Getreuer Gott, im Vertrauen auf dich
beginnen wir die vierzig Tage der Umkehr und Buße.
Gib uns die Kraft zu christlicher Zucht,
damit wir dem Bösen absagen
und mit Entschiedenheit das Gute tun.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB Aschermittwoch
Barmherziger Gott,
du bist den Demütigen nahe
und lässt dich durch Buße versöhnen.
Neige dein Ohr unseren Bitten
und segne + alle, die gekommen sind,
um das Aschenkreuz zu empfangen.
Hilf uns, die vierzig Tage der Buße
in rechter Gesinnung zu begehen,
damit wir das heilige Osterfest
mit geläutertem Herzen feiern.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Aschermittwoch
Oder:
Herr und Gott,
du willst nicht den Tod des Sünders,
du willst, dass er sich bekehrt und lebt.
Erhöre gnädig unsere Bitten:
Segne + diese Asche, mit der wir uns bezeichnen lassen,
weil wir wissen,
dass wir Staub sind und zum Staub zurückkehren.
Hilf uns, die vierzig Tage der Buße in rechter Gesinnung zu begehen.
Verzeih uns unsere Sünden.
Erneuere uns nach dem Bild deines Sohnes
und schenke uns durch seine Auferstehung das unvergängliche Leben.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
MB Aschermittwoch
Oder:
Gott, du willst nicht unseren Tod und unser Verderben.
Du willst, dass wir umkehren und leben.
Erhöre unser Gebet und segne + diese Asche,
mit der wir uns bezeichnen lassen.
Hilf uns nach deinem Wort zu leben,
erneuere uns durch Jesus Christus, deinen Sohn,
und lass uns ihm immer ähnlicher werden.
Schenke uns durch seine Auferstehung
unvergängliches Leben bei dir.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, unseren Herrn.
Herr, unser Gott,
zu Beginn der heiligen vierzig Tage bringen wir dieses Opfer dar
und bitten dich: Hilf uns, umzukehren
und Taten der Buße und der Liebe zu vollbringen,
damit wir unseren bösen Neigungen nicht nachgeben.
Reinige uns von Sünden
und mache uns fähig,
das Gedächtnis des Leidens unseres Herrn Jesus Christus
mit ganzer Hingabe zu begehen,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB Aschermittwoch
Kehrvers:
Lobe den Herrn, meine Seele!
(GL 58,1)
Guter Gott,
wir kommen zu dir, um dir zu danken
und deine barmherzige Liebe zu preisen.
Du hast den Menschen, als er sich von dir abgewandt hat,
nicht verstoßen, sondern auf einen Weg geführt,
auf dem er die Tiefe deiner Weisheit und Liebe zu verstehen begann.
Kehrvers
Du hast immer wieder mit den Menschen einen Bund geschlossen
und schließlich Israel zu deinem heiligen Volk erwählt.
Wann immer es deinen Bund verlassen hat,
hast du ihm Propheten gesandt,
damit sie die Herzen der Menschen wieder dir zuzuwenden.
Kehrvers
Jesus von Nazareth hat den Bund mit deinem Volk erneuert.
Er hat uns an seiner innigen Verbundenheit mit dir teilhaben lassen
und uns den Heiligen Geist gesandt,
durch den auch wir dich Vater nennen.
Er hat uns mit dir, heiliger Gott und Vater, versöhnt
und ruft uns zur Umkehr,
wo immer wir von deinen Wegen abgewichen sind.
Kehrvers
Wir danken dir für die Gnade und Barmherzigkeit,
mit der du uns begegnest
und die uns die Kraft gibt, auch einander zu vergeben
und auf den Weg zurück zu kehren, den Jesus Christus mit uns geht.
Wir stimmen ein in den Lobgesang aller Menschen,
die deine Größe erkannt haben,
und singen mit den Engeln und Heiligen dein Lob:
Danklied, z. B. "Mein ganzes Herz erhebet dich..." (GL 143)
Wir danken dir, Vater im Himmel,
und rühmen deinen heiligen Namen.
Denn jetzt ist die Zeit der Gnade,
jetzt sind die Tage des Heiles.
Du hilfst uns, das Böse zu überwinden,
du schenkst uns von neuem die Reinheit des Herzens.
Du gibst deinen Kindern die Kraft,
in dieser vergänglichen Welt
das unvergängliche Heil zu wirken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn preisen wir dich
in deiner Kirche und vereinen uns
mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang
von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig...
MB Fastenzeit 2
Wer über die Weisung des Herrn nachsinnt bei Tag und Nacht,
bringt seine Frucht zur rechten Zeit.
(Ps 1,2-3)
Oder:
Jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade;
jetzt ist er da, der Tag der Rettung.
(2 Kor 6,2b)
Barmherziger Gott,
stärke uns durch dieses heilige Mahl,
damit wir fasten können, wie es dir gefällt,
und durch die Feier dieser Tage Heilung finden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Aschermittwoch
Darf man jetzt, wo der Fasching eben seinem Höhepunkt zustrebt, schon von der Fastenzeit reden? Ich versuche es. Nicht deshalb, weil in den Kaufhäusern schon die Osterhasen angeboten werden. Sondern weil die nächste FURCHE erst erscheinen wird, wenn Heringsschmaus und/ oder Aschenkreuz schon hinter uns liegen.
Jahr für Jahr überlege ich mir zeitgemäße Formen, der Fastenzeit einen Stellenwert zu geben. Überzeugt davon, dass unser Leben samt seiner Maßlosigkeiten wenigstens gelegentlich den Verzicht braucht, um halbwegs in die Balance zu kommen. Um im Luxus dem "Wärmetod der Gefühle" zu entkommen. Und um die eigene Seelenkammer von Gerümpel aller Art zu säubern.
Gewinn durch Verzicht
Keiner von uns kommt ganz ohne Abschied von Falschem, Liebgewonnenem und allzu Bequemem aus. Alle spüren wir, wie oft unser komplexes Leben an die Grenzen dessen stößt, was unsere Seele noch ertragen kann; was sich an Zwängen und Ängsten mit unserem Wohlstand verschwistert. "Je mehr Du hast, desto mehr hat es Dich" - seit Jahren begleitet mich dieses Wort eines Mönchsfreundes. Es heißt im Umkehrschluss: Gewinn durch Verzicht.
Also: Was tun? Wo und wie die Ansprüche bewusst herunterschrauben - zumindest für ein paar Wochen? Nichts spricht gegen das klassische "Friss (trink, rauch ...) die Hälfte!". Würden wir uns daran halten, dann könnten - so sagt die Medizin - bis zu 30 Prozent unserer Spitalsbetten eingespart werden. Trotzdem: Mich irritiert der Verdacht einer spirituell entleerten Lifestyle-Askese - samt kommerzialisiertem Fitness- und Körperkult. Mehr denn je gerinnt uns ja sogar das Fasten zur reinen Sorge um uns selbst.
Persönlich glaube ich: Sinnvoll ist Verzicht nur dort, wo daraus Freiheit wächst - und nicht Fremdbestimmung. Religionen, Kirchen haben in beidem eine enorme Erfahrung. Hier Vergeistigung, ja Gottesbegegnung, dort Machtinstrument und Manipulation: "Ein abgemagerter Körper wird das schmale Himmelstor schneller durchschreiten", mahnte der schlaue Kirchenvater Tertullian.
Ich möchte es heuer anders versuchen. "Schuld" daran ist Franz Welser-Möst. Vor wenigen Tagen haben wir über sein großes Lebenselixier geredet: über die Stille. Das Mönchtum hat es immer gewusst -und die Musik auch: Großes - auch Heiliges - kann nur dort wachsen, wo dafür Zeit und Raum geschaffen wird. Wo Stille zugelassen und auch ertragen wird. Wo wir uns selbst die Chance geben, ruhig zu werden und auf die Sprache unserer Seele zu hören.
Ein Spalt in die Weite und Tiefe
Bewusst gesetzte Momente der Stille also. Klingt einfach, ist es aber nicht. Denn: Wir tun uns verdammt schwer mit der Stille. Wir "müllen" uns mit Lärm zu, sagt Welser-Möst, was - psychologisch gesehen - ein klares Fluchtverhalten ist: Flucht vor uns selbst. Vor dem Blick in den eigenen Spiegel. Auch der kleinste Moment von Stille ist also ein Spalt in die Weite -und Tiefe.
Übrigens: Punkt 18 Uhr haben gestern - wie jeden Tag - die Abendglocken geläutet. Ich habe es einmal versucht: Stehenbleiben und Zuhören. Es war schön.
Heinz Nußbaumer in: Die Furche 9 / 3. März 2011, Rubrik "Auf ein Wort".
Der Mensch ist bald vergessen,
Der Mensch vergißt so bald,
Der Mensch hat nichts besessen,
Er sterb jung oder alt.
Der Mensch ist bald vergessen,
Nur Gott vergißt uns nicht,
Hat unser Herz ermessen,
Wenn es in Schmerzen bricht.
Wir steigen im Gebete
Zu ihm, wie aus dem Tod,
Sein Hauch, der uns durchwehte,
Tat unserm Herzen not.
Achim von Arnim in: Hans-Rüdiger Schwab, Gott im Gedicht. Ein Streifzug durch die deutschsprachige Lyrik. Tops Verlag, Kevelaer 2007.

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
spirituelle Impulse, Bibeltexte mit Erklärungen, Gebete für Gottesdienstfeiern und Denkanstöße für jeden Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres.
Verbesserte Suchfunktionen - Neue Exportfunktionen
Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
Die Unterseiten des Predigtforums kann man auch mit einer Kurzadresse erreichen:
Ihre Spende ermöglicht uns die Weiterführung und Weiterentwicklung des Predigtforums.