Sind 153 Fische viele oder nur wenige? Es ist eine Zahl, die Fülle ausdrückt. In der Begegnung der Jünger mit Jesus am See von Tiberias berühren sich das irdische und das Himmlische. Ostern in dichter Symbolik ausgedrückt.
Die Lesung aus der Apostelgeschichte gibt uns durch das mutige Auftreten der Apostel Anstöße in mehrere Richtungen: Für die Wahrheit einstehen, nicht schweigen; Gott mehr gehorchen als den Menschen; Schuld nicht anderen in die Schuhe schieben; den Gegner nicht vernichtend bloßstellen; sondern sich um seine Besinnung und Umkehr bemühen.
Über die dritte Begegnung der Jünger mit dem Auferstandenen liegt eine eigenartige Stimmung. Jesus sucht seine Jünger auf und knüpft aufs Neue Freundschaft mit ihnen an.
Lieder:
GL 318: Christ ist erstanden von der Marter alle
GL 322: Ihr Christen singet hocherfreut
GL 324: Vom Tode heut erstanden ist
GL 325: Bleibe bei uns, du Wandrer durch die Zeit
GL 326: Wir wollen alle fröhlich sein
GL 328: Gelobt sei Gott im höchsten Thron
GL 329: Das ist der Tag, den Gott gemacht
GL 331: Ist das der Leib, Herr Jesu Christ
GL 332: Die ganze Welt, Herr Jesu Christ
GL 334: O Licht der wunderbaren Nacht
GL 336: Jesus lebt, mit ihm auch ich!
GL 337: Freu dich, erlöste Christenheit
GL 338: Jerusalem, du neue Stadt
GL 358: Ich will dich lieben, meine Stärke
GL 362: Jesus Christ, you are my life
GL 367: Jesus, dir leb ich
GL 368: O lieber Jesus, denk ich dein...
GL 368: O lieber Jesus, denk ich dein...
GL 377: O Jesu, all mein leben bist du
GL 414: Herr, unser Herr, wie bist du zugegen
GL 456: Herr, du bist mein Leben, Herr, du bist mein Weg
GL 472: Manchmal feiern wir mittan am Tag
GL 474: Wenn wir das Leben teilen wie das täglich Brot
GL Ö837: Halleluja! Lasst uns singen
Psalmen und Kehrverse:
GL 38: Der Herr ist mein Licht und mein Heil. - Mit Psalm 27 - IV.
GL 333: Christus ist erstanden. Halleluja. Er hat den Tod bezwungen. Halleluja. Mit Psalm 118 (GL 66,4-5) oder mit Psalm 111 (GL 60,2) - VI.
GL 643,3: Jubelt dem Herrn. alle Lande, Halleluja, preist unsern Gott. - Mit Psalm 118 (GL 643,4-5) - VI.
GL 644,3: Auferstanden ist der Herr, Halleluja. - Mit Psalm 19 (GL 35,2) - VII.
Allmächtiger Gott,
lass die österliche Freude in uns fortdauern,
denn du hast deiner Kirche
neue Lebenskraft geschenkt
und die Würde unserer Gotteskindschaft
im neuen Glanz erstrahlen lassen.
Gib, dass wir den Tag der Auferstehung
voll Zuversicht erwarten
als einen Tag des Jubels und des Dankes.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 3. Sonntag der Osterzeit
Allmächtiger Gott,
nimm die Gaben an,
die deine Kirche dir in österlicher Freude darbringt.
Du hast ihr Grund gegeben zu solchem Jubel,
erhalte ihr die Freude bis zur Vollendung.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 3. Sonntag der Osterzeit
Kehrvers:
Auf, lasst uns jubeln dem Herrn,
vor sein Angesicht kommen mit Dank.
(GL 141)
Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus,
wir haben Grund dir zu danken
für das Große, das du an uns getan hast.
Du hast uns Jesus Christus, deinen Sohn, geschenkt
und mit ihm die Fülle des Lebens.
Kehrvers
Du hast ihn, den seine Gegner ans Kreuz gehängt und ermordet haben,
von den Toten auferweckt
und als Herrscher und Retter an deine Rechte erhoben,
um uns die Umkehr und die Vergebung der Sünden zu schenken.
Kehrvers
Er ist seinen Jüngern erschienen und hat sie von Neuem ausgesandt,
die Fülle des Lebens und des Heiles allen Menschen zu verkünden
und sie von Neuem als Hirten deiner Herde eingesetzt.
Kehrvers
Durch ihn lässt du auch uns teilhaben am ewigen Leben.
Schon jetzt schöpfen wir aus der Fülle deines göttlichen Reichtums
Freude und Hoffnung und können diese mit allen Menschen teilen.
Kehrvers
Darum danken und loben wir dich mit allen Engeln und Heiligen
und singen wir dir mit der ganzen Schöpfung.
Danklied, z. B.: Lasst uns loben, freudig loben (GL 489)
Wir danken dir, Vater im Himmel,
und rühmen dich
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn erstehen die Kinder des Lichtes
zum ewigen Leben,
durch ihn wird den Gläubigen
das Tor des himmlischen Reiches geöffnet.
Denn unser Tod ist durch seinen Tod überwunden,
in seiner Auferstehung ist das Leben für alle erstanden.
Durch ihn preisen wir dich (in österlicher Freude)
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Osterzeit 2
Jesus sprach zu seinen Jüngern: Kommt und esst!
Und er nahm das Brot und gab es ihnen. Halleluja.
(vgl. Joh 21,12-13)
Oder:
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.
(Ps 30,12)
Ewiger Gott,
du hast uns durch die Ostergeheimnisse erneuert.
Wende dich uns voll Güte zu
und bleibe bei uns mit deiner Huld,
bis wir mit verklärtem Leib
zum unvergänglichen Leben auferstehen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 3. Sonntag der Osterzeit
Anna (Maria Hofstätter) liebt Jesus und Jesus liebt Anna. Sagt zumindest die Bibel. Und damit das so bleibt und weil die Welt so voller Schmutz und Leiden ist, schenkt Anna Jesus jeden Abend ein bisschen mehr als nur ein Gebet. Und so beginnt Ulrich Seidls zweiter Teil seiner Paradies-Trilogie auch gleich mit einem schmucken Bild. Anna kniet mit nacktem Oberkörper vorm Kreuz und peitscht sich aus. Die Verknüpfung zum ersten Teil, bei dem es um Liebe ging, wird schnell klar. Anna ist die Schwester der Hauptfigur aus <link http://www.kino-zeit.de/filme/paradies-liebe>Paradies: Liebe</link>, dem ersten Teil und auch sie ist eigentlich auf der Suche nach Liebe. Nur sucht sie diese nicht in Kenia bei Männern, die sie beschnakseln, sondern lieber zuhause bei Gott und vor allem dessen Sohn, der "so wunderschöne, tiefe und traurige Augen" hat. Schnakseln ist eh ganz schlimm, meint Anna, dagegen hilft nur viel beten und die Heilige Maria. Darum macht sich Anna in ihrem Urlaub auch auf, um SünderInnen auf den rechten Weg zu bringen. Vor allem diese ausländischen haben es ihr angetan. So fährt sie täglich in die Stadt, im Beutel eine Marienstatue und besucht (oder besser bedrängt) Menschen in deren Wohnungen.
Genau diese Szenen sind es auch, in denen Seidl seine stärksten Bilder findet, das Aufeinandertreffen dieser fremden Menschen, die mal verwundert, mal aggressiv auf die überraschende Heimsuchung Annas (und Marias) reagieren, sind einfach urkomisch und fast unerträglich zugleich. Noch schrecklicher ist dabei der Gedanke, dass solche Szenen inzwischen fast täglich im deutschen Fernsehen in Realityformaten über den Äther geschickt werden, nur mit dem Unterschied, dass sie außer Blamage nichts enthalten. Blamage und das radikale Aufzeichnen des alltäglichen Wahnsinns hat bei Seidl wiederum Methode - hier kommt er ran an die Figuren und deren Innenleben. Und auch an die österreichische Seele an sich, die bei ihm stets respektvoll, aber hyperehrlich portraitiert wird. Schön ist das nicht, die nackte Wahrheit ist eben hässlich und spießig zugleich.
1. Brich dem Hungrigen dein Brot.
Die im Elend wandern,
führe in dein Haus hinein;
trag die Last der andern.
2. Brich dem Hungrigen dein Brot;
du hast's auch empfangen.
Denen, die in Angst und Not,
stille Angst und Bangen.
3. Der da ist des Lebens Brot,
will sich täglich geben,
tritt hinein in unsre Not,
wird des Lebens Leben.
4. Dank sei dir, Herr Jesu Christ,
daß wir dich noch haben
und daß du gekommen bist,
Leib und Seel zu laben.
5. Brich uns Hungrigen dein Brot,
Sündern wie den Frommen,
und hilf, daß an deinen Tisch
wir einst alle kommen.
Text: Martin Jentzsch (1951), Musik: Gerhard Häusler (1953) in: EG 418

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