Lesung aus dem Buch Deuteronómium.
Mose sprach zum Volk:
Israel, hör auf die Gesetze und Rechtsentscheide,
die ich euch zu halten lehre!
Hört und ihr werdet leben,
ihr werdet in das Land,
das der Herr, der Gott eurer Väter, euch gibt,
hineinziehen und es in Besitz nehmen.
Ihr sollt dem Wortlaut dessen,
worauf ich euch verpflichte,
nichts hinzufügen und nichts davon wegnehmen;
ihr sollt die Gebote des Herrn, eures Gottes, bewahren,
auf die ich euch verpflichte.
Ihr sollt sie bewahren und sollt sie halten.
Denn darin besteht eure Weisheit und eure Bildung
in den Augen der Völker.
Wenn sie dieses Gesetzeswerk kennenlernen,
müssen sie sagen: In der Tat,
diese große Nation ist ein weises und gebildetes Volk.
Denn welche große Nation hätte Götter,
die ihr so nah sind, wie der Herr, unser Gott, uns nah ist,
wo immer wir ihn anrufen?
Oder welche große Nation besäße Gesetze und Rechtsentscheide,
die so gerecht sind wie alles in dieser Weisung,
die ich euch heute vorlege?
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Jakobusbrief.
Meine geliebten Schwestern und Brüder!
Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk
kommt von oben herab,
vom Vater der Gestirne,
bei dem es keine Veränderung oder Verfinsterung gibt.
Aus freiem Willen
hat er uns durch das Wort der Wahrheit geboren,
damit wir eine Erstlingsfrucht seiner Schöpfung seien.
Nehmt in Sanftmut das Wort an,
das in euch eingepflanzt worden ist
und die Macht hat, euch zu retten!
Werdet aber Täter des Wortes
und nicht nur Hörer,
sonst betrügt ihr euch selbst!
Ein reiner und makelloser Gottesdienst ist es
vor Gott, dem Vater:
für Waisen und Witwen in ihrer Not zu sorgen
und sich unbefleckt von der Welt zu bewahren.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Jakobusbrief.
Meine geliebten Schwestern und Brüder!
Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk
kommt von oben herab,
vom Vater der Gestirne,
bei dem es keine Veränderung oder Verfinsterung gibt.
Aus freiem Willen
hat er uns durch das Wort der Wahrheit geboren,
damit wir eine Erstlingsfrucht seiner Schöpfung seien.
Wisset, meine geliebten Brüder und Schwestern:
Jeder Mensch sei schnell zum Hören,
langsam zum Reden,
langsam zum Zorn;
denn der Zorn eines Mannes
schafft keine Gerechtigkeit vor Gott.
Darum legt alles Schmutzige und die viele Bosheit ab
und nehmt in Sanftmut das Wort an,
Nehmt in Sanftmut das Wort an,
das in euch eingepflanzt worden ist
und die Macht hat, euch zu retten!
Werdet aber Täter des Wortes
und nicht nur Hörer,
sonst betrügt ihr euch selbst!
Ein reiner und makelloser Gottesdienst ist es
vor Gott, dem Vater:
für Waisen und Witwen in ihrer Not zu sorgen
und sich unbefleckt von der Welt zu bewahren.
Halleluja. Halleluja.
Durch das Wort der Wahrheit hat uns der Vater das Leben geschenkt
und uns zu Erstlingen seiner Schöpfung gemacht.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
In jener Zeit
versammelten sich die Pharisäer
und einige Schriftgelehrte,
die aus Jerusalem gekommen waren,
bei Jesus.
Sie sahen, dass einige seiner Jünger ihr Brot
mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen.
Die Pharisäer essen nämlich wie alle Juden nur,
wenn sie vorher mit einer Handvoll Wasser
die Hände gewaschen haben;
so halten sie an der Überlieferung der Alten fest.
Auch wenn sie vom Markt kommen,
essen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen.
Noch viele andere überlieferte Vorschriften halten sie ein,
wie das Abspülen von Bechern, Krügen und Kesseln.
Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten ihn also:
Warum halten sich deine Jünger
nicht an die Überlieferung der Alten,
sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen?
Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesája hatte Recht
mit dem, was er über euch Heuchler sagte,
wie geschrieben steht:
Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen,
sein Herz aber ist weit weg von mir.
Vergeblich verehren sie mich;
was sie lehren, sind Satzungen von Menschen.
Ihr gebt Gottes Gebot preis
und haltet euch an die Überlieferung der Menschen.
Dann rief Jesus die Leute wieder zu sich
und sagte: Hört mir alle zu
und begreift, was ich sage!
Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt,
kann ihn unrein machen,
sondern was aus dem Menschen herauskommt,
das macht ihn unrein.
Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen,
kommen die bösen Gedanken,
Unzucht, Diebstahl, Mord,
Ehebruch, Habgier, Bosheit,
Hinterlist, Ausschweifung,
Neid, Lästerung, Hochmut und Unvernunft.
All dieses Böse kommt von innen
und macht den Menschen unrein.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
In jener Zeit
versammelten sich die Pharisäer
und einige Schriftgelehrte,
die aus Jerusalem gekommen waren,
bei Jesus.
Sie sahen, dass einige seiner Jünger ihr Brot
mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen.
Die Pharisäer essen nämlich wie alle Juden nur,
wenn sie vorher mit einer Handvoll Wasser
die Hände gewaschen haben;
so halten sie an der Überlieferung der Alten fest.
Auch wenn sie vom Markt kommen,
essen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen.
Noch viele andere überlieferte Vorschriften halten sie ein,
wie das Abspülen von Bechern, Krügen und Kesseln.
Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten ihn also:
Warum halten sich deine Jünger
nicht an die Überlieferung der Alten,
sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen?
Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesája hatte Recht
mit dem, was er über euch Heuchler sagte,
wie geschrieben steht:
Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen,
sein Herz aber ist weit weg von mir.
Vergeblich verehren sie mich;
was sie lehren, sind Satzungen von Menschen.
Ihr gebt Gottes Gebot preis
und haltet euch an die Überlieferung der Menschen.
Und weiter sagte Jesus:
Sehr geschickt setzt ihr Gottes Gebot außer Kraft,
um eure eigene Überlieferung aufzurichten.
Denn Mose hat gesagt:
Ehre deinen Vater und deine Mutter!
und: Wer Vater oder Mutter schmäht,
soll mit dem Tod bestraft werden.
Ihr aber lehrt:
Wenn einer zu seinem Vater oder seiner Mutter sagt:
Korbán - das heißt: Weihgeschenk sei,
was du von mir als Unterstützung erhalten solltest - ,
dann lasst ihr ihn nichts mehr für Vater oder Mutter tun.
So setzt ihr durch eure eigene Überlieferung
Gottes Wort außer Kraft.
Und ähnlich handelt ihr in vielen Fällen.
Dann rief Jesus die Leute wieder zu sich
und sagte: Hört mir alle zu
und begreift, was ich sage!
Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt,
kann ihn unrein machen,
sondern was aus dem Menschen herauskommt,
das macht ihn unrein.
Er verließ die Menge und ging in ein Haus.
Da fragten ihn seine Jünger nach dem Sinn
dieses rätselhaften Wortes.
Er antwortete ihnen: Begreift auch ihr nicht?
Versteht ihr nicht, dass das,
was von außen in den Menschen hineinkommt,
ihn nicht unrein machen kann?
Denn es gelangt ja nicht in sein Herz,
sondern in den Magen
und wird wieder ausgeschieden.
Damit erklärte Jesus alle Speisen für rein.
Weiter sagte er:
Was aus dem Menschen herauskommt,
das macht ihn unrein.
Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen,
kommen die bösen Gedanken,
Unzucht, Diebstahl, Mord,
Ehebruch, Habgier, Bosheit,
Hinterlist, Ausschweifung,
Neid, Lästerung, Hochmut und Unvernunft.
All dieses Böse kommt von innen
und macht den Menschen unrein.
Während die einen die Hände in Unschuld waschen, gehen andere zugrunde. Rein und unrein ist nicht nur eine rituelle Frage; auch in einer Welt, die mit Religion wenig am Hut hat.
Hinter guten Gewohnheiten im Alltag kann sich auch Formalismus verbergen oder gar Bosheit verstecken. Gutes und Böses beginnt im Herz.
Jesus nimmt die Diskussion über Reinigungsrituale zum Anlass über die Reinheit der Gedanken und des Herzens zu sprechen. Unser Herz ist zum Guten wie auch zum Bösen fähig. Glaube und Liebe können unser Herz reinigen.
Die Frage des Händewaschens vor dem Essen ist eine Frage der Hygiene. Jesus liegt aber mehr an der Seelenhygiene. Dies ist für uns heute genauso bedeutsam, sogar jetzt in dieser Liturgiefeier.
Jesus sieht sich im Gegensatz zu den Pharisäern. Ihnen geht es um die Einhaltung traditioneller Riten, ihm geht es um die Reinheit des Herzens. Gewohnheiten und Gebräuche können helfen, immer wieder die Nähe Gottes zu suchen und daraus Kraft zu schöpfen.
Lieder:
GL 140: Kommt herbei, singt dem Herrn
GL 149: Liebster Jesu, wir sind hier, dich und dein Wort anzuhören
GL 273: O Herr, nimm unsre Schuld
GL 409: Singt dem Herrn ein neues Lied
GL 422: Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr
GL 423: Wer unterm Schutz des Höchsten steht
GL 428: Herr, dir ist nichts verborgen
GL 448: Herr, gib uns Mut zum Hören
GL 455: Alles meinem Gott zu Ehren
GL 458/459: Selig seid ihr, wenn ihr einfach lebt
GL 481: Sonne der Gerechtigkeit
GL 489: Laßt uns loben, freudig loben
GL 491: Ich bin getauft und Gott geweiht
GL 543: Wohl denen, die da wandeln vor Gott in Heiligkeit
GL Ö814: O höre, Herr, erhöre mich
GL Ö815: Sag ja zu mir, wenn alles nein sagt
Psalmen und Kehrverse:
GL 31: Selig der Mensch, der seine Freude hat, seine Freude an der Weisung des Herrn. - Mit Psalm 1 - IV.
GL 34: Herr, wer darf Gast sein in deinem Zelt. wer darf weilen auf deinem heiligen Berg? - Mit Psalm 15 - VI.
GL 584,4: Herr, du hast Worte ewigen Lebens - Mit Psalm 19 - II.
GL 629,1: Du führst mich hinaus ins Weite; du machst meine Finsternis hell - Mit Psalm 30 - I.
Vom englischen Schriftsteller Gilbert Chesterton stammt das Wort: "Laternenpfähle sind dazu da, dass sie den Weg beleuchten - nur Betrunkene halten sich daran fest." Er spielt damit an auf das Einhalten von Gesetzen und Normen. Wir brauchen Gesetze, im gesellschaftlichen und in unserem persönlichen Leben. Chesterton vergleicht sie mit Laternenpfählen, die in der Dunkelheit den Weg beleuchten. Festhalten sollten wir uns an ihnen jedoch nicht, weil sie nicht selber der Weg sind, sondern Hilfen, den Weg zu finden.
Jesus sagt von sich: "Ich bin der Weg" (Joh 14, 6). Letzte Orientierung für unser Leben und Handeln finden wir an Jesus, in seiner Nachfolge. Und da sind wir alle noch auf dem Weg. Wir haben als Christen das Vertrauen, dass Jesus mit uns auf dem Weg ist und uns zur Seite steht.
Herr, unser Gott,
Oft ehren wir dich nur mit unseren Lippen,
unser Herz ist oft weit weg von dir.
Herr, erbarme dich.
Oft ziehen wir althergebrachte Gewohnheiten
deinem Gebot vor.
Christus, erbarme dich.
Was wir in unserem Herzen fühlen und denken
stimmt oft nicht mit dem überein,
was wir nach außen reden und zeigen.
Herr, erbarme dich.
Öffnen wir unsere Herzen der Botschaft der Bibel.
Von Mose einst den Israeliten vorgetragen
hat sie auch Gültigkeit in unserer Zeit.
Gott,
du liebst die Menschen und willst unser Heil
Herr, erbarme dich.
Deine Weisungen suchen das Glück der Menschen
Christus, erbarme dich.
Hilf uns, umzukehren zu deinen Geboten,
wo wir sie außer Acht gelassen haben.
Herr, erbarme dich.
Es erbarme sich unser der gütige und barmherzige Gott.
Er verzeihe uns unser Versagen
und führe uns neu auf den Weg des Heils. Amen.
Jesus, du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Kyrie eleison.
Jesus, du bleibst bei uns, auch wenn wir den Weg verfehlen.
Christe eleison.
Jesus, dir vertrauen wir uns an auf unserem Lebensweg.
Kyrie eleison.
Allmächtiger Gott,
von dir kommt alles Gute.
Pflanze in unser Herz
die Liebe zu deinem Namen ein.
Binde uns immer mehr an dich,
damit in uns wächst, was gut und heilig ist.
Wache über uns und erhalte, was du gewirkt hast.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 22. Sonntag im Jahreskreis
Gott,
in deinem Sohn willst du uns erneuern.
Laß uns erkennen, daß deine Gebote
Leben und Freiheit schenken.
Durch Christus, unseren Herrn.
Im Evangelium hören wir von reinen, gewaschenen Händen und verstörten, boshaften Herzen.
Wir sehen böse Gedanken, verführerischen Hochmut und tödliche Unvernunft.
Das befehlen wir Gott, der die Herzen kennt und zwischen den Zeilen liest.
Herr,
wir bitten dich für die Menschen, die sich in ihr eigenes Leben so vergraben haben, dass sie andere nicht mehr sehen können.
Wir rufen zu dir: Herr, schenke uns ein reines Herz!
Herr,
wir bitten dich für die Menschen, die nur noch die Sprache der Gewalt kennen, die Hass säen
und andere für ihre Interessen missbrauchen.
Wir rufen zu dir: Herr, schenke uns ein reines Herz!
Herr,
wir bitten dich für die Menschen, die als Fremde und Flüchtlinge zu uns kommen, auf Schweigen und Distanz stoßen, aber Brücken bauen.
Wir rufen zu dir: Herr, schenke uns ein reines Herz!
Herr,
wir bitten dich für die Menschen, die an vielen Stellen der Welt helfen, dass Menschen sich versöhnen; die Entwicklungsprojekte begleiten und Bildungsprogramme durchführen.
Wir rufen zu dir: Herr, schenke uns ein reines Herz!
Herr,
wir bitten dich für die Menschen, die als Opfer von Missbrauch traumatische Erfahrungen verarbeiten und um ihr Recht kämpfen.
Wir rufen zu dir: Herr, schenke uns ein reines Herz!
Du, Gott, dem wir unser Leben verdanken,
du kennst die vielen Abhängigkeiten, in denen wir Menschen leben,
du kennst die Schuld, die Menschen voneinander trennt,
du kennst die Rollen, in die sich Menschen flüchten.
Dich bitten wir um Liebe und Barmherzigkeit für eine neue Welt
in Christus, unserem Herrn.
Herr, unser Gott,
diese Opferfeier bringe uns Heil und Segen.
Was du jetzt unter heiligen Zeichen wirkst,
das vollende in deinem Reich.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 22. Sonntag im Jahreskreis
Herr und Vater,
was wir für dieses heilige Mahl bereitet haben,
das nimm gnädig in das Geheimnis deines Sohnes auf.
Er ist schuldlos um der Schuldigen willen in den Tod gegangen. -
Erlöse uns von aller Bosheit
und reinige uns durch seine Reinheit.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
Amen.
MB Auswahl 5
Kehrvers: Wir loben dich, wir preisen dich!
Gott und Vater, wir haben allen Grund, dich zu preisen
und dir Dank zu sagen.
In der Taufe hast du uns rein gewaschen von aller Schuld
und uns befähigt, als deine Töchter und Söhne zu leben.
Kehrvers
Um uns aus der Macht des Bösen zu befreien,
hast du durch den Tod Jesu das Böse für immer überwunden.
Kehrvers
In Jesus von Nazareth hast du uns gezeigt,
wie auch wir den Weg der Liebe und Versöhnung gehen
und zum Heil finden können.
Kehrvers
Im Sakrament der Versöhnung schenkst du uns neu die Reinheit des Herzens,
wenn wir schuldig geworden sind und gegen dich gesündigt haben.
Kehrvers
Du stärkst uns im Dienst an den Armen und Schwachen
und hilfst uns, deine Güte und Menschenfreundlichkeit zu bezeugen.
Kehrvers
Wir stimmen ein in den Dank und den Lobpreis der ganzen Schöpfung
und singen:
Danklied, z. B.: Lasst uns loben, freudig loben (GL 489)
Wir danken dir, Vater im Himmel,
und rühmen dich
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn durch seine Geburt
hat er den Menschen erneuert,
durch sein Leiden unsere Sünden getilgt,
in seiner Auferstehung den Weg zum Leben
erschlossen und in seiner Auffahrt zu dir
das Tor des Himmels geöffnet.
Durch ihn rühmen dich deine Erlösten und
singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Sonntage 4
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel, zu danken
und dein Gnade zu rühmen.
So sehr hast du die Welt geliebt,
daß du deinen Sohn als Erlöser gesandt hast.
Er ist uns Menschen gleich geworden
in allem, außer der Sünde,
damit du in uns lieben kannst,
was du in deinem eigenen Sohne geliebt hast.
Durch den Ungehorsam der Sünde
haben wir deinen Bund gebrochen,
durch den Gehorsam deines Sohnes
hast du ihn erneuert.
Darum preisen wir das Werk deiner Liebe
und vereinen uns mit den Chören der Engel
zum Hochgesang
von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ....
MB Sonntage 7
Wenn wir unseren Schuldigern vergeben, kommt ein gutes Wort aus unserem Mund. Wenn wir dich um Schutz in der Versuchung bitten, beugen wir einem falschen Tun vor.
Darum lasst uns rufen:
Vater Unser….
Einleitung zum Friedensgebet:
Herr, wenn du den Menschen Frieden gesagt hast, war es oft der erste Schritt auf dem Weg des heil-Werdens. Auch uns und unserer Zeit täte Heilung gut.
Darum bitten wir dich:
Schaue nicht auf unsere Sünden…
Allmächtiger Gott,
du hast uns gestärkt durch das lebendige Brot,
das vom Himmel kommt.
Deine Liebe,
die wir im Sakrament empfangen haben,
mache uns bereit,
dir in unseren Brüdern zu dienen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 22. Sonntag im Jahreskreis
Wir danken dir, gütiger Gott,
für die heilige Gabe,
in der wir die Kraft von oben empfangen.
Erhalte uns in deinem Geist
und lass uns dir stets aufrichtig dienen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 32. Sonntag im Jahreskreis
Treuer Gott,
du entlässt uns in eine laute Welt.
Du mutest uns zu, schmutzige Hände zu bekommen.
Schuldig werden wir uns auch machen.
Wenn du aber mitgehst, können wir barmherzig sein,
Lasten miteinander tragen und für einander einstehen.
Darum bitten wir dich auch
in Christus, unserem Bruder und Weggefährten,
der, eins mit dir, uns dein Reich schenkt.

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
spirituelle Impulse, Bibeltexte mit Erklärungen, Gebete für Gottesdienstfeiern und Denkanstöße für jeden Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres.
Verbesserte Suchfunktionen - Neue Exportfunktionen
Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
Die Unterseiten des Predigtforums kann man auch mit einer Kurzadresse erreichen:
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Zentrales Anliegen des Deuteronomiums ist es, durch Gesetze und ethische Richtlinien den Rahmen für eine Gesellschaft zu schaffen, in der jeder - auch die sozial Unterprivilegierten wie Arme, Waisen, Witwen, Sklaven und Fremde - die Freiheit erfahren können, die Jahwe Israel bei der Errettung aus dem Schilfmeer schenkte. Niemand soll so tief unter die Armutsgrenze fallen, dass er davon auf Dauer ausgeschlossen ist.
So schreibt das Gesetz vor, dass jeder, der sich aus Not selber als Sklave verkauft hat, im siebten Jahr freigelassen werden muß. Dabei muß ihm sein Herr soviel mitgeben, dass der Freigelassene genug für einen neuen Anfang in Freiheit hat (Dtn 15,12-18). Auch Schulden müssen jedes siebte Jahr erlassen werden, und es wird extra eingeschärft, selbst kurz vor dem siebten Jahr noch großzügig zu leihen, obwohl der Gläubiger dann kaum noch Chancen hat, das Geliehene zurück gezahlt zu bekommen (Dtn 15,7-11).
Deutlich liegt der Akzent des Gesetzeswerks auf dem Schutz der Schwachen: Asylsuchenden ist Schutz zu gewähren; sie dürfen nicht ausgebeutet werden (Dtn 23:16-17). Es wird verboten, das Recht von Fremden, Waisen und Witwen zu beugen - eine Gefahr, die immer bestand, weil diese Gruppen keine einflußreichen Angehörigen hatten, die die Richter einschüchtern oder bestechen konnten (Dtn 24,17-18). Mehrfach wird betont, dass am Sabbat Sklave und Sklavin ihre Arbeit genauso ruhen lassen sollen wie ihr Herr (Dtn 5,14-15) - eine Regelung, die im ganzen Alten Orient einzigartig sein dürfte. Vor diesem Gesetz ist sogar der König nur ein Untertan wie jeder andere. Er darf sein Herz nicht über seine Brüder erheben und sein Volk nicht versklaven (Dtn 17,14-20).
Das alles sollte man beim Lesen unserer Perikope nicht vergessen. Es macht den eindringlichen, werbenden Ton verständlich, in welchem eingeschärft wird, dem Gesetz ja "nichts hinzuzufügen und nichts davon wegzunehmen". Ein solches Gesetz tut nämlich gerade denen weh, die im Land das Sagen haben. Sie sind es, die um des Gemeinwohls willen auf die Durchsetzung ihrer Privatinteressen verzichten sollen. Damals wie heute ein kühnes Ansinnen! Was könnte ihnen die geforderte Selbstlosigkeit "schmackhaft" machen?
Vordergründig die Achtung der anderen Völker vor der Kultur und Bildung Israels (das im Alten Orient dafür wahrlich nicht berühmt war). Aber es geht noch tiefer: Dieses Gesetz ist notwendig zum "Leben", wie es eingangs in der Perikope heißt. Es ist ein Zeichen für die unglaubliche Nähe des lebensspendenden Gottes Jahwes. Und dieser Gott ist nur dort gegenwärtig erfahrbar, wo Gerechtigkeit gelebt wird. Hier wird also keine sklavische Gesetzesfrömmigkeit eingeschärft, sondern es wird an die Mächtigen appelliert, sich einem Gesetz zu unterwerfen, das den Armen und Rechtlosen neuen Lebensraum gibt – also im Wortsinn eine neue "frohe Botschaft" ist.
Die Perikope bildet im Buch Deuteronomium die große Überleitung zwischen dem historischen Rückblick (Kapitel 1 - 3) und dem Gesetz (Kapitel 5 - 28) und ist damit gewissermaßen eine Ouvertüre bzw. eine Interpretationshilfe für alles Folgende. Israel soll die Gesetze und Rechtsvorschriften halten, weil sie von Gott stammen und sie letztlich Medium der Gottesnähe sind. So findet es seine unvergleichliche Identität im Reigen der Großmächte. Israel wird durch sein Gesetz und die darin geborgene Gesellschafts- und Sozialordnung gewissermaßen eine "Alternativ-" oder "Kontrastgesellschaft" zu den übrigen Völkern.
Das große Ganze wird betont. Es kann nur seine Kraft zeigen, wenn die einzelnen Teile beachtet werden.
Gott wird als der mitgehende und vielfach erfahrbare Gott beschrieben. Dies ist so stark, dass es missionarisch wirken kann und Jahwe den Vorteil im Ranking der Götter geben soll.