Lesung aus dem Buch Genesis.
In jenen Tagen
brachte Melchisedek, der König von Salem,
Brot und Wein heraus.
Er war Priester des Höchsten Gottes.
Er segnete Abram
und sagte:
Gesegnet sei Abram vom Höchsten Gott,
dem Schöpfer des Himmels und der Erde,
und gepriesen sei der Höchste Gott,
der deine Feinde an dich ausgeliefert hat.
Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Buch Genesis.
In jenen Tagen
nahmen die Feinde die ganze Habe von Sodom und Gomorra
sowie alle ihre Nahrungsvorräte mit und zogen ab.
Als sie abzogen, nahmen sie auch Lot, den Neffen Abrams,
und seine Habe mit;
Lot wohnte damals in Sodom.
Ein Flüchtling kam und berichtete es dem Hebräer Abram;
Abram wohnte bei den Eichen des Amoriters Mamre,
des Bruders Eschkols und Aners.
Sie waren Abrams Bundesgenossen.
Als Abram hörte, sein Bruder sei gefangen,
führte er seine ausgebildete Mannschaft,
dreihundertachtzehn Mann,
die in seinem Haus geboren waren,
heraus
und nahm die Verfolgung auf bis nach Dan.
In der Nacht teilten sie sich in Gruppen,
er und seine Knechte.
Er schlug sie und verfolgte sie bis Hoba,
nördlich von Damaskus.
Er brachte die ganze Habe zurück,
auch seinen Bruder Lot und dessen Habe
brachte er zurück
sowie die Frauen und das Kriegsvolk.
Als er nach dem Sieg über Kedor-Laomer
und die mit ihm verbündeten Könige zurückkam,
zog ihm der König von Sodom ins Schawetal entgegen,
das jetzt Tal des Königs heißt.
Melchisedek, der König von Salem,
brachte Brot und Wein heraus.
Er war Priester des Höchsten Gottes.
Er segnete Abram
und sagte:
Gesegnet sei Abram vom Höchsten Gott,
dem Schöpfer des Himmels und der Erde,
und gepriesen sei der Höchste Gott,
der deine Feinde an dich ausgeliefert hat.
Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem.
Kv: Du bist Priester auf ewig
nach der Ordnung Melchisedeks. – Kv
So spricht der HERR zu meinem Herrn:
Setze dich zu meiner Rechten
und ich lege deine Feinde
als Schemel unter deine Füße. - Kv
Das Zepter deiner Macht streckt der HERR aus vom Zion her:
Herrsche inmitten deiner Feinde!
Dich umgibt Herrschaft am Tag deiner Macht,
im Glanz des Heiligtums.
Ich habe dich aus dem Schoß gezeugt vor dem Morgenstern. - Kv
Der HERR hat geschworen und nie wird es ihn reuen:
Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks.
Der HERR steht dir zur Rechten;
er zerschmettert Könige am Tag seines Zorns. - Kv
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Korinth.
Schwestern und Brüder!
Ich habe vom Herrn empfangen,
was ich euch dann überliefert habe:
Jesus, der Herr,
nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot,
sprach das Dankgebet,
brach das Brot
und sagte: Das ist mein Leib für euch.
Tut dies zu meinem Gedächtnis!
Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch
und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut.
Tut dies, sooft ihr daraus trinkt,
zu meinem Gedächtnis!
Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt,
verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lobe, Zion, deinen Hirten;
dem Erlöser der Verirrten
stimme Dank und Jubel an.
Lass dein Lob zum Himmel dringen;
ihn zu rühmen, ihm zu singen,
hat kein Mensch genug getan.
Er ist uns im Brot gegeben,
Brot, das lebt und spendet Leben,
Brot, das Ewigkeit verheißt,
Brot, mit dem der Herr im Saale
dort beim österlichen Mahle
die zwölf Jünger hat gespeist.
Lobt und preist, singt Freudenlieder;
festlich kehrt der Tag uns wieder,
jener Tag von Brot und Wein,
da der Herr zu Tisch geladen
und dies heilge Mahl der Gnaden
setzte zum Gedächtnis ein.
Was bei jenem Mahl geschehen
sollen heute wir begehen
und verkünden seinen Tod.
Wie der Herr uns aufgetragen,
weihen wir, Gott Dank zu sagen,
nun zum Opfer Wein und Brot.
* Seht das Brot, der Engel Speise,
Brot auf unsrer Pilgerreise,
das den Hunger wahrhaft stillt.
Abrams Opfer hats gedeutet,
war im Manna vorbereitet,
fand im Osterlamm sein Bild.
Guter Hirt, du Brot des Lebens,
wer dir traut, hofft nicht vergebens,
geht getrost durch diese Zeit.
Die du hier zu Tisch geladen,
ruf auch dort zum Mahl der Gnaden
in des Vaters Herrlichkeit.
Lobe, Zion, deinen Hirten;
dem Erlöser der Verirrten
stimme Dank und Jubel an.
Lass dein Lob zum Himmel dringen;
ihn zu rühmen, ihm zu singen,
hat kein Mensch genug getan.
Er ist uns im Brot gegeben,
Brot, das lebt und spendet Leben,
Brot, das Ewigkeit verheißt,
Brot, mit dem der Herr im Saale
dort beim österlichen Mahle
die zwölf Jünger hat gespeist.
Lobt und preist, singt Freudenlieder;
festlich kehrt der Tag uns wieder,
jener Tag von Brot und Wein,
da der Herr zu Tisch geladen
und dies heilge Mahl der Gnaden
setzte zum Gedächtnis ein.
Was bei jenem Mahl geschehen
sollen heute wir begehen
und verkünden seinen Tod.
Wie der Herr uns aufgetragen,
weihen wir, Gott Dank zu sagen,
nun zum Opfer Wein und Brot.
* Seht das Brot, der Engel Speise,
Brot auf unsrer Pilgerreise,
das den Hunger wahrhaft stillt.
Abrams Opfer hats gedeutet,
war im Manna vorbereitet,
fand im Osterlamm sein Bild.
Guter Hirt, du Brot des Lebens,
wer dir traut, hofft nicht vergebens,
geht getrost durch diese Zeit.
Die du hier zu Tisch geladen,
ruf auch dort zum Mahl der Gnaden
in des Vaters Herrlichkeit.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
In jener Zeit redete Jesus zum Volk vom Reich Gottes
und machte gesund, die der Heilung bedurften.
Als der Tag zur Neige ging,
kamen die Zwölf
und sagten zu ihm: Schick die Leute weg,
damit sie in die umliegenden Dörfer und Gehöfte gehen,
dort Unterkunft finden und etwas zu essen bekommen;
denn wir sind hier an einem abgelegenen Ort.
Er antwortete ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen!
Sie sagten: Wir haben nicht mehr
als fünf Brote und zwei Fische;
wir müssten erst weggehen
und für dieses ganze Volk etwas zu essen kaufen.
Es waren nämlich etwa fünftausend Männer.
Er aber sagte zu seinen Jüngern:
Lasst sie sich in Gruppen zu ungefähr fünfzig lagern!
Die Jünger taten so
und veranlassten, dass sich alle lagerten.
Jesus aber nahm die fünf Brote und die zwei Fische,
blickte zum Himmel auf,
sprach den Lobpreis und brach sie;
dann gab er sie den Jüngern,
damit sie diese an die Leute austeilten.
Und alle aßen und wurden satt.
Als man die übrig gebliebenen Brotstücke einsammelte,
waren es zwölf Körbe voll.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Zu Fronleichnam zeigen wir der Öffentlichkeit unsere Schätze. Unser kostbarster Schatz ist das Allerheiligste. Der Wert, den es repräsentiert, liegt jedoch hinter dem Sichtbaren im Verborgenen: in der Hingabe Jesu an Gott und die Menschen. Wie weit unsere Fronleinams-Aktion Menschen überzeugt, hängt nicht zuletzt von der Glaubwürdigkeit unseres Lebens als Christen ab.
In Europa läuft die Tourismus-Sommersaison an. Gewaltige Ströme von Menschen bewegen sich nicht nur an die Sonnenstrände, Städte und Länder präsentieren alle Schätze, die etwaige Interessenten anlocken könnten. Nicht nur Museen, Galerien, Schlösser und Kirchen ziehen Menschen an, auch kulturelle Darbietungen wie Theater, Opern, Konzerte usw. haben Hochsaison. Da gibt es Highlights, die so überlaufen sind, dass man den Zugang regulieren muss. Der Wert dieser alljährlichen Sommerübung ist nicht nur wirtschaftlich zu bemessen. Die Begegnung mit anderen Kulturen und Traditionen hat noch viele weitere positiven Seiten, die gut für uns sind. Wir lernen uns gegenseitig schätzen und kennen, zwischenmenschliche Begegnungen bringen bisher einander Fremde ein wenig näher.
Der alte Brauch, zu Fronleichnam eine feierliche Prozession mit dem Allerheiligsten zu halten, hat mit dem Phänomen Tourismus eine gemeinsame Wurzel: Wir tragen das Kostbarste unseres Glaubens öffentlich zur Schau. In vielen Gegenden ist es üblich, für diese Prozession alles aufzubieten, was ein Dorf oder eine Stadt an Wertvollem aufbieten kann, angefangen von kostbaren Trachten bis hin zum Chor und zur Musikkapelle, nicht zu vergessen kunstvolle Kleinode wie tragbare Altäre, kostbare Fahnen und Bilder, die das Jahr über in Kirchendepots oder Häusern ein verborgenes Dasein fristen.
Wie bei den meisten Präsentationen, liegt das eigentlich Wertvolle dahinter und ist für das nicht geübte Auge nicht auf den ersten Blick sichtbar. Wer sieht schon, wieviel Probenarbeit dahintersteckt, damit eine Musikkapelle oder ein Chor sich sehen und hören lassen kann. Wer sieht schon, wieviel Zeit und Arbeit, und auch finanzieller Aufwand für die Pflege der Kulturgüter nötig ist.
Das gilt auch für die religiöse Dimension des Fronleichnamsfestes. Das Kostbarste, das wir an diesem Tag über die Straßen tragen, ist im Eucharistischen Brot symbolisiert, das für uns in der Gedächtnisfeier des Todes und der Auferstehung Jesu zu seinem Leib geworden ist, und in dem wir ihn mitten unter uns gegenwärtig wissen. Mit diesem Allerheiligsten tragen wir die Erinnerung an Jesus von Nazareth und an seine Hingabe an Gott und die Menschen in unsere heute Lebenswelt hinein.
"Was bringt das?", wird sich manch einer fragen. Der Wert dieses Tuns lässt sich nicht wirtschaftlich berechnen. Der Wert dieses Tuns hängt nicht zuletzt davon ab, wieviel vom Geist Jesu wir selbst glaubhaft repräsentieren, verkörpern und in unsere heutige Welt einbringen. Es genügt nicht, dass wir unseren kostbarsten Schatz, das Allerheiligste, vor uns hertragen. Es kommt darauf an, dass wir seinen Wert, seine Werte in uns tragen, dass wir uns vom Geist dieses Jesus prägen und führen lassen.
In Österreich - in abgewandelter Form gilt das auch für alle unsere Nachbarländer - erleben wir derzeit eine tiefe Krise der Glaubwürdigkeit der politischen Parteien und auch der Religionsgemeinschaften. Die Bürger sind den Werbeparolen gegenüber misstrauisch geworden. Sie bewerten die Politiker nach ihrem Tun.
Das Gleiche gilt aber auch für uns als Christen: Leben wir das, was wir in unseren Glaubenssätzen zusammengefasst haben? Leben wir den Geist Jesu? Orientieren wir uns an seinem Wort und an seinem Tun? – Nicht die Glaubenssätze sind neu zu formulieren, dass sie wieder passen, der Geist Jesu und sein Gedankengut müssen von denen neu aufgenommen werden, die sich auf ihn berufen.
Wir öffnen uns seinem Geist, wenn wir immer wieder die Heiligen Schriften lesen und wenn wir uns in der Feier der heiligen Messe in Erinnerung rufen, was er für uns getan hat, und ihm darin nachfolgen. Dann werden auch wir Christen glaubwürdiger sein, und die Menschen werden spüren, dass es mit unserem Allerheiligsten mehr auf sich hat, als die Pflege eines alten Brauches.
Fronleichnam hat viele Tiefendimensionen. An diesem Tag stellen wir das Geheimnis der Eucharistie in die Mitte. In der Prozession preisen wir Gott für das Leben und den Segen, den er uns zuteilwerden lässt. Im Vollzug der Eucharistie danken wir für den Segen Gottes.
Lieder:
GL 140: Kommt herbei, singt dem Herrn
GL 144: Nun jauchzt dem Herren, alle Welt (1., 4., 5., 7. Str.)
GL 184: Herr, wir bringen in Brot und Wein
GL 186: Was uns die Erde Gutes spendet
GL 209: Du teilst es aus mit deinen Händen (2. Str.)
GL 210: Das Weizenkorn muss sterben
GL 211: Wir rühmen dich König der Herrlichkeit
GL 213: O wunderbare Speise
GL 215: Gott sei gelobet und gebenedeiet (1. Str.)
GL 281: Also sprach beim Abendmahle (1. Str.)
GL 282: Beim letzten Abendmahle
GL 377: O Jesu, all mein leben bist du
GL 378: Brot, das die Hoffnung nährt (1. und 3. Str.)
GL 414: Herr, unser Herr, wie bist du zugegen
GL 421: Mein Hirt ist Gott der Herr (3. Str.)
GL 425: Solang es Menschen gibt auf Erden
GL 442: Wo die Güte und die Liebe wohnt
GL 470: Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht
GL 484: Dank sei dir Vater, für das ewge Leben (2. und 4. Str.)
GL 492: Jesus, du bist hier zugegen
GL 493: Preise Zunge das Geheimnis (Pange, lingua)
GL 494: Pange lingua
GL 495: Sakrament der Liebe Gottes (Tantum ergo)
GL 496: Tantum ergo
GL 497: Gottheit tief verborgen
GL 498: Das Heil der Welt, Herr Jesus Christ
GL 642: Zum Mahl des Lammes schreiten wir (1. und 4. Str.)
Kehrverse und Psalmen:
GL 37: Der Herr ist mein Hirt; er führt mich an Wasser des Lebens - Mit Psalm 23 - VI.
GL 55: Jubelt, ihr Lande, dem Herrn; alle Enden der Erde schauen Gottes Heil - Mit Psalm 98 - VIII.
GL 59: Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks - Mit Psalm 110 - I.
GL 60: Der Herr hat uns befreit; auf ewig währt sein Bund. - Mit Psalm 111 oder mit Psalm 116 (GL 629,4) - VI.
GL 214: Dies Brot ist mein Leib für das Leben der Welt - Mit Psalm 100 (GL 56,2) - V.
GL 558: Danket dem Herrn, denn er ist gütig, denn seine Huld währt ewig.
GL 652,1: Du hast uns erlöst mit deinem Blut
GL Ö875: Preiset den Herrn, denn er ist gut
Zu Fronleichnam steht in den meisten Gemeinden die Fronleichnamsprozession im Mittelpunkt. Sie ist der Höhepunkt dieses Festes. Sie wird jedoch zur leeren Hülle, zu überholtem Brauchtum, wo sie nicht ausgefüllt ist vom Geist der Eucharistie. In der Eucharistiefeier halten wir lebendig, was uns Jesus Christus beim Abendmahl als Testament hinterlassen hat: Wir sollen das Gedächtnis seiner Hingabe an Gott und die Menschen lebendig halten. Dies geschieht einerseits im Feiern der heiligen Messe, andererseits dadurch, dass wir uns selbst davon verwandeln lassen.
Am Beginn dieser Gedächtnisfeier treten wir vor unseren Herrn hin und bitten wir ihn um sein Erbarmen:
Herr, Jesus Christus,
Du bist Mensch geworden
und hast als Mensch unter Menschen gelebt.
Kyrie, eleison.
Du hast dein Leben hingegeben zum Heil der Welt.
Christe, eleison.
Du hast uns ein Zeichen deiner Liebe und Hingabe hinterlassen,
damit auch wir in der Liebe wachsen
und füreinander da sind wie du.
Kyrie, eleison.
Herr Jesus Christus,
im wunderbaren Sakrament des Altares
hast du uns das Gedächtnis deines Leidens
und deiner Auferstehung hinterlassen.
Gib uns die Gnade, die heiligen Geheimnisse
deines Leibes und Blutes so zu verehren,
dass uns die Frucht der Erlösung zuteil wird.
Der du in der Einheit des Heiligen Geistes
Mit Gott dem Vater lebst und herrschest in alle Ewigkeit. Amen.
MB Fronleichnam
Gott.
Du hast uns zu dieser Feier geladen.
Du sagst uns dein rettendes Wort
und reichst uns das lebenspendende Brot.
Mach uns fähig, weiterzugeben,
was wir in deinen Gaben empfangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB Auswahl 3
Herr, Jesus Christus, du bist unter uns gegenwärtig im Sakrament der Eucharistie,
wir bitten dich:
Für alle Gemeinden, die heute dein Gedächtnis in der Gestalt der Fronleichnamsprozession feiern.
Schenke ihnen einen lebendigen Glauben, der auch andere überzeugt.
Für alle Gemeinden, die nicht mehr jeden Sonntag Eucharistie feiern können, weil die Diözese nicht mehr genug Priester zur Verfügung hat.
Erhalte ihren Glauben lebendig.
Für die Kinder und Jugendlichen unserer Pfarrgemeinden.
Lass sie überzeugten Christinnen und Christen begegnen, an denen sie erleben können, wie kostbar der Glaube an Jesus Christus und die Feier der heiligen Sakramente ist.
Für alle Menschen, die in unserem Land leben und arbeiten oder zu Gast sind.
Lass sie erkennen, wie kostbar und heilig uns der überlieferte Glaube ist
und schenke uns gegenseitigen Respekt vor unseren Überzeugungen.
Für unserer Verstorbenen, mit denen wir uns als Glieder des Leibes Christi wissen.
Gib ihnen ewiges Leben.
Deine Liebe, Herr Jesus Christus preisen und besingen wir
und für deine Gegenwart danken wir dir. – Amen.
Feierlich ziehen wir heute mit Jesus in Brotgestalt in den Städten und Dörfern dorthin, wo wir inmitten aller Menschen leben.
Für sie und mit ihnen beten wir:
Für Papst Franziskus, alle Bischöfe und Priester,
die in deinem Auftrag für die ganze Kirche und für sich das eucharistische Opfer feiern.
Für alle jene, die in Mitverantwortung und globaler Solidarität für Klimaschutz und gerechte Lebensbedingungen für alle ihr Leben gestalten.
Für alle Christen, die deine Botschaft der Liebe bewusst mit anderen teilen und dadurch selbst immer tiefer von ihr erfüllt werden.
Für uns selbst, wenn wir in unserem Alltag den verschiedensten Lebenswirklichkeiten anderer begegnen und uns davon berühren lassen.
Für unsere Verstorbenen, mit denen wir uns in der Teilnahme am eucharistischen Mahl vereint fühlen.
Herr, Jesus Christus!
Durch dich und deine reale Anwesenheit in den Gaben von Brot und Wein sind wir in Gemeinschaft mit dir und untereinander verbunden.
Dir gilt unser Lob und Dank jetzt und bis in Ewigkeit. - Amen.
Herr, unser Gott,
wir bringen das Brot dar,
das aus vielen Körnern bereitet,
und den Wein,
der aus vielen Trauben gewonnen ist.
Schenke deiner Kirche,
was diese Gaben geheimnisvoll bezeichnen:
die Einheit und den Frieden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
MB Fronleichnam
Herr, du trägst Sorge für uns,
du hast uns Brot und Wein geschenkt
als Nahrung für unser vergängliches Leben.
Wir bringen diese Gaben zum Altar;
reiche sie uns neu als Sakrament der Unsterblichkeit.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 4. Dienstag der Fastenzeit
Die Bittmesse
Kehrvers: Lobe den Herrn,
preist seine Huld und Treue. (GL 401)
Großer und fürsorglicher Gott,
wir wollen dir danken für all das Gute,
das du uns tagtäglich schenkst:
Wir danken dir für das Geschenk des Lebens
und für die Freude, die wir daran haben.
Kehrvers
Brot und Wein sind für uns Inbegriff dessen,
was wir zum Leben brauchen, und was uns gut tut.
Sie verkörpern deine Liebe zu allen Geschöpfen.
Kehrvers
Mit Manna hast du dein Volk am Leben erhalten,
als es durch die Wüste zog,
und du hast ihm Korn geschaffen,
als es das verheißene Land in Besitz nahm.
Kehrvers
Jesus dein Sohn, hat das Volk mit deinem Wort gesättigt,
als er ihm den Sinn der Schriften erschloss,
und hat mit ihnen das Brot geteilt,
sodass alle essen und satt werden konnten.
Kehrvers
Am Abend vor seinem Tod hat er sich selbst seinen Jüngern
im Brot zur Speise und im Wein zum Trank gegeben.
Am Kreuz hat er dieses Vermächtnis mit der Hingabe seines Lebens erfüllt.
Kehrvers
So ist er für uns zum Brot geworden,
das vom Himmel herabgekommen ist,
das uns für immer sättigt
und durch das wir mit dir auf das Innigste verbunden sind.
Kehrvers
Wir danken dir für dieses große Geheimnis,
in dem deine unerschöpfliche Liebe
für uns zur Quelle ewigen Lebens geworden ist.
Wir stimmen ein in den Lobgesang der Kirche aller Jahrhunderte
und singen mit allen Engeln und Heiligen:
Danklied, z. B. GL 484: Dank sei dir, Vater, für das ewge Leben
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Als der wahre und ewige Hohepriester
hat er die Feier eines immerwährenden Opfers gestiftet.
Er hat sich selbst als Opfergabe dargebracht
für das Heil der Welt
und uns geboten,
daß auch wir diese Gabe darbringen zu seinem Gedächtnis.
Er stärkt uns,
wenn wir seinen Leib empfangen,
den er für uns geopfert hat.
Er heiligt uns,
wenn wir sein Blut trinken,
das er für uns vergossen hat.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten und mit all den Scharen
des himmlischen Heeres
den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Eucharistie 1
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn er hat beim Lezten Abendmahl
das Gedächtnis des Kreuzesopfers gestiftet
zum Heil der Menschen bis ans Ende der Zeiten.
Er hat sich dargebracht als Lamm ohne Makel,
als Gabe, die dir gefällt,
als Opfer des Lobes.
Dieses erhabene Geheimnis heiligt
und stärkt deine Gläubigen,
damit der eine Glaube
die Menschen der einen Erde erleuchte,
die eine Liebe sie alle verbinde.
So kommen wir zu deinem heiligen Tisch,
empfangen von dir Gnade um Gnade und
werden neu gestaltet nach dem Bild deines Sohnes.
Durch ihn rühmen dich Himmel und Erde,
Engel und Menschen und
singen wie aus einem Munde
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Eucharistie 2
Jesus will mit seiner Kraft in seinem Leib bei uns sein.
Er selbst empfing seine Kraft aus der Nähe zu seinem Vater.
Mit ihm rufen wir:
Vater unser im Himmel...
Einleitung zum Friedensgebet:
Herr Jesus, dein Segen über Brot und Fisch vermochte viel.
Deine Kraft des Friedens vermag es auch.
Darum bitten wir:
Herr Jesus Christus, schaue nicht auf unsere Sünden...
Geheimnis des Glaubens
so bekennen wir
bei jeder heiligen Messe
Ja, es ist ein Geheimnis
und mit unseren Sinnen nicht zu fassen
Gottes Sohn ist da
in Brot und Wein
Für uns
und zu unserem Heil
ist er zur Welt gekommen
und bleibt bei uns
Um uns zu stärken
und zu begleiten
auf allen unseren Wegen
bis hin zum Ziel
zu dem alle berufen sind
die glauben
Herr Jesus Christus,
der Empfang deines Leibes und Blutes
ist für uns ein Vorgeschmack der kommenden Herrlichkeit.
Sättige uns im ewigen Leben
durch den vollen Genuss deiner Gottheit.
Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit. Amen.
MB Fronleichnam
Gott gebe euch so seinen Segen,
wie sein Volk einst das Manna erfahren hat. - Amen.
Gott gebe euch so seinen Segen,
wie ihn die Menschen bei der Brotvermehrung erfahren haben. – Amen.
Gott gebe euch so seinen Segen,
wie er immer wieder Menschen dahin geführt hat,
wo sie eine Antwort auf Not waren. - Amen.
Und der Segen Gottes des Vaters,
des Sohnes und des Heiligen Geistes
lasse euch seine stärkende Nähe spüren. – Amen.
Wir wollen heut ein Mahl feiern
miteinander
und jeder
soll an Jesu Tod und
Auferstehung denken
Wir wollen dann sein Brot teilen
miteinander
und jeder
soll ein Stück empfangen
und davon essen
Wir sollen selber Brot werden
füreinander
und jeder
soll sich eine Scheibe
abschneiden können
Aus: Lothar Zenetti, Sieben Farben hat das Licht. Worte der Zuversicht. Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 2006.
Ein Stück Brot
in meiner Hand
mir gegeben
dass ich lebe
dass ich liebe
dass ich Speise bin
für die andern
Ein Schluck Wein
in meinem Mund
mir gegeben
dass ich lebe
dass ich liebe
dass ich Trank bin
für die andern
Aus: Lothar Zenetti, Sieben Farben hat das Licht. Worte der Zuversicht. Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 2006.

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Der "Höchste Gott", der Himmel und Erde erschaffen hat, ist mit Jahwe identisch. Eine so positive Beurteilung eines außerisraelitischen, kanaanäischen Kultes findet sich im ganzen AT nur hier. Melchisedek ehrt den siegreich heimkehrenden Abraham mit einem Friedopfer und spricht über ihn den Segen, weil es für ihn selbstverständlich war, dass Gott ihm den Sieg verliehen hat.
In der Abgabe des Zehnten anerkennt Abraham die Vorrangstellung des Melchisedek.
Dieser Textabschnitt dürfte erst nachträglich in die Geschichte vom Feldzug Abrahams eingefügt worden sein, um die Anerkennung Abrahams als von Gott Beschützten und Erwählten auszudrücken. Diese Anerkennung geschieht wechselseitig: Abraham stattet Melchisedek den Zehent ab.
Ob Melchisedek eine historische Gestalt ist, läßt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Von vielen wird er als zeitloser Priesterkönig angesehen. Auf diese Gestalt greifen viele theologische Aussagen zurück. Er ist als Urbild des Hohenpriesters gesehen worden. Das Bringen von Brot und Wein ist schon in sehr früher christlicher Zeit als Hinweis und Vorwegnahme der Eucharistie gedeutet worden. Dadurch hat der Name Melchisedek auch Eingang in das römische Hochgebet der Eucharistiefeier gefunden.
Hier bekommt er dein doppeltes Gewicht als König und als Priester. Er ist es, der aus Opfergaben an Abraham weitergibt. Und er ist es, der segnet. Darin setzte Melchisédek ein Zeichen der Anerkennung in einer Phase, in der Abraham um seine Aufgabe und Bedeutung ringen musste.