Wenn in Ihrer Pfarre "Ich hatt‘ einen Kameraden" ein unverzichtbares Musikstück darstellt, sind folgende Worte möglich:Alternativvorschlag zu "Ich hatt‘ einen Kameraden": "Jesus höchster Name" - Arrangement für Blasorchester, erhältlich beim Musikverlag Donautal. Große Auswahl an festlichen Chorälen auch bei Verlag Tatzer.
Wir hören nun das Stück "Ich hatt‘ einen Kameraden", das mit seinem Text an die Kameradschaft im Militär erinnert. Die Kameradschaft gab vielen Soldaten in den Kriegen großen Halt, sie vermittelte unter unmenschlichsten Bedingungen noch Zusammenhalt und Menschlichkeit, auch wenn die Handlungen im Krieg furchtbar waren. Die Erfahrung und den Wert der Kameradschaft hielten die Kriegsheimkehrer hoch - als Lichtblick in der Erinnerung an schlimme Jahre ihres Lebens.
Die noch größere Kameradschaft und Solidarität aber ist es, Kriege zu verhindern. Dass wir hier am Denkmal der Gefallenen stehen, mahnt uns, mit all unserem Erfindungsreichtum danach zu streben, Konflikte gewaltfrei zu lösen und den Krieg als großes Übel der Menschheit zu verabscheuen.
Traurig sehen wir, wie viele Menschenleben die beiden Kriege in Europa gefordert haben. Wir wissen um die Ursachen und müssen uns heute davor hüten, mehr zu wollen als uns zusteht, Menschen in "bessere" und "schlechtere" einzuteilen und das Heil in Führergestalten zu suchen. Diese Kriege haben nicht nur das Leben von Soldaten gefordert, sondern auch das von unzähligen ZivilistInnen wie zum Beispiel von Jüdinnen und Juden, von Romni und Sinti, von Menschen im Widerstand. Diese Opfer von Krieg und Verfolgung sind (häufig) auf den Denkmälern nicht namentlich verzeichnet - wir wollen und müssen auch sie in unser Gedenken und Gebet einschließen. Der Tod dieser Menschen hätte nicht sein müssen. Ihr Tod ist uns Mahnung und erinnert an den Wert des Friedens.
Nicht alle Soldaten, die im Krieg gestorben sind, waren in gleicher Weise Opfer. Auf dem Denkmal finden wir keine Hinweise darauf, wie viel Verantwortung für die Grausamkeiten des Krieges der einzelne Mann trug. So wenig wie etwa Österreich bloß ein Opfer Nazideutschlands war, so wenig waren alle Angehörigen der Heere Opfer der großen Politik. Aber wir wissen, wie tödlich riskant es war und gewesen wäre, sich diesem Militärdienst zu entziehen. Wenige haben es gewagt und mit dem Leben bezahlt. Es steht uns nicht zu, besserwisserisch zu sagen, die Männer hätten damals so und so handeln sollen. Aber wer sich in ein System des Unrechts hineinbegibt, kann sich die weiße Weste nicht bewahren.
So geht es uns auch heute - vielleicht nicht in direktem Zusammenhang mit Kriegen, aber mit unserem Umwelt- und Konsumverhalten, in den weltweiten Wirtschaftszusammenhängen und Systemen der Ausbeutung. Auch wir haben Verzeihung und Versöhnung nötig, um auf Strukturen des Unrechts genau hinzuschauen und sie zu benennen, um handlungsfähig zu sein, um das Unrecht Stück für Stück zu verkleinern.
Auch wenn die wenigsten von uns die auf dem Denkmal Genannten noch gekannt haben, so hat sich doch das Wissen um die Schrecken des Krieges in unser Gedächtnis eingebrannt und auch, dass wir nie wieder Krieg wollen! Wir leben hier seit fast 70 Jahren im Frieden, im Wohlstand, in Sicherheit. Aber nur 2000 km von uns entfernt toben Kriege und zwingen Millionen Menschen in die Flucht. Einige Hundert oder Tausend von ihnen aufzunehmen, ist in Österreich möglich. Sie sind heute vom Krieg betroffen und auf unsere Hilfe angewiesen, wir können ihnen Zuflucht geben. Die flüchtenden Menschen haben das Recht auf eine würdige Diskussion und einen ebenso würdevollen Umgang.
Das Gedenken an die Toten der Kriege macht nur Sinn, wenn es in unser Leben hineinspielt - als Mahnung zum Frieden, als Warnung vor der Unmenschlichkeit, als Anstiftung zur Nächstenliebe.
© Mag.a Lucia Göbesberger und Mag.a Angelika Gumpenberger-Eckerstorfer
Tagesgebet
Allmächtiger Gott,
du hast deinen Sohn
als Sieger über den Tod zu deiner Rechten erhöht.
Gib deinen verstorbenen Dienern und Dienerinnen
Anteil an seinem Sieg über die Vergänglichkeit,
damit sie dich, ihren Schöpfer und Erlöser,
schauen von Angesicht zu Angesicht.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB: Allerseelen 3
Herr, unser Gott,
nimm die Gabe an, die wir darbringen
für deine Diener und Dienerinnen
und für alle, die in Christus entschlafen sind.
Befreie durch dieses einzigartige Opfer
unsere Verstorbenen aus den Fesseln des Todes
und schenke ihnen das unvergängliche Leben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Allerseelen 3
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater. allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken.
Denn in deinen Händen ruht unser Leben:
nach deinem Willen werden wir geboren
und durch deine Führung geleitet.
Nach deiner Verfügung empfangen wir den Sold der Sünde
und kehren zurück zur Erde,
von der wir genommen sind.
Doch du hast uns erlöst durch das Kreuz deines Sohnes,
darum erweckt uns einst dein Befehl
zur Herrlichkeit der Auferstehung mit Christus.
Durch ihn preisen wir jetzt und in Ewigkeit dein Erbarmen
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig. . .
MB Verstorbene 4
Barmherziger Gott,
wir haben das Opfer dargebracht,
das du in Gnaden annimmst.
Erbarme dich unserer Verstorbenen.
Du hast sie in der Taufe als deine Kinder angenommen;
schenke ihnen in der Freude des Himmels
das verheißene Erbe.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Allerseelen 3
Allmächtiger Gott,
du hast deinen Sohn
als Sieger über den Tod zu deiner Rechten erhöht.
Gib deinen verstorbenen Dienern und Dienerinnen
Anteil an seinem Sieg über die Vergänglichkeit,
damit sie dich, ihren Schöpfer und Erlöser,
schauen von Angesicht zu Angesicht.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Kerzen anzünden
GL 719
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes:
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen,
und wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen;
denn ich bin nicht vom Himmel herabgekommen,
um meinen Willen zu tun,
sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
Es ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat,
dass ich keinen von denen, die er mir gegeben hat,
zugrunde gehen lasse, sondern dass ich sie auferwecke am Letzten Tag.
Denn es ist der Wille meines Vaters,
dass alle, die den Sohn sehen und an ihn glauben,
das ewige Leben haben
und dass ich sie auferwecke am Letzten Tag.
Alles, was uns in dieser Stunde bewegt,
tragen wir in den Fürbitten zu Jesus Christus.
Zu ihm rufen wir:
Wir bitten dich, erhöre uns.
Du hast gesagt: "Sammelt euch Schätze im Himmel":
Schau auf das Gute, das unsere Verstorbenen in ihrem Leben vollbracht haben.
Du hast gesagt: "lch bin gekommen, um die Sünder zu rufen":
Verzeihe alles, was sie aus Schwäche getan oder unterlassen haben.
Du hast Mitleid mit den Menschen gehabt und viele Kranke geheilt:
Heile alle Wunden, stille allen Schmerz und erhelle alle Dunkelheit mit deinem Licht.
Du hast gesagt: "Selig die Trauernden, sie werden getröstet":
Tröste uns in den Stunden der Trauer durch die Hoffnung auf ein Wiedersehen bei dir.
Du hast gesagt: "Selig die Barmherzigen, sie werden Erbarmen finden":
Verzeihe uns alles, was wir ihm schuldig geblieben sind.
Du hast gesagt: "Wer bittet, der empfängt und wer anklopft, dem wird geöffnet": Führe unsere Verstorbenen zum ewigen Leben bei dir.
Du hast gesagt: "Wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich alle zu mir ziehen": Führe alleunsere Verstorbenen zum ewigen Leben bei dir.
Du hast gesagt: "Kommt alle zu mir. lch werde euch Ruhe verschaffen":
Schenke uns allen eine gute Sterbestunde und das ewige Leben.
GL 853,1-3
Die Gnade seines Segens schenke euch der Gott allen Trostes,
der uns aus Liebe erschaffen
und uns in Christus die Hoffnung auf die selige Auferstehung geschenkt hat.
Amen.
Den Lebenden gewähre er die Verzeihung der Sünden,
die Verstorbenen führe er in sein Licht und seinen Frieden.
Amen.
Der Lebenden und der Toten erbarme sich Christus,
der wahrhaft aus dem Grabe erstanden ist.
Amen.
Das gewähre euch der dreieinige Gott,
der Vater und der Sohn + und der Heilige Geist.
Amen.
Gott,
du Ursprung des Lebens,
was wir sind und haben, kommt von dir.
Du hast uns geboten,
dich und einander von ganzem Herzen
und mit all unseren Kräften zu lieben.
Sieh auf unseren unsere Schwester Brüder,
die beim Einsatz für andere ihr Leben verloren haben.
Nimm sie auf in deine ewigen Liebe
durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Ein jeder Mensch braucht einen Ort zum Lieben,
da seine Sehnsucht stark ist und die Hoffnung groß,
und sich Herz und Verstand gemeinsam üben
im Ursprung aller Dinge und der Welten Schoß.
Ein jeder Mensch braucht einen Ort zum Leben,
Da Wunden heilen und das Wunder sich begibt,
Dass Menschen bis zum Himmel sich erheben,
Weil eins den andern herzlich aufnimmt, trägt und liebt.
Ein jeder Mensch braucht einen Ort zum Sterben,
Da die Erinnerung reift und alles sich erfüllt
Und wird wie Wein, der sich aus dunklen herben
Rebzweigen keltert und wird erdig, schwer und mild.
Ein jeder Mensch braucht einen Ort zum Träumen,
Da ihm die Welt zu einem Gleichnis wird und Bild,
Wie alles Endliche sich aufhebt und in Räumen,
Voll ewigen Lichts sich wandelt und Gott nahe fühlt.
Und solch ein Ort, Gott nah zu sein, bist du,
Du mein Lieben, Leben, Reifen, Hoffen.
Du schenkst mir meinen Frieden, meine Ruh.
Du schließt mich in dein Herz, schließt mir den Himmel offen.
E. Drewermann in: Nicht vom Tod soll die Rede sein. Zum Abschied: Trauer. Texte ausgewählt von Bernd Hüsers. Hrsg. Diözese Linz, Pastoralamt - Behelfsdienst, Kapuzinerstraße 84, A-4020 Linz.
Wenn in Ihrer Pfarre "Ich hatt‘ einen Kameraden" ein unverzichtbares Musikstück darstellt, sind folgende Worte möglich:Alternativvorschlag zu "Ich hatt‘ einen Kameraden": "Jesus höchster Name" - Arrangement für Blasorchester, erhältlich beim Musikverlag Donautal. Große Auswahl an festlichen Chorälen auch bei Verlag Tatzer.
Wir hören nun das Stück "Ich hatt‘ einen Kameraden", das mit seinem Text an die Kameradschaft im Militär erinnert. Die Kameradschaft gab vielen Soldaten in den Kriegen großen Halt, sie vermittelte unter unmenschlichsten Bedingungen noch Zusammenhalt und Menschlichkeit, auch wenn die Handlungen im Krieg furchtbar waren. Die Erfahrung und den Wert der Kameradschaft hielten die Kriegsheimkehrer hoch - als Lichtblick in der Erinnerung an schlimme Jahre ihres Lebens.
Die noch größere Kameradschaft und Solidarität aber ist es, Kriege zu verhindern. Dass wir hier am Denkmal der Gefallenen stehen, mahnt uns, mit all unserem Erfindungsreichtum danach zu streben, Konflikte gewaltfrei zu lösen und den Krieg als großes Übel der Menschheit zu verabscheuen.
Traurig sehen wir, wie viele Menschenleben die beiden Kriege in Europa gefordert haben. Wir wissen um die Ursachen und müssen uns heute davor hüten, mehr zu wollen als uns zusteht, Menschen in "bessere" und "schlechtere" einzuteilen und das Heil in Führergestalten zu suchen. Diese Kriege haben nicht nur das Leben von Soldaten gefordert, sondern auch das von unzähligen ZivilistInnen wie zum Beispiel von Jüdinnen und Juden, von Romni und Sinti, von Menschen im Widerstand. Diese Opfer von Krieg und Verfolgung sind (häufig) auf den Denkmälern nicht namentlich verzeichnet - wir wollen und müssen auch sie in unser Gedenken und Gebet einschließen. Der Tod dieser Menschen hätte nicht sein müssen. Ihr Tod ist uns Mahnung und erinnert an den Wert des Friedens.
Nicht alle Soldaten, die im Krieg gestorben sind, waren in gleicher Weise Opfer. Auf dem Denkmal finden wir keine Hinweise darauf, wie viel Verantwortung für die Grausamkeiten des Krieges der einzelne Mann trug. So wenig wie etwa Österreich bloß ein Opfer Nazideutschlands war, so wenig waren alle Angehörigen der Heere Opfer der großen Politik. Aber wir wissen, wie tödlich riskant es war und gewesen wäre, sich diesem Militärdienst zu entziehen. Wenige haben es gewagt und mit dem Leben bezahlt. Es steht uns nicht zu, besserwisserisch zu sagen, die Männer hätten damals so und so handeln sollen. Aber wer sich in ein System des Unrechts hineinbegibt, kann sich die weiße Weste nicht bewahren.
So geht es uns auch heute - vielleicht nicht in direktem Zusammenhang mit Kriegen, aber mit unserem Umwelt- und Konsumverhalten, in den weltweiten Wirtschaftszusammenhängen und Systemen der Ausbeutung. Auch wir haben Verzeihung und Versöhnung nötig, um auf Strukturen des Unrechts genau hinzuschauen und sie zu benennen, um handlungsfähig zu sein, um das Unrecht Stück für Stück zu verkleinern.
Auch wenn die wenigsten von uns die auf dem Denkmal Genannten noch gekannt haben, so hat sich doch das Wissen um die Schrecken des Krieges in unser Gedächtnis eingebrannt und auch, dass wir nie wieder Krieg wollen! Wir leben hier seit fast 70 Jahren im Frieden, im Wohlstand, in Sicherheit. Aber nur 2000 km von uns entfernt toben Kriege und zwingen Millionen Menschen in die Flucht. Einige Hundert oder Tausend von ihnen aufzunehmen, ist in Österreich möglich. Sie sind heute vom Krieg betroffen und auf unsere Hilfe angewiesen, wir können ihnen Zuflucht geben. Die flüchtenden Menschen haben das Recht auf eine würdige Diskussion und einen ebenso würdevollen Umgang.
Das Gedenken an die Toten der Kriege macht nur Sinn, wenn es in unser Leben hineinspielt - als Mahnung zum Frieden, als Warnung vor der Unmenschlichkeit, als Anstiftung zur Nächstenliebe.
© Mag.a Lucia Göbesberger und Mag.a Angelika Gumpenberger-Eckerstorfer
Tagesgebet:
Herr, unser Gott,
du bist das Licht der Glaubenden
und das Leben der Heiligen.
Du hast uns durch den Tod
und die Auferstehung deines Sohnes erlöst.
Sei deinen Dienern und Dienerinnen gnädig,
die das Geheimnis unserer Auferstehung
gläubig bekannt haben,
und lass sie auf ewig deine Herrlichkeit schauen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB: Allerseelen 2
Allmächtiger und barmherziger Gott,
du hast deine Diener und Dienerinnen
durch das Wasser der Taufe geheiligt.
Reinige sie im Blute Christi von ihren Sünden
und führe sie voll Erbarmen zur letzten Vollendung.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Allerseelen 2
Wir danken dir, Vater im Himmel,
und rühmen dich durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn er ist der Eine,
der den Tod auf sich nahm für uns alle,
damit wir im Tode nicht untergehn.
Er ist der Eine, der für uns alle gestorben ist,
damit wir bei dir in Ewigkeit leben.
Durch ihn preisen dich deine Erlösten
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ..
MB Verstorbene 2
Herr, unser Gott,
wir haben das Mahl deines Sohnes gefeiert,
der sich für uns geopfert hat
und in Herrlichkeit auferstanden ist.
Erhöre unser Gebet
für deine Diener und Dienerinnen.
Läutere sie durch das österliche Geheimnis Christi
und lass sie auferstehen zur ewigen Freude.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Allerseelen 2
Allmächtiger Gott,
du hast deinen Sohn
als Sieger über den Tod zu deiner Rechten erhöht.
Gib deinen verstorbenen Dienern und Dienerinnen
Anteil an seinem Sieg über die Vergänglichkeit,
damit sie dich, ihren Schöpfer und Erlöser,
schauen von Angesicht zu Angesicht.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Kerzen anzünden
GL 719
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes:
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen,
und wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen;
denn ich bin nicht vom Himmel herabgekommen,
um meinen Willen zu tun,
sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
Es ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat,
dass ich keinen von denen, die er mir gegeben hat,
zugrunde gehen lasse, sondern dass ich sie auferwecke am Letzten Tag.
Denn es ist der Wille meines Vaters,
dass alle, die den Sohn sehen und an ihn glauben,
das ewige Leben haben
und dass ich sie auferwecke am Letzten Tag.
Alles, was uns in dieser Stunde bewegt,
tragen wir in den Fürbitten zu Jesus Christus.
Zu ihm rufen wir:
Wir bitten dich, erhöre uns.
Du hast gesagt: "Sammelt euch Schätze im Himmel":
Schau auf das Gute, das unsere Verstorbenen in ihrem Leben vollbracht haben.
Du hast gesagt: "lch bin gekommen, um die Sünder zu rufen":
Verzeihe alles, was sie aus Schwäche getan oder unterlassen haben.
Du hast Mitleid mit den Menschen gehabt und viele Kranke geheilt:
Heile alle Wunden, stille allen Schmerz und erhelle alle Dunkelheit mit deinem Licht.
Du hast gesagt: "Selig die Trauernden, sie werden getröstet":
Tröste uns in den Stunden der Trauer durch die Hoffnung auf ein Wiedersehen bei dir.
Du hast gesagt: "Selig die Barmherzigen, sie werden Erbarmen finden":
Verzeihe uns alles, was wir ihm schuldig geblieben sind.
Du hast gesagt: "Wer bittet, der empfängt und wer anklopft, dem wird geöffnet": Führe unsere Verstorbenen zum ewigen Leben bei dir.
Du hast gesagt: "Wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich alle zu mir ziehen": Führe alleunsere Verstorbenen zum ewigen Leben bei dir.
Du hast gesagt: "Kommt alle zu mir. lch werde euch Ruhe verschaffen":
Schenke uns allen eine gute Sterbestunde und das ewige Leben.
GL 853,1-3
Die Gnade seines Segens schenke euch der Gott allen Trostes,
der uns aus Liebe erschaffen
und uns in Christus die Hoffnung auf die selige Auferstehung geschenkt hat.
Amen.
Den Lebenden gewähre er die Verzeihung der Sünden,
die Verstorbenen führe er in sein Licht und seinen Frieden.
Amen.
Der Lebenden und der Toten erbarme sich Christus,
der wahrhaft aus dem Grabe erstanden ist.
Amen.
Das gewähre euch der dreieinige Gott,
der Vater und der Sohn + und der Heilige Geist.
Amen.
Gott,
du Ursprung des Lebens,
was wir sind und haben, kommt von dir.
Du hast uns geboten,
dich und einander von ganzem Herzen
und mit all unseren Kräften zu lieben.
Sieh auf unseren unsere Schwester Brüder,
die beim Einsatz für andere ihr Leben verloren haben.
Nimm sie auf in deine ewigen Liebe
durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Ein jeder Mensch braucht einen Ort zum Lieben,
da seine Sehnsucht stark ist und die Hoffnung groß,
und sich Herz und Verstand gemeinsam üben
im Ursprung aller Dinge und der Welten Schoß.
Ein jeder Mensch braucht einen Ort zum Leben,
Da Wunden heilen und das Wunder sich begibt,
Dass Menschen bis zum Himmel sich erheben,
Weil eins den andern herzlich aufnimmt, trägt und liebt.
Ein jeder Mensch braucht einen Ort zum Sterben,
Da die Erinnerung reift und alles sich erfüllt
Und wird wie Wein, der sich aus dunklen herben
Rebzweigen keltert und wird erdig, schwer und mild.
Ein jeder Mensch braucht einen Ort zum Träumen,
Da ihm die Welt zu einem Gleichnis wird und Bild,
Wie alles Endliche sich aufhebt und in Räumen,
Voll ewigen Lichts sich wandelt und Gott nahe fühlt.
Und solch ein Ort, Gott nah zu sein, bist du,
Du mein Lieben, Leben, Reifen, Hoffen.
Du schenkst mir meinen Frieden, meine Ruh.
Du schließt mich in dein Herz, schließt mir den Himmel offen.
E. Drewermann in: Nicht vom Tod soll die Rede sein. Zum Abschied: Trauer. Texte ausgewählt von Bernd Hüsers. Hrsg. Diözese Linz, Pastoralamt - Behelfsdienst, Kapuzinerstraße 84, A-4020 Linz.
Wenn in Ihrer Pfarre "Ich hatt‘ einen Kameraden" ein unverzichtbares Musikstück darstellt, sind folgende Worte möglich:Alternativvorschlag zu "Ich hatt‘ einen Kameraden": "Jesus höchster Name" - Arrangement für Blasorchester, erhältlich beim Musikverlag Donautal. Große Auswahl an festlichen Chorälen auch bei Verlag Tatzer.
Wir hören nun das Stück "Ich hatt‘ einen Kameraden", das mit seinem Text an die Kameradschaft im Militär erinnert. Die Kameradschaft gab vielen Soldaten in den Kriegen großen Halt, sie vermittelte unter unmenschlichsten Bedingungen noch Zusammenhalt und Menschlichkeit, auch wenn die Handlungen im Krieg furchtbar waren. Die Erfahrung und den Wert der Kameradschaft hielten die Kriegsheimkehrer hoch - als Lichtblick in der Erinnerung an schlimme Jahre ihres Lebens.
Die noch größere Kameradschaft und Solidarität aber ist es, Kriege zu verhindern. Dass wir hier am Denkmal der Gefallenen stehen, mahnt uns, mit all unserem Erfindungsreichtum danach zu streben, Konflikte gewaltfrei zu lösen und den Krieg als großes Übel der Menschheit zu verabscheuen.
Traurig sehen wir, wie viele Menschenleben die beiden Kriege in Europa gefordert haben. Wir wissen um die Ursachen und müssen uns heute davor hüten, mehr zu wollen als uns zusteht, Menschen in "bessere" und "schlechtere" einzuteilen und das Heil in Führergestalten zu suchen. Diese Kriege haben nicht nur das Leben von Soldaten gefordert, sondern auch das von unzähligen ZivilistInnen wie zum Beispiel von Jüdinnen und Juden, von Romni und Sinti, von Menschen im Widerstand. Diese Opfer von Krieg und Verfolgung sind (häufig) auf den Denkmälern nicht namentlich verzeichnet - wir wollen und müssen auch sie in unser Gedenken und Gebet einschließen. Der Tod dieser Menschen hätte nicht sein müssen. Ihr Tod ist uns Mahnung und erinnert an den Wert des Friedens.
Nicht alle Soldaten, die im Krieg gestorben sind, waren in gleicher Weise Opfer. Auf dem Denkmal finden wir keine Hinweise darauf, wie viel Verantwortung für die Grausamkeiten des Krieges der einzelne Mann trug. So wenig wie etwa Österreich bloß ein Opfer Nazideutschlands war, so wenig waren alle Angehörigen der Heere Opfer der großen Politik. Aber wir wissen, wie tödlich riskant es war und gewesen wäre, sich diesem Militärdienst zu entziehen. Wenige haben es gewagt und mit dem Leben bezahlt. Es steht uns nicht zu, besserwisserisch zu sagen, die Männer hätten damals so und so handeln sollen. Aber wer sich in ein System des Unrechts hineinbegibt, kann sich die weiße Weste nicht bewahren.
So geht es uns auch heute - vielleicht nicht in direktem Zusammenhang mit Kriegen, aber mit unserem Umwelt- und Konsumverhalten, in den weltweiten Wirtschaftszusammenhängen und Systemen der Ausbeutung. Auch wir haben Verzeihung und Versöhnung nötig, um auf Strukturen des Unrechts genau hinzuschauen und sie zu benennen, um handlungsfähig zu sein, um das Unrecht Stück für Stück zu verkleinern.
Auch wenn die wenigsten von uns die auf dem Denkmal Genannten noch gekannt haben, so hat sich doch das Wissen um die Schrecken des Krieges in unser Gedächtnis eingebrannt und auch, dass wir nie wieder Krieg wollen! Wir leben hier seit fast 70 Jahren im Frieden, im Wohlstand, in Sicherheit. Aber nur 2000 km von uns entfernt toben Kriege und zwingen Millionen Menschen in die Flucht. Einige Hundert oder Tausend von ihnen aufzunehmen, ist in Österreich möglich. Sie sind heute vom Krieg betroffen und auf unsere Hilfe angewiesen, wir können ihnen Zuflucht geben. Die flüchtenden Menschen haben das Recht auf eine würdige Diskussion und einen ebenso würdevollen Umgang.
Das Gedenken an die Toten der Kriege macht nur Sinn, wenn es in unser Leben hineinspielt - als Mahnung zum Frieden, als Warnung vor der Unmenschlichkeit, als Anstiftung zur Nächstenliebe.
© Mag.a Lucia Göbesberger und Mag.a Angelika Gumpenberger-Eckerstorfer
Lieder:
GL 183: Wer leben will, wie Gott auf dieser Erde
GL 210: Das Weizenkorn muß sterben
GL 361: Mein schönste Zier und Kleinod bist (4.Str.)
GL 370: Christus, du Herrscher Himmels und der Erde
GL 377: O Jesu, all mein Leben bist du
GL 416: Was Gott tut, das ist wohlgetan
GL 421: Mein Hirt ist Gott der Herr
GL 424: Wer nur den lieben Gott läßt walten
GL 425: Solang es Menschen gibt auf Erden
GL 427: Herr, deine Güt ist unbegrenzt
GL 434: Noch ehe die Sonne am Himmel stand
GL 435: Herr, ich bin dein Eigentum
GL 440: Hilf, Herr, meines Lebens
GL 460: Wer leben will wie Gott auf dieser Erde
GL 466: Herr, dich loben die Geschöpfe (St. 4 und 5)
GL 484: Dank sei dir Vater für das ewge Leben
GL 500: Nun lässest du, o Herr
GL 503: Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen
GL 505: Wir sind nur Gast auf Erden
GL 552: Herr, mach uns stark im Mut (2. bis 5. Str.)
GL 559+19,2: Höchster, allmächtiger, guter Herr (Sonnengesang)
GL 656: Tod und Vergehen waltet in allem
GL Ö907: Meine Zeit steht in deinen Händen
GL Ö910: Näher, mein Gott zu dir, Herr ich bin dein
GL Ö913: Bleib mit deiner Gnade bei uns, Herr Jesu Christ
GL Ö943: Lasst uns den Herrn erheben
Psalmen und Kehrverse:
GL 36: Auf dich haben unsere Väter vertraut, und du hast sie gerettet - Mit Psalm 22 - II.
GL 37: Der Herr ist mein Hirt - Mit Ps 23 - VI.
GL 38: Der Herr ist mein Licht und mein Heil - Mit Psalm 27 - IV.
GL 501: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt: Er führt mich ins Land der Lebenden - Mit Psalm 19 (GL 35,2) - VII.
GL 518: Beim Herrn ist Barmherzigkeit - Mit Psalm 19 (GL 35,2) VII. bzw. mit Psalm 130 (GL 639,3-4) - II.
Allmächtiger Gott,
wir glauben und bekennen,
dass du deinen Sohn
als Ersten von den Toten auferweckt hast.
Stärke unsere Hoffnung,
dass du auch unsere Brüder und Schwestern
auferwecken wirst zum ewigen Leben.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.
MB Allerseelen 1
Herr unser Gott,
schau gütig auf unsere Gaben.
Nimm deine Diener und Dienerinnen auf
in die Herrlichkeit deines Sohnes,
mit dem auch wir
durch das große Sakrament der Liebe verbunden sind.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
MB Allerseelen 1
Kehrvers:
Der Herr ist mein Licht und mein Heil. (GL 38,1))
Vater, es ist recht, dass wir dir beim Gedenken an die Verstorbenen
auch unseren Dank und Lobpreis darbringen.
Kehrvers
Wir danken dir für das Leben, das du uns geschenkt hast,
für alles Glück und alle Freude, für das Wachsen und Reifen
und für alles, was uns im Leben gelungen ist.
Kehrvers
Wir danken dir für das Leben aller uns lieb gewordenen Menschen,
die bereits zu dir zurückgekehrt sind;
für alles Glück, das wir miteinander erleben durften,
und für alles, was wir einander geben und bedeuten konnten.
Kehrvers
Wir danken dir für das ewige Leben,
das bereits in unserer Taufe begonnen hat,
das uns hoffen lässt und die Kraft zum Lieben gibt.
Kehrvers
Wir danken dir, dass du durch deinen Sohn Jesus Christus
die Hülle, die alle Nationen verhüllt,
und die Decke, die alle Völker bedeckt, zerrissen
und den ewigen Tod für immer beseitigt hast.
Kehrvers
Wir danken dir, dass du für unsere Lieben und auch für uns
eine ewige Wohnung bereitet hast
und dass wir dich einmal schauen werden, wie du bist.
Kehrvers
Mit allen Heiligen stimmen wir ein in den Lobgesang der Kirche
und singen:
Danklied, z. B.: Nun saget Dank und lobt den Herren (GL 385)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
In ihm erstrahlt uns die Hoffnung,
dass wir zur Seligkeit auferstehn.
Bedrückt uns auch das Los des sicheren Todes,
so tröstet uns doch die Verheißung der künftigen Unsterblichkeit.
Denn deinen Gläubigen, o Herr,
wird das Leben gewandelt, nicht genommen.
Und wenn die Herberge der irdischen Pilgerschaft zerfällt,
ist uns im Himmel eine ewige Wohnung bereitet.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten
und mit all den Scharen des himmlischen Heeres
den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig. . .
MB Verstorbene 1
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater. allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken.
Durch die Sünde kam der Tod in die Welt,
und niemand kann ihm entrinnen.
Doch deine Liebe hat die Macht des Todes gebrochen
und uns gerettet durch den Sieg unseres Herrn Jesus Christus,
der uns aus der Vergänglichkeit hinüberführt in das ewige Leben.
Durch ihn rühmen dich Himmel und Erde, Engel und Menschen
und singen wie aus einem Munde das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig. . .
MB Verstorbene 5
Barmherziger Gott,
wir haben das Gedächtnis
des Todes und der Auferstehung Christi gefeiert
für unsere Brüder und Schwestern.
Führe sie vom Tod zum Leben,
aus dem Dunkel zum Licht,
aus der Bedrängnis in deinen Frieden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Allerseelen 1
GL 422: Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr
(für jeden Verstorbenen wird eine Kerze angezündet)
und zusätzlich:
- eine Kerze für alle anderen Verstorbenen, deren Name nicht genannt worden ist, die aber fest in unsere Herzen eingeschrieben sind.
- eine für alle Kinder, die vor, während oder nach der Geburt verstorben sind.
- eine für all jene, die in Vergessenheit geraten sind.
- eine Kerze für die Menschen, die in dieser Stunde gerade im Sterben liegen und
- eine für den Menschen aus unserer Pfarre, den Gott als nächstes zu sich heimholen wird.
GL 440: Hilf, Herr meines Lebens
GL 675/4: Andacht von der Auferstehung
(Sollen von zwei bis drei Personen im Wechsel vorgetragen werden)
In unserem Leben müssen wir uns immer wieder von einem lieben Menschen verabschieden. Ein Teil von uns stirbt mit ihm. Tag für Tag verzehrt sich unser Leben, kommt der Tod näher, und mit ihm das neue Leben in deiner Gegenwart.
Bitten wir für uns Zurückgelassene:
Traurig, sinnlos und zerstört scheint unser Leben, wenn wir einen wichtigen Menschen verloren haben. Die Nächte sind schwarz, kalt und lang.
Sende uns Menschen, die mit uns durch die Trauer gehen.
Gott, zeige dich uns. Öffne unsere Augen und Ohren, damit wir Hilfe wahrnehmen und das Leben wieder annehmen können.
Wir bitten dich, erhöre uns.
Bitten wir für die Verstorbenen:
Für die, deren Leben kaum erst begonnen hatte. Für die Kinder, die still geboren wurden, für die Eltern, deren Lebenstraum gemeinsam mit ihren Kindern gestorben ist.
Für die, die viel zu früh von uns gegangen sind: sie fehlen uns so sehr, wir hätten sie noch so sehr in unserer Mitte gebraucht.
Für die, die der Tod aus langer Krankheit geholt hat, für die, die den Tod schon sehnsüchtig erwartet haben. Für die, die lebenssatt gestorben sind.
Schenke ihnen die Vollendung ihres Lebens bei dir.
Wir bitten dich, erhöre uns.
Bitten wir für die Opfer von Krieg und Verfolgung:
Menschen sterben und starben in Kriegen: als SoldatInnen und Zivilpersonen, als UnterstützerInnen, MittäterInnen und als Menschen, die zum Kämpfen genötigt wurden, als Menschen, die andere vertrieben haben und als Flüchtlinge.
Krieg ist immer Unrecht. Gib den Verstorbenen den Blick der Wahrheit auf das, was sie anderen angetan haben. Tröste sie für das, was sie erlitten haben. Lass uns - um
der Würde der Leidenden willen - zu Streiterinnen gegen Krieg und Vertreibung werden.
Wir bitten dich, erhöre uns.
Bitten wir für die Verstorbenen, an die niemand mehr denkt:
Sie haben lange vor uns gelebt und Grundlagen für unser Leben gelegt. Andere sind zu jung gestorben oder haben keine angesehenen Ämter bekleidet.
Bei dir ist jede und jeder aufgehoben, du nimmst alle Menschen unabhängig ihres Ansehens bei dir auf. Sei du denen nahe, die alleine leben und sterben.
Wir bitten dich, erhöre uns.
So bitten wir dich für die Menschen, die uns schon in den Tod vorausgegangen sind. Schenke uns ein Wiedersehen mit ihnen und mit dir.
Der du lebst in alle Zeit und Ewigkeit. – Amen.
(gesprochen)
GL 430: Von guten Mächten
Gott, der du alle unsere Wege begleitest,
gehe auch mit uns den Weg der Trauer.
Hilf uns, den kostbaren Schatz der Erinnerung zu bewahren,
dass wir daraus Kraft für die Zukunft schöpfen können.
Richte uns auf,
damit wir den Weg sehen, der uns in die Zukunft führt.
Begleite uns in allen Höhen und Tiefen unseres Lebens.
Das gewähre uns der treue Gott,
der Vater + und der Sohn und der Heilige Geist. - Amen.
Wir stehen vor den Gräbern unserer Lieben. Dieser Ort ist ihre letzte Ruhestätte geworden - und für uns ein Ort, an dem wir ihrer gedenken. Der Friedhof ist ein Ort, wo auch wir ein Stück weit Frieden finden können.
Beten wir für die Verstorbenen - und ich lade sie ein, in die Antworten miteinzustimmen.
GL 569/6: Litanei für die Verstorbenen
Herr, gib den Verstorbenen die ewige Ruhe.
Und das ewige Licht leuchte ihnen. Lass sie ruhen in Frieden.
Nun segnen wir die Gräber mit Weihwasser und Weihrauch und bitten: Der barmherzige Gott vollende an den Verstorbenen, was er an ihnen in der Taufe aus Wasser und Heiligem Geist begonnen hat.
Alternativvorschlag zu "Ich hatt‘ einen Kameraden": "Jesus höchster Name" - Arrangement für Blasorchester, erhältlich beim Musikverlag Donautal.
Große Auswahl an festlichen Chorälen auch bei Verlag Tatzer.
Wenn in Ihrer Pfarre "Ich hatt‘ einen Kameraden" ein unverzichtbares Musikstück darstellt, sind folgende Worte möglich:
(Vorschlag in den "Predigtgedanken")
Ein jeder Mensch braucht einen Ort zum Lieben,
da seine Sehnsucht stark ist und die Hoffnung groß,
und sich Herz und Verstand gemeinsam üben
im Ursprung aller Dinge und der Welten Schoß.
Ein jeder Mensch braucht einen Ort zum Leben,
Da Wunden heilen und das Wunder sich begibt,
Dass Menschen bis zum Himmel sich erheben,
Weil eins den andern herzlich aufnimmt, trägt und liebt.
Ein jeder Mensch braucht einen Ort zum Sterben,
Da die Erinnerung reift und alles sich erfüllt
Und wird wie Wein, der sich aus dunklen herben
Rebzweigen keltert und wird erdig, schwer und mild.
Ein jeder Mensch braucht einen Ort zum Träumen,
Da ihm die Welt zu einem Gleichnis wird und Bild,
Wie alles Endliche sich aufhebt und in Räumen,
Voll ewigen Lichts sich wandelt und Gott nahe fühlt.
Und solch ein Ort, Gott nah zu sein, bist du,
Du mein Lieben, Leben, Reifen, Hoffen.
Du schenkst mir meinen Frieden, meine Ruh.
Du schließt mich in dein Herz, schließt mir den Himmel offen.
E. Drewermann in: Nicht vom Tod soll die Rede sein. Zum Abschied: Trauer. Texte ausgewählt von Bernd Hüsers. Hrsg. Diözese Linz, Pastoralamt - Behelfsdienst, Kapuzinerstraße 84, A-4020 Linz.

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