Die biblischen Lesungen wurden mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet den Lektionaren 2018 ff entnommen. - © 2024 staeko.net. - vgl. Impressum.
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Im Angesicht der Zerstörung Jerusalems spricht der Prophet Jeremia seinem Volk neue Hoffnung zu. Gott bleibt seinen Verheißungen treu. Wo die einen nur Untergang sehen, dürfen die Glaubenden bereits den Neubeginn erhoffen.
Lesung aus dem Buch Jeremia.
Siehe, Tage kommen - Spruch des HERRN - ,
da erfülle ich das Heilswort,
das ich über das Haus Israel
und über das Haus Juda gesprochen habe.
In jenen Tagen und zu jener Zeit
werde ich für David einen gerechten Spross aufsprießen lassen.
Er wird Recht und Gerechtigkeit wirken im Land.
In jenen Tagen wird Juda gerettet werden,
Jerusalem kann in Sicherheit wohnen.
Man wird ihm den Namen geben:
Der HERR ist unsere Gerechtigkeit.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Kv: Zu dir, o Herr, erhebe ich meine Seele. - Kv
(oder GL 307,5)
Zeige mir, HERR, deine Wege, *
lehre mich deine Pfade!
Führe mich in deiner Treue und lehre mich; /
denn du bist der Gott meines Heiles. *
Auf dich hoffe ich den ganzen Tag. - (Kv)
Der HERR ist gut und redlich, *
darum weist er Sünder auf den rechten Weg.
Die Armen leitet er nach seinem Recht, *
die Armen lehrt er seinen Weg. - (Kv)
Alle Pfade des HERRN sind Huld und Treue *
denen, die seinen Bund und seine Zeugnisse wahren.
Der Rat des HERRN steht denen offen, die ihn fürchten, *
und sein Bund, um ihnen Erkenntnis zu schenken. - (Kv)
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Thessalonich.
Schwestern und Brüder!
Euch aber lasse der Herr wachsen und reich werden
in der Liebe zueinander und zu allen,
wie auch wir euch lieben,
damit eure Herzen gestärkt werden
und ihr ohne Tadel seid,
geheiligt vor Gott, unserem Vater,
bei der Ankunft Jesu, unseres Herrn,
mit allen seinen Heiligen.
Amen.
Im Übrigen, Brüder und Schwestern,
bitten und ermahnen wir euch
im Namen Jesu, des Herrn:
Ihr habt von uns gelernt,
wie ihr leben müsst, um Gott zu gefallen,
und ihr lebt auch so;
werdet darin noch vollkommener!
Ihr wisst ja,
welche Ermahnungen wir euch
im Auftrag Jesu, des Herrn, gegeben haben.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Der Erste Brief an die Thessalonicher, dem die zweite Lesung des Ersten Adventssonntags entnommen ist, gilt als der älteste erhaltene Brief des Apostels Paulus. Auf seiner zweiten Missionsreise um das Jahr 50 hat er die Gemeinde in Thessaloniki gegründet, musste aber infolge heftiger Agitationen jüdischer Kreise die Stadt vorzeitig verlassen. Von Athen aus, einer weiteren Station seiner Missionsreise, schickte er Timotheus, um die Gemeinde in Thessaloniki zu besuchen. Auf die erfreulichen Nachrichten hin, die Timotheus von dort nach Athen brachte, schrieb Paulus den vorliegenden Brief, um die Christen der jungen Gemeinde zu stärken.
Die hier von Paulus geäußerten Wünsche und Mahnungen werden erst verständlich, wenn man sich vor Augen hält, dass Paulus fest von der baldigen Rückkehr des Messias/Christus und von der Vollendung der Welt überzeugt war. In dieser Verfassung war nichts dringlicher als die persönliche Integrität jedes einzelnen. Es geht für den Christen darum, Gott zu gefallen und ohne Tadel zu sein, wenn der Messias zurückkehrt.
Aus dem ältesten der Paulusbriefe sind hier Wünsche und Erwartungen an die Gemeinde benannt. Paulus geht es dabei um eine geschwisterliche Liebe untereinander. Das Ziel, auf das alles zuläuft, ist in 3,13 benannt: "Wenn Jesus, unser Herr, mit allen seinen Heiligen kommt" – also die Parusie.
Als Vorbild für ein Leben, das sich an diesem Ziel ausrichtet, stellt Paulus sein eigenes Leben hin.
Halleluja. Halleluja.
Lass uns schauen, HERR, deine Huld
und schenk uns dein Heil!
Halleluja!
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen
und auf der Erde
werden die Völker bestürzt und ratlos sein
über das Toben und Donnern des Meeres.
Die Menschen werden vor Angst vergehen
in der Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen;
denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
Dann wird man den Menschensohn
in einer Wolke kommen sehen,
mit großer Kraft und Herrlichkeit.
Wenn dies beginnt,
dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter;
denn eure Erlösung ist nahe.
Nehmt euch in Acht,
dass Rausch und Trunkenheit
und die Sorgen des Alltags euer Herz nicht beschweren
und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht
wie eine Falle;
denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen.
Wacht und betet allezeit,
damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen
und vor den Menschensohn hintreten könnt!
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Mit dem Ersten Adventssonntag beginnt in der Liturgie das Lesejahr C, in dem ein großer Teil der Evangelientexte dem Werk des Lukas entnommen sind. Gleich der Einstieg am Ersten Adventssonntag bietet einen Text, der sich in ähnlicher Gestalt auch bei Markus und Matthäus findet. Er gehört zur apokalyptischen Literatur, die im Spätjudentum sehr beliebt war und auch in die ersten drei Evangelien Eingang gefunden hat.
Lukas übernimmt jedoch nicht einfach den Text, wie er ihn bei Markus vorgefunden hat. Er zieht seine eigenen Linien und setzt eigene Akzente. Nach der Zerstörung Jerusalems bahnt sich bei Lukas eine Abkehr von der unmittelbaren Naherwartung der Messiasrückkehr an. Die Weltuntergangsvisionen der Apokalyptiker haben sich für ihn im Fall Jerusalems erfüllt, und dennoch geht das Leben, auch jenes der christlichen Gemeinden weiter.
Lukas interessiert sich weniger als seine "Evangelistenkollegen" für die kosmischen Ereignisse. Er spricht zwar von der Erschütterung des Himmels, vom Toben des Meeres und von der Angst der Menschen. Für ihn sind das Mahnungen, auf das Kommen des Menschensohnes zu blicken und auf dieses Ereignis hin das Leben auszurichten.
Lukas sieht durch das Noch-nicht-Eintreten des Kommens des Menschensohnes die Gefahr der Verflachung des christlichen Lebens. Wie die Heiden beginnen Christen ihren Lebensinhalt in Rausch und Lebensgenuß zu suchen oder sie gehen in den Sorgen des Alltags auf. Nach Auffassung des Lukas sollen sie in Wachsamkeit und Gebet ihr Leben auf das Kommen Christi ausrichten.
Aus der Endzeitrede Jesu (Lk 17,20-37) sind hier zwei kurze Abschnitte herausgenommen: die kosmische Schilderung (Verse 25-28) und die Mahnrede (Verse 34-36). Zielpunkt ist hier (ähnlich wie in der Lesung aus dem Ersten Thessalonicherbrief) in Vers 27 die Rede vom Kommen des Menschensohns "in Macht und Herrlichkeit".
Die apokalyptische Schilderung zeigt die Begleitumstände dieses Kommens; nicht um eine Angstmacherei geht es dabei (wie es Vers 26 nahelegen könnte), sondern darum, die Hoffnung zu nähren, dass die Bedrängnis ein Ende haben wird: die Erlösung ist nahe, die Menschen können ihre Häupter erheben (Vers 28).
In der Mahnrede (Verse 34-36) warnt Jesus vor einem gedankenlosen "In-den-Tag-Hineinleben"; der Blick auf die kommende Endzeit hat Auswirkung auf mein Leben hier und jetzt. "Wachet und betet" (Vers 36) ist die Haltung, die es braucht: Aufmerksamkeit für das Leben um mich herum - und Offenheit für Gottes Wirklichkeit darin.
Die vorliegende Perikope umfasst sieben Verse aus der endzeitlichen Rede Jesu, die der Evangelist unmittelbar vor die Passionsgeschichte gesetzt hat. Diese Predigt ist in allen drei Evangelien enthalten. Die Verse schauen zum einen auf das erneute Kommen Jesu und haben dafür andererseits Ermahnungen parat. Im Gegensatz zu den sehr frühen Paulus-Schriften versucht Lukas die Naherwartung des Kommens zu relativieren. Seine Ermahnungen zielen auf eine gute Gestaltung der irdischen Zeit - etwa einerseits durch Mission bei fremden Völkern, andererseits durch ein gutes persönliches Leben -, nach der das Kommen Jesu in Herrlichkeit dann stattfinden kann.
Die Texte des 1. Adventsonntags sind voller Verheißungen: In der 1. Lesung prophezeit der Prophet Jeremia dem Volk Israel in einer Krisenzeit eine Rettergestalt, die für Recht und Gerechtigkeit sorgen wird. Diese verheißene Rettergestalt sehen die Christ:innen in Jesus, der gekommen ist und den sie wieder erwarten.
Jesus selbst offenbart im Evangelium seinen Jüngerinnen und Jüngern den Heilsplan Gottes. Zur Zeit der Niederschrift des Evangeliums sind damit die Christ:innen der lukanischen Gemeinde angesprochen - somit eindeutig die „Insider“.
Bekannte Bilder ...
Mit ausdrucksstarken Bildern wird der Beginn der Endzeit beschrieben: unerklärliche Zeichen am Himmel, die in Bestürzung und Ratlosigkeit versetzen, und das Donnern des Meeres, das an die chaotische Urflut vor Gottes ordnendem Eingreifen erinnert. Damit werden bekannte Texte aus den Heiligen Schriften des jüdischen Volkes in Erinnerung gerufen. Propheten wie Amos oder Joel beschreiben den Tag JHWHs in ähnlichen Bildern (vgl. Am 5,18-20; Joel 3,3-5).
Angst oder Freude?
Außergewöhnliche, nicht erklärbare Phänomene verursachen Angst. Und genauso wird die Reaktion der Menschen zunächst beschrieben (bis heute halten bestimmte, auf Endzeit orientierte religiöse Gruppierungen ihre Anhänger:innen auf diese Weise in ihren Reihen). Dann wechselt allerdings die Stimmung jäh: Herein bricht nicht die erwartete schreckliche Katastrophe, sondern der ersehnte Menschensohn kommt mit Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels - ebenfalls ein bekanntes Bild aus dem Prophetenbuch Daniel. In dieser prophetischen Vision werden dem Menschsohn von Gott her „Herrschaft, Würde und Königtum gegeben“ (vgl. Dan 7,13-14). Die an den Menschensohn Glaubenden (in diesem sahen die Christ:innen Jesus selbst) - haben keinen Grund für Angst und Panik, sondern bei ihnen ist Freude angesagt über die nahe bevorstehende Erlösung.
Werbung für den „Weg“
Die Auseinandersetzungen mit dem wieder erstarkenden Judentum, dem römischen Kaiserkult und mit gnostischen Strömungen prägten das Leben der frühen christlichen Gemeinden in ihrer jüdischen und heidnischen Umwelt. Die Versuchung, den „Weg“ (so bezeichnet Lukas das junge Christentum in seiner Apostelgeschichte - vgl. Apg 9,2; 19,9 - im griechischen Text fehlt das in der Einheitsübersetzung beigefügte „Jesu“) angesichts so starker Konkurrenz und den sich daraus ergebenden Nachteilen wieder zu verlassen, war durchaus gegeben. Die Ankündigung vom Kommen des Menschensohns und der damit verbundenen Zusage der Erlösung darf daher auch im Sinne von Werbung in den eigenen Reihen verstanden werden. Der abschließende Aufruf zum Wachen und Beten, um allzeit für die Ankunft des richtenden Menschensohns bereit zu sein, zeigt nochmals die Dringlichkeit des Anliegens auf.
Ingrid Penner
© Diözese Linz. Team Bibelwerk Linz und Glaubenskommunikation
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen
und auf der Erde
werden die Völker bestürzt und ratlos sein
über das Toben und Donnern des Meeres.
Die Menschen werden vor Angst vergehen
in der Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen;
denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
Dann wird man den Menschensohn
in einer Wolke kommen sehen,
mit großer Kraft und Herrlichkeit.
Wenn dies beginnt,
dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter;
denn eure Erlösung ist nahe.
Und er sagte ihnen ein Gleichnis:
Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an:
Sobald ihr merkt, dass sie Blätter treiben,
erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist.
So erkennt auch ihr,
wenn ihr das geschehen seht,
dass das Reich Gottes nahe ist.
Amen, ich sage euch:
Diese Generation wird nicht vergehen,
bis alles geschieht.
Himmel und Erde werden vergehen,
aber meine Worte werden nicht vergehen.
Nehmt euch in Acht,
dass Rausch und Trunkenheit
und die Sorgen des Alltags euer Herz nicht beschweren
und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht
wie eine Falle;
denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen.
Wacht und betet allezeit,
damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen
und vor den Menschensohn hintreten könnt!
Die vom Staat verordneten Einschränkungen sind Notmaßnahmen, damit die Folgen der Pandemie uns nicht über den Kopf wachsen. Wir können sie im Sinne des Advents nützen um nachzudenken, wie wir mit den großen weltweiten Problemen der Pandemie, des Klimawandels und der Migration umgehen können. Als Christen schauen auf zum Menschensohn. Er zeigt uns Einstellungen und Haltungen, die uns aus der Krise führen können.
Jetzt haben wir die Bescherung. Im vergangenen Sommer wollten die meisten Menschen nicht daran denken, dass die Pandemie uns wieder so einschneidend zusetzen wird. Dank der rückläufigen Infektionszahlen in der warmen Jahreszeit fühlten wir uns in Sicherheit. Jetzt fragen wir uns: Wer trägt Schuld dass es so weit gekommen ist? Jeder sucht sich seinen Sündenbock und: schuld sind immer die anderen. Nicht hören wollen wir, dass wir auch mit schuld sind, weil wir es an Wachsamkeit haben fehlen lassen und es mit den Vorsichtsmaßnahmen nicht mehr so genau genommen haben.
Was uns gegenwärtig angesichts der Pandemie bewusst wird, gilt auch für andere Probleme, die uns Angst machen. Wie schön wäre es, wenn eine Weltklimakonferenz die schlimmsten Folgen des Klimawandels verhindern könnte. Sobald wir jedoch aufgefordert werden, einen persönlichen Beitrag zu leisten und uns in dem einen und anderen Bereich einzuschränken, beginnen wir zu vergleichen und herauszustreichen, dass wir ohnehin nicht so schlecht unterwegs sind wie andere.
Wir errichten Zäune, um Migranten aus anderen Erdteilen davon abzuhalten zu uns zu kommen. Zur gleichen Zeit sind nur wenige bereit, sich für die Entwicklung ärmerer Länder zu engagieren.
Von Zeit zu Zeit überfallen uns kollektive Ängste: Wohin wird das alles führen? Wie viele und welche Opfer wird die Pandemie noch fordern? Wann und mit welcher Wucht kommt das nächste Virus? Welche Schäden wird die Erderwärmung noch anrichten? Wohin treibt unsere Gesellschaft, wenn sich alte Ordnungen auflösen und neue sich nur nach und nach entwickeln? Wir sorgen uns um unseren Wohlstand, die Freiheit und um die Zukunft der kommenden Generationen.
Das Evangelium, das wir heute am ersten Adventsonntag gehört haben, wurde in einer Zeit niedergeschrieben, in der es in mancher Hinsicht drunter und drüber ging. Viele lebten in Angst. Die religiösen Minderheiten wie die Juden und die Christen mussten immer wieder als Sündenböcke herhalten und wurden verfolgt. Wie kann man da noch Hoffnung haben? Manche nahmen Zuflucht in die Hoffnung, dass ohnehin bald alles zu Ende ist. Sie deuteten alle bedrohlichen Ereignisse als Anfang vom Ende.
Die Verfasser der Evangelien bemühten sich, den Blick ihrer Hörer- und Leserschaft auf Jesus Christus zu lenken. Von ihm erwarten sie, dass er die Welt richten und neu ordnen wird. "Wenn dies beginnt, dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe." Weiters raten sie zur Wachsamkeit. Sie warnen davor, sich durch welche Mittel auch immer zu betäuben und vor dieser Wirklichkeit zu flüchten.
Mittlerweile warten wir schon nahezu zweitausend Jahre, dass der Menschensohn mit großer Kraft und Herrlichkeit kommt und die Seinen aus diesen Nöten herausholt. Bzw. die meisten warten schon lange nicht mehr… - Zumindest nicht in dem Sinne wie die Christen damals.
Dennoch glaube ich, dass diese Passagen der Evangelien nicht obsolet oder hinfällig geworden sind. Ich halte nicht Ausschau nach einem Wunderwutzi, der nach Batman-Manier kommt und aus dieser Welt herausholt. Ich glaube vielmehr, dass uns der Menschensohn Jesus Christus die Instrumente in die Hand gegeben hat, mit denen wir unserer Bedrohungen Herr werden können. Er hat einfach und in materieller Hinsicht anspruchslos gelebt, solidarisch mit den Einfachen und Armen. Er hat Ausgegrenzte integriert, hat Frieden, Versöhnung und Barmherzigkeit nicht nur gefordert, sondern konkret gelebt. An diesen Einstellungen hat er auch angesichts des Todes festgehalten. Seine Hoffnung für diese Welt kam von Gott her.
Auf der Suche nach Strategien der Angstbewältigung lohnt es sich auch heute noch, zu ihm, der in den Himmel entrückt ist, aufzuschauen, von ihm zu lernen und mit seinen Einstellungen an die Herausforderungen unserer Zeit heranzugehen. Alarmismus, Panikmache, Auseinanderdividieren der Bevölkerungsgruppen sowie Rückzug in abgeschottete Welten wird die anstehenden Probleme nicht lösen. Es braucht heute weltweite Zusammenarbeit, Solidarität, Versöhnung der Völker, wechselseitigen Respekt und Hinhören auf die Sorgen und Nöte der anderen, funktionierende Konzepte der Integration.
Der Lockdown ist eine Zeit des Innehaltens. Wir haben zwangsweise Zeit, die wir neu füllen müssen. In der Tradition war der Advent jedes Jahr eine Zeit des Innehaltens. Ein selbstgewählter Lockdown, der uns helfen wollte, über Dinge nachzudenken, für die uns im Getriebe des Alltags zu wenig Zeit blieb. Nicht eine Zeit des Dahindösens, sondern eine Zeit des Wachwerdens und Bewusstmachens von Werten, die in unserem Leben nicht zu kurz kommen dürfen. Machen wir aus der Not eine Tugend und geben wir dem Advent dank des Lockdowns seinen ursprünglichen Sinn zurück.
Katastrophen, persönliche Schicksale, gesellschaftliche Entwicklungen lösen vielfach Ängste aus. Ängste haben auch eine positive Seite: Sie lösen Kräfte aus, die uns helfen Lösungen zu finden. Die Evangelien leiten uns darüber hinaus an, auf Christus zu schauen und darauf zu vertrauen, dass Gott in unser Leben kommt, um uns zu erlösen.
Kommt Ihnen dieser Text bekannt vor? Zweimal musste ich schauen, denn wir haben ihn vor zwei Wochen in der Fassung des Evangelisten Markus gehört.
Wieder hören wir von ungebändigten Naturgewalten, von Zeichen am Himmel und von der Angst der Menschen. In andere Worte gekleidet, könnte das ein Text aus 2021 sein. Wir erlebten (oder bekamen Berichte davon), was Umweltkatastrophen wie Brände, Hitze und Fluten anrichten, Vulkanausbrüche und Stürme, Erdbeben und Überschwemmungen. Vieles davon ist mitverursacht durch den Menschen, den Ausstoß von Treibhausgasen, manches davon entzieht sich dem völlig, es sind Bewegungen und Veränderungen der Erdkruste, die uns zeigen, wie klein und hilflos wir in Wirklichkeit sind, wenn wir der Natur gegenüberstehen.
Menschen ängstigen sich vor dem Übermächtigen, Sichtbaren, wie den konkret und bedrohlich gewordenen Katastrophen, und sie haben Angst vor den unsichtbaren Gewalten, der wissenschaftlich gestützten Bedrohung durch den Klimawandel oder die Pandemie des Covid-19-Virus mit ihren vielfältigen Begleiterscheinungen: Krankheit und Tod, Isolation, wirtschaftlichen Zusammenbrüchen, gesellschaftlichen Spaltungen, dem Verlust von Lebensräumen, dem Abbruch von Gesprächen und Dialogen.
Sobald eine gewisse Menge von Angst im Spiel ist, greifen Verstand und Ratio nicht mehr so richtig: Die Angst vor Erkrankung und einem schlimmen Tod, die Angst vor der Vergiftung des eigenen (noch gesunden) Körpers, die Angst vor Ansteckung und Verlust des Gewohnten, die Angst vor Unfreiheit und Knechtung durch Gesetze und Vorschriften. Welche Angst ist „wichtiger", wiegt schwerer - deine oder meine? Eine Rangliste dieser Ängste zu erstellen ist da sinnlos und führt nicht zusammen.
Ängste zu benennen und einander mitzuteilen, ist ein hilfreicher Weg zur Selbsterkenntnis
eine vor einander ausgesprochene Angst kann mitunter auch kleiner werden. Außerdem ist es eine Möglichkeit, um Gräben zu überbrücken: Ein Gespräch über meine und deine Ängste ist auch ein Weg zu mehr Verständnis füreinander.
Angst ist ein Gefühlszustand, der kopflos macht und lähmt, und zwar ein Zustand der viel Kraft bindet - und damit auch beinhaltet. Diese Energie, die in der Angst und ihrer Aufrechterhaltung steckt, lässt sich wandeln in Kraft zur Verbesserung der Lebensumstände.
Wie eine solche Wandlung in Gang kommen kann, lesen wir im heutigen Bibeltext: Der Evangelist Markus (vor 14 Tagen gehört) gibt den jungen, bedrängten Gemeinden von Christ*innen eine Perspektive und verspricht - nach bedrohlichen und turbulenten Zeiten Rettung. Lukas schreibt nun den älteren Text des Markus weiter und rückt eine Haltung in den Blick, die nach vorne gewandt ist. Die Bibel in gerechter Sprache übersetzt: Wenn Menschen den Atem anhalten vor Furcht und vorauseilender Angst darüber, was über den Erdkreis kommen wird - dann richtet euch auf und erhebt euren Kopf! Habt Acht auf euch, damit eure Herzen nicht durch Trunkenheit und Rausch und Lebensangst beschwert werden.
Der Macht der Angst, die uns lähmen kann, können und müssen wir ein Quantum an Widerstand entgegenhalten, damit wir den Kopf über Wasser haben: uns aufrichten (auch wenn uns nicht danach ist), herumschauen - das geht nur mit erhobenem Kopf. Und nüchtern bleiben - im echten Sinn (wenn sich Lukas gegen Alkohol und andere berauschende Drogen wendet) und auch im übertragenen. Die Vernunft hochhalten.
Und eine andere Tugend wird wichtig: Wenn der Tag kommt wie eine Falle, wie ein Fangeisen (das sieht man ja, wenn man ganz genau hinschaut) - mahnt uns Lukas zur Wachsamkeit und Klugheit, dazu genau hinzuschauen und die ganze Lebenserfahrung zu investieren ins Gestalten der Gegenwart, in unser Zugehen auf die Zukunft.
Bis hierher ist das auch ein möglicher Leitfaden für Menschen, die mit Religion bzw. Christentum nichts auf dem Hut haben. Was die Evangelien noch sagen, ist für uns Christ*innen eine echte Perspektive, ein neuer Ausblick: Schaut auf Christus, der kommt. Auf Christus schauen, der den Tod überwunden hat und uns die Heimat bei Gott offen hält das ist mehr, als wir Menschen allein schaffen können mit unseren Dialogen und aller hilfreichen Psychologie.
Wie Christus kommt, wenn er kommt? Die ersten Generationen erwarteten, dass er plötzlich, für alle sichtbar, in einem kosmischen Ereignis kommt, um ein neues göttliches Reich zu schaffen. Das ist nicht so eingetreten. Aber dass Gott in das Leben von Menschen kommt, äußerlich nicht so imposant, aber dennoch wirksam und erlösend, das war und kann immer sein, wie viele Lebensgeschichten bezeugen.
Was wird also wichtig sein in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren? Andere Menschen in ihrer jeweiligen Verfasstheit ernst zu nehmen, vielleicht raubt ihnen die Angst ja gerade den Atem. Wachsam zu sein und vernünftig. Aufmerksam und zuversichtlich. Der Lähmung widerstehen. Einander guten Willen zugestehen. Brücken zueinander bauen.
© Angelika Gumpenberger-Eckerstorfer, Seelsorgerin in Wels St. Franziskus.
Zum Beginn des neuen Kirchenjahres hören wir Texte, die um das Ende der Welt kreisen. Genau besehen geht es aber um einen Neuanfang, den Gott in Bewegung setzt. Wir sind aufgefordert, "Kopf hoch" uns den Anforderungen der neuen Zeit zu stellen.
Möglich, dass wir in Zeiten großer Krisen, vor allem der Klimakrise, diese angekündigten Zeichen im Evangelium jetzt besser verstehen, weil wir ja aufgrund der Naturerscheinungen viel gegenwärtig selber erfahren. Dennoch ist zunächst merkwürdig, dass am Beginn eines neuen Kirchenjahres von der Endzeit gesprochen wird. Stehen wir vor dem Weltuntergang, vor dem Ende der Zeiten? Das sieht alles sehr bedrohlich aus.
Ein Satz im Evangelium lässt aber aufhorchen: „Wenn all das beginnt, dann richtet euch auf… denn eure Erlösung ist nahe.“ Das heißt: Durch die Ankunft des Erlösers beginnt eine neue Zeit. Der Menschensohn bringt Erlösung und Befreiung von all dem, worunter wir zu leiden haben, was uns große Sorgen macht, ein Hoffnungsschimmer also, eine Zusage, die schon damals an Israel in einer konkreten Gefahrensituation mit ähnlichen Worten gerichtet wurde. Dort setzt JHWH einen Neuanfang mit dem Versprechen, dass ein neuer König kommt, der Gerechtigkeit und Frieden bringen wird, der König aus dem Haus Davids.
Noch eine Auffälligkeit im Evangelium: „Richtet euch auf, erhebt eure Häupter, denn eure Erlösung ist nahe.“ Eine ähnliche Stelle finden wir in Psalm 24,7: Erhebt eure Häupter, damit der König der Herrlichkeit einziehen kann. Auch hier liegt der Erlösungsgedanke nahe. Mit anderen Worten: wach bleiben, gut hinhören, aufstehen, mit allen Sinnen vernehmen, welche Botschaft uns der neue König bringen will.
Das alte Kirchenjahr endet mit einem düsteren Markusevangelium, und das neue beginnt mit einem düsteren Lukasevangelium. Das wird dann etwas verständlicher, wenn man weiß, dass das Markusevangelium um das Jahr 70 zur Zeit der Zerstörung des Jerusalemer Tempels aufgeschrieben und durch diese Vernichtung ein ganz wesentliches Identitätsmerkmal des jüdischen Volkes zerstört wurde und das Lukasevangelium gut zwanzig Jahre später niedergeschrieben worden ist. Da sieht die Situation ganz anders aus. Aus diesem Satz lediglich eine Vertröstung aufs Jenseits herauszulesen, wäre zu wenig. Es muss auch eine Vertröstung aufs Diesseits geben.
Die Situation, wie schon erwähnt, ist heute nicht anders. Merken wir schon etwas von der angekündigten Erlösung? Klimakatastrophe, Kriege, Missstände in Politik und Wirtschaft, Korruption. Das macht Angst, ist auch gefährlich, deshalb: „Erhebt eure Häupter.“ Stellt euch den Anforderungen, werdet wach, heraus aus der Lethargie, weg mit der Gleichgültigkeit, weil man ohnedies nichts ändern kann. Seid wachsam, jetzt ist Hilfe nötig. Wer sein Haupt nicht erhebt, bleibt kurzsichtig, „steckt sein Köpferl im Sand“, wie der jüngst verstorbene Arik Brauer in einem beinharten Protestsong feststellt. Das beängstigende Szenario ist mit einem Trostwort verbunden. Vielleicht ist das eine gute Tages- und Wochenlosung: „Erhebt eure Häupter, denn eure Erlösung ist nahe!“ Sie kann schon jetzt beginnen in hoffentlich erfreulichen Alltagserlebnissen und Begegnungen. Sollte das nicht funktionieren, dann: Seid beharrlich im mutigen Vorwärtsstreben!
Die auf den ersten Blick düsteren Texte des 1. Adventsonntags scheinen nicht in unsere vorweihnachtliche Stimmung zu passen. Sie schildern die Welt, wie sie ist. Sie versprechen aber auch einen neuen Anfang. Erhobenen Hauptes können wir unserer Zukunft entgegen gehen.
Die Gegenwart wird von vielen Ängsten und dem Gefühl der Unsicherheit bestimmt. Die biblischen Texte des Advents fassen einerseits die realistische Möglichkeit des Untergangs der Welt ins Auge, wollen aber dennoch Hoffnung vermitteln. Christliche Hoffnung gründet sich im Glauben an einen liebenden Schöpfer, der die Seinen nicht im Stich lässt. Dieser fordert von uns aber auch Wachsamkeit und Achtsamkeit im Umgang miteinander und mit der Schöpfung.
Herr, Jesus Christus,
du bist gekommen,
damit die Liebe Gottes mitten unter uns anbrechen kann.
Herr, erbarme dich.
Du hast uns vorgelebt, wie wir leben sollen,
damit heilbringendes Leben gelingt.
Christus, erbarme dich.
Du hast uns auch ein Beispiel für schwere Stunden gegeben
und eine Hoffnung auf Überwindung all dessen, was uns im Dunkeln hält.
Herr, erbarme dich.
Herr, unser Gott,
alles steht in deiner Macht;
du schenkst das Wollen und das Vollbringen.
Hilf uns, dass wir auf dem Weg der Gerechtigkeit
Christus entgegengehen
und uns durch Taten der Liebe
auf seine Ankunft vorbereiten,
damit wir den Platz zu seiner Rechten erhalten,
wenn er wiederkommt in Herrlichkeit.
Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB 1. Adventsonntag
Vater im Himmel,
mit allem, was uns die letzte Woche geschenkt,
aber auch abverlangt hat,
mit allem, was gelungen und misslungen ist,
stehen wir vor dir.
Auch mit dem, was uns ängstigt in dieser Zeit.
Was uns als Dunkel vor Augen steht.
Wir breiten unsere Hände aus und halten dir alles hin.
Fülle du unsere Hände neu.
Richte du uns auf, dass wir unsere Häupter erheben können
und in deinem Zuspruch wieder neu erfahren:
Unsere Erlösung ist nahe.
Ja, sie ist uns in Christus Jesus schon geschenkt.
Schenke uns die Kraft, darauf unsere Hoffnung zu setzen.
Gott,
du allein bist der Herr der Schöpfung und der Geschichte.
Durch deinen Sohn bietest du uns die Erlösung an.
Am Beginn der Adventszeit bitten wir dich:
Schenk uns das Vertrauen, daß du unser Leben
und unsere Welt in deinen Händen hältst.
Durch Christus, unseren Herrn.
Gott, du gehst unsere Wege mit - durch einsame und bedrängte Zeiten, wenn wir warten und ungeduldig sind, wenn wir unser Ziel erreicht haben. Was uns bewegt, dürfen wir dir sagen, legen wir dir ans Herz:
Gott, wandle du unsere Ängstlichkeit und unser Misstrauen in Zuversicht und Vertrauen.
Gott, begleite uns, wenn wir herumirren, und bau mit an Brücken zueinander.
Gott, flute uns mit Tatkraft, wenn wir uns daran machen, die Welt für die Generationen nach uns zu retten.
Gott, heile unsere Verletzungen und die Wunden, die wir einander zufügen.
Gott, lenke unseren Blick auf die Zeichen deines Kommens und deiner Gegenwart.
Gott, schenke unseren Verstorbenen Heimat und Licht bei dir.
Gott, du gehst unsere Wege mit. Gib du, was wir nicht können, und lass uns deine Nähe spüren.
Darum bitten wir in Christus, unserem Bruder und Herrn. Amen.
© Angelika Gumpenberger-Eckerstorfer, Seelsorgerin in Wels St. Franziskus.
Jesus hat uns die Botschaft von einem Gott des Vergebens und Verstehens gebracht. Er selbst ist für uns zu einem Maßstab der Menschlichkeit geworden.
Ihn lasst uns bitten:
Um eine Zeit der Vorbereitung, in der wir uns in unserem Leben, Denken, Handeln und Sprechen neu auf das ausrichten, was wir in wenigen Wochen zu Weihnachten feiern werden.
Um einen Aufbruch und Neuanfang aus den Niederungen unseres Pandemiealltags, um den Spalt innerhalb der Gesellschaft wieder zu kitten.
Um die Erkenntnis, was uns abseits unseres Machens und Wollens wirklich trägt, wenn die Welt um uns herum zusammenzubrechen droht.
Um Genesung und Hoffnung für die vielen an Covid Erkrankten und alle, die mit ihnen leiden und die, die sie pflegen und betreuen.
Um dein Erbarmen und deine Gerechtigkeit für unsere Verstorbenen.
Jesus, du ermutigst uns zu einem Leben im Vertrauen auf Gott, den du deinen und unseren Vater nennst. Er wirkt in unserem Leben.
Ihm gilt unser Lob, Dank und alle Ehre jetzt und bis in Ewigkeit. - Amen.
Allmächtiger Gott,
alles, was wir haben, kommt von dir.
Nimm die Gaben an, die wir darbringen.
Mache sie für uns in diesem Leben
zum Sakrament der Erlösung
und rufe uns an deinen Tisch im kommenden Reich.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 1. Adventsonntag
Kehrvers:
Kommt, lasst uns danken unserem Herrn,
dem König, der da kommen wird.
Großer und erhabener Gott,
in dieser heiligen Feier wollen wir dir unseren Dank darbringen.
Wir haben Grund dir zu danken, da du uns nie ohne Hoffnung lässt.
Die Propheten haben immer wieder die Hoffnung deines Volkes gestärkt
und ihm verheißen,
dass du (für David) einen gerechten Spross aufsprießen lassen wirst,
der für Recht und Gerechtigkeit im Land sorgen werde.
Kehrvers
Dein Sohn Jesus Christus hat die Jünger gemahnt,
ihre Hoffnung auf dich zu setzen,
wachsam zu bleiben
und sich nicht verwirren zu lassen.
Er hat sie gelehrt,
wie sie in der Liebe zueinander wachsen
und reich werden können,
und wie sie leben müssen, um dir zu gefallen.
Kehrvers
Deine Kirche hat immer wieder den Blick auf den Menschensohn gerichtet
und ihre Hoffnung auf ihn gesetzt, der wiederkommen wird,
um uns endgültig zu erlösen.
Für all das danken wir dir und preisen wir dich
mit der ganzen Schöpfung.
Danklied: z. B. Laudate omnes gentes (GL 386)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, allmächtiger Vater, zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn in seinem ersten Kommen
hat er sich entäußert
und ist Mensch geworden.
So hat er die alte Verheißung erfüllt
und den Weg des Heiles erschlossen.
Wenn er wiederkommt
im Glanz seiner Herrlichkeit,
werden wir sichtbar empfangen,
was wir jetzt mit wachem Herzen gläubig erwarten.
Darum preisen wir dich
mit allen Engeln und Heiligen
und singen vereint mit ihnen
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Advent 1
Wacht und betet allezeit,
damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen
und vor den Menschensohn hintreten könnt!
(Lk 21,36)
Christus spricht:
Richtet euch auf und erhebt euer Haupt,
denn eure Erlösung ist nahe.
(vgl. LK 21,28)
Oder:
Der Herr lasse euch wachsen
und reich werden in der Liebe zueinander und zu allen,
damit ihr ohne Tadel seid,
wenn Jesus, unser Herr, mit all seinen Heiligen kommt.
sei wachsam
warte
auf wen
worauf
wie lange
warte
dass er kommt
wird er denn kommen
wann wird er kommen
wie wird er kommen
warte
er wird kommen
vielleicht
ganz anders als du erwartest
arm
klein
unbemerkt
er wird kommen
warte
und sei bereit
er wartet darauf
dass du
ihn aufnimmst
Herr, unser Gott,
du hast uns an deinem Tisch
mit neuer Kraft gestärkt.
Zeige uns den rechten Weg
durch diese vergängliche Welt
und lenke unseren Blick auf das Unvergängliche,
damit wir in allem dein Reich suchen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 1. Adventsonntag
Samstag der 4. Woche
Herr, Jesus Christus,
in der Erwartung deines Kommens – auch in unsere Zeit –
hast du uns wieder gerufen,
wachsam zu sein,
uns zu besinnen
und uns nicht dem Rausch der Alltäglichkeit hinzugeben,
damit unsere Herzen nicht schwer werden.
Lass uns in dieser adventlichen Zeit
immer wieder deinem Ruf folgen,
damit sie eine Zeit zu dir und zu uns selber werden kann.
Das erbitten wir von dir und dem Vater und dem Hl. Geist.
Gott der Herr
schenke uns seinen Segen
und lasse uns die Ruhe finden
die wir brauchen
um ihm zu begegnen.
Er lasse den Tau des Himmels auf uns herab
damit unsere Hoffnung auf Gottes Kommen
wachsen
und unser Glaube sich erfrischen kann.
Er schenke uns neu das Vertrauen
dass er wirklich kommt
und wir ihn erkennen
als den Gott
der uns liebt und an uns denkt
seit dem Tag
an dem wir geboren wurden.
mir Zeit nehmen
alle Alltäglichkeit (versuchen)
kurze Zeit draußen lassen
nichts erwarten
einfach in Stille da sein
eine Hoffnungskerze entzünden
und mich mit ihr „ins Licht setzen“
mich selbst anschauen –
mit wohlwollendem Blick
wahrnehmen die Fülle in mir
wahrnehmen meinen Mangel
meine Verunsicherungen aushalten
meine Stärken fühlen
alles darf sein
mir Zeit nehmen
einfach zu sein
mir die Möglichkeit geben
mir selbst zu begegnen
mit beharrlicher Geduld
im befreienden Eingeständnis
verletzlich und verwundbar zu sein
oft aufgewühlt und hektisch
aber auch mit viel Freude und Vermögen
all das zulassen
zulassen – wie es gerade ist
einfach hier sein
mit mir
mich selbst sehen
mit dem Wimpernschlag einer kleinen Ewigkeit
im leisen Erahnen
wie sich durch mühsame Entwicklungsschritte
eine neue Lebensqualität eröffnet
so einfach sein dürfen
mit mir
und vielleicht -
nur vielleicht -
erahne ich auch DEN
der kommen will
in diese Welt
und vielleicht -
jetzt gerade -
auch zu mir
dafür will ich
still
und offen sein
Beatrix Senft, unveröffentlicht.
Das ist ein beinhartes Protestlied.
Allerdings richtet sich die Kritik nicht gegen eine bestimmte Gruppe,
Sondern gegen Jederman der sich betroffen fühlt – auch gegen mich selbst.
| Er hod a klanes Häusl in der greanen Au Er hod a guten Posten und a dicke süße Frau Er tut si bei der Arbeit net de Händ verstauchen Er kaun an jeden Sundog a Virginia rauchen Do sogt da mir gehts guat, auf de aundan hau i in huat Do sogt da: Hinter meiner, vorder meiner, links, rechts güts nix Ober meiner, unter meiner siach i nix Spür nix, hear nix und i riach nix. Denk i nix und red i nix und tu i nix Waun da Wind wahd in de Gossn Waun da Wind wahd am Land Waun da wind wahd, do steckt da Sein Köpferl in Sand Do zeig i earm a Stodt aus lauter Fetzen und Scherbn An Plotz wo de Krankn im Rinnsäu sterbm Gras in der Schüssl, im Gsicht de Fliegn De Kinder haum an Wosserbauch und Kretzn am Hirn Sie stinken wie der Mist, damits das net vergißt Refrain I was an Plotz do traut sie kana wos sogn Und rührn sie sich a bisserl, sans dawischt beim brotn Do holns de Kiwara um vieri in da fruah Eini ins Hefen, de Tür fest zua Sie brechn erna de Händ und tretns in de Zähnt Refrain Es pfeifn de Kranaten, es donnert und kracht Sie hockn in der Grubn des gaunze Nocht Sie schiaßn auf olles wos sie rührt Sie schiaßn das de Krachn glüht Da Mutter ihre Buam, fallen um als wia de Ruam Refrain | Er hat ein kleines Häuschen in der grünen Au Er hat einen guten Posten und eine dicke süße Frau Er tut sich bei der Arbeit nicht die Hände verstauchen Er kann an jedem Sonntag eine Virginia rauchen Da sagt er, mir geht es gut, auf die anderen "hau ich den Hut". Da sagt er: Hinter mir, vor mir, links rechts gilt es nichts ober mir, unter mir sehe ich nichts, spür nichts, höre nichts und ich rieche ich nichts, denk ich nichts und red ich nichts und tu ich nichts. Wenn der Wind weht in der Gasse, wenn der Wind weht am Land, wenn der Wind weht, da steckt er sein Köpfchen in den Sand. Da zeige ich ihm eine Stadt aus lauter Fetzen und Scherben, einen Platz, wo die Kranken im Rinnsal sterben, Gras in der Schüssel, im Gesicht die Fliegen, die Kinder haben einen Wasserbauch und Wundschorf an der Stirn sie stinken wie der Mist, damit du sie nicht vergißt. Refrain Ich weiß einen Platz, da getraut sich niemand, etwas zu sagen und rühren sie sich ein bisschen, sind sie erwischt beim "Braten" Da holen sie die Polizisten um vier Uhr früh, hinein ins Gefängnis und die Tür fest zu. Sie brechen ihnen die Hände und treten ihnen in die Zähne. Refrain Es pfeifen die Granaten, es donnert und kracht sie sitzen in der Grube die ganze Nacht sie schießen auf alles, was sich rührt, sie schießen, dass die "Krache" (Gewehr) glüht. Der Mutter Söhne fallen um wie die Rüben. Refrain |
Writer(s): Arik Brauer Lyrics powered by www.musixmatch.com
Wenn Dunkelheit sich allmählich lichtet,
wenn jemand auf Vergeltung verzichtet,
wenn Vergessenes wieder aufleuchten will,
wenn Verborgenes erscheint, zärtlich und still:
Wenn Geschwätziges leise und sacht verstummt,
wenn das Herz ein Lied der Sehnsucht summt,
wenn Menschen sich als Geschwister erkennen,
wenn sie einander Bruder und Schwester nennen:
Wenn müde Augen zu leuchten beginnen,
wenn wir uns auf Jesu Kommen besinnen,
wenn Gottes Charme unsre Sinne berührt,
wenn ein Engel uns zur Weihnacht hinführt:
...dann ist Advent
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Text: Paul Weismantel, Melodie: Reinhard Burchhardt
Guter Gott
du willst zu uns Menschen kommen
öffne unsere Herzen
dass wir zur Versöhnung bereit sind
öffne unsere Hände
für alle, die uns brauchen
öffne unsere Augen
dass wir das Gute in unseren Mitmenschen sehen
öffne unsere Ohren
dass wir deine Einladung nicht überhören
öffne uns ganz
und mach uns bereit
dich aufzunehmen
und zu den Menschen zu tragen
Helene Renner, Still werden und beten. Kommuniongedanken. Pastorale Dienste der Diözese St. Pölten 2015.
Gott, du Lenker unserer Heilsgeschichte
in dieser Zeit des Wartens
wollen wir neu auf deinen Ruf hören
der uns unseren Weg weisen will
in eine neue Zukunft.
Hören wollen wir, was du mit uns vorhast
hören wollen wir, was du uns zumutest
hören wollen wir auf dein Wort
das Leben verheißt.
Hören wollen wir auf deine Wahrheit
die befreit aus der Enge unseres Denkens
und ins Licht deiner Weite führen will.
Hören wollen wir und dir vertrauen
dass du unser Leben in der Hand hältst
dass du unsere manchmal zaghaften Schritte führst
die wir aufeinander zugehen.
Hören wollen wir
und gegen Hass und Ungerechtigkeit auftreten
wie du es uns vorgelebt hast.
Hören wollen wir auf deine Stimme
und deiner Liebe Raum geben
damit wir einander zum Segen werden.
Helene Renner, Still werden und beten. Kommuniongedanken. Pastorale Dienste der Diözese St. Pölten 2015.
Am Türgitter des von Richard Kurt Fischer 1991 in Innsbruck-Arzl erbauten Gotteshauses, dessen äußere Erscheinung einem Bergkristall ähnelt, steht die Frage „Quo vadis?“ – Wohin gehst du, Mensch? Ich könnte weiterfragen: Wohin gehe ich heute? Ich gehe im Advent sicher in dieses und jenes Kaufhaus, um Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Aber kommt der eigentliche Sinn des Advents bei mir oder in der Gesellschaft noch vor? Ist diese Zeit noch eine Vorbereitung auf das Kommen des Herrn?
Bettina Wegner schreibt in ihrem Jesusgedicht: „Jesus steig nie herab. Du kriegst keine Wohnung und vom Kuchen nichts ab. Du kriegst keine Arbeit und du kommst in den Knast, weil du radikal und leise Widerstand geleistet hast. Mensch Jesus, bleib oben, sonst schlagen die dich tot!“. Trotzdem kommt Jesus auch heute in unsere Zeit. Er will nicht seinen „Einfluss“ sichern, sondern sich immer wieder verschenken. Das ist wahrlich ein Dienst Gottes an uns, ein „Gottesdienst“. Doch die Welt ist verrückt, das heißt im wörtlichen Sinn genommen, nicht an der richtigen Stelle, weil sich jeder selbst und nicht Gott zum Mittelpunkt macht. Gott wird an den Rand gedrängt, im Leben kommt er nicht vor. Trotzdem bleibt Gott seiner Idee treu, in uns sein Zelt aufzuschlagen.
Im Jahre 1955 hat der Dichter Ferlinghetti geschrieben: „Christus klettert vom Weihnachtsbaum herab, läuft von den Warenhäusern und Fernsehschirmen fort und kommt leise in den Schoß irgendeiner anonymen Maria zurück. Jesus wird wiederum erwartet, eine unvorstellbare und unmöglich erscheinende Wiederempfängnis, die allerverrückteste aller Wiederkünfte wird aufs neue Wirklichkeit“. Das Leben wird neu. Weihnachten wird es wieder. Freuet euch!
Emmerich Beneder
1.Wie soll ich dich empfangen
und wie begegn ich dir,
o aller Welt Verlangen,
o meiner Seelen Zier?
O Jesu, Jesu, setze
mir selbst die Fackel bei,
damit, was dich ergötze,
mir kund und wissend sei.
2. Dein Zion streut dir Palmen
und grüne Zweige hin,
und ich will dir in Psalmen
ermuntern meinen Sinn.
Mein Herze soll dir grünen
in stetem Lob und Preis
und deinem Namen dienen,
so gut es kann und weiß.
3. Was hast du unterlassen
zu meinem Trost und Freud,
als Leib und Seele saßen
in ihrem größten Leid?
Als mir das Reich genommen,
da Fried und Freude lacht,
da bist du, mein Heil, kommen
und hast mich froh gemacht.
4. Ich lag in schweren Banden,
du kommst und machst mich los;
ich stand in Spott und Schanden,
du kommst und machst mich groß
und hebst mich hoch zu Ehren
und schenkst mir großes Gut,
das sich nicht lässt verzehren,
wie irdisch Reichtum tut.
5. Nichts, nichts hat dich getrieben
zu mir vom Himmelszelt
als das geliebte Lieben,
damit du alle Welt
in ihren tausend Plagen
und großen Jammerlast,
die kein Mund kann aussagen,
so fest umfangen hast.
6. Das schreib dir in dein Herze,
du hochbetrübtes Heer,
bei denen Gram und Schmerze
sich häuft je mehr und mehr;
seid unverzagt, ihr habet
die Hilfe vor der Tür;
der eure Herzen labet
und tröstet, steht allhier.
7. Ihr dürft euch nicht bemühen
noch sorgen Tag und Nacht,
wie ihr ihn wollet ziehen
mit eures Armes Macht.
Er kommt, er kommt mit Willen,
ist voller Lieb und Lust,
all Angst und Not zu stillen,
die ihm an euch bewusst.
8. Auch dürft ihr nicht erschrecken
vor eurer Sünden Schuld;
nein, Jesus will sie decken
mit seiner Lieb und Huld.
Er kommt, er kommt den Sündern
zu Trost und wahrem Heil,
schafft, dass bei Gottes Kindern
verbleib ihr Erb und Teil.
9. Was fragt ihr nach dem Schreien
der Feind und ihrer Tück?
Der Herr wird sie zerstreuen
in einem Augenblick.
Er kommt, er kommt, ein König,
dem wahrlich alle Feind
auf Erden viel zu wenig
zum Widerstande seind.
10. Er kommt zum Weltgerichte:
zum Fluch dem, der ihm flucht,
mit Gnad und süßem Lichte
dem, der ihn liebt und sucht.
Ach komm, ach komm, o Sonne,
und hol uns allzumal
zum ewgen Licht und Wonne
in deinen Freudensaal.
Paul Gerhardt (1653) in: EG 11.
Angst als kollektives Trauma ist nicht erst seit den Anschlägen von Paris ein Thema. In der Flüchtlingskrise wird nicht nur emotional diskutiert, es wird bewusst mit Ängsten gespielt. Wie soll man umgehen mit Angst? Was steht auf dem Spiel, wenn wir Sicherheit gegen Freiheit tauschen?
Sebastian Pumberger, Noura Maan - derStandard.at (22. November 2015, 10:20)
http://derstandard.at/2000026111331/Wir-sollen-uns-fuerchten
2012 ist ein US-amerikanischer Katastrophenfilm des Regisseurs Roland Emmerich aus dem Jahr 2009. Die Weltpremiere fand am 11. November, die Deutschlandpremiere am 12. November 2009 statt. In den Hauptrollen spielen John Cusack, Chiwetel Ejiofor, Amanda Peet, Danny Glover, Thandie Newton, Oliver Platt und Woody Harrelson. Der Film basiert auf der Idee, dass nach dem Ende der Langen Zählung des Maya-Kalenders die Welt im Jahr 2012 untergehen wird. Dabei greift der Film die von Charles Hapgood 1958 vorgestellte Hypothese der Erdkrustenverschiebung auf, die mit zahlreichen Begleitphänomenen (Erdbeben, Vulkanausbrüche, Flutwellen) zum Weltuntergang führt. Der Film dominierte das Startwochenende mit Position 1 in den US-amerikanischen Kinos und spielte weltweit in nur vier Tagen 225 Millionen Dollar ein, womit das Produktionsbudget von 200 Millionen US-Dollar innerhalb kurzer Zeit wieder eingespielt wurde.
http://de.wikipedia.org/
Das Kometenlied ist ein berühmtes Wiener Couplet aus der Posse Der böse Geist Lumpazivagabundus (1833) von Johann Nestroy. Die Musik stammt von Adolf Müller senior.
1.
Es is kein' Ordnung mehr jetzt in die Stern',
D' Kometen müßten sonst verboten wer'n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein' Paß;
Und jetzt richt't a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z'grund;
Aber lass'n ma das, wie's oben steht,
Auch unt' sieht man, dass 's auf 'n Ruin losgeht.
Abends traut man ins G'wölb sich nicht hinein
Vor Glanz, denn sie richten s' wie d' Feentempel ein;
Der Zauberer Luxus schaut blendend hervur,
Die böse Fee Krida sperrt nacher 's G'wölb' zur.
Da wird einem halt angst und bang,
Die Welt steht auf kein' Fall mehr lang.
2.
Am Himmel is die Sonn' jetzt voll Capriz,
Mitten in die Hundstag' gibt s' kein' Hitz';
Und der Mond geht auf so rot, auf Ehr',
Nicht anderster, als wann er b'soffen wär'.
Die Millichstraßen, die verliert ihr'n Glanz,
Die Milliweiber ob'n verpantschen s' ganz;
Aber lass'n ma das, herunt' geht's z' bunt,
Herunt' schon sieht man's klar, die Welt geht z'grund.
Welche hätt' so ein' g'scheckten Wickler einst mög'n,
A Harlekin is ja grad nur a Spitzbub dageg'n;
Im Sommer trag'n s' Stiefel, à jour-Strümpf' im Schnee,
Und statt Haub'n hab'n s' gar Backenbärt' von tull anglais.
Da wird einem halt angst und bang,
Ich sag': D'Welt steht auf kein' Fall mehr lang.
3.
Der Mondschein, da mög'n s' einmal sag'n, was s' woll'n,
Ich find', er is auf einer Seiten g'schwoll'n,
Die Stern' wer'n sich verkühl'n, ich sag's voraus,
sie setzen sich zu stark der Nachtluft aus.
Der Sonn' ihr G'schundheit ist jetzt a schon weg,
Durch'n Tubus sieht man's klar, sie hat die Fleck';
Aber lass'n ma das, was oben g'schieht,
Herunt' schon sieht man, 's tut's in d'Länge nicht.
Sie hab'n Zeitungen jetzt, da das Pfennig-Magazin,
Da is um ein' Pfennig all's Mögliche drin;
Jetzt kommt g'wiß bald a Zeitschrift heraus, i parier',
Da krieg'n d'Pränumeranten umsonst Kost und Quartier.
Da wird einem halt angst und bang,
Die Welt steht auf kein' Fall mehr lang.
4.
Die Fixstern', sag'n s', sein alleweil auf ein' Fleck',
's is erlog'n, beim Tag sein s' alle weg;
's bringt jetzt der allerbeste Astronom
Kein' saub're Sonnenfinsternis mehr z'amm'.
Die Venus kriegt auch ganz ein' andere G'stalt,
Wer kann davor, sie wird halt a schon alt;
Aber wenn auch ob'n schon alles kracht,
Herunt' is was, was mir noch Hoffnung macht.
Wenn auch 's meiste verkehrt wird, bald drent und bald drüb'n,
Ihre Güte ist stets unverändert geblieb'n;
Drum sag' i, aus sein' Gleis' wird erst dann alles flieg'n,
Wenn Sie Ihre Nachsicht und Huld uns entzieh'n.
Da wurd' ein' erst recht angst und bang,
denn dann stund' d'Welt g'wiß nicht mehr lang.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kometenlied
Im Angesicht der Zerstörung Jerusalems spricht der Prophet Jeremia seinem Volk neue Hoffnung zu. Gott bleibt seinen Verheißungen treu. Wo die einen nur Untergang sehen, dürfen die Glaubenden bereits den Neubeginn erhoffen.
Lesung aus dem Buch Jeremia.
Siehe, Tage kommen - Spruch des HERRN - ,
da erfülle ich das Heilswort,
das ich über das Haus Israel
und über das Haus Juda gesprochen habe.
In jenen Tagen und zu jener Zeit
werde ich für David einen gerechten Spross aufsprießen lassen.
Er wird Recht und Gerechtigkeit wirken im Land.
In jenen Tagen wird Juda gerettet werden,
Jerusalem kann in Sicherheit wohnen.
Man wird ihm den Namen geben:
Der HERR ist unsere Gerechtigkeit.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Die Kapitel 26 bis 35 des Jeremiabuches, denen die erste Lesung des Ersten Adventsonntags entnommen ist, enthalten Drohworte und Verheißungen an Jerusalem und Juda. In ihrem Kern sind sie in den Auseinandersetzungen vor dem Zusammenbruch Judas entstanden. Die Worte des Jeremia waren vielen Juden in der babylonischen Gefangenschaft Verheißung und Trost. Die Verse der Lesung sind Teil eines verhältnismäßig späten Nachtrags zu den Trost- und Verheißungsworten des Propheten.
Im V. 15 wird ein Spross für David verheißen. Dies zu einer Zeit, in der das Haus David völlig darniederlag. Das Wort "Spross" spielt auf ein Bild des Propheten Jesaja (Jes 10:33) an, in dem er Juda mit einem Wald vergleicht, dessen mächtige Bäume gefällt werden.
Aufgabe des Königs ist es, für Recht und Gerechtigkeit zu sorgen. Der verheißene König wird im Gegensatz zu König Jojakim, dem Jeremia das Gericht ankündigte, dieser Aufgabe nachkommen.
Die Perikope stellt eine Sammlung von Einzelsprüchen dar, die das kommende Heil betreffen. Sie sind bewusst als "Spruch des Herrn" ausgewiesen, als Jahwewort.
Die Rede vom "Spross" aus dem Haus Davids verweist auf den Titel des künftigen Herrschers, den Messias; sie geht zurück auf Jes 10,28-34, einem Drohwort, dass Juda "wie mächtige Bäume" gefällt wird; aus den Baumstumpf aber erwächst ein junger Trieb (Jes 11,1). Sach 6,12: "Da ist ein Mann, Spross ist sein Name; denn wo er steht, wird es sprossen, und er wird den Tempel des Herrn bauen."
Die Rede von "Recht und Gerechtigkeit" ist mit dem Wirken des Königs verbunden.
Vers 16 "Der Herr ist unsere Gerechtigkeit" verweist auf den letzten König, Zidkija (= "Jahwe ist meine Gerechtigkeit").
Neubeginn in Zeiten des Untergangs
Mit dem Untergang der Stadt Jerusalem im Jahre 587 v.Chr. wurde auch die Dynastie Davids vom Thron gestürzt. Sie hat etwa vier Jahrhunderte die Geschicke Jerusalems bestimmt. Große Hoffnungen waren mit ihr verbunden gewesen, immerhin hatte der Prophet Natan einst David verheißen, sein Königtum werde auf ewig bestehen bleiben (2 Sam 7,16). Lange Zeit schien sich das auch zu bewahrheiten: Während das Nordreich Israel unterging, trotzte das Südreich Juda den Stürmen der Zeit. Nun war auch seine Stunde gekommen. Allzu selbstsicher hatte man darauf gebaut, es werde Jerusalem schon nichts zustoßen - als wäre der Glaube eine Garantie für ein sorgloses Leben. Doch plötzlich ist alles anders. Die Belagerer stehen vor der Tür. Bald liegt der Tempel in Trümmern, das Volk verliert sein Land und muss ins Exil und über Jerusalem herrschen fremde Fürsten.
Das Neue beginnt zu sprießen
In diese Stunde hinein ist uns die heutige Lesung geschenkt. Als die Not in Jerusalem am größten ist und die Belagerer bereits vor der Tür stehen, verkündet Jeremia: Dies ist nicht das Ende. Zeit seines Lebens hat er Unheil verkündet. Nun, da das Angesagte eingetroffen ist, spricht er den Menschen Mut zu. Er ruft ein gutes Wort in Erinnerung, das in ähnlicher Weise schon einmal zu hören war (vgl. Jer 23,5f). Es gilt nicht nur Juda, sondern auch dem längst untergegangenen Israel, also dem gesamten Gottesvolk. Die Rede ist von einem gerechten Spross, den Gott aufsprießen lässt. Wer aber soll das sein?
Blicken wir auf Jer 23,5, entsteht der Eindruck, es handle sich um einen gerechten König. In Jer 33,14-16 wird das Bild neu gedeutet. Nicht der König, sondern Jerusalem ist dieses Zeichen der Hoffnung. Der Ehrenname „Der Herr ist unsere Gerechtigkeit“ (Jer 25,6; 33,16) bezieht sich nun auf die Gottesstadt. Recht und Gerechtigkeit, die klassischen Aufgaben des Königs, sind jetzt das Kennzeichen des gesamten Volkes Gottes. Wie ein Schößling rasch emporsprießt, wird sich diese Verheißung bald erfüllen. So wird die Bevölkerung der Hauptstadt zum lebendigen Zeichen dessen, dass Gott seinem Volk in Treue zur Seite steht. Sie wird zu einem messianischen Zeichen. Liest man beide Texte des Propheten Jeremia zusammen, wird deutlich, dass es den messianischen König nicht ohne die messianische Gesellschaft gibt.
Hoffnung und Wachsamkeit
Während die alttestamentliche Lesung, der erste Bibeltext, den wir im heurigen Advent hören, die Vorfreude weckt, bringt das Evangelium eine andere Seite ans Licht. Für jene, deren Leben von Bedrängnis getrübt ist, mag der Advent eine Zeit erhoffter Veränderung sein. Doch was ist mit jenen, die das unheilvolle Getriebe dieser Welt befeuern? Für sie ist das kommende Heil eine schmerzliche Form der Veränderung. So tritt zur Vorfreude die Forderung, zu wachen und zu prüfen, auf welcher Seite wir eigentlich stehen.
Klaus Einspieler
© Diözese Linz. Team Bibelwerk Linz und Glaubenskommunikation
Kv: Zu dir, o Herr, erhebe ich meine Seele. - Kv
(oder GL 307,5)
Zeige mir, HERR, deine Wege, *
lehre mich deine Pfade!
Führe mich in deiner Treue und lehre mich; /
denn du bist der Gott meines Heiles. *
Auf dich hoffe ich den ganzen Tag. - (Kv)
Der HERR ist gut und redlich, *
darum weist er Sünder auf den rechten Weg.
Die Armen leitet er nach seinem Recht, *
die Armen lehrt er seinen Weg. - (Kv)
Alle Pfade des HERRN sind Huld und Treue *
denen, die seinen Bund und seine Zeugnisse wahren.
Der Rat des HERRN steht denen offen, die ihn fürchten, *
und sein Bund, um ihnen Erkenntnis zu schenken. - (Kv)
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Thessalonich.
Schwestern und Brüder!
Euch aber lasse der Herr wachsen und reich werden
in der Liebe zueinander und zu allen,
wie auch wir euch lieben,
damit eure Herzen gestärkt werden
und ihr ohne Tadel seid,
geheiligt vor Gott, unserem Vater,
bei der Ankunft Jesu, unseres Herrn,
mit allen seinen Heiligen.
Amen.
Im Übrigen, Brüder und Schwestern,
bitten und ermahnen wir euch
im Namen Jesu, des Herrn:
Ihr habt von uns gelernt,
wie ihr leben müsst, um Gott zu gefallen,
und ihr lebt auch so;
werdet darin noch vollkommener!
Ihr wisst ja,
welche Ermahnungen wir euch
im Auftrag Jesu, des Herrn, gegeben haben.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Der Erste Brief an die Thessalonicher, dem die zweite Lesung des Ersten Adventssonntags entnommen ist, gilt als der älteste erhaltene Brief des Apostels Paulus. Auf seiner zweiten Missionsreise um das Jahr 50 hat er die Gemeinde in Thessaloniki gegründet, musste aber infolge heftiger Agitationen jüdischer Kreise die Stadt vorzeitig verlassen. Von Athen aus, einer weiteren Station seiner Missionsreise, schickte er Timotheus, um die Gemeinde in Thessaloniki zu besuchen. Auf die erfreulichen Nachrichten hin, die Timotheus von dort nach Athen brachte, schrieb Paulus den vorliegenden Brief, um die Christen der jungen Gemeinde zu stärken.
Die hier von Paulus geäußerten Wünsche und Mahnungen werden erst verständlich, wenn man sich vor Augen hält, dass Paulus fest von der baldigen Rückkehr des Messias/Christus und von der Vollendung der Welt überzeugt war. In dieser Verfassung war nichts dringlicher als die persönliche Integrität jedes einzelnen. Es geht für den Christen darum, Gott zu gefallen und ohne Tadel zu sein, wenn der Messias zurückkehrt.
Aus dem ältesten der Paulusbriefe sind hier Wünsche und Erwartungen an die Gemeinde benannt. Paulus geht es dabei um eine geschwisterliche Liebe untereinander. Das Ziel, auf das alles zuläuft, ist in 3,13 benannt: "Wenn Jesus, unser Herr, mit allen seinen Heiligen kommt" – also die Parusie.
Als Vorbild für ein Leben, das sich an diesem Ziel ausrichtet, stellt Paulus sein eigenes Leben hin.
Halleluja. Halleluja.
Lass uns schauen, HERR, deine Huld
und schenk uns dein Heil!
Halleluja!
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen
und auf der Erde
werden die Völker bestürzt und ratlos sein
über das Toben und Donnern des Meeres.
Die Menschen werden vor Angst vergehen
in der Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen;
denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
Dann wird man den Menschensohn
in einer Wolke kommen sehen,
mit großer Kraft und Herrlichkeit.
Wenn dies beginnt,
dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter;
denn eure Erlösung ist nahe.
Nehmt euch in Acht,
dass Rausch und Trunkenheit
und die Sorgen des Alltags euer Herz nicht beschweren
und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht
wie eine Falle;
denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen.
Wacht und betet allezeit,
damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen
und vor den Menschensohn hintreten könnt!
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Mit dem Ersten Adventssonntag beginnt in der Liturgie das Lesejahr C, in dem ein großer Teil der Evangelientexte dem Werk des Lukas entnommen sind. Gleich der Einstieg am Ersten Adventssonntag bietet einen Text, der sich in ähnlicher Gestalt auch bei Markus und Matthäus findet. Er gehört zur apokalyptischen Literatur, die im Spätjudentum sehr beliebt war und auch in die ersten drei Evangelien Eingang gefunden hat.
Lukas übernimmt jedoch nicht einfach den Text, wie er ihn bei Markus vorgefunden hat. Er zieht seine eigenen Linien und setzt eigene Akzente. Nach der Zerstörung Jerusalems bahnt sich bei Lukas eine Abkehr von der unmittelbaren Naherwartung der Messiasrückkehr an. Die Weltuntergangsvisionen der Apokalyptiker haben sich für ihn im Fall Jerusalems erfüllt, und dennoch geht das Leben, auch jenes der christlichen Gemeinden weiter.
Lukas interessiert sich weniger als seine "Evangelistenkollegen" für die kosmischen Ereignisse. Er spricht zwar von der Erschütterung des Himmels, vom Toben des Meeres und von der Angst der Menschen. Für ihn sind das Mahnungen, auf das Kommen des Menschensohnes zu blicken und auf dieses Ereignis hin das Leben auszurichten.
Lukas sieht durch das Noch-nicht-Eintreten des Kommens des Menschensohnes die Gefahr der Verflachung des christlichen Lebens. Wie die Heiden beginnen Christen ihren Lebensinhalt in Rausch und Lebensgenuß zu suchen oder sie gehen in den Sorgen des Alltags auf. Nach Auffassung des Lukas sollen sie in Wachsamkeit und Gebet ihr Leben auf das Kommen Christi ausrichten.
Aus der Endzeitrede Jesu (Lk 17,20-37) sind hier zwei kurze Abschnitte herausgenommen: die kosmische Schilderung (Verse 25-28) und die Mahnrede (Verse 34-36). Zielpunkt ist hier (ähnlich wie in der Lesung aus dem Ersten Thessalonicherbrief) in Vers 27 die Rede vom Kommen des Menschensohns "in Macht und Herrlichkeit".
Die apokalyptische Schilderung zeigt die Begleitumstände dieses Kommens; nicht um eine Angstmacherei geht es dabei (wie es Vers 26 nahelegen könnte), sondern darum, die Hoffnung zu nähren, dass die Bedrängnis ein Ende haben wird: die Erlösung ist nahe, die Menschen können ihre Häupter erheben (Vers 28).
In der Mahnrede (Verse 34-36) warnt Jesus vor einem gedankenlosen "In-den-Tag-Hineinleben"; der Blick auf die kommende Endzeit hat Auswirkung auf mein Leben hier und jetzt. "Wachet und betet" (Vers 36) ist die Haltung, die es braucht: Aufmerksamkeit für das Leben um mich herum - und Offenheit für Gottes Wirklichkeit darin.
Die vorliegende Perikope umfasst sieben Verse aus der endzeitlichen Rede Jesu, die der Evangelist unmittelbar vor die Passionsgeschichte gesetzt hat. Diese Predigt ist in allen drei Evangelien enthalten. Die Verse schauen zum einen auf das erneute Kommen Jesu und haben dafür andererseits Ermahnungen parat. Im Gegensatz zu den sehr frühen Paulus-Schriften versucht Lukas die Naherwartung des Kommens zu relativieren. Seine Ermahnungen zielen auf eine gute Gestaltung der irdischen Zeit - etwa einerseits durch Mission bei fremden Völkern, andererseits durch ein gutes persönliches Leben -, nach der das Kommen Jesu in Herrlichkeit dann stattfinden kann.
Die Texte des 1. Adventsonntags sind voller Verheißungen: In der 1. Lesung prophezeit der Prophet Jeremia dem Volk Israel in einer Krisenzeit eine Rettergestalt, die für Recht und Gerechtigkeit sorgen wird. Diese verheißene Rettergestalt sehen die Christ:innen in Jesus, der gekommen ist und den sie wieder erwarten.
Jesus selbst offenbart im Evangelium seinen Jüngerinnen und Jüngern den Heilsplan Gottes. Zur Zeit der Niederschrift des Evangeliums sind damit die Christ:innen der lukanischen Gemeinde angesprochen - somit eindeutig die „Insider“.
Bekannte Bilder ...
Mit ausdrucksstarken Bildern wird der Beginn der Endzeit beschrieben: unerklärliche Zeichen am Himmel, die in Bestürzung und Ratlosigkeit versetzen, und das Donnern des Meeres, das an die chaotische Urflut vor Gottes ordnendem Eingreifen erinnert. Damit werden bekannte Texte aus den Heiligen Schriften des jüdischen Volkes in Erinnerung gerufen. Propheten wie Amos oder Joel beschreiben den Tag JHWHs in ähnlichen Bildern (vgl. Am 5,18-20; Joel 3,3-5).
Angst oder Freude?
Außergewöhnliche, nicht erklärbare Phänomene verursachen Angst. Und genauso wird die Reaktion der Menschen zunächst beschrieben (bis heute halten bestimmte, auf Endzeit orientierte religiöse Gruppierungen ihre Anhänger:innen auf diese Weise in ihren Reihen). Dann wechselt allerdings die Stimmung jäh: Herein bricht nicht die erwartete schreckliche Katastrophe, sondern der ersehnte Menschensohn kommt mit Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels - ebenfalls ein bekanntes Bild aus dem Prophetenbuch Daniel. In dieser prophetischen Vision werden dem Menschsohn von Gott her „Herrschaft, Würde und Königtum gegeben“ (vgl. Dan 7,13-14). Die an den Menschensohn Glaubenden (in diesem sahen die Christ:innen Jesus selbst) - haben keinen Grund für Angst und Panik, sondern bei ihnen ist Freude angesagt über die nahe bevorstehende Erlösung.
Werbung für den „Weg“
Die Auseinandersetzungen mit dem wieder erstarkenden Judentum, dem römischen Kaiserkult und mit gnostischen Strömungen prägten das Leben der frühen christlichen Gemeinden in ihrer jüdischen und heidnischen Umwelt. Die Versuchung, den „Weg“ (so bezeichnet Lukas das junge Christentum in seiner Apostelgeschichte - vgl. Apg 9,2; 19,9 - im griechischen Text fehlt das in der Einheitsübersetzung beigefügte „Jesu“) angesichts so starker Konkurrenz und den sich daraus ergebenden Nachteilen wieder zu verlassen, war durchaus gegeben. Die Ankündigung vom Kommen des Menschensohns und der damit verbundenen Zusage der Erlösung darf daher auch im Sinne von Werbung in den eigenen Reihen verstanden werden. Der abschließende Aufruf zum Wachen und Beten, um allzeit für die Ankunft des richtenden Menschensohns bereit zu sein, zeigt nochmals die Dringlichkeit des Anliegens auf.
Ingrid Penner
© Diözese Linz. Team Bibelwerk Linz und Glaubenskommunikation
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen
und auf der Erde
werden die Völker bestürzt und ratlos sein
über das Toben und Donnern des Meeres.
Die Menschen werden vor Angst vergehen
in der Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen;
denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
Dann wird man den Menschensohn
in einer Wolke kommen sehen,
mit großer Kraft und Herrlichkeit.
Wenn dies beginnt,
dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter;
denn eure Erlösung ist nahe.
Und er sagte ihnen ein Gleichnis:
Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an:
Sobald ihr merkt, dass sie Blätter treiben,
erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist.
So erkennt auch ihr,
wenn ihr das geschehen seht,
dass das Reich Gottes nahe ist.
Amen, ich sage euch:
Diese Generation wird nicht vergehen,
bis alles geschieht.
Himmel und Erde werden vergehen,
aber meine Worte werden nicht vergehen.
Nehmt euch in Acht,
dass Rausch und Trunkenheit
und die Sorgen des Alltags euer Herz nicht beschweren
und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht
wie eine Falle;
denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen.
Wacht und betet allezeit,
damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen
und vor den Menschensohn hintreten könnt!
Weitere Gottesdienstvorschläge auf: www.netzwerk-gottesdienst.at
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes. Amen.
Gott nimmt Anteil an unserem Leben, an unseren Freuden, an unseren Sorgen und Nöten. Darum ist er in Jesus in diese Welt gekommen. Wir warten auf IHN, auf sein Wiederkommen. Wir gehen immer mehr auf IHN zu, auf unser Heil. Das zeigt sich auch am Adventskranz. Je mehr Kerzen wir entzünden, umso heller wird es am Adventskranz, umso näher ist Weihnachten, das Fest seiner Geburt, umso näher kommt auch unser Heil.
Zum Beginn dieses Hausgottesdienstes segnen wir unseren Adventkranz und entzünden wir die erste Kerze.
Wir loben und preisen Gott, unseren Schöpfer:
Gepriesen bist du, Herr, unser Gott.
Du hast alles erschaffen, denn du bist die Liebe und der Quell des Lebens.
Wir loben dich. – (Alle): Wir preisen dich.
In deinem Sohn schenkst du uns Licht und Leben.
Wir loben dich. – (Alle): Wir preisen dich.
Dein Geist erleuchtet unsere Herzen,
damit wir erkennen, zu welcher Hoffnung wir berufen sind.
Wir loben dich. – (Alle): Wir preisen dich.
Wir danken dir, Herr, unser Gott.
Du schenkst uns die Freude des Advents.
Voll Hoffnung und Zuversicht erwarten wir das Fest der Geburt deines Sohnes Jesus Christus.
Segne diesen Kranz,
um den wir uns in den Tagen des Advents versammeln.
Segne die Kerzen.
Sie erinnern uns an Jesus, der allen Menschen Licht sein will.
Und wie das Licht der Kerzen immer heller wird,
so lass uns immer mehr dich und die Nächsten lieben.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Bruder und Herrn. - Amen.
Der Adventkranz kann mit Weihwasser besprengt werden.
Dann wird die erste Kerze entzündet.
Bitten wir nun den Herrn um sein Erbarmen, dessen Kommen wir erwarten.
Herr Jesus Christus,
der du einst wiederkommen wirst in Herrlichkeit.
in unseren Zweifeln und Ängsten rufen wir:
Kyrie, eleison.
In unserem Unglauben rufen wir:
Christe, eleison.
In unserer Verstrickung in das, was uns fernhält von dir, rufen wir:
Kyrie, eleison.
Herr Jesus Christus,
Advent - das ist eine Zeit, in der wir auf dich warten.
Advent - das ist eine Zeit, in der wir unsere Hoffnung stärken.
Wir wollen unser Warten gestalten,
jetzt in dieser Feier,
in der wir dein Wort hören,
das uns hoffen lässt in allem, was uns bedrängt.
Wir wollen unser Warten gestalten,
wenn wir in den kommenden Wochen an dich denken,
bewusst das Zusammensein mit dir suchen,
damit wir innerlich mit dem Herzen
auf dich vorbereitet sind. - Amen.
Kehrvers:
Biete deine Macht auf, Herr, unser Gott,
und komm, uns zu retten!
Du Hirte Israels, höre, *
der du Josef leitest wie eine Herde!
Der du auf den Kerubim thronst, erscheine *
vor Efraim, Benjamin und Manasse!
Wecke deine gewaltige Kraft
und komm zu unserer Rettung!
Gott, stelle uns wieder her!
Lass dein Angesicht leuchten und wir sind gerettet!
HERR, Gott der Heerscharen, wie lange noch raucht dein Zorn
trotz des Bittgebets deines Volks?
Du hast sie gespeist mit Tränenbrot, *
sie überreich getränkt mit Tränen.
Du machst uns zum Zankapfel unserer Nachbarn *
und unsere Feinde verspotten uns.
Gott der Heerscharen, stelle uns wieder her!
Lass dein Angesicht leuchten und wir sind gerettet!
Einen Weinstock hobst du aus in Ägypten, *
du hast Völker vertrieben und ihn eingepflanzt.
Du schufst ihm weiten Raum, *
er hat Wurzeln geschlagen und das ganze Land erfüllt.
Sein Schatten bedeckte die Berge, *
seine Zweige die Zedern Gottes.
Seine Ranken trieb er bis zum Meer *
und seine Schösslinge bis zum Eufrat!
Warum rissest du seine Mauern ein? *
Alle, die des Weges kommen, plündern ihn.
Der Eber aus dem Wald wühlt ihn um,
es fressen ihn ab die Tiere des Feldes.
Gott der Heerscharen, kehre doch zurück,/
blicke vom Himmel herab und sieh, *
sorge für diesen Weinstock!
Beschütze, was deine Rechte gepflanzt hat, *
und den Sohn, den du dir stark gemacht!
Die ihn im Feuer verbrannten wie Kehricht, *
sie sollen vergehen vor deinem drohenden Angesicht.
Deine Hand sei über dem Mann zu deiner Rechten, *
über dem Menschensohn, den du dir stark gemacht.
Wir werden nicht von dir weichen. *
Belebe uns und wir rufen deinen Namen an.
HERR, Gott der Heerscharen, stelle uns wieder her, *
lass dein Angesicht leuchten und wir sind gerettet.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
Kehrvers
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
In jenen Tagen, nach jener Drangsal,
wird die Sonne verfinstert werden
und der Mond wird nicht mehr scheinen;
die Sterne werden vom Himmel fallen
und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
Dann wird man den Menschensohn in Wolken kommen sehen,
mit großer Kraft und Herrlichkeit.
Und er wird die Engel aussenden
und die von ihm Auserwählten
aus allen vier Windrichtungen zusammenführen,
vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.
Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand,
auch nicht die Engel im Himmel,
nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.
Gebt Acht und bleibt wach!
Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist.
Es ist wie mit einem Mann,
der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen:
Er übertrug die Vollmacht seinen Knechten,
jedem eine bestimmte Aufgabe;
dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein.
Seid also wachsam!
Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt,
ob am Abend oder um Mitternacht,
ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen.
Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen.
Was ich aber euch sage, das sage ich allen:
Seid wachsam!
"Es wird alles gut!", sagte ein Mitbruder vergangene Tage, als er zum Frühstück kam. Er sprach über Corona, über den Impfstoff und über die Möglichkeit, wie dieser Impfstoff zu transportieren sei. Wir alle - dieses Mal kann ich das so sagen - wir alle hoffen auf ein baldiges Ende der Pandemie. So sehnsüchtig haben wir noch nie auf etwas gehofft. Sicher kennt jeder andere Situationen, in denen die Hoffnung groß war. Es war die Hoffnung auf die Zusage zu einem Arbeitsplatz, die Hoffnung, dass sich ein lang gehegter Kinderwunsch erfüllt.
Hoffnung ist das, was uns als glaubende Menschen ausmacht. Der Grund unserer Hoffnung: Gott, seine Liebe. Gott, der uns in Jesus seinen Sohn gesandt hat. Jesus war in seinem Leben für viele Menschen, ganz besonders für die einfachen Menschen, ein Hoffnungsträger. Jesus hat mit seinen Worten und Taten vielen Menschen Hoffnung und Zuversicht geschenkt.
Oft jedoch ist diese Hoffnung im Auf und Ab der Geschichte in Vergessenheit geraten. Jesus hat im Evangelium alle Hände voll zu tun, seine Zuhörer anzuhalten wach zu bleiben. Einst wird Jesus wiederkommen, um diese Welt und auch uns zu erneuern. Darauf dürfen wir hoffen. Wir hoffen auf vieles in der Welt. Ich hatte am Anfang von so manchen Hoffnungen gesprochen. Doch die große Hoffnung ist Jesus. Er kommt wieder und schenkt uns sein Heil, er schenkt uns ewige Freude bei Gott. Diese Hoffnung ist es, die unser Leben bestimmen sollen. Wir müssen uns mit den Katastrophen in dieser Welt genauso auseinandersetzen wie unsere Mitmenschen, sei es der Klimawandel, sei es die Pandemie oder persönliche Schicksale. Doch der Glaube gibt uns Hoffnung. Wir leben auf Gott hin. Wo wir uns Gott neu zuwenden, wo seine Worte wichtig sind, wo wir unsere Sehnsucht nach Gott entdecken, dort erfahren wir bereits die Freude und die Fülle.
Advent - eine Zeit der Vorbereitung, eine Zeit, wach zu werden, wach zu bleiben. Vielleicht fallen coronabedingt verschiedene Angebote aus. Werden überhaupt Gottesdienste stattfinden? Wenn ja, wie? Dennoch können wir das Beste aus der Situation machen. Vielleicht nehmen wir uns in der Familie hier und da Zeit für ein Gebet, für einen schönen besinnlichen Text oder für ein ruhiges Sitzen im Kreis der Familie vor dem Adventskranz, für das Lesen eines Bibeltextes. Es gibt einige Möglichkeiten, unserer Hoffnung auf Jesus Nahrung zu geben. Halten wir unsere Hoffnung wach und leben wir daraus!
Herr Jesus Christus,
du unsere Hoffnung gegen jede Hoffnungslosigkeit.
Wir bitten dich:
Lass deine Kirche als Gemeinschaft aller, die an dich glauben und dir nachfolgen, der Welt durch ihr Beispiel Hoffnung zu schenken.
Wir beten für alle, die keinen Glauben und keinen festen Halt haben.
Lass sie durch gelebten Glauben und ein überzeugendes Beispiel zu dir finden.
Richte auf, die vom Leben enttäuscht sind, deren Lebenspläne sich nicht erfüllen und schenken ihnen Mut und Zuversicht.
Gib, dass besonders jene Menschen Ruhe bei dir finden, die in den kommenden Wochen beruflich und privat besonders gefordert sind.
Steh denen bei, die unter der Pandemie leiden, sei es, dass sie krank sind, sei es dass sie unter Überlastung leiden.
Stärke alle, die wegen ihres Glaubens an dich leiden müssen.
Auf dich hoffen wir, an dich glauben wir, auf dich warten wir,
jetzt und in alle Ewigkeit. - Amen.
Dass ich nicht müde werde
Herr, mein Gott,
du die eine Hoffnung, die ich habe,
erhöre mich,
dass ich nicht müde werde,
nach dir zu fragen,
sondern allzeit brennend
nach deinem Antlitz suche.
Gib du mir Kraft, nach dir zu fragen,
denn du ließest dich finden
und gabst mir Hoffnung,
dich immer mehr zu finden.
Vor dir ist meine Stärke,
vor dir ist meine Schwachheit.
Jene bewahre,
dieser hilf auf.
Vor dir ist mein Wissen,
vor dir ist mein Unwissen.
Wo du mir auftust,
nimm mich auf, wenn ich eintrete.
Wo du verschlossen hältst,
tu mir auf, wenn ich anklopfe.
Dich will ich im Sinn haben,
dich verstehen,
dich lieben.
Das alles mehre in mir,
bis du mich umgestaltest
zur Vollendung.
Aus: Beten im Alltag, Action 365.
Kündet allen in der Not
1. Kündet allen in der Not:
Fasset Mut und habt Vertrauen.
Bald wird kommen unser Gott;
herrlich werdet ihr ihn schauen.
Kehrvers: Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil.
2. Gott naht sich mit neuer Huld,
dass wir uns zu ihm bekehren;
er will lösen unsre Schuld,
ewig soll der Friede währen.
Kehrvers: Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil.
3. Aus Gestein und Wüstensand
werden frische Wasser fließen;
Quellen tränken dürres Land,
überreich die Saaten sprießen.
Kehrvers: Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil.
4. Blinde schaun zum Licht empor,
Stumme werden Hymnen singen,
Tauben öffnet sich das Ohr,
wie ein Hirsch die Lahmen springen.
Kehrvers: Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil.
5. Gott wird werden Not und Leid.
Er wird die Getreuen trösten,
und zum Mahl der Seligkeit
ziehen die vom Herrn Erlösten.
Kehrvers: Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil.
Herr Jesus Christus,
wir spüren in vielem,
dass wir unterwegs sind.
Doch wir sind unterwegs zu dir
mit der Hoffnung, mit dir zu leben,
mit dir vereint zu sein.
Diese Hoffnung erfülle unser Denken,
unser Reden und Handeln.
Diese Hoffnung sei Ansporn für unsere Mitmenschen.
Segne uns,
dass wir Zeugen dieser Hoffnung sind. - Amen.
Zusammengestellt von Pater Jörg Thiemann
Die Pfarrgemeinschaft Eggenburg/Burgschleinitz/Roggendorf/Kattau lädt ein zum Gottesdienstfeiern zuhause und hat dazu ein Feierhilfe für alle 4 Sonntage des Advent erstellt. Download als PDF
Link zur Website der Pfarrgemeinschaft Eggenburg/Burgschleinitz/Roggendorf/Kattau
Weitere Gottesdienstvorschläge auf: www.netzwerk-gottesdienst.at
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Heuer beginnen wir den Advent ganz anders. Wir können nicht gemeinsam in der Kirche feiern. Wir vermissen einerseits die Gottesgemeinschaft, andererseits können wir im Gebet miteinander in Verbindung treten und dürfen wir uns mit der ganzen Kirche weltweit verbunden fühlen.
Mache dich auf und werde licht.
Mache dich auf und werde licht.
Mache dich auf und werde licht,
denn dein Licht kommt.
Gütiger Gott,
wir erwarten voll Hoffnung das Kommen deines Sohnes.
Er kennt unsere Sorgen und Ängste,
unsere Sehnsucht und Bedürftigkeit.
Öffne unsere Herzen
und erleuchte uns mit seinem Licht.
Begleite uns durch diesen besonderen Advent,
wenn wir ihm entgegengehen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus im Heiligen Geist. - Amen.
Kehrvers:
Lass dein Angesicht über uns leuchten, o Herr.
(GL 46,1)
Du Hirte Israels, höre, *
der du Josef leitest wie eine Herde!
Der du auf den Kerubim thronst, erscheine *
Wecke deine gewaltige Kraft und komm zu unserer Rettung! - Kv
Gott der Heerscharen, kehre doch zurück,/
blicke vom Himmel herab und sieh, *
sorge für diesen Weinstock!
Beschütze, was deine Rechte gepflanzt hat, *
und den Sohn, den du dir stark gemacht! - Kv
Deine Hand sei über dem Mann zu deiner Rechten, /
über dem Menschensohn,*den du dir stark gemacht.
Wir werden nicht von dir weichen. *
Belebe uns und wir rufen deinen Namen an.
Kehrvers
Halleluja, Halleluja,
Herr, dein Wort gibt uns Leben.
deine Liebe ist bei uns.
Halleluja, Halleluja,
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Gebt Acht und bleibt wach!
Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist.
Es ist wie mit einem Mann,
der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen:
Er übertrug die Vollmacht seinen Knechten,
jedem eine bestimmte Aufgabe;
dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein.
Seid also wachsam!
Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt,
ob am Abend oder um Mitternacht,
ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen.
Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen.
Was ich aber euch sage, das sage ich allen:
Seid wachsam!
„Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen.“ Jesus ruft seine Jünger/innen zur Wachsamkeit auf, aber nicht nur sie, sondern alle! Somit gilt es auch uns heute. Alle Jahre wieder wird es Advent. In den letzten Jahren haben viele Menschen gejammert, dass diese angeblich „stillste Zeit im Jahr“ total stressig sei. Es gibt so viel vorzubereiten, soviel zu tun, sich mit so vielen Menschen zu treffen, beim Glühweintrinken oder einfach so. Heuer ist alles anders. Seit fast zwei Wochen sind wir im Lockdown – mit allen Nachteilen, die das mit sich bringt. Viele Menschen sind es leid, sind müde geworden, ganz gleich, ob sie die finanziellen Folgen betreffen. Die Pandemie hat unser aller Leben verändert.
Und nun stehen wir am Beginn des Advents mit einer „geschenkten Zeit“. Ich kann mir nun Zeit nehmen für eine innere Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Mich bewegt schon seit vielen Jahren das Lied „Kündet allen in der Not“, das eine Nachdichtung eines Jesajatextes (Jes 35,1–10) ist. Für mich fasst dieses Lied unsere adventlichen Hoffnungen und Sehnsüchte zusammen. Es ist ein Lied der Ermutigung, des Vertrauens auf Gott, der alles in unserem Leben zum Guten wenden kann und das Heil für alle Menschen will. Er löst meine schuldhaften Verstrickungen, bringt uns Frieden, lässt neue Quellen fließen, Neues wachsen. Er macht mich auf meine blinden Flecken aufmerksam, lässt mich erzählen von seiner Liebe, spricht zu mir und hilft mir, aus meinen Gewohnheiten aufzustehen und auszubrechen. Er will mich erlösen, mich und alle Menschen. Da lohnt es sich doch tatsächlich, wachsam zu sein, oder nicht?
Für die kommenden Wochen lade ich Sie ein, jeden Tag aufzuschreiben, wo etwas von dieser Erlösung in Ihrem Leben aufgeblitzt ist. Wenn wir uns jetzt vermehrt mit Abstand und dennoch achtsam um unsere Mitmenschen kümmern, können auch wir dazu beitragen, dass es heller in uns und um uns herum wird. Wagen wir es, lassen wir uns ein auf diesen (zumindest am Beginn) ganz anderen Advent!
Wir loben und preisen Gott, unseren Schöpfer:
Gepriesen bist du, Herr, unser Gott.
Du hast alles erschaffen, denn du bist die Liebe und der Quell des Lebens.
Wir loben dich. – (Alle): Wir preisen dich.
In deinem Sohn schenkst du uns Licht und Leben.
Wir loben dich. – (Alle): Wir preisen dich.
Dein Geist erleuchtet unsere Herzen,
damit wir erkennen, zu welcher Hoffnung wir berufen sind.
Wir loben dich. – (Alle): Wir preisen dich.
Wir danken dir, Herr, unser Gott.
Du schenkst uns die Freude des Advents.
Voll Hoffnung und Zuversicht erwarten wir das Fest der Geburt deines Sohnes Jesus Christus.
Segne diesen Kranz,
um den wir uns in den Tagen des Advents versammeln.
Segne die Kerzen.
Sie erinnern uns an Jesus, der allen Menschen Licht sein will.
Und wie das Licht der Kerzen immer heller wird,
so lass uns immer mehr dich und die Nächsten lieben.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Bruder und Herrn. - Amen.
Der Adventkranz kann mit Weihwasser besprengt werden.
Dann wird die erste Kerze entzündet.
Wir sagen euch an den lieben Advent
Wir sagen euch an den lieben Advent
Sehet, die erste Kerze brennt.
Wir sagen euch an eine heilige Zeit.
Machet dem Herrn den Weg bereit.
Freu euch, ihr Christen, freuet euch sehr!
Schon ist nahe der Herr.
Antwortruf: Werdet Licht, werdet Licht, Gott wird euer Licht sein
Zu Gott, der unsere Dunkelheiten erhellt, kommen wir mit unseren Bitten:
Wir beten für alle,
die einsam und traurig sind: - Antwortruf.
Wir beten für alle,
die im Gesundheitsweisen tätig sind: - Antwortruf.
Wir beten für alle Familien,
die mit der momentanen Situation überfordert sind: - Antwortruf.
Wir beten für alle,
die sich um ihre Nächsten sorgen: - Antwortruf.
Wir beten für die Menschen,
die wir jetzt besonders vermissen: - Antwortruf.
Gütiger Gott, du begleitest uns auf all unseren Wegen.
Dafür danken wir dir und preisen dich,
heute und alle Tage unseres Lebens. - Amen.#
Kündet allen in der Not
1. Kündet allen in der Not:
Fasset Mut und habt Vertrauen.
Bald wird kommen unser Gott;
herrlich werdet ihr ihn schauen.
Kehrvers: Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil.
2. Gott naht sich mit neuer Huld,
dass wir uns zu ihm bekehren;
er will lösen unsre Schuld,
ewig soll der Friede währen.
Kehrvers: Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil.
3. Aus Gestein und Wüstensand
werden frische Wasser fließen;
Quellen tränken dürres Land,
überreich die Saaten sprießen.
Kehrvers: Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil.
4. Blinde schaun zum Licht empor,
Stumme werden Hymnen singen,
Tauben öffnet sich das Ohr,
wie ein Hirsch die Lahmen springen.
Kehrvers: Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil.
5. Gott wird werden Not und Leid.
Er wird die Getreuen trösten,
und zum Mahl der Seligkeit
ziehen die vom Herrn Erlösten.
Kehrvers: Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil.
Die Freude des Advents
befreie dich
aus dem Gewöhnlichen
und ermuntere dich zu Neuem.
Die Freude des Advents
führe dich zu den Quellen,
die das Leben lebenswert machen.
Die Freude des Advents
mache dir Schweres leichter,
Unerträgliches tragbar,
Feindliches liebenswert.
So segne uns der gute Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. - Amen.
(Aus: Roland Breitenbach / Stefan Philipps, Segen für Dich. Ein begleitbuch durch das Jahr. Verlag Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2005.)
Zusammengestellt von Elisabeth Fritzl, Graz
Aus Anlass der Corona-Pandemie im Jahr 2020
Die Welt ist aus den Fugen geraten.
Nichts ist mehr, wie es war.
So vieles, was für uns ganz selbstverständlich war,
ist auf einmal in Frage gestellt.
Geld, Erfolg, Ansehen
– was ist das alles noch wert,
wenn wir uns um unsere Gesundheit sorgen,
wenn wir Angst um unser Leben haben müssen?
Vorsichtig sind wir geworden.
Und demütig.
Und achtsam.
Die gegenseitige Rücksichtnahme
hat den Eigensinn in die Schranken gewiesen.
Das Habenwollen ist dem Geben gewichen.
Gemeinsam nach Wegen zu suchen, die aus der Not herausführen,
zählt mehr als das Streben, sich selbst wichtig zu machen.
Wir spüren,
was es bedeutet,
nicht allein zu sein,
jemanden zu haben,
der uns nahe ist
– und sei’s nur in Gedanken.
Und in Gebeten.
So bitten wir dich,
Gott,
gib uns Halt
in diesen haltlosen Zeiten.
Lass uns mutig nach vorn schauen,
zuversichtlich den Tag erwarten,
der der Nacht folgt,
dem Licht entgegensehen,
das die Dunkelheit verdrängt
und dann,
wenn es wieder hell geworden ist
– in uns und um uns herum –
das Unsere dafür tun,
dass das Gute,
das wir in diesen Tagen säen und pflanzen,
Früchte tragen
und bleiben möge.
Unter uns.
Allen zum Segen.
Eckhard Hermann
1. Das ist der Tag, den Gott gemacht,
der Freud in alle Welt gebracht.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.
2. Verklärt ist alles Leid der Welt,
des Todes Dunkel ist erhellt.
Der Herr erstand in Gottes Macht,
hat neues Leben uns gebracht.
3. Wir sind getauft auf Christi Tod
und auferweckt mit ihm zu Gott.
Uns ist geschenkt sein Heilger Geist,
ein Leben, das kein Tod entreißt.
4. Wir schauen auf zu Jesus Christ,
zu ihm, der unsre Hoffnung ist.
Wir sind die Glieder, er das Haupt,
erlöst ist, wer an Christus glaubt.
5. Nun singt dem Herrn das neue Lied,
in aller Welt ist Freud und Fried.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.
(Text: nach Heinrich Bone 1847/EGB 1975, 3. und 4. Str.: Friedrich Dörr 1972; Melodie: nach Johann Leisentritt 1567)
1. Jesus Christus, guter Hirte,
Hoherpriester, Osterlamm,
für das Lamm, das sich verirrte,
starbst du an dem Kreuzesstamm.
2. Baum des Lebens, Strom des Heiles,
edler Weinstock, Himmelsbrot,
du nur kennst und führst die Deinen
in das Leben aus dem Tod.
3. Wort des Vaters, offne Türe,
Licht der Stadt Jerusalem,
lass uns deine Stimme hören,
lass uns deine Wege gehen.
(Text: Adelgart Gartenmeier 1997, Melodie: Kamilla Usmanova 2008)
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
hast mich geheilt und mit Freude umgürtet.
Dir singt mein Herz und will nicht verstummen.
Dir will ich singen in Ewigkeit.
(Text: nach Psalm 30,12 – 13; Melodie: Johannes Falk *1963)
1. Bleibe bei uns, du Wandrer durch die Zeit!
Schon sinkt die Welt in Nacht und Dunkelheit.
Geh nicht vorüber, kehre bei uns ein.
Sei unser Gast und teile Brot und Wein.
2. Weit war der Weg. Wir flohen fort vom Kreuz.
Doch du, Verlorner, führtest uns bereits.
Brennt nicht uns ein Feuer, wenn du sprichst?
Zeige dich, wenn du nun das Brot uns brichst.
3. Weihe uns ganz in dein Geheimnis ein.
Lass uns dich sehn im letzten Abendschein.
Herr, deine Herrlichkeit erkennen wir:
Lebend und sterbend bleiben wir in dir.
(Text: Peter Gerloff, Melodie: Henry Monk 1861)
1. Vom Tode heut erstanden ist
der heilge Herre Jesus Christ,
der aller Welt ein Tröster ist. Halleluja.
2. Die ganze Erde staunt und bebt,
weil Gottes Herrlichkeit anhebt;
der Tod ist tot, das Leben lebt. Halleluja.
3. Des Herren Sieg bricht ins uns ein,
da sprengt er Riegel, Schloss und Stein;
in uns will Christus Sieger sein. Halleluja.
4. Nun jauchzt und jubelt überall.
Die Welt steht auf von ihrem Fall.
Gott herrscht in uns, er herrscht im All. Halleluja.
(Text: nach „Surrexit Christus hodie“ Engelberg1372, 2 – 4. Str.: Silja Walter 1968,; Melodie: 14. Jahrhundert/Böhmische Brüder 1501/bei Michael Weiße 1531)
1. Die ganze Welt, Herr Jesu Christ, Halleluja, Halleluja,
in deiner Urständ fröhlich ist. Halleluja, Halleluja.
2. Das himmlisch Herr im Himmel singt, Halleluja, Halleluja,
die Christenheit auf Erden klingt. Halleluja, Halleluja.
3. Jetzt grünet, was nur grünen kann, Halleluja, Halleluja,
die Bäum zu blühen fangen an. Halleluja, Halleluja.
4. Es singen jetzt die Vögel all, Halleluja, Halleluja,
jetzt singt und klingt die Nachtigall, Halleluja, Halleluja.
5. Der Sonnenschein kommt jetzt herein, Halleluja, Halleluja,
und gibt der Welt ein neuen Schein, Halleluja, Halleluja.
(Text: Friedrich Spee 1623, Melodie: Köln 1623, E: 1. Und 6. Str.: „Urständ: Auferstehung)
Herr, erbarme dich. - Herr, erbarme dich.
Christus, erbarme dich. - Christus, erbarme dich.
Herr, erbarme dich. - Herr, erbarme dich.
Christus, höre uns. - Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns. - Christus, erhöre uns.
Gott Vater im Himmel, - erbarme dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt,
Gott Heiliger Geist,
Heiliger dreifaltiger Gott,…
Hl Maria, unsere liebe Frau von Lourdes, - bitte für uns!
Hl. Erzengel Raffael,
Alle Heiligen Engel,...
Hl. Josef,...
Hl. Johannes der Täufer,...
Hl. Lukas,...
Hl. Cosmas und hl. Damian,...
Hl. Blasius,...
Hl. Pantaleon,...
Hl. Corona,...
Hl. Rochus, hl. Sebastian und hl. Rosalia,...
Hl. Elisabeth von Thüringen,...
Hl. Katharina von Siena und hl. Katharina von Genua,...
Hl. Camillo von Lellis,...
Hl. Johannes von Gott,...
Hl. Aloisius Gonzaga
Hl. Karl Borromeus,...
Hl. Martin von Porres,...
Hl. Louise de Marillac,...
Sel. Niels Stensen,...
Hl. Damian de Veuster,...
Sel. Petrus Donders,…
Hl. Josefine Vannini,...
Hl. Josef Moscati,...
Hl. Markus Ji Tianxiang,...
Sel. Karl aus dem Hause Österreich,...
Sel. Ladislaus Batthyany,...
Sel. Restituta Kafka,...
Hl. Gianna Beretta Molla,...
Hl. Mutter Teresa,...
Hl. …….
All Ihr Heiligen Gottes,...
Jesus, sei uns gnädig. - Herr, befreie uns.
Von allem Bösen, - Herr, befreie uns.
Von der Corona-Epidemie, - Herr, befreie uns.
Durch deine Menschwerdung und Deine Auferstehung, - Herr, befreie uns.
Durch die Sendung des Hl. Geistes, - Herr, befreie uns.
Wir armen Sünder, - wir bitten dich, erhöre uns.
Mach uns bereit zu Buße und Umkehr,...
Schenke den Kranken Genesung,...
Gib den Verstorbenen das ewige Leben,...
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, verschone uns.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, erhöre uns.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, erbarme dich.
Christus, höre uns. - Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns. - Christus, erhöre uns.
Lasset uns beten.
Barmherziger Gott,
du hilfst deinen Dienern in ihrer Not,
in Bedrängnis sowie Krankheit
und erhörst ihr Bitten.
Wir danken dir,
denn du hast uns Barmherzigkeit erwiesen.
Bewahre uns vor Unheil und Seuche
und schenke uns Freude wieder
in Gemeinschaft und in deinem Dienst.
Durch Christus, unsern Herrn. Amen.
Unter deinen Schutz und Schirm
fliehen wir, o heilige Gottesmutter.
Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern errette uns jederzeit aus allen Gefahren,
o du glorwürdige und gebenedeite Jungfrau,
unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Führe uns zu deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stell uns vor deinem Sohne.
Amen.
Die Heiligen dieser Litanei, ein wenig vorgestellt:
Im Buch Tobit heilt der Erzengel Raffael (daher auch das Attribut Fisch),
Lukas war Evangelist und Arzt,
Cosmas und Damian waren bekannte altrömische Arzt-Märtyrer,
Blasius wird bei Rachenleiden angerufen (dank seines Martyriums),
Pantaleon war ebenso Mediziner,
Corona war Märtyrerin, früher Patronin der Lottospieler und dank dieser Pandemie eine
Seuchen-Fürsprecherin,
Rochus, Sebastian und Rosalia sind die klassischen Epidemie-Heiligen.
Im Mittelalter:
Elisabeth von Thüringen arbeitete im von ihr gegründeten Spital,
die beiden Katharinen sind die klassischen italienischen Krankenpfege-Heiligen.
In der Neuzeit:
Camillo von Lellis und Johannes von Gott sowie Josefine Vannini, die alle drei jeweils Krankenpflegeorden gegründet haben,
Karl Borromeus und Aloisius von Gonzaga pflegten Pestkranke. Aloisius starb an der Infektion,
Niels Stensen war Arzt, Humanist und Konvertit.
Im 19, und 20. Jahrhundert gab es einige Krankenpflege-Heilige:
Damian de Veuster lebte und starb bei den Aussätzigen auf Hawaii,
Petrus Donders in Surinam.
Josef Moscati war Arzt der Armen,
Markus Ji Tianxiang, Arzt, Opium-krank und Märtyrer,
der selige Karl von Österreich wurde Opfer der letzten großen Pandemie in Österreich,
der selige Ladislaus Batthyany war Arzt und Krankenhausgründer,
Restituta Kafka Krankenschwester und NS-Opfer,
die hl. Gianna Beretta Molla, Ärztin und Mutter, die ihr Leben für ihr Kind opferte,
Mutter Teresa von Kalkutta, die Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe.
Liebe Freunde, die Welt braucht Heilige,
und wir alle - ohne Ausnahme - sind zur Heiligkeit gerufen!
Habt keine Furcht!
Papst Franziskus
Gefunden in der Wallfahrtskirche Maria Grün, Wien
Lieber Gott,
ich bin in diesen schweren Zeiten dankbar dafür, dass meine Oma ihre Operation und die Krankenhauszeit gut überstanden hat und ohne Infektion nach Hause konnte. Ich bin auch dankbar dafür, dass mein Vater in seiner Quarantänezeit sich wohl und gesund fühlt und dass es meiner Familie und meinen Freunden gut geht. Ich finde es schade, dass ich mich mit meinen Freunden nicht treffen kann, dass ich nicht Fußball spielen kann und nicht in die Schule gehe.
Ich möchte dich darum bitten, dass sich die Covid-19 Pandemie nicht verschlimmert, dass es allen Menschen so weit wie möglich gut geht in dieser Zeit und dass ein Heilmittel bald vorhanden ist.
AMEN
Noah, 8. Klasse (RS CoJoBo - Collegium Josephinum Bonn)
Lieber Gott,
dieser Corona Virus macht uns allen zu schaffen. Regale in Supermärkten sind leer. Alle drehen durch und hamstern. Die Menschen haben Angst und kaufen, dass die Einkaufswagen voll sind bis zum geht nicht mehr. Ich ärgere mich darüber, dass alle durchdrehen und die Schulen geschlossen sind, denn man kann nicht richtig lernen. Ich habe auch ein wenig Angst, aber nicht um mich, sondern um meine Omas.
Meine Omas bedeutet mir sehr viel, ich habe meine beiden Opas schon verloren und einen davon durfte ich nicht kennenlernen. Es ist beängstigend wie viele Menschen jetzt schon gestorben und infiziert sind. Ich ärgere mich auch über die Menschen die ignorant sind, die einfach sagen „mich interessiert das nicht, ich bin nicht geschädigt.“ Ich bitte dich, lass diese Menschen begreifen, was zurzeit los ist, damit nicht mehr Menschen sterben und dieser Albtraum bald vorbei ist.
AMEN.
Marc, 8. Klasse (RS CoJoBo - Collegium Josephinum Bonn)
Herr, Du Gott des Lebens,
betroffen von der Not der Corona-Krise kommen wir zu Dir.
Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist
und bitten um Heilung für alle Erkrankten.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,
und allen Pflegenden Kraft in ihrer extremen Belastung.
Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.
Wir danken Dir für alle, die mit vielfältigen Diensten
die Sicherheit und Versorgung unseres Landes aufrecht erhalten.
Wir beten für alle, die in Panik sind oder von Angst überwältigt werden.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne mussten,
sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.
Stärke die Herzen der alten und pflegebedürftigen Menschen,
berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,
dass wir trotz allem miteinander verbunden sind.
Von ganzem Herzen flehen wir, dass die Epidemie abschwillt
und dass die medizinischen Einrichtungen auch künftig
den übermäßigen Anforderungen entsprechen können.
Wir beten, dass die Zahl der Infizierten und Erkrankten abnimmt
und hoffen auf eine baldige Rückkehr zur vertrauten Normalität.
Guter Gott, mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.
Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.
Wir sind sterbliche Wesen und können nicht alles kontrollieren.
Du allein bist ewig, Ursprung und Ziel von allem – immer liebend.
Getragen vom Frieden, der von Dir kommt, werden wir die Krise bestehen.
Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,
Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht, sie schenkt Zuversicht
und macht uns bereit – offen und aufmerksam für das Leben.
Jesus, wir vertrauen auf Dich!
Heilige Maria, Mutter unseres Herrn, und alle heiligen Frauen und Männer,
Nothelfer und Schutzpatrone unseres Landes, bittet für uns! Amen.
www.dibk.at/Meldungen/Gebet-in-der-Coronakrise
Gedenke, o Herr unser Gott, auch Deines ganzen Volkes,
gieß auf alle den Reichtum Deines Erbarmens aus ...
derjenigen, die wir aus Unwissenheit, Vergeßlichkeit und der Menge der Namen nicht erwähnt haben,
gedenke Du selbst, o Gott;
denn Du kennst eines jeden Alter und Namen,
und jeder ist Dir vom Mutterschoße an bekannt.
Denn Du, o Gott, bist die Hilfe der Hilflosen,
die Hoffnung der Hoffnungslosen ...
und der Arzt der Kranken.
Werde selbst allen alles,
da Du einen jeden kennst, seine Bitten, sein Haus und sein Bedürfnis.
Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gott Vater, Schöpfer der Welt,
du bist allmächtig und barmherzig.
Aus Liebe zu uns hast du deinen Sohn zum Heil der Menschen an Leib und Seele in die Welt gesandt.
Schau auf deine Kinder,
die in dieser schwierigen Zeit der Prüfung und Herausforderung in vielen Regionen Europas und der Welt sich an dich wenden,
um Kraft, Erlösung und Trost zu suchen.
Befreie uns von Krankheit und Angst,
heile unsere Kranken,
tröste ihre Familien,
gib den Verantwortlichen in den Regierungen Weisheit,
den Ärzten, Krankenschwestern und Freiwilligen Energie und Kraft,
den Verstorbenen das ewige Leben.
Verlasse uns nicht im Moment der Prüfung,
sondern erlöse uns von allem Bösen.
Darum bitten wir dich,
der du mit dem Sohn und dem Heiligen Geist lebst und herrschst bis in alle Ewigkeit. Amen.
Maria, Mutter der Kranken und Mutter der Hoffnung, bitte für uns!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gott unser Vater,
wir kommen in unserer Not zu dir,
um dich um Schutz vor dem Corona-Virus zu bitten,
der Leben gekostet hat
und viel Schaden über die Menschen bringt.
Wir beten um deine Gnade:
Für die Menschen, die das Virus erforschen
und gegen seine Verbreitung kämpfen.
Führe die Hände und Gedanken der Mediziner,
auf dass sie den Kranken dienen
durch ihr Können und ihr Mitgefühl,
und der Regierenden und Helfenden,
die auf der Suche nach einer Heilung
und einer Lösung der Epidemie sind.
Wir beten für die Kranken.
Mögen sie bald wieder gesund werden.
Gewähre all das durch unseren Herrn, Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des heiligen Geistes,
jetzt und in Ewigkeit. Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Herr Jesus Christus,
du bist das Brot des Lebens und der einzig wahre Weinstock.
Ich glaube, dass du wirklich anwesend bist
im heiligsten Sakrament der Eucharistie.
Ich suche dich.
Ich preise dich und bete dich an.
Da ich dich nicht empfangen kann
im eucharistischen Brot und Wein
bete ich, dass du in mein Herz und meine Seele kommst,
damit ich mit dir vereint sein kann
durch deinen allmächtigen und allgegenwärtigen Heiligen Geist.
Lass mich dich empfangen und von dir genährt werden.
Werde für mich das Manna in meiner Wüste,
das Brot der Engel
für meine sehr menschliche Reise durch die Zeit,
ein Vorgeschmack auf das himmlische Festmahl
und Trost in der Stunde meines Todes.
Ich erbitte all dies im Vertrauen darauf, dass du selbst
unser Leben, unser Friede und unsere immerwährende Freude bist.
Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Beten wir für alle Menschen,
die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die unter der Angst vor der Ansteckung leiden,
für alle, die die Quarantäne einhalten,
für alle, die sich in den Spitälern um die Kranken kümmern,
für alle, die in der Forschung den Virus bekämpfen,
und für die Politiker, die gewichtige Entscheidungen treffen, dass Gott uns bewahre und uns den Weg durch diese Zeit weise.
Akklamation nach jeder Anrufung: Erbarme dich unser!
Du heiliger Gott. (Jes 6,1-3)
Du gerechter Gott.
Du langmütiger Gott. (Ex 34,6)
Du Gott, reich an Huld. (Ex 34,6)
Du treuer Gott. (Ex 34,6)
Du geduldiger Gott. (Röm 15,5)
Gott des Mitleids mit den Leidenden. (Ps 106,44f)
Vater des Erbarmens und Gott allen Trostes. (2 Kor 1,3)
Gott, der uns tröstet wie eine Mutter. (Jes 66,13)
Gott, in dessen Schoss wir geborgen sind. (Hos 11)
Gott, an dessen Brust wir ruhen können. (Ps 131)
Gott, der uns nie vergisst. (Jes 49,15)
Gott, dessen Namen wir kennen. (Ex 3,14)
Gott, der uns eingezeichnet hat in seine Hände. (Jes 49,16)
Gott, der uns beim Namen ruft. (Jes 43,1)
Gott, dem wir gehören. (Jes 43,1)
Gott mit uns. (Mt 1,23)
Gott für uns. (Röm 8,31ff)
Gott, der uns aus der Gefangenschaft herausführt. (Ex 13,17-14,31)
Gott der Armen und Kleinen und Hilflosen. (Lk 1,46-55)
Gott, dessen Güte reicht soweit der Himmel ist. (Ps 36,5)
Gott aller, die sich plagen und schwere Lasten zu tragen haben. (Mt 11,28ff)
Gott, der weiss, was wir brauchen. (Mt 6,8)
Gott, der die Verlorenen sucht. (Mt 18,12-14)
Gott, der grösser ist als unser Herz.(1 Joh 3,20)
Gott, der den Hoffnungslosen Hoffnung gibt. (Röm 15,13)
Gott, der uns Sündern gnädig ist. (Lk 18,9-14)
Gott, dessen Erbarmen uns aus dem Tod rettet. (Eph 4,24)
Gott, unser Retter.
Gott des Lebens.
Du unsagbar grosser Gott.
Du leidenschaftlich liebender Gott.
Du unbegreiflich verzeihender Gott. (Lk 15,11-32)
Du masslos gnädiger Gott.
Du unendlich gütiger Gott.
Du barmherziger Gott.
Die Litanei ist stark von biblischen Texten inspiriert. Bei den meisten Anrufungen sind deshalb entsprechende Bibelstellen angegeben. Wenn keine Bibelstelle angegeben ist, bedeutet dies, dass dieser Aspekt der Barmherzigkeit Gottes sich an vielen Stellen der Bibel findet.
Die Bitten haben Schwestern der Zisterzienserinnenabtei Magdenau formuliert - herzlichen Dank!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Beten wir für alle Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die Angst haben vor einer Infektion,
für alle, die sich nicht frei bewegen können,
für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern,
für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen,
dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen erhalte.
(Stilles Gebet)
Allmächtiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke,
viele Generationen vor uns haben dich als mächtig erfahren,
als Helfer in allen Nöten.
Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind,
und stärke in uns den Glauben, dass du dich um jede und jeden von uns sorgst.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
© Martin Conrad, Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz (www.liturgie.ch)
Guter Gott,
ich fühle mich nicht wohl und habe immer wieder Angst. So viele Fragen schießen durch meinen Kopf. Wie geht es jetzt weiter? Bleibe ich gesund? Habe ich auch schon den Virus? Wie geht es den erkrankten Menschen bei uns und überall?
Mit all diesen Ängsten und Zweifeln komme ich zu Dir.
Du bist doch der liebe Gott seit meinen Kindertagen.
Ich schaue auf deinen Sohn am Kreuz, der all die Ängste und Nöte von uns Menschen selbst durchleben musste. Und ich sehe die vielen Kreuze in unseren Tagen, die Leid und Trauer bringen, die Hoffnung auf eine Zukunft zerstören.
Bist du der gute Gott, der auch jetzt zu mir steht?
Ich will glauben, dass Du mir nah bist in deiner Liebe.
Ich will vertrauen, dass Du treu bleibst in deiner Kraft der Nähe. Ich will hoffen, dass du mich erfüllst mit deiner Barmherzigkeit.
Guter Gott, gib uns deinen Geist der Solidarität und Stärke, der Hoffnung und Zuversicht. Lass uns erkennen, was jetzt wichtig ist und zählt.
Du bist der gute Gott, der uns befreit und begleitet! Lass uns in diesem Glauben die nächsten Schritte wagen. Amen.
https://mk-online.de/
Heiliger Sebastian,
du warst und bleibst für viele Menschen
ein machtvoller Fürsprecher in Zeiten der Not.
Wir bitten dich demütig:
Erbitte uns die Gesundheit an Leib und Seele.
Beschütze uns vor einer Erkrankung durch den Corona-Virus.
Gib uns Klugheit in der rechten Sorge um unsere Gesundheit,
frei von Ängstlichkeit als auch von Gleichgültigkeit.
Stärke unser Vertrauen, dass unser Leben in Gottes Hand geborgen ist.
Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
https://www.pfarre-gisingen.at/sebastian/gebet-zum-hl-sebastian-um-schutz-vor-dem-coronavirus/
Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten
und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe,
besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind.
Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms,
um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle,
die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen,
niemanden umarmen können.
Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt,
dass die Zahlen zurückgehen,
dass Normalität wieder einkehren kann.
Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist,
dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können,
dass Du allein ewig bist,
dass im Leben so vieles unwichtig ist,
was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles,
was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir.
Danke!
Johannes Hartl, Theologe, Augsburger Gebetshaus
Allmächtiger, ewiger Gott,
von Dir empfängt das ganze Universum Energie, Existenz und Leben,
wir kommen zu Dir und bitten um Dein Erbarmen,
weil wir heute die Zerbrechlichkeit der Menschheit
in der Erfahrung einer neuen Virusepidemie spüren.
Wir glauben, dass Du den Lauf der menschlichen Geschichte lenkst
und dass Deine Liebe unser Schicksal in der Not zum Besseren wenden kann.
Deswegen vertrauen wir Dir die Kranken und ihre Familien an:
Schenke Ihnen durch das Ostergeheimnis Deines Sohnes
Heil und gib Heilung ihrem Leib und ihrem Geist.
Hilf jedem Mitglied der Gesellschaft, seine Pflicht zu erfüllen,
und stärke den Geist der gegenseitigen Solidarität.
Stehe Ärzten und Pflegekräften, Erzieherinnen und Sozialarbeitern
in der Erfüllung ihres Dienstes bei.
Du, der Du unser Trost in der Schwachheit bist,
wende auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria
und aller heiligen Ärzte und Krankenpfleger jedes Übel von uns ab.
Befreie uns von der Epidemie, die uns gerade plagt,
damit wir gelassen zu unserem alltäglichen Leben zurückkehren
und Dich mit erneuertem Herzen loben und Dir danken können.
Dir vertrauen wir uns an,
zu Dir erheben wir auf die Fürsprache Mariens, der Helferin der Menschen,
unsere Bitte durch Christus unseren Herrn. Amen.
(Dieses Gebet wird derzeit von der Don Bosco Familie weltweit gebetet; nach einem Gebet von Erzbischof Cesare Nosiglia,Turin)
https://www.donbosco4youth.at/de/news/details/novene-zu-maria-der-hilfe-der-christen-coronavirus.html
Gott, du bist barmherzig und treu,
ein guter Hirte.
Du kennst die Wege, die wir gegangen sind,
auch die, über die wir nicht reden.
Du kennst auch die Strecken, die vor uns liegen,
unser Erwartung, unsere Sorge.
Dir vertrauen wir uns an.
Wenn wir uns in Tiefen verlieren,
führe uns,
wenn wir an Höhepunkten übermütig werden,
bewahre uns,
wenn Durststrecken vor uns liegen,
richte uns auf.
Du lässt uns an deinem Tisch das Leben schmecken.
In Christus, unserem Herrn.
Wer unterm Schutz des Höchsten steht (GL 424)
1) Wer unterm Schutz des Höchsten steht, im Schatten des Allmächtgen geht,
wer auf die Hand des Vaters schaut, sich seiner Obhut anvertraut,
der spricht zum Herrn voll Zuversicht: Du meine Hoffnung und mein Licht,
mein Hort, mein lieber Herr und Gott, dem ich will trauen in der Not.
2) Er weiß, dass Gottes Hand ihn hält, wo immer ihn Gefahr umstellt;
kein Unheil, das im Finstern schleicht, kein nächtlich Grauen ihn erreicht.
Denn seinen Engeln Gott befahl, zu hüten seine Wege all,
dass nicht sein Fuß an einen Stein anstoße und verletzt mög sein.3)
Denn dies hat Gott uns zugesagt: Wer an mich glaubt, sei unverzagt,
weil jeder meinen Schutz erfährt; und wer mich anruft, wird erhört.
Ich will mich zeigen als sei Gott, ich bin ihm nah in jeder Not;
des Lebens Fülle ist sein Teil, und schauen wird er einst mein Heil.
Guter Gott, dein Sohn ist für uns Mensch geworden und geht alle unsere Wege mit.
Wir bitten dich:
Unsere Fürbitten fassen wir zusammen und bekräftigen wir, in dem wir das Gebet des Herrn sprechen:
Herr, unser Herr, wie bist du zugegen
und wie unsagbar nah bei uns.
Allzeit bist du um uns in Sorge,
in deiner Liebe birgst du uns.
Du bist nicht fern, denn die zu dir beten
wissen, dass du uns nicht verlässt.
Du bist so menschlich in unsrer Mitte,
dass du wohl dieses Lied verstehst.
Du bist nicht sichtbar für unsre Augen,
und niemand hat dich je gesehn.
Wir aber ahnen dich und glauben,
dass du uns trägst, dass wir bestehen.
Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr;
fremd wie dein Name sind mir deine Wege.
Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott;
mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen?
Bist du der Gott. der Zukunft mir verheißt?
Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen.
Von Zweifeln ist mein Leben übermannt,
mein Unvermögen hält mich ganz gefangen.
Hast du mit Namen mich in deine Hand,
in dein Erbarmen fest mich eingeschrieben?
Nimmst du mich auf in dein gelobtes Land?
Werd ich dich noch mit neuen Augen sehen?
Sprich du das Wort, das tröstet und befreit
und das mich führt in deinen großen Frieden.
Schließ auf das Land, das keine Grenzen kennt,
und laß mich unter deinen Söhnen leben.
Sei du mein täglich Brot, so wahr du lebst.
Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete.
Originaltitel: Ik sta voor U
Text: Huub Oosterhuis
Übertragung: Lothar Zenetti
Herr, ich bin dein Eigentum,
dein ist ja mein Leben,
mir zum Heil und dir zum Ruhm
hast du mir’s gegeben.
Väterlich führst du mich
auf des Lebens Wegen
meinem Ziel entgegen.
Deine Treue wanket nicht,
du wirst mein gedenken,
wirst mein Herz in deinem Licht
durch die Zeit hin lenken.
So weiß ich, du hast mich
in die Hand geschrieben,
ewig mich zu lieben.
Gib auch, dass ich wachend sei,
Herr, an deinem Tage,
und das Licht der Gnaden treu
durch mein Leben trage.
Dass ich dann fröhlich kann
dir am End der Zeiten
Herr, entgegenschreiten.
Youtube-Version:
https://www.youtube.com/watch?v=41cSIWZnPrk
Originaltitel: Zolang er mensen zijn op aarde, Text: Huub Oosterhuis, Übertragung: Dieter Trautwein.
1. Du Sonne der Gerechtigkeit,
Christus, vertreib in uns die Nacht,
dass mit dem Licht des neuen Tags
auch unser Herz sich neu erhellt.
2. Du schenkst uns diese Gnadenzeit,
gib auch ein reuevolles Herz
und führe auf dem Weg zurück,
die deine Langmut irren sah.
3. Es kommt der Tag, dein Tag erscheint,
da alles neu in Blüte steht;
der Tag, der unsre Freude ist,
der Tag, der uns mit dir versöhnt.
4. Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt.
Lass uns, durch deine Gnade neu,
dich preisen durch ein neues Lied. - Amen.
Hilf, Herr meines Lebens, dass ich nicht vergebens,
https://www.youtube.com/watch?v=kclZw0H-mys
Bewahre uns, Gott, behüte uns Gott:
https://www.youtube.com/watch?v=IopcSexAVls
1.Wie soll ich dich empfangen
und wie begegn ich dir,
o aller Welt Verlangen,
o meiner Seelen Zier?
O Jesu, Jesu, setze
mir selbst die Fackel bei,
damit, was dich ergötze,
mir kund und wissend sei.
2. Dein Zion streut dir Palmen
und grüne Zweige hin,
und ich will dir in Psalmen
ermuntern meinen Sinn.
Mein Herze soll dir grünen
in stetem Lob und Preis
und deinem Namen dienen,
so gut es kann und weiß.
3. Was hast du unterlassen
zu meinem Trost und Freud,
als Leib und Seele saßen
in ihrem größten Leid?
Als mir das Reich genommen,
da Fried und Freude lacht,
da bist du, mein Heil, kommen
und hast mich froh gemacht.
4. Ich lag in schweren Banden,
du kommst und machst mich los;
ich stand in Spott und Schanden,
du kommst und machst mich groß
und hebst mich hoch zu Ehren
und schenkst mir großes Gut,
das sich nicht lässt verzehren,
wie irdisch Reichtum tut.
5. Nichts, nichts hat dich getrieben
zu mir vom Himmelszelt
als das geliebte Lieben,
damit du alle Welt
in ihren tausend Plagen
und großen Jammerlast,
die kein Mund kann aussagen,
so fest umfangen hast.
6. Das schreib dir in dein Herze,
du hochbetrübtes Heer,
bei denen Gram und Schmerze
sich häuft je mehr und mehr;
seid unverzagt, ihr habet
die Hilfe vor der Tür;
der eure Herzen labet
und tröstet, steht allhier.
7. Ihr dürft euch nicht bemühen
noch sorgen Tag und Nacht,
wie ihr ihn wollet ziehen
mit eures Armes Macht.
Er kommt, er kommt mit Willen,
ist voller Lieb und Lust,
all Angst und Not zu stillen,
die ihm an euch bewusst.
8. Auch dürft ihr nicht erschrecken
vor eurer Sünden Schuld;
nein, Jesus will sie decken
mit seiner Lieb und Huld.
Er kommt, er kommt den Sündern
zu Trost und wahrem Heil,
schafft, dass bei Gottes Kindern
verbleib ihr Erb und Teil.
9. Was fragt ihr nach dem Schreien
der Feind und ihrer Tück?
Der Herr wird sie zerstreuen
in einem Augenblick.
Er kommt, er kommt, ein König,
dem wahrlich alle Feind
auf Erden viel zu wenig
zum Widerstande seind.
10. Er kommt zum Weltgerichte:
zum Fluch dem, der ihm flucht,
mit Gnad und süßem Lichte
dem, der ihn liebt und sucht.
Ach komm, ach komm, o Sonne,
und hol uns allzumal
zum ewgen Licht und Wonne
in deinen Freudensaal.
Paul Gerhardt (1653) in: EG 11.
Das Kometenlied ist ein berühmtes Wiener Couplet aus der Posse Der böse Geist Lumpazivagabundus (1833) von Johann Nestroy. Die Musik stammt von Adolf Müller senior.
1.
Es is kein' Ordnung mehr jetzt in die Stern',
D' Kometen müßten sonst verboten wer'n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein' Paß;
Und jetzt richt't a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z'grund;
Aber lass'n ma das, wie's oben steht,
Auch unt' sieht man, dass 's auf 'n Ruin losgeht.
Abends traut man ins G'wölb sich nicht hinein
Vor Glanz, denn sie richten s' wie d' Feentempel ein;
Der Zauberer Luxus schaut blendend hervur,
Die böse Fee Krida sperrt nacher 's G'wölb' zur.
Da wird einem halt angst und bang,
Die Welt steht auf kein' Fall mehr lang.
2.
Am Himmel is die Sonn' jetzt voll Capriz,
Mitten in die Hundstag' gibt s' kein' Hitz';
Und der Mond geht auf so rot, auf Ehr',
Nicht anderster, als wann er b'soffen wär'.
Die Millichstraßen, die verliert ihr'n Glanz,
Die Milliweiber ob'n verpantschen s' ganz;
Aber lass'n ma das, herunt' geht's z' bunt,
Herunt' schon sieht man's klar, die Welt geht z'grund.
Welche hätt' so ein' g'scheckten Wickler einst mög'n,
A Harlekin is ja grad nur a Spitzbub dageg'n;
Im Sommer trag'n s' Stiefel, à jour-Strümpf' im Schnee,
Und statt Haub'n hab'n s' gar Backenbärt' von tull anglais.
Da wird einem halt angst und bang,
Ich sag': D'Welt steht auf kein' Fall mehr lang.
3.
Der Mondschein, da mög'n s' einmal sag'n, was s' woll'n,
Ich find', er is auf einer Seiten g'schwoll'n,
Die Stern' wer'n sich verkühl'n, ich sag's voraus,
sie setzen sich zu stark der Nachtluft aus.
Der Sonn' ihr G'schundheit ist jetzt a schon weg,
Durch'n Tubus sieht man's klar, sie hat die Fleck';
Aber lass'n ma das, was oben g'schieht,
Herunt' schon sieht man, 's tut's in d'Länge nicht.
Sie hab'n Zeitungen jetzt, da das Pfennig-Magazin,
Da is um ein' Pfennig all's Mögliche drin;
Jetzt kommt g'wiß bald a Zeitschrift heraus, i parier',
Da krieg'n d'Pränumeranten umsonst Kost und Quartier.
Da wird einem halt angst und bang,
Die Welt steht auf kein' Fall mehr lang.
4.
Die Fixstern', sag'n s', sein alleweil auf ein' Fleck',
's is erlog'n, beim Tag sein s' alle weg;
's bringt jetzt der allerbeste Astronom
Kein' saub're Sonnenfinsternis mehr z'amm'.
Die Venus kriegt auch ganz ein' andere G'stalt,
Wer kann davor, sie wird halt a schon alt;
Aber wenn auch ob'n schon alles kracht,
Herunt' is was, was mir noch Hoffnung macht.
Wenn auch 's meiste verkehrt wird, bald drent und bald drüb'n,
Ihre Güte ist stets unverändert geblieb'n;
Drum sag' i, aus sein' Gleis' wird erst dann alles flieg'n,
Wenn Sie Ihre Nachsicht und Huld uns entzieh'n.
Da wurd' ein' erst recht angst und bang,
denn dann stund' d'Welt g'wiß nicht mehr lang.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kometenlied

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
spirituelle Impulse, Bibeltexte mit Erklärungen, Gebete für Gottesdienstfeiern und Denkanstöße für jeden Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres.
Verbesserte Suchfunktionen - Neue Exportfunktionen
Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
Die Unterseiten des Predigtforums kann man auch mit einer Kurzadresse erreichen:
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Die Kapitel 26 bis 35 des Jeremiabuches, denen die erste Lesung des Ersten Adventsonntags entnommen ist, enthalten Drohworte und Verheißungen an Jerusalem und Juda. In ihrem Kern sind sie in den Auseinandersetzungen vor dem Zusammenbruch Judas entstanden. Die Worte des Jeremia waren vielen Juden in der babylonischen Gefangenschaft Verheißung und Trost. Die Verse der Lesung sind Teil eines verhältnismäßig späten Nachtrags zu den Trost- und Verheißungsworten des Propheten.
Im V. 15 wird ein Spross für David verheißen. Dies zu einer Zeit, in der das Haus David völlig darniederlag. Das Wort "Spross" spielt auf ein Bild des Propheten Jesaja (Jes 10:33) an, in dem er Juda mit einem Wald vergleicht, dessen mächtige Bäume gefällt werden.
Aufgabe des Königs ist es, für Recht und Gerechtigkeit zu sorgen. Der verheißene König wird im Gegensatz zu König Jojakim, dem Jeremia das Gericht ankündigte, dieser Aufgabe nachkommen.
Die Perikope stellt eine Sammlung von Einzelsprüchen dar, die das kommende Heil betreffen. Sie sind bewusst als "Spruch des Herrn" ausgewiesen, als Jahwewort.
Die Rede vom "Spross" aus dem Haus Davids verweist auf den Titel des künftigen Herrschers, den Messias; sie geht zurück auf Jes 10,28-34, einem Drohwort, dass Juda "wie mächtige Bäume" gefällt wird; aus den Baumstumpf aber erwächst ein junger Trieb (Jes 11,1). Sach 6,12: "Da ist ein Mann, Spross ist sein Name; denn wo er steht, wird es sprossen, und er wird den Tempel des Herrn bauen."
Die Rede von "Recht und Gerechtigkeit" ist mit dem Wirken des Königs verbunden.
Vers 16 "Der Herr ist unsere Gerechtigkeit" verweist auf den letzten König, Zidkija (= "Jahwe ist meine Gerechtigkeit").
In der vorliegende Perikope sieht Jeremia die Zerstörung Jerusalems voraus. Doch auch darüber hinaus hat Israel eine Zukunft - wenn es auf seinen Gott setzt.
Neubeginn in Zeiten des Untergangs
Mit dem Untergang der Stadt Jerusalem im Jahre 587 v.Chr. wurde auch die Dynastie Davids vom Thron gestürzt. Sie hat etwa vier Jahrhunderte die Geschicke Jerusalems bestimmt. Große Hoffnungen waren mit ihr verbunden gewesen, immerhin hatte der Prophet Natan einst David verheißen, sein Königtum werde auf ewig bestehen bleiben (2 Sam 7,16). Lange Zeit schien sich das auch zu bewahrheiten: Während das Nordreich Israel unterging, trotzte das Südreich Juda den Stürmen der Zeit. Nun war auch seine Stunde gekommen. Allzu selbstsicher hatte man darauf gebaut, es werde Jerusalem schon nichts zustoßen - als wäre der Glaube eine Garantie für ein sorgloses Leben. Doch plötzlich ist alles anders. Die Belagerer stehen vor der Tür. Bald liegt der Tempel in Trümmern, das Volk verliert sein Land und muss ins Exil und über Jerusalem herrschen fremde Fürsten.
Das Neue beginnt zu sprießen
In diese Stunde hinein ist uns die heutige Lesung geschenkt. Als die Not in Jerusalem am größten ist und die Belagerer bereits vor der Tür stehen, verkündet Jeremia: Dies ist nicht das Ende. Zeit seines Lebens hat er Unheil verkündet. Nun, da das Angesagte eingetroffen ist, spricht er den Menschen Mut zu. Er ruft ein gutes Wort in Erinnerung, das in ähnlicher Weise schon einmal zu hören war (vgl. Jer 23,5f). Es gilt nicht nur Juda, sondern auch dem längst untergegangenen Israel, also dem gesamten Gottesvolk. Die Rede ist von einem gerechten Spross, den Gott aufsprießen lässt. Wer aber soll das sein?
Blicken wir auf Jer 23,5, entsteht der Eindruck, es handle sich um einen gerechten König. In Jer 33,14-16 wird das Bild neu gedeutet. Nicht der König, sondern Jerusalem ist dieses Zeichen der Hoffnung. Der Ehrenname „Der Herr ist unsere Gerechtigkeit“ (Jer 25,6; 33,16) bezieht sich nun auf die Gottesstadt. Recht und Gerechtigkeit, die klassischen Aufgaben des Königs, sind jetzt das Kennzeichen des gesamten Volkes Gottes. Wie ein Schößling rasch emporsprießt, wird sich diese Verheißung bald erfüllen. So wird die Bevölkerung der Hauptstadt zum lebendigen Zeichen dessen, dass Gott seinem Volk in Treue zur Seite steht. Sie wird zu einem messianischen Zeichen. Liest man beide Texte des Propheten Jeremia zusammen, wird deutlich, dass es den messianischen König nicht ohne die messianische Gesellschaft gibt.
Hoffnung und Wachsamkeit
Während die alttestamentliche Lesung, der erste Bibeltext, den wir im heurigen Advent hören, die Vorfreude weckt, bringt das Evangelium eine andere Seite ans Licht. Für jene, deren Leben von Bedrängnis getrübt ist, mag der Advent eine Zeit erhoffter Veränderung sein. Doch was ist mit jenen, die das unheilvolle Getriebe dieser Welt befeuern? Für sie ist das kommende Heil eine schmerzliche Form der Veränderung. So tritt zur Vorfreude die Forderung, zu wachen und zu prüfen, auf welcher Seite wir eigentlich stehen.
Klaus Einspieler
© Diözese Linz. Team Bibelwerk Linz und Glaubenskommunikation