Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Rom.
Schwestern und Brüder!
Wenn du mit deinem Mund bekennst:
Herr ist Jesus -
und in deinem Herzen glaubst:
Gott hat ihn von den Toten auferweckt,
so wirst du gerettet werden.
Denn mit dem Herzen glaubt man
und das führt zur Gerechtigkeit,
mit dem Mund bekennt man
und das führt zur Rettung.
Denn die Schrift sagt:
Jeder, der an ihn glaubt,
wird nicht zugrunde gehen.
Denn darin gibt es keinen Unterschied
zwischen Juden und Griechen.
Denn alle haben denselben Herrn;
aus seinem Reichtum beschenkt er alle,
die ihn anrufen.
Denn jeder, der den Namen des Herrn anruft,
wird gerettet werden.
Wie sollen sie nun den anrufen,
an den sie nicht glauben?
Wie sollen sie an den glauben,
von dem sie nichts gehört haben?
Wie sollen sie hören,
wenn niemand verkündet?
Wie soll aber jemand verkünden,
wenn er nicht gesandt ist?
Wie geschrieben steht:
Wie willkommen sind die Füße der Freudenboten,
die Gutes verkünden!
Doch nicht alle sind dem Evangelium gehorsam geworden.
Denn Jesaja sagt:
Herr, wer hat unserer Kunde geglaubt?
So gründet der Glaube in der Botschaft,
die Botschaft aber im Wort Christi.
Aber, so frage ich: Haben sie etwa nicht gehört?
Ja doch: In die ganze Welt ist ihr Schall gedrungen
und bis an die Enden der Erde ihre Worte.
Kv: Ihre Botschaft geht hinaus in die ganze Welt. - Kv
GL 35,1
Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes *
und das Firmament kündet das Werk seiner Hände.
Ein Tag sagt es dem andern, *
eine Nacht tut es der andern kund, - Kv
ohne Rede und ohne Worte, *
ungehört bleibt ihre Stimme.
Doch ihre Botschaft geht in die ganze Welt hinaus,
ihre Kunde bis zu den Enden der Erde. - Kv
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Mir nach!
Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit,
als Jesus am See von Galiläa entlangging,
sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus,
und seinen Bruder Andreas;
sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer.
Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach!
Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach.
Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder,
Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes;
sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot
und richteten ihre Netze her.
Er rief sie
und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater
und folgten Jesus nach.
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Wir zünden eine Kerze (auf dem Adventkranz) an und beginnen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes. Amen.
Andreas war der Bruder des Simon Petrus, stammte aus Betsaida und war Fischer. Er war zuerst Jünger Johannes‘ des Täufers und wurde dann von Jesus in seine Nachfolge gerufen. An einigen Stellen der Hl. Schrift tritt er aus der Gruppe der zwölf hervor. Nach der Überlieferung soll er später am Schwarzen Meer und in Griechenland das Evangelium gepredigt und ist in Patras (Peloponnesa, Griechenladn) den Martertod am Kreuz gestorben sein.
Andreas genießt in der Ostkirche besondere Verehrung. Das Patriarchat von Konstantinopel führt seine Autorität auf den Apostel Andreas zurück. Andreas wird dort als der Erstberufene (Protoklitos) der Apostel besonders verehrt.
Gott,
dein Rufen ist nicht laut,
aber doch unüberhörbar;
du gibst nicht auf
du rufst immer wieder
du lässt keinen aus;
du rufst den Liebenden
du rufst den Leidenden
du rufst den Glücklichen
du rufst den Traurigen
du rufst den Reichen
du rufst den Armen
du rufst den Jungen
du rufst den Alten
du rufst den Gesunden
du rufst den Kranken
du rufst mich!
Ich höre deinen Ruf genau:
manchmal rufst du persönlich
dann wieder durch boten
dann wieder durch Texte
dann wieder durch die innere Stimme
Dein Ruf betrifft mich!
Schuldbekenntnis:
Herr, ich bekenne,
dass ich deinen Ruf
oft nur mit halbem Ohr
und mit halbem Herzen
aufgenommen habe:
Du rufst mich zum Nächsten
und ich kreise noch zu sehr um mich;
du rufst mich zur Versöhnung
und ich zettle Streit an;
du rufst mich zur Freude
und ich bin oft so missmutig;
du rufst mich zur Gerechtigkeit
und ich bin oft so ungerecht;
du rufst mich zum Frieden
und ich bin oft so friedlos;
du rufst mich zum Kämpfen
und ich lasse mich besiegen;
du rufst mich zur Verteidigung
und ich klage an;
du rufst mich zur Liebe
und ich lebe in Zwietracht!
Es reicht nicht,
dass ich mich anklage
dass ich mich besinne
dass ich in mich gehe
ich muss
ANT-WORT geben
auf deinen Ruf!
Gott, der barmherzige Vater, erbarme sich unser,
er verzeihe uns unsere Schwer-Hörigkeit,
führe uns glücklich durch unser Leben
und schenke uns dereinst das ewige Leben.- Amen.
Peter Boekholt in: Du bist der Atem meines Lebens. Das Frauengebetbuch. Herausgegeben von Benedikta Hintersberger OP, Andrea Kett, Hildegard Keul, Aurelia Spendel OP. Schwabenverlag / KlensVerlag, Ostfildern 2010.
Herr,
deine ersten Jünger waren sehr mutig.
Wir formulieren erst einmal Bedenken,
wenn es gilt, Vertrauen zu wagen.
Herr, erbarme dich.
Herr,
du schenkst uns eine große Freiheit.
Wir fürchten aber die Risiken,
wenn wir vor einander Angst haben.
Christus, erbarme dich.
Herr,
du gehst uns voran.
Du vertraust uns Wege an,
die zu deinem Reich führen.
Herr, erbarme dich.
Manfred Wussow
1. Selig, wem Christus auf dem Weg begegnet,
um ihn zu rufen, alles zu verlassen,
sein Kreuz zu tragen und in seiner Kirche
für ihn zu wirken.
2. Bei ihm ist Christus, stärkt ihn in der Wüste,
schenkt ihm durch Lei den Anteil an der Freude.
Und seine Jünger spüren Christi Liebe
in seiner Nähe.
3. Durch seine Jünger spricht zu uns der Meister,
ruft uns zur Umkehr, spendet Licht und Hoffnung.
In ihren Taten wird die Botschaft Christi
für uns lebendig.
4. Vater im Himmel, heilig ist dein Name,
dein Reich wird kommen, das dein Sohn verheißen.
Hilf uns, im Geiste ihm den Weg bereiten
als deine Boten.
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit,
als Jesus am See von Galiläa entlangging,
sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus,
und seinen Bruder Andreas;
sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer.
Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach!
Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach.
Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder,
Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes;
sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot
und richteten ihre Netze her.
Er rief sie
und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater
und folgten Jesus nach.
Zur Zeit Jesu gab es kein Internet und keine elektronischen Medien, keine "Influencer" und keine "Follower". Die sozialen Beziehungen folgten rein analogen Gesetzen. Es gab aber auch damals Leute, die mit ihren Botschaften junge Leute anzogen. Johannes der Täufer war einer von ihnen. Gerade junge Leute waren von ihm fasziniert und pilgerten gleichsam zu ihm. In seinem Umfeld haben nach dem Johannesevangelium Andreas und andere Jesus kennengelernt. Nach der Gefangennahme des Täufers verspürt Jesus, dass er seiner Berufung den Menschen die Frohe Botschaft vom Reich Gottes zu verkünden zu folgen habe. Am See von Galiläa trifft er offenbar Andreas, dessen Bruder Simon Petrus, Johannes und dessen Bruder Jakobus wieder und fordert sie auf, ihm zu folgen. In der Darstellung des Matthäus kommt nicht zur Sprache, dass sie sich vermutlich schon kannten. Dadurch erhält die schnelle Entschlossenheit mit Jesus zu gehen einen besonderen Akzent.
Wir sind gewohnt, bzw. wir erwarten von verantwortungsvollen Personen, wichtige Entscheidungen lange und gut zu überlegen. An den ersten Jüngeren, die Jesus nachfolgen, überrascht, dass sie alles liegen und stehen lassen und Jesus nachfolgen. Immerhin war zumindest Petrus schon verheiratet. Die Darstellungsweise der Evangelisten Markus und Matthäus erinnert an das Jesuswort "Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes" (Lk 9,62). Die Entscheidung für das Reich Gottes ist kein langes Abwägen von Für und Wider. Sie ist bedingungslos, wenn sie entsprechend herangereift ist.
An den Biografien der Jünger Jesu sehen wir aber auch, dass diese Entscheidung, bzw. Entschlossenheit in ganz neue Lebensweisen und Lebenswelten hineinführt. Ähnliches sehen wir auch an der Berufung des Apostels Paulus. Auch von vielen späteren Heiligen werden uns plötzliche Richtungsänderungen in deren Leben berichtet. Im Mittelpunkt steht das Reich Gottes. Diesem zu folgen und auf das Reich Gottes hin sein Leben auszurichten, wird in jedem Lebenslauf anders aussehen. Nicht immer ist sie so spektakulär, wie uns von den ersten Jünger Jesu berichtet wird. Die Entscheidung für das Reich Gottes erträgt aber kein Wenn und Aber.
Herr Jesus Christus,
mit dir ist das Reich Gottes gekommen,
du rufst uns, dir zu folgen
und dich zu den Menschen zu bringen.
Wir bitten dich:
Du bist der Weg:
Hilf allen, die getauft sind, dass sie deinen Spuren folgen
und das leben, wozu du sie berufen hast.
Erhöre uns, Christus!
Du bist die Wahrheit:
Führe alle, die sich verirrt haben,
in die Gemeinschaft mit dir, dem Sohn Gottes, zurück.
Erhöre uns, Christus!
Du bist die Kraft:
Stärke alle, die zum Dienst am Wort berufen sind, mit deinem Geist
und ermutige sie, das zu leben, was sie verkünden.
Erhöre uns, Christus!
Du bist die Liebe:
Lass unsere Familien zu Orten werden,
in denen der Glaube gelebt
und an die Kinder weitergegeben wird.
Erhöre uns, Christus!
Du bist die Hoffnung:
Überwinde in der Kirche alle Resignation,
erfülle sie mit Hoffnung
und führe sie in die Zukunft hinein.
Erhöre uns, Christus!
Allmächtiger Gott,
du hast durch deinen Sohn die Kirche gegründet
und sicherst ihr zu, sie wird nicht untergehen.
Wir danken dir, wir preisen dich, jetzt und in Ewigkeit. – Amen.
Pater Josef Steinle
Einer ist's, an dem wir hangen
1) Einer ist's, an dem wir hangen,
der für uns in den Tod gegangen
und uns erkauft mit seinem Blut.
Unsre Leiber, unsre Herzen
gehören dir, o Mann der Schmerzen;
in deiner Liebe ruht sich's gut.
Nimm uns zum Eigentum,
bereite dir zum Ruhm
deine Kinder.
Verbirg uns nicht das Gnadenlicht
von deinem heilgen Angesicht.
2) Nicht wir haben dich erwählet,
du selbst hast unsre Zahl gezählet
nach deinem ewgen Gnadenrat;
unsre Kraft ist schwach und nichtig,
und keiner ist zum Werke tüchtig,
der nicht von dir die Stärke hat.
Drum brich den eignen Sinn,
denn Armut ist Gewinn
für den Himmel;
wer in sich schwach,
folgt, Herr, dir nach
und trägt mit Ehren deine Schmach.
3) O Herr Jesu, Ehrenkönig,
die Ernt ist groß, der Schnitter wenig;
drum sende treue Zeugen aus.
Send auch uns hinaus in Gnaden,
viel arme Gäste dir zu laden
zum Mahl in deines Vaters Haus!
Wohl dem, den deine Wahl
beruft zum Abendmahl
im Reich Gottes!
Da ruht der Streit,
da währt die Freud
heut, gestern und in Ewigkeit.
4) Sieh auf deine Millionen,
die noch im Todesschatten wohnen,
von deinem Himmelreiche fern.
Seit Jahrtausenden ist ihnen
kein Evangelium erschienen,
kein gnadenreicher Morgenstern.
Glanz der Gerechtigkeit,
geh auf, denn es ist Zeit!
Komm, Herr Jesu,
zieh uns voran
und mach uns Bahn,
gib deine Türen aufgetan.
5) Heiland, deine größten Dinge
beginnest du still und geringe.
Was sind wir Armen, Herr, vor dir?
Aber du wirst für uns streiten
und uns mit deinen Augen leiten;
auf deine Kraft vertrauen wir.
Dein Senfkorn, arm und klein,
wächst ohne großen Schein
doch zum Baume,
weil du, Herr Christ,
sein Hüter bist,
dem es von Gott vertrauet ist.
Albert Knapp (1824), in: EG 256
Du Gott des Aufbruchs, segne uns,
wenn wir dein Rufen vernehmen,
wenn deine Stimme lockt,
wenn dein Geist uns bewegt
zum Aufbrechen und Weitergehen.
Du Gott des Aufbruchs,
begleite und behüte uns,
wenn wir aus Abhängigkeiten entfliehen,
wenn wir uns von Gewohnheiten verabschieden,
wenn wir festgetretene Wege verlassen,
wenn wir dankbar zurückschauen
und doch neue Wege wagen.
Du Gott des Aufbruchs,
wende uns dein Angesicht zu,
wenn wir Irrwege nicht erkennen,
wenn uns Angst befällt,
wenn Umwege uns ermüden,
wenn wir Orientierung suchen
in den Stürmen der Unsicherheit.
Du Gott des Aufbruchs,
leuchte auch unserem Weg,
wenn Ratlosigkeit uns fesselt,
wenn wir fremde Lande betreten,
wenn wir Schutz suchen bei dir,
wenn wir neue Schritte wagen
auf unserer Reise nach innen.
Du Gott des Aufbruchs,
mach uns aufmerksam,
wenn wir mutlos werden,
wenn uns Menschen begegnen,
wenn unsere Freude überschäumt,
wenn Blumen blühen,
die Sonne uns wärmt,
Wasser uns erfrischt,
Sterne leuchten auf unserem Lebensweg.
Du Gott des Aufbruchs,
sei mit uns unterwegs
zu uns selbst, zu den Menschen, zu dir.
So segne uns mit deiner Güte
und zeige uns dein freundliches Angesicht.
Begegne uns mit deinem Erbarmen
und leuchte uns mit dem Licht deines Friedens
auf allen unseren Wegen. Amen.
Aus: Annegret Kokschal / Peter Kokschal, Gebete für das ganze Leben, St. Benno Verlag, Leipzig 2004.
Aus Anlass der Corona-Pandemie im Jahr 2020
Die Welt ist aus den Fugen geraten.
Nichts ist mehr, wie es war.
So vieles, was für uns ganz selbstverständlich war,
ist auf einmal in Frage gestellt.
Geld, Erfolg, Ansehen
– was ist das alles noch wert,
wenn wir uns um unsere Gesundheit sorgen,
wenn wir Angst um unser Leben haben müssen?
Vorsichtig sind wir geworden.
Und demütig.
Und achtsam.
Die gegenseitige Rücksichtnahme
hat den Eigensinn in die Schranken gewiesen.
Das Habenwollen ist dem Geben gewichen.
Gemeinsam nach Wegen zu suchen, die aus der Not herausführen,
zählt mehr als das Streben, sich selbst wichtig zu machen.
Wir spüren,
was es bedeutet,
nicht allein zu sein,
jemanden zu haben,
der uns nahe ist
– und sei’s nur in Gedanken.
Und in Gebeten.
So bitten wir dich,
Gott,
gib uns Halt
in diesen haltlosen Zeiten.
Lass uns mutig nach vorn schauen,
zuversichtlich den Tag erwarten,
der der Nacht folgt,
dem Licht entgegensehen,
das die Dunkelheit verdrängt
und dann,
wenn es wieder hell geworden ist
– in uns und um uns herum –
das Unsere dafür tun,
dass das Gute,
das wir in diesen Tagen säen und pflanzen,
Früchte tragen
und bleiben möge.
Unter uns.
Allen zum Segen.
Eckhard Hermann
1. Das ist der Tag, den Gott gemacht,
der Freud in alle Welt gebracht.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.
2. Verklärt ist alles Leid der Welt,
des Todes Dunkel ist erhellt.
Der Herr erstand in Gottes Macht,
hat neues Leben uns gebracht.
3. Wir sind getauft auf Christi Tod
und auferweckt mit ihm zu Gott.
Uns ist geschenkt sein Heilger Geist,
ein Leben, das kein Tod entreißt.
4. Wir schauen auf zu Jesus Christ,
zu ihm, der unsre Hoffnung ist.
Wir sind die Glieder, er das Haupt,
erlöst ist, wer an Christus glaubt.
5. Nun singt dem Herrn das neue Lied,
in aller Welt ist Freud und Fried.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.
(Text: nach Heinrich Bone 1847/EGB 1975, 3. und 4. Str.: Friedrich Dörr 1972; Melodie: nach Johann Leisentritt 1567)
1. Jesus Christus, guter Hirte,
Hoherpriester, Osterlamm,
für das Lamm, das sich verirrte,
starbst du an dem Kreuzesstamm.
2. Baum des Lebens, Strom des Heiles,
edler Weinstock, Himmelsbrot,
du nur kennst und führst die Deinen
in das Leben aus dem Tod.
3. Wort des Vaters, offne Türe,
Licht der Stadt Jerusalem,
lass uns deine Stimme hören,
lass uns deine Wege gehen.
(Text: Adelgart Gartenmeier 1997, Melodie: Kamilla Usmanova 2008)
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
hast mich geheilt und mit Freude umgürtet.
Dir singt mein Herz und will nicht verstummen.
Dir will ich singen in Ewigkeit.
(Text: nach Psalm 30,12 – 13; Melodie: Johannes Falk *1963)
1. Bleibe bei uns, du Wandrer durch die Zeit!
Schon sinkt die Welt in Nacht und Dunkelheit.
Geh nicht vorüber, kehre bei uns ein.
Sei unser Gast und teile Brot und Wein.
2. Weit war der Weg. Wir flohen fort vom Kreuz.
Doch du, Verlorner, führtest uns bereits.
Brennt nicht uns ein Feuer, wenn du sprichst?
Zeige dich, wenn du nun das Brot uns brichst.
3. Weihe uns ganz in dein Geheimnis ein.
Lass uns dich sehn im letzten Abendschein.
Herr, deine Herrlichkeit erkennen wir:
Lebend und sterbend bleiben wir in dir.
(Text: Peter Gerloff, Melodie: Henry Monk 1861)
1. Vom Tode heut erstanden ist
der heilge Herre Jesus Christ,
der aller Welt ein Tröster ist. Halleluja.
2. Die ganze Erde staunt und bebt,
weil Gottes Herrlichkeit anhebt;
der Tod ist tot, das Leben lebt. Halleluja.
3. Des Herren Sieg bricht ins uns ein,
da sprengt er Riegel, Schloss und Stein;
in uns will Christus Sieger sein. Halleluja.
4. Nun jauchzt und jubelt überall.
Die Welt steht auf von ihrem Fall.
Gott herrscht in uns, er herrscht im All. Halleluja.
(Text: nach „Surrexit Christus hodie“ Engelberg1372, 2 – 4. Str.: Silja Walter 1968,; Melodie: 14. Jahrhundert/Böhmische Brüder 1501/bei Michael Weiße 1531)
1. Die ganze Welt, Herr Jesu Christ, Halleluja, Halleluja,
in deiner Urständ fröhlich ist. Halleluja, Halleluja.
2. Das himmlisch Herr im Himmel singt, Halleluja, Halleluja,
die Christenheit auf Erden klingt. Halleluja, Halleluja.
3. Jetzt grünet, was nur grünen kann, Halleluja, Halleluja,
die Bäum zu blühen fangen an. Halleluja, Halleluja.
4. Es singen jetzt die Vögel all, Halleluja, Halleluja,
jetzt singt und klingt die Nachtigall, Halleluja, Halleluja.
5. Der Sonnenschein kommt jetzt herein, Halleluja, Halleluja,
und gibt der Welt ein neuen Schein, Halleluja, Halleluja.
(Text: Friedrich Spee 1623, Melodie: Köln 1623, E: 1. Und 6. Str.: „Urständ: Auferstehung)
Herr, erbarme dich. - Herr, erbarme dich.
Christus, erbarme dich. - Christus, erbarme dich.
Herr, erbarme dich. - Herr, erbarme dich.
Christus, höre uns. - Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns. - Christus, erhöre uns.
Gott Vater im Himmel, - erbarme dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt,
Gott Heiliger Geist,
Heiliger dreifaltiger Gott,…
Hl Maria, unsere liebe Frau von Lourdes, - bitte für uns!
Hl. Erzengel Raffael,
Alle Heiligen Engel,...
Hl. Josef,...
Hl. Johannes der Täufer,...
Hl. Lukas,...
Hl. Cosmas und hl. Damian,...
Hl. Blasius,...
Hl. Pantaleon,...
Hl. Corona,...
Hl. Rochus, hl. Sebastian und hl. Rosalia,...
Hl. Elisabeth von Thüringen,...
Hl. Katharina von Siena und hl. Katharina von Genua,...
Hl. Camillo von Lellis,...
Hl. Johannes von Gott,...
Hl. Aloisius Gonzaga
Hl. Karl Borromeus,...
Hl. Martin von Porres,...
Hl. Louise de Marillac,...
Sel. Niels Stensen,...
Hl. Damian de Veuster,...
Sel. Petrus Donders,…
Hl. Josefine Vannini,...
Hl. Josef Moscati,...
Hl. Markus Ji Tianxiang,...
Sel. Karl aus dem Hause Österreich,...
Sel. Ladislaus Batthyany,...
Sel. Restituta Kafka,...
Hl. Gianna Beretta Molla,...
Hl. Mutter Teresa,...
Hl. …….
All Ihr Heiligen Gottes,...
Jesus, sei uns gnädig. - Herr, befreie uns.
Von allem Bösen, - Herr, befreie uns.
Von der Corona-Epidemie, - Herr, befreie uns.
Durch deine Menschwerdung und Deine Auferstehung, - Herr, befreie uns.
Durch die Sendung des Hl. Geistes, - Herr, befreie uns.
Wir armen Sünder, - wir bitten dich, erhöre uns.
Mach uns bereit zu Buße und Umkehr,...
Schenke den Kranken Genesung,...
Gib den Verstorbenen das ewige Leben,...
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, verschone uns.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, erhöre uns.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, erbarme dich.
Christus, höre uns. - Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns. - Christus, erhöre uns.
Lasset uns beten.
Barmherziger Gott,
du hilfst deinen Dienern in ihrer Not,
in Bedrängnis sowie Krankheit
und erhörst ihr Bitten.
Wir danken dir,
denn du hast uns Barmherzigkeit erwiesen.
Bewahre uns vor Unheil und Seuche
und schenke uns Freude wieder
in Gemeinschaft und in deinem Dienst.
Durch Christus, unsern Herrn. Amen.
Unter deinen Schutz und Schirm
fliehen wir, o heilige Gottesmutter.
Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern errette uns jederzeit aus allen Gefahren,
o du glorwürdige und gebenedeite Jungfrau,
unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Führe uns zu deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stell uns vor deinem Sohne.
Amen.
Die Heiligen dieser Litanei, ein wenig vorgestellt:
Im Buch Tobit heilt der Erzengel Raffael (daher auch das Attribut Fisch),
Lukas war Evangelist und Arzt,
Cosmas und Damian waren bekannte altrömische Arzt-Märtyrer,
Blasius wird bei Rachenleiden angerufen (dank seines Martyriums),
Pantaleon war ebenso Mediziner,
Corona war Märtyrerin, früher Patronin der Lottospieler und dank dieser Pandemie eine
Seuchen-Fürsprecherin,
Rochus, Sebastian und Rosalia sind die klassischen Epidemie-Heiligen.
Im Mittelalter:
Elisabeth von Thüringen arbeitete im von ihr gegründeten Spital,
die beiden Katharinen sind die klassischen italienischen Krankenpfege-Heiligen.
In der Neuzeit:
Camillo von Lellis und Johannes von Gott sowie Josefine Vannini, die alle drei jeweils Krankenpflegeorden gegründet haben,
Karl Borromeus und Aloisius von Gonzaga pflegten Pestkranke. Aloisius starb an der Infektion,
Niels Stensen war Arzt, Humanist und Konvertit.
Im 19, und 20. Jahrhundert gab es einige Krankenpflege-Heilige:
Damian de Veuster lebte und starb bei den Aussätzigen auf Hawaii,
Petrus Donders in Surinam.
Josef Moscati war Arzt der Armen,
Markus Ji Tianxiang, Arzt, Opium-krank und Märtyrer,
der selige Karl von Österreich wurde Opfer der letzten großen Pandemie in Österreich,
der selige Ladislaus Batthyany war Arzt und Krankenhausgründer,
Restituta Kafka Krankenschwester und NS-Opfer,
die hl. Gianna Beretta Molla, Ärztin und Mutter, die ihr Leben für ihr Kind opferte,
Mutter Teresa von Kalkutta, die Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe.
Liebe Freunde, die Welt braucht Heilige,
und wir alle - ohne Ausnahme - sind zur Heiligkeit gerufen!
Habt keine Furcht!
Papst Franziskus
Gefunden in der Wallfahrtskirche Maria Grün, Wien
Lieber Gott,
ich bin in diesen schweren Zeiten dankbar dafür, dass meine Oma ihre Operation und die Krankenhauszeit gut überstanden hat und ohne Infektion nach Hause konnte. Ich bin auch dankbar dafür, dass mein Vater in seiner Quarantänezeit sich wohl und gesund fühlt und dass es meiner Familie und meinen Freunden gut geht. Ich finde es schade, dass ich mich mit meinen Freunden nicht treffen kann, dass ich nicht Fußball spielen kann und nicht in die Schule gehe.
Ich möchte dich darum bitten, dass sich die Covid-19 Pandemie nicht verschlimmert, dass es allen Menschen so weit wie möglich gut geht in dieser Zeit und dass ein Heilmittel bald vorhanden ist.
AMEN
Noah, 8. Klasse (RS CoJoBo - Collegium Josephinum Bonn)
Lieber Gott,
dieser Corona Virus macht uns allen zu schaffen. Regale in Supermärkten sind leer. Alle drehen durch und hamstern. Die Menschen haben Angst und kaufen, dass die Einkaufswagen voll sind bis zum geht nicht mehr. Ich ärgere mich darüber, dass alle durchdrehen und die Schulen geschlossen sind, denn man kann nicht richtig lernen. Ich habe auch ein wenig Angst, aber nicht um mich, sondern um meine Omas.
Meine Omas bedeutet mir sehr viel, ich habe meine beiden Opas schon verloren und einen davon durfte ich nicht kennenlernen. Es ist beängstigend wie viele Menschen jetzt schon gestorben und infiziert sind. Ich ärgere mich auch über die Menschen die ignorant sind, die einfach sagen „mich interessiert das nicht, ich bin nicht geschädigt.“ Ich bitte dich, lass diese Menschen begreifen, was zurzeit los ist, damit nicht mehr Menschen sterben und dieser Albtraum bald vorbei ist.
AMEN.
Marc, 8. Klasse (RS CoJoBo - Collegium Josephinum Bonn)
Herr, Du Gott des Lebens,
betroffen von der Not der Corona-Krise kommen wir zu Dir.
Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist
und bitten um Heilung für alle Erkrankten.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,
und allen Pflegenden Kraft in ihrer extremen Belastung.
Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.
Wir danken Dir für alle, die mit vielfältigen Diensten
die Sicherheit und Versorgung unseres Landes aufrecht erhalten.
Wir beten für alle, die in Panik sind oder von Angst überwältigt werden.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne mussten,
sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.
Stärke die Herzen der alten und pflegebedürftigen Menschen,
berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,
dass wir trotz allem miteinander verbunden sind.
Von ganzem Herzen flehen wir, dass die Epidemie abschwillt
und dass die medizinischen Einrichtungen auch künftig
den übermäßigen Anforderungen entsprechen können.
Wir beten, dass die Zahl der Infizierten und Erkrankten abnimmt
und hoffen auf eine baldige Rückkehr zur vertrauten Normalität.
Guter Gott, mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.
Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.
Wir sind sterbliche Wesen und können nicht alles kontrollieren.
Du allein bist ewig, Ursprung und Ziel von allem – immer liebend.
Getragen vom Frieden, der von Dir kommt, werden wir die Krise bestehen.
Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,
Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht, sie schenkt Zuversicht
und macht uns bereit – offen und aufmerksam für das Leben.
Jesus, wir vertrauen auf Dich!
Heilige Maria, Mutter unseres Herrn, und alle heiligen Frauen und Männer,
Nothelfer und Schutzpatrone unseres Landes, bittet für uns! Amen.
www.dibk.at/Meldungen/Gebet-in-der-Coronakrise
Gedenke, o Herr unser Gott, auch Deines ganzen Volkes,
gieß auf alle den Reichtum Deines Erbarmens aus ...
derjenigen, die wir aus Unwissenheit, Vergeßlichkeit und der Menge der Namen nicht erwähnt haben,
gedenke Du selbst, o Gott;
denn Du kennst eines jeden Alter und Namen,
und jeder ist Dir vom Mutterschoße an bekannt.
Denn Du, o Gott, bist die Hilfe der Hilflosen,
die Hoffnung der Hoffnungslosen ...
und der Arzt der Kranken.
Werde selbst allen alles,
da Du einen jeden kennst, seine Bitten, sein Haus und sein Bedürfnis.
Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gott Vater, Schöpfer der Welt,
du bist allmächtig und barmherzig.
Aus Liebe zu uns hast du deinen Sohn zum Heil der Menschen an Leib und Seele in die Welt gesandt.
Schau auf deine Kinder,
die in dieser schwierigen Zeit der Prüfung und Herausforderung in vielen Regionen Europas und der Welt sich an dich wenden,
um Kraft, Erlösung und Trost zu suchen.
Befreie uns von Krankheit und Angst,
heile unsere Kranken,
tröste ihre Familien,
gib den Verantwortlichen in den Regierungen Weisheit,
den Ärzten, Krankenschwestern und Freiwilligen Energie und Kraft,
den Verstorbenen das ewige Leben.
Verlasse uns nicht im Moment der Prüfung,
sondern erlöse uns von allem Bösen.
Darum bitten wir dich,
der du mit dem Sohn und dem Heiligen Geist lebst und herrschst bis in alle Ewigkeit. Amen.
Maria, Mutter der Kranken und Mutter der Hoffnung, bitte für uns!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gott unser Vater,
wir kommen in unserer Not zu dir,
um dich um Schutz vor dem Corona-Virus zu bitten,
der Leben gekostet hat
und viel Schaden über die Menschen bringt.
Wir beten um deine Gnade:
Für die Menschen, die das Virus erforschen
und gegen seine Verbreitung kämpfen.
Führe die Hände und Gedanken der Mediziner,
auf dass sie den Kranken dienen
durch ihr Können und ihr Mitgefühl,
und der Regierenden und Helfenden,
die auf der Suche nach einer Heilung
und einer Lösung der Epidemie sind.
Wir beten für die Kranken.
Mögen sie bald wieder gesund werden.
Gewähre all das durch unseren Herrn, Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des heiligen Geistes,
jetzt und in Ewigkeit. Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Herr Jesus Christus,
du bist das Brot des Lebens und der einzig wahre Weinstock.
Ich glaube, dass du wirklich anwesend bist
im heiligsten Sakrament der Eucharistie.
Ich suche dich.
Ich preise dich und bete dich an.
Da ich dich nicht empfangen kann
im eucharistischen Brot und Wein
bete ich, dass du in mein Herz und meine Seele kommst,
damit ich mit dir vereint sein kann
durch deinen allmächtigen und allgegenwärtigen Heiligen Geist.
Lass mich dich empfangen und von dir genährt werden.
Werde für mich das Manna in meiner Wüste,
das Brot der Engel
für meine sehr menschliche Reise durch die Zeit,
ein Vorgeschmack auf das himmlische Festmahl
und Trost in der Stunde meines Todes.
Ich erbitte all dies im Vertrauen darauf, dass du selbst
unser Leben, unser Friede und unsere immerwährende Freude bist.
Amen.
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Beten wir für alle Menschen,
die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die unter der Angst vor der Ansteckung leiden,
für alle, die die Quarantäne einhalten,
für alle, die sich in den Spitälern um die Kranken kümmern,
für alle, die in der Forschung den Virus bekämpfen,
und für die Politiker, die gewichtige Entscheidungen treffen, dass Gott uns bewahre und uns den Weg durch diese Zeit weise.
Akklamation nach jeder Anrufung: Erbarme dich unser!
Du heiliger Gott. (Jes 6,1-3)
Du gerechter Gott.
Du langmütiger Gott. (Ex 34,6)
Du Gott, reich an Huld. (Ex 34,6)
Du treuer Gott. (Ex 34,6)
Du geduldiger Gott. (Röm 15,5)
Gott des Mitleids mit den Leidenden. (Ps 106,44f)
Vater des Erbarmens und Gott allen Trostes. (2 Kor 1,3)
Gott, der uns tröstet wie eine Mutter. (Jes 66,13)
Gott, in dessen Schoss wir geborgen sind. (Hos 11)
Gott, an dessen Brust wir ruhen können. (Ps 131)
Gott, der uns nie vergisst. (Jes 49,15)
Gott, dessen Namen wir kennen. (Ex 3,14)
Gott, der uns eingezeichnet hat in seine Hände. (Jes 49,16)
Gott, der uns beim Namen ruft. (Jes 43,1)
Gott, dem wir gehören. (Jes 43,1)
Gott mit uns. (Mt 1,23)
Gott für uns. (Röm 8,31ff)
Gott, der uns aus der Gefangenschaft herausführt. (Ex 13,17-14,31)
Gott der Armen und Kleinen und Hilflosen. (Lk 1,46-55)
Gott, dessen Güte reicht soweit der Himmel ist. (Ps 36,5)
Gott aller, die sich plagen und schwere Lasten zu tragen haben. (Mt 11,28ff)
Gott, der weiss, was wir brauchen. (Mt 6,8)
Gott, der die Verlorenen sucht. (Mt 18,12-14)
Gott, der grösser ist als unser Herz.(1 Joh 3,20)
Gott, der den Hoffnungslosen Hoffnung gibt. (Röm 15,13)
Gott, der uns Sündern gnädig ist. (Lk 18,9-14)
Gott, dessen Erbarmen uns aus dem Tod rettet. (Eph 4,24)
Gott, unser Retter.
Gott des Lebens.
Du unsagbar grosser Gott.
Du leidenschaftlich liebender Gott.
Du unbegreiflich verzeihender Gott. (Lk 15,11-32)
Du masslos gnädiger Gott.
Du unendlich gütiger Gott.
Du barmherziger Gott.
Die Litanei ist stark von biblischen Texten inspiriert. Bei den meisten Anrufungen sind deshalb entsprechende Bibelstellen angegeben. Wenn keine Bibelstelle angegeben ist, bedeutet dies, dass dieser Aspekt der Barmherzigkeit Gottes sich an vielen Stellen der Bibel findet.
Die Bitten haben Schwestern der Zisterzienserinnenabtei Magdenau formuliert - herzlichen Dank!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Beten wir für alle Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die Angst haben vor einer Infektion,
für alle, die sich nicht frei bewegen können,
für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern,
für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen,
dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen erhalte.
(Stilles Gebet)
Allmächtiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke,
viele Generationen vor uns haben dich als mächtig erfahren,
als Helfer in allen Nöten.
Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind,
und stärke in uns den Glauben, dass du dich um jede und jeden von uns sorgst.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
© Martin Conrad, Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz (www.liturgie.ch)
Guter Gott,
ich fühle mich nicht wohl und habe immer wieder Angst. So viele Fragen schießen durch meinen Kopf. Wie geht es jetzt weiter? Bleibe ich gesund? Habe ich auch schon den Virus? Wie geht es den erkrankten Menschen bei uns und überall?
Mit all diesen Ängsten und Zweifeln komme ich zu Dir.
Du bist doch der liebe Gott seit meinen Kindertagen.
Ich schaue auf deinen Sohn am Kreuz, der all die Ängste und Nöte von uns Menschen selbst durchleben musste. Und ich sehe die vielen Kreuze in unseren Tagen, die Leid und Trauer bringen, die Hoffnung auf eine Zukunft zerstören.
Bist du der gute Gott, der auch jetzt zu mir steht?
Ich will glauben, dass Du mir nah bist in deiner Liebe.
Ich will vertrauen, dass Du treu bleibst in deiner Kraft der Nähe. Ich will hoffen, dass du mich erfüllst mit deiner Barmherzigkeit.
Guter Gott, gib uns deinen Geist der Solidarität und Stärke, der Hoffnung und Zuversicht. Lass uns erkennen, was jetzt wichtig ist und zählt.
Du bist der gute Gott, der uns befreit und begleitet! Lass uns in diesem Glauben die nächsten Schritte wagen. Amen.
https://mk-online.de/
Heiliger Sebastian,
du warst und bleibst für viele Menschen
ein machtvoller Fürsprecher in Zeiten der Not.
Wir bitten dich demütig:
Erbitte uns die Gesundheit an Leib und Seele.
Beschütze uns vor einer Erkrankung durch den Corona-Virus.
Gib uns Klugheit in der rechten Sorge um unsere Gesundheit,
frei von Ängstlichkeit als auch von Gleichgültigkeit.
Stärke unser Vertrauen, dass unser Leben in Gottes Hand geborgen ist.
Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
https://www.pfarre-gisingen.at/sebastian/gebet-zum-hl-sebastian-um-schutz-vor-dem-coronavirus/
Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten
und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe,
besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind.
Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms,
um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle,
die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen,
niemanden umarmen können.
Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt,
dass die Zahlen zurückgehen,
dass Normalität wieder einkehren kann.
Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist,
dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können,
dass Du allein ewig bist,
dass im Leben so vieles unwichtig ist,
was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles,
was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir.
Danke!
Johannes Hartl, Theologe, Augsburger Gebetshaus
Allmächtiger, ewiger Gott,
von Dir empfängt das ganze Universum Energie, Existenz und Leben,
wir kommen zu Dir und bitten um Dein Erbarmen,
weil wir heute die Zerbrechlichkeit der Menschheit
in der Erfahrung einer neuen Virusepidemie spüren.
Wir glauben, dass Du den Lauf der menschlichen Geschichte lenkst
und dass Deine Liebe unser Schicksal in der Not zum Besseren wenden kann.
Deswegen vertrauen wir Dir die Kranken und ihre Familien an:
Schenke Ihnen durch das Ostergeheimnis Deines Sohnes
Heil und gib Heilung ihrem Leib und ihrem Geist.
Hilf jedem Mitglied der Gesellschaft, seine Pflicht zu erfüllen,
und stärke den Geist der gegenseitigen Solidarität.
Stehe Ärzten und Pflegekräften, Erzieherinnen und Sozialarbeitern
in der Erfüllung ihres Dienstes bei.
Du, der Du unser Trost in der Schwachheit bist,
wende auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria
und aller heiligen Ärzte und Krankenpfleger jedes Übel von uns ab.
Befreie uns von der Epidemie, die uns gerade plagt,
damit wir gelassen zu unserem alltäglichen Leben zurückkehren
und Dich mit erneuertem Herzen loben und Dir danken können.
Dir vertrauen wir uns an,
zu Dir erheben wir auf die Fürsprache Mariens, der Helferin der Menschen,
unsere Bitte durch Christus unseren Herrn. Amen.
(Dieses Gebet wird derzeit von der Don Bosco Familie weltweit gebetet; nach einem Gebet von Erzbischof Cesare Nosiglia,Turin)
https://www.donbosco4youth.at/de/news/details/novene-zu-maria-der-hilfe-der-christen-coronavirus.html
Gott, du bist barmherzig und treu,
ein guter Hirte.
Du kennst die Wege, die wir gegangen sind,
auch die, über die wir nicht reden.
Du kennst auch die Strecken, die vor uns liegen,
unser Erwartung, unsere Sorge.
Dir vertrauen wir uns an.
Wenn wir uns in Tiefen verlieren,
führe uns,
wenn wir an Höhepunkten übermütig werden,
bewahre uns,
wenn Durststrecken vor uns liegen,
richte uns auf.
Du lässt uns an deinem Tisch das Leben schmecken.
In Christus, unserem Herrn.
Wer unterm Schutz des Höchsten steht (GL 424)
1) Wer unterm Schutz des Höchsten steht, im Schatten des Allmächtgen geht,
wer auf die Hand des Vaters schaut, sich seiner Obhut anvertraut,
der spricht zum Herrn voll Zuversicht: Du meine Hoffnung und mein Licht,
mein Hort, mein lieber Herr und Gott, dem ich will trauen in der Not.
2) Er weiß, dass Gottes Hand ihn hält, wo immer ihn Gefahr umstellt;
kein Unheil, das im Finstern schleicht, kein nächtlich Grauen ihn erreicht.
Denn seinen Engeln Gott befahl, zu hüten seine Wege all,
dass nicht sein Fuß an einen Stein anstoße und verletzt mög sein.3)
Denn dies hat Gott uns zugesagt: Wer an mich glaubt, sei unverzagt,
weil jeder meinen Schutz erfährt; und wer mich anruft, wird erhört.
Ich will mich zeigen als sei Gott, ich bin ihm nah in jeder Not;
des Lebens Fülle ist sein Teil, und schauen wird er einst mein Heil.
Guter Gott, dein Sohn ist für uns Mensch geworden und geht alle unsere Wege mit.
Wir bitten dich:
Unsere Fürbitten fassen wir zusammen und bekräftigen wir, in dem wir das Gebet des Herrn sprechen:
Herr, unser Herr, wie bist du zugegen
und wie unsagbar nah bei uns.
Allzeit bist du um uns in Sorge,
in deiner Liebe birgst du uns.
Du bist nicht fern, denn die zu dir beten
wissen, dass du uns nicht verlässt.
Du bist so menschlich in unsrer Mitte,
dass du wohl dieses Lied verstehst.
Du bist nicht sichtbar für unsre Augen,
und niemand hat dich je gesehn.
Wir aber ahnen dich und glauben,
dass du uns trägst, dass wir bestehen.
Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr;
fremd wie dein Name sind mir deine Wege.
Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott;
mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen?
Bist du der Gott. der Zukunft mir verheißt?
Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen.
Von Zweifeln ist mein Leben übermannt,
mein Unvermögen hält mich ganz gefangen.
Hast du mit Namen mich in deine Hand,
in dein Erbarmen fest mich eingeschrieben?
Nimmst du mich auf in dein gelobtes Land?
Werd ich dich noch mit neuen Augen sehen?
Sprich du das Wort, das tröstet und befreit
und das mich führt in deinen großen Frieden.
Schließ auf das Land, das keine Grenzen kennt,
und laß mich unter deinen Söhnen leben.
Sei du mein täglich Brot, so wahr du lebst.
Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete.
Originaltitel: Ik sta voor U
Text: Huub Oosterhuis
Übertragung: Lothar Zenetti
Herr, ich bin dein Eigentum,
dein ist ja mein Leben,
mir zum Heil und dir zum Ruhm
hast du mir’s gegeben.
Väterlich führst du mich
auf des Lebens Wegen
meinem Ziel entgegen.
Deine Treue wanket nicht,
du wirst mein gedenken,
wirst mein Herz in deinem Licht
durch die Zeit hin lenken.
So weiß ich, du hast mich
in die Hand geschrieben,
ewig mich zu lieben.
Gib auch, dass ich wachend sei,
Herr, an deinem Tage,
und das Licht der Gnaden treu
durch mein Leben trage.
Dass ich dann fröhlich kann
dir am End der Zeiten
Herr, entgegenschreiten.
Youtube-Version:
https://www.youtube.com/watch?v=41cSIWZnPrk
Originaltitel: Zolang er mensen zijn op aarde, Text: Huub Oosterhuis, Übertragung: Dieter Trautwein.
1. Du Sonne der Gerechtigkeit,
Christus, vertreib in uns die Nacht,
dass mit dem Licht des neuen Tags
auch unser Herz sich neu erhellt.
2. Du schenkst uns diese Gnadenzeit,
gib auch ein reuevolles Herz
und führe auf dem Weg zurück,
die deine Langmut irren sah.
3. Es kommt der Tag, dein Tag erscheint,
da alles neu in Blüte steht;
der Tag, der unsre Freude ist,
der Tag, der uns mit dir versöhnt.
4. Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt.
Lass uns, durch deine Gnade neu,
dich preisen durch ein neues Lied. - Amen.
Hilf, Herr meines Lebens, dass ich nicht vergebens,
https://www.youtube.com/watch?v=kclZw0H-mys
Bewahre uns, Gott, behüte uns Gott:
https://www.youtube.com/watch?v=IopcSexAVls
Werkleute sind wir: Knappen Jünger, Meister,
und bauen dich, du hohes Mittelschiff.
Und manchmal kommt ein ernster Hergereister,
geht wie ein Glanz durch unsre hundert Geister
und zeigt uns zitternd einen neuen Griff.
Wir steigen in die wiegenden Gerüste,
in unsern Händen hängt der Hammer schwer,
bis eine Stunde uns die Stirnen küßte,
die strahlend und als ob sie Alles wüßte
von dir kommt, wie der Wind vom Meer.
Dann ist ein Hallen von dem vielen Hämmern
und durch die Berge geht es Stoß um Stoß.
Erst wenn es dunkelt lassen wir dich los:
Und deine kommenden Konturen dämmern.
Gott, du bist groß.
Rainer Maria Rilke, in: Die Gedichte, itb 2246, Frankfurt-Leipzig: Insel 1998, S. 214f.

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
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Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
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Was Paulus verkündigt hat, wird besonders in dem Bekenntnis: "Jesus ist Herr" verbunden. Dabei ist das Bekenntnis "Jesus ist der Herr" im Glauben begründet, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat. Paulus unterscheidet zwar Mund und Herz, trennt sie aber nicht. Er hätte auch schreiben können: Das Bekenntnis, Gott hat Jesus von den Toten auferweckt, wurzelt im Glauben "Jesus ist der Herr". Der Mund sagt also nichts anderes als das Herz glauben kann, und im Herzen kann kein Glauben sein, der nicht aussprechbar wäre und bekannt werden könnte. Dass Herz und Mund im Einklang sind, bezieht Paulus auf das Heil. Dabei fällt der Unterschied zwischen Juden und Griechen einfach weg. Im Schlusssatz formuliert Paulus, dass jeder, der den Kyrios (Jesus) anruft, gerettet wird. Diese Zuversicht entspricht dem Herrsein Jesu, das in der Auferweckung nicht nur sichtbar wird, sondern alle Glaubende in das neue Leben einbezieht.
Immer wieder bezieht sich Paulus auf Worte der Schrift, auf Worte des Glaubens. Damit greift er die überlieferten Texte der Heiligen Schrift auf und deutet sie neu. Das entspricht der damaligen Auslegungsmethode. Das Vertrauen in die Schrift war sehr groß. In ihr sprach Gott selbst - über die Zeiten hinweg. Die konkrete und aktualisierte Ausdeutung fand jeweils neu statt - vor dem Hintergrund der jeweiligen Alltagserfahrungen. Somit handelt es sich bei dieser Methode um eine wesentlich auf den Hörer bezogene Auslegung. Das ermöglichte auch, Texte der Tora im christlichen Horizont zu deuten, auch wenn dadurch der ursprüngliche Sinn gänzlich verloren ging, vielleicht sogar konterkariert wurde. Entscheidend war immer, wie das Wort Gottes vor dem Hintergrund der jeweiligen Alltagserfahrungen verstanden werden konnte. So konnte Paulus auch in Jesus Christus die Erfüllung der alttestamentlichen Verheißungen sehen. Im Glauben an Jesus Christus finden für Paulus die alttestamentlichen Weisungen ihr Ziel.