Die biblischen Lesungen wurden mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet den Lektionaren 2018 ff entnommen. - © 2024 staeko.net. - vgl. Impressum.
Die Katholischen Bibelwerke in Deutschland, Österreich und Schweiz stellen auf ihren Webseiten ausführliche Kommentare und Anleitungen zum Lesen der biblischen Lesungen für Sonn- und Feiertage zum Download im PDF-Format zur Verfügung. Mit freundlicher Genehmigung der Katholischen Bibelwerke übernehmen wir die Kurzeinleitungen zu den Lesungen.
Lesung aus dem Buch Deuteronomium.
Mose sprach zum Volk:
Einen Propheten wie mich wird dir der Herr, dein Gott,
aus deiner Mitte, unter deinen Brüdern, erstehen lassen.
Auf ihn sollt ihr hören.
Der Herr wird ihn als Erfüllung von allem erstehen lassen,
worum du am Horeb, am Tag der Versammlung,
den Herrn, deinen Gott, gebeten hast,
als du sagtest:
Ich kann die donnernde Stimme des Herrn, meines Gottes,
nicht noch einmal hören
und dieses große Feuer nicht noch einmal sehen,
ohne dass ich sterbe.
Damals sagte der Herr zu mir:
Was sie von dir verlangen, ist recht.
Einen Propheten wie dich
will ich ihnen mitten unter ihren Brüdern erstehen lassen.
Ich will ihm meine Worte in den Mund legen
und er wird ihnen alles sagen, was ich ihm gebiete.
Den aber, der nicht auf meine Worte hört,
die der Prophet in meinem Namen verkünden wird,
ziehe ich selbst zur Rechenschaft.
Doch ein Prophet,
der sich anmaßt,
in meinem Namen ein Wort zu verkünden,
dessen Verkündigung ich ihm nicht geboten habe,
oder der im Namen anderer Götter spricht,
ein solcher Prophet soll sterben.
Kv: Hört auf die Stimme des Herrn;
verhärtet nicht euer Herz! – Kv
(GL 53,1)
Kommt, lasst uns jubeln dem Herrn, *
jauchzen dem Fels unsres Heiles!
Lasst uns mit Dank seinem Angesicht nahen, *
ihm jauchzen mit Liedern! – (Kv)
Kommt, wir wollen uns niederwerfen, uns vor ihm verneigen, *
lasst uns niederknien vor dem Herrn, unserm Schöpfer!
Denn er ist unser Gott, /
wir sind das Volk seiner Weide, *
die Herde, von seiner Hand geführt. – (Kv)
Würdet ihr doch heute auf seine Stimme hören! /
Verhärtet euer Herz nicht wie in Meríba, *
wie in der Wüste am Tag von Massa!
Dort haben eure Väter mich versucht, *
sie stellten mich auf die Probe und hatten doch mein Tun gesehen. – Kv
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Korinth.
Schwestern und Brüder!
Ich wünschte, ihr wäret ohne Sorgen.
Der Unverheiratete sorgt sich um die Sache des Herrn;
er will dem Herrn gefallen.
Der Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt;
er will seiner Frau gefallen.
So ist er geteilt.
Die unverheiratete Frau aber und die Jungfrau
sorgen sich um die Sache des Herrn,
um heilig zu sein an Leib und Geist.
Die Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt;
sie will ihrem Mann gefallen.
Dies sage ich zu eurem Nutzen:
nicht um euch eine Fessel anzulegen,
vielmehr, damit ihr euch in rechter Weise und ungestört
immer an den Herrn haltet.
Der Lesungstext schließt unmittelbar an die Lesung vom letzten Sonntag an. Als eine der konkreten Fragen christlicher Lebenshaltung behandelt Paulus im Ersten Korintherbrief das Thema Ehe und Ehelosigkeit. Im vorhergehenden Abschnitt, der am vergangenen Sonntag gelesen wurde, ist die ehelose Lebensform deswegen hervorgehoben, weil die Wiederkunft Christi unmittelbar erwartet wird. Diesem Argument wird hier nun ein zweites hinzugefügt: Der Ehelose wird weniger abgelenkt, und er hat mehr Zeit und Energie für "die Sache des Herrn". Die gesparten bzw. gewonnen Kräfte aus der ehelosen Lebensform lassen sich unmittelbar für den Dienst am Reich Gottes einsetzen. Dies ist ein auch heute gängiges (und gewiss richtiges) Argument für den Priesterzölibat. Es lässt sich aber sicher nicht mehr, wie von Paulus beabsichtigt, allgemein auf die Lebensverhältnisse aller Christen anwenden. Auch wer seiner Verantwortung in Ehe und Familie nachkommt betreibt auf seine Weise ganz maßgeblich die "Sache des Herrn". Umgekehrt werden sich alle, die ehelos leben, in ihrem Gewissen immer wieder fragen müssen, ob sie die gewonnenen Energien wirklich mit allem Ernst und Eifer für den Herrn verwenden. So bietet der Abschnitt sehr wohl wertvolle Anregungen, über Ehe und Ehelosigkeit zu reflektieren, wenn auch vielleicht mit anderen Beurteilungstendenzen als Paulus.
Halleluja. Halleluja.
Das Volk, das im Dunkel saß, hat ein helles Licht gesehen;
denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
In Kafarnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge
und lehrte.
Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre;
denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat,
nicht wie die Schriftgelehrten.
In ihrer Synagoge war ein Mensch,
der von einem unreinen Geist besessen war.
Der begann zu schreien:
Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret?
Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen?
Ich weiß, wer du bist:
der Heilige Gottes.
Da drohte ihm Jesus: Schweig und verlass ihn!
Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her
und verließ ihn mit lautem Geschrei.
Da erschraken alle
und einer fragte den andern: Was ist das?
Eine neue Lehre mit Vollmacht:
Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.
Und sein Ruf
verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.
Nach Papst Franziskus soll am 3.Sonntag im Jahreskreis der Sonntag des Wortes Gottes begangen werden. In Deutschland gibt es schon seit über 40 Jahren um diese Zeit den Ökumenische Bibelsonntag. Die Deutsche Bischofskonferenz beschloss, das Anliegen des Papstes mit der ökumenischen Praxis in Deutschland zu verbinden und beides am letzten Sonntag im Januar zu feiern.
Vor dem Altar, wo an Weihnachten die Krippe mit dem Christkind stand, sehen Sie heute eine Bibel. Das erinnert mich an ein Weihnachtsbild vom Württembergischen Maler Sieger Köder. Das Besondere daran: Nicht das Jesuskind liegt in der Krippe, sondern eine große aufgeschlagene Bibel. Darin ist zu lesen: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“
Hirten und Kinder drängen sich um die Krippe und beten an. Der Maler will uns auf eine froh machende Wahrheit hinweisen: Der menschgewordene Gottessohn ist zwar nicht mehr in sichtbarer Gestalt unter uns, aber als Auferstandener wohnt unter uns in seinem Wort und wirkt er in seinem Geist weiter. Gott zieht sich von uns Menschen nicht mehr zurück. Jeder kann ihm nahekommen und ihn erfahren.
Vielleicht kommt Ihnen nun der Einwand: Was können solche alten Texte für unsere moderne Zeit noch bedeuten? - Diese Texte haben Jahrhunderte deswegen überdauert, weil ihr Inhalt Sehnsüchte und Fragen aufgreift, die in jeder Generation wiederkehren.
Eine Philosophiestudentin drückte dies so aus: "In meinem Studium machte ich eine entscheidende Entdeckung: Die Wahrheit, die ich in den Büchern suchte, die lebt. Sie ist Fleisch geworden in Jesus Christus und ist auferstanden. Sie ist nicht nur Vergangenheit, sondern gegenwärtige Wirklichkeit. Sein Wort ist nicht nur ein schwaches, menschliches Wort wie Rauch und Schall. Es ist mit der Kraft Gottes beladen. Es ist ein Wort, das bewirkt, was es sagt.“
Für den heiligen Augustinus wurde eine ähnliche Erfahrung zum Bekehrungserlebnis: Eines Tages geht er verzweifelt im Garten seines Freundes auf und ab und fragt sich: "Warum schaffen andere einen Durchbruch zum Glauben und ich nicht?" Da hört er eine Stimme: "Nimm und lies! Nimm und lies!" Und Augustinus greift nach der Bibel und liest und studiert und betrachtet, und er wird der große Theologe und Heilige, der die gesamte Theologie bis herein in unsere Tage befruchtet.
Ähnlich erging es Franz von Assisi: Er hört das Evangelium von der Aussendung der Jünger: "Geht und verkündet, das Himmelreich ist nahe. Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben." Er ist von diesem Wort zutiefst betroffen, verlässt alles, schart Jünger um sich und zieht, arm wie Jesus, predigend durch das Land. Bis zum heutigen Tag ist sein Beispiel lebendig geblieben. Vor allem Jugendliche nehmen sich ihn zum Vorbild.
Oder ein Beispiel aus unserer Zeit: Vor ca. vierzig Jahren kamen einem glühenden Kommunisten namens Kourdakow beschlagnahmte Bibeln in die Hand. Mehr aus Langeweile beginnt er darin zu blättern und stößt auf die Stelle, wo von einem Christen erwartet wird, dass er denen, die ihm Unrecht tun, vergibt. Ihm, dem Anführer einer Schlägergruppe, die über unschuldige und wehrlose Christen herfiel, bohrten sich diese Worte ins Herz. Sie schienen nicht nur auf dem Papier zu stehen. Es war als wenn jemand mit mir im Raum weilte, schreibt Kourdakow, und mich diese Worte verstehen lehrte. Auch wenn ich die Bibel zur Seite legte, kreisten diese Worte unaufhörlich in meinem Kopf. Daraufhin setzt dieser 23-jährige Kommunist alles daran, aus Russland zu fliehen. Er begibt sich in höchste Lebensgefahr, um Christus zu finden.
Das Wort Gottes hat auch heute noch Leben verändernde Kraft.
Beim Bibellesen geht es nicht nur darum, dass ich verstehe, was geschrieben ist. Selbst wenn ich bei einer Lesung oder Evangelienstelle den zeitgeschichtlichen Hintergrund kenne und eventuelle Missverständnisse ausgeräumt habe, bin ich noch nicht zum Wert der biblischen Aussage vorgedrungen. Ein erster Schritt dazu ist Offenheit und Bereitschaft, sich unvoreingenommen dem biblischen Text auszusetzen.
Offenheit heißt: Gott zu erlauben, dass er mir neue Einsichten schenkt, dass er mich überrascht und weiterführt. Es geht darum, sich vom göttlichen Anspruch der Hl. Schrift treffen zu lassen. Ich vermindere oder verhindere die Wirkung, wenn ich Gott vorschreibe, wohin und wie weit ER mich führen darf.
Gottes Wort möchte auch in mir aufgenommen werden, mich durchdringen und verwandeln. Gottes Wort möchte auch in mir Fleisch werden, wie es durch das Ja-Wort der Gottesmutter Maria in unsere Welt gekommen ist.
Das Entscheidende ist nicht das Wissen, sondern dass ich danach handle. Jesus sagte einmal: "Wer bereit ist, den Willen Gottes zu tun, wird erkennen, ob diese Lehre von Gott stammt oder ob ich von mir aus spreche." (Joh 7,17).
Auf das Tun kommt es an. Und in diesem Punkt ist ein Intellektueller einem Straßenkehrer um keinen Deut voraus. Jesu Worte können von einer Mutter genauso ins Leben übersetzt werden wie von einem Unternehmer, von einem Jugendlichen ebenso wie von einem alten Menschen.
Der Theologe Paul Roth rät dazu:
Einmal am Tag solltest du ein Wort der hl. Schrift in deine Hände nehmen. Sei vorsichtig. Es ist so schnell zerdrückt und umgeformt, damit es dir passt. Versuch nicht hastig, es zu melken, es zu pressen, damit es Frömmigkeit absondert. Sei einfach still. Das Schweigen, Hören und Staunen ist bereits Gebet und Anfang aller Wissenschaft und Liebe. Betaste das Wort von allen Seiten.
Dann halte es in die Sonne und leg es an dein Ohr wie eine Muschel. Steck es für einen Tag wie einen Schlüssel in deine Tasche. Fang heute an! Vielleicht mit dem Wort: Es geschehe dein Wille!
In Zukunft wird unser Glaube stärker in unserer eigenen Hand liegen. Die Welt von morgen braucht gewiss gebildete Menschen, aber noch viel notwendiger gute, verantwortungsvolle Menschen, Menschen, die sich vom Geiste Gottes, vom Worte Gottes, leiten lassen.
Jesus war ein begnadeter Redner. Reicht das aus, um ihm zu glauben und ihm zu folgen? Was begründet seine Autorität? Welche Kriterien stehen uns zur Verfügung, um wahre Propheten von falschen unterscheiden zu können?
Ein Superwahljahr liegt vor uns. 2024 werden in den USA, in Russland, Indien, Deutschland, in Österreich und in vielen anderen Staaten die Volksvertreter neu gewählt. Die politischen Parteien rüsten sich für die Wahlkämpfe. Wir werden viele mehr oder weniger überzeugende Reden hören. Von vielen gefürchtet sind weitere Wahlerfolge populistischer Parteien…
Eines muss man den Populisten lassen: Meist haben sie Redner an ihrer Spitze, die Menschen in ihren Bann ziehen. Ich will hier keine Beispiele nennen. Viele von ihnen haben auch keine Scheu in die rhetorische Trickkiste zu greifen und ihre Zuhörer mit unrichtigen oder halbrichtigen Behauptungen, mit verlockenden Versprechungen und Ähnlichem mehr zu manipulieren. Doch Vorsicht! Nicht jeder gute Redner ist gleich ein Populist. Als historische Beispiele fallen mir Mahatma Gandhi, Martin Luther King, Barack Obama und andere ein.
Woran erkennt man den Unterschied? Der ist gar nicht so einfach auszumachen. Oft weiß man erst nachher, ob wir auf einen wahren oder falschen Propheten gehört haben. Diese Unterscheidungsfrage ist uralt. Sie begegnet uns schon in der Bibel. Mose, Elija und die anderen großen und kleinen Propheten hatten oft auch starke Gegner. Oft weiß man das erst am Ende ihres Lebens oder Jahre danach, wer richtig und wer falsch gelegen ist. Was echte Propheten auszeichnet, ist Aufrichtigkeit, Lauterkeit, Selbstlosigkeit, Weisheitsliebe und auch Weisheit. Weisheit und Schlauheit sind für die Zuhörenden jedoch schwer zu unterscheiden.
Auch Jesus war ein hervorragender Redner, der seine Hörerschaft in seinen Bann zog. Im Evangelium dieses Sonntags wird uns erzählt, wie sehr die Menschen über seine Lehre staunten. "Er lehrte wie einer, der Vollmacht hat", heißt es da. War Jesus ein Populist?
Ihm ging es nicht um eine möglichst große Anhängerschaft. Als einige Begeisterte ihn zum König machen wollten, zog er sich zurück (Joh 6,15). Im Johannesevangelium wird uns auch von einer Grundsatzrede erzählt, nach der ihn viele verlassen haben, weil sie seine Sichtweise nicht teilen konnten (Joh 6,66). Daraufhin fragte er seine Jünger: "Wollt auch ihr weggehen? Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens." Hier begegnet uns ein weiteres Kriterium: Wahre Propheten wollen überzeugen nicht überreden. Sie lassen den Hörerinnen und Hörern die Freiheit.
Biblische Propheten drohen im Auftrag Gottes auch oft mit dem Tod. Ich verstehe das nicht im Sinne der Bestrafung, sondern als Hinweis, wohin der Weg führt, wenn man seine Worte und die Botschaft Gottes nicht ernst nimmt.
Die Glaubwürdigkeit Jesu wird im heutigen Evangelienabschnitt durch ein sehr dramatischen Beispiel bezeugt. Jesus heilt einen Menschen, der von einem unreinen Geist besessen war. Wir können uns heute schwer vorstellen, was konkret damit gemeint war. Vermutlich würden wir heute diesen Menschen als "geistesgestört" bezeichnen. Jesus heilt ihn, indem er dem "unreinen Geist" befiehlt, diese Person zu verlassen. Die Menschen damals haben das als Beweis seiner Autorität verstanden.
Ich kann diesem Bericht aber auch noch eine andere Seite abgewinnen. Es geht um die Unterscheidung der geistigen Mächte und Einflüsse, die hinter unserem Verhalten und hinter unseren Entscheidungen stehen. Leicht lassen wir uns von Ideen, Theorien, vermeintlichen Sachzwängen und Ideologien verleiten oder gar "verrückt" machen. Hier gilt es auch heute noch zu entscheiden, wohin wir uns führen oder verführen lassen.
Die Frage der Unterscheidung der Geister hat in der kirchlichen Tradition eine große Bedeutung. Ignatius von Loyola, der Begründer des Jesuitenordens, hat sich damit besonders befasst und uns dazu Anleitungen hinterlassen.
Die Unterscheidung der Geister ist aber auch in der Gegenwart eine wichtige Fähigkeit. Sie spielt in vielen Lebensbereichen eine wichtige Rolle: Welchem Politiker folgen wir? Wem können wir vertrauen? Von welchem Geist wird er oder sie geleitet? Wohin möchten sie uns führen? In eine freie Gesellschaft? In eine "illiberale"? In autoritäre Abhängigkeit von einem "starken Mann"?
Auch im kirchlichen Leben und im persönlichen religiösen Leben kommen wir um die Unterscheidung der Geister nicht herum. Viele Interessen und Ideen wetteifern um das Gehör der Menschen. Auch da tun wir gut daran, kritisch das Gesagte zu hinterfragen. Gut Gemeintes muss noch nicht gut sein. Auf dem Markt der religiösen Ideen und Spiritualitäten gibt es viele Angebote und Werber um Anhängerschaft. Auch hier tummeln sich Populisten…
Welchen Autoritäten vertrauen wir? Die höchste Autorität hat für uns das Wort Gottes. Doch dieses ist nicht immer einfach zu verstehen.
Von der Gottesmutter Maria wird uns mehrfach erzählt, "Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen." (Lk 2,19). Auch wir tun gut daran, über das im Leben Erfahrene und die verschiedenen Bedeutungsmöglichkeiten nachzudenken, mit anderen darüber zu reden, es in unseren Gebeten vor Gott zu bringen und den Heiligen Geist um Rat zu bitten.
Gott lenkt und leitet sein Volk Propheten, die in seinem Namen sprechen. Jesus redet nicht im Namen Gottes, sondern ist das fleischgewordene Wort Gottes. Seine göttliche Autorität zeigt sich, indem er die Menschen von der Macht der Dämonen befreit.
In den biblischen Lesungen haben wir heute viel von Propheten gehört, auch von Jesus Christus als letzten Propheten, der alles Unreine besiegt, weil er mit göttlicher Vollmacht ausgestattet ist.
Die Propheten brauchen ein besonderes Sensorium, ein besonderes Gespür für Gottes Wort, sprechen sie doch im Auftrag Gottes. Prophet zu sein ist immer risikoreich, weil oft die Botschaft, die sie zu verkünden haben, nicht angenommen wird, sogar zu großem Ärger und Hass führen kann und mitunter auch tödlich ist.
Die Perikope, die uns heute vorgestellt wird, ist rätselhaft. Wer ist dieser Prophet, auf den das Volk Israel hören soll? Mose war da für das Volk, seine Worte klingen nun so nach Abschied. Viele Jahre nach Mose kommt ein bedeutender Prophet, der zur Umkehr ruft, Johannes der Täufer. Seine Botschaft löst Betroffenheit aus, die Leute kommen in Scharen. Und dann ist da noch Jesus als der letzte mit Vollmacht geisterfüllte Prophet.
Die Sorge um die Sache des Herrn, um seine Botschaft wirft Fragen auf: Kann das wirklich nur der Unverheiratete? Hier haben wir es mit einer Zweiteilung zu tun, die bis heute noch mancherorts spürbar ist: Der Verheiratete sorgt sich um die Probleme der Welt, der Unverheiratete um die Sache des Herrn, somit um alles, was mit transzendentalen Fragen zu tun hat. Das geht hinein bis in den kultischen Bereich.
In der gegenwärtigen Diskussion lässt man zu sehr außer Acht, dass durch die Taufe a l l e, ob Frau oder Mann, Priester, Könige und Propheten sind. Da und dort hört man noch die Aussage, die Kirche hat nicht Politik zu betreiben, ausgeblendet wird aber, dass sie sich auch als Institution um den Menschen zu kümmern hat, vor allem auch um die Ausgegrenzten, die Kranken und Schwachen. Da kann es sehr wohl politisch, nicht aber parteipolitisch werden. Das nennt man „Option für die Armen.“ Diese braucht kein Parteibuch.
Das Evangelium wird sehr konkret, Jesus ist Arzt (Christus medicus), der Kranke heilt. Das hat nichts mit Parteipolitik zu tun. In der Synagoge durfte jeder großjährige Mann im Gottesdienst die Schrift auslegen. Das hat auch Jesus getan. Bei Lukas 4 lesen wir: „Der Geist des Herrn ruht auf mir … Heute hat sich das Schriftwort erfüllt.“ Bei Markus heißt es: „Er lehrte wie einer, der göttliche Vollmacht hat.“ Das ist das Besondere und auch Neue. Was noch spürbar wird: Die Menschen waren sehr betroffen.
Inwieweit macht uns heute Gottes Wort, das uns durch Menschen weitergegeben wird, betroffen? Ist das alles nur Einbildung, ein Placeboeffekt gegen Ärger, Kränkung, Frustration im Alltag? Religion als Projektion, Opium des Volkes, vor allem für dreckige Zeiten? Es fehlt aus verschiedenen Gründen an Glaubwürdigkeit, etwa durch Laschheit im Denken, Unwilligkeit, sich mit Neuem auseinanderzusetzen.
Es ist Zeit vom Schlafe aufzustehen, hörten wir im Advent. Wie sieht das im Alltag aus? Ich kenne Menschen, die auch sie betreffenden wichtigen Anliegen und Problemen, die es zu lösen gäbe, gleichgültig gegenüberstehen. Das gilt auch für letzte Sinnfragen, denen wir uns alle früher oder später stellen müssen.
Das Publikum erlebt während des Auftrittes Jesu eine massive Störung: einen schreienden Mann. Ihnen ist sicher der Spruch bekannt: Störungen haben Vorrang, wo immer sie auftreten. Das machen sich auch Dämonen zunutze. Schon Paulus stellt dazu sinngemäß fest: Alles Fleisch ist den Dämonen geweiht.- Götzen sind bei den Juden Dämonen. Man bringt ihnen Opfer dar. Dämonen besetzen den Menschen. Sie sind Schadensgeister in physischer und psychischer Hinsicht. Sie führen aber n i c h t zur Sünde. Erst der diabolos, der Teufel, verführt zur Sünde. Wenn der Messias kommt, haben die Dämonen nichts mehr zu bestellen. Man dachte früher, dass Krankheit Besessenheit ist.
Im Evangelium heißt es: Die Dämonen wissen um die Macht Gottes. Er ist in Menschengestalt erschienen, hat sich zum Menschen heruntergebeugt durch die Macht der Liebe. Wenn Jesus von den Dämonen befreit, ist das Reich Gottes angebrochen. Jesus lehrt in der Synagoge von Kafarnaum, was übersetzt „Gott des Trostes“ heißt. Gott will uns durch seinen Sohn Jesus trösten, weil Mächte und Gewalten unser Leben begleiten. Unser Denken und Tun entwickelt manchmal eine kaum zu kontrollierende Eigendynamik. Alles wird unruhiger, schneller, destruktiver. Innerweltliche Logik und Reich Gottes sollen unter einen Hut gebracht werden. Unser Beitrag dazu ist gefragt und erwünscht.
Ein "Besessener", ein psychisch kranker Mensch begegnet im Synagogengottesdienst Jesus. Die Begegnung mit ihm heilt den Kranken. Besondere Menschen haben eine besondere Ausstrahlung. In der Begegnung mit Jesus spürten Menschen die Kraft Gottes.
Kirchgang – Ablauf wie üblich? Vielleicht haben Sie es sich gefragt, als Sie sich auf den Weg machten. Im Moment müssen wir die Frage verneinen. Kirchgang wie üblich ist im Moment nicht möglich: Keine Lieder – Abstand – Anmeldung und Maskenpflicht – kein Plausch hinterher auf dem Kirchplatz. Vor einem Jahr wäre uns das nicht wie üblich vorgekommen, aber jetzt ist alles anders. Und wer weiß, was wir daraus lernen.
Die Menschen in Kafarnaum, von denen das Evangelium heute spricht, erlebten es doppelt anders. Zum einen war da ein anderer Prediger. Es war niemand aus ihrem Ort. Es war kein vertrauter Mensch, dessen Lieblingsthemen man kennt. Es lohnt sich vielleicht, ihm aufmerksam zuzuhören. Diese Hoffnung erfüllte sich: „Die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat“ (Mk 1,22).
Und dann war da noch der Vorfall mit dem einem Besucher. Mag er auch an der Seele krank gewesen sein, sein Herz war es nicht. Dieser Mann begegnete in Jesus nicht nur einem, der mit einer gewissen Vollmacht lehrt. Er spürte in ihm die Kraft Gottes.
Die Menschen in der Synagoge hatten nicht nur etwas Außergewöhnliches zu berichten. Sie spürten ihre Betroffenheit und die tiefe bohrende Frage: Wie stehe ich zu diesem Jesus und seiner Lehre?
Es war dieses Mal anders und es war gut. Die Menschen in Kafarnaum spürten das. Sie konnten auch zu Zeugen werden. Sie konnten sagen: „Ich habe ihn erlebt. Ich weiß, wie überzeugend er ist. Ich weiß sogar, dass durch ihn neue Dinge geschehen. Er macht rein. Er befreit aus der Isolation. Ich war einmal dabei und kann mich immer noch gut daran erinnern.“
Ich stelle mir vor: Das würde nun hier geschehen. Jesus käme nicht, aber vielleicht ein überzeugender Mensch. Alle unsere Heiligen waren zunächst einfache Zeitgenossen. Ihre Mitmenschen haben sich an ihnen gerieben. Vorbilder sind selten angenehm für ihr näheres Umfeld. Sie sind für diese manchmal nur schwer zu ertragen.
Aber angenommen: Er wäre da und würde statt meiner hier stehen. Dieser Mensch würde uns erzählen, welche Erfahrungen er mit Gott gemacht hat. Er würde als ein Prophet den Blick darauf lenken, was Gott zu unseren großen gemeinsamen Themen denkt. Er würde uns helfen, Gottes Antwort zu finden und zu leben. Und er würde uns mit jedem Satz deutlich machen: Es ist keine Theorie, sondern Erfahrung. Jeder seiner Sätze hat seinen Platz im Leben.
Die Propheten des Alten Bundes waren selten Menschen, die außergewöhnlich sein wollten. Jesaja hat gerufen: „Hier bin ich, sende mich.“ Das war seine Antwort auf die Berufung. Die anderen taten sich schwerer damit. Die Propheten wussten: „Ich werde nicht geliebt und anerkannt. Ich muss den Finger auf die Wunde legen. Ich muss Bilder weitergeben, die mir selbst ein Graus sind.“ Sie wussten aber auch: Es muss sein.
Es ist schwer, die Stimmung eines Menschen zu spüren. Doch es geschieht immer wieder. Wir nehmen die Gefühle des anderen wahr und sprechen sie aus. Eineiige Zwillinge spüren über tausende von Kilometern, wenn mit dem anderen Zwilling etwas nicht stimmt.
Es gibt viele Berichte von Haustieren, die instinktiv und richtig auf die Gefühle von Frauchen oder Herrchen reagieren. Es gibt die Bilder der Tiere, die sich auf das Grab Verstorbener legen. Es ist nicht ihr Verstand, der sie so handeln lässt. Sie spüren etwas und leben es aus. (https://orf.at/stories/3198485)
Manchmal kommen wir an Orte, die für uns im positiven Sinne mystisch sind. Dort haben wir das Gefühl, Gott ganz nahe zu sein. Gedanken, die an diesem Ort entstehen, kommen uns vor wie eine göttliche Eingebung. So stelle ich mir die Erfahrung des Besessenen vor. Sie endet für ihn in der Befreiung – und dann ist Segen da.
Jesus wird bewundert wegen der Vollmacht, mit der er spricht. Diese zeigt sich in der Veränderung derer, die ihm begegnen, in der Unterscheidung der Geister und im Heilwerden an Seele und Leib.
Die bewundernswerte Vollmacht Jesu erwächst aus seiner Liebe, die scheinbar Unmögliches möglich macht.
Das Evangelium beginnt mit der Heilung eines unreinen Geistes. Diese Perikope lässt doch einige Fragen offen, die nicht leicht zu beantworten sind: die Frage nach "unreinen Geistern", in weiterem Zusammenhang nach dem Bösen und Besessensein. Wie soll man damit umgehen? Heilung ja, aber wie? Was ist bzw. worin besteht die "Lehre in Vollmacht"?
Auch im Christentum hören wir, genauso wie in anderen Religionen, von guten, helfenden, aber auch bösen, störenden Geistern. So erwächst allmählich die Erkenntnis, dass der Mensch nicht nur helle Seiten, sondern auch Schattenseiten in sich trägt.
Die "unreinen Geister" werden zweimal in dieser Stelle erwähnt, und Markus spricht auch in Kapitel 5 von der Heilung des Besessenen in Gerasa. Wie wir heute wissen, gibt es psychosomatische Zusammenhänge und Vorgänge. Besessenheiten sind krankhaft, sind Süchte, etwa nach Drogen, Alkohol. Auch sehr gebildete Menschen wissen, dass zuviel Alkohol der Gesundheit schadet, Unglück verursacht, dass Drogen nur für ganz kurze Zeit in eine scheinbar bessere Welt versetzen - trotzdem frönen sie dem Laster und werden abhängig.
Wahnvorstellungen wiederum gehen auf Besetztheit zurück, sind meist krankhafte Entwicklungen, bei denen Verhaltensabläufe entstehen, die unverständlich, ja gefährlich werden können (dissoziative Störungen). Die Grenzen von Besessenheit und Besetztheit sind sehr fließend, sind berauschend, wie eine Redewendung zeigt: machtbesoffen sein; Verfolgungswahn mit allen unangenehmen Begleiterscheinungen. Dadurch werden verschiedene Geisteshaltungen offenbar. Manche dieser Formen können sich auch in krankhaften körperlichen Erscheinungen zeigen. Wenn die Psyche krank ist, trifft das auch sehr oft den Körper.
Zur Zeit Jesu und auch noch danach sah man Fieberanfälle, Epilepsie als unheimliche, nicht erklärbare Phänomene an, die dem Bösen, dem Dämonischen zugeschrieben werden. Und tatsächlich gibt es auch im Inneren des Menschen die Kraft der Zerstörung, sogar den Todestrieb. Blicken Sie nur in die Zeitungen, ins Internet oder Fernsehen. Da finden Sie alles bestätigt.
Dieser Mann, der uns im Evangelium dargestellt wird, den Jesus heilt, hat beide Kräfte in sich: die Kraft des Lebens, aber auch die Kraft der Zerstörung. Eine lebenslange Bewährung wird sein, wie wir mit diesen kaum lösbaren Gegensätzen umgehen. Es gibt Menschen, die haben die Fähigkeit durch Berührung, Handauflegung, durch eine angenehm vertraute Stimme, durch ein einladendes Äußeres etwas zu bewirken. Dann sprechen wir von der Aura, vom Fluidum einer Person.
Es ist schön, wenn wir sagen können: Du bist ein Segen für uns. Sie wird uns im Evangelium in der Person Jesu vorgestellt, weil er gekommen ist zu heilen, was verwundet ist und als wirksamer Ausdruck der Gottesherrschaft auch zu retten. Leider wird das nicht überall begriffen, deshalb scheint nach wie vor auch die Macht der Zerstörung Oberhand zu gewinnen.
"Heiliger Gottes" ist ein christologischer Titel, der sagt: Jesus stellt sich der Macht der Zerstörung entschieden entgegen.
"Lehre in Vollmacht", was das ist, sagt der Text an dieser Stelle nicht konkret. Die Austreibung wird als Folge der Lehre Jesu angesehen und auf seinem Weg mit den Jüngern später entwickelt. Dazu zählt auch, dass jeder sein "Kreuz auf sich nimmt", ihm "nachfolgt" (Mk 8,34f) und sich zu Christus bekennt. Es geht somit um die Überwindung des Bösen. Grundsätzlich ist dieser Kampf schon entschieden. Die Frage ist nur, welchen Mächten wir glauben.
Welche Möglichkeiten einer Heilung gibt es heute außer medizinischen psychotherapeutischen Behandlungsweisen? Heilung wird nicht durch gewaltsame Ausrottung des Bösen, sondern durch Liebe möglich werden: durch Sozialkontakte, etwa eingebunden in eine lebendige Pfarrgemeinde, die Vertrauen stärkt.
Wenn wirklich Böses durch die Tat eines Menschen geschieht, darf trotz allem keiner zum Teufel gemacht werden. Genau das ist unfassbar, nicht zu erklären, geradezu paradox. Der Glaube bekundet darüber eine Fassungslosigkeit, die Opfer wie Täter gleichermaßen ernst nimmt. Wie können wir diesem Umstand aus gläubiger Sicht begegnen? In wenigen Tagen beginnt die Vorbereitungszeit auf Ostern. Vielleicht hilft schon jetzt ein Blick auf das Kreuz mit einem der "Sieben Worte Jesu" nach Lk. 23,43: "Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein." Neben Jesus hängt der Gute neben dem Bösen. Mit b e i d e n tritt Jesus ins Gespräch. Er scheut nicht auch Kontakt mit dem Bösen zu haben, weil er alle - auch die Sünder retten will. Eine gute Nachricht für diesen 4. Sonntag im Jahreskreis, verbunden mit großer Selbstüberwindung, die uns zum Guten, auch zum inneren Frieden, führt.
Nach Papst Franziskus soll am 3.Sonntag im Jahreskreis der Sonntag des Wortes Gottes begangen werden. In Deutschland besteht schon seit über 40 Jahren um diese Zeit der Ökumenische Bibelsonntag. Die Deutsche Bischofskonferenz beschloss, das Anliegen des Papstes mit der ökumenischen Praxis in Deutschland zu verbinden und beides am letzten Sonntag im Januar zu feiern. Dieser Gedanke liegt auch dem heutigen Gottesdienst zugrunde.
An Christus, das menschgewordene Wort Gottes, wenden wir uns im Kyrie:
Wir feiern jetzt Gottesdienst. Jede und jeder kommt mit einer Vorstellung hierher. Wir haben verschiedene Anliegen mitgebracht. Dafür wollen wir beten.
Wie wäre es für Sie, wenn es zu Überraschungen kommt? Wäre das etwas Belebendes? Wäre es eine irritierende Störung?
Der Gemeinde in Kafarnaum erging das so. Wir werden von ihrem besonderen Gottesdienst als Evangelium hören. Vielleicht spüren auch wir etwas von der belebenden Kraft Gottes.
Herr,
wir glauben nicht an böse Geister.
Aber wir werden sie auch nicht los.
Manchmal sind wir wie besessen.
Herr, erbarme dich.
Christus,
wir möchten stark sein.
Dir bekennen wir unsere Abhängigkeiten und Ängste.
Sprich du uns los.
Christus, erbarme dich.
Herr,
die bösen Geister glauben an dich.
Sie geben klein bei.
Hilf uns, aus ihrem Bann herauszutreten.
Herr, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
du hast es nicht nur bei Worten belassen,
sondern bist selber Mensch geworden.
Herr, erbarme dich.
Deine Worte sind durch deine Taten gedeckt.
Christus, erbarme dich.
Deine Worte führen über unser Leben hinaus.
Herr, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
Du hast das Reich Gottes verkündet.
Herr erbarme Dich.
Du hast das Böse aus den Menschen vertrieben.
Christus erbarme Dich.
Wir dürfen Dir nachfolgen.
Herr erbarme Dich.
Herr Jesus,
du hast so von Gott gesprochen,
dass den Menschen das Herz aufgehen konnte.
Kyrie, eleison.
Du hast die Not der Menschen gesehen
und warst ihnen ganz nahe,
Christe, eleison.
Du hast einem Menschen neue Zukunft und Freiheit gegeben.
Kyrie, eleison.
Der liebende Gott erbarme sich unser
und führe uns in die Freiheit der Kinder Gottes. - Amen.
Herr, unser Gott,
du hast uns erschaffen, damit wir dich preisen.
Gib, daß wir dich mit ungeteiltem Herzen anbeten
und die Menschen lieben, wie du sie liebst.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 4. Sonntag im Jahreskreis
Jesus hat gesagt:
"Nicht nur vom Brot lebt der Mensch,
sondern von jedem Wort,
das aus Gottes Mund kommt."
Darum bitten wir:
Gott, unser Vater.
Verwirrt vom Geschwätz unserer Tage,
erschöpft von Arbeit und Sorgen,
suchen wir dich und rufen:
Komm uns entgegen.
Rede uns an.
Gib uns ein Wort,
das uns ändert und heilt,
das uns nährt und befreit.
Das gewähre uns durch Jesus Christus.
Amen.
MB Auswahl 41
Herr, unser Gott,
deine Gnade komme uns zuvor und begleite uns,
damit wir dein Wort im Herzen bewahren
und immer bereit sind, das Gute zu tun.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 28. Sonntag im Jahreskreis
Barmherziger Gott,
du hast durch deinen Sohn zu uns gesprochen.
Laß uns immer wieder über dein Wort nachsinnen,
damit wir reden und tun, was dir gefällt.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 7. Sonntag im Jahreskreis
Herr, unser Gott,
dein Sohn hat sich aus Liebe zur Welt
dem Tod überliefert.
Lass uns in seiner Liebe bleiben
und mit deiner Gnade aus ihr leben.
Darum bitten wir im Heiligen Geist durch Christus unseren Herrn.
MB 5. Fastensonntag
Gott und Vater,
wir beten zu dir,
weil wir deine Nähe spüren.
Sprich uns an, ermutige uns
und lass geschehen,
was dein Reich unter uns wirken kann.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Vater im Himmel,
du lädst uns täglich neu ein, auf dich zu vertrauen,
ja, uns dir mit allem anzuvertrauen.
Mit unserer Freude,
unserem Glück,
aber auch mit unseren Ängsten, Nöten und Leiden.
Wir halten dir alles hin, was uns ausmacht.
Nimm du uns bei der Hand und führe uns
– dein Wille geschehe.
Gott,
unsere kleine Welt ist dir vertraut.
Du weißt, woran wir unser Herz hängen,
du weißt auch, welchen Einflüssen wir uns öffnen,
was uns gefangen nimmt und festhält.
Wir bitten dich,
die bösen Geister zu vertreiben,
die wir in unser Leben lassen,
die unsere Herzen eng machen
und immer neues Unheil stiften.
Schenke uns einen klaren Verstand,
ein reines Herz und einen starken Glauben.
Zu dir sind wir unterwegs.
Im Namen Jesu, deines Sohnes, unseres Herren,
in der Kraft deines Geistes
bis in Ewigkeit.
Mit Jesus ist eine neue Zeit angebrochen. Seine Lehre verändert vieles an der bisher geltenden Wertordnung. Er eröffnet den Menschen neue Räume. Durch ihn bitten wir den Vater:
Um eine Verkündigung, die die Christen zu der Freiheit führt, zu der du sie durch ihre Taufe berufen hast.
Um eine Umkehr in den Herzen der Menschen zu einem Miteinander, in dem Recht und Unrecht unterscheidbar sind und der Wille zu Frieden über die Rache siegt.
Um Menschen, die anderen in ihren schwierigen Lebenssituationen Hoffnung, Verständnis und Vertrauen schenken und so dein Reich in unserer Welt erstehen lassen.
Um deinen Geist, der uns erkennen lässt, welche Abhängigkeiten und Bevormundungen uns hindern, unsere eigene Identität und Lebensführung in deinem Sinn zu entwickeln.
Um deine Begleitung und Nähe für alle Sterbenden und ihre Aufnahme in dein Reich.
Großer Gott,
der du die Menschen nach deinem Abbild geschaffen hast, bist im Leben Jesu für uns konkret geworden.
Dir danken wir, dich rühmen wir und dir gebührt unser Lob in alle Ewigkeit. - Amen.
Guter Gott,
dein Sohn hat mit göttlicher Vollmacht zu den Menschen gesprochen.
Wir bitten Dich:
Für alle, die berufen sind, in Kirche und Welt dein Wort zu verkünden:
dass sie dies glaubwürdig tun können, indem sie zu leben versuchen, wovon sie sprechen.
Für alle Menschen, die in diesen Tagen und Wochen auf die Straße gehen, weil sie nicht wollen, dass sich die deutsche Geschichte wiederholt:
dass sie sich auch in ihrem Alltag glaubwürdig für andere einsetzen und dem Rassismus und Faschismus dieser Tage entgegentreten.
Für alle Menschen, die sich für Geflüchtete einsetzen, die sie aus See- und anderer Not retten, die ihnen in den Lagern beistehen, die ihnen helfen, sich bei uns zu integrieren:
dass sie bei all dem Hass, der in der Welt ist, genügend Kraft finden, Widerstände zu überwinden und weiterzumachen.
Für alle Menschen, die ihr Leben in den Dienst der Ärmsten dieser Welt stellen:
dass sie immer wieder deinen Beistand fühlen.
Für die Menschen, die sich in unserem Land nicht mehr willkommen fühlen, weil ihnen Hass und Hetze entgegenschlägt:
dass sie Menschen an ihrer Seite haben, die ihnen beistehen und zeigen, wie wertvoll sie sind.
Für unsere Verstorbenen:
dass sie bei Dir neue Heimat finden
Guter Gott,
dein Sohn hat das Gottesreich angekündigt, und zwar jetzt und hier, in unserer Welt. Und wir dürfen mit daran bauen.
Dafür danken wir dir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. - Amen.
Herr und Gott,
in unserer schnelllebigen Zeit tun wir uns schwer, dein Wort in uns eindringen und wirken zu lassen. Um im Glauben zu wachsen, brauchen wir deine Hilfe.
Darum bitten wir dich:
Wir beten für alle, die das Wort Gottes hören, aber es nicht weiter pflegen.
Herr, unser Gott, erhöre uns!
Wir beten für alle, die sich mit tausenderlei Neuigkeiten vollstopfen, aber keinerlei Konsequenzen daraus ziehen.
Wir beten für alle, die glauben wollen, aber nicht den Mut haben, ihre Erfahrungen und Fragen mit anderen Christen auszutauschen.
Wir bitten für alle, die sich in Bibel- und Gebetskreisen austauschen und sich daraus wertvolle Lebensimpulse schenken.
Wir beten, dass das Hören auf das Wort Gottes die verschiedenen christlichen Bekenntnisse einander näherbringt.
Wir beten für unsere Verstorbenen und für alle, die uns im Glauben behilflich waren.
Dein Wort, guter Gott, ist wie Licht auf den Dunkelstrecken unseres Lebens. Es gibt Hoffnung und Zuversicht, es schenkt Trost und Halt.
Dafür danken wir dir. - Amen.
Herr Jesus,
du hast mit Vollmacht verkündet und in Freiheit gesetzt.
Wir bitten dich:
Herr, sei bei deinem Volk
Wir bitten dich für die Menschen, die im letzten Jahr noch unbeschwert mit uns Gottesdienst feiern konnten.
Wir bitten dich für die Menschen, die gerade in Quarantäne sind.
Wir bitten dich für die Menschen, die auf der Suche nach Wahrheit sind
Wir bitten dich für die Menschen, die sich als angeschlagen erleben
Wir bitten dich für die Menschen, die trauern.
Wir bitten dich für die Menschen, denen du nun bei dir endgültige Erlösung schenkst
Auf dich, Herr, können wir vertrauen,
heute und alle Tage unseres Lebens. – Amen.
Im Evangelium hören wir die bösen Geister sagen:
"Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret?
Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen?
Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes."
Lasst uns beten:
Für die Menschen, die sich mit bösen Geistern anlegen,
sich nicht einschüchtern lassen und offen über sie reden.
Stärke ihnen den Rücken - und hilf uns,
ihnen nicht in den Rücken zu fallen.
Wir rufen zu dir: Herr, lass uns in deiner Nachfolge leben.
Für die Menschen, die mit bösen Geistern Frieden geschlossen haben,
in Ruhe gelassen werden wollen
und sich aus allem heraushalten.
Wecke sie auf - und hilf uns, ihnen Beine zu machen.
Wir rufen zu dir: Herr, lass uns in deiner Nachfolge leben.
Für die Menschen, die mit bösen Geistern Geld verdienen,
andere ausnutzen und sich hinter hohlen Phrasen verstecken.
Stell dich ihnen in den Weg - und hilf uns, ihnen nicht auf den Leim zu gehen.
Wir rufen zu dir: Herr, lass uns in deiner Nachfolge leben.
Für die Menschen, die den Kampf mit dem Tod allein ausmachen,
abgeschoben und vergessen werden.
Lass ihnen dein Licht leuchten - und hilf uns,
ihre unerfüllten Hoffnungen zu übernehmen.
Wir rufen zu dir: Herr, lass uns in deiner Nachfolge leben.
Für uns bitten wir: dass wir mutig und unverzagt
in unseren Gemeinden Menschen eine Heimat geben,
uns ihrer Sorgen annehmen
und ihnen eine Begegnung mit dem guten Geist schenken.
Lass uns die Ideen nicht ausgehen -
und hilf uns, Gefährten zu finden.
Wir rufen zu dir: Herr, lass uns in deiner Nachfolge leben.
Du kennst unsere kleine Welt.
Schenke uns Liebe und Leidenschaft für deine große Welt,
Sehnsucht und Vertrauen in dein Reich.
Du gehst uns voraus.
Lass uns in deiner Nähe bleiben.
In Christus, unserem Herrn.
Herr, unser Gott,
wir legen die Gaben
als Zeichen unserer Hingabe auf deinen Altar.
Nimm sie entgegen
und mach sie zum Sakrament unserer Erlösung.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 4. Sonntag im Jahreskreis
Gott und Vater,
Brot und Wein sind Teil deiner Schöpfung
und dein Geschenk an uns.
Wenn du deinen Segen spendest,
wird aus dem Geschenk der Natur
das Geschenk des Glaubens.
Tu es so
und erfülle uns.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. – Amen.
(für Wortgottesdienste ohne Priester)
Kehrvers:
Groß ist der Herr und hoch zu loben,
seine Größe ist unerforschlich.
Guter Gott und Vater,
wir sind hier, um dir zu danken und dich zu preisen.
In dir erkennen wir den Großen und Allmächtigen,
der unser Leben und unser Schicksal in den Händen hält
und der sich um uns sorgt wie ein guter Vater um seine Kinder.
Kehrvers
Einst hast du Propheten eingesetzt,
die in deinem Namen deinem Volk deinen Willen mitgeteilt haben
und ihm in schwierigen Zeiten kraftvoll vorangegangen sind.
Kehrvers
Nachdem die Zeit dafür reif war, hast du Jesus von Nazareth gesandt.
Klar und entschieden hat er den Menschen den Weg zum wahren Leben gewiesen.
Mit göttlicher Vollmacht hat er der Macht des Bösen Einhalt geboten.
Kehrvers
Sein Geist ist auch heute unter uns gegenwärtig
und stärkt alle, die von der Not ihres Lebens niedergedrückt werden.
Er lehrt uns, das Gute zu erkennen und zu tun,
und er gibt uns die Kraft, dem Bösen zu widerstehen.
Kehrvers
Für dein machtvolles Wirken in dieser Welt danken wir dir
mit allen, die auf dich hören und auf das endgültige Kommen deines Reiches warten.
Mit ihnen und mit der ganzen Schöpfung stimmen wir ein in dein Lob:
Danklied, z. B. Lobe den Herren (GL 258)
Wir danken dir, Vater im Himmel,
und rühmen dich durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn ihn hast du zum Haupt
der neuen Schöpfung gemacht,
aus seiner Fülle haben wir alle empfangen.
Obwohl er dir gleich war an Herrlichkeit,
hat er sich selbst erniedrigt
und der Welt den Frieden gebracht
durch sein Blut,
das er am Stamm des Kreuzes vergossen hat.
Deshalb hast du ihn über alle Geschöpfe erhöht,
so wurde er für jene, die auf ihn hören,
zum Urheber des ewigen Heiles.
Durch ihn preisen wir jetzt
und in Ewigkeit dein Erbarmen und
singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Wochentage 1
Wir danken dir, treuer und barmherziger Vater,
für Jesus, deinen Sohn unseren Herrn und Bruder.
Seine Liebe galt den Armen und Kranken,
den Ausgestoßenen und Sündern.
An keiner Not ging er vorüber.
Sein Leben und seine Botschaft lehren uns,
daß du ein Gott bist, der sich der Menschen annimmt
wie ein Vater sich um seine Kinder sorgt.
Darum loben und preisen wir dich,
wir rühmen deine Güte und Treue
und verkünden mit allen Engeln und Heiligen
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig...
Präfation aus dem Schweizer Hochgebet 3
Jesus lehrte nicht nur mit Vollmacht,
er gab uns Christen auch ein Gebet, dass uns begleitet:
Vater unser…
Herr Jesus, der unreine Geist spürte deine Nähe
und deinen heilenden Frieden,
der seine Macht brechen konnte.
Dich bitten wir:
Schaue nicht auf unsere Sünden…
An Jesus und seinem Wort
scheiden sich die Geister
sein Wort macht betroffen
es trifft uns
und legt frei
was unehrlich und verlogen
was verhärtet und lieblos
was leeres Geschwätz ist
in unserem Leben
Vieles treibt uns um
und zerrt uns hin und her
wir wollen nichts versäumen
doch nur das Eine ist wichtig
Jesu Wort hören
und sich davon treffen lassen
denn an ihm
scheiden sich die Geister
Barmherziger Gott,
das Sakrament der Erlösung,
das wir empfangen haben,
nähre uns auf dem Weg zu dir
und schenke dem wahren Glauben
beständiges Wachstum.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 4. Sonntag im Jahreskreis
Gütiger Gott,
in dieser Feier
hast du uns Anteil an deiner Gnade gegeben.
Sie mache uns fähig, dein Wort zu verstehen,
und bereit, die Gaben deines Geistes zu empfangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 7. Donnerstag der Osterzeit
Gott unser Vater,
die Menschen in Kafarnaum fragten:
Was ist das?
Wir wissen: Es ist ein Zeichen deiner Liebe.
Wir danken dir für dieses Zeichen,
das uns stärken wird für unseren Weg in dieser Woche. – Amen.
Treuer Gott,
dir bleibt nicht verborgen, wenn uns die Worte ausgehen,
wenn wir enttäuscht sind und keinen Mut mehr haben.
Du kennst die Wege, die wir hinter uns haben.
Mit vielem sind wir nicht im Reinen.
Nicht einmal mit uns.
Vor dir liegen aber auch die Wege offen, die wir gehen werden.
Bewahre uns vor einem Niemandsland.
Hilf uns, einander nicht auf Schuld festzulegen,
Animositäten zu pflegen
und alles besser zu wissen.
Stell uns dein Reich vor Augen.
Schenke uns deine Liebe.
Lass uns dann gemeinsam schauen, wachsen und gehen.
Bis du vollendest, was wir nicht vollenden können.
In und mit Christus, dem Anführer ins Leben.
Von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Du kennst unsere Wege und Träume, Gott.
Was uns verborgen ist, nimmst du in die Hand,
was wir nicht verstehen, ist in deinem Herzen.
Es fällt uns schwer, der Liebe das letzte Wort zu lassen.
Wir wägen ab,
wir sind vorsichtig,
wir sind ängstlich.
Aber wenn du uns deinen Geist schenkst,
springen wir über unsere Schatten,
überwinden Zweifel
und lassen uns nichts mehr einreden.
Wir gehen jetzt wieder in unseren Alltag.
Viele Proben warten auf uns,
Proben unserer Gelassenheit,
unseres Mutes, unseres Glaubens.
Schenke uns deine Liebe.
Und die Zukunft, die uns große Schritte wagen lässt
In Christus, unserem Herrn. – Amen.
Segne uns, Vater im Himmel,
und mache uns rein und heilig
vor deinem Angesicht.
Offenbare uns deine Herrlichkeit und deine Gnade
und lehre uns das Wort der Wahrheit,
das Evangelium des Heiles,
damit wir erfüllt werden mit der brüderlichen Liebe,
die du allen deinen Kindern geboten hast.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Der Segen des allmächtigen Gottes,
des Vaters und des Sohnes
+ und des Heiligen Geistes,
komme auf euch herab
und bleibe bei euch allezeit. - Amen.
MB Segensgebete 21
Gott, unser Vater,
segne euch mit allem Segen des Himmels,
damit ihr rein und heilig lebt vor seinem Angesicht. - Amen.
Er lehre euch durch das Wort der Wahrheit;
er bilde euer Herz nach dem Evangelium Christi
und gebe euch Anteil an seiner Herrlichkeit. - Amen.
Er schenke euch jene geschwisterliche Liebe,
an der die Welt die Jünger Christi erkennen soll. - Amen.
Das gewähre euch der dreieinige Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. - Amen.
MB Feierlicher Segen im Jahreskreis 6
Gott,
immer wenn wir deine Nähe spüren, geschieht etwas in uns.
Sie macht uns frei und lässt uns wachsen.
Gib uns dazu deinen Segen für heute und für die Woche.
Und so segne euch der Vater und der Sohn
und der Heilige Geist. – Amen.
Und der Segen Gottes,
dessen Kraft und Zusage größer ist
als all unsere Vorurteile, Verfehlungen, Ängste und Nöte,
er lege sich gnädig auf uns und stärke uns.
So segne uns Gott der Vater...
"Herr, lehre uns beten!" (Lk 11,1),
baten die Apostel. Vielleicht müssten wir heute bitten: Lehre uns dein Evangelium lesen, dieses Evangelium, das wir zu kennen vermeinen. - und vielleicht sind wir auch so daran gewöhnt, dass es uns keinen Stoß mehr versetzt -, aber dessen Reichtum, Neuheit, Aktualität wir nie fertig entdecken werden, wenn wir es richtig lesen.
Herr, lehre uns in die Frohbotschaft eindringen,
die zunächst eine Tatsache, eine Geschichte, eine Offenbarung ist; aber lasse uns auch aufgehen, dass sie zudem und vor allem ein Geist ist. Herr, lehre uns Matthäus, Markus, Lukas und Johannes so lesen wie unsere großen klassischen Dichtungen und aufmerksamer als diese. Lass uns diesen unvergänglichen Texten die Aufmerksamkeit schenken, die wir andern, weniger wertbeständigen Texten widmen. Sie sollen für uns heilige Texte sein, die wir mehr mit dem Herzen als mit dem Geist lesen und vielleicht - warum denn nicht? - zuweilen auf den Knien, wie Pascal.
Lass uns Gefallen finden an den Forderungen deines Evangeliums, an seiner Härte, seiner Hoheit. Gib uns das Verlangen nach deinem Reich und nicht nur das, sondern nach dem Himmelreich!
Und, Herr, lass uns, die wir doch mit dir glücklich sein wollen, nie an deinen Seligpreisungen herumdeuteln!
Aus: Henri Engelmann, Ich kann nicht mehr glauben. Rex-Verlag 1965.
Gib uns die Gabe, die Matthäus erhielt:
die gute Botschaft mit der Tradition der Menschen zu vergleichen und ihr gegenüberzustellen.
Gib uns die Gabe, die Markus erhielt:
die gute Botschaft kurz und bündig zu erzählen.
Gib uns die Gabe, die Lukas erhielt:
Mitleiden zu erwecken für die Armen.
Gib uns die Gabe, die Johannes erhielt:
nachdenklich die Ereignisse in Jesu Leben zu betrachten und zu deuten.
Gib uns die Gabe, die Paulus erhielt:
alle Leiden geduldig zu ertragen und trotzdem weiterzuziehen mit der Predigt des Evangeliums.
Gib uns die Gabe, die Jakobus erhielt:
die Gläubigen zu ermutigen, ihr Leben mit guten Werken zu erfüllen.
Gib uns die Gabe, die Petrus erhielt:
die vorzubereiten, die verfolgt werden, damit sie standhaft bleiben.
Gib uns die Gabe, die der Verfasser des letzten Buches der Bibel erhielt:
die Vision des himmlischen Jerusalems vor Augen zu behalten.
Herr Jesus, lass die Musik und die Kunst,
die die christliche Botschaft tragen,
Menschen anregen,
damit sie die Evangeliumsbotschaft verstehen.
Lass gedruckte Seiten,
die über den Heiland sprechen,
Gleichgültige anregen,
die Bedeutung des Evangeliums zu erforschen.
Lass das Leben der Gläubigen denen,
die die Bibel nicht lesen, einprägen,
was das Evangelium tun kann.
Herr, lass uns zu Evangelisten werden.
Amen.
Johnson Gnanabaranam, indischer Theologe.
Mit Vollmacht lehren heißt:
glaubwürdig sprechen –
mit Worten, die die Seele berühren
mit Worten, die in die Tiefe gehen
mit Worten, die leben lassen
mit Worten, die bewirken,
was sie sagen.
Ilse Pauls
Zur Zeit, als der Korintherbrief geschrieben wurde, glaubte man noch daran, dass das endgültige Reich Gottes noch zu Lebzeiten anbrechen wird. Erst nach und nach merkte man, dass das Ende der Zeiten nicht so nahe war.
Paulus war der festen Überzeugung, dass nur ledige Menschen intensiv am Reich Gottes mitarbeiten könnten. Er selbst war erst zum Christentum konvertiert, nachdem er diesen "neuen Weg" fanatisch bekämpft hatte. Er sah in seiner Konzentration auf Jesus Christus seine Möglichkeit, ein gutes, „richtiges“ Leben zu führen. In einer Zeit, als kultische Prostitution und Zügellosigkeit ganz selbstverständlich praktiziert wurden, wollte er die Menschen dazu bringen, sich auf Jesus Christus zu konzentrieren und ihr Leben auf ihn auszurichten. Von da her erklärt sich, warum Paulus die Ehelosigkeit für den besseren Weg hält. Heute wissen wir, dass Ehelosigkeit nicht die Quelle alles Guten ist und dass auch verheiratete Menschen ihr Leben ganz Jesus Christus widmen können, indem sie den Wert der Nächsten- und Feindesliebe und der Caritas in ihrer Familie und in ihrem Umfeld glaubwürdig leben und andere dazu animieren, ähnlich zu denken.
Und hier sehe ich eine Brücke zum Evangelium: Jesus Rede kommt den Menschen vor Ort so anders vor, weil er das, was er sagt, auch lebt. Und weil er als Sohn Gottes nicht irgendwelche Gottesworte interpretiert, sondern aus eigenem Sein weitergibt. Deshalb kann er auch das Böse, hier in Gestalt eines Dämons, austreiben. Wobei auch hier das Evangelium in dem Kontext gelesen werden muss, in dem es geschrieben wurde. Dass das Böse Menschen in Gestalt von Dämonen heimsucht, war damals allgemeine Überzeugung. Heute glauben wir vielleicht nicht mehr an Dämonen, aber wir sehen, dass es Menschen gibt, die Böses wollen und nicht das Gute.
Das ist uns in den letzten Wochen in Deutschland eindrücklich vor Augen geführt worden. Dass viele Menschen gegen „das Böse“ sind, zeigen die vielen Menschen, die auf die Straße gehen, weil sie nicht wollen, dass sich deutsche Geschichte wiederholt.
Was bedeutet das nun für uns? Ich bin überzeugt, dass es nicht darauf ankommt, irgendwas zu interpretieren und große Reden zu schwingen, sondern glaubwürdig und konsequent zu leben. Wenn unser Reden unserem Leben erkennbar entspricht, dann „predigen“ wir auf unsere Weise und erreichen damit die Herzen der Menschen. Das ist der Auftrag, den wir Christinnen und Christen haben: glaubwürdig in der Nachfolge zu leben und so die Botschaft Jesu Christi zu bezeugen.
Edith Furtmann 2024.
Im Jahr 2024 wird nicht nur in der EU und in den USA gewählt. Vielerorts drohen Antidemokraten an Zustimmung zu gewinnen. Die wichtigsten Wahlen des Jahres im Überblick.
Kommunalwahlen, Landtagswahlen, Europawahl: Viele deutsche Bürgerinnen und Bürger sind 2024 gleich mehrere Male dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Doch nicht nur hier wird gewählt: In Bangladesch und Taiwan wurde bereits über ein neues Parlament abgestimmt. In Österreich finden gleich mehrere entscheidende Wahlen statt, und in den Vereinigten Staaten wird ein neuer Präsident gewählt. Bei vielen dieser Wahlen ist damit zu rechnen, dass rechte Kräfte noch stärker werden könnten. In den Landtagen der ostdeutschen Bundesländer, bei Kommunalwahlen, aber auch in den USA, Türkei oder Österreich. Eine Übersicht über das Superwahljahr 2024.
Ganzer Beitrag:
https://www.zeit.de/politik/2024-01/wahlen-2024
Zeit online. Aktualisiert am 19. Januar 2024,
Gefangen
im Kreisen
von Gedanken
von Sorgen
gefangen
im alltäglichen Schrecken
im Kampf um das tägliche Leben
gefangen
auf der Suche nach Gerechtigkeit –
nach Liebe
gefangen in Vertrauensbruch
Untreue und
Verrat
gefangen
in mir selbst und meinen Geistern
mit dem Brett vor meinem Kopf
mit dem Knoten um meine Seele
löst sich der S C H R E I
findet ein Gegenüber
findet ein offenes Ohr
findet den HEILIGEN GOTTES
und ER befiehlt
allem, was mich fesselt
zu schweigen
und mich zu verlassen
und es zieht mich noch hin und her
wohin?
Es zieht mich zu dem
der Heil mir verheißt
der mich in meinem ganzen „So-Ist-Es-Sein“ umfängt
der alles wahrnimmt
was mich ausmacht
ALLES
und
der mich bergend umschließt
mich liebend wiegt – wie ein Kind
der mit seiner Liebe und Annahme
Heil-werden möglich machen will
(c) Beatrix Senft 2021, beatrix.senft@googlemail.com
Blicke ich nun auf mein Leben zurück, so kann und muss ich mich fragen: Was habe ich eigentlich erreicht? Was haben alle meine Bemühungen um eine Reform meiner Kirche schließlich erbracht?
Da habe ich mir im Lauf der Jahre die Finger buchstäblich wund geschrieben: Tausende von Seiten in meinen Büchern, Hunderte Artikel und Stellungnahmen in allen möglichen Sprachen, zahllose Interviews, Gespräche und Kolloquien ... Doch abgesehen von der Konzilszeit und dem unvergessenen Jahr 1963, in welchem ich als katholischer Christ gleichzeitig auf Papst Johannes XXIII. und Präsident Kennedy blicken konnte, musste ich ständig gegen den Wind segeln, und dies oft durch große Stürme und lange Regenzonen. Aber bin ich da eigentlich vorangekommen, oder bewege ich mich im Kreise?
Selbstmitleid ist in meinem Fall nicht angebracht. Ich bin kein Hiob, habe bis jetzt Leben und Gesundheit, Haus und Heimat bewahrt, habe ein unwahrscheinlich reiches Leben geführt. Habe mir Jahrzehnt um Jahrzehnt ein ständig um neue wichtige Themen ringendes literarisches Œuvre erarbeitet. Habe alle Regionen dieser Erde zwischen Spitzbergen und dem Kap der Guten Hoffnung und von Europa mehrfach rund um die Welt bis zum Chinesischen Meer und zur Südsee kennengelernt. Habe unbeschreiblich schöne Naturerlebnisse gehabt von den Gipfeln der Alpen bis in die Unterwasserwelten des Pazifik.
Nein, ich bin auch kein Jeremia, der als Prophet in Not und Elend leben musste, dem Klagen über sein Volk und die Regierenden aufgetragen waren und der Ablehnung durch sein Volk, Misshandlung und Verbannung erfahren musste. Ich habe immer und überall auch viel Zustimmung und Sympathie gefunden und habe zahllose wunderbare Menschen in allen Völkern und Religionen kennengelernt. Trotz offizieller Desavouierung konnte ich meinen Lehrstuhl und mein Institut bewahren, und nach meiner Emeritierung sogar eine eigene Stiftung gründen und so mein hoch qualifiziertes Mitarbeiterteam behalten. Ich erfuhr von meiner Familie und vom engsten Kreis meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so viel Treue, Zuneigung und Liebe, dass ich aufs Ganze gesehen - trotz mancher einsamer und schwieriger Stunden und Tage - ein glückliches Leben führen konnte.
Aus: Hans Küng, Erlebte Menschlichkeit. Erinnerungen. Piper Verlag, München Zürich 2013.
Das Gute kommt nie allein, und - Gott sei’s geklagt - der Gute auch nicht. Wird bereits das Erlösungswerk des Höchsten von einem Satan begleitet, so führen auch die niederen Chargen der Heilsvermittlung dunkle Wiedergänger mit sich. Es geht dabei durchaus um Arbeitsteilung: Selbst wenn Knecht Ruprecht dem Nikolaus einen Sack mit Wohltaten hinterher trägt, auszuteilen hat er selbst doch einzig die Rute. Und der etwas südlicher verbreitete Krampus teilt nicht nur besagte Rute, sondern auch allfällige Strafen mit ihr aus.
Was unser Brauchtum hier alle Jahre wieder aufführt, entstammt einer religionsgeschichtlich erprobten Verfahrensweise: Gegen die Ansteckung mit der Bosheit werden von der höchsten Güte Funktionäre des Bösen abgespalten. Ein Beispiel aus dem Alten Testament macht deutlich, wie das vor sich geht: Während im Zweiten Samuelbuch der Zorn Gottes den König David zu einer sündhaften Volkszählung reizt, übernimmt dieselbe Aufgabe in der Nacherzählung derselben Geschichte im Ersten Chronikbuch ein Satan (vgl. 1Sam 24,1 und 1Chr 21,1).
https://www.furche.at/gesellschaft/leibhaftig-boese-1197311 - abgerufen am 23. Jänner 2024
Jürgen Bründl in: Die Furche Nr. 43 vom 5. 12. 2013.
[In Peter Ustinovs Roman "Der Alte Mann und Mr. Smith" begegnen sich der Teufel und Gott unter der Bezeichnung „der Alte Mann“ auf der Erde. Sie werden zeitweise in eine Psychiatrie gebracht. Dort gibt es drei Patienten, die sich für Gott halten. Einer begegnet Gott]
Luther Bassing, ein äußerst korpulenter junger Mann mit kurzgeschorenen Haaren und dem gefährlich schläfrigen Gesichtsausdruck eines Sumoringers, firmierte intern als Gott Drei und galt als gefährlichster der drei.
„Äh, ich dachte, die beiden sollten sich kennenlernen. Gott Drei, ich möchte Ihnen Gott Vier vorstellen.“
Luther Bassing zitterte leicht, als er den Alten Mann ansah, und brach beinahe in Tränen aus.
Inzwischen standen sich der Alte Mann und Luther Bassing gegenüber, in einer Umarmung der Blicke verschlungen. Wer von beiden das Kräftemessen gewinnen würde, ließ sich noch nicht sagen.
„Verblüffend“, murmelte Dr. Kleingeld den Pflegern zu. „Normalerweise wäre Gott Drei über den Neuen hergefallen und hätte ihn fertiggemacht. Darum hatte ich…“ Er hatte den Satz noch nicht beendet, als Luther Bassing seinen mächtigen Körper auf den Fußboden senkte und vor dem Alten Mann niederkniete.
Langsam trat der Alte Mann vor und streckte die Hand aus. Luther Bassing ergriff sie nicht, sondern schaute auf den Boden und richtete seine Gedanken so vernehmlich nach innen, als faltete er ein Tischtuch. (…)
„Bei Gott Eins und Zwei wird er wild,“ sagte Dr. Kleingeld, „und bei Ihnen ist er die Sanftmut in Person. Warum?“
„Im tiefsten Inneren seines Herzens, trotz seiner überheblichen Behauptung, Gott zu sein, weiß er, dass er es nicht ist. Bei den anderen zwei Kandidaten weiß er, dass sie genausowenig Gott sind wie er. Das Säkulare der Situation macht sie aggressiv. In meinem Fall bemerkt er eine andere Qualität als Arroganz oder den Wunsch zu überzeugen. Ich behaupte nicht, Gott zu sein. Das habe ich nicht nötig.“ Und der Alte Mann betrachtete den sich auf ihn stützenden unbeweglichen Giganten. „Er ist eingeschlafen.“
Aus: Peter Ustinov; Der Alte Mann und Mr. Smith. ECON Verlag Düsseldorf und Wien 1993.
Als er [der Mensch] im Ungehorsam deine Freundschaft verlor
und der Macht des Todes verfiel,
hast du ihn dennoch nicht verlassen,
sondern voll Erbarmen allen geholfen,
dich zu suchen und zu finden.
Immer wieder hast du den Menschen deinen Bund angeboten
und sie durch die Propheten gelehrt, das Heil zu erwarten.
Aus dem Messbuch
Markus beschreibt im Evangelium die Macht Jesu. Ihm müssen alle dienen. Auch die unreinen Geister müssen seine Größe anerkennen. So wird Jesus zum Heiland. Dann ist es ein Segen, dass er die Macht hat.
Segen ist es aber nur, weil Jesus damit umgehen kann. Mit Macht handeln heißt bei Jesus: Gottes Idee über das Leben wird wieder möglich.
Ein belasteter Mensch spürt wieder Freiheit. Ein Mensch, vor dem alle Angst haben, kann wieder in Kontakt sein. Seine Nähe wird zugelassen. Er kann eine Dankbarkeit entwickeln und leben. Die kann ihn wieder mit Gott in Verbindung bringen.
Aus: Sonntagsgruß 93/2018 (Jahrgang 90), Konvent der Kamillianer Freiburg 2018.
Wenn es eines gibt,
was die Welt braucht
immer und immer wieder,
dann ist es:
inmitten der Suche nach Sinn
Hoffnung erhalten, die trägt.
Wenn es eines gibt,
was Christen tun sollen
immer und immer wieder,
dann ist es:
aus ihrer Hoffnung heraus
Hoffnung weiter schenken.
Aus: Petra Focke Hermann Josef Lücker, Gott und die Welt. Ohne Verlagsangabe, o. J.

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
spirituelle Impulse, Bibeltexte mit Erklärungen, Gebete für Gottesdienstfeiern und Denkanstöße für jeden Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres.
Verbesserte Suchfunktionen - Neue Exportfunktionen
Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
Die Unterseiten des Predigtforums kann man auch mit einer Kurzadresse erreichen:
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Die Bestimmungen über das Prophetenamt lassen sich in zwei Abschnitte teilen:
Die Verse 9 bis 14 verbieten religiöse Praktiken wie sie im Umfeld Israels üblich waren: Zauberei, Wahrsagerei usw. Das Prophetenamt Israels unterscheidet sich von diesen grundlegend. Der von Jahwe eingesetzte Prophet spricht im Auftrag Jahwes. Er verkündet, was Jahwe ihm zu verkündigen gibt, während die Zauberer und Hellseher der Umwelt Israels den Willen Gottes zu deuten versuchen. In den Versen 15 bis 22 wird das Prophetenamt Israels in positiver Weise beschrieben. Es wird in der Weise ausgeübt, wie Mose es vorgelebt hat.
Später wurde diese Zusage auf einen endzeitlichen messianischen Propheten bezogen. Das vom Propheten Ausgesagte gilt aber grundsätzlich. Das Volk Gottes braucht keine Hellseher, Stern- und Zukunftsdeuter. Ihm wurde das Gesetz Gottes ein für allemal verkündet. Der Prophet Jahwes ist Künder des Gottesrechts.