Jesus fordert im Evangelium dieses Sonntags radikale Nachfolge. Diese sieht in jeder Epoche anders aus. Doch Jesus kommt uns einladend entgegen und nimmt uns mit offenen Armen auf. Das macht uns Mut unseren persönlichen Weg der Nachfolge zu gehen.
![]() | „Christus Salvator“ - frühbarocke Christusskulptur (aus Holz) 1632, von Georg Petel 1601/1602-1635, Bildhauer in Augsburg, zu sehen in der Apsis der Moritzkirche in Augsburg. Bild herunterladen |
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Lieder:
GL 140: Kommt herbei, singt dem Herrn
GL 142: Zu dir, o Gott erheben wir die Seele voll Vertrauen
GL 143: Mein ganzes Herz erhebet dich
GL 149: Liebster Jesu, wir sind hier
GL 210: Das Weizenkorn muss sterben
GL 216: Im Frieden dein, o Herre mein
GL 233: O Herr, wenn du kommt, wird die Welt wieder neu
GL 273: O Herr, nimm unsre Schuld (4. Str.)
GL 275: Selig, wem Christus auf dem Weg begegnet
GL 342: Komm, Heilger Geist, der Leben schafft
GL 418: Befiehl du deine Wege
GL 428: Herr, dir ist nichts verborgen
GL 437: Meine engen Grenzen, meine kurze Sicht
GL 440: Hilf, Herr meines Lebens
GL 460: Wer leben will wie Gott auf dieser Erde
GL 464: Gott liebt diese Welt, und wir sind sein Eigen
GL 485: O Jesu Christe, wahres Licht
GL 543: Wohl denen, die da wandeln
Psalmen und Kehrverse:
GL 629,1: Du führst mich hinaus ins Weite, du machst meine Finsternis hell. - Mit Psalm 90 (GL 50,2) - I.
GL 645,3-4: Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.- Mit Psalm 104 ider mit Psalm 24 (GL 633,4) - VII
Gott, unser Vater,
du hast uns durch deinen Sohn erlöst
und als deine geliebten Kinder angenommen.
Sieh voll Güte auf alle, die an Christus glauben,
und schenke ihnen die wahre Freiheit
und das ewige Erbe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 5. Sonntag der Osterzeit
MB 23. Sonntag im Jahreskreis
Herr, unser Gott,
du schenkst uns den Frieden
und gibst uns die Kraft, dir aufrichtig zu dienen.
Laß uns dich mit unseren Gaben ehren
und durch die Teilnahme
an dem einen Brot und dem einen Kelch
eines Sinnes werden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 23. Sonntag im Jahreskreis
4. Januar, 7.Januar
(für Wortgottesdienstfeiern):
Kehrvers:
Danket dem Herrn, denn ewig währt seine Liebe.. (GL 444)
Gott und Vater,
wir kommen zu dir, um dir Dank zu sagen
und unseren Lobpreis darzubringen.
In deiner Weisheit hat du den ganzen Kosmos geschaffen
und die ganze Welt geordnet.
Kehrvers
Mit deinem Volk hast du einen heiligen Bund geschlossen
und ihm eine Ordnung gegeben, die ihm den Weg zum Leben wies.
Kehrvers
Jesus, dein Sohn ist Mensch geworden,
damit wir das Leben haben und es in Fülle haben.
Kehrvers
Er selbst hat sein Leben für uns hingegeben
und uns in seine Nachfolge gerufen,
damit auch wir aus seinem Geist füreinander leben
und uns füreinander einsetzen.
Kehrvers
Dafür danken wir dir und preisen wir dich.
Mit allen Engeln und Heiligen singen wir dein Lob:
Danklied, z. B. Nun singt ein neues Lied dem Herren (GL 551)
Herr, unser Gott,
in deinem Wort und Sakrament
gibst du uns Nahrung und Leben.
Laß uns durch diese großen Gaben
in der Liebe wachsen
und zur ewigen Gemeinschaft
mit deinem Sohn gelangen,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB 23. Sonntag im Jahreskreis
Guter Gott,
im Wort, das vom wahren Leben erzählt,
und im Brot, das ewiges Leben schenkt,
bist du heute zu uns gekommen.
Sei du mit uns, wenn wir jetzt gehen,
um das Leben so zu leben, wie es gut ist.
Lass uns miteinander die Freuden teilen, die das Leben bietet,
und gemeinsam die Lasten tragen,
die Leben mit sich bringt.
Begleite uns mit deinem Segen
in Jesus Christus, unserem Bruder und Herrn.
Die Botschaft Jesu ist Botschaft des Heils. Er verkündet die Liebe des Vaters und das Kommen des Reiches. Er ruft die Menschen zum Frieden und zur Eintracht im heiligen Willen. Dennoch wirkt sein Wort zunächst nicht Einheit, sondern Trennung. Je tiefer ein Mensch Christ wird, desto tiefer unterscheidet sich sein Dasein von dem anderer, die nicht Christen sein wollen, oder soweit sie es nicht sein wollen. Dieses Anderssein läuft durch die nächste Verbundenheit; denn das wirkliche Christwerden ist keine Sache natürlicher Veranlagung oder geschichtlicher Entwicklung, sondern innerste Entscheidung des Einzelnen. Der eine vollzieht sie, der andere nicht. So kann von hier aus eine Trennung zwischen einen [sic!] Hausgenossen und den anderen kommen. In einem solchen Falle soll der Mensch Jesus höher stellen als alle sonst, und seien es die Nächst-Verbundenen: höher als Vater und Mutter, Sohn und Tochter, Freund und Freundin. Das greift ans Leben, und die Versuchung drängt, die lebendige Verbundenheit zu wahren und dafür Christus preiszugeben. Jesus aber warnt: Hältst du dieses „Leben“ fest und gibst darüber mich auf, dann verlierst du auch dein eigenes, eigentliches Leben. Lässest du dich aber los um meinetwillen, dann findest du dich selbst im Eigentlichen und über alles Weltmaß hinaus.
Aus: Romano Guardini, Der Herr. Betrachtungen über die Person und das Leben Jesu Christi, Würzburg: Werkbund-Verlag 11. unveränderte Aufl. 1959, S. 343.
Es fängt so mancher weise Mann
ein gutes Werk zwar fröhlich an
und bringt's doch nicht zum Stande;
er baut ein Schloß und festes Haus,
doch nur auf lauterm Sande.
Verleihe mir das edle Licht,
das sich von deinem Angesicht
in fromme Seelen strecket
und da der rechten Weisheit Kraft
durch deine Kraft erwecket. Gib mir Verstand aus deiner Höh,
auf daß ich ja nicht ruh und steh
auf meinem eignen Willen;
sei du mein Freund und treuer Rat,
was recht ist, zu erfüllen. Ist's Werk von dir, so hilf zu Glück,
ist's Menschentun, so treib zurück
und ändre meine Sinnen.
Was du nicht wirkst, das pflegt von selbst
in kurzem zu zerrinnen. Tritt du zu mir und mache leicht,
was mir sonst fast unmöglich deucht,
und bring zum guten Ende,
was du selbst angefangen hast
durch Weisheit deiner Hände.
Paul Gerhardt (1653), in: EG 497, 3.4.5.8.9
Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost belachen,
weil unsre Augen sie nicht sehn.
Wir stolzen Menschenkinder
sind eitel arme Sünder
und wissen gar nicht viel.
Wir spinnen Luftgespinste
und suchen viele Künste
und kommen weiter von dem Ziel.
Gott, laß uns dein Heil schauen,
auf nichts Vergänglichs trauen,
nicht Eitelkeit uns freun;
laß uns einfältig werden
und vor dir hier auf Erden
wie Kinder fromm und fröhlich sein
Matthias Claudius (1779), EG 482,3-5

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