Lesung aus dem Buch Jósua.
In jenen Tagen
versammelte Jósua alle Stämme Israels in Sichem;
er rief die Ältesten Israels,
seine Oberhäupter, Richter und Aufsichtsleute zusammen
und sie traten vor Gott hin.
Jósua sagte zum ganzen Volk:
Wenn es euch nicht gefällt, dem Herrn zu dienen,
dann entscheidet euch heute, wem ihr dienen wollt:
den Göttern, denen eure Väter jenseits des Stroms dienten,
oder den Göttern der Amoríter, in deren Land ihr wohnt.
Ich aber und mein Haus,
wir wollen dem Herrn dienen.
Das Volk antwortete:
Das sei uns fern,
dass wir den Herrn verlassen
und anderen Göttern dienen.
Denn der Herr, unser Gott, war es,
der uns und unsere Väter
aus dem Sklavenhaus Ägypten herausgeführt hat
und der vor unseren Augen
alle die großen Wunder getan hat.
Er hat uns beschützt
auf dem ganzen Weg, den wir gegangen sind,
und unter allen Völkern,
durch deren Gebiet wir gezogen sind.
Auch wir wollen dem Herrn dienen;
denn er ist unser Gott.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Buch Jósua.
In jenen Tagen
versammelte Jósua alle Stämme Israels in Sichem;
er rief die Ältesten Israels,
seine Oberhäupter, Richter und Aufsichtsleute zusammen
und sie traten vor Gott hin.
Jósua sagte zum ganzen Volk:
So spricht der HERR, der Gott Israels:
Jenseits des Stroms wohnten eure Väter von Urzeiten an,
Terach, der Vater Abrahams und der Vater Nahors,
und dienten anderen Göttern.
Da holte ich euren Vater Abraham
von jenseits des Stroms
und ließ ihn durch das ganze Land Kanaan ziehen.
Ich schenkte ihm zahlreiche Nachkommenschaft
und gab ihm Isaak.
Dem Isaak gab ich Jakob und Esau
und ich verlieh Esau das Bergland Seïr,
damit er es in Besitz nahm.
Jakob aber und seine Söhne
zogen nach Ägypten hinab.
Dann sandte ich Mose und Aaron
und schlug Ägypten,
so wie ich es in seiner Mitte getan habe,
und dann habe ich euch herausgeführt.
Ich führte eure Väter aus Ägypten heraus.
Da seid ihr ans Meer gekommen.
Die Ägypter aber verfolgten eure Väter
mit Wagen und Pferden bis zum Roten Meer.
Da schrien eure Väter zum HERRN
und er legte zwischen euch und die Ägypter eine Finsternis
und ließ das Meer über sie kommen,
sodass es sie überflutete.
Mit eigenen Augen habt ihr gesehen,
was ich in Ägypten getan habe.
Dann habt ihr euch lange in der Wüste aufgehalten.
Ich brachte euch in das Land der Amoriter,
die jenseits des Jordan wohnten.
Sie kämpften mit euch, aber ich gab sie in eure Hand;
ihr habt ihr Land in Besitz genommen
und ich habe sie euretwegen vernichtet.
Dann erhob sich der König Balak von Moab,
der Sohn Zippors, und kämpfte gegen Israel.
Er schickte Boten zu Bileam, dem Sohn Beors,
und ließ ihn rufen, damit er euch verflucht.
Ich aber wollte keinen Fluch von Bileam hören.
Darum musste er euch segnen
und ich rettete euch aus seiner Hand.
Dann habt ihr den Jordan durchschritten
und seid nach Jericho gekommen;
die Bürger von Jericho kämpften gegen euch,
ebenso die Amoriter, die Perisiter, die Kanaaniter,
die Hetiter, die Girgaschiter, die Hiwiter und die Jebusiter
und ich gab sie in eure Hand.
Ich habe Panik vor euch hergeschickt.
Die hat sie vor euch auseinandergejagt,
die Könige der Amoriter.
Das geschah weder durch dein Schwert
noch durch deinen Bogen.
Ich gab euch ein Land,
um das ihr euch nicht bemüht hattet,
und Städte, die ihr nicht erbaut hattet.
Ihr habt in ihnen gewohnt
und ihr habt von Weinbergen und Ölbäumen gegessen,
die ihr nicht gepflanzt hattet.
Fürchtet also jetzt den HERRN
und dient ihm in vollkommener Treue!
Schafft die Götter fort,
denen eure Väter jenseits des Stroms
und in Ägypten gedient haben,
und dient dem HERRN!
Wenn es euch nicht gefällt, dem Herrn zu dienen,
dann entscheidet euch heute, wem ihr dienen wollt:
den Göttern, denen eure Väter jenseits des Stroms dienten,
oder den Göttern der Amoríter, in deren Land ihr wohnt.
Ich aber und mein Haus,
wir wollen dem Herrn dienen.
Das Volk antwortete:
Das sei uns fern,
dass wir den Herrn verlassen
und anderen Göttern dienen.
Denn der Herr, unser Gott, war es,
der uns und unsere Väter
aus dem Sklavenhaus Ägypten herausgeführt hat
und der vor unseren Augen
alle die großen Wunder getan hat.
Er hat uns beschützt
auf dem ganzen Weg, den wir gegangen sind,
und unter allen Völkern,
durch deren Gebiet wir gezogen sind.
Der HERR hat alle Völker vertrieben,
auch die Amoriter, die vor uns im Land wohnten.
Auch wir wollen dem Herrn dienen;
denn er ist unser Gott.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Kv: Kostet und seht, wie gut der Herr ist! – Kv
Oder: GL 39,1
Ich will den Herrn allezeit preisen; *
immer sei sein Lob in meinem Mund.
Meine Seele rühme sich des Herrn; *
die Armen sollen es hören und sich freuen. – (Kv)
Die Augen des Herrn sind den Gerechten zugewandt, *
seine Ohren ihrem Hilfeschrei.
Das Angesicht des Herrn richtet sich gegen die Bösen, *
ihr Andenken von der Erde zu tilgen. – (Kv)
Die aufschrien, hat der Herr erhört, *
er hat sie all ihren Nöten entrissen.
Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen *
und dem zerschlagenen Geist bringt er Hilfe. – (Kv)
Viel Böses erleidet der Gerechte, *
doch allem wird der Herr ihn entreißen.
Er behütet all seine Glieder, *
nicht eins von ihnen wird zerbrochen. – (Kv)
Den Frevler wird die Bosheit töten, *
die den Gerechten hassen, werden es büßen.
Der Herr erlöst das Leben seiner Knechte, *
niemals müssen büßen, die bei ihm sich bergen. – Kv
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Éphesus.
Schwestern und Brüder!
Einer ordne sich dem andern unter
in der gemeinsamen Furcht Christi!
Ihr Frauen
euren Männern wie dem Herrn;
denn der Mann ist das Haupt der Frau,
wie auch Christus das Haupt der Kirche ist.
Er selbst ist der Retter des Leibes.
Wie aber die Kirche sich Christus unterordnet,
so sollen sich auch die Frauen in allem
den Männern unterordnen.
Ihr Männer,
liebt eure Frauen,
wie auch Christus die Kirche geliebt
und sich für sie hingegeben hat,
um sie zu heiligen,
da er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort!
So will er die Kirche herrlich vor sich hinstellen,
ohne Flecken oder Falten oder andere Fehler;
heilig soll sie sein und makellos.
Darum sind die Männer verpflichtet,
ihre Frauen so zu lieben wie ihren eigenen Leib.
Wer seine Frau liebt,
liebt sich selbst.
Keiner hat je seinen eigenen Leib gehasst,
sondern er nährt und pflegt ihn,
wie auch Christus die Kirche.
Denn wir sind Glieder seines Leibes.
Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen
und sich an seine Frau binden
und die zwei werden ein Fleisch sein.
Dies ist ein tiefes Geheimnis;
ich beziehe es auf Christus und die Kirche.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Der Epheserbrief fällt stilistisch aus der Reihe der Paulusbriefe. Dies und noch weitere Merkmale lassen vermuten, daß dieser Brief von einem Paulusschüler stammt. Sollte der Brief von Paulus verfaßt sein, dann hat er diesen Brief nicht an die Gemeinde von Ephesus geschrieben. In einigen guten Handschriften fehlt die Ortsangabe "Ephesus", was andeutet, daß dieses Schriftstück für eine eher allgemeine Verwendung gedacht war. Weiters ist festzustellen, daß dieses Schriftstück gar kein wirklicher Brief ist, sondern eine theologische Abhandlung. Der Brief ist ein Ringen mit Gegnern, welche sich jedoch nicht ausmachen lassen.
Der für diesen Sonntag konkret gewählte Abschnitt, läßt die Besonderheit der Denkweise des Verfassers erkennen. Ein fest geprägtes Traditionsgut der Antike, eine "Haustafel", wird übernommen. Der Verfasser wurzelt in der antiken Sozialordnung, wenn er schreibt, die Frau habe sich dem Mann unterzuordnen. Sie kann keine öffentliche Stellung übernehmen. Diese Ordnung braucht vom Briefverfasser gar nicht begründet werden, denn diese ist in der Gesellschaft einfach vorgegeben, und wird folglich auf Christus und die Kirche hingedeutet, bzw. hinübergebogen. Die Verbindung zur Taufe wird gemacht, welche ziemlich gekünstelt wirkt. Die Schöpfungsgeschichte wird einbezogen, und doch: einmal ist die Kirche Braut, dann Frau. Dies gibt wiederum eine Störung im Bezug auf Mann.
Über die Stelle hinauszugreifen, sprich weiterzulesen, ist interessant: Es folgen Ermahnungen an die Kinder und an die Sklaven. Die bestehende Gesellschaftsordnung wurde als gegeben hingenommen. Für die Urchristen existierte die Sklavenfrage nicht.
Bei den meisten der heutigen Hörerinnen wird diese Lesung sofort Widerstände wecken: Der Aufruf an die Frauen, sich ihren Männern unterzuordnen, widerspricht dem heutigen Verständnis von Gleichberechtigung und Partnerschaft von Frau und Mann. Umso wichtiger ist es, den Entstehungshintergrund des Textes zu beachten: Der Epheserbrief erhebt im ersten Vers den Anspruch, ein von Paulus abgefasstes Schreiben an die Gemeinde in Ephesus zu sein. Dagegen spricht aber eine Reihe von Gründen. In wichtigen Handschriften fehlt die Ortsangabe "Ephesus", so dass es sich wohl eher um ein Rundschreiben mit allgemeiner Verwendung handelt. Formal ist der Text zwar wie ein Brief gestaltet, inhaltlich aber eher als theologische Abhandlung oder Predigt über die Kirche. Sprache, Stil, Theologie und die vorausgesetzte Gemeindestruktur unterscheiden sich stark von authentischen Paulusbriefen. Als Verfasser ist daher ein Paulusschüler zu vermuten, der gegen Ende des 1. Jh. im Namen des Apostels an Heidenchristen schrieb.
Der vorliegende Lesungstext ist der erste Abschnitt einer "Haustafel", einer Zusammenstellung der gegenseitigen Verpflichtungen von Menschen, die in einer Hausgemeinschaft der Antike zusammenleben. Das sind neben den in der Lesung angesprochenen Frau und Mann Eltern und Kinder sowie Sklaven und Herren. Die literarische Form der Haustafel stammt aus der griechischen Philosophie und wurde bereits vom hellenistischen Judentum übernommen. Auch der Verfasser des Epheserbriefes greift auf diese Form und ihre überlieferten Inhalte zurück, betont aber das gegenseitige Verpflichtet- und Aufeinanderangewiesensein und begründet dieses aus dem christlichen Glauben.
Eph 5,21 ist daher als eine Art Überschrift der folgenden Mahnungen zu verstehen: "Einer ordne sich dem anderen unter in der gemeinsamen Ehrfurcht vor Christus." Die in der Antike selbstverständliche Unterordnung der (Ehe-)Frau unter ihren Mann wird vom Verfasser übernommen, aber mit der damals sehr ungewöhnlichen Mahnung an die Männer verbunden, ihre Frauen zu lieben. Auch hebt er die enge Zusammengehörigkeit von Mann und Frau hervor. Im letzten Vers der Lesung wird dieses liebevolle Verhältnis auf Christus und seine Kirche bezogen, die ja das zentrale Thema des Epheserbriefes darstellen.
In ihrem Entstehungskontext betrachtet handelt es sich bei dieser Lesung also sogar um einen für die damalige Zeit "modernen" Text. Soll er heute im Gottesdienst gelesen werden, dann sind aber vorab Erläuterungen notwendig, damit es nicht zu Missverständnissen kommt.
Um das Thema des Evangeliums und den roten Faden von der 1. Lesung zum Evangelium in Gottesdienst und Predigt besser zu entfalten, empfiehlt es sich allerdings, diese 2. Lesung mit ihrem ganz eigenen inhaltlichen Schwerpunkt wegzulassen.
Claudia Simonis-Hippel, in: Bernhard Krautter/Franz-Josef Ortkemper (Hg.), Gottes Volk Lesejahr B 7/2009. Verlag Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2009. S. 13-27.
Halleluja. Halleluja.
Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben.
Du hast Worte des ewigen Lebens.
Halleluja.
Zwei Szenen stehen sich in der Lesung aus dem Buch Josua und dem Evangelium gegenüber. In der ersten versammeln sich die zwölf Stämme Israels und beschließen, am Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der sie aus der Sklaverei heraus- und durch die Wüste geführt hat, festzuhalten. In der zweiten fragt Jesus die zwölf Jünger, ob auch sie weggehen wollen. Sie entscheiden sich für das Bleiben, denn Jesus hat Worte, die ewiges Leben schenken.
Nach der Brotvermehrung versucht Jeus den Zuhörern zu erklären, wie er dieses Zei-chen verstanden wissen will. An seinen Worten scheiden sich die Geister. Die Jünger bleiben bei ihm, nicht weil sie besser verstanden hätten, was Jesus wollte. Sie bleiben, weil sie sich im Herzen an ihn gebunden fühlten. Die tiefere Sicht der Zusammenhänge stellte sich bei ihnen erst später ein. Es lohnt sich auch für uns, nicht gleich aufzugeben, wenn wir die tieferen Zusammenhänge des Glaubens nicht gleich verstehen.
Als sich viele Menschen, die sich für Jesus interessierten, sich von ihm abwandten, weil sie die Herausforderung des Glaubens, wie er ihm wichtig war, nicht wagten, ließ er auch seinen Jüngern die Freiheit, ihre eigenen Wege zu gehen. Auch Josua stellt dem Volk die Vertrauensfrage. Sie sollen entscheiden, ob sie sich auf neue Weise versklaven wollen oder die von Gott geschenkte Freiheit leben wollen. Auch wir stehen vor der Entscheidung, uns nicht die Abhängigkeit neue Götzen zu begeben.
Die verbreitete Meinung, sich irgendwann einmal für oder gegen Gott entscheiden zu müssen, verhindert oft einen anderen Zugang zum Glauben: sich einfach der Liebe Gottes öffnen. Mystiker leben ausgerichtet auf Gott. Auch wir können uns immer wieder der Gegenwart Gottes vergewissern und uns auf ihn ausrichten.
Lieder:
GL 140: Kommt herbei, singt dem Herrn
GL 142: Zu die, o Gott erheben wir die Seele mit Vertrauen
GL 143: Mein ganzes Herz erhebet dich
GL 184: Herr, wir bringen in Brot und Wein unsere Welt zu dir...
GL 216: Im Frieden dein, o Herre mein, lass ziehn mich meine Straßen
GL 273: O Herr, nimm unsre Schuld
GL 377: O Jesu, all mein Leben bist du
GL 378: Brot, das die Hoffnung nährt
GL 405: Nun danket alle Gott
GL 409: Singt dem Herrn ein neues Lied
GL 422: Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr
GL 423: Wer unterm Schutz des Höchsten steht
GL 424: Wer nur den lieben Gott lässt walten
GL 448: Herr, gib uns Mut zum Hören
GL 449: Herr, wir hören auf dein Wort
GL 450: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht
GL 460: Wer leben will wie Gott auf dieser Erde
GL 464: Gott liebt diese Welt
GL 470: Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht
GL 484: Dank sei dir Vater für das ewige Leben
GL 489: Lasst uns loben, freudig loben
GL 543: Wohl denen, die da wandeln
Psalmen und Kehrverse:
GL 37: Der Herr ist mein Hirt; er führt mich an Wasser des Lebens - Mit Psam 23 - VI.
GL 38: Der Herr ist mein Licht und mein Heil - Mit Psalm 27 oder mit Psalm 34 (GL 651,4) - IV.
GL 584,4: Herr, du hast Worte ewigen Lebens - Mit Psalm 19 - II.
629,3-4: Ich gehe meinen Weg vor Gott im Lande der Lebenden - Mit Psalm 116 - VI.
GL 630,4: Dein Wort ist Licht und Wahrheit; es leuchtet mir auf all meinen Wegen.
Worauf sollen wir hören, sag uns, worauf?
So viele Geräusche, welches ist wichtig?
So viele Beweise, welcher ist richtig?
So viele Reden! - Ein Wort ist wahr.
Herr erbarme dich.
Wohin wollen wir gehen, sag uns wohin?
So viele Termine, welcher ist wichtig?
So viele Parolen, welche ist richtig?
So viele Straßen! - Ein Weg ist wahr!
Christus erbarme dich.
Wofür sollen wir leben, sag uns wofür?
So viele Gedanken, welcher ist richtig?
So viele Programme, welches ist richtig?
So viele Fragen! - Die Liebe zählt!
Herr erbarme dich.
Gott, unser Herr,
du verbindest alle, die an dich glauben,
zum gemeinsamen Streben.
Gib, daß wir lieben, was du befiehlst,
und ersehnen, was du uns verheißen hast,
damit in der Unbeständigkeit dieses Lebens
unsere Herzen dort verankert seien,
wo die wahren Freuden sind.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 21. Sonntag im Jahreskreis
Du Gott und Vater,
von dessen Liebe Jesus gesprochen hat,
wir bitten dich heute:
Hilf uns, deinem Sohn zu begegnen.
Hilf uns, seine Worte für heute fruchtbar zu machen
und damit das zu leben, wofür er geworben hat:
Die Gemeinschaft untereinander in deinem Geist.
Darum bitten wir durch eben diesen Jesus Christus,
deinen Sohn und Boten deiner Liebe,
der mit dir und dem Heiligen Geist
Gemeinschaft lebt in Ewigkeit. Amen!
Herr und Gott,
du hast dir
das eine Volk des Neuen Bundes erworben
durch das Opfer deines Sohnes,
das er ein für allemal dargebracht hat.
Sieh gnädig auf uns
und schenke uns in deiner Kirche
Einheit und Frieden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 21. Sonntag im Jahreskreis
Kehrvers:
Wir loben dich, wir danken dir!
Großer Gott,
wir haben Grund, dir zu danken und dir unseren Lobpreis darzubringen:
Wir danken dir für das Geschenk des Glaubenkönnens.
Wir danken dir dafür, dass wir das Wort Gottes
als Frohe Botschaft kennen lernen durften.
Wir danken dir für die Weisheit,
die du uns in den Heiligen Schriften anvertraut hast.
Wir danken dir für alle Menschen,
die den Schatz des Glaubens bewahrt und uns überliefert haben.
Wir danken dir für alle Menschen,
die uns einen Zugang zum Glauben erschlossen haben.
Wir stimmen ein in den Dank der ganzen Kirche
uns singen mit den Engeln und Heiligen:
(Danklied, z. B. "Nun danket alle Gott", GL 405)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn er hat Großes an uns getan:
durch seinen Tod und seine Auferstehung
hat er uns von der Sünde
und von der Knechtschaft des Todes befreit
und zur Herrlichkeit des neuen Lebens berufen.
In ihm sind wir ein auserwähltes Geschlecht,
dein heiliges Volk,
dein königliches Priestertum.
So verkünden wir die Werke deiner Macht,
denn du hast uns aus der Finsternis
in dein wunderbares Licht gerufen.
Darum singen wir
mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten
und mit all den Scharen
des himmlischen Heeres den Hochgesang
von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Sonntage 1
Herr, du hast deine Jünger gefragt: "Wollt Ihr gehen?"
Wir ahnen, dass dein Friede in uns ist, wenn wir bleiben.
Darum bitten wir:
Herr Jesus, schaue nicht auf unsere Sünden...
Herr, unser Gott,
schenke uns durch dieses Sakrament
die Fülle deines Erbarmens
und mache uns heil.
Gewähre uns deine Hilfe,
damit wir so vor dir leben können,
wie es dir gefällt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 21. Sonntag im Jahreskreis
Gott, Dein Lebensatem hüllt uns ein
wie die Luft, die wir atmen.
Hülle uns ein - segne unsere Augen,
öffne sie für die Farben deiner Schöpfung.
Hülle uns ein - segne unsere Ohren,
öffne sie für die Lebensgeschichten der anderen Menschen.
Hülle uns ein - segne unseren Mund,
öffne ihn für Hoffnungsworte.
Hülle uns ein und segne uns alle,
lass uns spüren, dass wir alle durch Dich verbunden sind.
Bleibe um uns und in uns.
So segne uns Gott - der uns wie Mutter und Vater ist,
durch Christus unseren Wegbegleiter,
im Lebensatem, der alles umhüllt.
Ursula Schell, in: Benedikta Hintersberger u. a. (Hg.), Du bist der Atem meines Lebens, Das Frauengebetbuch. Schwabenverlag, Ostfildern 2006.

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Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
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Das Buch Josua stellt einen Abschluß und einen Beginn dar. Josua ist der Nachfolger des Mose. Mose selbst kommt nicht mehr in das gelobte Land. Unter der Führung Josuas wird das "Gelobte Land" erobert, bzw. in Besitz genommen. Die Wanderung durch die Wüste findet somit den Abschluß.
Der Neubeginn liegt im Sesshaftwerden der Stämme des Volkes Israel. Unserem Abschnitt ist die Verteilung des Landes auf die Stämme bereits vorausgegangen. Ein neues Problem steht an. Israel wird mit den Göttern der Bewohner des Landes, welche zuvor da waren, und bei der Eroberung nicht getötet, oder vertrieben wurden, konfrontiert.
Josua stellt die Israeliten vor die Entscheidung: Entweder der Gott Israels, oder die Götter. Diese Versuchung wird die Geschichte Israels im gelobten Land immer prägen. Diese Götter versprechen anscheinend Glück und Wohlstand. Oft wird Israel dadurch in die Katastrofe schlittern. Es ist nicht so einfach für ein seßhaft gewordenes Volk an einem Gott der Wanderschaft festzuhalten. Josu greift bereits auf "das Erinnern an den Gott, der geführt hat", zurück
Nur in der gegenseitigen Hilfe einer homogenen Gemeinschaft kann nach dem erfolgreichen Weg aus Ägypten ins Gelobte Land die Landnahme und Sesshaftwerdung beginnen. Die verschiedenen Götter der Stämme des Landes sind eine Herausforderung. Ihnen werden unterschiedliche Gebets- und Opferpraktiken gewidmet. Wer daran teilnimmt, erfährt auch die verschiedenen Versprechen.
Dagegen ruft Josua zur Einheit und Entschiedenheit auf. Die Treue zum Gott des Auszugs ist die Antwort des erwählten Volkes. Im Text der Lesung wird diese Antwort gegeben.
Josua, der Nachfolger des Mose, hat das Volk Israel nach der langen Wüstenwanderung über den Jordan in das "gelobte Land" geführt. Nach der Eroberung, Inbesitznahme und Landverteilung an die einzelnen Stämme steht Israel nun vor einem neuem Problem: Es wird mit den Göttern der teilweise noch verbliebenen Bewohner des Landes konfrontiert. Diese Götter versprechen anscheinend Glück und Wohlstand und werden die Israeliten immer wieder in Versuchung führen, ihrem Gott Jahwe untreu zu werden. In der Szene, die in der heutigen Lesung (gekürzt) geschildert wird, stellt Josua das Volk vor die Entscheidung. Der Ort Sichem ist in dieser Hinsicht geschichtsträchtig: Nach der Überlieferung erschien hier Jahwe dem Abraham, später vergrub hier Jakob die fremden Götter seines Clans. Jetzt ruft Josua (im ungekürzten Text dreimal) das Volk feierlich auf, sich zwischen seinem Herrn und den anderen Göttern zu entscheiden. Ebenso klar und eindeutig spricht sich das Volk für den Herrn aus. Der ausformulierte Wortwechsel zwischen Josua und dem Volk hebt hervor, dass es sich hier um eine freie Entscheidung handelt, die ebenso folgenschwer wie unwiderruflich ist.
Als Lesung im Gottesdienst heute erinnert dieser Wortwechsel kirchlich Sozialisierte vielleicht an das liturgische Ritual der Tauferneuerung in der Osternacht. Auch hier werden die Gläubigen ausdrücklich und mehrfach gefragt und bekennen sich feierlich zu ihrem Gott.
Das Volk Israel begründet seine Entscheidung mit den Erfahrungen, die es mit seinem Gott in der Vergangenheit gemacht hat: Es hat Gott als Befreier erlebt und auf seinem schwierigen Weg immer wieder seinen Schutz erfahren. So kann es sich von ganzem Herzen neu für seinen Herrn entscheiden.
Ein solcher Rückblick auf die eigene Lebensgeschichte mit Gott bietet sich auch als Hinführung auf eine Erneuerung des Taufversprechens im einem Gottesdienst an. Das biblische Bild von Gott als einem Wegbegleiter besonders in Krisenzeiten spricht auch heute viele Menschen an. Und die Versuchung, sich beim "Sesshaftwerden" im Alltag an allzu viele Dinge wie an "Götter" zu binden, erfordert auch von Menschen heute immer wieder innezuhalten und sich neu bewusst für einen befreienden Gott zu entscheiden.
Claudia Simonis-Hippel, in: Bernhard Krautter/Franz-Josef Ortkemper (Hg.), Gottes Volk Lesejahr B 7/2009. Verlag Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2009. S. 13-27.