe
bei allen Nationen macht seine Wunder bekannt
Denn groß und mächtig ist der Herr
ihm gebührt mehr Erfurcht
als allen Herrschern der Welt
er hat Himmel und Erde gemacht
ihm gehört das Universum
Er hat alles uns Menschen anvertraut
wir aber sind Gottes Ebenbild
geschaffen zu seiner Ehre
wir wollen uns freuen
und laut verkünden
Gott ist der Herr und sonst niemand.
nach Psalm 96
Führe du mich hinaus ins Weite, Gott, und mach meine Finsternis hell.
Zeig mir den Ort, an dem du mich brauchst,
meine Begabungen und Fähigkeiten, meine Liebe, mein Dasein.
Führe mich in die Weite, Gott, zu der Vielfalt von Menschen und Kulturen.
Zeig dich in ihren Traditionen, Gesängen, Tänzen und Geschichten.
Sei dabei, wo wir einander begegnen. Sei du der deutende Drittel,
wenn wir miteinander sprechen über Freude und Leid, Glaube und Zweifel, über dich.
Führe Du uns in die Weite, Gott, und darüber hinaus.
Amen
(Andrea Rehn-Laryea in: Liturgische Hilfen zum Sonntag der Weltmission, MISSIO 2017)
Allmächtiger Gott,
gib, daß die heiligen Geheimnisse,
die wir gefeiert haben,
in uns Frucht bringen.
Schenke uns Tag für Tag,
was wir zum Leben brauchen,
und führe uns zur ewigen Vollendung.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 29. Sonntag im Jahreskreis
Die Bittmesse
Guter Gott,
in dieser heiligen Feier
haben wir an Jesus erlebt und gesehen,
was es heißt, "Gott zu geben, was Gottes ist".
Wir bitten dich,
laß uns Dich und Deine Liebe zu uns nicht vergessen,
wenn wir nun in unseren Alltag zurückkehren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.
Wieder durften wir erleben:
Du Gott, beschenkst uns.
Dafür danken wir dir.
Wir danken dir in der Hoffnung,
dass wir dir im Dank begegnen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
Gottes Segen erfülle euer Herz und mache euch reich. - Amen.
Gottes Segen erfülle eure Hände und mache durch ihren Dienst andere reich. - Amen.
Gottes Segen erfülle eure Augen und erreiche im Blick euren Nächsten. - Amen.
So schenke euch seinen Segen der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. - Amen.

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Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
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Die Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja beschreibt, welchen Weg Gott gewählt hat, um sein Volk aus dem babylonischen Exil zu führen: Er "faßt" den Perserkönig Kyros "an der Hand", damit dieser nach der Eroberung Babylons (538 v. Chr.) den Israeliten die Rückkehr nach Palästina ermöglicht.
Für den Propheten ist Kyros, obwohl er nicht zum Volk Jahwes gehört, ein Messias (ein Gesalbter).
Jahwe geht vor seinem Gesalbten her, unterwirft ihm die Völker und der Gesalbte soll erkennen, daß Jahwe es ist, der alles um Israels Willen wirkt. Das Ziel Jahwes mit Kyros geht noch weiter, "damit man vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang erkennt, daß es außer mir keinen Gott gibt. Ich bin der Herr, und sonst niemand." - Jahwe, der Gott aller Menschen.
Zur Zeit des Deuterojesaja befindet sich das Volk Israel im Babylonischen Exil. Im Jahr 538 erobert König Kyrus von Persien Babel und errichtet das persische Weltreich. Im selben Jahr entlässt der das Volk Israel wieder nach Hause und erlaubt den Tempelaufbau (vgl. Esr 1-6).
Praktische Tipps zum Vorlesen und Textauslegung der Katholischen Bibelwerke Deutschland, Österreich und Schweiz
Auslegung aus jüdischer und christlicher Perspektive