Liebe Christen der Pfarrei,
heute geht's nicht um den heißen Brei,
vielmehr will ich euch erzählen,
wie so manche sich recht quälen
und - wie Petrus mit den Fischen,
einfach - nichts erwischen.
Wie geht's mit unsrer Kirche weiter?
Diese Frage macht nicht heiter.
Eher scheint es aussichtlos,
denn die Beute ist nicht groß,
wenn wir, wie Petrus auf dem See,
zu Leuten sagen: "Geh!
Brich doch auf und mach mal mit,
in unsrer Kirch', das ist der Hit!"
Da gehen sie auf Tauchstation.
"Lass mir mei Ruh, ich habe schon...
... genug zu tun,
ich will mal ruhn!"
Liegt das an uns? Ist da kein Raum
für Menschen, die auf andres schau'n?
Das Netz bleibt leer -
Wo ist der Herr?
Wenn wir weiter denken,
unser Hirn verrenken -
ja, da fällt uns dann was ein:
an den Chefs da liegt's - das muss es sein!
Der Aufbruch des Konzils ist futsch,
das gab der Kirche diesen Rutsch.
Von nun an ging's bergab
und das in ziemlich schnellem Trab.
Da beißt kein Fisch mehr an,
die da oben, die haben das getan!
Verbohrt und unflexibel,
das ist das ganze Übel!
Wir könnten doch - wir müssten nur,
so hallt's in einer Tour!
Doch bewegen brauchen wir uns nicht,
denn das ist doch des Bischofs Pflicht!
Er und der Papst, die sollen's ändern,
dann erscheint die Kirch in neuen Gewändern!
Ja, vielleicht sollt sie sich maskieren,
dann müssen wir uns nicht genieren,
wenn manches ist nicht so modern,
wie viele es vielleicht gern hörn.
Doch einmal Hand aufs Herz!
Wie geht es uns mit einem Scherz?
Gehört der in die Kirch hinein?
Oder soll er lieber draußen bleib'n?
Strahlt aus uns Freude? Haben wir Humor?
Oder bleibt das draußen vor dem Tor?
Sind wir nur ernst, verbissen, steif,
dann ist die Zeit nicht reif
auf Menschen zuzugeh'n,
die eher abseits stehn.
Das richt' kein Papst, kein Bischof, Pfarrer, Diakon
Das ist unser Job: den richt'gen Ton...
... zu treffen, der im Ohr wohl klingt
und Menschen voll ins Schwingen bringt,
der sie begeistert und holt ein,
so dass sie sehn: "Hier ist gut sein!"
Allerdings vergiss es nicht und denk,
das zu schaffen ist Geschenk
von Gott dem Herrn, der uns bewegt
und dazu seinen Geist zu geben pflegt.
Oft scheint's verrückt aus unsrer Sicht,
doch trotzdem nimmt er uns in Pflicht
und trägt uns auf, hinaus zu geh'n
auch dort, wo wir wenig Chancen seh'n.
Wenn wir das Netz auswerfen und drauf hoffen,
dass wir was fangen - Gottes Tür steht offen.
Er sagt uns zu, bei uns zu bleiben,
egal, was und wie wir's treiben.
Hauptsache ist, dass wir was tun
und nicht in unsrer Trägheit ruhn.
Dann gilt, was er dem Petrus sagt:
"Von jetzt an wirst du Menschen fangen" - sei unverzagt!
In dieser Hoffnung geht heut raus,
verkleidet Euch, nehmt mit nach Haus,
die Freude ist's, die uns bewegt
und Kirche in die Zukunft trägt.
Das wünsch ich mir und uns zusammen
und sag: So ist es. Amen.
Mit herzlichen Grüßen Stefan Durner, Pastoralreferent im PV Flossing, Kirchenplatz 2, 84570 Polling, Email: stefandurner@web.de
Gott, unser Vater,
wir sind dein Eigentum
und setzen unsere Hoffnung allein auf deine Gnade.
Bleibe uns nahe in jeder Not und Gefahr
und schütze uns.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB: 5. Sonntag im Jahreskreis
Herr, unser Gott,
du hast Brot und Wein geschaffen,
um uns Menschen in diesem vergänglichen Leben
Nahrung und Freude zu schenken.
Mache diese Gaben zum Sakrament,
das uns ewiges Leben bringt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 5. Sonntag im Jahreskreis
Kehrvers:
Dir sei Preis und Dank und Ehre.
(GL 670,8)
Guter Gott, wir danken dir für die Güte und Liebe,
die du deinem Volk entgegenbringst.
Kehrvers:
Einst hast du Propheten berufen,
dass sie die Menschen an deinen Bund erinnern
und Gerechtigkeit und Barmherzigkeit einfordern.
Kehrvers:
Jesus, deinen Sohn hast du gesandt,
um durch ihn deinen Willen kundzutun
und deine Liebe zu allen Geschöpfen zu offenbaren.
Kehrvers:
Er hat Jünger in seine Nachfolge gerufen,
damit auch sie das Heil verkünden,
das du allen Völkern zugedacht hast.
Kehrvers:
Durch sie sind auch wir zur Erkenntnis deiner Wahrheit gelangt
und haben wir Anteil erhalten am Reich der Gerechtigkeit und des Friedens.
Kehrvers:
Dafür danken wir dir
und preisen wir dich mit der ganzen Schöpfung.
Danklied, z. B.: Loben den Herren, den mächtigen König der Ehren...
(GL 392)
Wir danken dir, heiliger, starker Gott.
Du lenkst die Geschicke der Welt
und sorgst für jeden Menschen.
Du versammelst uns zu einer Gemeinschaft,
damit wir alle dein Wort hören
und deinem Sohn im Glauben folgen.
Er ist der Weg - auf diesem Weg gelangen wir zu dir;
er ist die Wahrheit - sie allein macht uns frei;
er ist das Leben und erfüllt uns mit Freude.
Darum danken wir dir, Vater, für deine Liebe,
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Wir stimmen ein in den Gesang der Engel
und bekennen zum Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig...
Präfation aus dem Schweizer Hochgebet 2
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, allmächtiger Vater, zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn hast du die Kirche
auf das Fundament der Apostel gegründet,
damit sie bis ans Ende der Tage fortbestehe
als Zeichen deiner Heiligkeit
und allen Menschen die Botschaft des Heiles verkünde.
Darum preisen wir das Werk deiner Liebe
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Apostel 2
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn er hat Großes an uns getan:
durch seinen Tod und seine Auferstehung
hat er uns von der Sünde
und von der Knechtschaft des Todes befreit
und zur Herrlichkeit des neuen Lebens berufen.
In ihm sind wir ein auserwähltes Geschlecht,
dein heiliges Volk,
dein königliches Priestertum.
So verkünden wir die Werke deiner Macht,
denn du hast uns aus der Finsternis
in dein wunderbares Licht gerufen.
Darum singen wir
mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten
und mit all den Scharen
des himmlischen Heeres den Hochgesang
von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Sonntage 1
Barmherziger Gott,
du hast uns teilhaben lassen
an dem einen Brot und dem einen Kelch.
Laß uns eins werden in Christus
und Diener der Freude sein für die Welt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 5. Sonntag im Jahreskreis
Was verstehe ich unter "Masterplan"? Es ist nicht ein billiges Wortspiel, wenn ich darunter zuerst den Plan verstehe, den der Meister, unser Herr, selber mit uns hat. Wenn wir nicht Seinen Plan zu verwirklichen suchen, mühen wir uns umsonst. "Wenn nicht der Herr das Haus baut, müht sich jeder umsonst, der daran baut" (Ps 127,1). Wer sagt uns aber, was Sein Plan für uns, Seine Kirche heute ist? Wie wird das konkret? Wie soll es weitergehen? Vorweg sei ein Missverständnis abgewehrt: Sobald ich von "Mission" oder gar "Neuevangelisierung" spreche, kommt immer wieder der Einwurf: Das tun wir doch längst! Ist nicht heute fast jedes Taufgespräch, jede Erstkommunion- und Firmvorbereitung "Mission pur"? Tun wir das nicht längst schon, was jetzt als etwas Neues angepriesen wird? Ja, wir tun es, mit großem Einsatz, mit einem Erfolg, den letztlich nur Gott kennt, und mit unermüdlicher Bereitschaft, Jahr für Jahr unter schwieriger werdenden Verhältnissen neu zu beginnen. Ich kann dafür nicht genug danken.
Unter dem Begriff "Masterplan" verstehe ich kein fertiges Rezept, das ich in der Tasche haben kann. Uns geht es darum, dass wir gemeinsam neu und frisch dem Herrn selber die Frage stellen: Was willst Du, das wir tun sollen? Deine Kirche ist ja kein Selbstzweck! Was sagst DU uns durch die vielen Suchenden? Wie lässt DU uns Deinen Herzschlag im Leben so vieler vernehmen, die nicht in unseren Kerngemeinden sind? Willst DU uns nicht zu einem Umdenken, einer Umkehr führen? Rufst DU uns nicht, uns neu hinter DICH zu stellen und DIR nachzufolgen? Denken wir nicht allzu oft in allzu menschlichen Kategorien, sodass Jesus zu uns wie zu Petrus energisch sagen muss: "Du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen" (Mt 16,23)?
Ich frage mich selbstkritisch: Träume ich nicht insgeheim von der Gestalt der Kirche, die ich in meinen jungen Jahren erlebt habe? Hoffe ich nicht doch insgeheim, dass es irgendwie gelingen muss, der Kirche wieder Ansehen, Akzeptanz, Beliebtheit und greifbaren Erfolg zu verschaffen? Bin ich bereit, zur heutigen Situation wirklich ja zu sagen? Sie als die Chance zu sehen, die Gott uns heute gibt? Ich bin gewiss: Christus will seine Kirche in Dienst nehmen als Zeichen und Werkzeug der Vereinigung mit Gott und der Erlösung der Menschen (vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Lumen Gentium 1).
Wenn das Zeichen undeutlich, das Werkzeug untauglich wird, muss es neu geschmiedet werden - im Feuer der Prüfung, unter mächtigen Schlägen und im stillen Aufschmelzen des Materials und seiner Ausgießung in die kommende Form. Denn der Geist will unsere Herzen erneuern und mit ihnen das Angesicht der Erde.
"Mission zuerst" habe ich als oberste Priorität des "Masterplanes" genannt. Welche konkreten Schritte folgen daraus? Zuerst die Frage: Wie können wir unsere Jüngerschaft in der Nachfolge Jesu vertiefen, beleben, ja sie konkret lernen und einüben? Welche Entwicklungen unserer Struktur und Organisation braucht es in unserer Diözese, damit wir uns auf unsere Mission ausrichten können? Welche Strukturen müssen wir eventuell aufgeben, welche ändern, welche neu schaffen, damit sie der Mission dienen?

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