Die biblischen Lesungen wurden mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet den Lektionaren 2018 ff entnommen. - © 2024 staeko.net. - vgl. Impressum.
Die Katholischen Bibelwerke in Deutschland, Österreich und Schweiz stellen auf ihren Webseiten ausführliche Kommentare und Anleitungen zum Lesen der biblischen Lesungen für Sonn- und Feiertage zum Download im PDF-Format zur Verfügung. Mit freundlicher Genehmigung der Katholischen Bibelwerke übernehmen wir die Kurzeinleitungen zu den Lesungen.
Lesung aus dem Buch Jona.
Das Wort des Herrn erging an Jona:
Mach dich auf den Weg
und geh nach Nínive, der großen Stadt,
und rufe ihr all das zu,
was ich dir sagen werde!
Jona machte sich auf den Weg und ging nach Nínive,
wie der Herr es ihm befohlen hatte.
Nínive war eine große Stadt vor Gott;
man brauchte drei Tage, um sie zu durchqueren.
Jona begann, in die Stadt hineinzugehen;
er ging einen Tag lang
und rief: Noch vierzig Tage
und Nínive ist zerstört!
Und die Leute von Nínive glaubten Gott.
Sie riefen ein Fasten aus
und alle, Groß und Klein,
zogen Bußgewänder an.
Und Gott sah ihr Verhalten;
er sah, dass sie umkehrten
und sich von ihren bösen Taten abwandten.
Da reute Gott das Unheil, das er ihnen angedroht hatte,
und er tat es nicht.
Kv: Zeige mir, Herr, deine Wege,
lehre mich deine Pfade! – Kv
(GL 142,2)
Zeige mir, Herr, deine Wege, *
lehre mich deine Pfade!
Führe mich in deiner Treue und lehre mich; /
denn du bist der Gott meines Heiles. *
Auf dich hoffe ich den ganzen Tag. – (Kv)
Gedenke deines Erbarmens, Herr, /
und der Taten deiner Gnade; *
denn sie bestehen seit Ewigkeit!
Gedenke nicht meiner Jugendsünden und meiner Frevel! *
Nach deiner Huld gedenke meiner, Herr, denn du bist gütig! – (Kv)
Der Herr ist gut und redlich, *
darum weist er Sünder auf den rechten Weg.
Die Armen leitet er nach seinem Recht, *
die Armen lehrt er seinen Weg. – Kv
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Korínth.
Ich sage euch, Brüder:
Die Zeit ist kurz.
Daher soll, wer eine Frau hat,
sich in Zukunft so verhalten, als habe er keine,
wer weint, als weine er nicht,
wer sich freut, als freue er sich nicht,
wer kauft, als würde er nicht Eigentümer,
wer sich die Welt zunutze macht, als nutze er sie nicht;
denn die Gestalt dieser Welt vergeht.
Halleluja. Halleluja.
Das Reich Gottes ist nahe.
Kehrt um und glaubt an das Evangelium!
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
Nachdem Johannes ausgeliefert worden war,
ging Jesus nach Galiläa;
er verkündete das Evangelium Gottes
und sprach: Die Zeit ist erfüllt,
das Reich Gottes ist nahe.
Kehrt um
und glaubt an das Evangelium!
Als Jesus am See von Galiläa entlangging,
sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon,
die auf dem See ihre Netze auswarfen;
sie waren nämlich Fischer.
Da sagte er zu ihnen:
Kommt her, mir nach!
Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen
und folgten ihm nach.
Als er ein Stück weiterging,
sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus,
und seinen Bruder Johannes;
sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.
Sogleich rief er sie
und sie ließen ihren Vater Zebedäus
mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück
und folgten Jesus nach.
In den biblischen Texten dieses Sonntags geht es nicht nur um weitere Berufungserzählungen. Berufung beinhaltet auch persönliche Umkehr.
Ich stelle mir vor, eine Frau oder ein Mann würden auftreten und sagen: „Die Zeit ist erfüllt. Das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um!“ So haben wir es von Jesus gehört. So hat es auch Jona getan. „Noch vierzig Tage und eure Stadt ist zerstört!“ Mit diesen Worten wollten Jesus und auch der Prophet Jona die Menschen zu einem besseren Verhalten bewegen. Sie wollten das Denken und auch das Handeln ihrer Mitmenschen erneuern. Beide haben mit ihren Botschaften gesagt: Wendet euch wieder Gott zu, sonst lauft ihr ins Unglück hinein. Ich glaube, wenn heute Menschen so auftreten, würden sie nicht ernstgenommen. Sie würden eher verlacht werden.
Grund genug hätten solche Menschen. Als ich Anfang Januar jemandem ein frohes neues Jahr gewünscht habe, haben viele gesagt: Hoffentlich wird es ein besseres Jahr als das vergangene. Uns bewegen die großen Themen wie Klimaschutz, die Kriege in der Ukraine und in Palästina. Auch die Lage der Kirche und auch des Glaubens sind momentan alles andere als rosig. Der Glaube hat anscheinend für immer weniger Menschen Bedeutung. Brauchen wir da nicht Menschen, die den Mut haben, uns aufzurütteln?
Und wenn ich an meine eigene Situation denke: Ich wirke in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen. Auch die Menschen, die in dieser Einrichtung leben, finden immer weniger den Weg zum Gottesdienst. Ich frage mich, ob ich ihnen öfter sagen sollte, dass doch hier und da ein Gottesdienstbesuch sinnvoll wäre. Wenn ich weiß, dass Menschen aus meinem Bekanntenkreis wenig mit dem Glauben am Hut haben, frage ich mich auch: Sollte ich nicht den Mut haben, öfter von meiner Einstellung zu sprechen. Das bedeutet auch, Misserfolg zu riskieren. Traurig stellen viele Eltern fest: Unsere Kinder haben wenig mit dem Glauben zu tun. Dabei haben wir uns redlich bemüht, die Kinder zum Glauben zu führen. Sollten wir öfter und mehr von Gott sprechen?
In der Lesung haben wir von den Erfahrungen, die der Prophet Jona damit gemacht hat, gehört. Jona wollte sich zunächst weigern, nach Ninive zu gehen. Nach langem Zögern folgt er dem Auftrag Gottes. Er ruft die Menschen zur Umkehr auf. Die Menschen von Ninive tun zur großen Überraschung Buße in Sack und Asche. Sie haben wohl nicht mehr gemerkt, dass sie auf falschen Wegen gingen. Da hat Jona sie aus den falschen und unguten Wegen herausgerissen. Brauchen nicht auch wir jemanden, der uns aufrüttelt? Sollten wir die sein, die andere aufrütteln? Vielleicht kann Jona uns auch Mut machen, für unseren Glauben einzutreten, unbefangen vom Glauben zu erzählen. Es gibt gar nicht so wenige Menschen, die für den Glauben offen sind und Gespräche über die Lebenseinstellung als Bereicherung empfinden.
Die Apostel haben erlebt, dass viele Menschen den Weg zu Jesus gefunden haben. Dabei sind sie nicht immer auf Gegenliebe gestoßen, wenn sie von Jesus erzählten, wenn sie versuchten, Gott als echte Lebenserfüllung, als wahren Sinn im Leben zu verkündigen.
Nun hat nicht jeder Mensch, die Gabe zu reden. Nicht jeder ist dazu berufen, alles zu verlassen, so wie es die Apostel getan haben. Doch ist jeder getaufte Christ und jede Christin dazu berufen, das eigene Leben auf Gott zu bauen. Jeder von uns ist berufen, an seinem Ort und Platz Gott zu bezeugen und auf das Himmelreich, das in diesem Leben beginnt, hinzuweisen.
Bei allen Gedanken, die mir dazu durch den Kopf gehen, spüre ich: Die Umkehr, von der Jesus sprach, fängt zuerst bei mir an. Mir gefällt das Gebet: „Herr, erwecke deine Kirche, und fange bei mir an!“ Es bringt nichts, mit dem Finger auf andere zu zeigen, darüber zu lamentieren, wie traurig es ist, dass immer weniger Menschen glauben und dass das Glaubenswissen verdunstet. Ich habe die Möglichkeit, mich immer wieder zu fragen, wo kann ich im eigenen Verhalten, im eigenen Denken wachsen und reifen. Die Umkehr, von der Jesus spricht, kann täglich stattfinden. Jesus meint eine Umkehr zu Gott hin. Umkehr kann so bedeuten, dass ich meine Einstellungen an den Worten von Jesus ausrichte. Papst Franziskus hat in seinem Schreiben „Laudato si“ herausgestellt, dass es eine Weise ist, zu Gott umzukehren, wenn wir das Klima, also Gottes gute Schöpfung schützen.
Auf die Worte Jesu zu hören, IHM zu folgen, kann mich herausrufen aus der Komfortzone eines angepassten Lebens. Die Apostel wurden aus den Sicherheiten ihres gewohnten Lebens herausgerufen. Auch uns können der Glaube und die Liebe zu Jesus aus den Sicherheiten und aus den Gewohnheiten des alten Lebens herausrufen. Wir sind berufen, auf die Menschen, in deren Leben Gott kaum noch vorkommt, zuzugehen. Wir können von unserem Glauben erzählen und von unseren Lebenserfahrungen berichten. Wenn wir selbst Tag für Tag umkehren und erkennen lassen, wie sehr wir selbst auf der Suche sind, dann weisen wir uns damit als Christen und Christinnen aus. Dabei dürfen auch wir – wie Jona – den Finger auf so manche Wunde legen und hoffen, dass Menschen sich von der frohen Botschaft Jesu betroffen fühlen.
„Kehrt um zu Gott!" Gott erfüllt unser Leben. Seine Worte zeigen uns den Weg, wie unser Leben bei allen Höhen und Tiefen gelingen kann. „Kehrt um!“ – das ist zuerst uns selbst gesagt. Doch auch jeder ist berufen, in Wort und in Tat Jesus zu verkündigen. Jeder ist dazu persönlich von Jesus berufen wie die Apostel am See.
Jesus beginnt sein öffentliches Wirken wie viele Propheten vor ihm mit dem Ruf zur Umkehr. Wie der Prophet Jona zweifeln wir an der Wirksamkeit von Umkehrpredigten. Wo Menschen zu Gott umkehren, kommt ihnen das Reich Gottes nahe.
Die verhältnismäßig kurzen Bibeltexte dieses Sonntags sehen einfach aus, sind es aber nicht. Sie sollen zu einer Lösung führen. Die erste Lesung zeigt uns die Karikatur eines Propheten, wie er nicht sein soll. Auch die Kirche hat einen prophetischen Auftrag in dieser Welt und erfüllt diesen in manchen Zeiten sehr unzureichend. Jeder einzelne von uns bekommt auch in der Taufe diese Aufgabe zugesprochen. Wir sind gesalbt zu Priestern, Königen und Propheten in alle Ewigkeit.
Nach dem Auftrag JHWHs an den Propheten Jona, die Stadt Ninive zur Umkehr zu mahnen, und Jona nur zögerlich dem Auftrag Folge leistet, kommt es tatsächlich zur Umkehr in dieser Stadt. Jona sollte sich darüber freuen, er tut es aber nicht, vielmehr ist er enttäuscht, fast verbittert, dass es dem König gelingt, die Menschen zur Umkehr ihres Lebenswandels zu bewegen. Auf diese Weise kann in Ninive Neues beginnen.
Das führt zur zweiten Lesung, die auf den ersten Blick überhaupt nicht verständlich ist. Man könnte beinahe zu einer Anleitung zur Heuchelei sprechen. Paulus spricht davon, dass die Lebenszeit sehr kurz ist. Die Menschen erwarteten damals die Vollendung des Reiches Gottes in baldiger Nähe. Der Herr wird demnächst wiederkommen. So meint Paulus, alles, was jetzt für uns wichtig erscheint, gibt es dann nicht mehr. Die Schönheit der Gottesschau wird alles übertreffen. Ihm ist auch wichtig, zu manchen Vorkommnissen im persönlichen Leben Abstand zu gewinnen. Auch das ist eine Form des Umdenkens, der Umkehr. Viele Erledigungen werden aber hinausgeschoben, weil die Wiederkunft des Herrn nicht eintritt.
Umkehr bewirkt Veränderung und geht oft an die Substanz. Die Frau am Jakobsbrunnen kehrt um. Jesus sagt: Ich verurteile dich nicht. In der Umkehr kann auch Berufung verdeutlicht werden. Berufung muss nicht gleich ein kirchliches Amt sein. Es gibt auch die Berufung zu einer guten Ehe, zu einem besonderen Beruf. Berufung ist Freude, seine Begabungen und Talente gut zu nützen.
Umkehr hat nicht nur jeder einzelne notwendig, sondern auch die christlichen Kirchen als Institutionen. Kirchenhistoriker haben u. a. auch Aufgabe festzustellen, wo Kirche den Weg des Evangeliums verlassen und Irrwege beschritten hat; durch Machtgehabe, Prunksucht, geistlichen und körperlichen Missbrauch. In der Gebetswoche um Einheit der Christen möge man das besonders bedenken und Taten folgen lassen im Kleinen wie im Großen.
Umkehr soll uns ins Reich Gottes führen, zur Erkenntnis der Liebe Gottes. Umkehr soll uns befähigen, wie er zu lieben und einander Freude zu schenken.
Am Beginn seines Evangeliums erzählt Markus von der Berufung der ersten Jünger Jesu. Wer die Texte aufmerksam liest, entdeckt darin auch die Berufungsgeschichte Jesu. Aus der Zusammenschau kann man Gemeinsamkeiten herauslesen, die auch für die Berufungen heute Gültigkeit haben.
Vor einigen Tagen haben wir unseren am längsten ehrenamtlich gedienten Mitarbeiter zu Grabe getragen. Vor mehr als 70 Jahren hat er begonnen, in unserer Kirche regelmäßig zu ministrieren. Diesen Dienst hat er auch als Erwachsener bis an sein Lebensende ausgeübt. Seit der Liturgiereform versah er eifrig den Lektorendienst. Darüber stand er uns in verschiedensten Hilfsdiensten, die im Laufe eines Kirchenjahres anfallen, zur Seite. Er und seine Familie wurden in dieser langen Zeit zu wichtigen Bezugspersonen unserer Klosterkirchengemeinde.
Seine lebenslange Berufungsgeschichte ist mir vor Augen getreten, als wir am vergangenen Sonntag in der Lesung die Berufungsgeschichte des Propheten Samuel, der bereits als kleiner Junge in den Tempeldienst hineingewachsen ist, gehört haben. Aber auch die Erzählung von der Berufung der ersten Jünger hat mich an unseren Mitarbeiter erinnert.
Was haben diese Berufungserzählungen gemeinsam? Was gilt auch für uns heute für das Finden der Berufung im persönlichen Leben und im Glaubensleben? Wie wird man zu einem Dienst, zu einer Aufgabe berufen? Es geht dabei um mehr als um ein subjektives Berufungsgefühl.
Im Evangelium haben wir heute von der Berufung der ersten Jünger aus dem Markusevangelium gehört. Diese Erzählung fasziniert aufs Erste, weil Simon Petrus, sein Bruder Andreas, Jakobus und dessen Bruder Johannes auf die Aufforderung Jesu hin alles liegen und stehen lassen und mit Jesus mitziehen.
Ganz unbekannt dürfte ihnen Jesus nicht gewesen sein. Sie haben ihn schon bei Johannes dem Täufer am Jordan kennengelernt, weiß das Johannesevangelium zu berichten. Johannes der Täufer hat offenbar viele junge, religiös und politisch interessierte Menschen angezogen. Um ihn ist eine Erneuerungsbewegung entstanden, die weder dem König Herodes noch den Religionsverantwortlichen in Jerusalem geheuer war. Man hoffte, diese Entwicklung stoppen zu können, indem man Johannes "aus dem Verkehr" zog und ins Gefängnis warf. Seinen Anhängern blieb zunächst nichts anderes übrig, als in ihr früheres Leben zurückzukehren. Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes üben wieder ihr Fischerhandwerk am See von Galiläa aus.
Auch Jesus ging zurück nach Galiläa in seine alte Heimat. Er gibt aber nicht resigniert auf, sondern zieht los, greift die Predigt des Johannes auf, und beginnt zu verkünden: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium. Offenbar wollte er sich nicht von den Mächtigen kleinkriegen lassen sondern war entschlossen, in die Fußstapfen des Täufers zu treten und seinen Einsatz für die religiöse Erneuerung auf eigene Weise fortzusetzen. Er begann seine alten Freunde zu sammeln und mit ihnen die Frohe Botschaft vom Reich Gottes zu verkünden.
Was sich aufs Erste als "Berufung der ersten Jünger" liest, erzählt mehr noch vom Berufungserlebnis Jesu: Der Geist Gottes treibt ihn, das Werk Gottes nach dem Beispiel des Täufers weiterzuführen.
Wir sind gewohnt, die Berufungserzählungen von den Propheten und den Jüngern Jesu als außerordentliche Ereignisse anzusehen. Im Rückblick mögen sie außergewöhnlich erscheinen, Berufung in den Dienst Gottes und in die Nachfolge Jesu geschieht aber mitten im Leben. Einige Jünger des Johannes spüren: Sein Werk muss weitergehen. Jesus ergreift die Initiative und steht am Anfang einer neuen Bewegung.
Wie kommen Berufungen zustande? – Die Berufenen stehen in einem Dialog mit Gott, mit ihren Vorbildern und nicht zuletzt mit der Situation, in der sie leben. Sie lassen sich davon ansprechen und herausfordern.
Immer wieder lassen sich Menschen von der Frohen Botschaft vom Reich Gottes ansprechen; in einem ersten Schritt indem sie sich bewusst werden, dass in dieser Sichtweise ihr Leben in einem anderen Licht erscheint, einen neuen Sinn und eine neue Ausrichtung bekommt. In einem weiteren Schritt spüren viele auch die Herausforderung, diese neue Sichtweise als Frohe Botschaft weiterzutragen und anderen mitzuteilen.
Berufung heißt, sich einerseits von der Frohen Botschaft vom Reich Gottes (und damit von Gott) und andererseits von der Not der Menschen ansprechen zu lassen. Von Jesus wird an vielen Stellen erzählt, dass ihm die Not der Menschen zu Herzen ging, dass er sich davon berühren ließ. Er erlebte sie wie Schafe, die keinen Hirten haben. Zugleich lebte er in einem ständigen Gespräch mit seinem Vater im Himmel. Aus dieser Spannung heraus entwickelte er seine "Mission".
Berufung kann auf sehr unterschiedlichen Wegen erfahren werden. Manche Menschen wie z.B. unser verstorbener Mitarbeiter erleben sie als ein Hineinwachsen in das "Geheimnis des Glaubens", andere erfahren sie als ein Aha-Erlebnis, in dem ihnen plötzlich die Augen aufgehen, andere entdecken eine neue Sichtweise des Glaubens, nachdem sie in ihrem Leben in eine Sackgasse geraten sind, wieder andere durch eine Begegnung mit einer faszinierenden Persönlichkeit. Entscheidend ist, dass wir uns von Gott ansprechen lassen.
Die Geschichte des Propheten Jona führt uns die Mühen des Pophetseins vor Augen. Es gilt über den Tellerrand der eigenen Bedürfnisse hinauszuschauen und sich nicht hinter den Einstellungen der eigenen "Blase" zu verschanzen.
Die heutige alttestamentliche Lesung erzählt von Jona. Jona ist vielen von uns bekannt als der Mann der im Bauch eines Fisches war. Der Auftrag Gottes an ihn, war ihm zu viel. Er hatte sich schon als das erste Mal, als der Auftrag an ihn erging, aus dem Staub gemacht. Er hat versucht, der Sache zu entkommen.
Nach all den Turbulenzen auf seiner Flucht, die eben letztlich im Fischbauch endete, steht er wieder auf festem Boden, er ist wieder unversehrt an Land gekommen - vom Fisch an Land gespien und wieder ereilt ihn derselbe Auftrag. Er soll sich genau dorthin aufmachen, wo es ihm wirklich widerstrebt hinzugehen. Es zieht ihn überhaupt nicht nach Ninive, am liebsten würde er wohl wieder davonlaufen. In dieser großen Stadt dürfte einiges im Argen gelegen sein, genauer wird darauf nicht eingegangen.
Jona geht dann zwar hin, macht sich aber nicht die Mühe, alle StadtbewohnerInnen von der von Gott prophezeiten Vernichtung, zu informieren. Er geht nur ein bisschen in die Stadt hinein - einen Tagesmarsch lang, wo sie aber doch 3-Tagesmärsche groß ist. Nur einen Tag lang ruft er die Botschaft, dass die Stadt in 40 Tagen zerstört sein wird. Das genügt ihm. Damit ist der Auftrag für ihn erledigt. Haben sie bisher nicht gehört, warum sollten sie es jetzt tun und warum sollte ihnen verziehen werden. Aber diesmal kommt es anders, die Menschen hören ihm zu und die Nachricht geht bis zum König, auch er nimmt endlich die Sache ernst.
Wenn auch nicht der König der ist, der den Anfang macht. Aber nun ist er ganz dabei. Er ruft alle zum strengen Fasten auf. Ein Fasten, das auch für die Tiere gelten soll. Angestrebt wird, dass jede und jeder umkehren soll vom „bösen Weg und von der Gewalt, die an den Händen klebt.“ Und Gott hat Verständnis und zeigt sich nachsichtig. Er ist gnädig und barmherzig Menschen und auch den Tieren gegenüber wie es im Text heißt, was Jona ganz und gar nicht einsehen kann und will.
Dafür fehlt Jona völlig das Verständnis. Er muss erst lernen und einsehen, was sein ganzer Auftrag als Prophet ist. Nicht nur wahrzunehmen und zu benennen, wenn in einem System - in einer Stadt, in einem Staat - etwas schief läuft, wenn nicht mehr das gute Leben, das Ziel des Handelns ist. Sondern er muss noch lernen, den Irrläufern, jenen die bisher nicht das Gute im Auge hatten, zumindest eine Chance zu geben, er muss sich ein Beispiel an Gott nehmen.
Systemkritikerin oder -kritiker zu sein wie es Jona war, ist das eine, daran zu glauben, dass sich etwas ändern wird und den IrrläuferInnen eine Chance zu geben das andere. Bei dem einen oder anderem Projekt auch jene mit ins Boot zu nehmen, in die man gerade nicht seine Hoffnung gesetzt hat. Das ist wohl die spannende Herausforderung, über die in dieser Erzählung berichtet wird. Immer wieder sich über den Tellerrand, den eigenen Freundeskreis (Dunstkreis), hinauszubewegen, um dort Verbündete zu suchen für den Weg zum guten Leben, unabhängig davon, ob es nun ein soziales oder ökologisches Vorhaben ist.
Es dann auch noch auszuhalten, wenn es bei den Neulingen besser läuft als bei mir, die ich mich schon lange abmühe, könnte auch noch eine Irritation sein. Es wird wohl nicht immer leicht sein, Prophet oder Prophetin im eigenen Land zu sein. Ich denke aber, dass es diese ganz besonders auch jetzt braucht: Jene, die genau hinsehen das Wort erheben und sich einsetzen für eine gute Kultur des Miteinanders.
Nun noch ein Blick auf das Evangelium: Die im Evangelium Gerufenen, werden einen ähnlichen Auftrag ausführen wie Jona. Ihr „Job“ ist es auch dorthin zu gehen, wo es brenzlig ist, wo Gott nicht mehr spürbar ist. Genau dorthin, wo es scheint, dass Gott nicht mehr da ist, zum Beispiel im persönlichen Bereich. Wo Einsamkeit und Sorge den Ton angeben, so wie wir es in der letzten Zeit erlebt haben, bei den Menschen, die alleine leben, deren finanzielle Nöte durch die Pandemie gewachsen sind, die anderen, die vor lauter Arbeit, sei es nun zuhause oder im Beruf, erschöpft sind.
Eine neue Erfahrung hat zudem tiefe Spuren hinterlassen, der Mangel an persönlichen physischen Begegnungen. Die Nächsten sind nicht mehr greifbar, nicht spürbar, nicht mehr zur Gänze sichtbar, nicht mehr riechbar. Genau dort glaube ich, sind wir nun gefordert, das gute Leben wieder spürbar zu machen.
Der emeritierte Bischof Wanke hat das in den sieben Sätzen der Barmherzigkeit formuliert.
Ich höre dir zu.
Ich gehe ein Stück mit dir.
Ich rede gut über dich.
Ich bete für dich.
Ich teile mit dir.
Ich besuche dich.
Du gehörst dazu.
Es braucht einerseits die sozialstaatliche Absicherung und eine funktionierende Infrastruktur, funktionierendes Gesundheitssystem wie das letzte Jahr gezeigt hat und das daher unbedingt erhalten bleiben muss und die persönliche Begegnung. Sozial ist nicht nur digital.
© Mag.a Lucia Göbesberger, Leiterin der Abtlg. Gesellschaft & Theologie, Pastoralamt Linz.
Die Hektik des Alltags lässt uns oft keine Zeit zum Durchatmen, zur Besinnung auf das Wesentliche. Jesus richtet unseren Blick auf das Reich Gottes und ruft uns umzukehren und eine neue Zeit zu wagen. Dass Umkehr möglich ist, erzählt uns die Geschichte des Propheten Jona.
Markus vermerkt heute, dass Jesus das Evangelium Gottes verkündet. Er predigt nicht sich, sondern das, was von Gott kommt. Seine Predigt lautet: "Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“
Lieder:
GL 140: Kommt herbei, singt dem Herrn
GL 144: Nun jauchzt dem Herren alle Welt
GL 161: Du rufst uns Herr, trotz unserer Schuld
GL 233: O Herr, wenn du kommst, wird die Welt wieder neu
GL 266: Bekehre uns, vergib die Sünde
GL 275: Selig, wem Christus auf dem Weg begegnet
GL 361: Mein schönste Zier und Kleinod bist
GL 362: Jesus Christ, you are my life
GL 365: Meine Hoffnung und meine Freude
GL 377: O Jesu, all mein Leben bist du
GL 395: Den Herren will ich loben
GL 414: Herr, unser Herr, wie bist du zugegen
GL 428: Herr, dir ist nichts verborgen
GL 437: Meine engen Grenzen, meine kurze Sicht, bringe ich vor dich
GL 440: Hilf, Herr meines Lebens
GL 446: Lass uns in deinem Namen, Herr, die nötigen Schritte tun
GL 448: Herr, gib uns Mut zum Hören
GL 450: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht
GL 451: Komm, Herr, segne uns
GL 456: Herr, du bist mein Leben, Herr, du bist mein Weg
GL 464: Gott liebt diese Welt und wir sind sein Eigen
GL 470: Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht
GL 477: Gott ruft sein Volk zusammen
GL 489: Lasst uns loben, freudig loben
GL 491: Ich bin getauft und Gott geweiht (3. Str.)
GL 543: Wohl denen, die da wandeln
GL 456: Herr, du bist mein Leben, Herr du bist mein Weg
Kehrverse und Psalmen:
GL 38,1: Der Herr ist mein Licht und mein Heil - Mit Psalm 1 (GL 31,2) - IV.
GL 53: Hört auf die Stimme des Herrn, verschließt ihm nicht das Herz - Mit Psalm 95 - VI.
GL 71: Selig, wer Gott fürchtet und auf seinen Wegen geht - Mit Psalm 128 - VIII.
GL 454: Geht in alle Welt, Halleluja, und seid meine Zeugen. Halleluja - Mit Psalm 111 (GL 60,2) oder mit Psalm 121 (GL 67,2) - VI.
GL 623,5: So spricht der Herr: Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium - Mit Psalm 25 - I.
GL 584,4: Herr, du hast Worte ewigen Lebens - Mit Psalm 19 - II.
„Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“, sind die ersten Worte, die Jesus spricht. Schenken wir seinen Worten und seiner Liebe immer wieder neu unser Herz! Lassen wir uns von ihm rufen, mit ihm zu leben, unsere Liebe zu erneuern und Gott als Herrn unseres Lebens annehmen!
Grüßen wir Jesus, der uns zu Gott führt, dessen Worte frohe Botschaft sind, in unserer Mitte und bitten wir ihn um sein Erbarmen.
Glücklich schätzen kann sich jede und jeder, wer in der gegenwärtigen Krisensituation beruflich abgesichert ist. Noch mehr ist glücklich zu schätzen, wer einer Beschäftigung nachgehen kann, die für sie oder ihn zur Berufung geworden ist, die sie persönlich ausfüllt und Freude bereitet.
Wie wird aus einer Aufgabe eine Berufung? Die Evangelien erzählen, wie sich Jesus von der Not der Menschen, die ihm begegneten, herausfordern ließ und wie er so seine eigene Sendung und Berufung gefunden hat. Jesus hat Menschen aufgefordert, es ihm gleich zu tun und ihm nachzufolgen.
Auch wir werden vom Leben und von unserem Glauben an das Reich Gottes herausgefordert, unsere persönliche Berufung zu suchen.
Bitten wir den Herrn, dass er uns die zu uns passende Lebensaufgabe und den rechten Weg finden lässt.
Herr,
du rufst uns aufzubrechen und uns auf den Weg zu machen, wie du einst Jona gerufen hast.
Du rufst uns, Dinge hinter uns zu lassen und ins Ungewisse zu gehen. Das fällt uns schwer.
Herr, erbarme dich.
Herr,
deine Forderung ins Unbekannte aufzubrechen, ist eine große Herausforderung.
Wir schaffen es oft schon nicht, auf unsere Mitmenschen rechts und links von uns zuzugehen.
Christus, erbarme dich.
Herr,
Jona erhob klar und deutlich seine Stimme und ruft aus, was ihm aufgetragen wurde.
Wir trauen uns oft schon nicht zu sagen, was wir meinen, und für unsere Glaubensüberzeugung deutlich einzutreten.
Herr, erbarme dich.
Am Beginn unserer Feier bringen wir unsere Fehler und Sünden vor Gott und bitten um seine Barmherzigkeit:
Herr, leite uns auf den Weg der Umkehr. Hilf uns, die notwendigen Schritte zu unternehmen, unser Verhalten zu ändern und deinen Willen zu erfüllen.
Herr, erbarme dich unser.
Herr, vergib uns, wenn unsere Worte oder Taten Schmerz verursacht haben. In unserer Schwäche haben wir uns von dem Weg entfernt, den du für uns vorgesehen hast. Wir bitten um deine Gnade und um die Kraft zur Umkehr.
Christus, erbarme dich unser.
Herr, wir bitten dich, sei in unseren Herzen und stärke uns auf dem Weg der Umkehr. Lass dein Licht in unsere Dunkelheit scheinen und leite uns auf den Pfad der Gerechtigkeit und Liebe.
Herr, erbarme dich unser.
Herr, dein Kreuz ist uns Zeichen der Hoffnung. Durch dein kostbares Blut wasche uns rein und schenke uns die Kraft, Buße zu tun in Christus Jesus unserem Herrn. – Amen.
© Hans Tinkhauser <hans.tinkhauser@aon.at>
Herr,
uns entgleitet die Zeit.
Es geht alles so schnell.
Wir laufen oft einfach nur hinterher.
Herr, erbarme dich.
Christus,
du hast unsere Zeit lieb gewonnen.
Du verwandelst sie in deiner Liebe.
Christus, erbarme dich.
Herr,
im täglichen Trott geht vieles verloren.
Hilf uns, umzukehren.
Herr, erbarme dich.
Zeige mir, Herr, deine Wege,
lehre mich deine Pfade!
Führe mich in deiner Treue und lehre mich;
denn du bist der Gott meines Heiles.
(Ps. 25,4f)
Herr Jesus Christus,
du verkündest das Reich Gottes.
In deinen Worten und Taten ist es nahe.
Herr, erbarme dich.
Du berufst Menschen, dich zu verkünden.
In ihren Worten und Taten sind sie Zeugen und Zeuginnen.
Christus, erbarme dich.
Wie durch den Propheten Jona rufst du uns zur Umkehr,
denn die Zeit ist kurz, wie es Paulus sagt.
In unseren Worten und Taten können wir Licht und Hoffnung sein.
Herr, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
du bist in die Welt gekommen, das Reich Gottes zu verkünden.
Herr erbarme Dich.
Du hast uns gerufen, dir zu folgen.
Christus erbarme dich.
Wir dürfen mitbauen am Reich Gottes.
Herr erbarme dich.
Herr, Jesus Christus,
der Geist Gottes hat dich angetrieben,
die Frohe Botschaft vom Reich Gottes den Menschen nahe zu bringen.
Herr, erbarme dich.
Du forderst Männer und Frauen auf, dir in deinem Engagement zu folgen.
Christus, erbarme dich.
Du sendest uns aus,
deine Frohe Botschaft in unsere gegenwärtige Welt hineinzutragen.
Herr, erbarme dich.
GL 163,4: Herr Jesus, du ruft die Menschen zur Umkehr
Herr Jesus Christus,
das Reich Gottes ist nahe - durch dich.
Kyrie eleison.
Herr Jesus Christus,
Menschen werden gerufen, Gottes Reich zu verkünden - von dir.
Christe eleison.
Herr Jesus Christus,
als Töchter und Söhne wollen wir in dieser Welt leben - mit dir.
Kyrie eleison.
Allmächtiger, ewiger Gott,
lenke unser Tun nach deinem Willen
und gib,
daß wir im Namen deines geliebten Sohnes
reich werden an guten Werken.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.
MB 3. Sonntag im Jahreskreis
Heiliger Gott.
Du hast deine Gemeinde zur Heiligkeit berufen.
Du befähigst uns schon in dieser Welt
zu einem neuen Leben.
Vergib uns,
wenn wir dennoch immer wieder versagen.
Sende uns deinen Geist
und laß uns erfahren,
daß du die Herzen der Menschen verwandelst.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB Auswahl 10
Jesus Christus hat gesagt:
"Sorgt euch nicht um euer Leben!
Ängstigt euch nicht!
Euch soll es zuerst um das Reich Gottes gehen;
dann wird euch das andere dazugegeben."
Darum beten wir:
Gott. Wir fürchten, wenn wir uns auf dich einlassen,
wird unser Leben noch schwerer;
wenn wir uns für deine Sache mühn,
kommen wir selber zu kurz.
Mach uns frei von der Angst.
Gib uns Freude an deinem Reich
und laß uns erfahren,
daß dir allein die Zukunft gehört.
Das gewähre uns durch Jesus Christus.
Amen.
MB Auswahl 40
Gott.
Du kennst uns besser, als wir uns selber kennen.
Du weißt, wie sehr wir
der Änderung und Umkehr bedürfen.
Aber du trittst nicht mit Gewalt an uns heran
oder mit List.
Du kommst zu uns mit deinem Wort -
deinem offenen und guten,
deinem fordernden und heilenden Wort.
Gib, daß wir dir heute nicht ausweichen,
daß wir uns öffnen
und dein Wort annehmen:
Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Amen.
MB Auswahl 33
Gott,
dein Sohn beruft Menschen,
die an seiner Sendung teilnehmen.
Schenk uns Freude über unsere eigene Berufung
und mache uns zu glaubwürdigen Boten deiner Liebe.
Durch Christus, unseren Herrn.
Jesus, du forderst:
„kehrt um – das Reich Gottes ist nahe!“
Wir wollen umkehren,
wo es nötig ist umzukehren,
wo wir uns in schlechte Gewohnheiten verrannt haben,
wo wir glauben, es geht uns ohne Gott besser,
wo wir zu wenig glauben, zu wenig hoffen, zu wenig lieben.
Führe uns auf den rechten Weg zurück.
Deine Worte helfen uns dazu. - Amen.
Gott, unser Vater im Himmel,
wir vertrauen darauf,
dass du uns in deiner unendlichen Güte vergibst.
Möge dein Heiliger Geist in uns wirken
und uns zu einem Leben führen,
das Deinem Willen entspricht.
Darum bitten wir durch Jesus Christus unseren Herrn,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. - Amen.
© Hans Tinkhauser <hans.tinkhauser@aon.at>
Jesus,
du nimmst uns in deinen Dienst.
Du willst uns an den Ort stellen,
der der beste Ort ist.
Du willst uns die Aufgabe geben,
die unseren Fähigkeiten entspricht.
Du kommst in unser Leben;
mal gelegen,
ein anderes Mal ungelegen.
Lass uns hören und erkennen,
wenn du uns rufst aus unserem Leben,
wenn du uns rufst, dich zu bezeugen.
Dein Wort helfe uns. - Amen.
Gott,
unsere kleine Welt ist dir vertraut.
Du weißt, woran wir unser Herz hängen,
Du kennst auch unsere Sehnsucht,
eine andere, neue Welt zu finden.
Hole uns ab,
rufe uns auf deinen Weg
und schenke uns dann die herrliche Freiheit
deiner Kinder.
Zu dir sind wir unterwegs.
Im Namen Jesu, deines Sohnes, unseres Herren,
in der Kraft deines Geistes
in Ewigkeit.
Zu unserem Herrn Jesus Christus, in dem das Himmelreich nahe ist, beten wir:
Gib deiner Kirche den Mut zur Umkehr zu deinen Worten und zur Hinkehr zu den ärmsten der Menschen.
Reiße alle, die selbstzufrieden sind, heraus aus falschen Wegen.
Rüttle an die Herzen derer, die Kriege und Ungerechtigkeiten verschulden.
Erbarme dich aller, deren Leben durch Gewalt und Hass körperlich wie seelisch zerstört wird.
Schenke allen, die ihr Leben ohne deine Liebe gestalten, Einsicht, dass allein deine Liebe ein erfülltes Leben möglich macht.
Nimm alle Verstorbenen auf in das Reich deiner Liebe und sei den Sterbenden nahe.
Dich loben und preisen wir, jetzt und in alle Ewigkeit. - Amen.
Die verschiedenen christlichen Kirchen eint der Glaube an Jesus Christus. Mit ihm lasst uns zu seinem und unseren Vater beten:
Wir beten um die Einheit aller christlichen Kirchen, die in ihrer Sehnsucht nach Gemeinschaft über die Konfessionsgrenzen hinaus versuchen die gegenseitigen Unterschiedlichkeiten zu ertragen und wertzuschätzen.
Wir beten für eine Welt in Zeiten massiver Umbrüche, die vermeintliche Sicherheiten verliert und sich durch die Veränderungen im Klima und den politischen Einflussbereichen umorientieren muss.
Wir beten für alle, die sich von dir in Dienst nehmen lassen, deine Frohbotschaft verkündigen und danach leben und so an deinem Reich mitwirken.
Wir beten für uns selbst um Vertrauen in dein Wort, das in Jesus Christus in unsere Welt gekommen ist und für uns in den Texten der Bibel lebendig ist.
Wir beten für alle Verstorbenen, die durch ihr Leben und ihr Zeugnis unseren Glauben an dich gefördert haben.
In der Suche nach Halt und Zuversicht bitten wir dich, erhöre unsere Gebete und breite deinen Segen über uns selbst, alle christlichen Konfessionen und die ganze Welt aus. - Amen.
Guter Gott,
du hast uns in deine Nachfolge gerufen.
Wir bitten dich:
Für alle, die sich zurückgezogen haben, weil sie enttäuscht wurden, für alle, die einsam sind:
Lass sie Menschen finden, die ihnen zeigen, dass sie nicht allein gelassen sind.
Für alle, die unermüdlich versuchen, dein Wort auf neuen Wegen zu verkünden, auch wenn die Umstände noch so gegen sie sind.
Lass sie Wege finden, die zu den Menschen führen.
Für alle, die du in den Dienst der Kirche berufen hast.
Las sie die Kraft finden, ihre Berufung zu erkennen und ihr nachzufolgen.
Für die Verantwortlichen in den Religionen.
Lass sie erkennen, dass es uns nur gemeinsam gelingen kann, für Frieden in unserer Welt zu sorgen.
Für alle, die sich ehrenamtlich in der Welt engagieren, hier bei uns vor Ort, aber auch in den Krisengebieten unserer Erde: lass sie spüren, dass ihr Engagement nicht umsonst ist.
Für alle, die versuchen, Nachfolge zu leben.
Lass sie immer mehr erkennen, wie sie den Nächsten dienen und deine Liebe leben können.
Für die Menschen, die sich von Politik und Gesellschaft alleingelassen fühlen und Angst haben, die Verlierer unserer Zeit zu sein.
Lass sie einen Weg finden, wieder hoffnungsvoll in die Zukunft zu sehen.
Für die Kranken.
Stärke sie und lass sie Halt finden bei Dir.
Für unsere Verstorbenen.
Lass sie bei Dir neue Heimat finden.
Guter Gott,
dein Sohn hat das Gottesreich jetzt und hier in unserer Welt angekündigt. Und wir dürfen mit daran mitbauen. Dafür danken wir dir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. - Amen.
Herr, wir wenden uns an dich mit unseren Bitten:
Für alle Menschen, die auf der Suche nach Sinn und Orientierung sind, bitten wir um die Gnade der Umkehr. Möge Gottes Geist sie leiten und ihre Herzen öffnen für die Wahrheit des Glaubens.
Inmitten der Herausforderungen des Lebens bitten wir um Stärkung im Glauben. Möge unser Vertrauen in dich wachsen, und lass uns fest auf dein Wort bauen.
Für alle, die sich in ihrem Glauben von dir entfernt haben, erbitten wir die Gnade der Umkehr. Möge deine Liebe ihre Herzen berühren und sie zurückführen auf den Weg des Glaubens.
Stärke alle, die sich für die Verbreitung des Evangeliums einsetzen. Möge ihre Arbeit Frucht tragen, und schenke ihnen die Freude, Menschen für dich zu gewinnen.
In den Herausforderungen des Alltags bitten wir dich um den Mut, unseren Glauben aktiv zu leben. Hilf uns, Licht in die Dunkelheit zu bringen und deinen Namen durch unser Handeln zu verherrlichen.
Wir vertrauen dir alle Verstorbenen an, deren Namen wir in unseren Herzen tragen. Lass sie in deinem Frieden ruhen, und gewähre uns die Kraft, im Glauben an die Auferstehung wachsen.
Herr, unser Gott,
höre auf unsere Bitten und gieße deine Gnade über uns und alle Menschen aus. – Amen.
© Hans Tinkhauser <hans.tinkhauser@aon.at>
Guter Gott,
du siehst die Nöte der Menschen.
Höre auf unsere Bitten!
Wir bitten für alle, die in der gegenwärtigen Krise ihre Beschäftigung und ihr Einkommen verloren haben.
Führe sie dieser Unsicherheit und Not heraus.
Wir bitten für alle, deren Leben durch eine plötzliche Krankheit oder einen Schicksalsschlag durcheinander geworfen worden ist.
Lass sie wieder Halt und Gesundheit finden.
Wir bitten für alle, die du berufst, einen Dienst in der Kirche auszuüben.
Lass sie spüren, dass sie gebraucht werden, und gib ihnen die Kraft, ihrer Berufung zu folgen.
Wir bitten dich für alle, die einen Beruf oder eine ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohl der ganzen Gesellschaft ausüben.
Lass sie sich ihrer Verantwortung bewusst sein und schenke ihnen Freude an ihren Aufgaben.
Wir bitten dich für alle, die sich als Entwicklungshelfer oder in einem internationalen Hilfsdienst engagieren.
Lass ihren Engagement Früchte tragen.
Wir bitten dich für alle unsere Verstorbenen,
besonders für jene, denen wir als Gemeinschaft Dank schulden.
Schenke ihnen ewige Freude und Erfüllung bei dir.
Gott und Vater aller,
dein Reich komme und schenke uns allen Frieden und Sicherheit. – Amen.
Jesus verkündet das Evangelium Gottes.
Jetzt ist die Zeit erfüllt. Sein Reich ist nahe.
Lasst uns beten
Wir rufen zu dir: Herr, fülle unsere Zeit mit deiner Liebe
Herr, wir bitten dich für die Menschen,
die von ihren Uhren und Kalendern beherrscht werden,
die von einem Termin zum anderen hetzen,
die am Abend nicht mehr wissen, wer sie sind.
Herr, wir denken an die Menschen,
die mit dem Gefühl der fließenden Zeit ins Bodenlose fallen,
die keine Aufgaben mehr haben,
denen auch nichts mehr zugetraut wird.
Herr,
wir befehlen dir die Menschen, die Terminpläne machen,
die international Abkommen und Verträge schließen,
die sich nicht damit abfinden, dass lebenswichtige Punkte vergessen oder vertagt werden.
Herr,
wir vertrauen dir die Menschen an, die nicht länger warten können,
die Ungerechtigkeit, Umweltschäden und Machtmissbrauch anprangern,
die für sich und ihre Familien das Heil in der Flucht suchen,
Herr,
bei dir wissen wir die Menschen geborgen, die ihr Leben bilanzieren,
die die vielen Löcher in ihrer Biografie nicht mehr stopfen können,
die noch einmal neu aufbrechen und umkehren.
Du hast Menschen in deine Nachfolge gerufen.
Simon und Andreas, Jakobus und Johannes,
und uns auch.
Hilf uns, deine Liebe, dein Wort, deine Zeichen
unter uns zu teilen,
In Christus, unserem Herrn.
Herr,
nimm unsere Gaben an und heilige sie,
damit sie zum Sakrament der Erlösung werden,
das uns Heil und Segen bringt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 3. Sonntag im Jahreskreis
Jesus,
Brot und Wein stehen auf dem Altar.
Sie werden gewandelt zu deinem Leib und zu deinem Blut.
Wenn wir deinen Ruf zur Umkehr beachten,
dann werden auch wir gewandelt,
in Menschen, die lieben,
die füreinander leben,
die immer mehr das zeigen, was das Wesen deines Vaters ist:
grenzenlose Liebe. - Amen.
Gott, unser Vater im Himmel,
und bringen dir unsere Gaben dar.
Wir danken dir von Herzen
für die unendliche Liebe,
die du uns durch Jesu Opfer am Kreuz erwiesen hast.
Durch sein Blut hast du uns Erlösung und Vergebung geschenkt, der du mit ihm in Einheit mit dem Heiligen Geist lebst und herrscht in Ewigkeit. – Amen.
© Hans Tinkhauser <hans.tinkhauser@aon.at>
Jesus,
wir sind jetzt deine Gäste.
Du bist da in Brot und Wein.
Sie sind Zeichen deiner Liebe für uns
und Zeichen deiner Liebe zu uns.
Dir zu folgen,
an dich zu glauben,
bedeutet füreinander zu leben,
füreinander das Leben hinzugeben.
Stärke diese Liebe in uns,
wenn wir mit dir zusammen sind. - Amen.
Kehrvers:
Der Herr ist mein Licht und mein Heil. (GL 38,1)
Guter Gott,
wir kommen zu dir, um dir zu danken:
Du erbarmst dich deiner Geschöpfe
und führst sie auf den Weg zurück,
der sie zum ersehnten Leben führt.
Kehrvers
Durch die Propheten hast du dein auserwähltes Volk ermahnt,
dem mit dir geschlossenen Bund treu zu bleiben.
Durch Jesus von Nazareth hast du einen neuen Bund gestiftet
und allen, die auf seinen Ruf zur Umkehr hörten,
die Macht gegeben, deine Töchter und Söhne zu werden.
Kehrvers
Er hat Jünger berufen, alles zu verlassen und ihm nachzufolgen.
Durch sie hat er Menschen aus allen Völkern und Nationen gesammelt
und in dein heiliges Volk eingegliedert,
damit sie ewiges Leben haben.
Kehrvers
Du berufst auch heute Frauen und Männer,
die das Wissen um dein Reich lebendig halten
und dein Volk ermahnen, sich mit ungeteiltem Herzen auf dich
und das endgültige Kommen deines Reiches auszurichten.
Kehrvers
So danken wir dir mit allen Heiligen,
dass du uns berufen hast, vor dir zu stehen
und in deiner Gegenwart zu leben.
Mit ihnen und mit der ganzen Schöpfung singen wir dein Lob.
Danklied, z. B.: Den Herren will ich loben (GL 395)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
immer und überall zu danken
durch deinen geliebten Sohn Jesus Christus.
Er ist dein Wort,
durch ihn hast du alles erschaffen.
Ihn hast du gesandt als unseren Erlöser und Heiland.
Er ist Mensch geworden durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria.
Um deinen Ratschluß zu erfüllen
und dir ein heiliges Volk zu erwerben,
hat er sterbend die Arme ausgebreitet
am Holze des Kreuzes.
Er hat die Macht des Todes gebrochen
und die Auferstehung kundgetan.
Darum preisen wir dich
mit allen Engeln und Heiligen
und singen vereint mit ihnen
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Wochentage 6
MB 2. Hochgebet
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, allmächtiger Vater, zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn hast du die Kirche
auf das Fundament der Apostel gegründet,
damit sie bis ans Ende der Tage fortbestehe
als Zeichen deiner Heiligkeit
und allen Menschen die Botschaft des Heiles verkünde.
Darum preisen wir das Werk deiner Liebe
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Apostel 2
Wenn wir den Ruf Jesu zur Umkehr befolgen,
schauen wir wieder in das Gesicht des Vaters, der ihn begleitet hat.
Zu diesem Vater wollen wir rufen: Vater unser...
Einleitung zum Friedensgebet:
Herr Jesus,
deine ersten Jünger fanden in dir alles,
was sie gesucht haben.
Sie machten bei dir auch Erfahrungen des Friedens.
Wir bitten nun:
Schaue nicht auf unsere Sünden...
Gott sagte:
Geh, folge mir nach!
Und ich sagte: Wer, ich?
Und Gott sagte: Ja, Du.
Und ich sagte:
Ich habe so viel zu tun,
meine Zeit wird mir knapp,
und ich kann das meiner Familie nicht zumuten.
Und Gott sagte:
Ich brauche dich!
Und ich sagte: Lieber Gott,
ich gehöre nicht zu den Leuten,
die sich wichtig machen.
Was ist, wenn ich Fehler mache?
Sie werden über mich reden,
und sie werden mich lächerlich machen!
Und - ich habe Angst!
Und wieder sagte Gott:
Geh, folge mir nach!
Und ich fragte: Muss ich?
Kann es nicht jemand anderer sein?
Und Gott fragte: Liebst du mich?
Dann geh und folge mir nach - Schritt für Schritt.
Ich werde mit dir sein.
nach einem unbekannten Verfasser
Allmächtiger Gott,
in deinem Mahl
schenkst du uns göttliches Leben.
Gib, daß wir dieses Sakrament
immer neu als dein großes Geschenk empfangen
und aus seiner Kraft leben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 3. Sonntag im Jahreskreis
Montag der 1. Woche
Jesus,
die Jünger verließen ihr gewohntes Leben,
ihre Familien, ihre Verwandten, als du sie riefst.
In deiner Nähe konnten sie aber auch wachsen und reifen,
immer mehr zu neuen Menschen werden.
Immer warst du bei ihnen und mit ihnen,
als sie dich in aller Welt verkündeten.
Sei auch jetzt bei uns,
sei auch uns immer nahe,
damit dir durch deine Liebe wachsen und reifen.
Segne uns dazu. - Amen.
Gott, unser Vater im Himmel,
Wir danken dir, dass du uns durch die Taufe berufen hast,
Menschenfischer für deinen Sohn Jesus Christus zu sein.
Wir preisen dich für die unendliche Liebe,
die du uns durch ihn zeigst,
und für das Privileg, Teil deines göttlichen Plans zu sein.
Darum bitten wir durch Jesus Christus unseren Herrn. – Amen.
© Hans Tinkhauser <hans.tinkhauser@aon.at>
Jesus,
wir wollen uns in deinen Dienst stellen.
Segne uns dazu:
Stärke uns,
wo wir davon laufen wollen wie Jona;
rüttle unsere Herzen auf,
wenn wir nicht wissen,
dass unsere Zeit begrenzt ist.
Mach uns bereit,
auf deinen Ruf zu antworten
in jeder Lebenslage,
zu jeder Zeit. - Amen.
Gott schreibt auch auf krummen Linien gerade,
er wende mit uns alles zum Guten.
Gott erbarmt sich unserer Schwächen,
er wandle sie in Stärke.
Gott achtet auf unseren guten Willen,
er führe mit uns alles zum guten Ende.
Herkunft unbekannt
Es gehe mit uns der Gott des Anrufes,
damit wir den Weg durch unser Leben finden.
Es gehe mit uns der Gott des Mutes,
damit wir nicht mutlos werden.
Es gehe mit uns der Gott, der die Liebe ist,
damit wir im Nächsten sein Angesicht finden.
So segne uns Gott,
der uns Vater, Bruder und Geisteskraft ist.
Segne unsere Worte und Taten,
damit sie von deinem Geist durchdrungen sind.
Mögen wir zu einem lebendigen Zeugnis
deiner Liebe werden, die Menschen zu dir zieht.
Schenke uns Geduld und Ausdauer,
wenn wir auf deine Ernte warten,
und lass uns stets erkennen,
dass du der wahre Fischer der Seelen bist.
© Hans Tinkhauser <hans.tinkhauser@aon.at>
Gott, Anfang und Ende,
zeitlos und doch in jeder Zeit -
segne uns.
Du, Schöpfer und Erhalter der Welt,
in allen Dingen finden wir die Spuren deiner Liebe -
bewahre uns.
Du, Erlöser und Befreier aller Menschen,
in allen Worten liegt die Sehnsucht nach dir –
behüte uns.
Du, Vollender alles Unfertigen,
in unseren Häusern und Ruinen will dein Geist wohnen,
leite uns.
Im Namen des Vaters...
Refrain:
Ich stelle wieder Gott
in meinen Lebensmittelpunkt
und sorg dafür, dass mir so schnell
nichts mehr dazwischenfunkt.
Überhaupt bring ich es
jetzt mal auf den Punkt:
Gott ist mein Lebensmittel,
Lebensmittelpunkt,
Gott ist mein Lebensmittelpunkt.
Was ist mit meiner Berufung,
welch‘ Bestimmung habe ich?
Wie unterscheid‘ ich unter all‘ den Stimmen Gottes Ruf an mich?
Da ist eine Sehnsucht nach dem „Mehr“ in meinem Leben,
ich bitte Gott um Seinen Geist
dazu mir Kraft zu geben. Ref.
Bridge:
Berufen zum Menschsein,
zur Liebe, zum Leben;
ein Leben in Fülle
will Gott allen geben.
Berufen zur Gemeinschaft mit IHM
im Leben und im Tod,
feiern wir Gott unter uns
in Wein und Brot. Ref.
Ja, dort, in meiner Mitte,
meinem Herzen, Liebe funkt -
Gott ist mein Lebensmittel,
Lebensmittelpunkt, ja,
Gott ist mein Lebensmittelpunkt.
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Reinhard Burchhardt 2024
nachfolgen
sich anschließen
nachspüren
was gefordert ist
den Weg mitgehen
mich der Freude
und
der Beschwerlichkeit aussetzen
vor den Herausforderungen
nicht
davonlaufen
Nachfolgerin
sein
das heißt auch
Erbin zu sein
Verantwortung tragen
für das
was DU uns hinterlassen hast
DIR nachfolgen
Herr
ich will es
immer wieder
wagen
und so
das Geschenk
deines Erbes
bewahren
Beatrix Senft 2024.
An diesem Sonntag hören wir weitere Berufungserzählungen. Die Berufung des Jona, der erst gar nicht nach Ninive wollte. Wir alle kennen die Geschichte mit dem Wal. Und hinterher war er richtig wütend, als die angekündigte Zerstörung Ninives nicht eingetreten war.
Und dann die Berufung der ersten Jünger. Diesmal von Markus erzählt. Etwas anders, als wir es letzte Woche aus dem Johannesevangelium gehört haben. Sie können auch als Anschluss daran gelesen werden: Nun wussten sie, wer Jesus war, und folgten ihm endgültig.
In diesen Erzählungen geht es aber auch um Inhalte der Berufung und Nachfolge.
Jona fühlt sich von Gott getäuscht, weil die von ihm auf Gottes Geheiß prophezeite Katastrophe nicht eingetreten ist. Er merkt nicht, dass es Gott darum ging, den Menschen noch eine Chance zu geben, umzukehren und ihr Leben zu ändern.
Jesus verkündet direkt, worum es geht: Die Zeit ist erfüllt, kehrt um und glaubt an das Evangelium. Auch die Forderungen des Paulus können wir in diesem Sinn verstehen. Es geht nicht um Verzicht oder Kasteiung. "Die Zeit ist kurz, die Zeit drängt", ist das Motiv, das ihn treibt.
Für uns bedeutet das: Schaut hin, was wichtig ist. Setzt Prioritäten und klebt nicht an den Dingen. Wagt neue Wege. Geht neue Schritte. Richtet euer Leben auf Gott aus... Nachfolge ist ein Weg, der immer neu gefunden und gegangen werden will. Stillstand ist der Feind der Nachfolge. Das kleben an irdischen Gütern ebenfalls. Aber es gilt: die Zeit ist da, das Gottesreich bricht an.
Edith Furtmann 2024
Ähnliches gilt von der Spendung der anderen Sakramente, insbesondere des Bußsakramentes, in dem der Beichtende die barmherzige Umarmung des liebenden Vaters erfahren soll, wie es Johannes Paul II einmal in einem Brief an die Priester ausgedrückt hat. Der große Seelsorger Johann Michael Sailer sagte den Beichtvätern:
Legt den zerschlagenen Herzen keine Last auf,
die ihr selbst nicht tragt
und die Christus nicht auflegen würde.
Führt sie zu Christus,
dass sie glauben, hoffen, lieben lernen.
Können sie das, so können sie alles…
Traut euch nichts, Gott hingegen alles zu;
Tut, was ihr vermögt,
und betet an, wo ihr nichts vermögt;
sät, wo ihr könnt,
aber nur Gottes Samenkorn,
und jedes Mal so viel,
wie das Erdenreich tragen kann.
Kurz, seid menschlich gegen Mitsünder,
demütig gegen Miterlöste,
voll Achtung gegen Miterben der Heiligkeit,
voll Liebe gegen die Kinder eines Gottes,
der unser aller Vater ist.
Wer selbst Gnade gefunden hat,
der wird in den Sünden anderer
seine eigene Sündhaftigkeit
und in den Erbarmungen Gottes gegen die Sünder
die Erbarmungen seines Herrn gegen sich selbst
demütig und dankbar erkennen.
Aus: Gerhard Bauer, Für euch – Mit euch – was der Priester ist und was er nicht ist. München 2013.
Das schwingt mit: Die Lage ist brisant, dringend – jetzt oder nie. So verstehen wir auch besser, warum Jesus seine Zuhörer auffordert, wachsam und bereit zu sein. Jesus und seine Zeitgenossen sahen sich in einer Zeit, in der sich das Ende von allem ankündigte. Sie erwarteten den Eingriff Gottes in allernächster Zukunft. Man nennt das „Naherwartung“ – die Vollendung des Reiches Gottes. Aus der Gegenwart aufbrechen, sich von Gott überraschen lassen - das war das Grundmotiv von Jesu Reden und Wirken, das war die Grunddynamik seines Lebens. Erst, wenn wir diese Dringlichkeit spüren, verstehen wir, was Jesus sagte und was er tat.
Wir verstehen auch besser die recht unverständliche Berufung der ersten Jünger. Spontan verließen sie alles – Familie, Haus und Beruf – und folgten Jesus. Sofort sollten sie sich entscheiden. Sie haben sich sofort entschieden. Keine Zeit mehr, lange zu überlegen und sich lange zu verabschieden (Markus 1,16–20).
Mit Jesus ist das Reich Gottes nicht erst nahegekommen – es ist längst da. Aber, und das ist das Neue: Jesus hat – wie keiner sonst – seinen Jüngerinnen und Jüngern die Augen die Ohren und das Herz für das gegenwärtige Reich Gottes geöffnet. Diese Sicht bestätigt ein anderes Wort Jesu: „Das Reich Gottes ist (schon) mitten unter euch“ (Lukas 17,21).
Aus: Michael Broch, Jesus mit ganzem Herzen denken und glauben, katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2013.
Eines wird mir immer klarer, wenn ich Jesus meditiere: Jesus ist kein sanftes Kopfkissen, auf dem ich mich ausruhen kann. Ich kann Jesus nicht dazu missbrauchen, meine Lebensweise zu rechtfertigen und zu bestätigen. Jesus bestätigt nicht, er provoziert. Er beunruhigt. Er schenkt mir auf der einen Seite eine unerhörte Freiheit. Auf der anderen Seite fordert er mich heraus. Und ich kann mich nie zufrieden geben mit meinem Leben. Ich kann nie wie die Pharisäer sagen: „Jetzt habe ich alle Gebote Gottes erfüllt.“ Oder: „Jetzt folge ich wirklich Jesus nach.“ Auf der anderen Seite nimmt mir Jesus das schlechte Gewissen, dass ich immer noch mehr tun muss. Er befreit mich vom spirituellen Leistungsdruck. Auf der anderen Seite hindert er mich daran, meine Spiritualität wie einen Bauchladen vor mir herzutragen und mir einzubilden, dass ich durch die Meditation in meine Mitte gekommen, dass ich schon vollkommen gelassen und in eine tiefe spirituelle Erfahrung hineingewachsen bin. Jesus arbeitet paradox: Er schenkt dem, der an sich gescheitert ist, Mut, sich auf Gott einzulassen. Er verheißt ihm, dass er ganz nahe bei Gott ist. Doch denjenigen, der sich auf einen spirituellen Weg einlässt, lässt er niemals ganz zur Ruhe kommen. Unerbittlich deckt er alle seine Schattenseiten auf: seine Versuche, Gott für sich zu vereinnahmen, sich auf seinen spirituellen Lorbeeren auszuruhen oder sich als etwas Besonderes zu fühlen.
Aus: Anselm Grün, Bilder von Jesus. Münsterschwarzach 2001.
Der mich umwirbt,
den ich mir ferne hielt,
solang es ging.
Der mich nicht zerrte,
nicht drängte, nur winkte
über deine Schwelle.
Der den Schleier meiner Angst
nicht fortriss, nur anhob.
Dessen Stimme allein
mich so berührte,
dass ich nachgab.
War von Gerüchten über dich gelähmt.
Jetzt ohne Ängste,
endlich erwarte ich dich.
Aus. Huub Oosterhuis. du nur immer du. Gebete. Hrsg. von Cornelis Kok. Verlagsgruppe Patmos im Schwabenverlag AG., Ostfildern 2020 (2).
Ob Adam in GEN 3,9 – Abraham in 1 MOS 11 oder Samuel in 1 SAM 3,3 - seit je ruft Gott Menschen in ihren jeweiligen Lebenszusammenhängen an. Er ruft sie heraus, um ihnen einen neuen Weg zu zeigen, einen Aus-Weg, einen neuen Anfang. Er ist ein Gott der Anfänge – für uns Menschen. Dieser Anruf Gottes gilt auch uns, heute, und unser „Galliläa“ ist dort, wo wir leben. Hier lässt er sich finden!
Lied: Ich habe dich gerufen
Reinhard Burchhardt (2021)
Es ist ruhig geworden um die Flüchtlingskrise. Kein Vergleich zum Jahr 2015, als mehr als eine Million Migranten nach Europa kamen, die meisten übers Mittelmeer. Doch auch heute ertrinken dort noch Menschen. Zwei Männer aus Meiningen wollten das nicht mehr mit ansehen.
... Seit ein paar Tagen sind die beiden Meininger nun schon mit der "Seefuchs" auf dem Mittelmeer unterwegs. Eigentlich führen Driesel und Kehrt ein anderes Leben: Der 62-jährige Driesel ist Fotograf, hat in der Theaterstadt seinen eigenen Fotoladen; Kehrt arbeitet seit sechs Jahren als Chirurg am Meininger Klinikum. Beide sind gute Freunde, wohnen zusammen im selben Mietshaus. Aber die vergangenen zwei Jahre haben beide verändert.
Für den Fotografen Driesel war es ein einziges Bild, das alles auf den Kopf gestellt hat: das Foto des kleinen syrischen Jungen, dessen Körper am türkischen Badeort Bodrum angespült wurde. Drei Jahre wurde Aylan Kurdi alt. Er ist ertrunken im Mittelmeer. "So etwas darf man nicht zulassen. Wir sind eine Menschenfamilie", sagt er. Driesel hat einen Segelschein, ist seit 14 Jahren regelmäßig auf hoher See. Als ihm sein Kumpel Stefan Kehrt von der Organisation Sea-Eye und den fast 1000 Freiwilligen, die bereits mitmachen, erzählt, schlägt er ein. Diesen Sommer wollten sie nicht in den Urlaub fliegen und am Strand liegen. Stattdessen fuhren sie aufs Mittelmeer, um Menschen zu retten.
https://www.insuedthueringen.de/region/thueringen/thuefwthuedeu/Die-Menschenfischer;art83467,5697685
O Herr Jesu, Ehrenkönig,
die Ernt ist groß, der Schnitter wenig,
drum sende treue Zeugen aus.
Send auch uns hinaus in Gnaden,
viel arme Gäste dir zu laden
zum Mahl in deines Vaters Haus.
Wohl dem, den deine Wahl beruft
zum Abendmahl im Reich Gottes!
Da ruht der Streit,
da währt die Freud heut,
gestern und in Ewigkeit.
Sieh auf deine Millionen,
die noch im Todesschatten wohnen,
von deinem Himmelreiche fern.
Seit Jahrtausenden ist ihnen
kein Evangelium erschienen,
kein gnadenreicher Morgenstern.
Glanz der Gerechtigkeit,
geh auf, denn es ist Zeit!
Komm, Herr Jesu,
zieh uns voran und mach uns Bahn,
gib deine Türen aufgetan.
Albert Knapp (1824), in: EG 256 (3+4)
Gott,
dein Rufen ist nicht laut,
aber doch unüberhörbar;
du gibst nicht auf
du rufst immer wieder
du lässt keinen aus;
du rufst den Liebenden
du rufst den Leidenden
du rufst den Glücklichen
du rufst den Traurigen
du rufst den Reichen
du rufst den Armen
du rufst den Jungen
du rufst den Alten
du rufst den Gesunden
du rufst den Kranken
du rufst mich!
Ich höre deinen Ruf genau:
manchmal rufst du persönlich
dann wieder durch Boten
dann wieder durch Texte
dann wieder durch die innere Stimme
Dein Ruf betrifft mich!
Schuldbekenntnis
Herr, ich bekenne,
dass ich deinen Ruf
oft nur mit halbem Ohr
und mit halbem Herzen
aufgenommen habe:
Du rufst mich zum Nächsten
und ich kreise noch zu sehr um mich;
du rufst mich zur Versöhnung
und ich zettle Streit an;
du rufst mich zur Freude
und ich bin oft so missmutig;
du rufst mich zur Gerechtigkeit
und ich bin oft so ungerecht;
du rufst mich zum Frieden
und ich bin oft so friedlos;
du rufst mich zum Kämpfen
und ich lasse mich besiegen;
du rufst mich zur Verteidigung
und ich klage an;
du rufst mich zur Liebe
und ich lebe in Zwietracht!
Es reicht nicht,
dass ich mich anklage
dass ich mich besinne
dass ich in mich gehe
ich muss
ANT-WORT geben
auf deinen Ruf!
Gott, der barmherzige Vater, erbarme sich unser, er verzeihe uns unsere Schwer-Hörigkeit, führe uns glücklich durch unser Leben und schenke uns dereinst das ewige Leben. Amen.
Aurelia Spendel OP in: Du bist der Atem meines Lebens. Das Frauengebetbuch. Herausgegeben von Benedikta Hintersberger OP, Andrea Kett, Hildegard Keul, Aurelia Spendel OP. Schwabenverlag / KlensVerlag, Ostfildern 2010.
Werkleute sind wir: Knappen Jünger, Meister,
und bauen dich, du hohes Mittelschiff.
Und manchmal kommt ein ernster Hergereister,
geht wie ein Glanz durch unsre hundert Geister
und zeigt uns zitternd einen neuen Griff.
Wir steigen in die wiegenden Gerüste,
in unsern Händen hängt der Hammer schwer,
bis eine Stunde uns die Stirnen küßte,
die strahlend und als ob sie Alles wüßte
von dir kommt, wie der Wind vom Meer.
Dann ist ein Hallen von dem vielen Hämmern
und durch die Berge geht es Stoß um Stoß.
Erst wenn es dunkelt lassen wir dich los:
Und deine kommenden Konturen dämmern.
Gott, du bist groß.
Rainer Maria Rilke, in: Die Gedichte, itb 2246, Frankfurt-Leipzig: Insel 1998, S. 214f.

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
spirituelle Impulse, Bibeltexte mit Erklärungen, Gebete für Gottesdienstfeiern und Denkanstöße für jeden Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres.
Verbesserte Suchfunktionen - Neue Exportfunktionen
Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
Die Unterseiten des Predigtforums kann man auch mit einer Kurzadresse erreichen:
Ihre Spende ermöglicht uns die Weiterführung und Weiterentwicklung des Predigtforums.
Der Prophet Jona erhält von Gott den Auftrag, in der großen, fremden Stadt Ninive Buße zu predigen, flüchtet aber vor diesem Auftrag über das Mittelmeer nach Westen. Das Schiff, in dem er flieht, gerät in einen furchtbaren Seesturm. Als Jona seine Flucht vor dem Auftrag Gottes als Ursache des Unglücks deutet, werfen ihn die Seeleute ins Meer. Es kommt ein Fisch, der den Propheten verschlingt, um ihn nach drei Tagen und drei Nächten wieder an Land zu speien. Als der Auftrag, in Ninive Buße zu predigen, noch einmal ergeht, erfüllt ihn der Prophet. Auf seine Predigt hin - das schildert unsere Perikope - bekehrt sich die gesamte Stadt Ninive und Gott erbarmt sich ihrer. Im weiteren Verlauf der Erzählung hadert Jona dann mit Gott, weil das angedrohte Strafgericht nicht vollzogen wurde. Durch das wunderbare Aufwachsen und Eingehen einer Rizinus(!)staude, welche Jona vom Ärger rettet, und in einem anschließenden Gespräch versucht Gott den Propheten von seinem Erbarmen über die Niniviten zu überzeugen.
Die Bußfertigkeit einer gottlosen Stadt oder - anders formuliert - das Aufbrechen einer religiösen Stimmung bei Menschen, die sonst eher auf anderes konzentriert sind als auf Gott: das sind wohl die theologischen Akzente der Lesungsperikope. Darüber hinaus lohnt es sich aber, auf die Theologie des ganzen Jona-Büchleins zu schauen, da es aufgrund seiner märchenhaften Einfärbung und seiner Kürze mehr als andere biblische Schriften eine Einheit bildet. Gott stellt sich dem Jona als ein Gott der Gnade dar, als ein vergebungsbereiter und sich erbarmender Gott, der die Logik von Schuld und Strafe, die menschliches Denken so sehr prägt, außer Kraft setzt. Selbst Ninive, das in unserem Text weniger die Hauptstadt des assyrischen Großreiches darstellt als eine beliebige Metropole auf dieser Welt, darf sich im Schoß des Erbarmens Gottes bergen. Solches zu begreifen, ist für Jona, den Gottes-Gelehrten aus Israel, nicht einfach. Seinem (und unserem) steinigen Erkenntnisweg ist das Jona-Büchlein gewidmet.
Das Buch ist um 300 v. Chr. entstanden. Die Stadt, von der hier erzählt wird, ist kein historischer Ort, der Prophet Jona keine historische Persönlichkeit. Das Jonabuch ist ein theologischer Text. Er reflektiert die Barmherzigkeit Gottes und die Rolle des/der Propheten.
Gott ist das Unrecht unter den Menschen nicht gleichgültig, auch nicht das Unrecht der Heiden. Ninive ist Inbegriff heidnischen Lebens von märchenhafter Größe. Der Prophet hat den von Gott beschlossenen Untergang bedingungslos anzukündigen. Erstes Schlüsselwort ist "rufen". Ninive und sein König nehmen die Drohung Gottes ernst, sie kehren um. Die Umkehr zeigt sich in ihrem Tun. Dieses bewegt Gott zur Umkehr seines Entschlusses. Er tut ihnen das Angedrohte nicht an. "Tun" ist das zweite Schlüsselwort dieser Erzählung.