Lesung aus dem zweiten Buch der Könige.
In jenen Tagen
kam ein Mann von Báal-Schalíscha
und brachte dem Gottesmann Elíscha
Brot von Erstlingsfrüchten, zwanzig Gerstenbrote
und frische Körner in einem Beutel.
Elíscha sagte:
Gib es den Leuten zu essen!
Doch sein Diener sagte:
Wie soll ich das hundert Männern vorsetzen?
Elíscha aber sagte: Gib es den Leuten zu essen!
Denn so spricht der Herr:
Man wird essen und noch übrig lassen.
Nun setzte er es ihnen vor;
und sie aßen und ließen noch übrig,
wie der Herr gesagt hatte.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Éphesus.
Schwestern und Brüder!
Ich, der Gefangene im Herrn,
ermahne euch, ein Leben zu führen,
das des Rufes würdig ist, der an euch erging.
Seid demütig,
friedfertig und geduldig,
ertragt einander in Liebe
und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren
durch das Band des Friedens!
E i n Leib und e i n Geist,
wie ihr auch berufen seid
zu e i n e r Hoffnung in eurer Berufung:
e i n Herr, e i n Glaube, e i n e Taufe,
e i n Gott und Vater aller,
der über allem und durch alles und in allem ist.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Nach dem Lobpreis der Heilgeschichte Gottes mit "uns" (Adressat sind die Heiligen in Ephesus, vgl. Eph 1,1) und der ekklesiologischen Grundlegung stellt Paulus in seiner Schwachheit seine Autorität dar. Als Gefangener Christi (3,1) nimmt er das Gefängnis (4,1) auf sich. Das ist zugleich der Grund, auf dem er steht und bevollmächtigt ist, Weisungen an die junge Kirche in Ephesus zu geben. Die größte Sorge des Apostels ist wohl die Einheit der Kirche, die letztendlich ihren Grund aber in Gott selbst hat (4,5.6).
Die zweite Lesung ist dem Epheserbrief entnommen. Die Verse 1 bis 6 leiten den ermahnenden Teil des Briefes ein (Kapitel 4 bis 7), nachdem die ersten drei Kapitel von der Lehre handeln.
Die Verse 1 bis 6 sind eine eindringliche Mahnung zur Einheit die Kirche. Diese Einheit hat ihren Grund in der Einheit des dreifaltigen Gottes, auch wenn die Lehre von der Dreifaltigkeit nicht im Sinne späterer Theologie ausgeprägt ist.
Wenn wir teilen, was wir haben, bekommen alle genug. Gott teilt seine Liebe an uns aus. Die wunderbare Brotvermehrung ist ein Zeichen dafür, wie großzügig Gott an uns austeilt, für sei Ja zu uns Menschen.
Wie hätte die Geschichte der Menschen anders verlaufen können, wenn Jesus sich hätte zum König machen lassen? Warum hat er sich geweigert? Er hat uns statt dessen gezeigt, wie wir mit unseren begrenzten Möglichkeiten "Wunder" wirken können.
Heute hören wir im Evangelium von vielen Menschen, die satt werden, weil unter ihren Händen die begrenzten Vorräte wachsen. Wir hören staunend, wie sogar noch Reste eingesammelt werden.
Im 68. Psalm heißt es:
Gott ist hier, an heiliger Stätte.
Gott versammelt sein Volk in seinem Haus,
er schenkt ihm Stärke und Kraft.
In diesem Gottesdienst wollen wir uns anstecken lassen zur Mitfreude - und zum Teilen.
Herr, Jesus Christus, du bist gekommen,
um uns Leben in Fülle zu schenken.
Herr, erbarme dich.
Du gibst uns, was wir zum Leben nötig haben.
Christus, erbarme dich.
Du sättigst uns mit den Gaben Gottes.
Herr, erbarme dich.
Gott, du Beschützer aller, die auf dich hoffen,
ohne dich ist nichts gesund und nichts heilig.
Führe uns in deinem Erbarmen den rechten Weg
und hilf uns,
die vergänglichen Güter so zu gebrauchen,
daß wir die ewigen nicht verlieren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 17. Sonntag im Jahreskreis
Gott.
Du hast uns zu dieser Feier geladen.
Du sagst uns dein rettendes Wort
und reichst uns das lebenspendende Brot.
Mach uns fähig, weiterzugeben,
was wir in deinen Gaben empfangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB Auswahl 3
Gott,
du hast uns verschiedene Gaben geschenkt.
Keinem gabst du alles - keinem gabst du nichts.
Jedem gibst du einen Teil.
Hilf uns, dass wir uns nicht zerstreiten,
sondern einander dienen mit dem,
was du einem jeden zum Nutzen aller gibst.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen.
MB Auswahl 14
Gott,
dein Sohn wollte für uns zum Brot des Lebens werden.
Mach auch uns bereit,
Brot und Leben miteinander zu teilen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Wie wir als Menschen das tägliche Brot für unseren Leib brauchen, brauchen wir als getaufte Christen das Brot der Eucharistie.
Lasst uns den Vater um alles, was wir zu einem guten Leben benötigen, bitten:
Um das Licht des Glaubens für alle, die von der Kirche nichts mehr für ihr persönliches Leben erwarten.
Um Toleranz und Frieden unter den Religionen.
Um Augen, die die Bedürfnisse der anderen sehen.
Um Freude und Lebensmut aus dem gemeinsamen Glauben.
Um Trost für alle, die trauern, und die Hoffnung auf ewiges Leben für unsere Verstorbenen.
Denn in Jesus hast du uns ein Beispiel für Hingabe und Teilen geschenkt.
Dafür danken wir dir und bitten dich, unser Tun und Denken mit deinem Segen zu begleiten. - Amen.
Guter Gott,
du hast uns nicht nur das Leben geschenkt,
du sorgst auch für deine Geschöpfe.
Wir bitten dich:
Wir bitten dich für alle Menschen,
die nicht genug zu essen haben.
Gib ihnen, was sie zum Leben brauchen.
Wir bitten dich für alle Menschen, die im Überfluss leben.
Wecke in ihnen das Bewusstsein der Verantwortung für alle,
die sich selbst nicht helfen können.
Wir beten für alle Menschen,
die an der Herstellung von Lebensmitteln beteiligt sind.
Lass sie ihre Verantwortung für das Wohl und die Gesundheit aller Menschen nicht vergessen.
Für alle Menschen, die nach erfülltem Leben suchen.
Erinnere sie daran, dass wir nicht vom Brot allein leben.
Für alle, die das Wort Gottes verkünden und die Heiligen Schriften auslegen.
Schenke ihnen die Fähigkeit,
die Kraft der Frohen Botschaft erfahrbar zu machen.
Für unsere Verstorbenen,
lass sie an deiner himmlischen Tischgemeinschaft teilhaben.
Du, Herr gibst uns, was wir zum Leben brauchen.
Dir vertrauen wir. Amen.
Gütiger Gott,
nimm die Gaben an,
die wir von deiner Güte empfangen haben.
Laß deine Kraft in ihnen wirken,
damit sie uns in diesem Leben heiligen
und zu den ewigen Freuden führen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 17. Sonntag im Jahreskreis
Gott, unser Vater,
von dir kommen die Gaben,
die wir zu deiner Ehre darbringen.
Schenke sie uns wieder als Speise zum ewigen Leben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Mittwoch der 5. Woche der Fastenzeit
Kehrvers:
Gott, du bist herrlich und heilig,
wir wollen dir lobsingen. Halleluja. (GL 488,2)
Dir, Gott und Vater, gebührt unser Lobpreis und Dank.
Du hast uns das Leben geschenkt
und dazu reichlich Nahrung gegeben.
Du hast uns mit vielfältigen Fähigkeiten und Begabungen ausgestattet,
damit wir für unseren Lebensunterhalt sorgen können.
Kehrvers
Du sättigst, die nach Frieden und Gerechtigkeit hungern.
Die Reichen und Satten lässt du leer ausgehen.
Du gibst uns das Brot, das vom Himmel herabkommt
und der Welt wahres Leben gibt.
Kehrvers
Du erfüllst alles, was lebt, mit deinem Segen
und gibst unserem Land reichen Ertrag.
Für all das preisen wir dich und sagen wir dir Dank
zusammen mit der ganzen Schöpfung:
Danklied, z. B. Danke dem Herrn, denn er ist gut (GL 402)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn er hat beim Lezten Abendmahl
das Gedächtnis des Kreuzesopfers gestiftet
zum Heil der Menschen bis ans Ende der Zeiten.
Er hat sich dargebracht als Lamm ohne Makel,
als Gabe, die dir gefällt,
als Opfer des Lobes.
Dieses erhabene Geheimnis heiligt
und stärkt deine Gläubigen,
damit der eine Glaube
die Menschen der einen Erde erleuchte,
die eine Liebe sie alle verbinde.
So kommen wir zu deinem heiligen Tisch,
empfangen von dir Gnade um Gnade und
werden neu gestaltet nach dem Bild deines Sohnes.
Durch ihn rühmen dich Himmel und Erde,
Engel und Menschen und
singen wie aus einem Munde
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Eucharistie 2
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Als der wahre und ewige Hohepriester
hat er die Feier eines immerwährenden Opfers gestiftet.
Er hat sich selbst als Opfergabe dargebracht
für das Heil der Welt
und uns geboten,
daß auch wir diese Gabe darbringen zu seinem Gedächtnis.
Er stärkt uns,
wenn wir seinen Leib empfangen,
den er für uns geopfert hat.
Er heiligt uns,
wenn wir sein Blut trinken,
das er für uns vergossen hat.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten und mit all den Scharen
des himmlischen Heeres
den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Eucharistie 1
Zwölf Körbe blieben bei der wunderbaren Brotvermehrung über für das Volk deines Vaters.
Um sein Reich beten wir auch heute:
Vater Unser…
Einleitung zum Friedensgebet:
Herr Jesus, Dein Segen über Brot und Fisch machte die Menschen satt.
Dein Friede kann unser Herz und unsere Welt verwandeln.
Darum bitten wir:
Herr, Jesus Christus, schaue nicht auf unsere Sünden...
Herr, unser Gott,
wir haben das Gedächtnis des Leidens Christi gefeiert
und das heilige Sakrament empfangen.
Was uns dein Sohn in unergründlicher Liebe geschenkt hat,
das werde uns nicht zum Gericht,
sondern bringe uns das ewige Heil.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 17. Sonntag im Jahreskreis
Ewiger Gott,
in dieser Feier hast du uns gestärkt
mit dem Fleisch und Blut deines Sohnes.
Laß uns in der Kraft dieser Speise unseren Weg zuversichtlich gehen
und mit allen Menschen, die du uns anvertraut hast,
zur Vollendung in deiner Liebe gelangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Treuer Gott,
weil wir beeindruckt sind von dem Mut Jesu, so viele Menschen satt zu machen,
bitten wir dich um die Kraft, nicht auf die begrenzten Ressourcen zu schauen,
sondern auf die guten Möglichkeiten, die wir jeden Tag haben,
mit anderen Menschen unser Leben zu teilen.
Bewahre uns davor, mit uns zufrieden zu sein und mit uns genug zu haben.
Dir danken wir für den Reichtum, der offen vor unseren Augen ist.
Schenke uns das Staunen und die Freude deiner Kinder.
Wir sind auf dem Weg zu dir.
In Christus, unserem Herrn.
Gottes Segen erfülle euch,
dass Ihr die Zeichen des Vaters sehen könnt. - Amen.
Gottes Segen erfülle euch,
dass Ihr Euch von Christus verwandeln lassen könnt. - Amen.
Gottes Segen erfülle euch,
dass Ihr in der Kraft des Geistes Zeugen von Gottes Liebe seid. - Amen.
Und der Segen des allmächtigen Gottes,
des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
erfülle euer Leben. - Amen.
Licht will ich sein
Dein Licht in der Welt
Brot will ich sein
Dein Brot auf dem Tisch
Wein will ich sein
Dein Wein im Glas
Wort will ich sein
Dein Wort in der Öffentlichkeit
Werkzeug will ich sein
Dein Werkzeug unter den Menschen
Aus: Anton Rotzettter, Gott, der mich atmen läßt. Gebete. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 1985.

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Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
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In der ersten Lesung wird uns eine Erzählung über den Propheten Elischa vorgetragen. Sie dürfte aus seinem Schülerkreis stammen. Von Elischa werden viele Geschichten erzählt: Wie er armen Leuten hilft, Kranke heilt, Tote erweckt... Sie haben die Tendenz, die Überlegenheit des Propheten und die seines Gottes hervorzuheben.
Im vorliegenden Text bringt man Elischa eine Nahrungsmittelspende von den Erstlingsfrüchten. Das geschieht normalerweise zu einem Zeitpunkt, an dem die Vorräte aufgebraucht sind und Mangel herrscht. Dies gilt besonders für den Kreis der Prophetenjünger um Elija.
So erzählt die Geschichte zum einen von der Selbstlosigkeit des Gottesmannes: Er gibt das Geschenk an seine Schüler weiter. Zum anderen wird dieser Akt in dezenter Schilderung eine wunderbare Speisung einer großen Zahl von Menschen.
Die Geschichtsschreibung der beiden Bücher der Könige ist von Prophetenerzählungen durchbrochen (1 Kön 15-17; 2 Kön 1-10). Beide Bücher kann man zum deuteronomistischen Geschichtswerk zählen (Entstehungszeit um 560 v. Chr.)
Im Mittelpunkt der heutigen Lesung steht Elischa, der sich durch den Bauch der Menschen hindurch als Prophet Gottes erweist. Nicht nur Gottes Wort ist in seinem Mund, sondern auch Gottes Erbarmen und Zuneigung (Gnade) in des Propheten Tun, wenn er Tote zum Leben erweckt (4,8-37); vergiftetes Essen für den Menschen unschädlich macht (4,28-31), den Menschen das gibt, was sie zum Leben brauchen (4,42-44) und das Lebensbedrohende von ihnen wegnimmt (5,1-27). In diesen Taten erweist sich Elischa als Gottesmann.
Elischa ist als Nachfolger des Elija anerkannt. In diversen Notsituationen hat er Menschen gezeigt: Gott hilft euch und gibt euch Zukunft. Nun wird ihm als Helfer ein Geschenk gemacht in den Broten aus Erstlingsfrüchten. Erstlingsfrüchte sind eine Opfergabe an Gott und kommen deshalb zum Gottesmann. Der gibt sie wiederum seinen Jüngern, die auch schon erlebt hatten (2 Kön 4,38–41), dass ein Vertrauen auf Elischa schwer fallen kann.