Der lange Weg durch die Karwoche hin zum Ostersonntag zu Tod und Auferstehung ist liturgisch vorläufig zu Ende. Diese Woche ist eine Woche der Freude, aber noch nicht so richtig, wie ein Teil dieser Perikope zeigt. Die Jünger gehen zunächst traurig ihren Weg nach Jerusalem. Im Gespräch der beiden untereinander ist noch nichts von Freude zu bemerken. Da mischt sich ein Dritter ein: Jesus selber, der ihnen sagt: „Ich lebe!“ und der sein Versprechen abgibt: „Auch ihr werdet leben, denn im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen, und ich habe auch für euch einen Platz bereitet“ (nach Joh.14).
Einige Verse davor, ebenfalls im Lukas-Evangelium lesen wir: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ (Lk.24,5). Das macht Jesus den beiden Jüngern auf dem Weg nach Jerusalem klar, gleichsam als „Stein des Anstoßes“, sich von der Trauer, der Dunkelheit, von allem Zweifel zu lösen und sich für die Frohbotschaft, für die Botschaft des Lebens zu öffnen. Wälzt ihn weg, diesen Stein der Hoffnungslosigkeit, der so viel verschließt, diesen Stein, der zur Enge, zur Dunkelheit beiträgt.
Das Evangelium zeigt, dass wir Menschen Suchende sind und dabei einen langen Marsch auf uns nehmen müssen - genaugenommen lebenslang. Die Liturgie der Kirche deutet es an in einem sehr langen Osterfestkreis, beginnend mit dem Aschermittwoch und endend hoffnungsfroh mit dem Pfingstfest, in dem wir die Zusage bekommen, dass unser der Beistand, der Heilige Geist, immer begleiten wird. Sehr oft suchen wir nach Dingen, die kein Leben schenken kann: Geld, Macht, Ansehen, Eitelkeiten verschiedenster Art. - Das allein kann nicht den Sinn des Lebens ausmachen. Das ist alles „Windhauch“, wie der Prediger Kohelet sagt.
Wie schwierig diese Sinnsuche ist, zeigt das Evangelium an den beiden Jüngern. Nicht nur dort, denken wir auch an die beiden Gottsucher Thomas und Nikodemus, jeder auf seine Art. Thomas will Beweise, Nikodemus, der Ratsherr, geht zu nächtlicher Stunde zu Jesus und will Auskunft haben. Die tröstlichen Worte von Jesus dazu: „Wer glaubt, ist schon gerettet.“ (Joh.3,21). Es geht um Aufbau des Vertrauens, aus dem Liebe entstehen soll.
Sehr oft schwingt auch in unserem Leben noch Vergänglichkeit, Einsamkeit, Verlassenheit mit: verlassen von der Freundin oder vom Freund, vom Partner, von der jugendlichen Schönheit, verlassen dort, wo wir Hilfe erwarten, sie aber nicht bekommen. Das Leben verletzt oft, sodass wir traurig unterwegs sind, vielleicht wie in Trance sehend, aber doch nicht erkennend, eher apathisch. Möglicherweise entstehen Schwermut, Kränkungen auch durch falsche Erwartungen, durch Erwartungen, die viel zu hoch angesetzt sind, auch durch eigene Realitätsverweigerung, einfach manche Gegebenheit nicht wahrhaben zu wollen.
Die österliche Zeit will uns darauf hinführen, in den Blick zu nehmen: Was war gestern? Schmähung, Leid, Tod. Aber dabei bleiben wir nicht stehen, denn da wäre ja Ostern sinnlos. Was ist heute, jetzt? Auferstehung, schon hier, sichtbar, vor dem Tod, allerdings noch sehr eingegrenzt, aber möglich: Aufstehen gegen alle Ungerechtigkeiten, Aufstehen, aufeinander zugehen, den Neuanfang wagen. Die Natur selber lädt dazu ein, den Neuanfang zu wagen, indem sie neues Leben hervorbringt.
Die Jünger gehen mit Jesus nach Jerusalem in ihre Gemeinschaft zurück. Schrift und Eucharistie sind auch schon damals bis heute und auch für die Zukunft konstituierende Elemente einer Gemeinde - heute leider auch schon europaweit ausgedünnt - dazu kommt die Caritas, die Liebe zum Nächsten, den wir oftmals sehr weit weg angesiedelt denken, die Selbstliebe, die Liebe zum Feind.
Das ist die österliche Botschaft, die wir, wie erwähnt, ganz intensiv bis Pfingsten feiern und sich dann im österlichen Geheimnis eines jeden Sonntags fortsetzt, denn jeder Sonntag ist ein kleines Osterfest. Suchen Sie bitte diese österliche Freude und bewahren Sie diese auch in Ihren Herzen.
Gott,
du Herr allen Lebens,
durch die Taufe schenkst du deiner Kirche
Jahr für Jahr neue Töchter und Söhne.
Gib, dass alle Christinnen und Christen
in ihrem Leben dem Sakrament der Taufe treu bleiben,
das sie im Glauben empfangen haben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB Ostermontag
Gott, unser Vater,
du hast uns durch deinen Sohn erlöst
und als deine geliebten Kinder angenommen.
Sieh voll Güte auf alle, die an Christus glauben,
und schenke ihnen die wahre Freiheit
und das ewige Erbe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 5. Sonntag der Osterzeit
MB 23. Sonntag im Jahreskreis
Gott,
du hast deinem Volk
durch das Bekenntnis des Glaubens
und durch den Empfang der Taufe neues Leben geschenkt.
Nimm die Gaben,
die wir dir nun bereitet haben, gnädig an
und lass uns in dir Seligkeit und ewiges Leben finden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Ostermontag
Kehrvers
Christus ist erstanden. Halleluja.
Er hat den Tod bezwungen. Halleluja. (GL 333)
Guter Gott und Vater,
wir kommen zu dir, um dir zu danken und dir unser Lob darzubringen.
Du bringst Leben hervor und gibst ihm Raum, sich zu entfalten,
und du sorgst für alles, was du geschaffen hast.
Kehrvers
Wie alle Geschöpfe sind auch wir dem Werden und Vergehen unterworfen.
Du lässt uns aber nicht allein, wenn unser Leben von Leiden überschattet ist.
In Jesus von Nazareth hast du unsere Ohnmacht
den Mächten des Todes gegenüber mitgetragen.
In seiner Auferstehung hast du uns neue Hoffnung
auf unvergängliches Leben gegeben.
Kehrvers
Auf dem Weg nach Emmaus hat er an der Not und Verzweiflung seiner Jünger Anteil genommen und in ihnen die Kraft geweckt,
ihre Resignation zu überwinden.
Sie haben entdeckt, dass er in neuer Weise in ihrer Mitte ist und dass er lebt.
Sein Geist hat auch in ihnen neues Leben entfacht
und sie zu Zeugen deiner Frohen Botschaft werden lassen.
Kehrvers
Dein heiliger Geist bewegt auch uns. Er führt uns zu neuer Lebendigkeit
und lässt uns mit Zuversicht an unsere Herausforderungen herangehen.
So loben und preisen wir dich mit der ganzen Schöpfung
und singen wir dir mit allen Engeln und Heiligen unseren Dank:
Danklied, z. B. Gelobt sei Gott im höchsten Thron (GL 328)
Wir danken dir, Vater im Himmel,
und rühmen dich
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn erstehen die Kinder des Lichtes
zum ewigen Leben,
durch ihn wird den Gläubigen
das Tor des himmlischen Reiches geöffnet.
Denn unser Tod ist durch seinen Tod überwunden,
in seiner Auferstehung ist das Leben für alle erstanden.
Durch ihn preisen wir dich (in österlicher Freude)
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Osterzeit 2
Als er mit ihnen bei Tisch war,
gingen ihnen die Augen auf, und sie erkannten ihn.
(vgl. Lk 24,31)
Oder:
Christus ist vom Tod erstanden; er stirbt nicht mehr.
Gebrochen ist die Macht des Todes. Halleluja.
(vgl. Röm 6,9)
Allmächtiger Gott,
du hast uns durch die österlichen Geheimnisse
auf den Weg des Lebens geführt.
Lass deine Gnade in uns mächtig werden,
damit wir uns deiner Gaben würdig erweisen
und unseren Weg zu dir vollenden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Ostermontag
Allmächtiger Gott,
im heiligen Sakrament haben wir
den Leib und das Blut deines Sohnes empfangen.
Laß diese österliche Gabe in uns weiterwirken
und fruchtbar sein.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 2. Sonntag der Osterzeit

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