Die biblischen Lesungen wurden mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet den Lektionaren 2018 ff entnommen. - © 2024 staeko.net. - vgl. Impressum.
Die Katholischen Bibelwerke in Deutschland, Österreich und Schweiz stellen auf ihren Webseiten ausführliche Kommentare und Anleitungen zum Lesen der biblischen Lesungen für Sonn- und Feiertage zum Download im PDF-Format zur Verfügung. Mit freundlicher Genehmigung der Katholischen Bibelwerke übernehmen wir die Kurzeinleitungen zu den Lesungen.
Lesung aus dem Buch Jeremía.
Weh den Hirten,
die die Schafe meiner Weide zugrunde richten und zerstreuen –
Spruch des Herrn.
Darum – so spricht der Herr, der Gott Israels,
über die Hirten, die mein Volk weiden:
Ihr habt meine Schafe zerstreut und sie versprengt
und habt euch nicht um sie gekümmert.
Jetzt kümmere ich mich bei euch um die Bosheit eurer Taten –
Spruch des Herrn.
Ich selbst aber sammle den Rest meiner Schafe
aus allen Ländern, wohin ich sie versprengt habe.
Ich bringe sie zurück auf ihre Weide
und sie werden fruchtbar sein und sich vermehren.
Ich werde für sie Hirten erwecken, die sie weiden,
und sie werden sich nicht mehr fürchten und ängstigen
und nicht mehr verloren gehen –
Spruch des Herrn.
Siehe, Tage kommen
— Spruch des Herrn —,
da werde ich für David einen gerechten Spross erwecken.
Er wird als König herrschen und weise handeln
und Recht und Gerechtigkeit üben im Land.
In seinen Tagen wird Juda gerettet werden,
Israel kann in Sicherheit wohnen.
Man wird ihm den Namen geben:
Der Herr ist unsere Gerechtigkeit.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Kv: Der Herr ist mein Hirt,
nichts wird mir fehlen. – Kv
(GL 37,1)
Der HERR ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen. /
Er lässt mich lagern auf grünen Auen
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Meine Lebenskraft bringt er zurück.
Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, getreu seinem Namen. - Kv
Auch wenn ich gehe im finsteren Tal,
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir,
dein Stock und dein Stab, sie trösten mich. - Kv
Du deckst mir den Tisch
vor den Augen meiner Feinde.
Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt,
übervoll ist mein Becher. - Kv
Ja, Güte und Huld
werden mir folgen mein Leben lang
und heimkehren werde ich ins Haus des HERRN
für lange Zeiten. - Kv
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Éphesus.
Schwestern und Brüder!
Jetzt seid ihr, die ihr einst in der Ferne wart,
in Christus Jesus,
nämlich durch sein Blut,
in die Nähe gekommen.
Denn er ist unser Friede.
Er vereinigte die beiden Teile – Juden und Heiden –
und riss die trennende Wand der Feindschaft
in seinem Fleisch nieder.
Er hob das Gesetz mit seinen Geboten und Forderungen auf,
um die zwei
in sich zu einem neuen Menschen zu machen.
Er stiftete Frieden
und versöhnte die beiden
durch das Kreuz mit Gott in einem einzigen Leib.
Er hat in seiner Person die Feindschaft getötet.
Er kam und verkündete den Frieden:
euch, den Fernen,
und Frieden den Nahen.
Denn durch ihn
haben wir beide in dem einen Geist Zugang zum Vater.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Im Abschnitt 2,11-22 und auch im 3. Kapitel des Epheserbriefes sind besonders die "Heiden" angesprochen.
Jude wird man durch die Geburt. Es gab zwar immer wieder Menschen, die sich zum Judentum bekehrten, aber für die wirkliche Zugehörigkeit zum erwählten Volk, ist nach dem Denken der Juden, die jüdische Abstammung nötig. Darum gibt es auch keine Mission und keine Versuche, Menschen aus anderen Völker, die "Heiden" zum jüdischen Glauben zu bekehren.
Anders ist es im Christentum. Was zählt ist der Glaube, und nicht ob einer von Geburt Jude, Grieche Römer, Perser,... ist. In den ersten Jahrzehnten müssen sich die Christen, die ja hauptsächlich christlich gewordene Juden waren, damit auseinander setzen, dass Gott das Heil für alle Menschen will. Vorbedingung, um zur Gemeinschaft der Christen zu gehören, ist nicht die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Volk, oder einer Religion, sondern allein der Glaube an Gott und an Jesus Christus. Alle Menschen sind zum Heil berufen, Gott macht keine Unterschiede. Die Erlösungstat Jesus Christi gilt für die Juden genauso wie für alle anderen.
Der Verfasser des Epheserbriefes - wohl ein Schüler oder Mitarbeiter des Apostel Paulus - denkt und schreibt kontrastreich und auch gegensätzlich.
Er stellt im vorliegenden Text den Unheilszustand der Heidenchristen dem "jetzt" erlangten Heil gegenüber. Dieses Heil gipfelt in der Würde des "Bürgerrechts und der Hausgenossenschaft" in der universalen Gemeinde des Herrn (vgl. den folgenden Abschnitt: Vers 19ff). Die Einheit, die hier angesprochen wird, bewirkt letztlich nur Christus selbst, der Frieden stiftete durch seine Hingabe am Kreuz. "Der von Christus gebrachte und in ihm selbst verkörperte Friede ist keine abstrakte Größe, sondern soll sich geschichtlich konkretisieren und bis in das gesellschaftliche Leben hinein realisieren." (R. Schnackenburg)
Der - mit sechs Kapiteln recht kurze - Brief des Paulus an die Gemeinde von Ephesos liest sich wie eine in Briefform gefasste Predigt. Allgemein wird angenommen, dass der Apostel allerdings selbst nicht der Verfasser ist. Die vorliegende Perikope arbeitet an einem Grundproblem der paulinischen Mission, dem Verhältnis von Juden, Heiden und Judenchristen: In Christus gibt es keine Trennung mehr - in seine Nachfolge kann jeder treten, auch Nichtjuden. In der Jerusalemer Gemeinde sah man das ja noch zurückhaltender. Nach paulinischer Vorstellung muss sich diese 'Ökumene' auch in der sichtbaren Gestalt der jungen Gemeinden widerspiegeln.
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Meine Schafe hören auf meine Stimme;
ich kenne sie und sie folgen mir.
Halleluja.
Aus dem hl. Evangelium nach Markus.
In jener Zeit
versammelten sich die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte,
wieder bei ihm
und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.
Da sagte er zu ihnen:
Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind,
und ruht ein wenig aus!
Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen,
so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen.
Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend,
um allein zu sein.
Aber man sah sie abfahren
und viele erfuhren davon;
sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin
und kamen noch vor ihnen an.
Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen
und hatte Mitleid mit ihnen;
denn sie waren wie Schafe,
die keinen Hirten haben.
Und er lehrte sie lange.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Ablehnung und Aufnahme
Mit der Ablehnung Jesu in seiner Heimatstadt beginnt im Markus Evangelium die Wanderung Jesu. Hier werden die Jünger wichtiger.
Zwischen der Aussendung der 12 Jünger und ihrer Rückkehr berichtet der Evangelist nur vom Schicksal Johannes des Täufers, der auf Wunsch der Frau des Herodes enthauptet wurde.
Von Herodes wird erzählt, daß er Jesus aufgrund seiner Taten und Wunder für den wiederauferstandenen Johannes den Täufer hielt.
Auch die Jünger, die Jesus ausgesandt hat, rufen die Menschen zur Umkehr auf und vollbringen Wunder, sie treiben Dämonen aus und heilen Kranke. Näheres wird nicht erzählt. Es genügt dem Evangelisten zu sagen, daß die Jünger im Auftrag Jesu unterwegs sind und auch von ihm die Vollmacht haben so zu handeln wie er.
Es ist nur zu verständlich, daß die Jünger Jesus von ihren Erlebnissen berichten wollen und daß sie sich ausrasten wollen als sie zu ihm zurückkommen.
Die vielen Menschen, die sich um Jesus scharen, verhindern, daß sie zur Ruhe finden. Jesus fährt mit ihnen ein Stück über den See Gennesaret, trotzdem folgen ihnen die Menschen.
Sie erwarten sich etwas von Jesus. Jesus fasst das, was sie suchen und erhoffen, in einem Satz zusammen: "Sie sind wie Schafe, die keinen Hirten haben" (6,34). Der Hirte steht für jemanden, der ganz für seine Herde da ist, mit ihr mitgeht, sich kümmert um die einzelnen Tiere, für sie sorgt, sie im Notfall verteidigt, der jedes Tier kennt,....
Wenn Jesus dann die Menschen lehrt, ist damit nicht ein theoretischer Unterricht gemeint, damit die Leute mit dem Leben besser zurecht kommen. Der nächste Abschnitt des Evangeliums, die Speisung der 5000 zeigt, daß es ihm darum geht, den Menschen zu zeigen, daß Gott es ist, der sich um sie sorgt, daß er der ist, dem man sich anvertrauen kann, daß er die Antwort auf ihr Suchen und Fragen ist, die Heilung ihrer Krankheiten und die Nahrung für ihr Leben.
Mit Vers 6,30 beginnt ein weiterer Hauptteil im Markus - Evangelium (nach der Einschaltung von Vers 6, 1 -29): Die Zuwendung Jesu zu Juden und Heiden. Am Beginn steht das Bild von Jesus als der Hirte Israels.
Die Jünger (Apostel) kommen - im heutigen Ausschnitt - von dem bereits unter Vers Mk 6,7-13 geschilderten Auszug zurück und berichten Jesus von dem Erlebten: von den Exorzismen und Heilungen und den Umkehrpredigten.
"Die Lehre der Apostel" wird - darauf legt Markus besonderen Wert - im Leben Jesu verankert, und ihr Wirken, ihre Mission entspricht dem Auftrag Jesu.
Die Anweisung Jesu, nach den Anstrengungen der Mission auszuruhen, gilt nach Markus wohl auch für die Missionare seiner Zeit.
Jesus wird als der Hirte bezeichnet, für die vielen verlorenen und suchenden Schafe. Dies wird noch deutlicher im dem heutigen Abschnitt folgenden Text über die wundersame Speisung der Fünftausend. Auch die Sorge um Jünger, um Arbeiter, sprich Hirten für die Kirche, will Markus - wie auch Lukas - herausstreichen.
Vgl. Rudolf Pesch, Das Markus - Evangelium, Teil 1, Herders Theol. Kom. zum NT, Freiburg 1977.
Unter formalen Aspekten ist die Perikope des heutigen Sonntagsevangeliums ein wenig 'zusammengestückelt'.
Die Verse 30f stellen eine selbständige Überleitungsszene von einem völlig anderen Zusammenhang (Martyrium des Johannes) zur Brotvermehrungsgeschichte dar.
Die Verse 32-34 sind Teil der Einleitung zu dieser Wundergeschichte.
Die Verse 30f beschreiben, wie die Jünger nach getaner Arbeit zu Jesus zurückkehren und bei ihm ausruhen. Dieses Handeln der Jünger verläuft komplementär zur ihrer Sendung durch Jesus (6,7-13): Die Missionstätigkeit der Jünger nimmt bei Jesus ihren Anfang und kehrt auch wieder zu ihm zurück - alle Mission hat ihren Anfang und ihr Ende im Gottesohn.
Die Verse 33f der Brotvermehrungsgeschichte stellen den Aposteln dann die umherirrenden Leute gegenüber, die noch nicht genau wissen, was sie mit der Frohbotschaft und ihrem Verkünder anfangen sollen, und von ihm einfach mal sehr viel erhoffen.
Die Geschichte der Menschen wiederholt sich offenbar immer wieder. Immer wieder werden Menschen von Mächtigen ausgenützt und ausgebeutet. Der Prophet kündigt an, dass Gott selbst nach Recht und Gerechtigkeit sehen wird. Die Christen sehen in Jesus diese Ankündigung verwirklicht. Jesus ist der von Gott eingesetzte Hirte, der die Seinen nicht verkommen lässt.
Ob das wohl geht? Knüpfen wir doch einmal die Predigt an diesem Sonntag aus den Fäden, die die Lesungen uns auf den Tisch und in die Herzen legen:
In seinen Tagen wird Juda gerettet werden,
Israel kann in Sicherheit wohnen.
Man wird ihm den Namen geben:
Der Herr ist unsere Gerechtigkeit.
Er kam und verkündete den Frieden:
euch, den Fernen,
und Frieden den Nahen.
Denn durch ihn
haben wir beide in dem einen Geist
Zugang zum Vater.
Als er ausstieg,
sah er die vielen Menschen
und hatte Mitleid mit ihnen;
denn sie waren wie Schafe,
die keinen Hirten haben.
Und er lehrte sie lange.
In seinen Tagen. Er kam und verkündete Frieden. Er sah die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen.
Voilá: Aus drei Texten ist einer geworden. Die vielen Nuancen – fein eingewebt. Die unterschiedlichen Menschen – zusammengebracht. Die großen Linien – traumhaft vereint!
Es geht um Menschen, die im Spiel der Mächtigen ausgenutzt, manipuliert, für Zwecke eingesetzt und ausgeweidet werden. Das ist tatsächlich schon in Israel passiert – und alles schön und fromm verbrämt. Unrecht wird unschuldig gemacht. Der Zweck heiligt die Mittel. Diese Kunst beherrschen bis zum heutigen Tag Mächtige und solche, die es unbedingt sein wollen. Dass Menschen vor nichts zurückschrecken, nimmt Gott in den Blick. Wehe euch! Gott sagt das, nicht ohne eine Verheißung für geschundene und vergessene Menschen. Es soll wieder Recht und Gerechtigkeit geben! Es wird wieder Recht und Gerechtigkeit geben!
So endet die erste Lesung.
Es geht auch um Menschen, die ihre Feindschaften pflegen. Es war ein großes Geschenk, alles andere als selbstverständlich, dass Heiden – wenn sie Christen wurden - in die Bundesgemeinschaft Gottes mit seinem Volk, den Juden, eintreten durften und Heimatrecht bekamen. Aber was dann kam, war schrecklich. Juden wurden vertrieben, ghettoisiert, schließlich lagermäßig ihrer Rechte beraubt und vernichtet. Christen haben ihnen, sogar im Namen Gottes, den Bund aufgekündigt und sich selbst als Gottes Volk eingesetzt. Sie nannten sich dann das „wahre Israel“. Selbst wo sich Juden assimilierten, blieben sie oft nur Fremdkörper. Feindbilder werden bis heute gepflegt. Der Antisemitismus steht sogar wieder neu auf. Die Trennungen zeichneten sich schon früh ab. Gott aber hat von Anfang an Frieden gestiftet, ein heilvolles, glückliches Zusammenleben. Er bringt zusammen – er trennt nicht. Er ist Vater aller Menschen. Separieren und vereinnahmen lässt er sich nicht. Friede den Fernen! Friede den Nahen.
So endet die zweite Lesung.
Es geht dann auch um Menschen, die sehnsüchtig darauf warten, dass ihnen ein gutes Wort, eine gute Perspektive, eine Verheißung für ihr Leben gesagt wird. Dafür laufen sie Jesus nach. Wenn sie ihn hören, geht ihnen der Himmel auf.
Aber auch seine Jünger kommen nicht mehr zur Ruhe. Sie haben nicht einmal mehr Zeit zu Essen. Es macht ihnen Freude, dabei zu sein. Sie erzählen, wie viele Menschen bis heute, dass sie anderen mit ihren Worten, ihrem Zuhören, ihrer Nähe Liebe schenken, ein offenes Herz. Es ist ein großes Gefühl, für einen anderen Menschen wichtig zu sein! Wir aber brauchen die nötige Ruhe, mehr noch - den hilfreichen Abstand und die heilvolle Distanz zu uns selbst. Gottes Reich ist keine Maschine, es funktioniert auch nicht wie ein Räderwerk, es hat keine Schalter und keine Chips. Wenn Menschen ausbrennen, erlischt das Feuer, das andere wärmt. Jesus sieht die Menschen an: sie sind wie Schafe, die keinen Hirten haben.
Und er lehrte sie lange. - So endet das Evangelium.
Wir erzählen heute drei Geschichten. Von menschlicher Verlorenheit, von menschlichen (und unmenschlichen) Trennungen, von menschlicher Sehnsucht nach einem Wort, das die Welt wieder neu macht, neu schafft.
Was ist, wenn wir darüber reden, laut, vernehmlich, mutig – und genau das machen, was uns heute vorgestellt, was uns heute erzählt wird?
Dann zeigen wir den vielen Möchtegern mit der verdorbenen Macht die rote Karte und stehen mit einem beherzten „Wehe euch“ für Recht und Gerechtigkeit ein.
Dann kommen wir den Trennungen, die wir viel zu lange schon hinnehmen, auf die Schliche und setzen uns miteinander an einen Tisch.
Dann geben wir den Sehnsüchten nach einem Wort, das die Welt verwandelt, ein Gesicht und eine Stimme, ohne uns dabei zu überfordern oder Allmachtsphantasien zu erliegen.
Das ist die Spur, die uns in die Zukunft führt, in die Zukunft Gottes.
Wir hören seine Stimme:
Ich werde für die Menschen Hirten erwecken, die sie weiden,
und sie werden sich nicht mehr fürchten und ängstigen
und nicht mehr verloren gehen.
Jesus hat in seiner Person die Feindschaft getötet.
Er kam und verkündete den Frieden:
euch, den Fernen,
und Frieden den Nahen.
Jesus sagte seinen Jüngern:
Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind,
und ruht ein wenig aus!
Ich bin so unruhig.
Ich müsste so viel machen.
Ich müsste viel mehr machen.
Ich kann nicht mehr.
Aber dann redet ER.
Ich höre zu.
Ich höre nur zu.
Ich fühle mich oft auch wie ein Schaf, das keinen Hirten hat.
Im 23. Psalm heißt es:
Der Herr ist mein Hirte.
Mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue,
er führet mich zum frischen Wasser,
er erquickt meine Seele
er schenkt mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen.
Mein Leben lang.
Und ich werde bleiben im Haus des Herrn.
Für alle Zeit.
Und der Friede Gottes,
der höher ist als unsere Vernunft,
bewahre unsere Herzen und Sinne
in Christus Jesus
unserem Herrn.
Aktivismus, der uns keine Zeit zum Nachdenken und Reflektieren lässt, ist sowohl im großen gesellschaftlichen Bereich wie auch im persönlichen Leben zerstörerisch. Jesus lädt auch uns ein, uns eine Pause zu gönnen.
Die erste Lesung beginnt mit einem Blick auf die gesellschaftspolitische Situation im 6. Jhdt. Vor Christus, die manche Ähnlichkeit mit dem derzeitigen tagespolitischen Geschehen aufweist. Der Prophet Jeremia (= der Herr ist erhaben) hat den Auftrag, die bevorstehenden Eroberungen der Königreiche Juda und Israel anzukündigen, eine Nachricht, die vor allem bei den Herrschenden und beim Volk nicht gut ankommt. Überbringer schlechter Nachrichten müssen damit rechnen, dass sie getötet werden. Den beiden Königen wird vorgeworfen, dass sie Recht und Gerechtigkeit außer Acht gelassen haben. Das sind aber die Voraussetzungen für Wahrheit und Liebe. Deswegen gehen auch die Menschen ihre eigenen Wege, sie zerstreuen sich, sie sind verunsichert, haben Angst. Die Hirten, also die Könige als Verantwortliche, erfüllen ihre Aufgabe nicht. Sie schauen auf ihre eigenen Interessen, sind machtbesoffen, fühlen sich als Weltenherrscher, als unbesiegbar und gottgleich.
Bei Jer. 14,17 lesen wir: „Ja, auch Propheten und Priester werden verschleppt in ein Land, das sie nicht kennen.“ Dann die Klage: „Hast du denn Juda ganz verworfen?“ Im Buch Daniel 3,38 wird beklagt: „Wir haben in dieser Zeit weder Vorsteher noch Propheten und keinen, der uns anführt.“
Das alles passt gut in unsere heutigen weltpolitischen und auch innerstaatlichen Bereiche. Es gibt auch heute Staaten, die als Großmächte auftreten, die mit unverhohlenen und auch versteckten Drohungen arbeiten, die am Ausbau einer Weltherrschaft arbeiten und für die das Wohl der Menschen nicht in ihrem Interesse steht. Ihre Absichten werden mit Kriegsgerassel untermauert. Die Großmächte wollen die Weltherrschaft erobern und jede von ihnen geht andere Wege. Immer wieder treten Herrscher auf, die Recht und Gerechtigkeit außer Acht lassen oder nach ihren Interessen zurecht biegen. Weltweit müssen Millionen von Menschen selbst sehen, wie sie über die Runden kommen.
Vergleichbares lässt sich auch in der Kirche beobachten. Verantwortliche verstricken sich in Richtungskämpfe und wenden dafür unnötig viel Energie auf. Die Sehnsucht der Menschen nach Heil und Trost, ihre Fragen nach dem letzten Grund finden wenig Interesse und Gehör. Sie gehen deshalb ihre eigenen Wege, oft auch Irrwege.
Es ist uns aber zugesagt, dass Recht und Gerechtigkeit wieder einkehren, dass Gott selbst Hirten auswählt und zurechtrückt, was verrückt ist.
Die zweite Lesung stellt den Frieden, den die Welt nicht geben kann und den uns Christus Jesus bringt, vor; einen Frieden, der alle Feindschaft überwindet. Nur Menschen des Friedens haben Zukunft. Das macht auch Psalm 37,37 deutlich: „Achte auf den Lauteren und sieh auf den Redlichen,“ auf den der ehrlich ist, der nach der Wahrheit strebt. Wer danach handelt, hat Zukunft. Dieser Friede, Aufhebung aller Feindschaft, soll schon jetzt beginnen.
Das Evangelium bezieht hier auch den Menschen ein. Er braucht Beständigkeit (constantia) und Arbeit (labor), kreatives Schaffen. Den heiligen Benedikt mit seiner Ordensregel können wir als ersten Gewerkschafter eine christlichen Europa bezeichnen: Ora, labora, lege - bete, arbeite, studiere - Reflektiere immer wieder dein Leben.
Die Apostel berichten von ihrer Missionstätigkeit, die sie so ausgefüllt hatte, dass sie „nicht einmal Zeit zum Essen hatten, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen.“ Auch Jesus lebte in der Spannung von Gebet und Arbeit.
Ähnliches gil auch heute: Heraus aus der Tretmühle des Alltags. Digitalisierung bringt nicht immer Zeitersparnis. „Man verliert viel Zeit damit, dass man Zeit gewinnen will“, stellt John Steinbeck, amerikanischer Schriftsteller 1902-1968, fest. Auch für uns ist es gut, sich einen einsamen Ort zu suchen, der so wie bei den Jüngern zum Lehrhaus wird: einen Wald, einen Park, eine Kirche. Dort kann man sich selber finden. Da ist es ruhig. Doch manche halten die Stille und sich selber nicht aus…
Jesus lehrte die Jünger lange. Das könnte für uns bedeuten: Denke nach über den Sinn deiner Tätigkeiten, nimm dir Zeit zur Stille. Gott spricht zu uns in der Stille, etwa im Säuseln des Windes (vgl. dazu 1 Kön 19,11-13). Das Evangelium dieses Sonntags ist eine Empfehlung darüber nachzudenken, in welchen Zeitstrudel wir hineingezogen werden und was wir unserem Leib, unserer Seele und unserer geistiger Befindlichkeit antun, wenn wir den Lebensrhythmus, der für uns gut wäre, nicht einhalten wollen oder nicht einhalten können; wenn wir der Versuchung erliegen, auch die uns von Gott geschenkte Zeit mit Aktivismus anfüllen.
Jesus zieht sich nach anstrengenden "Missionstagen" immer wieder zurück zum Alleinsein mit dem Vater. Auch die Jünger, die begeistert von ihrer "ersten Missionsreise" zurückkehren, führt er in die Stille, damit sie sich ausruhen und Atem holen können. Auch wir brauchen immer wieder eine Auszeit, um nicht im Getriebe des Alltags auszubrennen.
Das Alte Testament und auch das heutige Evangelium enthalten nicht nur Gesetze, Gebote und Anregungen zu einem guten Leben, sie zeigen uns auch, wie Gott und Jesus mit den Menschen fühlt und umgeht. Wir können erkennen, dass Gott es gut mit uns meint, ja oft zärtlich fast, wie mit einem kleinen Kind.
Im Psalm heißt es heute: „Er führt mich zum Ruheplatz am Wasser, meine Lebenskraft gibt er zurück.“ Im Evangelium nimmt Jesus die Jünger beiseite, um ihnen Ruhe zu verschaffen, er spürt, sie müssen rasten und wieder Kräfte sammeln. Er hatte ihnen vorher den Auftrag gegeben. „Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ - Als sie von ihrer Missionsreis zurückkamen, waren sie erschöpft. Jesus spürte, sie müssen wieder Kraft schöpfen.
Auch uns tut es gut, von Zeit zu Zeit den Alltag zu unterbrechen, um uns neu zu sammeln und Energie zu schöpfen. Dazu gehört der Sonntag. Und es ist auch gut, einmal oder auch vielleicht mehrmals kurz Urlaub vom Alltag zu machen. Um ausspannen zu können, haben Menschen unterschiedliche Bedürfnisse- Die einen tun dies in den Bergen, andere am Meer, wieder andere brechen zu einer Pilgerreise auf, Tausende sind auf dem Jakobsweg unterwegs, um sich selbst oder zu Gott zu finden. Ich glaube, das hat viel miteinander zu tun, zu sich selbst und zu Gott zu finden.
Ich entdecke, dass ich im Urlaub oder nach einiger Zeit der Ruhe mein Handeln überdenke, mir neue Ziele setze, meinen Wünschen nachspüre. In der Bibel steht, wir sollen ein Leben in Fülle haben.
Wir dürfen mit gutem Gewissen uns eine Auszeit und Urlaub gönnen. Gott hat uns geschaffen, dass wir in Freude leben, wir dürfen uns auch an seiner Schöpfung freuen und sein Werk bewundern.
Sich immer wieder neu an Gott ausrichten, führt uns zu einem Leben in Fülle. Ohne Ziel und ohne Orientierung besteht die Gefahr, das Reisen als Konsum zu sehen und zu glauben, die ganze Welt sehen zu müssen. Es bedarf großer Achtung und auch Demut gegenüber den Wundern der Welt und seiner Schönheit.
An diesem Sonntag sind wir gebeten, uns an der Christophorus-Aktion der MIVA zu beteiligen. Getreu dem Motto „einen Zehntel Cent pro unfallfreiem Kilometer für ein MIVA-Fahrzeug“ können wir mit unserer Spende dazu beitragen, dass es auch in den ärmsten Gegenden der Welt Transportmittel für den Dienst der Kirche gibt. So können lebensnotwendige Hilfe und die Frohe Botschaft und zu den Menschen gelangen.
Nützen wir den Sommer und den Urlaub, um zu uns selbst und damit auch zu Gott zu finden, nur so haben wir die Kraft uns auf unsere Mitmenschen einzulassen, um ein Leben in Fülle zu finden.
© Josef Muhr, Diakon der Diözese St. Pölten - josef.muhr@jomu.at
Jesus lädt die Jünger ein, mit ihm an einen einsamen Ort zu kommen und auszuruhen. Wir brauchen solche Ruhezeiten, um aufatmen zu können; nicht nur im Berufsleben, auch im kirchlichen Dienst. Gute Hirten sorgen dafür, dass ihre Herde zur Ruhe kommt.
Rückzug. Abschalten. Einfach da sein. Dazu lädt Jesus seine Jünger*innen ein, nachdem sie von ihrer Mission zurückkehren.
Ich stelle mir das bildlich vor, wie sie ihm von ihren Erlebnissen berichten, vielleicht ganz aufgeregt und euphorisch, manche auch ausgelaugt und resignierend. Es ist wichtig, dass sie die Fülle ihrer Erfahrungen miteinander und mit Jesus teilen können. Dazu lädt er sie an einen einsamen Ort ein. Jesus weiß, dass Ausruhen und Kraft-Tanken wichtig sind, um für die Verkündigung der Frohen Botschaft gerüstet zu sein.
Auch heute geht es vielen Menschen so, dass sie kaum noch abschalten können. Immer größere Herausforderungen im Beruf - heuer noch brisanter mit Home office und allem, was zu gehört. Der Leistungsdruck in der Gesellschaft wächst, und wir setzen uns immer wieder auch selbst unter Druck. Durch die Pandemie hat sich vieles im Privaten und im Beruflichen noch einmal verschärft.
Nicht einmal in der Kirche sind wir vor diesem Leistungsdenken gefeit. Oft steht noch dazu die Frage nach der Quantität im Vordergrund, während die Qualität manchmal auf der Strecke bleibt.
Bei allem, was wir tun, ist es wichtig, immer wieder innezuhalten, sich eine Pause zu gönnen und zur Ruhe zu kommen. In dieser Ruhe werde ich wieder offen für das Wesentliche, kann ich meine Beziehung zu Gott neu beleben, wenn ich mich in der Stille auf ihn einlasse. Es gibt ganz unterschiedliche Methoden, wie Menschen abschalten können: die einen ziehen sich tatsächlich in die Einsamkeit zurück, auf einen Berg, an einen See, ans Meer, andere brauchen den Austausch mit einem guten Freund oder einer guten Freundin, manche ziehen sich in ein Kloster zurück, andere machen sich auf einen (Pilger)Weg.
Nur wenn es mir immer wieder gut gelingt, zu mir selbst zu finden, habe ich auch die Kraft, mich auf meine Mitmenschen einzulassen, mir ihre Sorgen und Nöte anzuhören und wo es nötig ist zu helfen, so gut ich es kann.
Im Buch Jeremia spricht Gott von den schlechten Hirten, die sein Volk zerstreut haben. Unsere Kirche leidet heute immer wieder unter solchen Hirten, wenn Vertreter der Kirche Macht oder Menschen missbrauchen, wenn es ihnen mehr die Institution Kirche oder gar um sich selbst als um die ihnen Anvertrauten geht, wenn die Frohe Botschaft zur Worthülse verkommt.
Anstelle dieser schlechten Hirten will Gott selbst der gute Hirte sein. Wenn wir uns zu ihm bekennen und in seinen Dienst nehmen lassen, ist uns auch die Hirt*innensorge füreinander anvertraut. Wenn wir unsere Verantwortung füreinander teilen, wenn nicht vieles an wenigen hängenbleibt, dann finden wir auch zwischendurch immer wieder Räume des Aufatmens und der Ruhe. Das wünsche ich Ihnen von Herzen in diesem Sommer!
Jesus führt seine Jünger an einen einsamen Ort, um sie ausruhen zu lassen. Wir brauchen einen ausgewogenen Lebensrhythmus, um nicht auszubrennen. Ausruhen und Urlaub machen sind wichtig. Der Sonntag möchte ein Tag der Gottesbegegnung und des Aufatmens sein.
Der letzte Satz des Evangeliums führt hin zur 1. Lesung: Hirten, die karrieresüchtig sind, die auf ihren eigenen Vorteil schauen. Diese Art von Hirten – man könnte sie auch Pseudohirten nennen- waren auch mehrere Könige des Alten Testaments. Man findet sie auch immer wieder in der zweitausendjährigen Kirchengeschichte bis heute, egal ob Regierende oder auch geweihte Amtsträger… Sie arbeiten nach dem Motto: Ich kenne die Meinen und die Meinen können mich…
Die Menschen sind Suchende, damals und heute. Sie laufen Jesus nach „So zahlreich waren die Menschen, die kommen und gehen.“ Jesus hatte tiefstes Mitleid mit ihnen, zeigt hohe Sensibilität. „Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr.“ (Ps.103,13). und bei Jer 31,25 lesen wir: „Jede darbende Seele will ich sättigen.“ Auch die Jünger Jesu waren fleißig unterwegs, „sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen.“ Da ist viel Begeisterung, also guter Geist herauszuspüren.
Jeder Mensch braucht einen ausgewogenen Lebensrhythmus. Jesus überfordert die Jünger nicht. Sie müssen nicht nur „funktionieren.“ In der Rasanz unserer Zeit muss der Mensch aber funktionieren, Leistung erbringen, nach dem Motto „Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen.“ Jesus behandelt seine Jünger wie Freunde, wie ebenbürtige Partner. Er will sie zu seinem Herzen hinführen, eine ähnliche Übersetzung zu Mitleid. Jesus leidet mit, auch heute an der Schnelllebigkeit der Zeit, die so gewaltige Probleme mit sich bringt: in der Beziehung der Partner zueinander, im Ringen um die Existenz, den Arbeitsplatz, Streit wegen der Kindererziehung, viele Ängste, psychische Probleme.
Die Pandemie hat uns Rückzug, Isolierung verordnet, Chance für den „einsamen Ort“, den die Bibel beschreibt. Ein Ort, sich wieder selbst zu finden nach Hast, Terminkollisionen, Stress. Dieser Ort bietet Möglichkeit nachzufragen: Worin liegt der Grund meiner Unruhe? Was ist der Sinn meines Lebens? Wohin gehe ich? Wer ausgebrannt ist, im Burnout, in der Depression lebt, kann nicht „Licht der Welt“ sein, anders gesagt: nicht Freude, Hoffnung, Zuversicht vermitteln.
Der Sonntag, für Christen der erste Tag der Woche, könnte auch ein Tag der Gottesbegegnung sein mit Einladung an seinen eucharistischen Stammtisch. Gelehrte des Talmud erzählen, dass der Sabbat nicht deshalb geschaffen wurde, weil Gott Ruhe gebraucht hätte, sondern Gott wollte, dass die Ruhe geheiligt werde. Davon sind wir heute oft weit abgerückt. Für gar nicht wenige dient die freie Zeit nicht unbedingt zur Erholung, sondern für Leistungssteigerung bei der Arbeit, im Sport bis zum Umfallen.
Oft hören wir vom Wunsch zur Rückkehr zum „normalen Leben“. War es wirklich so normal, wenn wir an Energieverschwendung denken? Schwingt nicht auch viel Nostalgie mit?
Die Urlaubszeit beginnt. Nehmen wir das Wort Jesu ernst: „Kommt mit an einen einsamen Ort und ruht ein wenig aus.“
Bei Gott sind wir ohne Vorleistung angesehen. Das gibt uns Kraft und Gelassenheit.
Jesus sieht die Not der Menschen und stellt das eigene Bedürfnis auszuruhen hintan. Er nimmt die Aufgabe des Guten Hirten, der für die Seinen sorgt wahr.
Jesus war gerührt von den vielen Menschen, die ihm wie Schafe ohne Hirten vorkamen. Auch gegenwärtig erleben wir eine Not an Hirten. Jeder Getaufte hat jedoch Anteil am Priestertum aller Getauften. Jeder von uns kann daher segnen, und wir können einander zum Segen werden.
Die Jünger kehren zurück von ihrer "Missionsreise" und sind begeistert. Damit sie nicht ausbrennen, nimmt Jesus sie mit in die Einsamkeit. Er bewahrt sie davor, dass sie selbst Opfer "unreiner Geister" werden, dem Erfolgs- und Leistungszwang erliegen. Die Ferienzeit lädt ein, dass auch wir die »Einsamkeit« suchen, die Mitte finden und zur Ruhe kommen.
Komm bei aller Arbeit und allem Einsatz auch zur Ruhe und immer wieder in eine neue, vertiefende Beziehung zu Gott, lautet Jesu Bitte an uns, die er im Blick auf unser Wohlergehen an uns richtet.
Wie hätte die Geschichte der Menschen anders verlaufen können, wenn Jesus sich hätte zum König machen lassen? Warum hat er sich geweigert? Er hat uns statt dessen gezeigt, wie wir mit unseren begrenzten Möglichkeiten "Wunder" wirken können.
Es ist Urlaubszeit. Menschen freuen sich auf eine unbeschwerte Zeit. Aber sie sind dann auch irgendwo in der Fremde. Nicht zu Hause. Schön, dass es trotzdem so viele gemeinsame Wege, Begegnungen und Entdeckungen gibt. Fremd sein und doch ganz nah – das ist ein Geschenk.
Jesus kam und verkündete den Frieden:
euch, den Fernen,
und Frieden den Nahen.
Denn durch ihn
haben wir beide in dem einen Geist
Zugang zum Vater.
So lesen wir es heute.
Unsere Trennungen, Konflikte, Zerreißproben befehlen wir ihm.
Dem Stress des Alltags entfliehen, zur Ruhe kommen, zu mir selbst finden. Viele Menschen haben im Sommer die Möglichkeit dazu. Doch auch wenn eine längere Auszeit nicht möglich ist, können wir bei Gott immer wieder neu zur Ruhe kommen und Kraft schöpfen.
Halt, Hoffnung und Orientierung, das alles will uns Gott mit seinem Wort schenken. Gott sorgt sich in Liebe um uns und um alle Menschen. In Jesus ist Gott uns nahe. Jesus ist uns nahe und wir sind ihm nahe, wenn wir uns um ihn versammeln. In seiner Nähe können wir Ruhe finden, Kraft finden für unseren Alltag, und auftanken. Grüßen wir IHN in unserer Mitte.
Herr,
in der Fremde geht uns auf, was es heißt, zu Hause zu sein.
Oft meckern wir über andere.
Herr, erbarme dich.
Herr,
du bist in die Fremde gegangen, um Menschen Nähe zu schenken.
Oft geht uns deine Weite auf die Nerven.
Christus, erbarme dich.
Herr,
wenn wir uns in der Fremde verirren, entdecken wir bei dir einen Weg.
Oft gönnen wir anderen Menschen nicht, uns nahe zu sei.
Herr, erbarme dich.
Ja, Güte und Huld
werden mir folgen mein Leben lang
und heimkehren werde ich ins Haus des HERRN
für lange Zeiten.
(Ps. 23)
Ehre sei Gott in der Höhe...
Herr Jesus Christus,
du weißt, dass Menschen auch ausruhen müssen.
Herr, erbarme dich.
Nur wer genügend Muße hat, kann auch etwas leisten.
Christus, erbarme dich.
Du bist für alle Menschen da.
Herr, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
du sorgst dich um uns wie ein guter Hirte.
Kyrie eleison.
Herr Jesus Christus,
du führst uns an Wasser des Lebens.
Christe eleison.
Herr Jesus Christus,
du schenkst uns Ruhe
und lässt uns neue Kraft finden.
Kyrie eleison.
Herr, Jesus Christus,
was du den Menschen zu sagen und zu geben hattest,
sättigt sie an Leib und Seel.
Herr, erbarme dich.
Im Mitgefühl für deine Mitmenschen gingst du immer wieder über deine Bedürfnisse und Grenzen hinaus.
Christus, erbarme dich.
Du versammelst deine Jüngerinnen und Jünger und hörst ihnen zu in dem, was sie getan und gelehrt haben.
Herr, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
du bist voller Mitleid mit denen, die keinen Halt im Leben finden
und um die sich niemand kümmert.
Herr, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
du willst mit deinem Leben Frieden stiften und Versöhnung schaffen.
Christus, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
du nimmst Menschen in deinen Dienst,
aber du lässt sie auch Stille und Einsamkeit suchen.
Herr, erbarme dich.
Herr, unser Gott, sieh gnädig auf alle,
die du in deinen Dienst gerufen hast.
Mach uns stark im Glauben,
in der Hoffnung und in der Liebe,
damit wir immer wachsam sind
und auf dem Weg deiner Gebote bleiben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 16. Sonntag im Jahreskreis
Gott Dein Wort bringt Licht und Freude in die Welt.
Es macht das Leben reich,
es stiftet Frieden und Versöhnung.
Gib, dass wir es nicht achtlos überhören.
Mach uns aufnahmebereit.
Bring dein Wort in uns zu hundertfältiger Frucht.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB Auswahl 6
Die Familie Abrahams hast du, Gott,
zu einem großen Volk gemacht.
Nur durch den Glauben.
Über Grenzen, Sprachen und Traditionen hinaus.
Die Familie ist gewachsen,
sie wächst immer noch.
Juden und Christen,
Muslime,
Ausländer und Einheimische,
Fremde und Nahe.
Du hast uns eine große Hoffnung geschenkt,
eine große Aufgabe anvertraut:
Deine Liebe.
Wir danken dir, dass deine Geschichte mit uns
an kein Ende kommt.
Nur durch den Glauben.
Schenke uns,
Gott unserer Väter und Mütter,
unserer Kinder und Enkeln,
den Glauben.
In Christus,
dein Gesicht, dein Wort
mitten unter uns.
In der Dynamik deines Geistes,
heilig, zärtlich und voller Kraft.
Herr Jesus Christus,
immer wieder haben Menschen dich aufgesucht,
deine Worte zu hören und in deiner Nähe deine
Liebe zu erfahren.
Ihre Zahl war groß.
Auch heute leben viele Menschen ohne Halt,
ohne ein gutes Wort zu hören.
Wir sind hierhergekommen,
weil du uns mit guten Worten beschenkst,
Worten, die Mut machen,
Worten, die aufleben lassen.
Mache uns jetzt offen für dich. - Amen.
In der ersten Lesung hören wir, wie Gott mit den Mächtigen ins Gericht geht.
Weh den Hirten, die die Schafe meiner Weide zugrunde richten und zerstreuen –
Herr,
viele Menschen kommen in kriegerischen Auseinandersetzungen um, viele werden großen Ideen geopfert, viele werden missbraucht und ausgenommen.
Schenke uns Kraft, für Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit einzustehen.
Wir bitten dich, erhöre uns!
In der zweiten Lesungen hören wir, wie Gott Trennungen überwindet und sich ein Volk erwählt
In dem viele Geschichten erzählt werden können.
Er vereinigte die beiden Teile – Juden und Heiden – und riss die trennende Wand der Feindschaft in seinem Fleisch nieder.
Herr,
der Antisemitismus grassiert in vielen Formen, die Angst vor Muslimen trennt Menschen, die Sorge vor Überfremdung bringt ganze Gesellschaften durcheinander.
Schenke uns Kraft, für Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit einzustehen.
Wir bitten dich, erhöre uns!
Im Evangelium spricht Jesus von Menschen, die Orientierung suchen, die sich nach einem guten Wort sehnen und die nicht vergeblich leben wollen.
Als Jesus ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.
Herr,
in Geschichten, Romanen und Reportagen bekommen Menschen ein Gesicht und eine Sprache. Was weltweit geschieht, wird in Nachrichtenagenturen gesammelt, gewichtet und ausgewählt. Viele Menschen kämpfen für Frieden und Verstehen.
Schenke uns Kraft, für Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit einzustehen.
Wir bitten dich, erhöre uns!
In jener Zeit versammelten sich die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte, wieder bei ihm und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.
Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind.
Herr,
schenke uns Ruhe, Gelassenheit und Geduld. Mit uns. Mit anderen Menschen. Mir dir. Dann geht uns der Atmen nicht aus.
In Christus, der uns die herrliche Freiheit der Kinder Gottes schenkt.
Unser Leben mit all dem Auf und Ab haben wir nicht ganz in der Hand. Gerade auch im öffentlichen Verkehr erfahren wir immer wieder unsere Grenzen.
Lasst uns heute auf die Fürsprache des hl. Christophorus mit unseren Bitten zu Gott kommen:
Für alle Frauen und Männer, die beruflich im Straßenverkehr besonders gefordert sind, um Deine schützende Hand über sie und über allen, denen sie begegnen.
Für alle Kinder und Jugendlichen, dass sie die Risiken und Gefährdungen im öffentlichen Verkehr richtig einschätzen.
Für alle Christinnen und Christen, die in den diversen Alltagssituationen versuchen, deinen Willen zu erkennen und danach zu handeln.
Für alle Menschen, die Zeiten der Ruhe suchen, um Einheit und Frieden mit sich selbst, mit ihren Mitmenschen und mit deiner Schöpfung finden.
Für alle Eltern und Großeltern, die jetzt in der Ferienzeit besonders gefordert sind, für alle Vorgesetzten, die ein Team leiten und für alle, die sich anderen rufbereit zur Verfügung stellen.
Für uns selbst um die Gnade erkennen zu können, wie sehr du für uns sorgst und unsere Sehnsucht nach Halt und Orientierung stillst.
Für unsere Verstorbenen um die ewige Freude in deiner Nähe.
Diese und unsere jeweils persönlichen Bitten bringen wir auf die Fürsprache des hl. Christophorus vor dich.
Dir gilt unser Lobpreis und Dank jetzt und allezeit. - Amen.
Guter Gott,
dein Sohn hat den Jüngern eine Auszeit befohlen, weil er weiß, wie wichtig Erholung ist, wenn man weiterhin für andere da sein will.
Wir bitten dich:
Wenn wir sonntags zusammenkommen und Gottesdienst feiern, so ist das eine kleine Auszeit, von dir angeregt, in der wir zur Ruhe kommen und uns auf dich und unser Leben in der Nachfolge deines Sohnes besinnen können.
Schenke uns die Ruhe, diese Auszeiten wahrzunehmen.
Viele Menschen sind in diesen Tagen unterwegs auf der Suche nach Erholung und Ruhe.
Lass sie gestärkt an Leib und Seele in ihren Alltag zurückkehren.
Viele Menschen sind unfreiwillig auf Reisen, weil sie in ihrer Heimat keine Zukunftsperspektive sehen.
Lass sie eine neue Heimat finden, in der sie willkommen sind und Ruhe und Kraft schöpfen können.
Viele Menschen setzen sich auf der ganzen Welt intensiv für deine Botschaft ein, indem sie die Nöte ihrer Nächsten erkennen und ihnen zur Seite stehen.
Bewahre sie vor Erschöpfung, damit sie ihren Weg heiter und ausgeruht gehen können.
Viele Menschen finden nicht mehr aus dem Hamsterrad des Alltags heraus. Wenn sie dann mal frei haben, stopfen sie auch diese Zeit voll mit Aktivitäten.
Lass sie erkennen, welche Kraft in der Ruhe liegt, und hilf ihnen zu lernen, auf sich selbst zu achten.
Viele Menschen fühlen sich ausgebrannt und leer, haben die Freude am Leben und an ihrem Tun verloren und sind nicht mehr in der Lage zu erkennen, was ihnen gut täte.
Sende ihnen Menschen, die ihnen beistehen, den Weg ins Leben zurück zu finden können.
Unseren Verstorbenen schenke die ewige Ruhe bei dir.
Guter Gott,
wie ein Hirte sorgst du für deine Herde. Steh uns bei und hilf uns, deine Fürsorge zu erkennen.
Darum bitten wir dich durch Jesus Christus unseren Bruder und Herrn. - Amen.
Zu Gott, der uns kennt und weiß, was wir brauchen,
kommen wir voll Vertrauen und bitten:
Für alle, die in der Hitze des Sommers arbeiten müssen
und sich nicht erholen können.
Für alle, die auch im Urlaub nicht abschalten können
und keine Ruhe finden.
Für alle, die unter menschenunwürdigen Bedingungen in Flüchtlingslagern leben.
Für alle, die von Krieg oder Bürgerkrieg betroffen sind.
Für alle, die in diesen Tagen unterwegs sind.
Menschenfreundlicher Gott,
du sorgst dich um uns und erhörst unser Gebet.
Dich loben und preisen wir mit deiner ganzen Schöpfung,
heute und alle Tage unseres Lebens. - Amen.
Als Getaufte sind wir alle aufgerufen durch unser Gebet und Handeln Jesu Botschaft ein menschliches Gesicht zu geben.
Durch ihn lasst uns den Vater bitten:
Um Frieden zwischen den verschiedenen Religionen, Nationen und Ethnien,
damit allen ein Leben ohne Gewalt, Krieg und Angst ermöglicht wird.
Um Zeichen von Wertschätzung und Respekt für alle, die sich unermüdlich unter Einsatz ihrer Kräfte und ihrer Lebenszeit für das Wohl der Allgemeinheit einsetzen.
Um die Gnade, im Leben jeweils den rechten Zeitpunkt für unser jeweils notwendiges Handeln zu erkennen.
Um das rechte Maß von äußerlicher Aktivität und innerer Ruhe, Nähe und Distanz.
Um Aufnahme unserer Verstorbenen in das Reich deines ewigen Friedens.
Gott, du hältst für uns alle ein Leben in Fülle bereit.
Du weißt, was wir wirklich brauchen.
Dafür danken wir dir und loben dich allezeit, jetzt und in Ewigkeit. - Amen.
Herr Jesus Christus, du bist voller Sorge um die Menschen.
Voll Vertrauen und Hoffnung tragen wir dir unsere Bitten vor:
Viele Menschen leiden an verschiedenen und großen Sorgen.
Hilf Ihnen, nicht zu verzweifeln.
Sei durch den Einsatz vieler Menschen besonders denen nahe,
die keine Heimat finden und abgelehnt werden.
Schenke denen, die keinen Sinn im Leben finden können,
echte Begegnung mit deinem Evangelium.
Stelle den Jugendlichen und Kinder glaubwürdige Vorbilder zur Seite,
die ihnen deine Liebe vorleben.
Stifte du, der du unser Friede bist, Versöhnung zwischen Streitenden
und hilf allen Egoismus zu überwinden.
Lass unsere Verstobenen bei dir ewige Ruhe und Frieden finden.
Dich loben und preisen wir,
jetzt und in alle Ewigkeit. - Amen.
Herr, du hast die vielen Opfer,
die dir je von Menschen dargebracht werden,
in dem einen Opfer des Neuen Bundes vollendet.
Nimm die Gaben deiner Gläubigen an
und heilige sie,
wie du einst das Opfer Abels angenommen hast;
und was jeder einzelne zu deiner Ehre darbringt,
das werde allen zum Heil.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 16. Sonntag im Jahreskreis
Herr unser Gott,
wir bringen das Opfer deines Sohnes dar,
das die Menschheit mit dir versöhnt.
Er, der für uns gestorben ist,
schenke allen Völkern Einheit und Frieden,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB Christkönigsonntag
Du, Gott, lässt das Getreide wachsen.
Wir haben Hunger.
Dir danken wir für das Brot,
für den Segen, der auf unserer Arbeit ruht.
Du, Gott, lässt die Reben wachsen.
Wir feiern ein Fest.
Dir danken wir für den Wein,
für das Glück, einander Gemeinschaft zu schenken.
Du selbst verschenkst dich.
In Brot und Wein
Du lässt uns dein Reich schmecken.
Mit Brot und Wein.
Komm, unser Herr!
Kehrvers
Wir loben dich, wir preisen dich.
Lasst uns Gott preisen.
Er hat sich als der Gute Hirte erwiesen,
der den Rest seiner Herde aus allen Ländern sammelt,
in die sie versprengt wurden.
Kehrvers
Er hat auf die Not seines Volkes gehört
und seinen Sohn gesandt,
damit er allen Menschen die Frohe Botschaft bringe.
In ihm zeigte er Mitleid mit den Müden und Erschöpften,
den Ohnmächtigen und Schwachen,
den Armen und Kranken
und nahm er sich ihrer Not an.
Kehrvers
Jesus Christus hat sein Leben hingegeben,
um alle, die auf seine Stimme hören,
zum Vater zurückzuführen
und sie mit Gott zu versöhnen.
Darum stimmen wir ein in den Lobpreis aller,
die dich Vater nennen und singen…
Danklied, z. B. Singt dem Herrn ein neues Lied (GL 409)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken.
Denn wir erkennen deine Herrlichkeit in dem,
was du an uns getan hast:
Du bist uns mit der Macht deiner Gottheit
zu Hilfe gekommen und
hast uns durch deinen menschgewordenen Sohn
Rettung und Heil gebracht
aus unserer menschlichen Sterblichkeit.
So kam uns aus unserer Vergänglichkeit
das unvergängliche Leben
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn preisen wir jetzt und in Ewigkeit
dein Erbarmen und singen mit den
Chören der Engel das Lob
deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Sonntage 3
Wir danken dir, Vater im Himmel,
und rühmen dich durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn ihn hast du zum Haupt
der neuen Schöpfung gemacht,
aus seiner Fülle haben wir alle empfangen.
Obwohl er dir gleich war an Herrlichkeit,
hat er sich selbst erniedrigt
und der Welt den Frieden gebracht
durch sein Blut,
das er am Stamm des Kreuzes vergossen hat.
Deshalb hast du ihn über alle Geschöpfe erhöht,
so wurde er für jene, die auf ihn hören,
zum Urheber des ewigen Heiles.
Durch ihn preisen wir jetzt
und in Ewigkeit dein Erbarmen und
singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Wochentage 1
Wir danken dir, Vater im Himmel,
und rühmen dich
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn durch seine Geburt
hat er den Menschen erneuert,
durch sein Leiden unsere Sünden getilgt,
in seiner Auferstehung den Weg zum Leben
erschlossen und in seiner Auffahrt zu dir
das Tor des Himmels geöffnet.
Durch ihn rühmen dich deine Erlösten und
singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Sonntage 4
Wir danken dir, treuer und barmherziger Vater,
für Jesus, deinen Sohn unseren Herrn und Bruder.
Seine Liebe galt den Armen und Kranken,
den Ausgestoßenen und Sündern.
An keiner Not ging er vorüber.
Sein Leben und seine Botschaft lehren uns,
daß du ein Gott bist, der sich der Menschen annimmt
wie ein Vater sich um seine Kinder sorgt.
Darum loben und preisen wir dich,
wir rühmen deine Güte und Treue
und verkünden mit allen Engeln und Heiligen
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig...
Präfation aus dem Schweizer Hochgebet 3
Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Er lässt mich lagern auf grünen Auen
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
(Ps 23,1f)
Oder:
Christus spricht:
Kommt alle zu mir,
die ihr euch müht und schwere Lasten zu tragen habt,
ich werde euch Ruhe schaffen.
(Mt 11,28)
Oder:
Christus spricht:
Ich bin der gute Hirt.
Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.
(vgl. Joh 10,8)
Gott ist Hirte
er schaut auf mich.
Er ist da am Morgen
und am Abend
im Lärm und in der Stille
auf geraden Wegen
und in tiefen Schluchten.
Er führt mich
wo ich keinen Weg mehr kenne.
Wenn ich müde und ausgebrannt bin
zeigt er mir einen Ruheplatz.
Ich darf mich stärken und erholen
und neue Kraft schöpfen.
Ich spüre Gottes zärtliche Liebe
sein Wohlwollen
und seinen Frieden.
Ich darf mich fallenlassen
Er hebt mich auf
und schenkt mir Geborgenheit.
In dieser Zuversicht darf ich leben.
Ich danke dir
Gott
du mein Hirte.
Barmherziger Gott, höre unser Gebet.
Du hast uns im Sakrament
das Brot des Himmels gegeben,
damit wir an Seele und Leib gesunden.
Gib, daß wir
die Gewohnheiten des alten Menschen ablegen
und als neue Menschen leben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 16. Sonntag im Jahreskreis
Gott, du Hirt deines Volkes,
sieh voll Huld auf deine Herde,
die durch das kostbare Blut deines Sohnes erkauft ist;
bleibe bei ihr
und führe sie auf die Weide des ewigen Lebens.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
MB 4. Sonntag der Osterzeit
Ewiger Gott,
in dieser Opferfeier hast du uns gestärkt
mit dem Fleisch und Blut deines Sohnes.
Laß uns in der Kraft dieser Speise
unseren Weg zuversichtlich gehen
und mit allen Menschen, die du uns anvertraut hast,
zur Vollendung in deiner Liebe gelangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Schlussgebete zur Auswahl 8
Gütiger Gott,
du hast uns den Leib und das Blut
deines Sohnes geschenkt.
Was wir auf Erden im Geheimnis feiern,
sei uns Stärkung auf dem Weg zur Vollendung.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Samstag nach Aschermittwoch
Wir danken dir, Gott, unsere Hoffnung,
für die vielen kleinen und großen Geschichten,
die unsere Wege erhellen,
unsere Zuversicht stärken,
unsere Träume beflügeln.
Lass uns Boten deiner Liebe sein.
Wir bitten dich um deinen Segen
für alle, die jetzt unterwegs sind,
für die, die zu Hause bleiben.
Für alle, die Ruhe und Geborgenheit suchen.
Die neue Woche nehmen wir aus deiner Hand
Im Namen des Vaters,
der Sohnes und des
Hl. Geistes.
Herr, Jesus Christus,
du hast die Menschen um dich versammelt,
um ihnen zu künden von der Großherzigkeit und Liebe des Vaters.
Du hast alle Menschen angenommen, Fromme und Heiden,
und deine Jünger gesandt,
dass sie deine Botschaft weitertragen.
Auch uns sendest du nun in die neue Woche.
Leite uns nach deinem Wort,
damit auch wir für dich einstehen
und unserer Handeln nach dir ausrichten.
Sei du auch mit uns in dieser, unserer Zeit
und schenke uns Kraft im Alltäglichen.
Herr Jesus Christus,
du willst dich um die Menschen kümmern,
für die niemand sorgt.
Du willst Halt und Orientierung schenken,
denen, die das vermissen.
Dazu nimmst du uns in deinen Dienst.
Schenke uns offene Augen und Ohren,
mache unser Herz offen,
dass wir die Nöte und Sorgen der Menschen nicht überhören,
nicht übersehen,
sondern für die Menschen da sind.
Dazu segne uns jetzt. - Amen.
Herr, lehre mich, still zu werden,
auch wenn es mir schwerfällt.
Herr, lehre mich warten und leer werden,
um empfangen zu können.
Herr, lehre mich schweigen und auf dich hören.
Meine leeren Hände strecke ich aus zu dir.
Meine Unruhe und Ungeduld halte ich dir hin.
Mein Sein vertraue ich dir an.
Ich lobe dich und ich preise dich.
Ich danke dir, Herr, dass du da bist. – Amen.
Guter Gott,
wie die Apostel beim Herrn zusammengekommen sind,
um auszuruhen, so waren wir vor dir versammelt.
Nun gehen wir wieder zurück:
an die Orte, wo wir hingehören;
an fremde Orte, weil wir verreisen;
an neue Orte, weil wir vielleicht eine andere Zukunft haben werden.
Begleite du uns mit deinem Segen.
Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn.
Letzten Sonntag haben wir gehört, dass Jesus die Jünger jeweils zu zweit ausgeschickt hat, sein Wort zu verkünden. Nun, da sie zurückgekehrt sind, möchte er sich mit ihnen von den Menschen zurückziehen, die ihm folgen, damit sie ausruhen und in Ruhe essen können. Sie sind völlig ausgelaugt, hatten kaum Zeit zu essen und zu ruhen.
Jesus wusste, dass man nicht pausenlos aktiv sein kann, dass man Ruhe braucht, Zeit, auf sich selbst zu achten, Zeit zu essen, zu schlafen, für Austausch und Besinnung. Deshalb schickt er sie mit dem Boot über den See an einen ruhigen Ort. Er "verordnet" ihnen eine Auszeit.
Die Bibel, insbesondere das Erste Testament, kennt eine Reihe von Festen und Feiertagen, an denen das Volk zur Ruhe kommen und Gott ehren sollte. Dabei hatte sie nicht zuletzt das eigene Wohlbefinden im Blick.
Auch wir kennen das: Wir brennen für etwas, wir brennen vielleicht für die Sache Jesu, für die Nächstenliebe, für die Mitmenschlichkeit, und es gibt so vieles, was man tun könnte, müsste, sollte. Und irgendwann verlieren wir vor lauter Aktivismus das Ziel aus den Augen, funktionieren nur noch, arbeiten, weil wir das halt so machen, und hinterfragen gar nicht mehr, was wir und warum wir das alles tun. Wir verlieren unseren natürlichen Rhythmus und uns selbst aus dem Blick. Wir spüren nicht mehr, was uns erdet, was uns trägt, sind nur noch erschöpft und merken gar nicht mehr, was uns fehlt.
Wer so lebt, kommt irgendwann an seine Grenzen, Erschöpfung, Zusammenbruch, Burnout… Und dann geht auf einmal gar nichts mehr, dann fällt alles zusammen wie ein Kartenhaus.
Urlaub ist keine Spielerei und auch kein Luxus, kein Egoismus, kein Sahnehäubchen. Urlaub ist notwendig für Körper, Geist und Seele.
Jesus kommt erst vom Berg, als er gestärkt ist. Die Jünger bitten nicht um Erlaubnis, sich auszuruhen, Jesus weist sie an, es zu tun.
Nehmen wir diese Anweisung ernst. Verpflichten wir uns selbst, unseren Urlaub, unsere Auszeiten zu ergreifen. Wir brauchen kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Arbeit unerledigt liegen bleibt. Wir brauchen Auszeiten, um neu und gestärkt unseren Alltag stemmen zu können.
In NRW, wo ich wohne, stehen wir in der ersten Hälfte der Sommerferien. Man merkt es überall: die Straßen sind leerer, Termine weniger, die Menschen, und nicht nur die, die Urlaub haben, irgendwie entspannter, auch in den Gemeinden läuft es ruhiger.
Nutzen wir die Sommerzeit auch dazu, mit Jesus in Kontakt zu kommen, unsere Wurzeln zu suchen und das, was uns trägt. Danach können wir neu motiviert weiter machen. Dann können die Menschen, die unseren Beistand brauchen, wieder kommen. Dann haben wir wieder Kraft für das, was uns wichtig ist, zu tun.
Edith Furtmann 2024.
Aus dem Alltag heraus
Aus dem Stress heraus
Aus dem Alltäglichen heraus
Aus dem Gewohnten heraus
Aus…
Auszeit
Zeit, auszuruhen
Zeit, sich zu finden
Zeit, mit sich ins Reine zu kommen
Zeit für Gott
Zeit für die Mitmenschen
Zeit…
Auszeit
Edith Furtmann 2024.
Verblendet
wie ich –
Paulus – war
öffnetest du mir die Augen
und
gabst mir
einen weiten Blick
du gabst mir Kampfgeist
um meine Erkenntnis
weiterzutragen
bis an die Enden der Erde
das
deine frohmachende Botschaft
für alle gilt
für Fromme und Heiden
für alle Völker und Nationen
für Beschnittene und Unbeschnittene
für alle Hautfarben und Sprachen
für Bedürftige und Satte
für Kranke und Gesunde
damit keiner
in der Ferne bleibt
hast du
alle trennenden
Gebot aufgehoben
zu dem einen Gebot
EINANDER ZU LIEBEN
alle gleich
dass
ALLE
die Chance haben
zu
neuen Menschen
zu werden
durch dich
damit alle
den Frieden haben
und in
dem einen Geist
Zugang
zu
dem
einen
GOTT
Beatrix Senft, unveröffentlicht
“Ich gehe nun zur Ruh...“
Ruh`
was ist das für ein Ding
Ruhe –
ablegen können alle Schwere
ablegen können alle Freude
ablegen –
was erträumt -
was erlebt -
was ersehnt
keine Ruhe finden
all die Schwere kreist
Freude – nicht erlebt
was erlebt –
das schreckt
keine Ruhe finden –
wohin?
In Gottes Hand
in all der Schwere
erfahren dürfen:
Gott schreckt nicht zurück.
auch hier
ist er da
auch hier
geht er mit
Beatrix Senft, unveröffentlicht
Verirrt ist die Herde
Lämmer
Muttertiere
Böcke
sie schreien
in verschiedenen Tonarten
sie suchen
nach frischem Weideland
nach Quellen
die wieder
lebendig machen
sie suchen
nach dem Weg
der sie –
in gelebter Gemeinschaft –
in die Freiheit
führt
sie suchen
suchen
suchen
„Wir haben uns verirrt.
Suche uns,
Jesus,
du guter Hirte,
und
lass uns
deiner Stimme
vertrauen.“
Beatrix Senft, unveröffentlicht
Die biblischen Lesungen wurden mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet den Lektionaren 2018 ff entnommen. - © 2024 staeko.net. - vgl. Impressum.
Die Katholischen Bibelwerke in Deutschland, Österreich und Schweiz stellen auf ihren Webseiten ausführliche Kommentare und Anleitungen zum Lesen der biblischen Lesungen für Sonn- und Feiertage zum Download im PDF-Format zur Verfügung. Mit freundlicher Genehmigung der Katholischen Bibelwerke übernehmen wir die Kurzeinleitungen zu den Lesungen.
Lesung aus dem Buch Jesaja.
So spricht der Herr:
Auf, alle Durstigen, kommt zum Wasser!
Die ihr kein Geld habt, kommt,
kauft Getreide und esst, kommt und kauft ohne Geld
und ohne Bezahlung Wein und Milch!
Warum bezahlt ihr mit Geld, was euch nicht nährt,
und mit dem Lohn eurer Mühen, was euch nicht satt macht?
Hört auf mich,
dann bekommt ihr das Beste zu essen
und könnt euch laben an fetten Speisen!
Neigt euer Ohr und kommt zu mir,
hört und ihr werdet aufleben!
Ich schließe mit euch einen ewigen Bund:
Die Erweise der Huld für David sind beständig.
Siehe, ich habe ihn zum Zeugen für die Völker gemacht,
zum Fürsten und Gebieter der Nationen.
Siehe, eine Nation, die du nicht kennst, wirst du rufen
und eine Nation, die dich nicht kannte, eilt zu dir,
um des HERRN, deines Gottes, des Heiligen Israels willen,
weil er dich herrlich gemacht hat.
Sucht den HERRN, er lässt sich finden,
ruft ihn an, er ist nah!
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Dieser Text gehört noch zum zweiten Teil des Jesajabuches und ist im babylonischen Exil entstanden. Der Prophet spricht dem Volk das Heil Gottes zu. Der Herr wirbt um sein Volk und bietet ihm einen Bund an, der den Bund mit David übertrifft. Während die anderen Könige die Völker mit Waffengewalt unterwerfen müssen, werden die Völker freiwillig zu dem einen Gottesvolk hindrängen (Motiv der Völkerwallfahrt). Der Neue Bund und alles, was damit verheißen ist, hängt allerdings eng zusammen mit der Bereitschaft des Gottesvolkes, Gott zu suchen.
Lesung aus dem Buch Jesaja.
So spricht der Herr:
Auf, alle Durstigen, kommt zum Wasser!
Die ihr kein Geld habt, kommt,
kauft Getreide und esst, kommt und kauft ohne Geld
und ohne Bezahlung Wein und Milch!
Warum bezahlt ihr mit Geld, was euch nicht nährt,
und mit dem Lohn eurer Mühen, was euch nicht satt macht?
Hört auf mich,
dann bekommt ihr das Beste zu essen
und könnt euch laben an fetten Speisen!
Neigt euer Ohr und kommt zu mir,
hört und ihr werdet aufleben!
Ich schließe mit euch einen ewigen Bund:
Die Erweise der Huld für David sind beständig.
Siehe, ich habe ihn zum Zeugen für die Völker gemacht,
zum Fürsten und Gebieter der Nationen.
Siehe, eine Nation, die du nicht kennst, wirst du rufen
und eine Nation, die dich nicht kannte, eilt zu dir,
um des HERRN, deines Gottes, des Heiligen Israels willen,
weil er dich herrlich gemacht hat.
Sucht den HERRN, er lässt sich finden,
ruft ihn an, er ist nah!
Der Frevler soll seinen Weg verlassen,
der Übeltäter seine Pläne.
Er kehre um zum HERRN,
damit er Erbarmen hat mit ihm,
und zu unserem Gott;
denn er ist groß im Verzeihen.
Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken
und eure Wege sind nicht meine Wege - Spruch des HERRN.
So hoch der Himmel über der Erde ist,
so hoch erhaben sind meine Wege über eure Wege
und meine Gedanken über eure Gedanken.
Denn wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt
und nicht dorthin zurückkehrt,
ohne die Erde zu tränken
und sie zum Keimen und Sprossen zu bringen,
dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen,
so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt:
Es kehrt nicht leer zu mir zurück,
ohne zu bewirken, was ich will,
und das zu erreichen, wozu ich es ausgesandt habe.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Dieser Text gehört noch zum zweiten Teil des Jesajabuches und ist im babylonischen Exil entstanden. Der Prophet spricht dem Volk das Heil Gottes zu.
In einem ersten Abschnitt ahmt der Prophet in seiner Heilszusage einen Händler auf dem Basar nach, der seine Ware anpreist: Wasser, Getreide, Wein, Milch ... alles ohne Geld.
Im zweiten Abschnitt wirbt Gott um das Volk und bietet ihm einen Bund an, der den Bund mit David übertrifft. Während die Könige sich ihre Völker mit Waffengewalt unterwerfen müssen, kommen nun alle Völker freiwillig zu ihrem Herrn.
Der dritte Abschnitt fordert auf, den Herrn zu suchen. Dies geschieht in der Umkehr zum Herrn. Dieser bietet sein Verzeihen an.
Der letzte Abschnitt beschreibt die Zuverlässigkeit und die Wirksamkeit des Wortes Gottes in Vergleichen mit dem Regen und Schnee und dem Wachsen des Samens.
Kv: Meine Stärke und mein Lied ist der HERR. – Kv
Siehe, Gott ist mein Heil;
ich vertraue und erschrecke nicht.
Denn meine Stärke und mein Lied ist Gott, der HERR.
Er wurde mir zum Heil. - Kv
Ihr werdet Wasser freudig schöpfen
aus den Quellen des Heils.
Dankt dem HERRN! Ruft seinen Namen an! /
Macht unter den Völkern seine Taten bekannt,
verkündet: Sein Name ist erhaben! - Kv
Singt dem HERRN, denn Überragendes hat er vollbracht;
bekannt gemacht sei dies auf der ganzen Erde.
Jauchzt und jubelt, ihr Bewohner Zions;
denn groß ist in eurer Mitte der Heilige Israels. - Kv
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Rom.
Schwestern und Brüder!
Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt
und durch die Sünde der Tod
und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen,
weil alle sündigten.
Sünde war nämlich schon vor dem Gesetz in der Welt,
aber Sünde wird nicht angerechnet, wo es kein Gesetz gibt;
dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die,
welche nicht durch Übertreten eines Gebots gesündigt hatten
wie Adam, der ein Urbild des Kommenden ist.
Doch anders als mit der Übertretung
verhält es sich mit der Gnade;
sind durch die Übertretung des einen
die vielen dem Tod anheimgefallen,
so ist erst recht die Gnade Gottes
und die Gabe,
die durch die Gnadentat des einen Menschen Jesus Christus
bewirkt worden ist,
den vielen reichlich zuteilgeworden.
Und anders als mit dem,
was durch den einen Sünder verursacht wurde,
verhält es sich mit dieser Gabe:
Denn das Gericht
führt wegen eines Einzigen zur Verurteilung,
die Gnade führt aus vielen Übertretungen
zur Gerechtsprechung.
Denn ist durch die Übertretung des einen
der Tod zur Herrschaft gekommen, durch diesen einen,
so werden erst recht diejenigen,
denen die Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit
reichlich zuteilwurde,
im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus.
Wie es also durch die Übertretung eines Einzigen
für alle Menschen zur Verurteilung kam,
so kommt es auch durch die gerechte Tat eines Einzigen
für alle Menschen zur Gerechtsprechung,
die Leben schenkt.
Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen
die vielen zu Sündern gemacht worden sind,
so werden auch durch den Gehorsam des einen
die vielen zu Gerechten gemacht werden.
Das Gesetz aber ist dazwischen hineingekommen,
damit die Übertretung mächtiger werde;
wo jedoch die Sünde mächtig wurde,
da ist die Gnade übergroß geworden,
damit, wie die Sünde durch den Tod herrschte,
so auch die Gnade herrsche
durch Gerechtigkeit zum ewigen Leben,
durch Jesus Christus, unseren Herrn.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Paulus stellt Adam und Christus gegenüber. Durch den Ungehorsam des einen kam der Tod in die Welt, durch den Gehorsam des anderen wurde das Leben neu geschenkt. Beide sind als "korporative Persönlichkeiten" anzusehen. D.h.: Im Stammvater eines Volkes ist bereits die gesamte Nachkommenschaft präsent. In diesem Sinne - und nicht in einem geschichtlichen - ist die Sünde der Nachkommen Adams und die Gerechtsprechung der "Nachkommen" des Christus zu verstehen. Adam verkörpert den Menschen, wie er von Anfang an verfaßt ist, die Menschheit schlechthin. Die Menschen haben sich von Anfang an von Gott und seinem Gebot gelöst und sind eigene Wege gegangen. Erst in Jesus Christus wurde diese Loslösung von Gott überwunden. Auch hier wieder durch die Tat des einen. Den "vielen", das sind alle, die sich zu Christus gehörig wissen, wird die Gerechtsprechung als unverdientes Geschenk (Gnade) zuteil.
Halleluja. Halleluja.
Der sein Leben als Schuldopfer einsetzt,
wird er Nachkommen sehen und lange leben.
Was dem HERRN gefällt,
wird durch seine Hand gelingen.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodémus:
Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen
außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist:
der Menschensohn.
Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat,
so muss der Menschensohn erhöht werden,
damit jeder, der glaubt,
in ihm ewiges Leben hat.
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt,
dass er seinen einzigen Sohn hingab,
damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht,
sondern ewiges Leben hat.
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt,
damit er die Welt richtet,
sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet;
wer nicht glaubt, ist schon gerichtet,
weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes
geglaubt hat.
Denn darin besteht das Gericht:
Das Licht kam in die Welt,
doch die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht;
denn ihre Taten waren böse.
Jeder, der Böses tut, hasst das Licht
und kommt nicht zum Licht,
damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.
Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht,
damit offenbar wird,
dass seine Taten in Gott vollbracht sind.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Im Johannesevangelium stehen ziemlich am Beginn des Wirkens Jesu zwei Gespräche: eines mit dem Pharisäer Nikodemus und eines mit der Samariterin am Jakobsbrunnen. Die in Jesus erschienene Liebe Gottes zeigt sich in diesen Gesprächen in der besonderen Zuwendung zum bzw. zur Einzelnen.
Nikodemus ist ein einflussreicher gebildeter Jude, der zwar an Jesus interessiert ist, aber Angst hat, sein Interesse in der Öffentlichkeit zu zeigen. Er kommt in der Nacht.
In dem Lehrgespräch mit Jesus geht es um die Heilsabsicht Gottes in der Sendung seines Sohnes. Der Abstieg in die Welt und der Aufstieg in den Himmel ist zur Rettung des Menschen. Wer daran glaubt, dem geschieht Heil. Wenn es dennoch zu einem Gericht kommt, so resultiert dies aus dem Unglauben, da sich der, der an den Gottessohn nicht glaubt, damit selbst sein Urteil spricht.
Am 3. Sonntag im Juli feiern die Redemptoristen ihren Namensgeber (redemptor = der Erlöser) mit dem »Fest des Heiligsten Erlösers«. Doch was meint Erlösung? Warum feiern wir den Menschen Jesus von Nazareth als Erlöser?
Am Fest des Heiligsten Erlösers denken wir über Erlösung nach. Wenn wir von Erlösung sprechen, sagen wir mit, dass es Unerlöstes gibt. Ich denke an Ungerechtigkeit, Feindschaft, Spaltung, Krieg, Hass, Zwänge, Krankheit, Unaufrichtigkeit, Leben auf Kosten anderer, ungeordnete Liebe. Wenn ich an Erlösung denke, denke ich an Gerechtigkeit, Versöhnung, Liebe, Frieden, erfülltes Leben, Heil, Sinn, Wahrheit, Ganzheit, Freiheit, Schönheit.
Wie geht das, dass aus Ungerechtigkeit Gerechtigkeit wird, aus Feindschaft Versöhnung, aus Krieg Frieden, aus Hass Zuwendung, aus Unaufrichtigkeit Wahrheit, aus Zwängen Freiheit, aus ungeordneter Liebe geordnete, schöne Liebe?
Es geschieht durch eine Person: durch Jesus, den Erlöser!
Wie wird uns der Erlöser vor Augen gestellt? Als der am Kreuz! In unseren Kirchen, in christlichen Häusern und Wohnungen stoßen wir auf das Kreuz. Ist das Kreuz nicht etwas Grausames? Da hängt ein zerschundener Mann am Verbrechergalgen. Was hat das mit Erlösung zu tun? Jesus am Kreuz ist der Leidende, der Ausgestoßene, der sich von Gott verlassen erfährt: „Mein Gott, ein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Matthäus 15,34) ruft er am Kreuz.
Jesus nennt sich „der Menschensohn“ - so haben wir im Evangelium (vgl. Joh 3,13) gehört. Er ist der Mensch, der Inbegriff des Menschseins, der, der alle Menschennot, alles Menschenleid, auf sich genommen hat. Das schaut dann so aus, wie wir es am Kreuz sehen.
Wo ist da Erlösung? – fragen wir. Jesus kommt von Gott und hat als Mensch für die Menschen gelebt. Er hat ihnen gesagt, dass Gott sie liebt. Er hat Kranke geheilt. Er hat entpersönlichte, von dämonischen Kräften Umhergetriebene geheilt, von Schuld Beladenen vergeben, Menschen zum Leben und Lieben befähigt.
Doch er wurde von den zuständigen religiös und bürgerlich Verantwortlichen abgelehnt. Er wurde sogar von einem aus den eigenen Reihen verraten. Er wurde von den Seinen verlassen, von den Frommen vor dem Richter zu Tode geschrien, von der römischen Macht gefoltert und hingerichtet. Bei all dem hält er seine Liebe, seine Zuwendung zu den Menschen durch. Er vertraut weiter Gott, seinem Vater: „In deine Hände lege ich meinen Geist“ (Lukas 23,46). Er verzeiht seinen Mördern: „Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lukas 23,34). Am Kreuz vollendet er seinen Auftrag: „Es ist vollbracht!“ (Johannes 19,30). Jesus verwandelt den Hass in Liebe, den Tod in Leben.
So geschieht Erlösung, nicht durch einen souveränen göttlichen Eingriff von außen. Erlösung bedeutet: Jesus nimmt unsere menschlichen Bedingungen, unsere menschlichen Nöte, unsere menschlichen Ausweglosigkeiten von innen her auf sich und gibt ihnen Sinn. Das Kreuz der Menschheit und das Kreuz Jesu wurden zuinnerst verbunden. So sind wir erlöst.
Das ist die Botschaft von der Erlösung: In Jesus ist die Erlösung schon vollzogen. Nun gilt es, in sie einzutreten oder vielmehr in ihn einzutreten. Ein anderer Ausdruck dafür: zu ihm aufschauen – wie es im heutigen Evangelium heißt: Das Volk Israel wurde durch eine Schlangenplage heimgesucht. Mose errichtete eine Stange mit einer Schlange aus Erz. Wer zu dieser ehernen Schlange aufblickte, wurde von der Schlangenplage befreit. So dürfen wir zum Kreuz aufschauen, an dem unser ganzes Menschenleid hängt, aber in Jesus, und damit überwunden hinein in Liebe und Heil.
Erlösung ist durch Jesus bereits geschehen, gratis für uns, aus Gnade, aus Liebe zu uns Menschen. Durch den Glauben und die Taufe treten wir in das erlöste Dasein ein. Es gilt, das Eingetretensein in das erlöste Dasein zu ratifizieren, immer wieder zu erneuern. Es ist ein ständiger Prozess. Wir sind heute eingeladen zum neuen Ja zu unserer Erlösung. Das bedeutet ein persönliches Ja zu Jesus, der uns erlöst hat. Erlöst leben heißt: Leben mit Jesus, dem Erlöser!
Der Titel "Erlöser" für Jesus Christus ist uns so geläufig, dass wir ihn oft gebrauchen, ohne uns bewusst zu werden, was er für unser Leben als Christen konkret bedeutet. Die Ordensgemeinschaft der Redemptoristen – redemptor ist das lateinische Wort für Erlöser – sieht sich berufen, allen Menschen überreiche Erlösung durch Jesus Christus zu verkünden.
Schwestern und Brüder, ich nehme an, dass Sie eine gewisse Kenntnis von Jesus haben. Die Redemptoristen feiern ihn heute als unseren Erlöser. Was kann das für uns bedeuten?
Unser Leben ist konkret, mit dieser Erde verbunden, hineingebunden in Zeit und Raum. Wir müssen für unser Leben sorgen. Wir haben Hunger, empfinden Durst, werden müde, brauchen Bewegung und brauchen Ruhe, nicht nur als Kinder, sondern ein Leben lang. Wir brauchen die Erfahrung von Nähe. Wir sind angewiesen auf Menschen, auf die man sich verlassen kann, ein Kind in besonderer Weise, aber auch als Erwachsene kennen wir das Bedürfnis, sich auf jemanden verlassen zu können. Dann aber auch das Bedürfnis, dass ich selber etwas tun darf und dass ich dafür anerkannt werde.
Jesus ist unser Erlöser. Er ist in unsere Menschensituation voll eingestiegen. Wir bekennen: „Er ist Mensch geworden um unseres Heiles willen“. Er hat das Menschenleben von der Pike auf kennengelernt. Er kennt Hunger und Durst, Bewegungsdrang und Müdigkeit, das Bedürfnis nach Nähe und das Bedürfnis nach Selbständigkeit. Er ist einer von uns geworden. Er versteht uns, kann sich einfühlen in unser Leben, in unsere Bedürfnisse. In unsere Situation hinein sagt er es uns zu: „Selbst wenn dich Vater und Mutter verlassen, ich verlasse dich nicht“!
Wir sind als Menschen für unser Leben selbst verantwortlich. Wie geht „Leben“? Das ist das Zweite: Er zeigt uns, wie Leben geht. Als zwölfjähriger, also nach dem Gesetz volljähriger Jude, ist er im Gespräch mit den jüdischen Lehrern im Tempel. Er bildet sich aus. Er bildet sich eine eigene Meinung und ist erstaunt, dass er von den eigenen Eltern nicht erkannt ist als der, der er ist. Er ist auf dem Weg, er selbst zu werden. In der Taufe am Jordan durch Johannes wird er sich seiner Identität und Sendung voll bewusst. Es wird ihm von Gott zugesagt: „Du bist mein geliebter Sohn“ (Lk 3,22). Dieses Selbstbewusstsein wird auf eine harte Probe gestellt: Er wird im Allein-sein vor Gott, in der Wüste, dahin versucht, sich das Leben und seine Aufgabe leicht zu machen. Nein, er geht den anspruchsvollen Weg!
Und er lädt ein, mit ihm zu gehen, nicht nur die Jünger und Jüngerinnen von damals! Kommt mit mir, wenn ihr erfahren wollt, wie Leben geht: Selig, glücklich, die das Wort hören und sich darauf einlassen! Wer zu ihm kommt, wird frei, auch und gerade, wenn sein Leben verstrickt war in Schuld oder verletzt durch das, was andere ihm angetan haben. Wer mit ihm geht, dem gehen ganze Welten auf, die er so noch nicht gekannt hat! Jesus geht uns voran: Es ist möglich, mit IHM einen anspruchsvollen, sinnerfüllten Weg zu gehen!
Da kommt der Einwand: Ich spüre meine Schwächen. Ich schaffe vieles nicht! Es ist etwas schief gelaufen. Es gibt Leute, die sagen: Mein Leben ist verkorkst. Ich komme da nicht heraus! Achtung: Jesus sagt uns: Keine Sorge! Keine Ausrede! Ich hab’s getan. Ich hab’s für dich getan! Und nun komm zu mir! Bei mir hast du eine Chance, selbst wenn Du Fehler gemacht hast, ja, vieles verkorkst haben solltest: „Ich habe dich erlöst! Mein bist du! Mit mir darfst du leben, für immer, in Fülle leben!“
Am dritten Sonntag im Juli feiern die Ordensgemeinschaften der Redemptoristen das Fest des Heiligsten Erlösers – lat. sanctissimus redemptor - gleichsam als Namenstag. Die Theologie der Erlösung hat eine reichhaltige und lange Tradition. Doch was kann sie uns gegenwärtig für unseren persönlichen Glauben konkret bedeuten? Die großen Krisen unserer Zeit führen uns die Not menschlicher Existenz vor Augen. Jesus Christus, der Erlöser, hat uns über eine enge innerweltliche Sicht des Lebens hinausgewiesen.
Noch vor einigen Jahren (2011) machte sich der Singer Songwriter Tim Bendzko mit dem Song "Muss nur noch kurz die Welt retten" über Menschen lustig, die über ihre vermeintliche Mission noch schnell die Welt retten zu müssen, Näherliegenderes und Wichtigeres zu tun versäumen. Inzwischen ist eine junge Generation herangewachsen, die entschlossen dafür kämpft, dass jeder und jede dazu beiträgt, die bereits begonnene Klimakatastrophe einzudämmen. Papst Franziskus hat in seinem Rundschreiben "Laudato Si" eindringlich das Engagement aller Menschen eingefordert und auch für Christen dieses Anliegen in die Mitte gestellt.
Inzwischen hat die Corona-Pandemie unsere Aufmerksamkeit und die Anstrengungen der ganzen Welt auf eine andere Herausforderung gelenkt, die uns so gefangen nimmt, dass das Klima-Thema in den Hintergrund gedrängt wurde. Beide Krisen haben gemeinsam, dass sie die weltweite Zusammenarbeit aller Menschen und den Einsatz aller Kräfte erfordern. Ob es gelingt, alle einflussreichen Politiker dafür zu gewinnen, ist noch lange nicht ausgemacht. Einigen ist ihr eigenes Wohlergehen wichtiger und wenn es darauf ankommt, sind viele entschlossen, andere dafür die Rechnung bezahlen zu lassen.
Gerade in diesen beiden Krisen – man könnte auch noch die Flüchtlingskrise dazunehmen - wird die Ohnmacht nicht nur der Einzelpersonen sondern der ganzen Menschheit bewusst. Können wir die Welt retten? Ist die Welt gerettet, wenn wir die gesteckten Klimaziele erreicht haben und die Pandemie durch neue Medikamente besiegt haben?
Die Erfahrungen im Umgang mit der Pandemie zeigen, wieviel wir Menschen zuwege bringen, wenn wir weltweit zusammenarbeiten. Gleichzeitig müssen wir uns jedoch bewusst sein, dass es noch viele weitere Herausforderungen zu bewältigen gilt. Die beiden großen Krisen zeigen, wie viele Probleme wir bei entsprechender Anstrengung lösen können, andererseits lassen sie uns aber spüren, dass uns als Menschen schmerzliche Grenzen gesetzt sind: Wir sind und bleiben Teile der Natur und sind den Gewalten der Natur ausgeliefert. Wir haben die Welt nicht im Griff. Die großen Krisen zeigen uns, wie klein wir sind.
Die Ordensgemeinschaften der Redemptoristen feiern am dritten Sonntag im Juli das Fest des Heiligsten Erlösers, nach dem sie sich benannt haben. Redemptor ist das lateinische Wort für Erlöser. Sie bringen damit ihre Überzeugung zum Ausdruck, dass Jesus Christus uns über die Grenzen, die uns als Menschen gesetzt sind, hinausführt. Wir sind und bleiben gefährdet durch Krankheit und Tod, wir sind und bleiben den Mächten der Natur ausgeliefert. Dem Bösen, das im Menschen steckt und sich in Ungerechtigkeit, Rücksichtslosigkeit, Hass und Krieg zeigt, stehen wir oft hilflos gegenüber. Wir schauen aber zu Jesus Christus auf und erwarten uns von ihm umfassende Erlösung. Wir glauben, dass er das Böse durch sein Festhalten an Gott überwunden hat, obwohl er sich scheinbar der Macht des Bösen beugen musste.
Wir nennen Jesus Christus unseren Erlöser, weil er uns Auswege aus dem Leiden an der Enge unserer menschlichen Existenz zeigt. Er hatte sich voll und ganz dem Kampf gegen das Böse verschrieben und mit all seiner Kraft versucht, Ungerechtigkeit und Unterdrückung der Armen und Schwachen an ihren Wurzeln in der Hartherzigkeit der Menschen zu auszumerzen. Er hat uns aber auch gelehrt und vorgelebt, dass sogar noch im persönlichen Scheitern der Glaube an einen liebenden und barmherzigen Gott und Schöpfer allen Lebens Halt geben kann. Von diesem liebenden Schöpfergott erhoffen wir uns ein Leben jenseits von Krankheit, Tod, Katastrophen und Krieg.
Gewiss: Diese Lösung großer und grundsätzlicher Menschheitsfragen, wie sie uns Jesus anbietet, liegt auf einer ganz anderen Ebene. Sie macht unseren Einsatz für die Bewältigung unserer Herausforderungen nicht überflüssig. Wir können uns nicht zurücklehen und den Kampf gegen Krankheit, Tod und Klimawandel anderen überlassen. Jesu Sichtweise ermöglicht uns, mit diesen großen Aufgaben nicht nur engagiert sondern auch gelassen umzugehen.
Herr, unser Gott,
aus Güte und Menschenfreundlichkeit
hast du deinen eingeborenen Sohn
zum Erlöser der Welt eingesetzt,
durch ihn den Tod überwunden
und das Leben neu geschaffen.
Gib, dass wir, dieser Taten eingedenk,
dir in treuer Liebe verbunden bleiben
und einst die Vollendung der Erlösung an uns erfahren.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.
Gott, unser Vater,
du hast uns durch deinen Sohn erlöst
und als deine geliebten Kinder angenommen.
Sieh voll Güte auf alle, die an Christus glauben,
und schenke ihnen die wahre Freiheit
und das ewige Erbe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 5. Sonntag der Osterzeit
MB 23. Sonntag im Jahreskreis
Barmherziger Gott,
durch die Erniedrigung deines Sohnes
hast du die gefallene Menschheit
wieder aufgerichtet
und aus der Knechtschaft der Sünde befreit.
Erfülle uns mit Freude über die Erlösung
und führe uns zur ewigen Seligkeit.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 14. Sonntag im Jahreskreis
Zu Christus, unserem Erlöser, lasset uns beten:
Du hast uns im Kreuz deine Liebe geoffenbart.
Öffne die Herzen der Menschen für diese Botschaft!
Christus, höre uns! A: Christus, erhöre uns!
In dir, Herr Jesus, ist Heil und Erlösung.
Lass uns dich immer tiefer verstehen und mit dir leben!
Du hast dich den Menschen zugewandt und für uns Menschen alle Sünde, alles Unerlöste auf dich genommen.
Schenke uns Vertrauen in deine vergebende Macht!
Du hast durch deinen Tod am Kreuz Frieden gestiftet.
Lass deinen Frieden wirksam werden in der Ukraine und in der ganzen Welt von heute!
Mache uns fähig, so zu leben,
dass deine Erlösung unter uns erfahrbar wird!
Denn Du bleibst dem Volk der Erlösten nahe.
Dir sei die Ehre und die Herrlichkeit, jetzt und in Ewigkeit. - Amen.
Zu Christus, unserem Erlöser, lasset uns beten:
Du hast uns im Kreuz deine Liebe geoffenbart.
Öffne die Herzen der Menschen von heute für diese Botschaft!
Christus, höre uns! - Christus, erhöre uns!
In dir, Herr Jesus Christus, ist Heil und Erlösung.
Laß uns dich immer tiefer verstehen und mit dir leben!
Du hast dich den Menschen zugewandt und uns mit Gott, dem Vater, versöhnt.
Schenke uns Vertrauen in deine und seine vergebende Macht!
Du hast durch deinen Tod am Kreuz Frieden gestiftet.
Lass deinen Frieden wirksam werden in der Welt von heute!
Wir sind deine Gemeinde.
Mache uns fähig, unsere Dienste so zu tun,
dass deine Erlösung unter uns erfahrbar wird!
Denn Du bleibst dem Volk der Erlösten nahe.
Dir sei die Ehre und die Herrlichkeit, jetzt und in Ewigkeit! - Amen.
Herr,
gib, daß wir das Geheimnis des Altares ehrfürchtig feiern;
denn sooft wir die Gedächtnisfeier dieses Opfers begehen,
vollzieht sich an uns das Werk der Erlösung.
Durch Christus, unseren Herrn.
MB Gründonnerstag
Herr, unser Gott,
gib, dass wir dir allzeit danken
durch die Feier der österlichen Geheimnisse.
In ihnen führst du das Werk der Erlösung fort,
mache sie für uns zur Quelle der unvergänglichen Freude.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 4. Sonntag der Osterzeit
Allmächtiger Gott,
nimm die Gaben an,
die wir nach deinem Willen darbringen.
Vollende in uns das Werk der Erlösung und der Heiligung
durch die Geheimnisse,
die wir zu deiner Verherrlichung feiern.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 27. Sonntag im Jahreskreis
(für Wortgottesdienstfeiern):
Kehrvers:
Dankt dem Vater mit Freude, er schenkt uns seinen Sohn.
(GL 633,8)
Gott und Vater, wir haben Grund dir zu danken,
denn du hast uns deinen Sohn geschenkt.
Er hat uns würdig gemacht,
das Erbe der Heiligen zu empfangen, die im Lichte sind.
Er hat uns der Macht der Finsternis entrissen
und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes.
Kehrvers
In ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.
Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes,
der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.
Kehrvers
Denn in ihm wurde alles erschaffen im Himmel und auf Erden,
das Sichtbare und das Unsichtbare,
Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten,
alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen.
Er ist vor aller Schöpfung, alles hat in ihm Bestand.
Kehrvers
Er ist das Haupt des Leibes, der Leib aber ist die Kirche.
Er ist der Ursprung, der Erstgeborene der Toten;
so hat er in allem den Vorrang.
Kehrvers
Denn Gott wollte in seiner ganzen Fülle in ihm wohnen
um durch ihn alles zu versöhnen.
Er wollte alles auf Erden und im Himmel zu Christus führen,
der Frieden gestiftet hat durch das Blut seines Kreuzes.
Kehrvers
Danklied, z. B.: Mein ganzes herz erhebet dich... (GL 143)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Ihn hast du im Alten Bund verheißen,
ihn hast du gesandt,
den verlorenen Menschen zu retten.
Er ist in unserem Fleisch erschienen
und hat sich dir als Opfer dargebracht.
Durch seinen Tod und seine Auferstehung
hat er allen Völkern das Heil erwirkt.
In ihm finden wir überreiche Erlösung,
Befreiung aus der Knechtschaft,
Vergebung der Sünden.
In ihm haben wir die Wahrheit,
das Licht und das Leben.
Durch ihn empfangen wir den Geist des Glaubens und der Liebe.
Durch ihn erstrahlt uns die Hoffnung,
dass wir zu vollen Freiheit der Kinder Gottes gelangen.
Darum loben wir dich mit allen Engeln und Heiligen
und rufen in festlicher Freude:
Heilig...
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken.
Denn du bist der Schöpfer der Welt,
du bist der Erlöser aller Menschen
durch deinen geliebten Sohn, unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn loben die Engel deine Herrlichkeit,
beten dich an die Mächte, erbeben die Gewalten.
Die Himmel und die himmlischen Kräfte
und die seligen Serafim feiern dich jubelnd im Chore.
Mit ihrem Lobgesang laß auch unsere Stimmen sich vereinen
und voll Ehrfurcht rufen:
Heilig ...
MB Wochentage 3
Herr, unser Gott,
im heiligen Mahl haben wir den Leib
und das Blut deines Sohnes empfangen.
Der Glaube an ihn lässt uns das volle Leben erhoffen.
Lass uns in der Freude dieser Hoffnung
die nötigen Schritte tun, dieses Ziel zu erreichen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Fest des Heiligsten Erlösers
Herr Jesus Christus,
Leib und Leben hast du hingegeben,
um uns zu erlösen.
Wir bitten dich:
führe uns durch die Widerwärtigkeiten dieser Zeit
zur ewigen Vollendung,
der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.
Allerheiligster Erlöser
Barmherziger Gott,
im heiligen Mahl
schenkst du uns Anteil am Leben deines Sohnes.
Durch dieses Sakrament
mache uns auf Erden Christus ähnlich
und lass uns im Himmel zur vollen Gemeinschaft mit ihm gelangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.
MB 20. Sonntag im Jahreskreis
Himmlischer Vater,
dein Sohn hat verheißen,
daß wir sein göttliches Leben in uns tragen,
wenn wir ihn empfangen in der heiligen Speise.
Wir danken dir für sein Erlösungsopfer
und bitten dich:
Laß uns stets in der Freude dieses neuen Lebens wandeln,
bis wir zur ewigen Vollendung gelangen in ihm,
unserem Herrn Jesus Christus,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB Schlussgebete zur Auswahl 12
Herr,
du hast uns an deinem heiligen Tisch gestärkt.
Komm uns mit deiner Gnade zu Hilfe,
damit die Erlösung,
die uns im Sakrament zuteil wurde,
in unserem Leben sichtbar wird.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 3. Donnerstag der Fastenzeit
Ich wär' so gern dabei gewesen
Doch ich hab viel zu viel zu tun
Lass uns später weiter reden
Da draußen brauchen sie mich jetzt
Die Situation wird unterschätzt
Und vielleicht hängt unser Leben davon ab
Ich weiß es ist dir ernst, du kannst mich hier grad nicht entbehren
Nur keine Angst, ich bleib' nicht all zu lange fern
Muss nur noch kurz die Welt retten
Danach flieg' ich zu dir
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Wer weiß was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel
Muss nur noch kurz die Welt retten
Und gleich danach bin ich wieder bei dir
Irgendwie bin ich spät dran
Fang' schon mal mit dem Essen an
Ich stoß' dann später dazu
Du fragst: „Wieso, weshalb, warum?“
Ich sag': „Wer sowas fragt ist dumm“
Denn du scheinst wohl nicht zu wissen, was ich tu'
'Ne ganz…
Muss nur noch kurz die Welt retten
Danach flieg' ich zu dir
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Wer weiß was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel
Muss nur noch kurz die Welt retten
Und gleich danach bin ich wieder bei dir
Die Zeit läuft mir davon
Zu warten wäre eine Schande für die ganze Weltbevölkerung
Ich muss jetzt los, sonst gibt's die große Katastrophe
Merkst du nicht, dass wir in Not sind?
Ich muss jetzt echt die Welt retten
Danach flieg' ich zu dir
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Wer weiß was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel
Muss nur noch kurz die Welt retten
Danach flieg' ich zu dir
Noch 148.713 Mails checken
Wer weiß was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel
Muss nur noch kurz die Welt retten
Und gleich danach bin ich wieder bei dir
Tim Bendzko, Quelle: LyricFind
Tatsächlich denke ich dieser Tage sehr oft an jene Liedzeile, mit der Tim Bendzko im Sommer 2011 die Charts stürmte. Wer hätte damals gedacht, dass jener Ohrwurm einmal zur Mission einer gesamten Generation werden würde? Ich muss ehrlich gestehen, ich nicht. Und das, obwohl ich – wie viele andere Kinder und Jugendliche ebenfalls – seit Jahren unzufrieden bin mit der Klimapolitik dieses Landes. Wir haben Demos besucht, unser Taschengeld an Greenpeace und den WWF gespendet und versucht, unsere Eltern davon zu überzeugen, dass eine vegetarische Ernährung nicht der Weltuntergang ist, sondern beachtlichen Einfluss auf dessen Verhinderung hat.
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Nele Brebeck auf welt.de am 14.3.2019
Die Finanzbranche soll das Geld in grüne Bahnen lenken. Doch dafür braucht es auch Unternehmen, die sich lenken lassen wollen.
Die Investoren haben nämlich Interesse daran, ihr Geld gezielt in jene Firmen zu stecken, die sich Gedanken über die Zukunft machen. „Früher wussten Investoren nicht, was sie mit Nachhaltigkeitsdaten anfangen sollten, heute sind diese aber extrem wichtig geworden, um die Chancen und Risken eines Unternehmens einschätzen zu können“, sagt Steven Tebbe, Managing Director von CDP Europe. „Man kann nur das managen, was man auch messen kann.“
Für Großanleger sind sogenannte Stranded Assets ein Riesenthema geworden. Sie wollen ihr Kapital gut investiert wissen und nicht vernichtet sehen, nur weil Unternehmen keine Bereitschaft zeigen, ihr Geschäftsmodell anzupassen. „Unsere Daten werden immer wichtiger, um zu verstehen, wo die Reise hingehen kann“, sagt Tebbe. Und in der Tat legen bereits mehr als 8400 Firmen weltweit ihre Informationen via CDP offen. Das entspricht immerhin mehr als 50 Prozent des globalen Marktwerts.
Sich in Sachen Nachhaltigkeit zu engagieren ist nicht nur en vogue geworden – es wird vom Kapitalmarkt aktiv verlangt. Spätestens seit dem Klimaabkommen von Paris. 2015 kam man überein, die Finanzflüsse in Richtung einer CO2-armen und klimafreundlichen Entwicklung zu lenken.

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
spirituelle Impulse, Bibeltexte mit Erklärungen, Gebete für Gottesdienstfeiern und Denkanstöße für jeden Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres.
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Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
Die Unterseiten des Predigtforums kann man auch mit einer Kurzadresse erreichen:
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Die Kapitel 21-24 des Buches Jeremia stehen ebenso wie Kapitel 34-38 unter dem Zeichen des Konfliktes: Jeremia - König.
Genauso wie die Könige und Staatsbeamte sind auch die Propheten und Priester Gegenspieler des Propheten Jeremia, weil sie die Verantwortung für das Volk tragen und es so in die Irre führen. Klarerweise sind dem Propheten Jeremia diese Gruppen nicht gerade freundlich gesonnen, er hat sich vor Nachstellungen zu hüten und beklagt auch immer wieder sein Schicksal, als Prophet Gottes auftreten zu müssen um Gericht und Unheil zu verkünden und sich damit in Einsamkeit und Gefahr zu bringen.
Die Untreue und Bosheit der Hirten, der Führer des Volkes, führen schließlich zur Eroberung Jerusalems und damit zum Ende auch des Südreiches Juda, wie es der Prophet ankündigt.
Die drei Aussagen in der heutigen Lesung zeigen, wie sich dieses Gericht durch Gottes eingreifen in Heil verwandeln soll:
Gott zieht die schlechten Hirten, die am Schicksal der Schafe schuld sind zur Rechenschaft (Verse 1-2).
Gott selbst nimmt sich seiner Schafe, seines Volkes an. Er führt sie wieder zusammen und sorgt für sie( Vers 3)
Er gibt ihnen einen neuen Hirten, einen gerechten und weisen König so wie David (Verse 4-6).
Die Herrscher Israels lassen sich durch die Warnungen des Propheten nicht beeindrucken auch die erste Deportation (597 v. Chr.) bei der auch König Jojachin nach Babel verschleppt wird, ändert nichts an der Einstellung seines Nachfolgers König Zidkija (597-586). Drohungen aber auch Heilszusagen können den König nicht bewegen, von seinem Weg abzuweichen. Das Exil ist nicht zu verhindern. (Kapitel 34ff)
In Jer 23,1-6 spiegeln sich schon die Erfahrungen des Exils und der Rückkehr. Gott nimmt sich seines Volkes an, er läßt es nicht im Stich auch wenn es sich schuldig gemacht hat. Gerade der Prophet Jeremia kann gar nicht anders als den Heilswillen Gottes herauszustreichen.
Hintergrund des Textes ist das Ende des Königreiches Juda und der Sieg der Babylonier unter Nebukadnezar.
Die Sammlung der sog. Königssprüche mündet in eine Heilsweissagung. Das Ende der Linie der davidischen Königsreihe ist die Voraussetzung für eine Neugründung.
Die Heilsgeschichte Gottes - und das ist die Hauptaussage - geht weiter. Sie steuert letztlich einem positiven Ziel zu. Der "Sproß Davids" wird im Gegensatz zu den jetzt von JAHWE verstoßenen Führern ein "gerechter" sein; der Beginn der messianischen Epoche der Heilsgeschichte wird prophezeit.
Die Weherufe gegen die "Hirten" bei Jeremia kann man als Rufe gegen die Regierenden des Volkes verstehen, die ihre Aufgaben als "Hirten" nicht erfüllt haben.
(Vgl. Arthur Weiser, Das Buch Jeremia, ATD 20, Göttingen 1981)
Jeremia war einer der großen Propheten vor dem Babylonischen Exil, das mit der Erstürmung Jerusalems und der Zerstörung des Tempels 586 v. Chr. begann. Jeremia hat solch ein Ereignis vorhergesagt. In den Kapiteln 21 bis 24 wendet der Prophet sich an die Führenden des Volkes und weist sie in zahlreichen (Bild-)Reden auf mögliche Untergangsszenarien hin. Aus diesem Teil des Prophetenbuches stammt die heutige Lesung.