Die biblischen Lesungen wurden mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet den Lektionaren 2018 ff entnommen. - © 2024 staeko.net. - vgl. Impressum.
Die Katholischen Bibelwerke in Deutschland, Österreich und Schweiz stellen auf ihren Webseiten ausführliche Kommentare und Anleitungen zum Lesen der biblischen Lesungen für Sonn- und Feiertage zum Download im PDF-Format zur Verfügung. Mit freundlicher Genehmigung der Katholischen Bibelwerke übernehmen wir die Kurzeinleitungen zu den Lesungen.
Lesung aus dem Buch Exodus.
In jenen Tagen
kam Mose und übermittelte dem Volk
alle Worte und Rechtssatzungen des Herrn.
Das ganze Volk antwortete einstimmig
und sagte: Alles, was der Herr gesagt hat,
wollen wir tun.
Mose schrieb alle Worte des Herrn auf.
Am frühen Morgen stand er auf
und errichtete am Fuß des Berges einen Altar
und zwölf Steinmale für die zwölf Stämme Israels.
Er schickte die jungen Männer der Israeliten aus
und sie brachten Brandopfer dar
und schlachteten junge Stiere als Heilsopfer für den Herrn.
Mose nahm die Hälfte des Blutes
und goss es in eine Schüssel,
mit der anderen Hälfte besprengte er den Altar.
Darauf nahm er das Buch des Bundes
und verlas es vor dem Volk.
Sie antworteten:
Alles, was der Herr gesagt hat, wollen wir tun;
und wir wollen es hören.
Da nahm Mose das Blut,
besprengte damit das Volk
und sagte: Das ist das Blut des Bundes,
den der Herr aufgrund all dieser Worte
mit euch schließt.
Kv: Der Kelch des Segens gibt uns Anteil am Christi Blut . - Kv
(Oder: GL 305,3)
Wie kann ich dem HERRN vergelten
all das Gute, das er mir erwiesen?
Den Becher des Heils will ich erheben.
Ausrufen will ich den Namen des HERRN. - Kv
Kostbar ist in den Augen des HERRN
der Tod seiner Frommen.
Ach HERR, ich bin doch dein Knecht, /
dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd!
Gelöst hast du meine Fesseln. - Kv
Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen,
ausrufen will ich den Namen des HERRN.
Meine Gelübde will ich dem HERRN erfüllen
in Gegenwart seines ganzen Volks, - Kv
Lesung aus dem Hebräerbrief.
Christus ist gekommen
als Hohepriester der künftigen Güter
durch das größere und vollkommenere Zelt,
das nicht von Menschenhand gemacht,
das heißt nicht von dieser Schöpfung ist.
Nicht mit dem Blut von Böcken und jungen Stieren,
sondern mit seinem eigenen Blut
ist er ein für alle Mal in das Heiligtum hineingegangen
und so hat er eine ewige Erlösung bewirkt.
Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren
und die Asche einer jungen Kuh
die Unreinen, die damit besprengt werden,
so heiligt, dass sie leiblich rein werden,
um wie viel mehr wird das Blut Christi,
der sich selbst als makelloses Opfer
kraft des ewigen Geistes Gott dargebracht hat,
unser Gewissen von toten Werken reinigen,
damit wir dem lebendigen Gott dienen.
Und darum ist er der Mittler eines neuen Bundes;
sein Tod hat die Erlösung
von den im ersten Bund begangenen Übertretungen bewirkt,
damit die Berufenen das verheißene ewige Erbe erhalten.
Der Hebräerbrief reflektiert die Bedeutung des Lebens und Sterbens Jesu in der Sprache und in den religiösen Bildern des jüdischen Tempelkultes.
Die Verse Hebr 9,12-15 sind eine Gegenüberstellung der "Wirkung" alttestamentlicher Opfer und dem Opfertod Jesu Christi. Sein Tod bewirkt die Erlösung von den Sünden im ersten Bund und bewirkt daß die Berufenen (= die "Mitglieder" der Kirche) das verheißene Erbe erhalten.
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist.
Wer dieses Brot isst, wird in Ewigkeit leben.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote,
an dem man das Pas-chalamm zu schlachten pflegte,
sagten die Jünger zu Jesus:
Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?
Da schickte er zwei seiner Jünger voraus
und sagte zu ihnen: Geht in die Stadt;
dort wird euch ein Mensch begegnen,
der einen Wasserkrug trägt.
Folgt ihm,
bis er in ein Haus hineingeht;
dann sagt zu dem Herrn des Hauses:
Der Meister lässt dich fragen:
Wo ist der Raum,
in dem ich mit meinen Jüngern das Paschalamm essen kann?
Und der Hausherr
wird euch einen großen Raum im Obergeschoss zeigen,
der schon für das Festmahl hergerichtet
und mit Polstern ausgestattet ist.
Dort bereitet alles für uns vor!
Die Jünger machten sich auf den Weg
und kamen in die Stadt.
Sie fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte,
und bereiteten das Paschamahl vor.
Während des Mahls nahm er das Brot
und sprach den Lobpreis;
dann brach er das Brot,
reichte es ihnen
und sagte:
Nehmt, das ist mein Leib.
Dann nahm er den Kelch,
sprach das Dankgebet,
gab ihn den Jüngern
und sie tranken alle daraus.
Und er sagte zu ihnen:
Das ist mein Blut des Bundes,
das für viele vergossen wird.
Amen, ich sage euch:
Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken
bis zu dem Tag,
an dem ich von Neuem davon trinke im Reich Gottes.
Nach dem Lobgesang gingen sie zum Ölberg hinaus.
Nach dem Verständnis des Evangelisten Markus war Jesu letztes Mahl ein Paschamahl. Dieses durfte nur innerhalb der Heiligen Stadt selbst gefeiert werden, sodaß man einen passenden Raum für die Feier suchen mußte. In der Regel feierten das Paschamahl mindestens zehn Personen gemeinsam (man sollte ja ein ganzes Lamm verzehren). Um solche Mahlgemeinschaften bilden zu können und den Pilgern die Teilnahme an solchen zu ermöglichen, sollten die Jerusalemer in dieser Nacht ihre Häuser für die Fremden öffnen und ihnen Räumlichkeiten unentgeltlich zur Verfügung stellen. In solch einem Raum konnten auch die Jünger Jesu alles Notwendige für das Paschamahl vorbereiten.
Innerhalb des Neuen Testaments wird an fünf verschiedenen Stellen (Mk 14,22-25; Mt 26,26-29; Lk 22,15-20; Joh 13,1 und 1Kor 11,23-25) vom letzten Abendmahl berichtet. Alle Texte berichten vom selben Mahl und doch wird der Verlauf jeweils etwas anders geschildert. Diese Tatsache läßt sich mit der großen Bedeutung dieser Feier für die einzelnen Gemeinden erklären, sodaß jede Christengemeinde im Laufe der Zeit ihre eigenen Akzente setzte.
Jesus bezeugt in seinem letzten Mahl nicht nur seine große Liebe zu seinen Jüngern und den Menschen, sondern auch sein fundamentales Vertrauen in die Vollendung des Reiches Gottes. Daran sollen seine Jünger sich erinnern und davon leben (im hebräischen Wort "erinnern" ist das Lebendigwerden des Vergangenen während des Vorgangs der Erinnerung mitgemeint).
Die heutigen Fragen nach dem genauen Ablauf des Herrenmahls wären wahrscheinlich weder für die Zwölf, noch für Jesus selbst relevant.
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote,
an dem man das Pas-chalamm zu schlachten pflegte,
sagten die Jünger zu Jesus:
Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?
Da schickte er zwei seiner Jünger voraus
und sagte zu ihnen: Geht in die Stadt;
dort wird euch ein Mensch begegnen,
der einen Wasserkrug trägt.
Folgt ihm,
bis er in ein Haus hineingeht;
dann sagt zu dem Herrn des Hauses:
Der Meister lässt dich fragen:
Wo ist der Raum,
in dem ich mit meinen Jüngern das Paschalamm essen kann?
Und der Hausherr
wird euch einen großen Raum im Obergeschoss zeigen,
der schon für das Festmahl hergerichtet
und mit Polstern ausgestattet ist.
Dort bereitet alles für uns vor!
Die Jünger machten sich auf den Weg
und kamen in die Stadt.
Sie fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte,
und bereiteten das Paschamahl vor.
Als es Abend wurde, kam Jesus mit den Zwölf.
Während sie nun zu Tisch waren und aßen,
sagte Jesus: Amen, ich sage euch:
Einer von euch wird mich ausliefern,
einer, der mit mir isst.
Da wurden sie traurig
und einer nach dem andern fragte ihn:
Doch nicht etwa ich?
Er sagte zu ihnen: Einer von euch Zwölf,
der mit mir in dieselbe Schüssel eintunkt.
Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen,
wie die Schrift über ihn sagt.
Doch weh dem Menschen,
durch den der Menschensohn ausgeliefert wird!
Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.
Während des Mahls nahm er das Brot
und sprach den Lobpreis;
dann brach er das Brot,
reichte es ihnen
und sagte:
Nehmt, das ist mein Leib.
Dann nahm er den Kelch,
sprach das Dankgebet,
gab ihn den Jüngern
und sie tranken alle daraus.
Und er sagte zu ihnen:
Das ist mein Blut des Bundes,
das für viele vergossen wird.
Amen, ich sage euch:
Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken
bis zu dem Tag,
an dem ich von Neuem davon trinke im Reich Gottes.
Nach dem Lobgesang gingen sie zum Ölberg hinaus.
Der bei Fronleichnamsprozessionen mitgetragene Himmel ist ein altes Symbol. Als solches erinnert er uns daran, dass Fronleichnam nicht nur ein Bekenntnis zu Jesus Christus, der in der Eucharistie unter uns gegenwärtig ist, sondern auch Auftrag, den Himmel caritativ konkret zu den Menschen zu bringen.
Kann es Besseres geben, als mit dem Himmel unterwegs zu sein? Keine festliche Fronleichnamsprozession ohne den „Tragehimmel“! Er zeigt die Mitte, der auf den Straßen „wallenden“, gehenden, sich zeigenden Pfarr- und Ortsgruppen am Fronleichnamstag an. Dieser „Himmel“, der mitgetragen wird, ist ein uraltes, vorchristliches Zeichen. Von weitem konnte so das Nahen des „Herrschers“ gesehen werden. In dieser Bedeutung wurde der Himmel in christlichen Gottesdiensten und Feiern übernommen: Es naht „Jesus Christus, unser Herr und Bruder“, er ist unter uns.
Sein „Mit-uns-Sein“ möchte ich als Herausforderung sehen, und den „Himmel“, der so prunkvoll mitgetragen wird, als Anregung nehmen, um über all das, was zum Himmel schreit, nachzudenken.
Wir, die Kirche als organisierte Gemeinschaft, haben es uns unter dem Himmel ganz schön bequem gemacht. Ob so der Himmel über allen aufgehen kann, ist zu Fronleichnam eine berechtigte Frage!
Die kirchlich organisierte Bequemlichkeit macht blind, taub, starr, unflexibel gegenüber den Notwendigkeiten in dieser Zeit. Die Bequemlichkeit, gehört somit zu den himmelschreienden Sünden, die himmelschreiende Ungerechtigkeiten zur Folge hat.
Die derzeitige massiv wachsende soziale Ungleichheit unter der Weltbevölkerung, wird durch die Pandemie „Covid19“ noch verstärkt. Dies führt zu einer neuen Form der Armut, die nach politischen Lösungen, als Regelung des sozial vertretbaren menschlichen Zusammenlebens, schreit.
In dieser himmelschreienden sozialen Ungleichheit wird auch von Christen ein neues „politisches“ Bewusstsein, Engagement erwartet, eingefordert. Und das mit Recht!
Prof. Paul Zulehner hat in einem Beitrag über Petrus Canisius (geb 1521!) hingewiesen, dass dieser Jesuit schon 1560 in seinem „Catechismus“ unter anderem Brudermord, Verletzung des Gastrechts, Unterdrückung und Ausbeutung als „himmelschreiende Sünden“ genannt hat.
Korruption, wirtschaftliche Diktatur und vieles mehr lassen aufschreien in allen Teilen der Welt. Hören wir die Stimmen der ausgebeuteten, unterdrückten Mitmenschen hier und weltweit? Wissen wir, warum sie „schreien“, was sie bedrängt und von der Fülle des Lebens ausschließt? Und wenn wir ihr Schreien hören, verstehen wir sie, sind wir bereit zum Handeln? Damit sind solidarisches Teilen, persönliches wie auch gemeinschaftliches Engagement in der Bildungsarbeit, der Verteilung der Lebensmittel usw. gemeint.
Christlich heißt das: Caritas und Nächstenliebe. Der Auftrag, den uns das Evangelium gibt, lautet: durch unsere Worte, durch unser Tun Christus an diesem und an anderen Orten verkünden. Dieser Auftrag lädt ein, das „durch die Straßen gehen und sich zu Fronleichnam als Glaubensgemeinschaft zu zeigen“ mit einer lebendigen, erlebbaren Verkündigung der Nächstenliebe zu verknüpfen. So „herrlich“ das Brauchtum zu Fronleichnam ist, so „herrlich“ sollte dieses Fest auch für den Nächsten werden, der unsere Hilfe braucht, der sich nach unserer Zuwendung, unserem Teilen sehnt.
"Umsonst habt ihr empfangen und umsonst sollt ihr geben", daran erinnert das Evangelium (Mt 10,8). Der mitgetragene „Himmel“ bei der Fronleichnamsprozession erinnert uns, dass „himmlische Erfahrungen“ über allen aufgehen und auf alle überspringen mögen, und dass wir dazu unseren Beitrag leisten.
Das ist Eucharistie: Dem Antlitz der Barmherzigkeit Jesu von Nazareth sichtbar im Zeichen von Brot und Wein begegnen, dafür Dank sagen und die Erfahrung des Glaubens anderen mit/teilen, hinaus gehen und verkünden. So geschieht Verwandlung in uns. Dadurch und durch die Verbundenheit im Glauben gestärkt werden wir den Schrei der Armen, der Ausgestoßenen, der Unterdrückten, der Nichtwillkommenen hören und nicht schweigen, sondern die Ungerechtigkeiten dieser Welt sehen und so manches schnell, manches langsam verändern.
Das afrikanische Sprichwort „Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Antlitz dieser Welt verändern“ bestärkt uns in diesem Glauben. Es ist die Zukunft der Kirche, den Himmel auf Erden erfahrbar zu machen.
Geistige Werte müssen ähnlich behutsam weitergegeben werden wie Kunstschätze. Beim Abschiedsmahl hat Jesus einen Stiftungsakt gesetzt, um das, was ihm wertvoll war, den Menschen weiterzugeben. Wenn wir sein Gedächtnis feiern, tragen wir sein Erbe in unsere Lebenswelt hinein.
Wenn wir Fronleichnam feiern, treten wir in die Spur Jesu. Dies ist auch im konkreten Leben einzulösen; etwa wenn wir für jene da sind, die besonderer Hilfe bedürfen.
Das Fronleichnamsfest hat seinen Ursprung im Abschiedsmahl Jesu, das an einem Paschafest gefeiert wird. Dieses erinnert an die Befreiung des Volkes Israel aus der Hand der Ägypter. Jesus hat uns befreit durch seine Liebe vom Egoismus.
Vom Opfer redet nicht nur die Liturgie. Opfern ist eine Alltagsrealität. Welche Bedeutung Opfer haben, ist eine Frage persönlicher Werthaltungen. Fronleichnam erinnert an die persönliche Lebenshingabe Jesu. Er war bereit, für ein neues Miteinander der Menschen sein Leben einzusetzen. Stolz weisen wir an diesem Tag auf ihn hin.
Christus ist nicht nur in der Kirche. Er begegnet den Menschen in vielfacher Gestalt auch außerhalb unserer Gotteshäuser.
Herr Jesus Christus,
im wunderbaren Sakrament des Altares
hast du uns das Gedächtnis deines Leidens
und deiner Auferstehung hinterlassen.
Gib uns die Gnade, die heiligen Geheimnisse
deines Leibes und Blutes so zu verehren,
dass uns die Frucht der Erlösung zuteil wird.
Der du in der Einheit des Heiligen Geistes
Mit Gott dem Vater lebst und herrschest in alle Ewigkeit. Amen.
MB Fronleichnam
Gott,
unser Vater, dein Sohn ist für uns zur Speise geworden.
Schenke uns das Brot des Lebens,
das uns mit dir und untereinander verbindet.
Durch Christus, unseren Herrn.
Gott, unser Vater,
in Jeus hast du uns einen Vermittler gesandt
und einen unvergänglichen Bund mit dir geschenkt.
Durch sein Leben und Wirken hat uns Jesus ein Beispiel gegeben,
dass alle Menschen Sättigung an Leib und Seele erhalten sollen.
Lass uns in der Gemeinschaft des Teilens von Brot und Wein
zu der Gemeinschaft zusammenwachsen,
die glaubwürdig von deiner unermesslichen Liebe und Hingabe
zu allen Menschen kündet.
Das erbitten wir durch Jesus Christus,
unseren Bruder und Herrn. – Amen.
Eucharistie ist keine Privatsache. Wo immer sie gefeiert wird, geht es um die Verbindung mit Christus und mit ihm um die Verbindung mit der ganzen Schöpfung.
Lasst uns gemeinsam zum Vater beten:
Für alle, die sich im eucharistischen Geschehen von Deiner unendlichen Gnade beschenken lassen.
Für alle, die du zum gemeinsamen Mahl einlädst:
für die, die tonnenweise Lebensmittel verschwenden,
und für die, die von einem Tag auf den anderen nicht wissen,
wie sie ihren eigenen Hunger und den der Ihren stillen können.
Für alle, die sich in den Schwierigkeiten ihres Lebens allein gelassen fühlen
und sich nach Beistand und Hilfe sehnen.
Für alle, die in der Fülle der von den Medien verbreiteten „facts“ und „fakes“ nicht mehr wissen, wem sie noch vertrauen können.
Für uns alle, dass wir uns wie Jesus in unserer Todesstunde ganz Dir hingeben können.
Mit der ganzen Schöpfung preisen wir dich, Vater,
dich Jesus, der du für uns sein Leben hingegeben hast,
und dich Heiliger Geist. - Amen.
Herr, unser Gott,
wir bringen das Brot dar,
das aus vielen Körnern bereitet,
und den Wein,
der aus vielen Trauben gewonnen ist.
Schenke deiner Kirche,
was diese Gaben geheimnisvoll bezeichnen:
die Einheit und den Frieden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
MB Fronleichnam
Kehrvers: Lobe den Herrn, meine Seele.
(GL 58,1)
Großer und fürsorglicher Gott,
wir wollen dir danken für all das Gute, das du uns tagtäglich schenkst:
Wir danken dir für das Geschenk des Lebens
und für die Freude, die wir daran haben.
Kehrvers
Brot und Wein sind für uns Inbegriff dessen,
was wir zum Leben brauchen, und was uns gut tut.
Sie verkörpern deine Liebe zu allen Geschöpfen.
Kehrvers
Mit Manna hast du dein Volk am Leben erhalten,
als es durch die Wüste zog,
und du hast ihm Korn geschaffen,
als es das verheißene Land in Besitz nahm.
Kehrvers
Jesus dein Sohn, hat das Volk mit deinem Wort gesättigt,
als er ihm den Sinn der Schriften erschloss,
und hat mit ihnen das Brot geteilt,
sodass alle essen und satt werden konnten.
Kehrvers
Am Abend vor seinem Tod hat er sich selbst seinen Jüngern
im Brot zur Speise und im Wein zum Trank gegeben.
Am Kreuz hat er dieses Vermächtnis mit der Hingabe seines Lebens erfüllt.
Kehrvers
So ist er für uns zum Brot geworden,
das vom Himmel herabgekommen ist,
das uns für immer sättigt
und durch das wir mit dir auf das Innigste verbunden sind.
Kehrvers
Wir danken dir für dieses große Geheimnis,
in dem deine unerschöpfliche Liebe
für uns zur Quelle ewigen Lebens geworden ist.
Wir stimmen ein in den Lobgesang der Kirche aller Jahrhunderte
und singen mit allen Engeln und Heiligen:
Danklied, z. B. GL 484: Dank sei dir, Vater, für das ewge Leben
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn er hat beim Lezten Abendmahl
das Gedächtnis des Kreuzesopfers gestiftet
zum Heil der Menschen bis ans Ende der Zeiten.
Er hat sich dargebracht als Lamm ohne Makel,
als Gabe, die dir gefällt,
als Opfer des Lobes.
Dieses erhabene Geheimnis heiligt
und stärkt deine Gläubigen,
damit der eine Glaube
die Menschen der einen Erde erleuchte,
die eine Liebe sie alle verbinde.
So kommen wir zu deinem heiligen Tisch,
empfangen von dir Gnade um Gnade und
werden neu gestaltet nach dem Bild deines Sohnes.
Durch ihn rühmen dich Himmel und Erde,
Engel und Menschen und
singen wie aus einem Munde
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Eucharistie 2
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Als der wahre und ewige Hohepriester
hat er die Feier eines immerwährenden Opfers gestiftet.
Er hat sich selbst als Opfergabe dargebracht
für das Heil der Welt
und uns geboten,
daß auch wir diese Gabe darbringen zu seinem Gedächtnis.
Er stärkt uns,
wenn wir seinen Leib empfangen,
den er für uns geopfert hat.
Er heiligt uns,
wenn wir sein Blut trinken,
das er für uns vergossen hat.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten und mit all den Scharen
des himmlischen Heeres
den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Eucharistie 1
Brot und Wein
uralte Zeichen der Gastfreundschaft
Brot und Wein
Gaben, die schon im alten Bund alle laben sollten
die auf Wanderschaft waren
Brot und Wein
Nahrung, die Jesus beim letzten Abendmahl
mit seinen Jüngern teilte
Brot und Wein
Lebensnotwendiges und Freudebringendes
Zeichen unseres Glaubens
Brot und Wein
miteinander essen, miteinander feiern
den Hunger stillen
Leben und Freude teilen
Geborgenheit und Liebe spüren
Brot und Wein
Jesus selbst
nehmt, esst und trinkt
so ist uns aufgetragen
und teilt aus, damit alle sehen können
was euch leben lässt, was euer Leben froh macht
Lasst euch verwandeln
und werdet in Jesu Namen
selbst zur Speise
für alle
die darauf warten
Brot und Wein
uralte Zeichen der Gastfreundschaft
Brot und Wein
Gaben, die schon im alten Bund alle laben sollten
die auf Wanderschaft waren
Brot und Wein
Nahrung, die Jesus beim letzten Abendmahl
mit seinen Jüngern teilte
Brot und Wein
Lebensnotwendiges und Freudebringendes
Zeichen unseres Glaubens
Brot und Wein
miteinander essen, miteinander feiern
den Hunger stillen
Leben und Freude teilen
Geborgenheit und Liebe spüren
Brot und Wein
Jesus selbst
nehmt, esst und trinkt
so ist uns aufgetragen
und teilt aus, damit alle sehen können
was euch leben lässt, was euer Leben froh macht
Lasst euch verwandeln
und werdet in Jesu Namen
selbst zur Speise
für alle
die darauf warten
Gott aller Menschen
Sooft wir Eucharistie feiern
soll das sein
wie das Zusammensein Jesu mit seinen Jüngern.
Lass uns nicht vergessen
dass er unter uns ist und bei uns bleibt
wenn wir uns in seinem Namen versammeln
und mit uns geht
wenn wir in seinem Auftrag gehen.
Gott, du Mitte unserer Gemeinde
du hast mit uns, deinem Volk
einen Bund geschlossen
der nie ein Ende haben soll.
Du sendest uns.
Wir sollen wie die Glieder deines Leibes sein
und zum Wohl des Ganzen beitragen.
Du willst, dass wir unsere Fähigkeiten
in den Dienst der Gemeinschaft stellen.
Stärke uns mit dem Brot des Lebens
und dem Kelch der Freude.
Begleite uns mit deiner Gnade
und segne uns und unser Bemühen.
Guter Gott
Wir danken dir
für das Leben
für alle Wege, die wir gemeinsam gehen
für alle Erfahrungen, die uns Zusammenhalten
für dein Wort, das trägt, Mut macht und tröstet
für offene Augen und Ohren
für die Herzen, die sich öffnen
und die Hände, die uns halten.
Wir danken dir
für den Tisch, um den wir versammelt sind
für deine Gegenwart in Brot und Wein
und für alle köstlichen Gaben der Schöpfung
für alles, was uns am Leben erhält.
Wir wissen uns in deiner Hand
denn du bist wie ein Vater
der Leben schenkt
und wie eine Mutter
die alles trägt und umfängt
in dir wissen wir uns geborgen
Wir danken dir dafür.
"Der Dinge Bestes ist das Brot"
sagt ein indisches Sprichwort.
Ein schwedisches Sprichwort meint:
"Einen Braten genießt man.
Einen Fisch lobt man.
Das Gemüse liebt man.
Doch wirklich zufrieden macht nur gutes Brot."
Im Brot haben die Kräfte und Materialien der Erde ihr Zuhause gefunden.
Sonne, Regen und menschliches Zutun.
Brot ist "Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit".
Im Brot ist das Leben erkennbar.
Brot ist Leben.
Brot ist Zeichen des Umgangs der Menschen miteinander.
Im Lateinischen wird der,
der mit mir sein Brot teilt, "companio" genannt.
Er ist mein Kumpane, mein Kumpel, mein Freund,
der mich mag und der mit mir sein Brot teilt.
Wenn wir Brot miteinander brechen und essen,
so ist das nicht nur Nahrungsaufnahme,
sondern immer auch Gemeinschaft der Gläubigen untereinander und mit Gott.
Herr Jesus Christus,
der Empfang deines Leibes und Blutes
ist für uns ein Vorgeschmack der kommenden Herrlichkeit.
Sättige uns im ewigen Leben
durch den vollen Genuss deiner Gottheit.
Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit. Amen.
MB Fronleichnam
Vater im Himmel,
gesättigt mit dem Brot,
das Jesus uns gemeinschaftsstiftend geschenkt hat,
gehen wir wieder in unseren Alltag,
gehen in den ganz normalen „Wahnsinn“ der Alltäglichkeit.
Lass uns auch in der kommenden Woche
etwas von der Stärkung erfahren,
die diese Speise für uns ist
und auch bleiben will,
dass in diese Welt ausstrahlt,
worauf wir unsere Hoffnung setzten.
durch die Straße hetzend
tritt er hervor
dieser unerträgliche Hunger
Kohldampf ist es schon
nicht früh genug erkannt
Blicke schweifen umher
schnell
eine Currywurst
einen Döner
ein Stück Pizza
mal schnell auf die Hand
und weiterhetzen
hetzen und
hetzen
bis es nicht mehr geht
und ich stelle fest
da bleibt ein Hunger in mir
habe ich diese Form je
wirklich erkannt
es hungert und dürstet mich
wonach
nach einer Speise
die mich wirklich
sättigt und
füllt –
ja er-füllt
wo ist der Raum
in dem schon Polster
für mich ausgelegt sind
dass ich Platz nehmen
und mich sättigen lassen kann
und ich finde DEN
der mich einlädt
der mir das Brot bricht
der sich selbst brechen ließ
und dessen Einladung
nicht einmalig ist -
so groß sie auch ist –
sondern
der mir zuspricht
mich immer und
immer wieder
von ihm sättigen
zu lassen
auf seinen Polstern
der Liebe
der Zugewandtheit und
des Neubeginns
Platz zu nehmen
und
mitzubringen
all jene
die es hungert und
dürstet
damit
wir eine Gemeinschaft
werden
von erfüllten Menschen
von Menschen
die in die Welt gehen
und andere
stärken und
sättigen
Beatrix Senft, unveröffentlicht

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Die 1. Lesung des Festes erzählt vom Bundesschluß Gottes mit seinem Volk am Berg Sinai. Dieser Bund wird nach einem damals bei Bündnissen zwischen Königen üblichen Ritus mit einem Opfer besiegelt.
"Alles, was der Herr gesagt hat, wollen wir tun." Diese Worte begegnen uns innerhalb der ersten Lesung zwei Mal. Dadurch soll der hohe Stellenwert der "Kundgabe des Wortes" und dessen Annahme durch das Volk ausgedrückt werden.
Steine wurden im Alten Orient als Zeugen für den Abschluß eines Bundes verwendet. Die Zahl 12 symbolisiert in unserem Text die 12 Stämme Israels.
Die Tatsache, daß junge Israeliten - und nicht bereits institutionalisierte Priester - die Opfer darbringen, läßt auf ein sehr hohes Alter der Textgrundlage schließen.
Eine Hälfte des Blutes gießt Moses an den Altar. Die andere Hälfte sprengt er nach dem Verlesen des Wortes Gottes über das Volk. Entsprechend der Bedeutung der Blutsgemeinschaft (Stamm, Sippe, Familie) für Frieden und soziale Sicherheit schafft die rituelle Blutsgemeinschaft zwischen Gott (=Altar) und seinem Volk eine Lebensgemeinschaft des Heiles.