Lieder:
GL 272: Zeige uns, Herr deine Allmacht (2. Str.)
GL 418: Befiehl du deine Wege (2. Str.)
GL 422 (621): Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr
GL 428 (292): Herr, dir ist nichts verborgen
GL 440 (622): Hilf, Herr meines Lebens
GL 464 (297): Gott liebt diese Welt, und wir sind sein eigen
GL 481 (644): Sonne der Gerechtigkeit (5. Str.)
GL 483: Halleluja; Ihr seid das Volk, das der Herr sich ausersehn
GL 484 (634): Dank sei dir, Vater, für das ewge Leben
GL 551 (262): Nun singt ein neues Lied dem Herren (3. Str.)
Psalmen und Kehrverse:
GL 31: Selig der Mensch, der seine Freude hat, seine Freude hat an der Weisung des Herrn - Mit Psalm 1
GL 71: Selig, wer Gott fürchtet und auf seinen Wegen geht - Mit Psalm 128.
GL 544: Halleluja - Mit Seligpreisungen
Gott, du Urheber alles Guten,
du bist unser Herr.
Laß uns begreifen, daß wir frei werden,
wenn wir uns deinem Willen unterwerfen,
und daß wir die vollkommene Freude finden,
wenn wir in deinem Dienst treu bleiben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 33. Sonntag im Jahreskreis
Herr, unser Gott,
die Gabe, die wir darbringen,
schenke uns die Kraft, dir treu zu dienen,
und führe uns zur ewigen Gemeinschaft mit dir.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 33. Sonntag im Jahreskreis
Herr, unser Gott,
die Gaben, die wir bereitet haben,
sind Zeichen unserer Hingabe an dich.
Darum bitten wir:
Wie Brot und Wein in der Kraft des Geistes geheiligt werden,
so heilige auch uns selbst immer mehr
nach dem Bilde unseres Herrn Jesus Christus,
der mit dir lebt und Leben schenkt in alle Ewigkeit.
MB Auswahl 6
Kehrvers:
Jubelt ihr Lande dem Herrn;
alle Enden der Erde schauen Gottes Heil.
(GL 55,1)
Gott und Herr, wir kommen vor dich,
um dir zu danken und dir unser Lob zu singen.
In deiner Liebe hast du den Menschen als dein Abbild geschaffen
und ihm die Erde anvertraut, dass er sie behüte und bebaue.
Kehrvers
Einen jeden hast du mit Talenten und Fähigkeiten ausgestattet,
dass wir sie zum Wohle aller
und zum Nutzen der ganzen Schöpfung einsetzen.
Israel hast du als dein besonderes Volk auserwählt,
damit es dir diene und zum Segen für alle werde.
Kehrvers
Durch Jesus von Nazareth hast du ein neues Volk zusammengerufen.
Er hat seine Jünger mit den Gaben des Heiligen Geistes ausgestattet,
sie als Verwalter eingesetzt
und ihnen die Sorge für das Himmelreich aufgetragen
Kehrvers
Wir danken dir, dass auch wir die Frohe Botschaft
von deiner Liebe und Barmherzigkeit vernommen haben
und zu deinem Volk gehören.
Wir warten auf das endgültige Offenbarwerden deiner Größe und Herrlichkeit
und singen mit allen Heiligen zu deinem Lob:
Danklied, z. B. Nun singt ein neues Lied dem Herren (GL 551)
Wir danken dir, Vater im Himmel,
und rühmen dich
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn erstehen die Kinder des Lichtes
zum ewigen Leben,
durch ihn wird den Gläubigen
das Tor des himmlischen Reiches geöffnet.
Denn unser Tod ist durch seinen Tod überwunden,
in seiner Auferstehung ist das Leben für alle erstanden.
Durch ihn preisen wir dich (in österlicher Freude)
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Osterzeit 2
Barmherziger Gott,
wir haben den Auftrag deines Sohnes erfüllt
und sein Gedächtnis begangen.
Die heilige Gabe,
die wir in dieser Feier empfangen haben,
helfe uns,
daß wir in der Liebe zu dir und unseren Brüdern
Christus nachfolgen,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB 33. Sonntag im Jahreskreis
Gütiger Gott,
die heilige Speise, die wir empfangen haben,
durchdringe uns mit ihrer Kraft.
Sie vertiefe unseren Glauben,
mache stark unsere Hoffnung
und entzünde unsere Herzen zu Werken der Liebe.
Lass das göttliche Leben, das du uns geschenkt hast,
sich entfalten und Frucht bringen für das ewige Leben.
Darum bitten wir…
MB Schlussgebete zur Auswahl 10
Die Zahl der Priesterweihen ist in Österreich seit den 1960er- Jahren ständig zurückgegangen. Im Jahr 1962 wurden noch 172 Welt- und Ordenspriester geweiht, im Jahr 2003 waren es nur noch 37, 2005 gar nur 32. Die Not wird noch größer, weil der Altersdurchschnitt der Priester sehr hoch ist. Die zahlenmäßig starken älteren Jahrgänge sterben allmählich und können durch die Neugeweihten keineswegs ersetzt werden. Allein in der Erzdiözese Wien sind 250 Pfarren ohne Priester am Ort. Die Zahl wächst, sodass künftig ein Priester für immer mehr Pfarren zuständig sein wird.
Die Situation in anderen europäischen Ländern ist ähnlich. Weltweit ist der Priestermangel aber noch viel größer. Erwin Kräutler - er kommt aus Vorarlberg und ist Bischof von Xingu in Brasilien - erzählte mir von einem Ad-Limina-Besuch bei Johannes Paul II. Er berichtet über seine Diözese, die flächenmäßig dreimal so groß ist wie Österreich. Der Papst fragte ihn nach der Zahl der Priester. "Ich habe 26, Heiliger Vater", antwortet er. Darauf der Papst: "Wie machen Sie das dann?"
Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga aus Honduras, ein Salesianer, der übrigens vor der letzten Papstwahl ernsthaft unter den möglichen Kandidaten genannt wurde, berichtete in einem Vortrag an der argentinischen Botschaft beim Heiligen Stuhl im Jänner 2007, dass in seiner Diözese manchmal ein Pfarrer für 100.000 Gläubige zuständig ist. Die Aktivitäten der Sekten nehmen dort sprunghaft zu. In sehr herzlicher Weise nehmen sich diese vor allem der Kranken an. "Ein Pfarrer, der für 100.000 Gläubige zuständig ist, wäre kaum in der Lage, als Erster am Krankenbett zu stehen." Aber was noch schwerer wiegt, in manchen Gebieten Afrikas und Asiens haben Gläubige nur mehr zwei oder dreimal im Jahr die Gelegenheit, Eucharistie mitzufeiern.
Die römisch-katholische Kirche hat sich lange zu Recht gerühmt, eine Kirche der Sakramente zu sein im Gegensatz zur evangelischen Kirche, die eher eine des "Wortes" sei. Heute wird in unseren Pfarren immer häufiger auch am Sonntag aus Priestermangel nur ein Wortgottesdienst gefeiert, während manche lutherische Pfarren in Wien jeden Sonntag Abendmahl feiern, "Eucharistie", wie sie es jetzt auch nennen.
Dieser Notstand drängt nach Lösungen. Wo zeichnen sie sich ab?
Die "pragmatische" Lösung
Da sich die personelle Lage nicht bald ändern wird und gesamtkirchlich derzeit keine hilfreichen Änderungen zu erwarten sind, treffen die Diözesen eigenständig Notlösungen. Sie passen ihre Strukturen der geringeren Priesterzahl an. In Deutschland, Frankreich und auch in Österreich plant man große Seelsorgeräume, in denen mehrere Pfarren zusammengefasst werden. Ein oder mehrere Priester gemeinsam mit einem Team von Laienseelsorgern leiten die Pastoral von einer Zentralpfarre aus. Man argumentiert, dass das ohnehin auch der schwindenden Zahl von Katholiken entspreche. Überdies sind die Verkehrsmöglichkeiten heute gerade in Europa so gut, dass jeder, der will, auch zum Gottesdienst in größerer Entfernung fahren kann.
Pastoraltheologen wenden dagegen ein, dass hier kleineren Gemeinden ihre bisherige Selbstständigkeit genommen wird. Und das sei sowohl gegen das Lebensgefühl der Menschen als auch gegen eine oft lebendig gewordene Liturgie am Ort. Menschen suchen gerade heute mehr denn je "Behausung" in erlebbarer Gemeinschaft, da sie sonst ohnehin vielfach "unterwegs" und vereinzelt sind. Kirche ist in vielen Gemeinden die letzte Form der Sozialisation, bringt Menschen im Feiern und Trauern zusammen. Die nach dem Konzil erneuerte Liturgie verlangt nach einer "tätigen Teilnahme" der Mitfeiernden. Das setzt aber eine Gemeinde voraus, wo man sich kennt, und es braucht Räume, die überschaubar sind.
Aus: Helmut Krätzl, Eine Kirche, die Zukunft hat. 12 Essays zu scheinbar unlösbaren Kirchenproblemen. Styria Verlag, Graz Wien Klagenfurt 2007.

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