Lesung aus dem Buch der Weisheit.
Die Frevler tauschen ihre verkehrten Gedanken aus
und sagen:
Lasst uns dem Gerechten auflauern!
Er ist uns unbequem und steht unserem Tun im Weg.
Er wirft uns Vergehen gegen das Gesetz vor
und beschuldigt uns des Verrats an unserer Erziehung.
Wir wollen sehen, ob seine Worte wahr sind,
und prüfen, wie es mit ihm ausgeht.
Ist der Gerechte wirklich Sohn Gottes,
dann nimmt sich Gott seiner an
und entreißt ihn der Hand seiner Gegner.
Durch Erniedrigung und Folter wollen wir ihn prüfen,
um seinen Gleichmut kennenzulernen
und seine Widerstandskraft auf die Probe zu stellen.
Zu einem ehrlosen Tod wollen wir ihn verurteilen;
er behauptet ja, es werde ihm Hilfe gewährt.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Buch der Weisheit.
Die Frevler tauschen ihre verkehrten Gedanken aus
und sagen:
Kurz und traurig ist unser Leben;
für das Ende des Menschen gibt es keine Heilung
und man kennt keinen,
der aus der Unterwelt befreit.
Durch Zufall sind wir geworden
und danach werden wir sein,
als wären wir nie gewesen.
Rauch ist der Atem in unserer Nase
und das Denken ein Funke beim Schlag unseres Herzens;
verlöscht er, dann zerfällt der Leib zu Asche
und der Geist verweht wie dünne Luft.
Unser Name wird mit der Zeit vergessen,
niemand erinnert sich unserer Werke.
Unser Leben geht vorüber wie die Spur einer Wolke
und löst sich auf wie ein Nebel,
der von den Strahlen der Sonne verscheucht
und von ihrer Wärme zu Boden gedrückt wird.
Unsere Zeit geht vorüber wie ein Schatten,
unser Ende wiederholt sich nicht;
es ist versiegelt und keiner kommt zurück.
Auf, lasst uns die Güter des Lebens genießen
und die Schöpfung auskosten,
wie es der Jugend zusteht!
Erlesener Wein und Salböl sollen uns reichlich fließen,
keine Blume des Frühlings darf uns entgehen.
Bekränzen wir uns mit Rosen, ehe sie verwelken.
Keine Wiese bleibe unberührt von unserem Treiben,
überall wollen wir Zeichen der Fröhlichkeit zurücklassen;
denn dies ist unser Anteil und dies das Erbe.
Lasst uns den Gerechten unterdrücken,
der in Armut lebt,
die Witwe nicht schonen
und das graue Haar des betagten Greises nicht scheuen!
Unsere Stärke soll bestimmen, was Gerechtigkeit ist;
denn das Schwache erweist sich als unnütz.
Lasst uns dem Gerechten auflauern!
Er ist uns unbequem und steht unserem Tun im Weg.
Er wirft uns Vergehen gegen das Gesetz vor
und beschuldigt uns des Verrats an unserer Erziehung.
Er rühmt sich, die Erkenntnis Gottes zu besitzen,
und nennt sich einen Knecht des Herrn.
Er ist unserer Gesinnung ein Vorwurf,
schon sein Anblick ist uns lästig;
denn er führt ein Leben,
das dem der andern nicht gleicht,
und seine Wege sind grundverschieden.
Als falsche Münze gelten wir ihm;
von unseren Wegen hält er sich fern wie von Unrat.
Das Ende der Gerechten preist er glücklich
und prahlt, Gott sei sein Vater.
Wir wollen sehen, ob seine Worte wahr sind,
und prüfen, wie es mit ihm ausgeht.
Ist der Gerechte wirklich Sohn Gottes,
dann nimmt sich Gott seiner an
und entreißt ihn der Hand seiner Gegner.
Durch Erniedrigung und Folter wollen wir ihn prüfen,
um seinen Gleichmut kennenzulernen
und seine Widerstandskraft auf die Probe zu stellen.
Zu einem ehrlosen Tod wollen wir ihn verurteilen;
er behauptet ja, es werde ihm Hilfe gewährt.
Kv: Gott ist mir Helfer,
der Herr ist unter denen, die mein Leben stützen. – Kv
Oder: GL 431
Gott, durch deinen Namen rette mich, *
verschaff mir Recht mit deiner Kraft!
Gott, höre mein Bittgebet, *
vernimm die Worte meines Mundes! – (Kv)
Denn fremde Menschen standen auf gegen mich, /
Gewalttätige trachteten mir nach dem Leben, *
sie stellten sich Gott nicht vor Augen.
Siehe, Gott ist mir Helfer, *
der Herr ist unter denen, die mein Leben stützen. – (Kv)
Bereitwillig will ich dir opfern, *
will deinem Namen danken, Herr, denn er ist gut.
Denn er hat mich herausgerissen aus all meiner Not, *
mein Auge schaut herab auf meine Feinde. – Kv
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Jakobusbrief.
Schwestern und Brüder!
Wo Eifersucht und Streit herrschen,
da gibt es Unordnung und böse Taten jeder Art.
Doch die Weisheit von oben
ist erstens heilig,
sodann friedfertig, freundlich, gehorsam,
reich an Erbarmen und guten Früchten,
sie ist unparteiisch, sie heuchelt nicht.
Die Frucht der Gerechtigkeit
wird in Frieden für die gesät,
die Frieden schaffen.
Woher kommen Kriege bei euch,
woher Streitigkeiten?
Etwa nicht von den Leidenschaften, die in euren Gliedern streiten?
Ihr begehrt
und erhaltet doch nichts.
Ihr mordet und seid eifersüchtig
und könnt dennoch nichts erreichen.
Ihr streitet und führt Krieg.
Ihr erhaltet nichts, weil ihr nicht bittet.
Ihr bittet und empfangt doch nichts,
weil ihr in böser Absicht bittet,
um es in euren Leidenschaften zu verschwenden.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
In jener Zeit
zogen Jesus und seine Jünger durch Galiläa.
Jesus wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr;
denn er belehrte seine Jünger
und sagte zu ihnen:
Der Menschensohn
wird in die Hände von Menschen ausgeliefert
und sie werden ihn töten;
doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen.
Aber sie verstanden das Wort nicht,
fürchteten sich jedoch, ihn zu fragen.
Sie kamen nach Kafárnaum.
Als er dann im Haus war,
fragte er sie:
Worüber habt ihr auf dem Weg gesprochen?
Sie schwiegen,
denn sie hatten auf dem Weg miteinander darüber gesprochen,
wer der Größte sei.
Da setzte er sich,
rief die Zwölf
und sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will,
soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.
Und er stellte ein Kind in ihre Mitte,
nahm es in seine Arme
und sagte zu ihnen:
Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt,
der nimmt mich auf;
und wer mich aufnimmt,
der nimmt nicht nur mich auf,
sondern den, der mich gesandt hat.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Dieser Abschnitt aus dem Mk-Evangelium zeigt, dass es bereits dem Ende zugeht. Der Tod Jesu rückt näher ins Blickfeld. Wir hören bereits die 2. Leidensankündigung (9,30-32). Der Weg nach Jerusalem hat für Jesus längst begonnen.
Im zweiten Teil (9,33-37) gibt Jesus den Jüngern entscheidende Hinweise für ein Leben in der Nachfolge. Doch begreifen die Jünger wieder einmal die Dringlichkeit dieser letzten Weisungen Jesu noch nicht. Jesus erteilt den Jüngern eine Lehre und beantwortet ihre unausgesprochene Frage. Dabei stellt er ein Kind in die Mitte. Es folgen viermal dasselbe Wort vom Aufnehmen im Vers 37. Eine der vier Bedeutungen meint, jemanden gastlich (ins Haus) aufnehmen. Eine freie Deutung wäre demnach: Wer ein Kind um Christi Willen aufnimmt, bei dem ist Gott zu Gast, bei dem nimmt Gott Wohnung.
Unübersehbar steht das Evangelium im großen Zusammenhang mit Mk 10,15: "Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen."
Papst Franziskus hat bei seinem Amtsantritt einige Signale gesetzt, die erwarten ließen, das er neue Wege geht. Jeus hat Signale gesetzt, die auf Gott hinwiesen. Er führt seine Jünger einen Weg, der nicht leicht ist. Das Kind, das er in die Mitte stellt ist ein Signal für die Wertschätzung der Einfachen und Geringen. Wir sind eingeladen, in Jesu Fußstapfen zu treten.
Ein menschlicher Urinstinkt treibt uns an, zu den Ersten zu gehören, der Größte und der Beste zu sein. Jesus stellt uns ein Gegenkonzept vor. Liebe dient dem anderen, will den anderen groß machen und freut sich daran.
In der Lesung aus dem Buch der Weisheit stehen der Frevler und der Gerechte einander gegenüber. Der Weg zu Friede und Gerechtigkeit ist jedoch nicht immer so eindeutig vorgezeichnet. Die jüngste Enzyklika Papst Franziskus' Laudato Si' zeigt Wege auf, wie wir zu Frieden und Gerechtigkeit gelangen können.
Heiliger Gott,
du hast uns das Gebot der Liebe
zu dir und zu unserem Nächsten aufgetragen
als die Erfüllung des ganzen Gesetzes.
Gib uns die Kraft,
dieses Gebot treu zu befolgen,
damit wir das ewige Leben erlangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 25. Sonntag im Jahreskreis
Gott.
In Jesus von Nazareth hast du der Welt
den neuen Menschen gegeben.
Wir danken dir,
dass wir ihn kennen dürfen;
dass sein Wort und Beispiel
in dieser Stunde unter uns lebendig werden.
Öffne uns für seine Gegenwart.
Rühre uns an mit seinem Geist.
Mach durch ihn auch uns zu neuen Menschen.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.
Amen.
MB Auswahl 29
Herr, unser Gott,
nimm die Gaben deines Volkes an
und gib, dass wir im Geheimnis
der heiligen Eucharistie empfangen,
was wir im Glauben bekennen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 25. Sonntag im Jahreskreis
Was wir bringen, haben wir von dir, guter Gott:
Brot und Wein, die Früchte der Erde;
unsere Fähigkeiten und Begabungen, deine Schöpfung;
Nimm all das an
und schenke uns in der geistgewirkten Gegenwart deines Sohnes
einen Vorgeschmack deines ewigen Reiches.
So bitten wir durch Christus unseren Herrn.
Kehrvers:
Der Herr hat Großes an uns getan,
sein Name sei gepriesen.(GL 69,1)
Guter Gott,
wir loben dich und danken dir,
dass du uns deinen Sohn gesandt hast
Er hat sich der Gewalt der Menschen ausgeliefert
und ist in den Tod gegangen,
um uns deine übergroße Liebe zu offenbaren.
Kehrvers
Doch Du hast dich seiner angenommen
und ihn, den Gerechten, der Hand der Gegner entrissen.
Du hast ihn auferweckt und über alle erhöht.
An ihm hast du gezeigt, wie du für die Rechtschaffenen eintrittst.
Kehrvers
Am Abend vor seinem Tod
hat er wie ein Sklave seinen Jüngern die Füße gewaschen
und ein Beispiel gegeben, wie wir einander dienen sollen.
Er hat die Jünger gelehrt: Wer der Erste sein wolle,
soll der Diener aller sein.
Kehrvers
Dich preisen wir für das Wohlwollen,
das du durch ihn uns Menschen erwiesen hast.
Wir stimmen ein in den Lobgesang der Schöpfung und aller Heiligen
und singen:
Danklied, z. B. Den Herren will ich loben (GL 395)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel, zu danken
und dein Gnade zu rühmen.
So sehr hast du die Welt geliebt,
daß du deinen Sohn als Erlöser gesandt hast.
Er ist uns Menschen gleich geworden
in allem, außer der Sünde,
damit du in uns lieben kannst,
was du in deinem eigenen Sohne geliebt hast.
Durch den Ungehorsam der Sünde
haben wir deinen Bund gebrochen,
durch den Gehorsam deines Sohnes
hast du ihn erneuert.
Darum preisen wir das Werk deiner Liebe
und vereinen uns mit den Chören der Engel
zum Hochgesang
von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ....
MB Sonntage 7
Allmächtiger Gott,
du erneuerst uns durch deine Sakramente.
Gewähre uns deine Hilfe
und mache das Werk der Erlösung,
das wir gefeiert haben,
auch in unserem Leben wirksam.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 25. Sonntag im Jahreskreis
Ich möchte dir erzählen, wie es zur Kreuzigung Jesu kam, und auch, wie er selber seinen Tod verstanden hat. Zu beidem gibt uns die Bibel deutliche Hinweise.
Eigentlich war das Ganze ja unbegreiflich und furchtbar: Ein Mann muss sterben, der nur Liebe gepredigt und gelebt hat! Doch dabei darf man nicht vergessen, wie sehr Jesus mit seiner Offenheit die Mächtigen in Israel gegen sich aufgebracht hat - zum Beispiel als er den Pharisäern ihre Scheinheiligkeit vorhielt. Und auch die Leute, die ihm gefolgt sind, haben ihn ja nicht wirklich verstanden, so dass sie umkippten, als es ernst wurde. Der Römer Pilatus hat Jesus als “König der Juden“, also als politischen Aufrührer verurteilt. Jüdische und römische Machthaber haben ihn gemeinsam zu Fall gebracht. Deshalb ist es übrigens falsch, von einer Alleinschuld der Juden am Tode Christi zu sprechen.
Viel wichtiger ist es, wie Jesus selbst zu alldem stand. Er hat ja seinen Tod geahnt, ihn schließlich als Willen des Vaters bejaht und zum Heil aller auf sich genommen. Er hat alles erduldet, was einen Menschen erniedrigen kann: Ungerechtigkeit, Verrat, Folterung, politisches Herumschachern auf seinem Rücken, Spott, Wehrlosigkeit, Todesurteil, körperlichen Zusammenbruch, gaffende Menschen, Gottverlassenheit. Für uns hat er das alles getragen!
Sein Tod ist das äußerste Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen. Auch mit dem Verlassensten auf dieser Erde ist der Sohn Gottes eins.
Aus: Glauben ist schön, ein katholischer Familienkatechismus, Köln Harsum 2001.
Das Neue und Faszinierende am Christentum war seit Anbeginn die konkret gelebte Diakonie: „Seht, wie sie einander lieben!“
Aus der Todeszelle schreibt Alfred Delp SJ, Blutzeuge unter Hitlers Fallbeil: Ob die Kirche noch einmal einen Weg zu den Menschen finde, hänge an der Rückkehr der Kirchen in die Diakonie: in den Dienst an der Menschheit“. Er erklärt: „Damit meine ich das Sich-Gesellen zum Menschen in allen Situationen mit der Absicht, sie ihm meistern zu helfen… Damit meine ich das Nachgehen und Nachwandern auch in die äußerste Verlorenheiten und Verstiegenheiten des Menschen, um bei ihm zu sein genau und gerade dann, wenn ihn Verlorenheit und Verstiegenheit umgibt. ‚Geht hinaus‘, hat der Meister gesagt und nicht ‚Setzt euch hin und wartet, bis einer kommt‘“
Das „Sakrament der Fußwaschung“ können alle spenden. Den Aposteln, seinen Jüngern hat es Jesus jedenfalls sinnenfällig ins Herz gelegt, als er sich selbst vor ihnen niederkniete und die Seligpreisung anschloss: „Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt... Selig seid ihr, wenn ihr das wisst und danach handelt“ (Joh. 13, 15)
Louis Evely schreibt: „Ihr könnt von allen Sakramenten dispensiert werden...; aber es gibt ein Sakrament, eine Gegenwart Christi, an der ihr immerwährend teilnehmen könnt: an dem demütigen Dienst für den Nächsten. – Es wird immer die Füße des Nächsten geben ... Der heilige Johannes wollte uns durch den Bericht von der Fußwaschung zu verstehen geben, dass es ein unbedingt notwendiges Sakrament gibt, und über dieses werdet ihr gerichtet werden, nicht über eure Kommunionen, nicht über eure Beichten, nicht über eure Taufe, sondern über eure Fußwaschung.“
Aus: Gerhard Bauer, Für euch – mit euch, was der Priester ist und was er nicht ist., München 2013.
Immer wieder spricht Evagius davon, dass die Askese allein nicht genügt für den geistlichen Weg. Entscheidend ist die Sanftmut. Sie allein verwandelt das Herz des Menschen und macht es offen für Gott.
Die Sanftmut ist für Evagius die Quelle der Erkenntnis Christi. Ohne Sanftmut kann man noch so viel in der Bibel lesen und eine noch so harte Askese üben, man wird das Geheimnis Christi nie verstehen. So schreibt er an einen seiner Schüler: "Vergiss aber vor allem die Sanftmut und die Besonnenheit nicht, die die Seele reinigen und der Erkenntnis Christi nahe bringen." (Brief 34).
Die Erkenntnis Christi ist ein anderer Ausdruck für Kontemplation. Ohne Sanftmut gibt es keine Kontemplation. An Rufinus schreibt Evagius: "Ich bin nämlich überzeugt, dass deine Sanftmut dir zu einer Ursache großer Erkenntnis geworden ist. Denn keine einzige Tugend bringt so die Weisheit hervor wie die Sanftmut, um derentwillen auch Mose gelobt ward, er sei sanftmütiger als alle anderen Menschen gewesen. Und auch ich bete darum, ein Schüler des Sanftmütigen zu werden und genannt zu werden." (Brief 36).
Ein sanftmütiger Mensch ist anziehend für viele. Er muss Andersgläubige nicht von seiner Rechtgläubigkeit bekehren oder überzeugen, er hat es nicht nötig, sie zu missionieren. Seine Sanftmut ist Zeugnis für Christus genug. Wer seiner Sanftmut begegnet, begegnet Christus und wird ihn darin erkennen.
Sanftmut und Barmherzigkeit sind Kriterien echter Spiritualität....
Nur wenn Menschen sanftmütig geworden sind und barmherzig mit ihren Mitmenschen umgehen, künden sie von einer Spiritualität, die christusgemäß ist.
Aus: Anselm Grün, Der Himmel beginnt in dir, Das Wissen der Wüstenväter für heute, Freiburg 2002.
Unicef-Studie beklagt die desolate Situation wegen Konflikten in Nahost und Nordafrika: „Wir könnten eine ganze Generation verlieren.“
mehr >>>
diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4813193 - 03.09.2015 | 18:22 | (Die Presse) - abgerufen am 14. Sept. 2015
Allmächtiger Gott,
der du in der Weite des Alls gegenwärtig bist
und im kleinsten deiner Geschöpfe,
der du alles, was existiert,
mit deiner Zärtlichkeit umschließt,
gieße uns die Kraft deiner Liebe ein,
damit wir das Leben und die Schönheit hüten.
Überflute uns mit Frieden,
damit wir als Brüder und Schwestern leben
und niemandem schaden.
Gott der Armen,
hilf uns, die Verlassenen und Vergessenen dieser Erde,
die so wertvoll sind in deinen Augen, zu retten.
Heile unser Leben,
damit wir Beschützer der Welt sind
und nicht Räuber,
damit wir Schönheit säen
und nicht Verseuchung und Zerstörung.
Rühre die Herzen derer an,
die nur Gewinn suchen
auf Kosten der Armen und der Erde.
Lehre uns,
den Wert von allen Dingen zu entdecken
und voll Bewunderung zu betrachten;
zu erkennen,
dass wir zutiefst verbunden sind mit allen Geschöpfen
auf unserem Weg zu deinem unendlichen Licht.
Danke, dass du alle Tage bei uns bist.
Ermutige uns bitte
in unserem Kampf für Gerechtigkeit, Liebe und Frieden.
Aus: Enzyklika Laudato si’, von Papst Franziskus, Rom 2015.

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
spirituelle Impulse, Bibeltexte mit Erklärungen, Gebete für Gottesdienstfeiern und Denkanstöße für jeden Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres.
Verbesserte Suchfunktionen - Neue Exportfunktionen
Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
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Die Gerechten hören nicht auf, gegen die Frevler vorzugehen (Vers 12b). Die Frevler gehen daran, ihrerseits die Gerechten zu prüfen (Verse 17 und 19). Die Lesung zeigt, dass, wenn das Leben bloss in den Händen der Menschen bleibt, es begrenzt ist. Doch in Gottes Hand gelegt, ist ihm Unvergänglichkeit bestimmt (Vers 23). Diese frohe Botschaft des Ersten Testaments bleibt heute im Gottesdienst ungehört, es sei denn, man entschliesst sich, die Lesung in ihren Kontext zurückzulegen.
Im zweiten Kapitel wird zuerst das abstoßende Denken der Gottlosen aufgegriffen, also der Zyniker und skrupellosen Machtmenschen der damaligen Zeit, die, wenn schon nicht die Existenz Gottes, so zumindest sein Handlungsvermögen bezweifelten. "Das Leben ist kurz, der Tod unausweichlich - also genießen wir das Leben so gut als möglich!" könnte man ihre Weltanschauung zusammenfassen. Recht und Gerechtigkeit werden dabei zum Gut des Stärkeren.
Die folgenden Kapitel des Buches versuchen, hier eine andere Sicht der Dinge zu vermitteln und das Fundament für die Gewissheit zu legen, dass Gott die Welt und die Menschen liebt, Gerechtigkeit will und weder Unrecht noch Zynismus duldet.
Die Gerechten hören nicht auf, gegen die Frevler vorzugehen (Vers 12b). Die Frevler gehen daran, ihrerseits die Gerechten zu prüfen (Verse 17 und 19). Die Lesung zeigt, dass, wenn das Leben bloss in den Händen der Menschen bleibt, es begrenzt ist. Doch in Gottes Hand gelegt, ist ihm Unvergänglichkeit bestimmt (Vers 23). Diese frohe Botschaft des Ersten Testaments bleibt heute im Gottesdienst ungehört, es sei denn, man entschliesst sich, die Lesung in ihren Kontext zurückzulegen.