Allmächtiger Gott,
du gebietest über Himmel und Erde,
du hast Macht über die Herzen der Menschen.
Darum kommen wir voll Vertrauen zu dir;
stärke alle, die sich um die Gerechtigkeit mühen,
und schenke unserer Zeit deinen Frieden.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 2. Sonntag im Jahreskreis
Herr,
gib, daß wir das Geheimnis des Altares ehrfürchtig feiern;
denn sooft wir die Gedächtnisfeier dieses Opfers begehen,
vollzieht sich an uns das Werk der Erlösung.
Durch Christus, unseren Herrn.
MB 2. Sonntag im Jahreskreis
Kehrvers:
Der Herr ist mein Licht und mein Heil. (GL 38,1)
Guter Gott, wir danken dir,
denn du nimmst dich deines Volkes an,
du bist in seiner Mitte gegenwärtig
und stehst ihm bei, wenn es in Not ist.
Kehrvers
Zu allen Zeiten bestellst du Hirten, die deinem Volk vorangehen,
Propheten, die ihm dein Wort verkünden,
und Priester, die deinen Namen heiligen.
Kehrvers
Jesus von Nazareth hast du gesandt,
um dir das Herz deines Volkes aufs Neue zuzuwenden.
Er war der Gute Hirte, der das Leben für die Seinen hingab.
Er hat Männer und Frauen in seine Nachfolge gerufen,
damit sie wie er die Frohe Botschaft vom Reich Gottes verkünden.
Kehrvers
Auch heute berufst du Menschen,
die deine Größe den Menschen bekannt machen,
deinen Dienst an den Kleinen und Schwachen weiterführen
und dein Volk leiten.
Dafür danken wir dir und singen wir dir mit allen Heiligen zum Lob:
Danklied, z. B. "Lasst uns loben, freudig loben" (GL 489)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel, zu danken
und dich mit der ganzen Schöpfung zu loben.
Denn deine Vorsehung waltet über jeder Zeit;
in deiner Weisheit und Allmacht
führst du das Steuer der Kirche
und stärkst sie durch die Kraft des Heiligen Geistes.
In ihm kann sie allezeit auf deine Hilfe vertrauen,
in Not und Bedrängnis zu dir rufen
und in Tagen der Freude dir danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn preisen wir dein Erbarmen
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Heiliger Geist 2
Mit Johannes dem Täufer bekennen wir:
Ich habe es gesehen und lege Zeugnis ab:
Dieser ist der Erwählte Gottes.
(Joh 1,34)
oder:
Kommt und seht!
Da kamen sie mit und sahen, wo er wohnte.
(Joh 1,39)
Ich glaube an die Sonne,
auch wenn sie nicht scheint.
Ich glaube an die Liebe,
auch wenn ich sie nicht spüre.
Ich glaube an Gott,
auch wenn ich ihn nicht sehe.
(anonymer Text aus dem Warschauer Getto)
Barmherziger Gott,
du hast uns alle mit dem einen Brot des Himmels gestärkt.
Erfülle uns mit dem Geist deiner Liebe,
damit wir ein Herz und eine Seele werden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 2. Sonntag im Jahreskreis
Donnergrollen
immer näher
immer lauter
Blitze zerreißen den dunklen Himmel
für Sekundenbruchteile
taghelles Licht
dann pechschwarze Nacht
faszinierendes Schauspiel
gewaltig und Angst machend
der Himmel droht
auseinanderzubersten
herabzufallen
Verzogenes Gewitter
in der Ferne Donnergrollen
der Himmel ist am Himmel
geblieben
einladend
verheißungsvoll
versöhnend
friedvoll
Aus: Margot Bickel, Jede Nacht birgt einen Stern, Augsburg 1998, Seite 44.
Der erste Zeitpunkt ist dann, wenn Gott unser Herr den Willen so bewegt und an sich zieht, dass eine Ihm ergebene Seele, ohne zu zweifeln oder auch nur zweifeln zu können, dem folgt, was ihr gezeigt worden ist, wie es der heilige Paulus und der heilige Matthäus taten, als sie Christus unserem Herrn folgten.
Der zweite Zeitpunkt ist dann, wenn man viel Klarheit und Einsicht hat auf Grund der Erfahrung in Tröstungen und Trostlosigkeiten sowie auf Grund der Erfahrungen in der Unterscheidung der verschiedenen Geister.
Die dritte Zeit ist ruhig; es erwägt einer zuerst, wozu hin der Mensch geboren ist, nämlich um Gott unseren Herrn zu loben und seine Seele zu retten, und von solchem Wunsche beseelt, wählt er als Mittel ein Leben oder einen Stand innerhalb der von der Kirche gesetzten Grenzen, um im Dienst seines Herrn und im Wirken für das Heil seiner Seele gefördert zu werden.
Ich nannte die Zeit ruhig, wenn nämlich die Seele nicht von verschiedenen Geistern bewegt wird und sich ihrer natürlichen Kräfte frei und ruhig bedient.
Aus: Exerzitienbuch des heiligen Ignatius, Nr. 175-177, zitiert nach: Rahner Karl, Horizonte der Religiosität. Kleine Aufsätze, hrsg. von Georg Sporschill, Wien 1984.

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