Wie können wir angesichts so vieler Not und angesichts von Schicksalsschlägen an einen guten Gott glauben? Gott offenbarte sich dem Mose als "Ich bin der »Ich bin da«". Die Geschichte Israels kennt ihn als Gott, der Erbarmen hat, mitgeht, als Gott der Väter, der einen Namen hat. Er ist kein unpersönlicher Gott, sondern ein Gott, den die Menschen in ihrer Glaubensgeschichte erfahren haben, und diese Erfahrung geben sie weiter. Über diesen Gott miteinander zu reden und unsere Erfahrungen mit ihm weiterzugeben, ist auch unser Auftrag.
Das Evangelium ist nicht immer sanft und harmonisch. Es fordert uns heraus, manchmal ganz hart. Unser Leben soll Früchte bringen. Tagtäglich bietet sich uns die Chance, umzukehren und der Spur Jesu zu folgen.
Gott will nicht den Tod des Sünders. Er bietet dem Menschen seine barmherzige Liebe Gottes in Fülle an. An uns liegt es, ob wir uns für das Leben entscheiden und uns Gott zuwenden.
Lieder:
GL 140: Kommt herbei, singt dem Herrn
GL 142: Zu dir, o Gott erheben wir
GL 143: Mein ganzes Herz erhebet dich
GL 161: Du rufst uns Herr, trotz unserer Schuld
GL 163, 4: Herr Jesus, du rufst die Menschen zur Umkehr
GL 266: Bekehre uns, vergib die Sünde
GL 267: O Mensch, bewein dein Sünde groß
GL 268: Erbarme dich, erbarm dich mein
GL 271: O Herr, aus tiefer Klage
GL 273: O Herr, nimm unsre Schuld
GL 277: Aus tiefer Not schrei ich zu dir
GL 377: O Jesu, all mein Leben bist du
GL 382/Ö866: Ein Danklied sei dem Herrn (2. Str.)
GL 422: Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr
GL 428: Herr, dir ist nichts verborgen
GL 429: Gott wohnt in einem Lichte
GL 440: Hilf, Herr meines Lebens
GL 464: Gott liebt diese Welt (3. Str.)
GL 481: Sonne der Gerechtigkeit
GL 484: Dank sei dir Vater für das ewge Leben
GL 485: O Jesu Christe, wahres Licht
GL Ö814: O Höre, Herr, erhöre mich
GL Ö815: Sag ja zu mir, wenn alles nein sagt
Psalmen und Kehrverse:
GL 33: Herr, unser Herrscher, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde - Mit Psalm 8 - VII.
GL 54: Singt dem Herr alle Länder der Erde, singt dem Herrn und preist seinen Namen. - Mit Psalm 96 - VIII.
GL 62: Der Name des Herrn sei gepriesen von nun an bis in Ewigkeit! - Mit Psaolm 113 - V.
GL 79: Der Name des Herrn ist erhaben: Seine Hoheit strahlt über Erde und Himmel. - Mit Psalm 148 - VII.
GL 518/639,3-4: Beim Herrn ist Barmherzigkeit und reiche Erlösung - Mit Psalm 130 - VII./II.
Gott, unser Vater,
du bist der Quell des Erbarmens und der Güte,
wir stehen als Sünder vor dir,
und unser Gewissen klagt uns an
Sieh auf unsere Not und lass uns Vergebung finden
durch Fasten, Gebet und Werke der Liebe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 3. Fastensonntag
Barmherziger Gott,
befreie uns durch dieses Opfer von unseren Sünden
und schenke uns die Kraft, auch den Brüdern zu vergeben,
wenn sie an uns schuldig geworden sind.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 3. Fastensonntag
Kehrvers:
Der Herr hat Großes an uns getan, sein Name sei gepriesen. (GL 631,3)
oder:
Der Herr vergibt die Schuld und rettet unser Leben (GL 517)
Gott, du bist gut und barmherzig.
Wir haben allen Grund dir dafür zu danken und dich zu preisen.
Obwohl die Menschen sich von dir abwandten,
hast du ihnen immer wieder deinen Bund neu angeboten.
Kehrvers
Du hast auf das Schreien deines unterdrückten Volkes in Ägypten gehört
und Mose berufen, es aus der Knechtschaft des Pharao
in das verheißene Land heraufzuführen.
Kehrvers
Deine Propheten haben dein Volk immer wieder zur Umkehr gerufen
und es zurückgeholt, wenn es fremden Göttern nachlief
und sich ihrer Herrschaft unterwarf.
Kehrvers
Jesus, dein Sohn hat vorgelebt, was es heißt:
Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer.
Er hat ganz dir hingegeben gelebt,
war bereit, seinen Verfolgern zu vergeben
und seine Feinde zu lieben.
Kehrvers
Er lädt uns ein, uns von unseren Götzen loszusagen,
ihm nachzufolgen und das wahre und unvergängliche Leben zu suchen,
zu dem du uns berufen hast.
Dafür danken wir dir und stimmen wir ein in den Lobpreis aller,
die deine Stimme hören und deinem Ruf folgen.
Danklied, z. B. GL 427: Herr, deine Güt ist unbegrenzt
Wir danken dir, Vater im Himmel,
und rühmen deinen heiligen Namen.
Denn jetzt ist die Zeit der Gnade,
jetzt sind die Tage des Heiles.
Du hilfst uns, das Böse zu überwinden,
du schenkst uns von neuem die Reinheit des Herzens.
Du gibst deinen Kindern die Kraft,
in dieser vergänglichen Welt
das unvergängliche Heil zu wirken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn preisen wir dich
in deiner Kirche und vereinen uns
mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang
von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig...
MB Fastenzeit 2
Herr und Gott,
du hast uns mit dem Brot des Himmels gesättigt
und uns in dieser Speise
ein Unterpfand dessen gegeben,
was unseren Augen noch verborgen ist.
Lass in unserem Leben sichtbar werden,
was wir im Sakrament empfangen haben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 3. Fastensonntag
Dienstag der 1. Woche
Bei der Aschermittwochsliturgie, seinem letzten großen Gottesdienst vor dem Rücktritt, hat Papst Benedikt XVI. die Gläubigen in der Fastenzeit zu Erneuerung und Bekehrung aufgerufen. Die Fastenzeit diene gerade dazu, die Haltungen und konkreten Handlungen zu erneuern. "Heute sind viele bereit, sich die Kleider zu zerreißen angesichts von Skandalen und Ungerechtigkeiten - die natürlich von anderen begangen worden sind -, aber wenige nur scheinen bereit, am eigenen Herzen zu arbeiten, am eigenen Gewissen und an den eigenen Intentionen, und dabei dem Herrn die Wandlung, Erneuerung und Bekehrung zu überlassen", sagte der Heilige Vater.
Es sei wichtig, sich dessen zu besinnen und dies in dieser Fastenzeit zu leben: Jeder müsse sich bewusst sein, dass der Weg der Buße nicht alleine bewältigt werden könne, sondern gemeinsam mit den vielen Brüdern und Schwestern in der Kirche, so der Papst. "Ich denke besonders an die Sünden gegen die Einheit der Kirche, an die Spaltungen im Leib der Kirche. Die Fastenzeit in einer intensiveren und sichtbareren kirchlichen Gemeinschaft zu leben, und die Individualismen und Rivalitäten zu überwinden, ist ein demütiges und kostbares Zeugnis für jene, die dem Glauben fern stehen oder gleichgültig sind", erklärte der Heilige Vater.
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© DiePresse.com - 13.02.2013 | 18:29 | (DiePresse.com)
Aus dem Wasser kommt alles Leben,
auch was ich heute an Land
und in den Lüften tummelt.
In der Natur ständig sich ändernd
in Farbe und Gestalt
Felsen aushöhlend
und Steine abschleifend:
unbändige Kraft.
Trägt Leben in sich,
nährt Pflanze und Fisch
und was sonst noch sich in ihm regt.
Nach schweißtreibender Wanderung
schöpf ich davon,
brennenden Durst zu löschen
und labe ermüdete Füße
in dem kühlen erfrischenden Nass.
Wasser: Wohltat für alles, was lebt.
An heißen Tagen spring ich hinein,
darin zu schwimmen, zu tauchen.
Wasser ist unser wichtigstes Nahrungsmittel.
Wir brauchen es als Getränk,
zum Kochen und Backen.
Wasser brauchen wir zur Reinigung
des Körpers und der Wäsche.
Wasser - ein Sinnbild des Lebens,
köstliche Gabe Gottes für uns.
Doch seinen Wert lernen wir meistens erst schätzen,
wenn es uns fehlt.
Mit Wasser wurden wir getauft,
von aller Schuld gereinigt,
auf dass neues Leben in uns gedeihe,
Leben mit Christus.
Mit Gottes Geist in der Taufe begabt,
auf dass göttliches Leben in uns gedeihe.
Leben mit Christus, der sagt:
Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Leben mit Christus - ewiges Leben.
"Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt,
wird umgehauen und ins Feuer geworfen."
(Mt 17, 19; Mt 12, 33)
So haben es die Gärtner zurzeit Jesu getan,
denn vom Ertrag ihrer Bäume lebten sie.
Soll das nun auch für Menschen gelten?
Jesus denkt anders über den Menschen.
Zwar mahnt er uns zur Umkehr,
doch auch den Baum,
der schon jahrelang keine Früchte mehr bringt,
haut er nicht um.
Vielmehr meint er,
man müsse dem Boden gute Nahrung geben,
damit der Baum sie aufnehmen
und wieder Früchte bringen kann.
Das endgültige Urteil über den Menschen
steht allein Gott zu
am Ende unseres Lebens. (vgl. Lk 13, 6 - 9)
Auch mich hat Gott gepflanzt,
damit ich gute Früchte bringe.
Was ist aus mir geworden?
Was habe ich aus mir gemacht?
Bringe ich die Früchte,
die Gott von mir erwartet?
Ich kann die Botschaft und die Taten Jesu
täglich lesen und in der Kirche hören.
Welche Wirkung zeitigt das bei mir?
Irgendwann - ich kann den Tag nicht wissen -
ist meine Frist zu Ende in meiner Todesstunde.
Nutze ich die Zeit, die mir gegeben ist?
Aus: Werner Eizinger, Wie Weihrauch steige mein Gebet vor dir auf, Meditative Gottesdienste mit Symbolen, Regensburg 2008.

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