Lesung aus der Apostelgeschichte.
Am Pfingsttag trat Petrus auf,
zusammen mit den Elf;
er erhob seine Stimme und begann zu reden:
Mit Gewissheit erkenne also das ganze Haus Israel:
Gott hat ihn zum Herrn und Christus gemacht,
diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt.
Als sie das hörten, traf es sie mitten ins Herz
und sie sagten zu Petrus und den übrigen Aposteln:
Was sollen wir tun, Brüder?
Petrus antwortete ihnen: Kehrt um
und jeder von euch
lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen
zur Vergebung eurer Sünden;
dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.
Denn euch und euren Kindern gilt die Verheißung
und all denen in der Ferne,
die der Herr, unser Gott, herbeirufen wird.
Mit noch vielen anderen Worten beschwor und ermahnte er sie:
Lasst euch retten aus diesem verdorbenen Geschlecht!
Die nun, die sein Wort annahmen,
ließen sich taufen.
An diesem Tag
wurden ihrer Gemeinschaft
etwa dreitausend Menschen hinzugefügt.
Kv: Der Herr ist mein Hirt,
nichts wird mir fehlen. – Kv
(GL 37,1)
Der HERR ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen. /
Er lässt mich lagern auf grünen Auen
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Meine Lebenskraft bringt er zurück.
Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, getreu seinem Namen. - Kv
Auch wenn ich gehe im finsteren Tal,
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir,
dein Stock und dein Stab, sie trösten mich. - Kv
Du deckst mir den Tisch
vor den Augen meiner Feinde.
Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt,
übervoll ist mein Becher. - Kv
Ja, Güte und Huld
werden mir folgen mein Leben lang
und heimkehren werde ich ins Haus des HERRN
für lange Zeiten. - Kv
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Petrus.
Geliebte,
wenn ihr recht handelt und trotzdem Leiden erduldet,
das ist eine Gnade in den Augen Gottes.
Dazu seid ihr berufen worden;
denn auch Christus hat für euch gelitten
und euch ein Beispiel gegeben,
damit ihr seinen Spuren folgt.
Er hat keine Sünde begangen
und in seinem Mund war keine Falschheit.
Als er geschmäht wurde, schmähte er nicht;
als er litt, drohte er nicht,
sondern überließ seine Sache dem gerechten Richter.
Er hat unsere Sünden
mit seinem eigenen Leib auf das Holz des Kreuzes getragen,
damit wir tot sind für die Sünden
und leben für die Gerechtigkeit.
Durch seine Wunden seid ihr geheilt.
Denn ihr hattet euch verirrt wie Schafe,
jetzt aber habt ihr euch hingewandt
zum Hirten und Hüter eurer Seelen.
(Lektionare 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Die zweite Lesung stammt wie am vorigen Sonntag aus dem Ersten Petrusbrief. Der Abschnitt steht dort innerhalb eines längeren Buchteils, der sich mit den rechten Verhaltensweisen der verschiedenen Gruppen von Christen in der Welt beschäftigt. Man nennt solche Texte, die in den Briefen des Neuen Testaments häufiger begegnen, auch „Haustafeln“. - Der Lesungstext enthält konkrete Anweisungen für die Sklaven, die damals einen nicht unbeträchtlichen Teil der Christenheit ausmachten.
Der Text steht inmitten der Anweisungen und Pflichten des Christen gegenüber dem Menschen (2,11 - 3,12).
Als Adressaten der heutigen Perikope gelten zuerst die zum Glauben gekommenen Sklaven der Urkirche. Im römischen Reich gab es zur Zeit, in der der Petrusbrief geschrieben wurde, mehr Sklaven als Freie. Dem Verfasser geht es hier nicht um Kritik an der Gesellschaftsordnung. Daneben werden als weitere Adressaten auch die "versprengten und verfolgten" Christen angesprochen.
Wenn jemand wegen seiner religiösen Einstellung, seinem Bekenntnis zu Christus bestraft oder verfolgt wird - so ermutigt der Petrusbrief - auf Jesus Christus, den Erlöser, zu blicken, der selbst - wie ein Sklave - geschlagen wurde und das Kreuz auf sich nehmen mußte. Christus selbst wird alle - so die Trostbotschaft des Petrusbriefes - die ihm folgen, als der gute Hirte sammeln, trösten und stärken.
Die Verse 18 bis 20 a, mit denen dieser Abschnitt über "die Sklaven in der Nachfolge Christi" (so die Überschrift der Einheitsübersetzung) beginnt, sind von der Leseordnung ausgenommen. So kann die Lesung auch nicht auf diesen Aspekt reduziert werden, sondern greift umfassender "die Möglichkeit christlicher Existenz unter den gegebenen bzw. aufgezwungenen Verhältnissen" auf.
Grundlage des Textes ist ein Lied, das der Verfasser für seine Zwecke abwandelt, um den Sinn des Leidens zu begründen mit der Erinnerung an die Leiden Jesu.
Auffallend ist, daß der Text ausschließlich vom Leiden und nicht vom Sterben spricht – weder beim Hinweis auf Jesu Leben, noch bei dem Bezug zu den Adressaten.
Die Rede ist vom ungerechten Leiden, was rühmlicher ist, es zu ertragen als selber Unrecht zu tun.
Im Hinblick auf die damalige Situation wird das Sklavenschicksal durchaus "als eklatanter Fall von Ungerechtigkeit beurteilt". Diese historische Situation muß bedrohlich gewesen sein in Bezug auf Schikanen und Diffamierungen, - da die Hervorhebung des ungerechten Leidens als typische Erfahrung der Christen nicht der durchgehenden Theologie des Verfassers entspricht.
Ermutigung und Hoffnung soll aus dem Blick auf Jesus Christus, in Anlehnung an den leidenden Gottesknecht Jes 53, erwachsen. An ihm wird sichtbar, daß unausweichliches Leid dennoch Hoffnung in sich tragen kann.
Laut Norbert Brox kann man die Rede von den Schafen und vom Hirten in Vers 25 nicht mit den kirchlichen Amtsbezeichnungen in Verbindung bringen. Es geht um Gott als Hirten und Beschützer, von dem Zuversicht und Zusammenhalt ausgehen.
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Ich bin der gute Hirt.
Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
In jener Zeit sprach Jesus:
Amen, amen, ich sage euch:
Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht,
sondern anderswo einsteigt,
der ist ein Dieb und ein Räuber.
Wer aber durch die Tür hineingeht,
ist der Hirt der Schafe.
Ihm öffnet der Türhüter
und die Schafe hören auf seine Stimme;
er ruft die Schafe,
die ihm gehören, einzeln beim Namen
und führt sie hinaus.
Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat,
geht er ihnen voraus und die Schafe folgen ihm;
denn sie kennen seine Stimme.
Einem Fremden aber werden sie nicht folgen,
sondern sie werden vor ihm fliehen,
weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen.
Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus;
aber sie verstanden nicht den Sinn dessen,
was er ihnen gesagt hatte.
Weiter sagte Jesus zu ihnen:
Amen, amen, ich sage euch:
Ich bin die Tür zu den Schafen.
Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber;
aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
Ich bin die Tür;
wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden;
er wird ein- und ausgehen und Weide finden.
Der Dieb kommt nur,
um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten;
ich bin gekommen, damit sie das Leben haben
und es in Fülle haben.
(Lektionare 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Das Evangelium des heutigen Sonntags besteht aus zwei Einheiten: der Bildrede Jesu vom Hirten und dem Bildwort von der Tür.
Die Darstellung vom Hirten ist in sich einheitlich und störungsfrei. Das Bild ist klar gegliedert und eindeutig in der Beschreibung. Es stellt sich nun die Frage nach der Intention des Autors. Diese wird deutlich wenn man auf die Betonungen verschiedener Aspekte achtet, so etwa die Erwähnung des Diebes. Auch ist zu sagen, dass es zwar schön tönt, dass der Hirt alle Schafe bei ihrem Namen ruft, dass das aber eher unwahrscheinlich ist im Hirtenalltag. Diese Zuspitzung liegt wohl in der Übertragung der Rolle des guten Hirten auf den Gottessohn Jesus Christus begründet, der ein besonders guter Hirte seiner Herde ist.
Die Form des Rätselhaften, das sich auch dem Wissen der Jünger entzieht, ist wohl mit dem Adressatenkreis, vermutlich einem Kreis von Neugetauften, die noch weiter zur Erkenntnis zu bringen sind, begründet.
Der zweite Teil der Perikope unterscheidet sich grundlegend in der Form. Es handelt sich um ein Bildwort in Ich-Form, das dadurch einen Offenbarungscharakter annimmt. Das Wort von der Tür steht gegenläufig zum Schicksal der „Diebe und Räuber“, die die Tür vermeiden. So präsentiert sich der Gottessohn als Heilsbringer im Gegensatz zu anderen Unheilsbringern.
Die Hirtenrede Jesus steht im Zusammenhang mit der vorangehenden Blindenheilung und den nachfolgenden Auseinandersetzungen zum Tempelweihfest. Es geht in allen diesen Fällen um den Anspruch Jesu, der wahre Heilsbringer der Welt zu sein.
Im Gegensatz zum Fremden, der seine Schafe nicht kennt, kennt der Hirte seine Schafe. Damit soll der messianische Anspruch unterstrichen werden. Verstärkt wird dies noch mit dem Motiv der Tür. Jesus selbst wird die "Tür" genannt, das heißt, er ist der einzige zum Heil führende Weg.
Hinter diesen Bildern steht wohl die Auseinandersetzung Jesu mit den Juden um die Person Jesu. Es ist aber auch anzunehmen, daß zur Zeit der Entstehung des Johannes-Evangeliums Richtungskämpfe unter den Christen einen Hintergrund bilden.
Die Bildrede vom Hirten ist dem palästinensischen Volksleben entnommen. So kommt jeden Morgen der Hirt zur Tür des Hofes oder Pferches für die Schafe und führt sie auf die Weide.
Die Kirche der ersten Jahrhunderte hat Christus sehr oft und gern als den guten Hirten betrachtet und ihn so auch etwa in römischen Katakomben abgebildet. Überhaupt wurde durch alle Jahrhunderte hindurch das Bild vom guten Hirten in vielfältiger Weise künstlerisch als Motiv verwendet.
Für die Hörer der damaligen Zeit war das Bild vom Hirten und der Herde im Freien oder eingesperrt im Hof alltäglich.
Zunächst greift Jesus den Vergleich mit der Tür auf. Mit der Aussage: ich bin die Tür erhebt Jesus einen unwahrscheinlichen Anspruch. "Er allein schenkt Lebensmöglichkeit, ohne ihn ist sie dem Menschen verschlossen."*
Rätsel geben die erwähnten Diebe und Räuber auf. Wahrscheinlich handelt es sich um allgemeine Erlösergestalten und deren Heilsversprechen.
Nachdem die Rede Jesu keiner strengen Logik folgt, scheint sie auf ein aktuelles Gemeindeproblem einzugehen, die sich eher auf den Hirten beziehen, werden mit der Tür in Verbindung gebracht – die inhaltliche Exaktheit war nicht die Absicht des Verfassers, sondern die Beziehung, die Jesus zu den Seinen hat.
* Zitataus Felix Porsch, Johannes-Evangelium, Seite 109, Stuttgarter Kleiner Kommentar, Neues Testament 4
In Krisen sind wir dankbar für Personen, die uns gut hindurchführen. Wie finden wir sie und welche besonderen Fähigkeiten sollen sie besitzen? Diese Fragen stellen sich auch der Kirche in ihrer Suche nach guten Hirten.
Ob ein Minister oder Regierungschef auch ein guter Krisenmanager ist, stellt sich erst im Laufe einer länger dauernden Krise heraus. Jedes Land kann froh sein, wenn sich seine Verantwortlichen in einer so spannungsgeladenen Zeit im Krisenmanagement bewähren. Nicht immer wird bei der Besetzung wichtiger Ämter auf diese Kompetenz geachtet. Sachkenntnis allein genügt für ein anspruchsvolles Leitungsamt nicht.
In einer gut funktionierenden Demokratie werden die Verantwortungsträger von Zeit zu Zeit neu gewählt. Das bringt zwar Vorteile, man kann sie wieder abwählen, ist aber trotzdem keine Garantie, dass immer die Besten das Sagen haben.
Das alte Volk Israel hatte ein monarchisches System mit einem König an der Spitze, und auch die Religionsverantwortung wurde in der Priesterkaste weitervererbt. In der damaligen Gesellschaft galt der gute Hirte als Idealbild eines guten Königs, bzw. auch eines guten führenden Priesters. Die Propheten übten die kritische Instanz im Volk aus. Immer wieder klagten sie die Könige und die Priesterschaft an, dass sie ihren Aufgaben nicht gerecht würden. Sie drohten ihnen an, dass Gott selbst die Leitung seines Volkes in die Hand nehmen werde. Er ist der gute Hirte schlechthin, der alle Kompetenzen, die dafür nötig sind, besitzt.
Im Neuen Bund werden diese Qualifikationen Jesus zugeschrieben. Er ist der mustergültige Gute Hirte, und alle, die im neuen Volk Gottes ein Leitungsamt wahrnehmen, bzw. an der Leitung teilhaben, sind am Guten Hirten Jesus zu messen. Beim Bild des Guten Hirten geht es auf keinen Fall darum, alle anderen zu dummen Schafen zu degradieren. Die Versuchung dazu ist jedoch allezeit gegeben. Ähnliches gilt aber auch für politische Ämter.
Welche Kompetenzen können wir vom Bild des Guten Hirten ablesen?
Jesus hebt vor allem das enge Vertrauensverhältnis zwischen Hirten und Schafen hervor. Vertrauen kann man jedoch nicht anordnen oder fordern, bestenfalls kann man es erbitten. Ein Satz wie "Du musst mir vertrauen", ist nicht mehr als ein frommer Wunsch. Vertrauen kann man auch nicht erkaufen, Vertrauen muss man sich verdienen.
Jesus gilt als der Gute Hirte, weil er sein Leben für die Seinen hingegeben hat. In der Krisenzeit ist er nicht davongelaufen. Dem politischen Kalkül "es ist besser, wenn einer für das ganze Volk stirbt, als das ganze Volk geht zugrunde" hat Jesus einen neuen, tieferen Sinn gegeben. Aus dem politischen Abwägen ist ein freiwilliger Akt der Selbsthingabe geworden. Bildlich gesprochen wurde Jesus zum Lamm, das sich für uns opfern ließ.
Jesus beschreibt das Vertrauensverhältnis zwischen dem guten Hirten und seinen Schafen mit dem Satz: "Ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich". Politiker, Wissenschaftler und Wirtschaftsleute unternehmen alles Denkbare, um die Bevölkerung bestmöglich kennenzulernen und bis ins letzte Detail zu erforschen. Sie sammeln alle Daten, die sie über ihre Bürger einholen können, um die Bevölkerung in den Griff zu bekommen. Gegen diese Art des Kennenlernens stellt sich bei vielen Argwohn und Misstrauen ein. Wem können wir trauen? Wem können wir vertrauen? Gefragt sind Verantwortungsträger, die es gut mit uns meinen ohne uns zu entmündigen.
Hier kommt eine weitere Kompetenz des Guten Hirten ins Spiel. Ein guter Hirte muss das, was er beabsichtigt, auch gut kommunizieren können. Er vermittelt der Herde, wohin der Weg führt und hält sie zusammen. Zu guter Kommunikation gehört auch das Hinhören auf etwaige Bedenken, Sorgen und Bedürfnisse der Betroffenen.
Um sich einem guten Hirten anvertrauen zu können, braucht es auf der Seite des Hirten aber auch sachliche Kompetenz. Er soll wissen, wo es gute Weiden gibt, gesundes Wasser, wie man sich gegen Angreifer schützt. Im übertragenen Sinn erwarten wir von einem guten Hirten, dass er weiß, wie wir gemeinsam zu einem dauerhaften guten Leben kommen, und nicht nur, wie wir zu guten Statistiken kommen.
Am vierten Sonntag der Osterzeit, dem Sonntag des Guten Hirten, beten wir jedes Jahr auch um gute kirchliche Hirten: um gute Priester, Seelsorgerinnen und Seelsorger, um gute Bischöfe, nicht zuletzt um gute Pfarrgemeinderäte und Mitarbeiterinnen der Kirche.
Nach welchen Kriterien werden diese ausgewählt? Wie werden sie bestellt? Die geringe Zahl an Priestern ist nur 1 Facette der Sorge um gute Hirten. Wichtiger als die Werbung um Personen, die dazu fähig und bereit sind, wäre eine gemeinsame Anstrengung aller, die dafür nötigen Kompetenzen zu fördern und zu stärken: Vertrauen, Kommunikationsfähigkeit und Sachverstand. Je reicher diese Fähigkeiten im Volk Gottes vorhanden sind, desto leichter wird es sein, gute Hirten zu finden und den Herausforderungen unserer Zeit gewachsen zu sein.
Der Gute Hirt kommt, um den Schafen Leben zu bringen, nicht um sie auszubeuten. Er verheißt Leben in Fülle.
Das Bild des Guten Hirten war zunächst ein Bild für die Könige und des ihnen anvertrauten Volkes. Im alten Israel wurde es Gott selbst zugeschrieben. Jesus beansprucht es für sich.
Lieder:
GL 140: Kommt herbei, singt dem Herrn
GL 144: Nun jauchzt dem Herren alle Welt (3. Str.)
GL 213: Christ ist erstanden
GL 244: Vom Tode heut erstanden ist
GL 223: Wir wollen alle fröhlich sein
GL 275: Selig, wem Christus auf dem Weg begegnet
GL 281: Also sprach beim Abendmahle (3. Str.)
GL 326: Wir wollen alle fröhlich sein
GL 329: Das ist der Tag, den Gott gemacht
GL 332: Die ganze Welt, herr Jesu Christ
GL 334: O Licht der wunderbaren Nacht
GL 336: Jesus lebt, mit ihm auch ich!
GL 337: Freu dich, erlöste Christenheit
GL 338: Jerusalem, du neue Stadt
GL 358: Ich will dich lieben, meine Stärke
GL 365: Meine Hoffnung, meine Freude
GL 366: Jesus Christus, guter Hirte
GL 377: O Jesu, all mein Leben bist du
GL 384: Hoch sei gepriesen unser Gott (3. Str.)
GL 385: Nun saget Dank und lobt den Herren
GL 392: Lobe den Herren, den mächtigen König
GL 418: Befiehl deine Wege
GL 421: Mein Hirt ist Gott der Herr
GL 423: Wer unterm Schutz des Höchsten steht…
GL 428: Herr, dir ist nichts verborgen
GL 450: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht
GL 455: Alles meinem Gott zu Ehren (3. Str.)
GL 456: Herr, du bist mein Leben
GL 459: Selig seid ihr, wenn ihr Wunden heilt
GL 468: Gott gab uns Atem, damit wir leben
GL 477: Gott ruft sein Volk zusammen ( 3. Str.)
GL 481: Sonne der Gerechtigkeit (2. und 3. Str.)
GL 485: O Jesu Christe, wahres Licht (1. und 2. Str.)
GL 487: Nun singe Lob du Christenheit (4. Str.)
GL Ö834: Das Grab ist leer, der Held erwacht
GL Ö835: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt
GL Ö837: Halleluja! Lasst uns singen
GL Ö838: Christ ist erstanden! Halleluja!
Kehrverse und Psalmen:
GL 37: Der Herr ist mein Hirt; Er führt mich an Wasser des Lebens. - Mit Psalm 23 - VI.
GL 66: Das ist der Tag, den der Herr gemacht; lasst uns frohlocken und seiner uns freuen. - Mit Psalm 118 -VI.
GL 618: Confitemini Domino, quoniam bonus... - Mit Psalm 63 - VII.
Die Sätzen "Schau auf dich – schau auf mich" und "So schützen wir uns" hören wir diese Tage aus allen Werbekanälen. Die Bundesregierung wirbt damit, dass jeder sowohl auf den eigenen Schutz wie auch den Schutz der Mitbürger bedacht ist und die entsprechenden Regeln einhält. Wir haben es nötig, dass wir auf einander schauen und nicht nur jeder auf sein eigenes Wohl bedacht ist. Es tut gut zu wissen, dass auch andere auf mich schauen und darauf bedacht sind, dass es mir gut geht.
Am vierten Sonntag der Osterzeit stellt Jesus sich uns als der Gute Hirte vor, der für die Seinen sorgt. Zwischen ihm und den Seinen herrscht ein besonderes Vertrauensverhältnis. Seiner Stimme können wir folgen, ihm können wir uns anvertrauen.
Am Beginn der Feier bitten wir ihn um die Zusage seiner Barmherzigkeit und seines Wohlwollens.
Allmächtiger, ewiger Gott,
dein Sohn ist der Kirche siegreich vorausgegangen
als der Gute Hirt.
Geleite auch die Herde,
für die er sein Leben dahingab,
aus aller Not zur ewigen Freude.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.
MB 4. Sonntag der Osterzeit
Wir glauben, dass Gott wie ein guter Hirte für uns ist.
Der sich um uns sorgt, uns führt und begleitet.
Uns vor Bösem bewahrt und uns ein Leben in Fülle verheißt.
Wir glauben, dass Jesus Christus die Tür zum Vater im Himmel ist.
Er ist für alle Menschen offen und schließt niemanden vom Heil aus,
der sich danach sehnt.
Wir glauben, dass der Heilige Geist auch heute in Menschen wirkt,
die von Gottes Reich reden und so handeln,
dass es schon jetzt in dieser Welt spürbar wird.
Wir glauben nicht für uns allein,
sondern in der Gemeinschaft der Kirche,
in der wir alle versuchen immer wieder zu erkennen,
was Gottes Wille für die Menschen in der Welt ist.
Herr, Jesus Christus,
du bist der Gute Hirte und kennst die Sorgen und Nöte der Deinen.
Dich bitten wir:
Für alle, die in dieser Zeit verunsichert sind und sich um ihre eigene Gesundheit oder die ihrer Angehörigen Sorgen machen.
Lass sie spüren, dass sie nicht allein gelassen sind, dass viele Menschen ihre Sorgen teilen und bereit sind, ihnen zu helfen:
Für alle, die durch die Pandemie in wirtschaftliche Not gestürzt sind, die sich Sorgen um ihre persönliche wirtschaftliche Zukunft oder um die wirtschaftliche Zukunft ihres Betriebes machen:
Eröffne ihnen Wege, wie ihnen geholfen werden kann und stärke ihre Zuversicht in einen Neuanfang.
Für alle, die in der Kirche einen Hirtendienst wahrnehmen:
Schenke ihnen Freude an ihrer Berufung
und Kraft, ihre Aufgaben zu erfüllen.
Für alle Christen, die unter der geringen Zahl an Priestern, Seelsorgerinnen und Seelsorgern leiden:
Lass sie Wege finden, ihrem Glauben lebendigen Ausdruck zu geben.
Für alle Christen, die deinen Ruf noch nicht gehört haben:
Schärfe ihre Sinne, damit sie deine Stimme erkennen.
Für unsere Verstorbenen; insbesondere für unsere verstorbenen SeelsorgerInnen, Seelsorger und Priester.
Führe sie heim in die Vollendung ihres Lebens.
Herr, wir danken dir,
dass du dein Leben für uns hingegeben hast,
und uns zum Vater führst. - Amen.
Herr, unser Gott,
gib, dass wir dir allzeit danken
durch die Feier der österlichen Geheimnisse.
In ihnen führst du das Werk der Erlösung fort,
mache sie für uns zur Quelle der unvergänglichen Freude.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 4. Sonntag der Osterzeit
[HTML] Herr Jesus Christus,
wie der gute Hirt seine Schafe auf saftige Weiden führst,
so hast du uns an deinen Tisch gerufen.
Im Zeichen von Brot (in den Zeichen von Brot und Wein)
wirst du dich selbst an uns verschenken
und uns zur Nahrung werden, aus der wir leben dürfen.
Öffne unsere Herzen für dieses große Geschenk,
das du denen bereitest, die dir vertrauen
und auf deine Stimme hören wollen.
Dir sei Lob und Preis in alle Ewigkeit. Amen.
Kehrvers:
Der Herr ist mein Hirt.
Er führt mich an Wasser des Lebens.(GL 37,1)
Großer und treuer Gott, wir treten vor dich,
um dir zu danken.
Du bist der wahre Hirte,
der sein Volk hütet wie ein Hirt seine Herde.
Kehrvers
Den Hirten Abraham hast zu du zum Stammvater
und Vorbild jenes Volkes gemacht,
das du erwählt und ins Herz geschlossen hast.
Kehrvers
Einst hast du Israel, dein Volk, der Hand des Pharao entrissen
und heimgeführt in das verheißene Land,
das von Milch und Honig fließt.
Kehrvers
Den Hirten David hast du von den Herden geholt
und zum König über ganz Israel gesalbt.
Mit Weisheit hat er das Volk geführt
und vor den Augen aller Völker stark gemacht.
Kehrvers
In Jesus von Nazareth hast du dich selbst zum Hirten gemacht,
um dein Volk aufs Neue zu sammeln,
es vor allem Bösen zu schützen und auf gute Weide zu führen.
Kehrvers
Er ist selbst zum Lamm geworden,
das sich für die Seinen geopfert hat,
und das neue Volk Gottes aus der Bedrängnis herausgeholt hat.
Kehrvers
Er führt seine Herde zu den Quellen,
aus denen das Wasser des Lebens strömt.
Er gibt den Seinen ewiges Leben
und lässt sie niemals zugrunde gehen.
Kehrvers
Für deine Sorge und Treue danken wir dir
und stimmen wir ein in den Lobgesang der großen Schar,
die du aus allen Nationen und Völkern zusammengeholt hast
und die nun vor dir stehen:
Danklied, z. B. Nun lobet Gott im hohen Thron (GL 393)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater, in diesen Tagen freudig zu danken,
da unser Osterlamm geopfert ist,
Jesus Christus.
Er bringt sich dir allzeit für uns dar
und steht vor dir als unser Anwalt.
Denn einmal geopfert, stirbt er nicht wieder,
sondern lebt auf ewig als das Lamm,
das geschlachtet ist.
Durch ihn preisen wir dich in österlicher Freude
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Osterzeit 3
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater,
in diesen Tagen freudig zu danken,
da unser Osterlamm geopfert ist,
Jesus Christus.
Das Alte ist vergangen,
die gefallene Welt erlöst,
das Leben in Christus erneuert.
Darum preisen wir dich in österlicher Freude und
singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Osterzeit 4
Du Gott bist mein Hirt
du schaust auf mich
du lässt mich nicht verloren gehen
auf dich kann ich mich verlassen
Du führst mich an Wasser des Lebens
gibst Kraft und Mut
nährst mich mit Brot und Wein
und dem Geschenk der Liebe
Dein Stock und dein Stab
geben Halt und Zuversicht
an dir kann ich mich festhalten und orientieren
du lässt keinen an mich heran, der mir schaden will
ich weiß, du bist stark und groß
dir kann ich mich anvertrauen
Wenn meine Tage dunkel sind
gehst du voraus, bist Licht auf meinem Weg
du lässt mich nicht stolpern und fallen
du bist Wegzeichen und führst mich heraus
wenn ich mich verlaufe
Ich fürchte deshalb kein Unheil
bei dir bin ich sicher und geborgen
denn du, Gott, bist bei mir
nach Psalm 23
Gott, du Hirt deines Volkes,
sieh voll Huld auf deine Herde,
die durch das kostbare Blut deines Sohnes erkauft ist;
bleibe bei ihr
und führe sie auf die Weide des ewigen Lebens.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
MB 4. Sonntag der Osterzeit
Gott, du bist barmherzig und treu,
ein guter Hirte.
Du kennst die Wege, die wir gegangen sind,
auch die, über die wir nicht reden.
Du kennst auch die Strecken, die vor uns liegen,
unser Erwartung, unsere Sorge.
Dir vertrauen wir uns an.
Wenn wir uns in Tiefen verlieren,
führe uns,
wenn wir an Höhepunkten übermütig werden,
bewahre uns,
wenn Durststrecken vor uns liegen,
richte uns auf.
Du lässt uns an deinem Tisch das Leben schmecken.
In Christus, unserem Herrn.

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Die erste Lesung stammt heute wiederum aus der Apostelgeschichte. Der Abschnitt ist eine Fortsetzung des Textes vom vorigen Sonntag. Er enthält noch den Schlusssatz der Pfingstpredigt des Apostels Petrus in Jerusalem und stellt dann die - im wahrsten Sinn des Wortes - begeisterten Reaktionen der Zuhörer dar. Die erstaunlich hohe Zahl der neu Getauften im letzten Vers ist symbolisch zu verstehen.
Die Apostelgeschichte als zweitem Teil des lukanischen Doppelwerkes beschreibt die missionarische Ausbreitung des Gotteswortes. Als Autor wird der Arzt und Paulusbegleiter Lukas genannt. Es spricht jedoch wenig für seine Autorenschaft. Als Begleiter und Mitarbeiter des Paulus hätten sich im Text mehr Nähen zu den Inhalten der Paulusbriefe gefunden als es tatsächlich sind.
Am Beginn dieser Geschichte steht die Pfingstpredigt des Petrus. Er tritt als Prophet Jesu auf. Darin zeigt er an, dass Jesu Reich begonnen hat und alle Hoffnung auf dieses Reich seinen berechtigten Platz hat. Wer sich in der Umkehr auf den Weg zum verkündeten Jesus begibt, ist dem Reich ganz nahe gekommen.