Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinden in Galatien.
Schwestern und Brüder!
Als aber die Zeit erfüllt war,
sandte Gott seinen Sohn,
geboren von einer Frau
und dem Gesetz unterstellt,
damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen,
und damit wir die Sohnschaft erlangen.
Weil ihr aber Söhne seid,
sandte Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen,
den Geist, der ruft: Abba, Vater.
Daher bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn;
bist du aber Sohn,
dann auch Erbe,
Erbe durch Gott.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Kv - Gott sei uns gnädig und segne uns – Kv
(oder GL 45,1)
Gott sei uns gnädig und segne uns.
Er lasse sein Angesicht über uns leuchten,
damit man auf Erden deinen Weg erkenne,
deine Rettung unter allen Völkern.- Kv
Die Nationen sollen sich freuen und jubeln, /
denn du richtest die Völker nach Recht
und leitest die Nationen auf Erden.
Die Völker sollen dir danken, Gott,
danken sollen dir die Völker alle.- Kv
Die Erde gab ihren Ertrag.
Gott, unser Gott, er segne uns!
Es segne uns Gott!
Fürchten sollen ihn alle Enden der Erde.- Kv
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter
und die Schwester seiner Mutter,
Maria, die Frau des Klopas,
und Maria von Magdala.
Als Jesus die Mutter sah
und bei ihr den Jünger, den er liebte,
sagte er zur Mutter:
Frau, siehe, dein Sohn!
Dann sagte er zu dem Jünger:
Siehe, deine Mutter!
Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Maria - Kraftquelle für unser soziales Engagement
Benötigte Materialien/Vorbereitung:
Wir begrüßen euch/Sie ganz herzlich zu unserer Maiandacht an diesem besonderen, schö-
nen Ort, besonders Maria wird uns heute bei dieser Andacht begleiten.
Lasst uns diese Feier beginnen:
Im Namen Gottes, der uns Vater und Mutter ist,
des Sohnes, der uns Freund und Bruder ist
und der Heiligen Geistkraft. - Amen.
Unser Leben wurde im letzten Jahr ziemlich auf den Kopf gestellt. Wir wurden aus der Balance geworfen, jahrelang selbstverständliche Abläufe wie das Planen und Besuchen von Veranstaltungen, ganz normal zur Arbeit gehen, die Kinderbetreuung in Kindergarten und Schule, Menschen treffen und vieles mehr waren plötzlich nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt möglich. Wir waren und sind vermehrt konfrontiert mit Themen wie Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit oder mit fast unzumutbarer Mehrarbeit, mit Kinderbetreuung, Homeoffice, Homeschooling, Kochen, Haushalt, sich sorgen um Angehörige. Abstand halten, auf gemeinsame Unternehmungen und Treffen verzichten, viel weniger persönliche Kontakte sind Begleiterscheinungen dieser außergewöhnlichen Zeit. Immer stärker wird unser Sehnen nach Normalität, nach Ganz sein mit Kontakten, nach Freiheit und vielem mehr.
Da wohnt ein Sehnen tief in uns
Auch wenn wir am Anfang dachten, das Coronavirus würde alle Menschen gleich treffen, so wissen wir jetzt, dass sich in Krisen Ungleichheiten in der Gesellschaft verstärken: zum Beispiel sind jetzt viele Frauen wieder verstärkt auf traditionelle Rollenbilder zurückgeworfen. Bereits vor der Pandemie leisteten Frauen den überwiegenden Anteil an Sorge- oder Care-Arbeit. Das bedeutet: Dinge für andere Menschen zu tun, wie Kinder, Kranke oder andere Menschen zu betreuen, zu kochen, für andere zu sorgen.
Diese Mehrfachbelastung wurde im vergangenen Jahr ganz stark von Frauen gestemmt. Dinge, die selbstverständlich für viele Frauen sind, weil ihnen die Dinge “nicht egal” sind. Der englische Ausdruck “I care” bedeutet neben “Ich sorge” auch “Es ist mir nicht egal”. Doch bekommen diejenigen, die so viel - bezahlt, oft unterbezahlt, oder auch unbezahlt - auch die Wertschätzung und Anerkennung, die sie sich wünschen und die sie verdienen?
Wenn wir mit dem Blick der Gerechtigkeit auf manche Vorgänge in unsere Gesellschaft sehen, dann gibt uns das oftmals Anlass zur Klage. Wir wollen uns nun ganz bewusst Zeit nehmen, um uns darüber Gedanken zu machen und uns auszutauschen.
Ihr bekommt von uns nun Karten.
(Siehe Kopiervorlage; Jeder Person 2 Karten austeilen oder ziehen lassen).
Bitte dreht die Karte auf die Seite, auf der ihr die Frau mit Megaphon seht.
Überlege zuerst für dich selbst mögliche Antworten, dann dreht euch zu zweit zueinander und tauscht euch darüber aus. Ihr habt dafür 5 Minuten Zeit.
Wer mag, kann für die Klagen einen Naturstein in der Mitte auf das vorbereitete blaue Tuch
ablegen (Steine aus der Natur stehen daneben bereit).
Diese Steine stehen stellvertretend für das Schwere, die Klagen und die Hindernisse, die den
Fluss des gerechten Lebens behindern.
Maria, du „Trösterin der Betrübten“.
Fragend, klagend und belastet stehen wir vor dir.
Vieles können und wollen wir nicht hinnehmen.
Wir spüren die Schwere, die auf uns lastet.
Maria, du „Vorbild in schweren Zeiten“.
Schenke uns deine Zuversicht und Hoffnung.
Mutig und voll Vertrauen hast du deine Aufgabe angenommen.
Wir spüren die Unterstützung, die du uns schenken kannst.
Maria, du „Hilfe aller Christinnen und Christen”.
Gemeinsam fühlen wir uns bereit.
Lass uns aufeinander zugehen und uns mit Achtung und Wertschätzung begegnen.
Wir spüren die Kraft, die aus unserer Gemeinschaft kommt.
Amen.
© Iris Jilka
Wir haben uns im Gebet an Maria gewendet. Hören wir nun den Lobgesang Marias, das Ma-
gnifikat, aus dem Lukasevangelium. Dazu stehen wir auf.
Maria aber sprach: »Mein Herz preist den Herrn,
alles in mir jubelt vor Freude über Gott, meinen Retter!
Ich bin nur seine geringste Dienerin,
und doch hat er sich mir zugewandt.
Jetzt werden die Menschen mich glücklich preisen
in allen kommenden Generationen;
denn Gott hat Großes an mir getan,
er, der mächtig und heilig ist.
Sein Erbarmen hört niemals auf;
er schenkt es allen, die ihn ehren,
von einer Generation zur andern.
Jetzt hebt er seinen gewaltigen Arm
und fegt die Stolzen weg samt ihren Plänen.
Jetzt stürzt er die Mächtigen vom Thron
und richtet die Unterdrückten auf.
Den Hungernden gibt er reichlich zu essen
und schickt die Reichen mit leeren Händen fort.
Er hat an seinen Diener Israel gedacht
und sich über sein Volk erbarmt.
Wie er es unsern Vorfahren versprochen hatte,
Abraham und seinen Nachkommen für alle Zeiten.«
(Quelle: Gute Nachricht-Bibel: Lk 1,46 - 55)
Maria singt das Magnifikat beim Besuch ihrer Kusine Elisabeth, kurz nachdem sie von ihrer Schwangerschaft erfuhr. Für Maria ist es vermutlich zuerst ein Schock, als ihr der Erzengel Gabriel die überraschende Schwangerschaft mit Jesus verkündet. Möglicherweise ist ihr auch einen kurzen Moment nach Klagen zumute. Doch sie bleibt im Vertrauen: im Vertrauen darauf, dass Gott sich ihr zuwendet, sie aufrichtet, bei ihr ist. Und noch mehr: sie bleibt im Vertrauen darauf, dass Gott sich wie ein guter Vater oder eine gute Mutter den Schwachen und Unterdrückten zuwendet.
Auch in uns ist eine unerschöpfliche Quelle der Kraft, der Inspiration, des Vertrauens und der Zuversicht, die uns immer wieder hoffen lässt. Dieser Quelle möchten wir jetzt ganz bewusst Platz geben, sie vielleicht wieder ein wenig freischaufeln, falls sie von Klagen überdeckt ist.
Bitte dreht die Karte, die ihr vorhin bekommen habt, auf die Seite, auf der ihr die Frau mit ausgebreiteten Armen seht. Überlege zuerst für dich alleine mögliche Antworten, dann dreht euch zu zweit zueinander und tauscht euch darüber aus. - Ihr habt dafür 5 Minuten Zeit.
Wir laden euch ein, euch einen blauen Muggelstein vom Tuch zu holen. Diesen könnt ihr gerne mit nach Hause nehmen als Symbol für die unerschöpfliche Quelle der Kraft, für das Hoffnungsvolle, das Vertrauen.
Alle meine Quellen entspringen in dir…
Das Magnifikat preist Gott als solidarischen und gerechten Gott, dessen Eingreifen den Niedrigen und Hungernden gilt. Die Weltordnung wird auf den Kopf gestellt und Partei für diejenigen, denen Unrecht geschieht, ergriffen. Wir wollen mit Maria unsere Anliegen und Bitten vor Gott bringen:
Dazwischen-Ruf: Sende deinen Geist aus und alles wird neu (GL 839)
Für alle Menschen weltweit, die in ihrem Zusammenleben an Grenzen gestoßen sind und unglaubliche Herausforderungen zu bewältigen haben.
Lass uns gemeinsam versuchen, ein solidarisches, soziales Netz zu spannen, welches sie und uns auffängt und trägt.
Für alle Menschen, deren berufliche Zukunft gefährdet ist, die arbeitslos geworden sind sowie für alle, deren Lebensplan zerstört wurde.
Lass uns mit ihnen erreichbare Perspektiven entwickeln und dabei Beistand und Hilfe erfahren.
Für alle Menschen, die durch ihren wichtigen Dienst den Alltag „am Laufen“ halten.
Lass sie - auch durch uns - die nötige Kraft und Energie schöpfen, und lass sie von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sichtbare, gerechte, auch finanzielle Wertschätzung erfahren.
Für alle Menschen, die in diesen Wochen einsam geworden sind.
Lass sie Menschen unter uns finden, die sie begleiten und mit ihnen Wege aus der Einsamkeit suchen und gehen.
Für alle Menschen, die im Wohlstand leben, dass sie bereit sind, solidarisch zu handeln und so zum Aufbau globaler und sozialer Gerechtigkeit beizutragen.
Lass sie erkennen, dass niemand ein Recht auf Überfluss hat, solange es Armut gibt.
Für alle Menschen, die heute nicht mehr unter uns sein können.
Lass uns in Erinnerung an sie versöhnt und voller Liebe und Frieden mit ihnen sein.
Halten wir nun eine kurze Stille und bringen so unsere ganz persönlichen Anliegen vor Gott.
Maria, Fürsprecherin bei Gott, nimm unsere Bitten an, die wir ausgesprochen und unausgesprochen vor dich gebracht haben. Sei du uns Zeichen der Hoffnung und Quelle der Zuversicht. Erhöre unsere Bitten. - Amen.
Maria wird im Magnifikat als selbstbewusste und entschlossene Frau gezeigt, kraftvoll und mutig preist sie Gott. Sie schöpft Kraft aus der Quelle, die sie nährt. In der Bibel in gerechter Sprache wird im Magnifikat Gott als die Lebendige übersetzt, d.h. Marias Seele preist Gott, die Lebendige. Eine ganz persönliche Strophe zum Magnifikat könnte folgendermaßen lauten:
Meine Seele lobt Gott, die Lebendige!
Gott, die Lebendige
mit ihrer Lebenslust
mit ihrem Feuer
mit ihrer Lebensfreude
mit ihrer Liebe
mit ihrer Kraft
mit ihrer Größe
Gott, die Lebendige,
sei du in meinem Herzen
und lass mich spüren
meine Lebenslust
mein Feuer
meine Lebensfreude
meine Liebe
meine Kraft
meine Größe
Gott, die Lebendige, sei du in mir!
© Maria Moucka-Löffler
Wir stellen uns nebeneinander und legen der Person daneben die Hand auf die Schulter.
(Corona Maßnahmen berücksichtigen!)
Gestärkt stehen wir nun an Marias Seite und bitten um Gottes Segen:
Segen für dich
Sei gesegnet mit der Kraft von oben,
die dich benetzt und durchdringt,
dich behütet und beschützt.
Sei gesegnet mit der Kraft von unten,
die dich überflutet und erfüllt,
dich trägt und erdet.
Sei gesegnet mit der Kraft von vorne,
die dich umstreift und berührt,
dich aufrichtet und atmen lässt.
Sei gesegnet mit der Kraft von hinten,
die dich umspielt und bewegt,
dich stützt und hält.
Sei gesegnet mit der Kraft, die dir guttut
und dich leben lässt.
© Iris Jilka
(Eine Version dieses Gebetsvorschlages mit Noten kann als PDF heruntergeladen werden)
[vorbereiten: edlen Mantel, bunten Regenschirm; den Mantel für alle gut sichtbar aufhängen]
Wir sind hier zusammen und feiern
+ im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Maria, breit den Mantel aus,
mach Schirm und Schild für uns daraus;
lass uns darunter sicher stehn,
bis alle Stürm vorübergehn.
Patronin voller Güte,
uns allezeit behüte.
„Wir müssen uns schützen!“ – Dieser Satz ist in aller Munde. Wir schützen uns selbst und die Risikogruppen vor Ansteckung und das Gesundheitssystem vor der Überlastung.
Die Themen Umweltschutz, Klimaschutz und Artenschutz scheinen hingegen in Vergessenheit geraten zu sein. Die Kirche hält indes den Schutz der Werte hoch und hat durch Missbrauchsskandale den Schutz der Kinder zum Thema gemacht. Politische Parteien sprechen vom Heimatschutz oder vom Schutz der österreichischen Interessen.
Schutz und Sicherheit sind Grundbedürfnisse des Menschen. Zu unserem Schutz gibt es Feuerwehr, Rettung, Polizei und Bundesheer, wir kennen die Schutzimpfung und den Sonnenschutz, ob als Creme oder als Schirm.
[Schirm aufspannen]
Neben dem Sonnenschirm gibt es noch den Regenschirm und den Fallschirm. Der Rettungsschirm, der in der Finanzkrise über Griechenland aufgespannt wurde, ist fast schon vergessen. Uns schützt auch unsere Kleidung: Schutzmasken, Schutzhelme, Schutzbrillen, Schutzhandschuhe, Schutzanzüge und Schutzmäntel.
Dein Mantel ist sehr weit und breit,
er deckt die ganze Christenheit,
er deckt die weite, weite Welt,
ist aller Zuflucht und Gezelt.
Patronin voller Güte,
uns allezeit behüte.
Schutzmantelmadonnen gibt es in der bildenden Kunst seit dem 13. Jahrhundert. Das Motiv basiert auf dem mittelalterlichen Rechtsbrauch, dass eine vom Gesetz verfolgte Person sozusagen Asyl bekommen konnte, indem sie unter den Mantel oder den Schleier einer hochgestellten Persönlichkeit schlüpfte.
Weiters konnten vorehelich geborene Kinder dadurch legitimiert werden, indem die verehelichte Mutter das Kind unter den Mantel genommen hat.
Lied: GL 534/4.
O Mutter der Barmherzigkeit,
den Mantel über uns ausbreit;
uns all darunter wohl bewahr
zu jeder Zeit in aller G‘fahr.
Patronin voller Güte,
uns allezeit behüte.
Beten wir gemeinsam eines der ältesten Mariengebete (GL 5,7):
Unter deinen Schutz und Schirm
fliehen wir, o heilige Gottesmutter,
verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren.
O du glorreiche und gebenedeite Jungfrau,
unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin,
versöhne uns mit deinem Sohn,
empfiehl uns deinem Sohn,
stelle uns deinem Sohn vor.
Maria, dich lieben ist allzeit mein Sinn,
dir wurde die Fülle der Gnaden verliehn:
du Jungfrau, auf dich hat der Geist sich gesenkt;
du Mutter hast uns den Erlöser geschenkt.
Du Frau aus dem Volke, von Gott ausersehn,
dem Heiland auf Erden zur Seite zu stehn,
kennst Arbeit und Sorge ums tägliche Brot,
die Mühsal des Lebens in Armut und Not.
Heilige Maria, du lässt uns nicht im Regen stehen.
Du erklärst dich solidarisch,
öffnest deinen Mantel weit
und gibst allen Schutz und Sicherheit,
die sich bei dir unterstellen.
Dadurch bist du uns ein Vorbild.
Mit dir beten wir und antworten jeweils „hilfst du mit!“
Wo Menschen Schutz suchen…
Wo Menschen Sicherheit brauchen…
Wo Menschen sich durch ein Virus bedroht fühlen…
Wo Menschen auf Zuwendung hoffen…
Wo Menschen sich nach Nähe sehnen…
Wenn wir Menschen vor Ausgrenzung bewahren…
Wenn wir Kindern Geborgenheit schenken…
Wenn wir Jugendlichen Perspektiven aufzeigen…
Wenn wir Traurige und Einsame trösten…
Wenn wir Suchenden und Verzweifelten beistehen…
Wenn wir Alte und Kranke pflegen…
Wenn wir Arme und Leidende unterstützen…
Wenn wir Menschen nicht in Elendsquartieren verrecken lassen…
In unserem Streben nach Gerechtigkeit…
In unserem Ringen nach Solidarität…
In unserem Engagement für den Umweltschutz…
In unserer Sorge um die Schöpfung…
In unserer Suche nach Normalität…
Glorwürdge Königin, himmlische Frau,
milde Fürsprecherin, reinste Jungfrau.
Wende, o Mutter und Königin du,
deine barmherzigen Augen uns zu.
Mutter der Gütigkeit, Mutter des Herrn,
über die Himmel weit leuchtender Stern.
Wende, o Mutter und Trösterin du,
deine barmherzigen Augen uns zu.
Mutter in Todesnot, Mutter des Lichts,
wenn uns Verderben droht, fürchten wir nichts.
Wende, o Mutter und Schützerin du,
deine barmherzigen Augen uns zu.
Wer im Schutz des Höchsten wohnt,
der ruht im Schatten des Allmächtigen.
Ich sage zum HERRN:
Du meine Zuflucht und meine Burg,
mein Gott, auf den ich vertraue.
Denn er rettet dich aus der Schlinge des Jägers
und aus der Pest des Verderbens.
Er beschirmt dich mit seinen Flügeln,
unter seinen Schwingen findest du Zuflucht,
Schild und Schutz ist seine Treue.
Du brauchst dich vor dem Schrecken der Nacht nicht zu fürchten,
noch vor dem Pfeil, der am Tag dahinfliegt,
nicht vor der Pest, die im Finstern schleicht,
vor der Seuche, die wütet am Mittag.
Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten
auf all deinen Wegen.
Sie tragen dich auf Händen,
damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt;
du schreitest über Löwen und Nattern,
trittst auf junge Löwen und Drachen.
[Stille]
[Allen Mitfeiernden – nacheinander oder auch in Gruppen – den Mantel umlegen und dazu beten:]
Gott umhülle dich.
Gott schütze dich.
Gott segne dich.
Ich wünsche uns Vorsicht und Behutsamkeit auf dem Weg zurück in einen uns vertrauten Alltag!
Auf die Fürsprache der heiligen Maria, der Schutzmantelmadonna,
mögen wir alle von Gott + umhüllt, beschützt und gesegnet sein. - Amen.
Meine Hoffnung und meine Freude,
meine Stärke, mein Licht.
Christus, meine Zuversicht,
auf dich vertrau‘ ich und fürcht‘ mich nicht,
auf dich vertrau‘ ich und fürcht‘ mich nicht.
Zusammengestellt von Christoph Enzinger
[Diesen Gebetsvorschlag können Sie auch als PDF herunterladen.]
Der Monat Mai ist der Monat, in dem die Bäume wieder grün werden und alles beginnt zu blühen. Wer durch die Natur geht, sieht, dass überall neues Leben entsteht. Daher ist der Monat Mai ganz besonders der Gottesmutter Maria geweiht, sie hat Jesus geboren. In den Kirchen werden die Marienbilder besonders geschmückt, vor dem Mai-Marian-Altar weden Maiandachten gehalten.
Seit über 150 Jahren wird im Orden der Redemptoristen die Ikone »Maria, Mutter der immerwährenden Hilfe« besonders verehrt.
Wir laden Sie ein, auf Entdeckungsreise zu gehen:
Die Ikone stammt von der griechischen Insel Kreta; dort wurde das Bild sehr verehrt. Ein Kaufmann soll es gegen Ende des 15. Jahrhunderts dort gestohlen haben, um es in Rom zu verkaufen. Auf dem Seeweg nach Rom wurde der Kaufmann sehr krank. Als sich die Krankheit verschlimmerte und der Tod des Kaufmanns abzusehen war, ließ er sich von seinem Freund das Versprechen geben, dafür Sorge zu tragen, dass das Gnadenbild in einer Kirche Roms öffentlich zur Verehrung aufgestellt würde.
Die Ikone wurde gerettet und kam in eine kleine Kapelle in der Kirche Santa Maria in Posterula, geriet dort aber in Vergessenheit, ja irgendwie ist es sogar lange Zeit verschwunden. Bis 1863 ein Jesuitenpater über römische Gnadenbilder predigte und auch von diesem Bild erzählte. Ein Redemptorist hörte zu, der sich in der Kirche Maria in Posterula auskannte und sich daher an das Bild erinnerte.
Der Ordensgeneral der Redemptoristen, erbat sich bei Papst Pius IX eine Audienz und bei dieser Audienz am 11. Dezember 1865 wurde den Redemptoristen durch eine Handschrift des Papstes das Gnadenbild der Mutter von der Immerwährenden Hilfe übertragen.
Seitdem wird die Ikone verbreitet und ist in allen Kontinenten zu finden, in großen Kirchen aber auch bei Familien zuhause.
Wir laden Euch ein, die Ikone der immerwährenden Hilfe näher kennenzulernen, gemeinsam zu beten, zu singen.
Wir beginnen mit dem Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Lied:
Laudato si , o mi signore,
laudato si, o mi signore,
laudato si, o mi signore,
laudato si, o mi signore.
1. Sei gepriesen, du hast die Welt geschaffen,
sei gepriesen für Sonne, Mond und Sterne,
sei gepriesen für Meer und Kontinente,
sie gepriesen, denn du bist wunderbard, Herr!
2. Sei gepriesen für Wolken, Wind und Regen!
Sei gepriesen, du lässt die Felder reifen!
Sei gespriesen, denn du bist wunderbar, Herr!
3. Sei gepriesen, du selbst bist Mensch geworden!
Sei gepriesen für Jesus , unsern Bruder!
Sei gepriesen, wir tragen seinen Namen!
Sei gepriesen, denn du bist wunderbar, Herr!
Hörversion auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=ANG7EQJITj8
Schauen Sie sich jetzt die Ikone in Ruhe an.
Maria schaut auf uns:
Marias Blick ist auf den Betrachter gerichtet.
Sie schaut uns an. Sie schaut ernst, fast traurig.
Sie kennt das Leid, dass ihr Sohn Jesus erleiden musste.
Ihr Blick zeigt Verständnis, Mitgefühl für alle Menschen,
die mit Sorgen und Nöten zu ihr kommen.
Maria, du hast Ja gesagt zu Gottes Auftrag.
Du hast Jesus deine Liebe geschenkt
und ihn begleitet bis zu seinem Tod am Kreuz.
Wir danken dir.
Sei auch uns Vorbild im Glauben und in der Liebe
besonders zu den Menschen in Not und Leid.
Wir wollen nicht wegschauen,
sondern zuhören und helfen.
Kehrvers:
Groß sein lässt meine Seele den Herrn, denn er ist mein Retter.
Groß sein lässt meine Seele den Herrn, denn er ist mein Heil.
Hörversion auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=Se_LyiacWNE
&nbs
Maria hält Jesus ihre Hand hin.
Maria hält das Jesuskind beschützend auf ihren Armen.
Sie reicht die rechte Hand, so dass es seine kleinen Hände in ihre legen kann.
Er fühlt sich bei ihr geborgen.
Marias Hand ist geöffnet, neben der Hand Jesu ist noch Platz.
Maria hält ihre Hand offen für jede Hand, die Geborgenheit sucht.
Sie bringt uns in Verbindung mit Jesus. Sie weiß, dass er helfen kann.
Maria, du warst mit deiner ganzen Liebe für Jesus da.
Deine Liebe ist offen auch für uns,
du lädst uns ein, mit unseren Anliegen zu kommen
und sie Jesu Hilfe anzuvertrauen.
Du bist die Mutter der immerwährenden Hilfe.
Empfiehl auch die Sorgen aller Mütter und Väter,
die sich um die Erziehung ihrer Kinder kümmern deinem Sohn. - Amen.
Du bist da, wo Menschen leben
Hörversion auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=XlW9Y5zBo7g
Die fast verlorene Sandale:
Jesus sitzt sicher auf dem Arm seiner Mutter,
aber die fast verlorene Sandale zeigt,
dass er es eilig hatte, zu ihr zu kommen.
Ob der Anblick der Engel ihn zu der Eile veranlasst hatte?
Sie tragen schon die Leidenwerkzeuge in ihren Händen
und weisen auf Jesu Tod hin.
Vielleicht ist es aber ein Zeichen für Jesus,
er lebte selber ganz einfach
und war besonders für die armen Menschen da.
Maria, du hast in deinem Leben Jesus Geborgenheit geschenkt
aber ihm das Leid nicht ersparen können.
Wir leben oft glücklich und behütet,
aber plötzlich kommt großes Leid auf einzelne Menschen
oder so wie jetzt bei der Pandemie zu ganz vielen Menschen.
Du zeigst uns, dass beides zum Leben gehört
und dass wir alle Tage auf die Kraft Gottes bauen können. - Amen.
Hörversion auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=5CeUHtZhGGc
Guter und barmherziger Gott,
schenke uns deinen Segen,
begleite uns und unsere Familien.
So segne uns der liebende Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. - Amen.
&nbs
Die Ikone Mutter der immerwährenden Hilfe findet sich in sehr, sehr vielen Kirchen.
Sicherlich auch in deiner Umgebung…
Zusammengetellt von Pater Jürgen Langer CSsR, Bonn
Marienbild, die Knotenlöserin: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0b/Mary-Untier-of-Knots-1.jpg oder ein anderes Marienbild.
Blumen, Tuch, Kerze in die Mitte, langes, dicke Schnur oder Seil mit 7 Knoten.
Maria breit den Mantel aus (GL 534)
1) Maria, breit den Mantel aus,
mach Schirm und Schild für uns daraus;
lass uns darunter sicher stehn,
bis alle Stürm vorüber gehn.
Patronin voller Güte, uns allezeit behüte.
2) Dein Mantel ist sehr weit und breit,
er deckt die ganze Christenheit,
er deckt die weite, breite Welt,
ist aller Zuflucht und Gezelt.
Patronin voller Güte, uns allezeit behüte!
3) Maria, hilf der Christenheit,
zeig deine Hilf uns allezeit;
mit deiner Gnade bei uns bleib,
bewahre uns an Seel und Leib!
Patronin voller Güte, uns allezeit behüte!
4) O Mutter der Barmherzigkeit,
den Mantel über uns ausbreit;
uns all darunter wohl bewahr,
zu jeder Zeit in aller Gefahr.
Patronin voller Güte, uns allezeit behüte.
Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Hl. Geistes. Amen.
Gott, wir kommen vor dich
mit dem, was uns belastet
und in uns und um uns herum verknotet ist.
Gib Zeit und Kraft, die Knoten anzusehen, anzunehmen, auszuhalten...
Schenke uns einen langen Atem,
die Fäden zu suchen, die verhelfen, Knoten in rechter Weise zu lösen.
Gott, schenke uns Hoffnung,
dass aus gelösten Bändern Neues entstehen kann.
Gott, schenke uns deinen Geist,
den Tröster, den Barmherzigen, den Freimachenden und Erlösenden. - Amen.
Mit vielen Namen haben gläubige Menschen in der Geschichte der ChristInnen Maria, die Mutter unseres Herrn angerufen und sich viele Bilder von ihr gemacht. Der Monat Mai ist der Marienmonat. Wir möchten sie heute einladen, eine der Mariendarstellungen zu meditieren: Maria, die Knotenlöserin. Dieses Bild befindet sich in der Kirche St. Peter am Perlach in Augsburg. Eine Darstellung, die gerade auch in unsere gegenwärtige Zeit passt.
Das Bild zeigt Maria in voller Größe auf der Mondsichel stehend. Sie hält ein weißes Band mit lauter Knoten in ihren Händen. Mit ihren zarten Fingern löst sie gerade einen dieser Knoten. Gleichzeitig tritt sie einer Schlange auf den Kopf.
Jorge M. Bergolio, unser derzeitiger Papst, nahm 1986 bei einem Besuch in Augustburg Postkarten von Maria der Knotenlöserin mit nach Argentinien. Seither wird Maria die Knotenlöserin auch in Lateinamerika und auf der ganzen Welt verehrt.
Maria, gilt als die Mittlerin der Gnade Gottes. Was sie einst mit erworben hat an Gütern für die Menschen, teilt sie jetzt aus: Heil den Kranken, Zuflucht den Bedrückten, Helferin derer, die nach ihr suchen, Mutter des guten Rates, Löserin vieler „Knoten“ unseres täglichen Lebens...
Eine Engel reicht ihr ein Band mit großen und kleinen, mit einzelnen und gehäuften Knoten. In Geduld löst sie Knoten für Knoten auf. Die Menschen, die zur Kirche am Perlach kommen und vor ihr Bild treten, tun es ihnen nach: Sie bringen vieles, was ihr Leben "verknotet": Sorgen im persönlichen Leben, im Familienleben, im Beruf, im Zusammenleben mit Nachbarn, in der Krankheit. Sie bringen, was das Zusammenleben der Völker "verknotet". Maria löst die Knoten und lässt ein freies Band zur anderen Seite gleiten. Ein anderer Engel nimmt es auf und zeigt es mit vielsagendem Blick den Beschauern des Bildes: "Seht her, wie sie es macht".
Maria, die Knotenlöserin, nimmt sich Zeit. Sie löst in Geduld Knoten für Knoten. Sie zerschlägt die Knoten nicht. Wenn Knoten gelöst worden sind, stehen die Fäden wieder für etwas Neues zur Verfügung. Sie können gebunden, verflochten, verwebt, vernetzt werden.
Vielleicht versuchen Sie dies heute einmal ganz praktisch. Lösen sie den einen oder anderen Knoten in der vorbereiteten Schnur und fühlen nach, wie sie sich anspüren. Maria die Knotenlöserin können wir in die Zeit der Pandemie mit hinein nehmen, wo sich – so hoffen wir – dank aller Bemühungen, die Einschränkungen lösen, die Statistiken sich verbessern, immer weniger erkranken und viele genesen.
Mehr zum Bild der Knotenlöserin: https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/zwischen-spessart-und-karwendel/maria-knotenloeserin-augsburg-106.html
Maria war in ihrem Leben mit schwierigen Situationen konfrontiert und hatte einige „Knoten“ zu lösen. Die 7 Schmerzen Mariens, die in der Volksfrömmigkeit bekannt sind, reden davon. Auch wenn nicht alle dieser 7 Schmerzen biblisch eindeutig zuzuordnen sind, dürfen wir diese Situationen aus dem Leben Marias mit Texten aus der Bibel in Verbindung bringen und auf diesem Hintergrund auf ähnliche Schmerzen in unserem Leben schauen.
Als die Sterndeuter wieder gegangen waren, erschien dem Josef im Traum ein Engel des Herrn und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten. Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. (Mt 2,13-14)
Ruf: Herr, erbarme dich unser
Dann suchten sie ihn bei den Verwandten und Bekannten. Als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten ihn dort. Nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel; (Lk 2,44ff)
Ruf: Christus, erbarme dich unser.
Es folgte eine große Menschenmenge, darunter auch Frauen, die um ihn klagten und weinten. Jesus wandte sich zu ihnen um und sagte: Ihr Frauen von Jerusalem, weint nicht über mich; weint über euch und eure Kinder. (Lk 23,27-28)
Ruf: Herr, erbarme dich unser.
Bei dem Kreuz standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! (Joh 19,25-26).
Ruf: Christus, erbarme dich unser.
Maria, Schwester im Glauben, Knotenlöserin du!
Du kennst sie, die leidvollen Situationen,
wenn Ablehnung und Enttäuschung lähmen,
wenn gesteckte Ziele in die Ferne rücken,
wenn Zuhören unmöglich wird,
wenn Unverständnis verletzt,
wenn Zweifel übermächtig werden,
wenn Schuld belastet, Versagen lähmt,
wenn sich alles verkrampft, sich zuschnürt,
wenn nichts mehr gelingt,
wenn keine Lebensenergie mehr strömt.
Maria du Knotenlöserin, mache mir Mut,
wecke Hoffnung und zeige mir Wege,
heilende, erlösende, gute Wege,
Verworrenes zu entwirren,
Verschlungenes zu glätten,
Verknotetes zu lösen,
Verletzungen zu heilen,
mit viel Geduld und Ausdauer,
mit Mut und Offenheit,
mit Fingerspitzengefühl,
mit Wohlwollen und Tatkraft,
mit Treue und Kreativität und
mit großem Vertrauen, dass alles gut wird.
Maria, eine von uns, steh zu uns!
Nach Sr. Benedikta Hintersberger, OP
Herr Jesus Christus,
wir erflehen Deine Hilfe und bitten Dich auf die Fürsprache Deiner Mutter:
Wir nehmen alle unsere Bitten und Anliegen, die ausgesprochenen und die, die wir im Herzen tragen mit hinein in das Gebet, das Jesus selber uns gelehrt hat:
Wir haben Maria als Knotenlöserin kennenlernen dürfen.
Durch ihr unerschütterliches Vertrauen und ihren standhaften Glauben hilft sie uns, die Verknotungen unseres Lebens zu erkennen, durchzuhalten und dem hinzuhalten, der allein sie letztlich entknoten kann; Gott.
So segne uns und alle auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria
Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. - Amen.
Segne du Maria GL 535
1) Segne Du Maria, segne mich Dein Kind.
Dass ich hier den Frieden, dort den Himmel find!
Segne all mein Denken, segne all mein Tun,
|: Lass in Deinem Segen Tag und Nacht mich ruhn! :|
2) Segne Du Maria, alle die mir lieb,
Deinen Muttersegen ihnen täglich gib!
Deine Mutterhände breit auf alle aus,
|: Segne alle Herzen, segne jedes Haus! :|
3) Segne Du Maria, jeden der da ringt,
Der in Angst und Schmerzen, Dir ein Ave bringt.
Reich ihm Deine Hände, dass er nicht erliegt,
|: Dass er mutig streite, dass er endlich siegt! :|'
4) Segne Du Maria, unsre letzte Stund!
Süße Trostesworte flüstre dann Dein Mund.
Deine Hand, die linde, drück das Aug uns zu,
|: Bleib im Tod und Leben unser Segen Du! :|
Gott, wir kommen vor dich mit dem, was uns belastet und in uns und um uns herum verknotet ist. Gib Zeit und Kraft, die Knoten anzusehen, anzunehmen.
Schenke uns einen langen Atem, die Fäden zu suchen, die verhelfen, Knoten in rechter Weise zu lösen.
Gott, schenke uns Hoffnung, dass aus gelösten Bändern Neues entstehen kann.
Wir wollen Bänder zusammenfügen, Fäden neu verweben und verspinnen;
solche suchen, die halten und ein Netz unter uns aufspannen helfen.
Gott, schenke uns deinen Geist, den Tröster, die Barmherzige, den Freimachenden und Erlösenden. - Amen.
Maria, schau her, meine Knoten,
sie zu lösen, darum bitt' ich dich,
o allerseligste Jungfrau,
löse die Knoten für mich.
O Maria, in Demut ich bitte
zu lösen, was mich deprimiert,
es sind der Knoten zu viele,
bin kraftlos und sehr verwirrt.
Maria, mein Trost, meine Hilfe,
löse die Knoten für mich,
die Knoten im Band meines Lebens,
darum bitt' ich dich inniglich.
Die Sorgen bedrücken mein Leben,
schick' einen Engel zu mir,
ich öffne mein Herz, meine Seele
vor deinem Sohn und vor dir.
Maria, dir schenk' ich Vertrauen,
löse die Knoten für mich,
du heiligste aller Frauen,
löse die Knoten für mich.
Aus tiefster Seele ich bete,
löse die Knoten für mich,
gib' mir einen Teil deiner Stärke
und lasse mich heut' nicht im Stich.
Maria, löse die Knoten,
hilf' mir, hier, nimm' meine Hand!
Entwirre auch mir mein Knäuel,
wie du es machst mit dem Band.
Mit deiner Liebe, ja, leb' ich,
nachdem ich dich heute geseh'n,
erhalte viel Trost und Hoffnung,
um leichter durch's Leben zu geh'n.
Maria, löse die Knoten
von meiner Familie und mir,
in dir hab' ich Zuflucht gefunden,
und dafür danke ich dir.
Für die ganze Welt bitte ich heute
um Frieden, Gesundheit und Brot,
und dass in unseren Familien
gestärkt sei der Glaube an Gott.
Glorwürd'ge Königin (GL Ö963)
1) Glorwürdge Königin, Himmlische Frau,
milde Fürsprecherin, reinste Jungfrau.
Wende, o heilige Mittlerin Du,
deine barmherzigen Augen uns zu.
2) Mutter der Gütigkeit, Mutter des Herrn,
über die Himmel weit leuchtender Stern.
Wende, o weiseste Führerin du,
deine barmherzigen Augen uns zu.
3) Pforte der Seligkeit, strahlender Schild,
Schutzwehr der Christenheit, furchtbar und mild.
Wende, o mächtige Schützerin du,
deine barmherzigen Augen uns zu.
4) Mutter in Todesnot, Mutter des Lichts,
wenn uns die Hölle droht, fürchten wir nichts,
wendest du, führend zur seligen Ruh,
deine barmherzigen Augen uns zu.
Text: Alfons von Liguori, J. Em. Veith.
Zusammengestellt von Roswitha Kettl und P. Josef Kampleitner
1. Das ist der Tag, den Gott gemacht,
der Freud in alle Welt gebracht.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.
2. Verklärt ist alles Leid der Welt,
des Todes Dunkel ist erhellt.
Der Herr erstand in Gottes Macht,
hat neues Leben uns gebracht.
3. Wir sind getauft auf Christi Tod
und auferweckt mit ihm zu Gott.
Uns ist geschenkt sein Heilger Geist,
ein Leben, das kein Tod entreißt.
4. Wir schauen auf zu Jesus Christ,
zu ihm, der unsre Hoffnung ist.
Wir sind die Glieder, er das Haupt,
erlöst ist, wer an Christus glaubt.
5. Nun singt dem Herrn das neue Lied,
in aller Welt ist Freud und Fried.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.
(Text: nach Heinrich Bone 1847/EGB 1975, 3. und 4. Str.: Friedrich Dörr 1972; Melodie: nach Johann Leisentritt 1567)
1. Jesus Christus, guter Hirte,
Hoherpriester, Osterlamm,
für das Lamm, das sich verirrte,
starbst du an dem Kreuzesstamm.
2. Baum des Lebens, Strom des Heiles,
edler Weinstock, Himmelsbrot,
du nur kennst und führst die Deinen
in das Leben aus dem Tod.
3. Wort des Vaters, offne Türe,
Licht der Stadt Jerusalem,
lass uns deine Stimme hören,
lass uns deine Wege gehen.
(Text: Adelgart Gartenmeier 1997, Melodie: Kamilla Usmanova 2008)
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
hast mich geheilt und mit Freude umgürtet.
Dir singt mein Herz und will nicht verstummen.
Dir will ich singen in Ewigkeit.
(Text: nach Psalm 30,12 – 13; Melodie: Johannes Falk *1963)
1. Bleibe bei uns, du Wandrer durch die Zeit!
Schon sinkt die Welt in Nacht und Dunkelheit.
Geh nicht vorüber, kehre bei uns ein.
Sei unser Gast und teile Brot und Wein.
2. Weit war der Weg. Wir flohen fort vom Kreuz.
Doch du, Verlorner, führtest uns bereits.
Brennt nicht uns ein Feuer, wenn du sprichst?
Zeige dich, wenn du nun das Brot uns brichst.
3. Weihe uns ganz in dein Geheimnis ein.
Lass uns dich sehn im letzten Abendschein.
Herr, deine Herrlichkeit erkennen wir:
Lebend und sterbend bleiben wir in dir.
(Text: Peter Gerloff, Melodie: Henry Monk 1861)
1. Vom Tode heut erstanden ist
der heilge Herre Jesus Christ,
der aller Welt ein Tröster ist. Halleluja.
2. Die ganze Erde staunt und bebt,
weil Gottes Herrlichkeit anhebt;
der Tod ist tot, das Leben lebt. Halleluja.
3. Des Herren Sieg bricht ins uns ein,
da sprengt er Riegel, Schloss und Stein;
in uns will Christus Sieger sein. Halleluja.
4. Nun jauchzt und jubelt überall.
Die Welt steht auf von ihrem Fall.
Gott herrscht in uns, er herrscht im All. Halleluja.
(Text: nach „Surrexit Christus hodie“ Engelberg1372, 2 – 4. Str.: Silja Walter 1968,; Melodie: 14. Jahrhundert/Böhmische Brüder 1501/bei Michael Weiße 1531)
1. Die ganze Welt, Herr Jesu Christ, Halleluja, Halleluja,
in deiner Urständ fröhlich ist. Halleluja, Halleluja.
2. Das himmlisch Herr im Himmel singt, Halleluja, Halleluja,
die Christenheit auf Erden klingt. Halleluja, Halleluja.
3. Jetzt grünet, was nur grünen kann, Halleluja, Halleluja,
die Bäum zu blühen fangen an. Halleluja, Halleluja.
4. Es singen jetzt die Vögel all, Halleluja, Halleluja,
jetzt singt und klingt die Nachtigall, Halleluja, Halleluja.
5. Der Sonnenschein kommt jetzt herein, Halleluja, Halleluja,
und gibt der Welt ein neuen Schein, Halleluja, Halleluja.
(Text: Friedrich Spee 1623, Melodie: Köln 1623, E: 1. Und 6. Str.: „Urständ: Auferstehung)
Herr, erbarme dich. - Herr, erbarme dich.
Christus, erbarme dich. - Christus, erbarme dich.
Herr, erbarme dich. - Herr, erbarme dich.
Christus, höre uns. - Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns. - Christus, erhöre uns.
Gott Vater im Himmel, - erbarme dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt,
Gott Heiliger Geist,
Heiliger dreifaltiger Gott,…
Hl Maria, unsere liebe Frau von Lourdes, - bitte für uns!
Hl. Erzengel Raffael,
Alle Heiligen Engel,...
Hl. Josef,...
Hl. Johannes der Täufer,...
Hl. Lukas,...
Hl. Cosmas und hl. Damian,...
Hl. Blasius,...
Hl. Pantaleon,...
Hl. Corona,...
Hl. Rochus, hl. Sebastian und hl. Rosalia,...
Hl. Elisabeth von Thüringen,...
Hl. Katharina von Siena und hl. Katharina von Genua,...
Hl. Camillo von Lellis,...
Hl. Johannes von Gott,...
Hl. Aloisius Gonzaga
Hl. Karl Borromeus,...
Hl. Martin von Porres,...
Hl. Louise de Marillac,...
Sel. Niels Stensen,...
Hl. Damian de Veuster,...
Sel. Petrus Donders,…
Hl. Josefine Vannini,...
Hl. Josef Moscati,...
Hl. Markus Ji Tianxiang,...
Sel. Karl aus dem Hause Österreich,...
Sel. Ladislaus Batthyany,...
Sel. Restituta Kafka,...
Hl. Gianna Beretta Molla,...
Hl. Mutter Teresa,...
Hl. …….
All Ihr Heiligen Gottes,...
Jesus, sei uns gnädig. - Herr, befreie uns.
Von allem Bösen, - Herr, befreie uns.
Von der Corona-Epidemie, - Herr, befreie uns.
Durch deine Menschwerdung und Deine Auferstehung, - Herr, befreie uns.
Durch die Sendung des Hl. Geistes, - Herr, befreie uns.
Wir armen Sünder, - wir bitten dich, erhöre uns.
Mach uns bereit zu Buße und Umkehr,...
Schenke den Kranken Genesung,...
Gib den Verstorbenen das ewige Leben,...
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, verschone uns.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, erhöre uns.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, erbarme dich.
Christus, höre uns. - Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns. - Christus, erhöre uns.
Lasset uns beten.
Barmherziger Gott,
du hilfst deinen Dienern in ihrer Not,
in Bedrängnis sowie Krankheit
und erhörst ihr Bitten.
Wir danken dir,
denn du hast uns Barmherzigkeit erwiesen.
Bewahre uns vor Unheil und Seuche
und schenke uns Freude wieder
in Gemeinschaft und in deinem Dienst.
Durch Christus, unsern Herrn. Amen.
Unter deinen Schutz und Schirm
fliehen wir, o heilige Gottesmutter.
Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern errette uns jederzeit aus allen Gefahren,
o du glorwürdige und gebenedeite Jungfrau,
unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Führe uns zu deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stell uns vor deinem Sohne.
Amen.
Die Heiligen dieser Litanei, ein wenig vorgestellt:
Im Buch Tobit heilt der Erzengel Raffael (daher auch das Attribut Fisch),
Lukas war Evangelist und Arzt,
Cosmas und Damian waren bekannte altrömische Arzt-Märtyrer,
Blasius wird bei Rachenleiden angerufen (dank seines Martyriums),
Pantaleon war ebenso Mediziner,
Corona war Märtyrerin, früher Patronin der Lottospieler und dank dieser Pandemie eine
Seuchen-Fürsprecherin,
Rochus, Sebastian und Rosalia sind die klassischen Epidemie-Heiligen.
Im Mittelalter:
Elisabeth von Thüringen arbeitete im von ihr gegründeten Spital,
die beiden Katharinen sind die klassischen italienischen Krankenpfege-Heiligen.
In der Neuzeit:
Camillo von Lellis und Johannes von Gott sowie Josefine Vannini, die alle drei jeweils Krankenpflegeorden gegründet haben,
Karl Borromeus und Aloisius von Gonzaga pflegten Pestkranke. Aloisius starb an der Infektion,
Niels Stensen war Arzt, Humanist und Konvertit.
Im 19, und 20. Jahrhundert gab es einige Krankenpflege-Heilige:
Damian de Veuster lebte und starb bei den Aussätzigen auf Hawaii,
Petrus Donders in Surinam.
Josef Moscati war Arzt der Armen,
Markus Ji Tianxiang, Arzt, Opium-krank und Märtyrer,
der selige Karl von Österreich wurde Opfer der letzten großen Pandemie in Österreich,
der selige Ladislaus Batthyany war Arzt und Krankenhausgründer,
Restituta Kafka Krankenschwester und NS-Opfer,
die hl. Gianna Beretta Molla, Ärztin und Mutter, die ihr Leben für ihr Kind opferte,
Mutter Teresa von Kalkutta, die Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe.
Liebe Freunde, die Welt braucht Heilige,
und wir alle - ohne Ausnahme - sind zur Heiligkeit gerufen!
Habt keine Furcht!
Papst Franziskus
Gefunden in der Wallfahrtskirche Maria Grün, Wien
Lieber Gott,
ich bin in diesen schweren Zeiten dankbar dafür, dass meine Oma ihre Operation und die Krankenhauszeit gut überstanden hat und ohne Infektion nach Hause konnte. Ich bin auch dankbar dafür, dass mein Vater in seiner Quarantänezeit sich wohl und gesund fühlt und dass es meiner Familie und meinen Freunden gut geht. Ich finde es schade, dass ich mich mit meinen Freunden nicht treffen kann, dass ich nicht Fußball spielen kann und nicht in die Schule gehe.
Ich möchte dich darum bitten, dass sich die Covid-19 Pandemie nicht verschlimmert, dass es allen Menschen so weit wie möglich gut geht in dieser Zeit und dass ein Heilmittel bald vorhanden ist.
AMEN
Noah, 8. Klasse (RS CoJoBo - Collegium Josephinum Bonn)
Lieber Gott,
dieser Corona Virus macht uns allen zu schaffen. Regale in Supermärkten sind leer. Alle drehen durch und hamstern. Die Menschen haben Angst und kaufen, dass die Einkaufswagen voll sind bis zum geht nicht mehr. Ich ärgere mich darüber, dass alle durchdrehen und die Schulen geschlossen sind, denn man kann nicht richtig lernen. Ich habe auch ein wenig Angst, aber nicht um mich, sondern um meine Omas.
Meine Omas bedeutet mir sehr viel, ich habe meine beiden Opas schon verloren und einen davon durfte ich nicht kennenlernen. Es ist beängstigend wie viele Menschen jetzt schon gestorben und infiziert sind. Ich ärgere mich auch über die Menschen die ignorant sind, die einfach sagen „mich interessiert das nicht, ich bin nicht geschädigt.“ Ich bitte dich, lass diese Menschen begreifen, was zurzeit los ist, damit nicht mehr Menschen sterben und dieser Albtraum bald vorbei ist.
AMEN.
Marc, 8. Klasse (RS CoJoBo - Collegium Josephinum Bonn)
Herr, Du Gott des Lebens,
betroffen von der Not der Corona-Krise kommen wir zu Dir.
Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist
und bitten um Heilung für alle Erkrankten.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,
und allen Pflegenden Kraft in ihrer extremen Belastung.
Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.
Wir danken Dir für alle, die mit vielfältigen Diensten
die Sicherheit und Versorgung unseres Landes aufrecht erhalten.
Wir beten für alle, die in Panik sind oder von Angst überwältigt werden.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne mussten,
sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.
Stärke die Herzen der alten und pflegebedürftigen Menschen,
berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,
dass wir trotz allem miteinander verbunden sind.
Von ganzem Herzen flehen wir, dass die Epidemie abschwillt
und dass die medizinischen Einrichtungen auch künftig
den übermäßigen Anforderungen entsprechen können.
Wir beten, dass die Zahl der Infizierten und Erkrankten abnimmt
und hoffen auf eine baldige Rückkehr zur vertrauten Normalität.
Guter Gott, mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.
Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.
Wir sind sterbliche Wesen und können nicht alles kontrollieren.
Du allein bist ewig, Ursprung und Ziel von allem – immer liebend.
Getragen vom Frieden, der von Dir kommt, werden wir die Krise bestehen.
Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,
Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht, sie schenkt Zuversicht
und macht uns bereit – offen und aufmerksam für das Leben.
Jesus, wir vertrauen auf Dich!
Heilige Maria, Mutter unseres Herrn, und alle heiligen Frauen und Männer,
Nothelfer und Schutzpatrone unseres Landes, bittet für uns! Amen.
www.dibk.at/Meldungen/Gebet-in-der-Coronakrise
Gedenke, o Herr unser Gott, auch Deines ganzen Volkes,
gieß auf alle den Reichtum Deines Erbarmens aus ...
derjenigen, die wir aus Unwissenheit, Vergeßlichkeit und der Menge der Namen nicht erwähnt haben,
gedenke Du selbst, o Gott;
denn Du kennst eines jeden Alter und Namen,
und jeder ist Dir vom Mutterschoße an bekannt.
Denn Du, o Gott, bist die Hilfe der Hilflosen,
die Hoffnung der Hoffnungslosen ...
und der Arzt der Kranken.
Werde selbst allen alles,
da Du einen jeden kennst, seine Bitten, sein Haus und sein Bedürfnis.
Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gott Vater, Schöpfer der Welt,
du bist allmächtig und barmherzig.
Aus Liebe zu uns hast du deinen Sohn zum Heil der Menschen an Leib und Seele in die Welt gesandt.
Schau auf deine Kinder,
die in dieser schwierigen Zeit der Prüfung und Herausforderung in vielen Regionen Europas und der Welt sich an dich wenden,
um Kraft, Erlösung und Trost zu suchen.
Befreie uns von Krankheit und Angst,
heile unsere Kranken,
tröste ihre Familien,
gib den Verantwortlichen in den Regierungen Weisheit,
den Ärzten, Krankenschwestern und Freiwilligen Energie und Kraft,
den Verstorbenen das ewige Leben.
Verlasse uns nicht im Moment der Prüfung,
sondern erlöse uns von allem Bösen.
Darum bitten wir dich,
der du mit dem Sohn und dem Heiligen Geist lebst und herrschst bis in alle Ewigkeit. Amen.
Maria, Mutter der Kranken und Mutter der Hoffnung, bitte für uns!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gott unser Vater,
wir kommen in unserer Not zu dir,
um dich um Schutz vor dem Corona-Virus zu bitten,
der Leben gekostet hat
und viel Schaden über die Menschen bringt.
Wir beten um deine Gnade:
Für die Menschen, die das Virus erforschen
und gegen seine Verbreitung kämpfen.
Führe die Hände und Gedanken der Mediziner,
auf dass sie den Kranken dienen
durch ihr Können und ihr Mitgefühl,
und der Regierenden und Helfenden,
die auf der Suche nach einer Heilung
und einer Lösung der Epidemie sind.
Wir beten für die Kranken.
Mögen sie bald wieder gesund werden.
Gewähre all das durch unseren Herrn, Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des heiligen Geistes,
jetzt und in Ewigkeit. Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Herr Jesus Christus,
du bist das Brot des Lebens und der einzig wahre Weinstock.
Ich glaube, dass du wirklich anwesend bist
im heiligsten Sakrament der Eucharistie.
Ich suche dich.
Ich preise dich und bete dich an.
Da ich dich nicht empfangen kann
im eucharistischen Brot und Wein
bete ich, dass du in mein Herz und meine Seele kommst,
damit ich mit dir vereint sein kann
durch deinen allmächtigen und allgegenwärtigen Heiligen Geist.
Lass mich dich empfangen und von dir genährt werden.
Werde für mich das Manna in meiner Wüste,
das Brot der Engel
für meine sehr menschliche Reise durch die Zeit,
ein Vorgeschmack auf das himmlische Festmahl
und Trost in der Stunde meines Todes.
Ich erbitte all dies im Vertrauen darauf, dass du selbst
unser Leben, unser Friede und unsere immerwährende Freude bist.
Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Beten wir für alle Menschen,
die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die unter der Angst vor der Ansteckung leiden,
für alle, die die Quarantäne einhalten,
für alle, die sich in den Spitälern um die Kranken kümmern,
für alle, die in der Forschung den Virus bekämpfen,
und für die Politiker, die gewichtige Entscheidungen treffen, dass Gott uns bewahre und uns den Weg durch diese Zeit weise.
Akklamation nach jeder Anrufung: Erbarme dich unser!
Du heiliger Gott. (Jes 6,1-3)
Du gerechter Gott.
Du langmütiger Gott. (Ex 34,6)
Du Gott, reich an Huld. (Ex 34,6)
Du treuer Gott. (Ex 34,6)
Du geduldiger Gott. (Röm 15,5)
Gott des Mitleids mit den Leidenden. (Ps 106,44f)
Vater des Erbarmens und Gott allen Trostes. (2 Kor 1,3)
Gott, der uns tröstet wie eine Mutter. (Jes 66,13)
Gott, in dessen Schoss wir geborgen sind. (Hos 11)
Gott, an dessen Brust wir ruhen können. (Ps 131)
Gott, der uns nie vergisst. (Jes 49,15)
Gott, dessen Namen wir kennen. (Ex 3,14)
Gott, der uns eingezeichnet hat in seine Hände. (Jes 49,16)
Gott, der uns beim Namen ruft. (Jes 43,1)
Gott, dem wir gehören. (Jes 43,1)
Gott mit uns. (Mt 1,23)
Gott für uns. (Röm 8,31ff)
Gott, der uns aus der Gefangenschaft herausführt. (Ex 13,17-14,31)
Gott der Armen und Kleinen und Hilflosen. (Lk 1,46-55)
Gott, dessen Güte reicht soweit der Himmel ist. (Ps 36,5)
Gott aller, die sich plagen und schwere Lasten zu tragen haben. (Mt 11,28ff)
Gott, der weiss, was wir brauchen. (Mt 6,8)
Gott, der die Verlorenen sucht. (Mt 18,12-14)
Gott, der grösser ist als unser Herz.(1 Joh 3,20)
Gott, der den Hoffnungslosen Hoffnung gibt. (Röm 15,13)
Gott, der uns Sündern gnädig ist. (Lk 18,9-14)
Gott, dessen Erbarmen uns aus dem Tod rettet. (Eph 4,24)
Gott, unser Retter.
Gott des Lebens.
Du unsagbar grosser Gott.
Du leidenschaftlich liebender Gott.
Du unbegreiflich verzeihender Gott. (Lk 15,11-32)
Du masslos gnädiger Gott.
Du unendlich gütiger Gott.
Du barmherziger Gott.
Die Litanei ist stark von biblischen Texten inspiriert. Bei den meisten Anrufungen sind deshalb entsprechende Bibelstellen angegeben. Wenn keine Bibelstelle angegeben ist, bedeutet dies, dass dieser Aspekt der Barmherzigkeit Gottes sich an vielen Stellen der Bibel findet.
Die Bitten haben Schwestern der Zisterzienserinnenabtei Magdenau formuliert - herzlichen Dank!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Beten wir für alle Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die Angst haben vor einer Infektion,
für alle, die sich nicht frei bewegen können,
für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern,
für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen,
dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen erhalte.
(Stilles Gebet)
Allmächtiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke,
viele Generationen vor uns haben dich als mächtig erfahren,
als Helfer in allen Nöten.
Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind,
und stärke in uns den Glauben, dass du dich um jede und jeden von uns sorgst.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
© Martin Conrad, Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz (www.liturgie.ch)
Guter Gott,
ich fühle mich nicht wohl und habe immer wieder Angst. So viele Fragen schießen durch meinen Kopf. Wie geht es jetzt weiter? Bleibe ich gesund? Habe ich auch schon den Virus? Wie geht es den erkrankten Menschen bei uns und überall?
Mit all diesen Ängsten und Zweifeln komme ich zu Dir.
Du bist doch der liebe Gott seit meinen Kindertagen.
Ich schaue auf deinen Sohn am Kreuz, der all die Ängste und Nöte von uns Menschen selbst durchleben musste. Und ich sehe die vielen Kreuze in unseren Tagen, die Leid und Trauer bringen, die Hoffnung auf eine Zukunft zerstören.
Bist du der gute Gott, der auch jetzt zu mir steht?
Ich will glauben, dass Du mir nah bist in deiner Liebe.
Ich will vertrauen, dass Du treu bleibst in deiner Kraft der Nähe. Ich will hoffen, dass du mich erfüllst mit deiner Barmherzigkeit.
Guter Gott, gib uns deinen Geist der Solidarität und Stärke, der Hoffnung und Zuversicht. Lass uns erkennen, was jetzt wichtig ist und zählt.
Du bist der gute Gott, der uns befreit und begleitet! Lass uns in diesem Glauben die nächsten Schritte wagen. Amen.
https://mk-online.de/
Heiliger Sebastian,
du warst und bleibst für viele Menschen
ein machtvoller Fürsprecher in Zeiten der Not.
Wir bitten dich demütig:
Erbitte uns die Gesundheit an Leib und Seele.
Beschütze uns vor einer Erkrankung durch den Corona-Virus.
Gib uns Klugheit in der rechten Sorge um unsere Gesundheit,
frei von Ängstlichkeit als auch von Gleichgültigkeit.
Stärke unser Vertrauen, dass unser Leben in Gottes Hand geborgen ist.
Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
https://www.pfarre-gisingen.at/sebastian/gebet-zum-hl-sebastian-um-schutz-vor-dem-coronavirus/
Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten
und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe,
besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind.
Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms,
um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle,
die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen,
niemanden umarmen können.
Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt,
dass die Zahlen zurückgehen,
dass Normalität wieder einkehren kann.
Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist,
dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können,
dass Du allein ewig bist,
dass im Leben so vieles unwichtig ist,
was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles,
was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir.
Danke!
Johannes Hartl, Theologe, Augsburger Gebetshaus
Allmächtiger, ewiger Gott,
von Dir empfängt das ganze Universum Energie, Existenz und Leben,
wir kommen zu Dir und bitten um Dein Erbarmen,
weil wir heute die Zerbrechlichkeit der Menschheit
in der Erfahrung einer neuen Virusepidemie spüren.
Wir glauben, dass Du den Lauf der menschlichen Geschichte lenkst
und dass Deine Liebe unser Schicksal in der Not zum Besseren wenden kann.
Deswegen vertrauen wir Dir die Kranken und ihre Familien an:
Schenke Ihnen durch das Ostergeheimnis Deines Sohnes
Heil und gib Heilung ihrem Leib und ihrem Geist.
Hilf jedem Mitglied der Gesellschaft, seine Pflicht zu erfüllen,
und stärke den Geist der gegenseitigen Solidarität.
Stehe Ärzten und Pflegekräften, Erzieherinnen und Sozialarbeitern
in der Erfüllung ihres Dienstes bei.
Du, der Du unser Trost in der Schwachheit bist,
wende auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria
und aller heiligen Ärzte und Krankenpfleger jedes Übel von uns ab.
Befreie uns von der Epidemie, die uns gerade plagt,
damit wir gelassen zu unserem alltäglichen Leben zurückkehren
und Dich mit erneuertem Herzen loben und Dir danken können.
Dir vertrauen wir uns an,
zu Dir erheben wir auf die Fürsprache Mariens, der Helferin der Menschen,
unsere Bitte durch Christus unseren Herrn. Amen.
(Dieses Gebet wird derzeit von der Don Bosco Familie weltweit gebetet; nach einem Gebet von Erzbischof Cesare Nosiglia,Turin)
https://www.donbosco4youth.at/de/news/details/novene-zu-maria-der-hilfe-der-christen-coronavirus.html
Gott, du bist barmherzig und treu,
ein guter Hirte.
Du kennst die Wege, die wir gegangen sind,
auch die, über die wir nicht reden.
Du kennst auch die Strecken, die vor uns liegen,
unser Erwartung, unsere Sorge.
Dir vertrauen wir uns an.
Wenn wir uns in Tiefen verlieren,
führe uns,
wenn wir an Höhepunkten übermütig werden,
bewahre uns,
wenn Durststrecken vor uns liegen,
richte uns auf.
Du lässt uns an deinem Tisch das Leben schmecken.
In Christus, unserem Herrn.
Wer unterm Schutz des Höchsten steht (GL 424)
1) Wer unterm Schutz des Höchsten steht, im Schatten des Allmächtgen geht,
wer auf die Hand des Vaters schaut, sich seiner Obhut anvertraut,
der spricht zum Herrn voll Zuversicht: Du meine Hoffnung und mein Licht,
mein Hort, mein lieber Herr und Gott, dem ich will trauen in der Not.
2) Er weiß, dass Gottes Hand ihn hält, wo immer ihn Gefahr umstellt;
kein Unheil, das im Finstern schleicht, kein nächtlich Grauen ihn erreicht.
Denn seinen Engeln Gott befahl, zu hüten seine Wege all,
dass nicht sein Fuß an einen Stein anstoße und verletzt mög sein.3)
Denn dies hat Gott uns zugesagt: Wer an mich glaubt, sei unverzagt,
weil jeder meinen Schutz erfährt; und wer mich anruft, wird erhört.
Ich will mich zeigen als sei Gott, ich bin ihm nah in jeder Not;
des Lebens Fülle ist sein Teil, und schauen wird er einst mein Heil.
Guter Gott, dein Sohn ist für uns Mensch geworden und geht alle unsere Wege mit.
Wir bitten dich:
Unsere Fürbitten fassen wir zusammen und bekräftigen wir, in dem wir das Gebet des Herrn sprechen:
Herr, unser Herr, wie bist du zugegen
und wie unsagbar nah bei uns.
Allzeit bist du um uns in Sorge,
in deiner Liebe birgst du uns.
Du bist nicht fern, denn die zu dir beten
wissen, dass du uns nicht verlässt.
Du bist so menschlich in unsrer Mitte,
dass du wohl dieses Lied verstehst.
Du bist nicht sichtbar für unsre Augen,
und niemand hat dich je gesehn.
Wir aber ahnen dich und glauben,
dass du uns trägst, dass wir bestehen.
Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr;
fremd wie dein Name sind mir deine Wege.
Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott;
mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen?
Bist du der Gott. der Zukunft mir verheißt?
Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen.
Von Zweifeln ist mein Leben übermannt,
mein Unvermögen hält mich ganz gefangen.
Hast du mit Namen mich in deine Hand,
in dein Erbarmen fest mich eingeschrieben?
Nimmst du mich auf in dein gelobtes Land?
Werd ich dich noch mit neuen Augen sehen?
Sprich du das Wort, das tröstet und befreit
und das mich führt in deinen großen Frieden.
Schließ auf das Land, das keine Grenzen kennt,
und laß mich unter deinen Söhnen leben.
Sei du mein täglich Brot, so wahr du lebst.
Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete.
Originaltitel: Ik sta voor U
Text: Huub Oosterhuis
Übertragung: Lothar Zenetti
Herr, ich bin dein Eigentum,
dein ist ja mein Leben,
mir zum Heil und dir zum Ruhm
hast du mir’s gegeben.
Väterlich führst du mich
auf des Lebens Wegen
meinem Ziel entgegen.
Deine Treue wanket nicht,
du wirst mein gedenken,
wirst mein Herz in deinem Licht
durch die Zeit hin lenken.
So weiß ich, du hast mich
in die Hand geschrieben,
ewig mich zu lieben.
Gib auch, dass ich wachend sei,
Herr, an deinem Tage,
und das Licht der Gnaden treu
durch mein Leben trage.
Dass ich dann fröhlich kann
dir am End der Zeiten
Herr, entgegenschreiten.
Youtube-Version:
https://www.youtube.com/watch?v=41cSIWZnPrk
Originaltitel: Zolang er mensen zijn op aarde, Text: Huub Oosterhuis, Übertragung: Dieter Trautwein.
1. Du Sonne der Gerechtigkeit,
Christus, vertreib in uns die Nacht,
dass mit dem Licht des neuen Tags
auch unser Herz sich neu erhellt.
2. Du schenkst uns diese Gnadenzeit,
gib auch ein reuevolles Herz
und führe auf dem Weg zurück,
die deine Langmut irren sah.
3. Es kommt der Tag, dein Tag erscheint,
da alles neu in Blüte steht;
der Tag, der unsre Freude ist,
der Tag, der uns mit dir versöhnt.
4. Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt.
Lass uns, durch deine Gnade neu,
dich preisen durch ein neues Lied. - Amen.
Hilf, Herr meines Lebens, dass ich nicht vergebens,
https://www.youtube.com/watch?v=kclZw0H-mys
Bewahre uns, Gott, behüte uns Gott:
https://www.youtube.com/watch?v=IopcSexAVls
Maria war alleine, versunken im Gebet
„Emmanuel, erscheine, dich kündet der Prophet!
O Davids Sohn, wie gern möcht ich dich schau’n
und dienen deiner Mutter, der Königin der Frau’n.“
Kyrie, eleison!
Und sieh, gesandt von oben ein Engel trat herein:
„Maria, hoch erhoben, gegrüßet sollst du sein!
Die Huld und Kraft des Ew’gen ist mit dir;
o zage nicht, Maria, dich schmückt der Gnaden Zier.
Kyrie, eleison!
Du sollst der Welt gebären des Allerhöchsten Sohn,
und ewiglich wird währen des Vaters David Thron.
An dir, o Jungfrau, Großes sich erweist;
du wirst von Gott empfangen, betaut vom Heil’gen Geist.
Kyrie, eleison!
Maria sprach mit Neigen: „Ich bin des Herren Magd;
er mag an mir erzeigen, was du mir angesagt.“
Der Engel schied. Das Wunder ist gescheh’n.
Lass dich nun bald, o Heiland, in unsrer Mitte seh’n!
Kyrie, eleison!
Josef Mohr, Gotteslob, Diözesanausgabe Freiburg.
Heilige Maria,
deine Erwählung erinnert mich,
dass Gott sich für mich entschieden hat
und mir seine Verheißung gilt.
Heilige Maria,
deine Berufung sagt mir,
dass Gott auch mich berufen hat,
mir seine Gnade schenken zu lassen.
Heilige Maria,
dein Gehorsam ermutigt mich,
auf Gott einzugehen
und sein Wort geschehen zu lassen.
Heilige Maria,
dein Vertrauen weckt in mir
neues Zutrauen
zu den verborgenen Plänen Gottes.
Heilige Maria,
dein Weg führt mich
zu tieferem Vertrauen auf Gott,
der uns niemals aufgibt.
Aus: Berufung. Zur Pastoral der Geistlichen Berufe Heft 36 (1998) Informationszentrum Berufe der Kirche, Freiburg.
Lesung aus der Apostelgeschichte.
Am folgenden Sabbat versammelte sich fast die ganze Stadt, um das Wort des Herrn zu hören.
Als die Juden die Scharen sahen, wurden sie eifersüchtig,
widersprachen den Worten des Paulus und stießen Lästerungen aus.
Paulus und Barnabas aber erklärten freimütig:
Euch musste das Wort Gottes zuerst verkündet werden.
Da ihr es aber zurückstoßt und euch selbst des ewigen Lebens für unwürdig erachtet,
siehe, so wenden wir uns jetzt an die Heiden.
Denn so hat uns der Herr aufgetragen:
Ich habe dich zum Licht für die Völker gemacht,
bis an das Ende der Erde sollst du das Heil sein.
Als die Heiden das hörten, freuten sie sich und priesen das Wort des Herrn;
und alle wurden gläubig, die für das ewige Leben bestimmt waren.
Das Wort des Herrn aber verbreitete sich in der ganzen Gegend.
Die Juden jedoch hetzten die vornehmen gottesfürchtigen Frauen und die Ersten der Stadt auf,
veranlassten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas
und vertrieben sie aus ihrem Gebiet.
Diese aber schüttelten gegen sie den Staub von ihren Füßen und zogen nach Ikonion.
Und die Jünger wurden mit Freude und Heiligem Geist erfüllt.
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
In jenen Tagen sprach Jesus zu den Jüngern.
Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen.
Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns.
Jesus sagte zu ihm: Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus?
Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.
Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater?
Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist?
Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst.
Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke.
Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist;
wenn nicht, dann glaubt aufgrund eben dieser Werke!
Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen
und er wird noch größere als diese vollbringen, denn ich gehe zum Vater.
Alles, um was ihr in meinem Namen bitten werdet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird.
Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bitten werdet, werde ich es tun.
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Solang es Menschen gibt auf Erden (GL 425)
1. Solang es Menschen gibt auf Erden,
solang die Erde Früchte trägt,
solang bist du uns allen Vater,
wir danken dir für das, was lebt.
2. Solang die Menschen Worte sprechen,
solang dein Wort zum Frieden ruft,
solang hast du uns nicht verlassen.
In Jesu Namen danken wir.
3. Du nährst die Vögel in den Bäumen.
Du schmückst die Blumen auf dem Feld.
Du machst ein Ende meinem Sorgen,
hast alle Tage schon bedacht.
4. Du bist das Licht, schenkst uns das Leben,
du holst die Welt aus ihrem Tod,
gibst deinen Sohn in unsre Hände,
er ist das Brot, das uns vereint.
5. Darum muss jeder zu dir rufen,
den deine Liebe leben lässt:
Du, Vater, bist in unsrer Mitte,
machst deinem Wesen uns verwandt.
(Text: Huub Oosterhuis 1959 Übersetzung: Dieter Trautwein 1966/1972, Melodie: Tera de Marez Oyens-Wansink 1959)
Kv.: Alle Enden der Erde sehen das Heil unsres Gottes. – Kv.
Singet dem Herrn ein neues Lied;
denn er hat wunderbare Taten vollbracht.
Er hat mit seiner Rechten geholfen
und mit seinem heiligen Arm. – (Kv)
Der Herr hat sein Heil bekannt gemacht
und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker
Er dachte an seine Huld
und an seine Treue zum Hause Israel. – (Kv)
Alle Enden der Erde
sahen das Heil unsres Gottes.
Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde,
freut euch, jubelt und singt! – Kv.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
Philippus sagte zu ihm:
Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns.
Jesus antwortete ihm:
Schon so lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke!
Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater. Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird. Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun.
„Er hat wunderbare Taten vollbracht“. So wird Gott uns im Psalm 98 vorgestellt, und auch Jesus ermutigt uns, an Gottes Werke zu glauben. Wie schwer fällt es mir manchmal, das anzunehmen… Die Bibel hält viele solcher Texte bereit, wo Menschen ihre Erfahrungen mit Gott und besonders mit seinen guten und heilvollen Taten weitergeben. Somit ist die Bibel voll von Glaubenszeugnissen. Menschen haben über Geschehenes nachgedacht und in Zusammenhang mit Gott gestellt. Auch heute können wir erkennen, dass Gott da ist.
Ein für mich leichterer Zugang ist hier die Schöpfung: Gott hat nicht „einfach nur die Erde erschaffen“, sondern die Schöpfung geht immer weiter. Jedes Jahr dürfen wir den Kreislauf der Natur beobachten, wie sich im Frühling alles erneuert und wieder grünt und blüht. Und in der Schöpfung sehen wir auch die Bedrohung durch uns Menschen. Wir sind gefragt und von Gott aufgefordert, die Schöpfung zu bewahren und zu pflegen. So sind wir nicht nur Geschöpfe Gottes, sondern auch Beteiligte an seiner Schöpfung. Er schenkt uns Kraft und das Vertrauen in ihn, dass wir gute Werke vollbringen. So können wiederum andere Menschen Gottes Herrlichkeit entdecken.
Guter Gott, zu dir kommen wir voll Vertrauen mit unseren Bitten:
Gott, Schöpfer der Welt, du schenkst uns die Kraft, verantwortungsvoll zu leben.
Dafür preisen wir dich, heute und alle Tage unseres Lebens. - Amen.
Freu dich, du Himmelskönigin (GL 525)
1. Freu dich, du Himmelskönigin!
Freu dich, Maria, Maria!
Freu dich, das Leid ist all dahin. Halleluja!
Bitt Gott für uns, Maria!
2. Den du zu tragen würdig warst,
freu dich, Maria, Maria!
der hat uns allesamt erlöst. Halleluja!
Bitt Gott für uns, Maria!
3. Christ ist erstanden von dem Tod,
freu dich, Maria, Maria!
wie es gesagt der wahre Gott. Halleluja!
Bitt Gott für uns, Maria!
4. Bitt Gott für uns, o Jungfrau schön,
freu dich, Maria, Maria!
dass wir mit Christus auferstehn. Halleluja!
Bitt Gott für uns, Maria!
(Text: nach Konstanz 1600 nach „Regina caeli“ 12. Jahrhundert, Melodie: Konstanz 1600)
Gott, du tust Wunder, auch heute noch.
Mach mich offen und achtsam
im Umgang mit der Natur und mit meinen Mitmenschen.
Schenke mir deinen Geist, der mich stärkt und trägt
und begleite mein Tun mit deinem Segen.
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. - Amen.
Zusammengestellt von Elisabeth Fritzl, Pastoralassistentin und Referentin für Liturgie der Katholischen Stadtkirche Graz.
1. Das ist der Tag, den Gott gemacht,
der Freud in alle Welt gebracht.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.
2. Verklärt ist alles Leid der Welt,
des Todes Dunkel ist erhellt.
Der Herr erstand in Gottes Macht,
hat neues Leben uns gebracht.
3. Wir sind getauft auf Christi Tod
und auferweckt mit ihm zu Gott.
Uns ist geschenkt sein Heilger Geist,
ein Leben, das kein Tod entreißt.
4. Wir schauen auf zu Jesus Christ,
zu ihm, der unsre Hoffnung ist.
Wir sind die Glieder, er das Haupt,
erlöst ist, wer an Christus glaubt.
5. Nun singt dem Herrn das neue Lied,
in aller Welt ist Freud und Fried.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.
(Text: nach Heinrich Bone 1847/EGB 1975, 3. und 4. Str.: Friedrich Dörr 1972; Melodie: nach Johann Leisentritt 1567)
1. Jesus Christus, guter Hirte,
Hoherpriester, Osterlamm,
für das Lamm, das sich verirrte,
starbst du an dem Kreuzesstamm.
2. Baum des Lebens, Strom des Heiles,
edler Weinstock, Himmelsbrot,
du nur kennst und führst die Deinen
in das Leben aus dem Tod.
3. Wort des Vaters, offne Türe,
Licht der Stadt Jerusalem,
lass uns deine Stimme hören,
lass uns deine Wege gehen.
(Text: Adelgart Gartenmeier 1997, Melodie: Kamilla Usmanova 2008)
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
hast mich geheilt und mit Freude umgürtet.
Dir singt mein Herz und will nicht verstummen.
Dir will ich singen in Ewigkeit.
(Text: nach Psalm 30,12 – 13; Melodie: Johannes Falk *1963)
1. Bleibe bei uns, du Wandrer durch die Zeit!
Schon sinkt die Welt in Nacht und Dunkelheit.
Geh nicht vorüber, kehre bei uns ein.
Sei unser Gast und teile Brot und Wein.
2. Weit war der Weg. Wir flohen fort vom Kreuz.
Doch du, Verlorner, führtest uns bereits.
Brennt nicht uns ein Feuer, wenn du sprichst?
Zeige dich, wenn du nun das Brot uns brichst.
3. Weihe uns ganz in dein Geheimnis ein.
Lass uns dich sehn im letzten Abendschein.
Herr, deine Herrlichkeit erkennen wir:
Lebend und sterbend bleiben wir in dir.
(Text: Peter Gerloff, Melodie: Henry Monk 1861)
1. Vom Tode heut erstanden ist
der heilge Herre Jesus Christ,
der aller Welt ein Tröster ist. Halleluja.
2. Die ganze Erde staunt und bebt,
weil Gottes Herrlichkeit anhebt;
der Tod ist tot, das Leben lebt. Halleluja.
3. Des Herren Sieg bricht ins uns ein,
da sprengt er Riegel, Schloss und Stein;
in uns will Christus Sieger sein. Halleluja.
4. Nun jauchzt und jubelt überall.
Die Welt steht auf von ihrem Fall.
Gott herrscht in uns, er herrscht im All. Halleluja.
(Text: nach „Surrexit Christus hodie“ Engelberg1372, 2 – 4. Str.: Silja Walter 1968,; Melodie: 14. Jahrhundert/Böhmische Brüder 1501/bei Michael Weiße 1531)
1. Die ganze Welt, Herr Jesu Christ, Halleluja, Halleluja,
in deiner Urständ fröhlich ist. Halleluja, Halleluja.
2. Das himmlisch Herr im Himmel singt, Halleluja, Halleluja,
die Christenheit auf Erden klingt. Halleluja, Halleluja.
3. Jetzt grünet, was nur grünen kann, Halleluja, Halleluja,
die Bäum zu blühen fangen an. Halleluja, Halleluja.
4. Es singen jetzt die Vögel all, Halleluja, Halleluja,
jetzt singt und klingt die Nachtigall, Halleluja, Halleluja.
5. Der Sonnenschein kommt jetzt herein, Halleluja, Halleluja,
und gibt der Welt ein neuen Schein, Halleluja, Halleluja.
(Text: Friedrich Spee 1623, Melodie: Köln 1623, E: 1. Und 6. Str.: „Urständ: Auferstehung)
Herr, erbarme dich. - Herr, erbarme dich.
Christus, erbarme dich. - Christus, erbarme dich.
Herr, erbarme dich. - Herr, erbarme dich.
Christus, höre uns. - Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns. - Christus, erhöre uns.
Gott Vater im Himmel, - erbarme dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt,
Gott Heiliger Geist,
Heiliger dreifaltiger Gott,…
Hl Maria, unsere liebe Frau von Lourdes, - bitte für uns!
Hl. Erzengel Raffael,
Alle Heiligen Engel,...
Hl. Josef,...
Hl. Johannes der Täufer,...
Hl. Lukas,...
Hl. Cosmas und hl. Damian,...
Hl. Blasius,...
Hl. Pantaleon,...
Hl. Corona,...
Hl. Rochus, hl. Sebastian und hl. Rosalia,...
Hl. Elisabeth von Thüringen,...
Hl. Katharina von Siena und hl. Katharina von Genua,...
Hl. Camillo von Lellis,...
Hl. Johannes von Gott,...
Hl. Aloisius Gonzaga
Hl. Karl Borromeus,...
Hl. Martin von Porres,...
Hl. Louise de Marillac,...
Sel. Niels Stensen,...
Hl. Damian de Veuster,...
Sel. Petrus Donders,…
Hl. Josefine Vannini,...
Hl. Josef Moscati,...
Hl. Markus Ji Tianxiang,...
Sel. Karl aus dem Hause Österreich,...
Sel. Ladislaus Batthyany,...
Sel. Restituta Kafka,...
Hl. Gianna Beretta Molla,...
Hl. Mutter Teresa,...
Hl. …….
All Ihr Heiligen Gottes,...
Jesus, sei uns gnädig. - Herr, befreie uns.
Von allem Bösen, - Herr, befreie uns.
Von der Corona-Epidemie, - Herr, befreie uns.
Durch deine Menschwerdung und Deine Auferstehung, - Herr, befreie uns.
Durch die Sendung des Hl. Geistes, - Herr, befreie uns.
Wir armen Sünder, - wir bitten dich, erhöre uns.
Mach uns bereit zu Buße und Umkehr,...
Schenke den Kranken Genesung,...
Gib den Verstorbenen das ewige Leben,...
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, verschone uns.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, erhöre uns.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, erbarme dich.
Christus, höre uns. - Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns. - Christus, erhöre uns.
Lasset uns beten.
Barmherziger Gott,
du hilfst deinen Dienern in ihrer Not,
in Bedrängnis sowie Krankheit
und erhörst ihr Bitten.
Wir danken dir,
denn du hast uns Barmherzigkeit erwiesen.
Bewahre uns vor Unheil und Seuche
und schenke uns Freude wieder
in Gemeinschaft und in deinem Dienst.
Durch Christus, unsern Herrn. Amen.
Unter deinen Schutz und Schirm
fliehen wir, o heilige Gottesmutter.
Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern errette uns jederzeit aus allen Gefahren,
o du glorwürdige und gebenedeite Jungfrau,
unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Führe uns zu deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stell uns vor deinem Sohne.
Amen.
Die Heiligen dieser Litanei, ein wenig vorgestellt:
Im Buch Tobit heilt der Erzengel Raffael (daher auch das Attribut Fisch),
Lukas war Evangelist und Arzt,
Cosmas und Damian waren bekannte altrömische Arzt-Märtyrer,
Blasius wird bei Rachenleiden angerufen (dank seines Martyriums),
Pantaleon war ebenso Mediziner,
Corona war Märtyrerin, früher Patronin der Lottospieler und dank dieser Pandemie eine
Seuchen-Fürsprecherin,
Rochus, Sebastian und Rosalia sind die klassischen Epidemie-Heiligen.
Im Mittelalter:
Elisabeth von Thüringen arbeitete im von ihr gegründeten Spital,
die beiden Katharinen sind die klassischen italienischen Krankenpfege-Heiligen.
In der Neuzeit:
Camillo von Lellis und Johannes von Gott sowie Josefine Vannini, die alle drei jeweils Krankenpflegeorden gegründet haben,
Karl Borromeus und Aloisius von Gonzaga pflegten Pestkranke. Aloisius starb an der Infektion,
Niels Stensen war Arzt, Humanist und Konvertit.
Im 19, und 20. Jahrhundert gab es einige Krankenpflege-Heilige:
Damian de Veuster lebte und starb bei den Aussätzigen auf Hawaii,
Petrus Donders in Surinam.
Josef Moscati war Arzt der Armen,
Markus Ji Tianxiang, Arzt, Opium-krank und Märtyrer,
der selige Karl von Österreich wurde Opfer der letzten großen Pandemie in Österreich,
der selige Ladislaus Batthyany war Arzt und Krankenhausgründer,
Restituta Kafka Krankenschwester und NS-Opfer,
die hl. Gianna Beretta Molla, Ärztin und Mutter, die ihr Leben für ihr Kind opferte,
Mutter Teresa von Kalkutta, die Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe.
Liebe Freunde, die Welt braucht Heilige,
und wir alle - ohne Ausnahme - sind zur Heiligkeit gerufen!
Habt keine Furcht!
Papst Franziskus
Gefunden in der Wallfahrtskirche Maria Grün, Wien
Lieber Gott,
ich bin in diesen schweren Zeiten dankbar dafür, dass meine Oma ihre Operation und die Krankenhauszeit gut überstanden hat und ohne Infektion nach Hause konnte. Ich bin auch dankbar dafür, dass mein Vater in seiner Quarantänezeit sich wohl und gesund fühlt und dass es meiner Familie und meinen Freunden gut geht. Ich finde es schade, dass ich mich mit meinen Freunden nicht treffen kann, dass ich nicht Fußball spielen kann und nicht in die Schule gehe.
Ich möchte dich darum bitten, dass sich die Covid-19 Pandemie nicht verschlimmert, dass es allen Menschen so weit wie möglich gut geht in dieser Zeit und dass ein Heilmittel bald vorhanden ist.
AMEN
Noah, 8. Klasse (RS CoJoBo - Collegium Josephinum Bonn)
Lieber Gott,
dieser Corona Virus macht uns allen zu schaffen. Regale in Supermärkten sind leer. Alle drehen durch und hamstern. Die Menschen haben Angst und kaufen, dass die Einkaufswagen voll sind bis zum geht nicht mehr. Ich ärgere mich darüber, dass alle durchdrehen und die Schulen geschlossen sind, denn man kann nicht richtig lernen. Ich habe auch ein wenig Angst, aber nicht um mich, sondern um meine Omas.
Meine Omas bedeutet mir sehr viel, ich habe meine beiden Opas schon verloren und einen davon durfte ich nicht kennenlernen. Es ist beängstigend wie viele Menschen jetzt schon gestorben und infiziert sind. Ich ärgere mich auch über die Menschen die ignorant sind, die einfach sagen „mich interessiert das nicht, ich bin nicht geschädigt.“ Ich bitte dich, lass diese Menschen begreifen, was zurzeit los ist, damit nicht mehr Menschen sterben und dieser Albtraum bald vorbei ist.
AMEN.
Marc, 8. Klasse (RS CoJoBo - Collegium Josephinum Bonn)
Herr, Du Gott des Lebens,
betroffen von der Not der Corona-Krise kommen wir zu Dir.
Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist
und bitten um Heilung für alle Erkrankten.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,
und allen Pflegenden Kraft in ihrer extremen Belastung.
Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.
Wir danken Dir für alle, die mit vielfältigen Diensten
die Sicherheit und Versorgung unseres Landes aufrecht erhalten.
Wir beten für alle, die in Panik sind oder von Angst überwältigt werden.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne mussten,
sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.
Stärke die Herzen der alten und pflegebedürftigen Menschen,
berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,
dass wir trotz allem miteinander verbunden sind.
Von ganzem Herzen flehen wir, dass die Epidemie abschwillt
und dass die medizinischen Einrichtungen auch künftig
den übermäßigen Anforderungen entsprechen können.
Wir beten, dass die Zahl der Infizierten und Erkrankten abnimmt
und hoffen auf eine baldige Rückkehr zur vertrauten Normalität.
Guter Gott, mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.
Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.
Wir sind sterbliche Wesen und können nicht alles kontrollieren.
Du allein bist ewig, Ursprung und Ziel von allem – immer liebend.
Getragen vom Frieden, der von Dir kommt, werden wir die Krise bestehen.
Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,
Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht, sie schenkt Zuversicht
und macht uns bereit – offen und aufmerksam für das Leben.
Jesus, wir vertrauen auf Dich!
Heilige Maria, Mutter unseres Herrn, und alle heiligen Frauen und Männer,
Nothelfer und Schutzpatrone unseres Landes, bittet für uns! Amen.
www.dibk.at/Meldungen/Gebet-in-der-Coronakrise
Gedenke, o Herr unser Gott, auch Deines ganzen Volkes,
gieß auf alle den Reichtum Deines Erbarmens aus ...
derjenigen, die wir aus Unwissenheit, Vergeßlichkeit und der Menge der Namen nicht erwähnt haben,
gedenke Du selbst, o Gott;
denn Du kennst eines jeden Alter und Namen,
und jeder ist Dir vom Mutterschoße an bekannt.
Denn Du, o Gott, bist die Hilfe der Hilflosen,
die Hoffnung der Hoffnungslosen ...
und der Arzt der Kranken.
Werde selbst allen alles,
da Du einen jeden kennst, seine Bitten, sein Haus und sein Bedürfnis.
Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gott Vater, Schöpfer der Welt,
du bist allmächtig und barmherzig.
Aus Liebe zu uns hast du deinen Sohn zum Heil der Menschen an Leib und Seele in die Welt gesandt.
Schau auf deine Kinder,
die in dieser schwierigen Zeit der Prüfung und Herausforderung in vielen Regionen Europas und der Welt sich an dich wenden,
um Kraft, Erlösung und Trost zu suchen.
Befreie uns von Krankheit und Angst,
heile unsere Kranken,
tröste ihre Familien,
gib den Verantwortlichen in den Regierungen Weisheit,
den Ärzten, Krankenschwestern und Freiwilligen Energie und Kraft,
den Verstorbenen das ewige Leben.
Verlasse uns nicht im Moment der Prüfung,
sondern erlöse uns von allem Bösen.
Darum bitten wir dich,
der du mit dem Sohn und dem Heiligen Geist lebst und herrschst bis in alle Ewigkeit. Amen.
Maria, Mutter der Kranken und Mutter der Hoffnung, bitte für uns!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gott unser Vater,
wir kommen in unserer Not zu dir,
um dich um Schutz vor dem Corona-Virus zu bitten,
der Leben gekostet hat
und viel Schaden über die Menschen bringt.
Wir beten um deine Gnade:
Für die Menschen, die das Virus erforschen
und gegen seine Verbreitung kämpfen.
Führe die Hände und Gedanken der Mediziner,
auf dass sie den Kranken dienen
durch ihr Können und ihr Mitgefühl,
und der Regierenden und Helfenden,
die auf der Suche nach einer Heilung
und einer Lösung der Epidemie sind.
Wir beten für die Kranken.
Mögen sie bald wieder gesund werden.
Gewähre all das durch unseren Herrn, Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des heiligen Geistes,
jetzt und in Ewigkeit. Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Herr Jesus Christus,
du bist das Brot des Lebens und der einzig wahre Weinstock.
Ich glaube, dass du wirklich anwesend bist
im heiligsten Sakrament der Eucharistie.
Ich suche dich.
Ich preise dich und bete dich an.
Da ich dich nicht empfangen kann
im eucharistischen Brot und Wein
bete ich, dass du in mein Herz und meine Seele kommst,
damit ich mit dir vereint sein kann
durch deinen allmächtigen und allgegenwärtigen Heiligen Geist.
Lass mich dich empfangen und von dir genährt werden.
Werde für mich das Manna in meiner Wüste,
das Brot der Engel
für meine sehr menschliche Reise durch die Zeit,
ein Vorgeschmack auf das himmlische Festmahl
und Trost in der Stunde meines Todes.
Ich erbitte all dies im Vertrauen darauf, dass du selbst
unser Leben, unser Friede und unsere immerwährende Freude bist.
Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Beten wir für alle Menschen,
die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die unter der Angst vor der Ansteckung leiden,
für alle, die die Quarantäne einhalten,
für alle, die sich in den Spitälern um die Kranken kümmern,
für alle, die in der Forschung den Virus bekämpfen,
und für die Politiker, die gewichtige Entscheidungen treffen, dass Gott uns bewahre und uns den Weg durch diese Zeit weise.
Akklamation nach jeder Anrufung: Erbarme dich unser!
Du heiliger Gott. (Jes 6,1-3)
Du gerechter Gott.
Du langmütiger Gott. (Ex 34,6)
Du Gott, reich an Huld. (Ex 34,6)
Du treuer Gott. (Ex 34,6)
Du geduldiger Gott. (Röm 15,5)
Gott des Mitleids mit den Leidenden. (Ps 106,44f)
Vater des Erbarmens und Gott allen Trostes. (2 Kor 1,3)
Gott, der uns tröstet wie eine Mutter. (Jes 66,13)
Gott, in dessen Schoss wir geborgen sind. (Hos 11)
Gott, an dessen Brust wir ruhen können. (Ps 131)
Gott, der uns nie vergisst. (Jes 49,15)
Gott, dessen Namen wir kennen. (Ex 3,14)
Gott, der uns eingezeichnet hat in seine Hände. (Jes 49,16)
Gott, der uns beim Namen ruft. (Jes 43,1)
Gott, dem wir gehören. (Jes 43,1)
Gott mit uns. (Mt 1,23)
Gott für uns. (Röm 8,31ff)
Gott, der uns aus der Gefangenschaft herausführt. (Ex 13,17-14,31)
Gott der Armen und Kleinen und Hilflosen. (Lk 1,46-55)
Gott, dessen Güte reicht soweit der Himmel ist. (Ps 36,5)
Gott aller, die sich plagen und schwere Lasten zu tragen haben. (Mt 11,28ff)
Gott, der weiss, was wir brauchen. (Mt 6,8)
Gott, der die Verlorenen sucht. (Mt 18,12-14)
Gott, der grösser ist als unser Herz.(1 Joh 3,20)
Gott, der den Hoffnungslosen Hoffnung gibt. (Röm 15,13)
Gott, der uns Sündern gnädig ist. (Lk 18,9-14)
Gott, dessen Erbarmen uns aus dem Tod rettet. (Eph 4,24)
Gott, unser Retter.
Gott des Lebens.
Du unsagbar grosser Gott.
Du leidenschaftlich liebender Gott.
Du unbegreiflich verzeihender Gott. (Lk 15,11-32)
Du masslos gnädiger Gott.
Du unendlich gütiger Gott.
Du barmherziger Gott.
Die Litanei ist stark von biblischen Texten inspiriert. Bei den meisten Anrufungen sind deshalb entsprechende Bibelstellen angegeben. Wenn keine Bibelstelle angegeben ist, bedeutet dies, dass dieser Aspekt der Barmherzigkeit Gottes sich an vielen Stellen der Bibel findet.
Die Bitten haben Schwestern der Zisterzienserinnenabtei Magdenau formuliert - herzlichen Dank!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Beten wir für alle Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die Angst haben vor einer Infektion,
für alle, die sich nicht frei bewegen können,
für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern,
für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen,
dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen erhalte.
(Stilles Gebet)
Allmächtiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke,
viele Generationen vor uns haben dich als mächtig erfahren,
als Helfer in allen Nöten.
Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind,
und stärke in uns den Glauben, dass du dich um jede und jeden von uns sorgst.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
© Martin Conrad, Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz (www.liturgie.ch)
Guter Gott,
ich fühle mich nicht wohl und habe immer wieder Angst. So viele Fragen schießen durch meinen Kopf. Wie geht es jetzt weiter? Bleibe ich gesund? Habe ich auch schon den Virus? Wie geht es den erkrankten Menschen bei uns und überall?
Mit all diesen Ängsten und Zweifeln komme ich zu Dir.
Du bist doch der liebe Gott seit meinen Kindertagen.
Ich schaue auf deinen Sohn am Kreuz, der all die Ängste und Nöte von uns Menschen selbst durchleben musste. Und ich sehe die vielen Kreuze in unseren Tagen, die Leid und Trauer bringen, die Hoffnung auf eine Zukunft zerstören.
Bist du der gute Gott, der auch jetzt zu mir steht?
Ich will glauben, dass Du mir nah bist in deiner Liebe.
Ich will vertrauen, dass Du treu bleibst in deiner Kraft der Nähe. Ich will hoffen, dass du mich erfüllst mit deiner Barmherzigkeit.
Guter Gott, gib uns deinen Geist der Solidarität und Stärke, der Hoffnung und Zuversicht. Lass uns erkennen, was jetzt wichtig ist und zählt.
Du bist der gute Gott, der uns befreit und begleitet! Lass uns in diesem Glauben die nächsten Schritte wagen. Amen.
https://mk-online.de/
Heiliger Sebastian,
du warst und bleibst für viele Menschen
ein machtvoller Fürsprecher in Zeiten der Not.
Wir bitten dich demütig:
Erbitte uns die Gesundheit an Leib und Seele.
Beschütze uns vor einer Erkrankung durch den Corona-Virus.
Gib uns Klugheit in der rechten Sorge um unsere Gesundheit,
frei von Ängstlichkeit als auch von Gleichgültigkeit.
Stärke unser Vertrauen, dass unser Leben in Gottes Hand geborgen ist.
Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
https://www.pfarre-gisingen.at/sebastian/gebet-zum-hl-sebastian-um-schutz-vor-dem-coronavirus/
Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten
und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe,
besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind.
Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms,
um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle,
die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen,
niemanden umarmen können.
Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt,
dass die Zahlen zurückgehen,
dass Normalität wieder einkehren kann.
Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist,
dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können,
dass Du allein ewig bist,
dass im Leben so vieles unwichtig ist,
was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles,
was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir.
Danke!
Johannes Hartl, Theologe, Augsburger Gebetshaus
Allmächtiger, ewiger Gott,
von Dir empfängt das ganze Universum Energie, Existenz und Leben,
wir kommen zu Dir und bitten um Dein Erbarmen,
weil wir heute die Zerbrechlichkeit der Menschheit
in der Erfahrung einer neuen Virusepidemie spüren.
Wir glauben, dass Du den Lauf der menschlichen Geschichte lenkst
und dass Deine Liebe unser Schicksal in der Not zum Besseren wenden kann.
Deswegen vertrauen wir Dir die Kranken und ihre Familien an:
Schenke Ihnen durch das Ostergeheimnis Deines Sohnes
Heil und gib Heilung ihrem Leib und ihrem Geist.
Hilf jedem Mitglied der Gesellschaft, seine Pflicht zu erfüllen,
und stärke den Geist der gegenseitigen Solidarität.
Stehe Ärzten und Pflegekräften, Erzieherinnen und Sozialarbeitern
in der Erfüllung ihres Dienstes bei.
Du, der Du unser Trost in der Schwachheit bist,
wende auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria
und aller heiligen Ärzte und Krankenpfleger jedes Übel von uns ab.
Befreie uns von der Epidemie, die uns gerade plagt,
damit wir gelassen zu unserem alltäglichen Leben zurückkehren
und Dich mit erneuertem Herzen loben und Dir danken können.
Dir vertrauen wir uns an,
zu Dir erheben wir auf die Fürsprache Mariens, der Helferin der Menschen,
unsere Bitte durch Christus unseren Herrn. Amen.
(Dieses Gebet wird derzeit von der Don Bosco Familie weltweit gebetet; nach einem Gebet von Erzbischof Cesare Nosiglia,Turin)
https://www.donbosco4youth.at/de/news/details/novene-zu-maria-der-hilfe-der-christen-coronavirus.html
Gott, du bist barmherzig und treu,
ein guter Hirte.
Du kennst die Wege, die wir gegangen sind,
auch die, über die wir nicht reden.
Du kennst auch die Strecken, die vor uns liegen,
unser Erwartung, unsere Sorge.
Dir vertrauen wir uns an.
Wenn wir uns in Tiefen verlieren,
führe uns,
wenn wir an Höhepunkten übermütig werden,
bewahre uns,
wenn Durststrecken vor uns liegen,
richte uns auf.
Du lässt uns an deinem Tisch das Leben schmecken.
In Christus, unserem Herrn.
Wer unterm Schutz des Höchsten steht (GL 424)
1) Wer unterm Schutz des Höchsten steht, im Schatten des Allmächtgen geht,
wer auf die Hand des Vaters schaut, sich seiner Obhut anvertraut,
der spricht zum Herrn voll Zuversicht: Du meine Hoffnung und mein Licht,
mein Hort, mein lieber Herr und Gott, dem ich will trauen in der Not.
2) Er weiß, dass Gottes Hand ihn hält, wo immer ihn Gefahr umstellt;
kein Unheil, das im Finstern schleicht, kein nächtlich Grauen ihn erreicht.
Denn seinen Engeln Gott befahl, zu hüten seine Wege all,
dass nicht sein Fuß an einen Stein anstoße und verletzt mög sein.3)
Denn dies hat Gott uns zugesagt: Wer an mich glaubt, sei unverzagt,
weil jeder meinen Schutz erfährt; und wer mich anruft, wird erhört.
Ich will mich zeigen als sei Gott, ich bin ihm nah in jeder Not;
des Lebens Fülle ist sein Teil, und schauen wird er einst mein Heil.
Guter Gott, dein Sohn ist für uns Mensch geworden und geht alle unsere Wege mit.
Wir bitten dich:
Unsere Fürbitten fassen wir zusammen und bekräftigen wir, in dem wir das Gebet des Herrn sprechen:
Herr, unser Herr, wie bist du zugegen
und wie unsagbar nah bei uns.
Allzeit bist du um uns in Sorge,
in deiner Liebe birgst du uns.
Du bist nicht fern, denn die zu dir beten
wissen, dass du uns nicht verlässt.
Du bist so menschlich in unsrer Mitte,
dass du wohl dieses Lied verstehst.
Du bist nicht sichtbar für unsre Augen,
und niemand hat dich je gesehn.
Wir aber ahnen dich und glauben,
dass du uns trägst, dass wir bestehen.
Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr;
fremd wie dein Name sind mir deine Wege.
Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott;
mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen?
Bist du der Gott. der Zukunft mir verheißt?
Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen.
Von Zweifeln ist mein Leben übermannt,
mein Unvermögen hält mich ganz gefangen.
Hast du mit Namen mich in deine Hand,
in dein Erbarmen fest mich eingeschrieben?
Nimmst du mich auf in dein gelobtes Land?
Werd ich dich noch mit neuen Augen sehen?
Sprich du das Wort, das tröstet und befreit
und das mich führt in deinen großen Frieden.
Schließ auf das Land, das keine Grenzen kennt,
und laß mich unter deinen Söhnen leben.
Sei du mein täglich Brot, so wahr du lebst.
Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete.
Originaltitel: Ik sta voor U
Text: Huub Oosterhuis
Übertragung: Lothar Zenetti
Herr, ich bin dein Eigentum,
dein ist ja mein Leben,
mir zum Heil und dir zum Ruhm
hast du mir’s gegeben.
Väterlich führst du mich
auf des Lebens Wegen
meinem Ziel entgegen.
Deine Treue wanket nicht,
du wirst mein gedenken,
wirst mein Herz in deinem Licht
durch die Zeit hin lenken.
So weiß ich, du hast mich
in die Hand geschrieben,
ewig mich zu lieben.
Gib auch, dass ich wachend sei,
Herr, an deinem Tage,
und das Licht der Gnaden treu
durch mein Leben trage.
Dass ich dann fröhlich kann
dir am End der Zeiten
Herr, entgegenschreiten.
Youtube-Version:
https://www.youtube.com/watch?v=41cSIWZnPrk
Originaltitel: Zolang er mensen zijn op aarde, Text: Huub Oosterhuis, Übertragung: Dieter Trautwein.
1. Du Sonne der Gerechtigkeit,
Christus, vertreib in uns die Nacht,
dass mit dem Licht des neuen Tags
auch unser Herz sich neu erhellt.
2. Du schenkst uns diese Gnadenzeit,
gib auch ein reuevolles Herz
und führe auf dem Weg zurück,
die deine Langmut irren sah.
3. Es kommt der Tag, dein Tag erscheint,
da alles neu in Blüte steht;
der Tag, der unsre Freude ist,
der Tag, der uns mit dir versöhnt.
4. Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt.
Lass uns, durch deine Gnade neu,
dich preisen durch ein neues Lied. - Amen.
Hilf, Herr meines Lebens, dass ich nicht vergebens,
https://www.youtube.com/watch?v=kclZw0H-mys
Bewahre uns, Gott, behüte uns Gott:
https://www.youtube.com/watch?v=IopcSexAVls

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Die "Erfüllung der Zeit" mußte kommen. Gott wollte die Zeit, in welcher der Mensch unter dem Gesetz wie ein Sklave war, beenden. Daher sandte er seinen Sohn als Bevollmächtigten, damit die Zeit dieser Welt ein Ende hat, und das "Reich Gottes" beginnt. "Geboren von einer Frau" zeigt uns: Er ist nicht einfach erschienen, wie eine himmlische Vision, sondern er wurde Mensch durch das Wirken des Geistes in der Jungfrau Maria. Er teilte mit uns Menschen aber nicht nur die menschliche Natur, sondern auch die geschichtliche Lage: Er stellte sich unter das Gesetz, unter dem die Menschen standen.
Das Ziel der Entsendung Gottes ist, die Menschen "freizukaufen", d.h. ein Befreiungswerk. Aber damit nicht genug: Der reiche Gott ist bereit, uns arme Menschen zu adoptieren, an Kindes statt anzunehmen. Mit dieser Adoption "sandte Gott den Geist seines Sohnes in unser Herz", sodass wir in diesem Geist Abba, Vater, rufen dürfen. Wir dürfen es wagen Gott anzureden, so wie ein Kind seinen Vater anspricht. Denn der Geist des Sohnes befähigt uns zu diesem kindlichen Gebetsruf. Jetzt ist es aber unsere Aufgabe, das, was wir sind, auch zu leben und uns im Leben als Kinder Gottes zu erweisen.
Wer Sohn ist, ist auch Erbe. Nicht durch eigene Leistung, sondern durch gnädige Zuwendung Gottes, sind wir Miterben Christi, wenn wir die Bereitschaft haben, mit ihm zu leiden, um auch mit ihm verherrlicht zu werden (vgl. Röm 8,17).
Der Begriff "Annahme an Sohnes statt" ("freikaufen") ist ein Rechtsbegriff. Menschen, die nicht leibliche Söhne sind, werden dadurch gleichsam als leibliche Söhne angenommen.
Nachdem Gott seinen Sohn in diese Welt gesendet hat, sendet er den Heiligen Geist auch denen, die an ihn glauben. Durch diesen Geist können sie als "Söhne" in einer vertrauten Beziehung zu Gott leben und ihn als Vater, "Abba", bezeichnen. Bildlich und in der Sprache der Theologen gesprochen, wird es durch die Lösung vom Dasein als Sklave und die Annahme als Sohn ermöglicht, das Erbe Gottes in Empfang zu nehmen - die Fülle des gelobten Landes, die Fülle des Lebens und der Gnade Gottes.
Praktische Tipps zum Vorlesen und Textauslegung der Katholischen Bibelwerke Deutschland, Österreich und Schweiz