Allmächtiger Gott,
lass die österliche Freude in uns fortdauern,
denn du hast deiner Kirche
neue Lebenskraft geschenkt
und die Würde unserer Gotteskindschaft
im neuen Glanz erstrahlen lassen.
Gib, dass wir den Tag der Auferstehung
voll Zuversicht erwarten
als einen Tag des Jubels und des Dankes.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 3. Sonntag der Osterzeit
Allmächtiger Gott,
nimm die Gaben an,
die deine Kirche dir in österlicher Freude darbringt.
Du hast ihr Grund gegeben zu solchem Jubel,
erhalte ihr die Freude bis zur Vollendung.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 3. Sonntag der Osterzeit
Kehrvers:
Singet dem Herrn alle Länder der Erde,
singt dem Herrn und preist seinen Namen. (GL 54,1)
Gott und Vater,
wir kommen zu dir, um dir zu danken und dich zu preisen.
Immer neu offenbarst du dich den Menschen
und zeigst du uns, wie sehr du uns liebst.
Kehrvers
Jesus von Nazareth hat deine Liebe
durch machtvolle Taten, Wunder und Zeichen bezeugt.
Seinen Jüngern hat er vorausgesagt,
dass der Messias leiden müsse
und am dritten Tag von den Toten auferstehen werde.
Kehrvers
Nach seiner Auferstehung hat er sich seinen Jüngern gezeigt
und hat mit ihnen gegessen.
Er öffnete ihre Augen für das Verständnis der Schrift
und sandte sie aus,
allen Völkern die Vergebung der Sünden zu verkündigen.
So hast du auch uns die Augen für deine Größe geöffnet.
Kehrvers
Wir danken dir dafür,
dass du auf geheimnisvolle Weise immer wieder in unser Leben trittst,
uns aufrichtest und uns mit deinem Wort und den Sakramenten nährst.
Mit allen Engeln und Heiligen
stimmen wir ein in den Lobgesang der ganzen Schöpfung
und singen:
Danklied, z. B.: Gelobt sei Gott im höchsten Thron… (GL 328)
Wir danken dir, Vater im Himmel,
und rühmen dich
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn erstehen die Kinder des Lichtes
zum ewigen Leben,
durch ihn wird den Gläubigen
das Tor des himmlischen Reiches geöffnet.
Denn unser Tod ist durch seinen Tod überwunden,
in seiner Auferstehung ist das Leben für alle erstanden.
Durch ihn preisen wir dich (in österlicher Freude)
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Osterzeit 2
Ewiger Gott,
du hast uns durch die Ostergeheimnisse erneuert.
Wende dich uns voll Güte zu
und bleibe bei uns mit deiner Huld,
bis wir mit verklärtem Leib
zum unvergänglichen Leben auferstehen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 3. Sonntag der Osterzeit
Jesus sagte: »Lebt ekstatisch. Zieht fort aus der Wohnstatt des Todes und geht auf das Leben zu. Denn ich bin der lebendige Gott. Wo immer ich bin, ist das Leben, ist eine Chance, ist Wachstum, Blüte, Gedeihen und etwas Neues. Ich mache alles neu!«
Das bedeutet für uns im Grunde der Glaube: ein Leben zu wagen, in dem wir fortdauernd die statischen Stätten verlassen und mit Vertrauen in neue Richtungen aufbrechen. Das griechische Wort für »Glaube« heißt »pistis«: Vertrauen; Vertrauen darauf, dass der Erdboden vor uns, den wir noch nie betreten haben, trägt, sicherer Boden ist. Boden Gottes, heiliger Boden.
Geht und fürchtet euch nicht! Meint nicht, dass ihr auf alles Brief und Siegel erhalten müsstet! Lasst es geschehen! Lasst etwas Neues wachsen! Das ist der Weg des Glaubens: mit dem Herrn gehen, immer fort von den vertrauten Stätten. »Verlass deinen Vater, verlass deine Mutter, verlass deinen Bruder, verlass deine Schwester. Folge mir nach! Ich bin der Herr der Liebe.« Und wo Liebe ist, verschwindet die Furcht. »Vollkommene Liebe bezwingt alle Furcht.«
Geht aus euch heraus, und ihr werdet leben. Ihr werdet ewig leben, denn Jesus ist der Herr des Lebens. Das heißt Ekstase. Ihr beginnt dann an ihr teilzuhaben, sooft ihr aus eurer Furcht und eurer Eintönigkeit ausbrecht. Es verlangt keine großen Sprünge, sondern einfache, kleine Schritte.
Wählt ihr das Leben? Oder wählt ihr den Tod - diese Stätte der Furcht, an der ihr hängt, weil sie euch am besten vertraut ist? Ekstatisches Leben, wahre Freude, hängt genau mit dem Betreten unbekannten Bodens zusammen und mit dem Vertrauen darauf, dabei in sicheren Händen zu sein.
Aus: Henri J. M. Nouwen, Dem vertrauen, der mich hält. Das Gebet ins Leben nehmen. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2003.

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