Die biblischen Lesungen wurden mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet den Lektionaren 2018 ff entnommen. - © 2024 staeko.net. - vgl. Impressum.
Die Katholischen Bibelwerke in Deutschland, Österreich und Schweiz stellen auf ihren Webseiten ausführliche Kommentare und Anleitungen zum Lesen der biblischen Lesungen für Sonn- und Feiertage zum Download im PDF-Format zur Verfügung. Mit freundlicher Genehmigung der Katholischen Bibelwerke übernehmen wir die Kurzeinleitungen zu den Lesungen.
Lesung aus dem Buch Génesis.
In jenen Tagen
erschien der Herr Abraham
bei den Eichen von Mamre,
während er bei der Hitze des Tages am Eingang des Zeltes saß.
Er erhob seine Augen und schaute auf,
siehe, da standen drei Männer vor ihm.
Als er sie sah,
lief er ihnen vom Eingang des Zeltes aus entgegen,
warf sich zur Erde nieder
und sagte: Mein Herr,
wenn ich Gnade in deinen Augen gefunden habe,
geh doch nicht an deinem Knecht vorüber!
Man wird etwas Wasser holen;
dann könnt ihr euch die Füße waschen
und euch unter dem Baum ausruhen.
Ich will einen Bissen Brot holen,
dann könnt ihr euer Herz stärken, danach mögt ihr weiterziehen;
denn deshalb seid ihr doch bei eurem Knecht vorbeigekommen.
Sie erwiderten: Tu, wie du gesagt hast!
Da lief Abraham eiligst ins Zelt zu Sara
und rief: Schnell drei Sea feines Mehl!
Knete es und backe Brotfladen!
Er lief weiter zum Vieh,
nahm ein zartes, prächtiges Kalb
und übergab es dem Knecht, der es schnell zubereitete.
Dann nahm Abraham Butter,
Milch
und das Kalb, das er hatte zubereiten lassen,
und setzte es ihnen vor.
Er selbst wartete ihnen unter dem Baum auf, während sie aßen.
Sie fragten ihn: Wo ist deine Frau Sara?
Dort im Zelt, sagte er.
Da sprach er:
In einem Jahr komme ich wieder zu dir.
Siehe, dann wird deine Frau Sara einen Sohn haben.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Buch Génesis.
In jenen Tagen
erschien der Herr Abraham
bei den Eichen von Mamre,
während er bei der Hitze des Tages am Eingang des Zeltes saß.
Er erhob seine Augen und schaute auf,
siehe, da standen drei Männer vor ihm.
Als er sie sah,
lief er ihnen vom Eingang des Zeltes aus entgegen,
warf sich zur Erde nieder
und sagte: Mein Herr,
wenn ich Gnade in deinen Augen gefunden habe,
geh doch nicht an deinem Knecht vorüber!
Man wird etwas Wasser holen;
dann könnt ihr euch die Füße waschen
und euch unter dem Baum ausruhen.
Ich will einen Bissen Brot holen,
dann könnt ihr euer Herz stärken, danach mögt ihr weiterziehen;
denn deshalb seid ihr doch bei eurem Knecht vorbeigekommen.
Sie erwiderten: Tu, wie du gesagt hast!
Da lief Abraham eiligst ins Zelt zu Sara
und rief: Schnell drei Sea feines Mehl!
Knete es und backe Brotfladen!
Er lief weiter zum Vieh,
nahm ein zartes, prächtiges Kalb
und übergab es dem Knecht, der es schnell zubereitete.
Dann nahm Abraham Butter,
Milch
und das Kalb, das er hatte zubereiten lassen,
und setzte es ihnen vor.
Er selbst wartete ihnen unter dem Baum auf, während sie aßen.
Sie fragten ihn: Wo ist deine Frau Sara?
Dort im Zelt, sagte er.
Da sprach er:
In einem Jahr komme ich wieder zu dir.
Siehe, dann wird deine Frau Sara einen Sohn haben.
Sara hörte am Eingang des Zeltes
hinter seinem Rücken zu.
Abraham und Sara waren schon alt;
sie waren hochbetagt.
Sara erging es nicht mehr,
wie es Frauen zu ergehen pflegt.
Sara lachte daher still in sich hinein und dachte:
Ich bin doch schon alt und verbraucht
und soll noch Liebeslust erfahren?
Auch ist mein Herr doch schon ein alter Mann!
Da sprach der HERR zu Abraham:
Warum lacht Sara und sagt:
Sollte ich wirklich noch gebären,
obwohl ich so alt bin?
Ist denn beim HERRN etwas unmöglich?
Nächstes Jahr um diese Zeit
werde ich wieder zu dir kommen;
dann wird Sara einen Sohn haben.
Sara leugnete: Ich habe nicht gelacht.
Denn sie hatte Angst.
Er aber sagte: Doch, du hast gelacht.
Kv: Herr, wer darf Gast sein in deinem Zelt,
wer darf weilen auf deinem heiligen Berg? – Kv
Oder: GL 34,1
Der makellos lebt und das Rechte tut, /
der von Herzen die Wahrheit sagt, *
der mit seiner Zunge nicht verleumdet hat,
der seinem Nächsten nichts Böses tat *
und keine Schmach auf seinen Nachbarn gehäuft hat. – (Kv)
Der Verworfene ist in seinen Augen verachtet, *
aber die den Herrn fürchten, hält er in Ehren.
Er wird nicht ändern, *
was er zum eigenen Schaden geschworen hat. – (Kv)
Sein Geld hat er nicht auf Wucher verliehen *
und gegen den Schuldlosen nahm er keine Bestechung an.
Wer das tut, *
der wird niemals wanken. – Kv
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Kolóssä.
Schwestern und Brüder!
Ich freue mich in den Leiden, die ich für euch ertrage.
Ich ergänze in meinem irdischen Leben,
was an den Bedrängnissen Christi
noch fehlt an seinem Leib, der die Kirche ist.
Ihr Diener bin ich geworden
gemäß dem Heilsplan Gottes,
um an euch das Wort Gottes zu erfüllen.
Er ist jenes Geheimnis,
das seit ewigen Zeiten und Generationen verborgen war –
jetzt aber seinen Heiligen offenbart wurde.
Ihnen wollte Gott kundtun,
was der Reichtum der Herrlichkeit
dieses Geheimnisses unter den Völkern ist:
Christus ist unter euch, die Hoffnung auf Herrlichkeit.
Ihn verkünden wir;
wir ermahnen jeden Menschen
und belehren jeden Menschen in aller Weisheit,
damit wir jeden Menschen vollkommen darstellen in Christus.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Kolóssä.
Schwestern und Brüder!
Auch ihr standet ihm [Gott] einst fremd
und feindlich gegenüber;
denn euer Sinn trieb euch zu bösen Taten.
Jetzt aber hat er euch durch den Tod
seines sterblichen Leibes versöhnt,
um euch heilig, untadelig und schuldlos
vor sich hintreten zu lassen.
Doch müsst ihr im Glauben bleiben,
fest und in ihm verwurzelt,
und ihr dürft euch nicht von der Hoffnung
des Evangeliums, das ihr gehört habt,
abbringen lassen.
In der ganzen Schöpfung unter dem Himmel
wurde es verkündet
und ich, Paulus, bin sein Diener geworden.
Jetzt freue ich mich in den Leiden, die ich für euch ertrage.
Ich ergänze in meinem irdischen Leben,
was an den Bedrängnissen Christi
noch fehlt an seinem Leib, der die Kirche ist.
Ihr Diener bin ich geworden
gemäß dem Heilsplan Gottes,
um an euch das Wort Gottes zu erfüllen.
Er ist jenes Geheimnis,
das seit ewigen Zeiten und Generationen verborgen war –
jetzt aber seinen Heiligen offenbart wurde.
Ihnen wollte Gott kundtun,
was der Reichtum der Herrlichkeit
dieses Geheimnisses unter den Völkern ist:
Christus ist unter euch, die Hoffnung auf Herrlichkeit.
Ihn verkünden wir;
wir ermahnen jeden Menschen
und belehren jeden Menschen in aller Weisheit,
damit wir jeden Menschen vollkommen darstellen in Christus.
Halleluja. Halleluja.
Selig, die das Wort mit aufrichtigem Herzen hören
und Frucht bringen in Geduld.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas:
In jener Zeit
kam Jesus in ein Dorf.
Eine Frau namens Marta nahm ihn gastlich auf.
Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß.
Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen
und hörte seinen Worten zu.
Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen
zu dienen.
Sie kam zu ihm
und sagte: Herr, kümmert es dich nicht,
dass meine Schwester die Arbeit mir allein überlässt?
Sag ihr doch, sie soll mir helfen!
Der Herr antwortete:
Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen.
Aber nur eines ist notwendig.
Maria hat den guten Teil gewählt,
der wird ihr nicht genommen werden.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Das Ringen um das rechte Verhältnis zwischen Aktion und Kontemplation hat in der Kirche eine lange Tradition und wird in der biblischen Erzählung von den Schwestern Martha und Maria exemplarisch dargestellt. Diese Episode ist hoch aktuell vor der gegenwärtigen Diskussion um eine gute "work-life-balance".
Die Urlaubszeit ist eine willkommene Gelegenheit, die vielbeschworene "work-life-balance" wieder ein wenig ins Gleichgewicht zu bringen. Unsere moderne Arbeitswelt hat mit sich gebracht, dass in vielen Berufen die hohen Anforderungen Menschen an den Rand der Erschöpfung oder gar ins Burnout bringen. Ein vorzeitiger Pensionsantritt ist dann oft der einzige Ausweg. Die Arbeitnehmervertreter sagen: 45 Jahr sind genug, dass Menschen in den wohnverdienten Ruhestand treten können. Zugleich fordern sie auch eine Reduktion der Wochenarbeitszeit. Manche finden freiwillig mit einer Teilzeitbeschäftigung ihr Auskommen. So bleibt ihnen genügend Zeit für das, was sie als das eigentliche Leben betrachten. Dieses findet für sie außerhalb der Berufsarbeit statt. Andere wieder arbeiten um der Karriere willen 60 Stunden und mehr. Arbeitgeberverbände fordern, dass alle länger arbeiten und später in Pension gehen, da wir nur auf diese Weise das Wirtschaftswachstum erhalten und die soziale Absicherung schaffen können.
Um dieses Dilemma zu lösen, wird es auf Dauer je nach Beruf und persönlicher Verfassung mehr Flexibilität brauchen. Dies lässt sich nicht einfach in Regeln und Gesetze fassen.
Ich bezweifle jedoch, ob wir damit allein wirklich das Problem lösen können. Ich halte es für notwendig, dass wir über diese Diskussion hinaus über grundlegende Fragen nachdenken: Was heißt »leben«? Wann »leben« wir? Gehört nicht das Arbeiten auch zu einem erfüllten Leben? Unfreiwillig Arbeitslose schlittern nicht selten in eine Lebenskrise, wenn sie nicht mehr arbeiten können. Manche Menschen gehen bis ins hohe Alter ihrer Arbeit, die sie erfüllt, nach und denken nicht an ein Aufhören. Nicht wenige überkommt ein Pensionsschock, wenn sie von heute auf morgen nicht mehr arbeiten können, wenn ihre Arbeit nicht mehr gebraucht wird.
Es mag bis zu einem gewissen Grad befriedigend sein, wenn jemand in der Freizeit intensiv Sport betreibt, um fit zu bleiben und auf diesem Weg die Kraft und Leistungsfähigkeit des Körpers spürt. Es ist auch gut, sich auszuruhen, sich bei einem Wellness-Urlaub zu erholen und so aufzutanken. Aber ist das auf längere Sicht das ersehnte »Leben«?
"Alles wirkliche Leben ist Begegnung" sagt der Philosoph Martin Buber. Neben Arbeit und Freizeit sind auch befriedigende Beziehungen und persönlichen Begegnungen ein wichtiger Faktor für ein erfülltes Leben. Aber auch Beziehungen können kräfteraubend sein, uns an Grenzen führen oder überfordern.
Genügt eine »gesunde« Mischung aus all dem, oder braucht es zu einem erfüllenden Leben noch mehr?
Kann uns Freizeit und Lebensgenuss genügend Kraft geben? Vielleicht reicht die Kraft dafür, dass wir wieder arbeiten können. Es bleibt jedoch die Frage: Wofür arbeite ich? Welchen Sinn hat meine Arbeit? Um mir mehr leisten zu können? Auch der Wechsel von Arbeit und Freizeit kann zur Tretmühle werden, aus der man aussteigen möchte, wenn man könnte.
Im Evangelium wurden uns heute zwei ungleiche Schwestern vorgestellt. Martha geht in ihrer Arbeit auf und beschwert sich über Maria, die Jesus zu Füßen sitzt und von ihm und dem, was er zu sagen hat fasziniert ist. Als sich Martha bei Jesus über sie beschwert, nimmt Jesus die Untätige in Schutz und sagt, sie habe den bessern Teil gewählt.
Bedeutet das, dass Jesus das Arbeiten nicht schätzt? An anderen Stellen lesen wir, dass sich Jesus und seine Jünger bis zur Erschöpfung verausgabt haben und sie auffordert, sich eine Zeitlang zurückzuziehen und auszuruhen. Ihnen lag die Frohe Botschaft vom Reich Gottes so sehr am Herzen, dass sie sich dafür voll verausgabt haben. Von Jesus wissen wir, dass er sich in oft nächtelangen Zwiegesprächen mit dem Vater dafür Kraft geholt hat. Aus dieser Geschichte kann man nicht ableiten, dass Jesus das Arbeiten nicht auch geschätzt hat.
Eine uralte Tradition – sie reicht in vorchristliche Zeiten zurück – lehrt uns, wenigstens 1 Tag in der Woche innezuhalten, durchzuatmen und die Arbeit ruhen zu lassen. Die Bibel beschreibt uns diesen Tag als einen Tag der Menschenwürde. Dieser Tag ist nicht nur ein Tag zum Ausschlafen und den persönlichen Vorlieben nachzugehen, sondern ist in allen großen Religionen ein Tag des sich Besinnens.
Für Christen ist es der Sonntag, der Tag an dem wir uns der Auferstehung Jesu erinnern. An diesem Tag sitzen wir Jesus zu Füßen, lesen wir in den heiligen Schriften und feiern wir Danksagung für das Leben und für alles, was uns aufleben lässt: für die Frohe Botschaft vom Reich Gottes, für das Miteinander in unseren Gemeinschaften, für das Füreinander-Dasein, das uns Jesus ans Herz gelegt hat. Diese Praxis hilft uns, Sinn zu finden und unserem Leben Sinn zu geben. Sie führt uns zu einer "work-life-balance", die tiefer greift.
Die Texte des 16. Sonntags passen gut in die Urlaubszeit. In diesen Tagen der Erholung - holy days, sind übersetzt „heilige Tage“ - ist man eher bereit, sich auf eine Gottesbegegnung einzulassen als im Trubel des Alltags. Die Texte des Alten und Neuen Testaments tun das sehr ausführlich.
Mitten im Alltag kommt unerwarteter Besuch, so schildert es die erste Lesung. Wie würden Sie heute in dieser Situation reagieren? Es läutet und unangemeldeter Besuch steht vor der Tür. Staunend, überrascht, verstört bis angefressen sein und dazu vielleicht noch unbewusst christlich der Ausruf: „Jessas, Maria!“ oder öffnen Sie bereitwillig und voll Freude die Tür? Bei Abraham war das ganz ähnlich. Drei Herren kommen in der Mittagszeit bei brütender Hitze zu Abraham. Merkwürdig dabei ist die Anrede. Abraham spricht sie als „Mein Herr“ an und lädt zur Fußwaschung und „kleinen Stärkung“ ein.
Diese Stelle wird gedeutet, dass Gott selber mit zwei Begleitern bei Abraham einkehrt. Obwohl in der Heiligen Schrift nirgends von Dreifaltigkeit die Rede ist, geht manche Deutung in die Richtung als indirekte Dreifaltigkeit.
Entscheidungen müssen oft blitzartig getroffen werden. Abraham nimmt mit Freude diesen Besuch auf, und die Ankündigung sollte wahr werden, dass die betagten Eltern bald ihren Sohn Isaak bekommen. „Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt!“ (Hebr 13,2).
Die zweite Lesung macht deutlich: „Christus ist unter euch, er ist die Hoffnung auf Herrlichkeit.“ Die Leiden Christi vor seiner Auferstehung hat auch Paulus zu spüren bekommen: Schläge, Gefängnis, Verleumdung. Aber trotz allem, ermuntert er zum Glauben.
Wie schon so oft, erhalten wir im Evangelium ein lebenspraktisches Beispiel, was Gottesbegegnung im Alltag ausmacht, vorgeführt an zwei Frauen: Marta und Maria. Leider kann sich auch bei dieser Begebenheit bzw. der Ausdeutung Schwarz-Weiß-Malerei einstellen.
Was ist gut am Verhalten beider, was ist schlecht oder zumindest fragwürdig? Provoziert Marta nicht Jesus mit ihrer Frage, sodass man annehmen könnte, er gibt nur einer dieser beiden Recht? Hier heißt es, wie so oft im Leben, Balance zu halten. Beiden ist wichtig, den Gast zu bedienen, aber auch zuzuhören, was er sagen will. Erwiesene Gastfreundschaft und Gottesbegegnung ist Nächstenliebe in Wort und Tat.
In diesem Zusammenhang: Horch auf dein Herz. Wie funktioniert es? Es zieht sich zusammen und lässt auch wieder los. So funktioniert Leben und damit unsere Existenz. Anders gesagt: das Ohr am Herzen des Herrn haben. Wenn wir die Frage von Marta als provokant interpretieren, könnte das heißen, dass eigentlich sie, mit ihrer Geschäftigkeit und sichtbaren Tätigkeit die wahre Gottesbegegnung erfährt und bei Maria nichts davon zu spüren wäre. Es sieht beinahe so aus, als ob sie faul und untätig dabeisitzt. Ob das wohl so gemeint ist?
Das Ohr am Herzen des Herrn haben, schließt Aktivismus (vielleicht bei Marta?) und ungesunde Unruhe aus. So bezieht Augustinus (354-430) Stellung: Die menschliche Seele hat zwei Kräfte, eine aktive und eine kontemplative. Durch jene (aktive) schreitet man vorwärts, durch diese kommt man ans Ziel, also beides ist notwendig, nichts kann für sich allein bestehen. Man kann auch die Seele des Menschen mit dem Wurzelwerk eines Baumes vergleichen, das für seine Existenz notwendig ist, krankes Wurzelwerk zeigt sich im schlechten Erscheinungsbild des Baumes.
Beim Menschen sind unsere Augen Seelenfenster, die den inneren Zustand (Seele) anzeigen. Sie verraten den Gemütszustand oft aussagekräftiger als Worte. Ein unruhiger Blick, ein unruhiger Körper kann auf überbordenden Aktivismus hindeuten. Der Geist Gottes verleiblicht sich im Menschen. Jesus verkörpert mit seiner Person das Heil. Im Leben Balance halten durch Hinhören auf das Wort Gottes führt zum besseren Teil.
„Gott sagt nicht, da ist nur ein Weg zu mir, sondern er sagt: Alles, was du tust, kann ein Weg zu mir sein, wenn du es so tust, dass es dich zu mir führt.“ (Martin Buber 1878-1965). Dazu auch der verstorbene Papst Benedikt XVI. antwortete in einem Interview auf die Frage eines Journalisten, wie viele Wege es zu Gott gibt. Seine Antwort: So viele, wie es Menschen gibt.
Die Erzählung von Abraham, der Gott bewirtete und damit, ohne es zu wissen, seinem Leben eine Wende gegeben hat, hat das Motiv der Gastfreundschaft mit der Erzählung, wie Jesus bei Martha und Maria einkehrt und sie anregt zu überlegen, was wirklich wichtig im Leben ist, gemeinsam. Gastfreundschaft ist in einer globalisierten Welt in neuen Formen und Zeichen zu denken. Ein Beispiel dafür ist die Aktion der MIVA anlässlich des Christophorus-Sonntags, die unser Herz für Christen in Indien öffnen möchte.
In beiden Lesungen ist die orientalische Gastfreundschaft Ausgangspunkt eines Gespräches. Gäste sind auf der Durchreise und als ungeschriebenes Gesetz galt es im alten Orient den „Fremden“ als Gast zu empfangen, zu bewirten. Sowohl Männer als auch Frauen treten in der Bibel als Gastgeber in Erscheinung.
Die Gespräche, die sich sowohl im Buch Genesis als auch bei Lukas entwickeln, entfalten langsam neue Perspektiven, mit denen man/frau, sprich Abraham, sprich Marta nicht gerechnet haben. Letztlich werden die Gastgeber, Abraham und im Evangelium Marta, durch das Gespräch in der jeweiligen konkreten Situation ihres Lebens herausgefordert. Beide waren eingeladen, ihre momentane Situation zu hinterfragen: „Kann ich in meinem Ich eine gewisse Sorglosigkeit, einen Perspektivenwechsel, einem Anderssein Einlass gewähren, so wie ich meinem Gast Einlass gewährt habe. Kann ich das, erlaube ich es mir?“
So oder ähnlich würden wir heute fragen, ohne eine wunderbare Erzählung aus der Tradition des Glaubens als Impuls zum Nachdenken der Frage voran zu stellen!
Wie wir hörten bekam Abraham Besuch von Fremden, die er aufwendig bewirtete. Dabei macht die Erzählung klar, dass Abraham hier das „Antlitz Gottes“ schaut. Die Erfahrung mit dem Fremden, den er aufnimmt und beherbergt, diese wird für Abraham und seine Frau Sarah zur positiven Überraschung; auch wenn diese Verheißung im Augenblick zum Lachen war! So humorvoll kann auch Bibel sein!
Aber gehen wir jedoch zurück zu der Erfahrung der Gastfreundschaft, die Fremden in der Bibel gewährt wird.
Am heutigen Christophorus-Sonntag fordert uns diese Bibelstelle aus dem Buch Genesis auf, die eigene Gastfreundschaft Fremden gegenüber als etwas Notwendiges, das was nottut in dieser Zeit, zu sehen. Hier vor Ort können wir In der Begegnung, in der Zuwendung zu anderen Menschen und ihren anderen Lebensmöglichkeiten Fremden Gastfreundschaft gewähren.
Das Plakat hier am Ambo, aber auch die aufgelegten Folder von der MIVA (Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft), laden 2019 ein, Christen aus Indien und ihre Anliegen wahrzunehmen, und so ihnen Gastfreundschaft in unserer Kirche zu gewähren.
Wer sind die Christen in Indien, für wen ist die MIVA heute das Sprachrohr? - „Christen bilden in Indien eine bescheidene Minderheit von etwa 2,3 Prozent – wobei auch dieser geringe Prozentsatz in absoluten Zahlen mehr als 30 Millionen Menschen bedeutet.
Ein Teil von ihnen, etwa sieben Millionen, versteht sich als „Thomaschristen“. Nach einer lokalen Tradition soll es der Apostel Thomas gewesen sein, der die ersten christlichen Gemeinden auf indischem Boden gegründet hat. Thomas soll nach den Osterereignissen in Jerusalem ostwärts gewandert sein, bevor er über den Irak, den Iran, Afghanistan und Belutschistan nach Chennai im Bundesstaat Tamil Nadu gelangte. Sein Grab wird dort verehrt. Christen leben somit heute überwiegend im Süden Indiens, in den Bundesstaaten Kerala und Tamil Nadu – , wo mit den portugiesischen Kolonialherren auch Missionare ins Land kamen.“ (Info der MIVA).
Unter dem Motto „Auch Mobilität ist teilbar“ mögen für Christen in Indien folgende konkrete Anliegen unterstützt werden: 50 Fahrräder für Schüler und Schülerinnen (9-16 Jahre) im Bundesstaat Kerala, für die Auxilium High School der Don-Bosco-Schwestern – ein Fahrrad kann um € 90 finanziert werden. Ihr Schulweg ist oft sehr lang und da sind Fahrräder die Lösung.
Sehr bewusst haben Don-Bosco-Schwestern in dieser strukturschwachen Region eine Schule errichtet, um jungen Menschen Zukunftsperspektiven zu eröffnen.
Und: 8 Motorräder für die Priester im Bundesstaat Tamil Nadu, an der Grenze zu Kerala.
Dieses Jahr hat MIVA-Österreich einige Gründe zu feiern: Die Organisation MIVA-Österreich wurde am 22. Oktober 1949 im Stift Lambach (Oberösterreich) ins Leben gerufen. 70 Jahre MIVA Österreich. Die Christophorus-Aktion, die wichtige Sammlung der MIVA, findet dieses Jahr zum 60. Mal statt: „Einen Zehntel-Cent pro gefahrenem Kilometer für ein MIVA-Auto“. Und die MIVA-Fahrradaktion, die motorlose Fahrzeuge finanziert, ist ein Vierteljahrhundert alt – und erfolgreich wie eh und je.
Die heutige Kollekte soll ein Zeichen unserer Gastfreundschaft in unserer Kirche/Pfarre sein, ein Zeichen, dass wir den Fremden wahrnehmen, seine konkreten Anliegen hören und ihn insofern bewirten, indem wir Projekte, die ein gutes Zusammenleben fördern, mitfinanzieren. Im Fremden, den ich beherbergte, schaute ich das Antlitz Gottes, welches bei mir Einlass begehrte, so hat es einst Abraham erfahren.
Marta und Maria sind exemplarische Gestalten, an denen Jesus zeigt, was wirklich wichtig ist: Ganz Ohr für Gott sein, mit Gott in Verbindung sein. Maria hat den besseren Teil gewählt.
Der Grund oder Anlass, warum Marta Jesus zu einem Besuch in ihrem Haus eingeladen hatte, wird uns im Evangelium nicht mitgeteilt. Aus Martas Verhalten lässt sich schließen: Sie hat kein besonderes Anliegen, das sie mit Jesus besprechen möchte. Jesus, von dem sie gehört hat oder dem sie vielleicht sogar selbst begegnet ist, soll sich an den Besuch bei ihr und ihrer Schwester Maria gern erinnern, besonders auch an die gute Bewirtung und das üppige Mahl, das Marta auf den Tisch zu zaubern bemüht ist.
Während Marta sich mit aller Emsigkeit der Zubereitung eines Mahles widmet und alle Aufmerksamkeit darauf richtet, hat Maria offenbar erspürt, dass Jesus ein Anliegen mitgebracht hat. Er ist unterwegs, um vom Menschen liebenden Gott, dem Vater im Himmel, zu berichten und dessen Willen kundzutun, damit die Menschen sich intensiv auf ihn hin ausrichten. Maria lässt sich auf ein Gespräch mit Jesus ein. Sie nutzt die Chance, unmittelbar von Jesus selbst, aus seinem Munde Kunde über Gott und sein Wesen übermittelt zu bekommen.
Dass es sich nicht um ein Plauderstündchen zwischen ihr und Jesus handelt, wird schon dadurch erkennbar, dass Maria sich zu Füßen Jesu setzt. Diese Art des Zuhörens entnimmt Maria dem Verhalten der Schriftgelehrten-Schüler. Sie saßen, wenn es um religiöse Vertiefung ging, zu Füßen des Lehrmeisters, um aufmerksam seinen Worten Gehör zu schenken.
Auf seinen Wanderungen durch das Land hatte Jesus grundsätzlich zwei Anliegen, die er den Menschen nahebringen wollte. Als Erstes möchte er ihnen verkünden und bezeugen, dass Gottes Liebe allen Menschen gilt. Diese Haltung – und das war das zweite Anliegen – sollen auch die Menschen übernehmen. Das Ausschließen oder Abstempeln bestimmter Menschen oder ganzer Gruppen, das im Judentum Praxis war, soll ein Ende finden. Denn das Ausklammern bestimmter Menschen aus der Liebe Gottes ist falsch und entspricht nicht einmal im Ansatz dem tatsächlichen Verhalten Gottes. Gott weicht von seiner Liebe zu allen keinen Millimeter ab. Um dies nicht nur mit Worten zu bezeugen, setzt Jesus zusätzlich ein äußeres Zeichen: Als Erstes nimmt er die Einladung Martas in ihr Haus an. Da Marta und Maria das Haus offensichtlich allein bewohnen, hätte jeder strenggläubige Jude die Einladung abgelehnt. Jesus dagegen nicht. Sodann verhält sich Jesus Maria gegenüber völlig anders, als Rabbinen, die Theologen Isrels, es getan hätten. Kein Rabbi hätte vor Frauen als Schülerinnen die Heilige Schrift, also das Wort Gottes, vorgetragen und erläutert. Jesus klammert niemanden als Zuhörer aus, auch wenn er dadurch gegen die Geflogenheiten der Allgemeinheit und die Gebote der Glaubenshüter verstößt. Jesus lebt, was er mit Worten verkündet und bezeugt.
Wenn wir uns nun fragen, „Was möchte Jesus der Marta eigentlich vermitteln?“, dann kommen mir folgende Gedanken: Den Fleiß der Marta möchte Jesus ganz sicher nicht kritisieren. In diesem Punkt könnte sie vielen sogar Vorbild sein. Aber im Gegensatz zu Maria verpasst Marta in ihrem Eifer, von dem sie wohl ständig bestimmt und getrieben wird, sich in das Auskosten der Liebe Gottes zu vertiefen. Ja sie möchte sogar ihre Schwester Maria, die sich – durch Jesu Worte angeregt – darauf eingelassen hat, dazu bewegen, der Arbeit den Vorrang zu geben. Marta wird wohl in der Vergangenheit erlebt haben, dass Fleiß und Eifer ihr vieles eingebracht hat: Lob, Anerkennung, vielleicht sogar Bewunderung. Das hat sie dazu verleitet, Emsigkeit und Rührigkeit als oberste Ziele zu betrachten. Jesus möchte Marta die Augen öffnen und ihr sagen: Fleiß und Eifer sind wertvoll. Aber es gibt noch etwas Wertvolleres im Leben, das darin besteht:
- Gottes Liebe tief in sich verinnerlichen,
- dankbar und ganz bewusst seine Fürsorge und seinen Beistand in den Blick zu nehmen,
- sich von Gott umarmen und ermutigen lassen,
- auskosten, wie wertvoll wir Menschen Gott sind,
- deutlich spüren, welche Kraft uns von ihm zukommt.
Wo dies geschieht, wird Fundament und ein wunderbarer Grundstein in den Menschen gelegt, der den Menschen für das Leben hilfreicher ist als das, was Erfolge aus Eifer, Fleiß und Emsigkeit ihm schenken können. Eifer und Fleiß sind löblich. Aber die Verbundenheit mit Gott ist höher anzusetzen, ist wichtiger.
Wie Marta auf die Worte Jesu reagiert hat, wird uns nicht mitgeteilt. Von hier an sollen wir auf uns selber schauen, Jesu Worte für uns bedenken und uns fragen, wie es um uns bestellt ist. Seien wir getrost strebsam und fleißig, genießen wir alle Anerkennung, die uns dadurch zuteilwird. Unser Leben muss sich auch nicht völlig und total ändern. Jesus wirbt bei Marta und Maria nicht um einen ganz neuen Lebensstil. Ihr bisheriges Leben sollen sie getrost weiterführen, aber unter der Beachtung, was das Wichtigste im Leben ist, welchem Tun der Vorrang gebührt, damit sie die Angebote Gottes an uns Menschen nicht auslassen. Es gibt nichts Beglückenderes in dieser Welt als das Auskosten der Liebe Gottes zu uns. Wie wahr diese Überzeugung und Behauptung ist, lässt sich mit Worten nicht belegen, aber eindeutig erproben: von Marta und jedem von uns.
Marta, die in der Geschichte des Christentums als Frau, die „anpackt, ihre Hände nicht ruhen lässt“, bekannt wurde, wird hier ein Gespräch zugemutet, wo sie ihre Glaubenserfahrungen zur Sprache bringen kann.
Urlaubszeit ist Reisezeit, Zeit zu ungewöhnlichen Begegnungen. In den Fremden kann auch uns Gott begegnen. Wieviel Begegnung trauen wir uns zu? Wieviel Begegnung assen wir zu?
Jesus lobt Maria, die ihm zuhört, dass sie das Bessere gewählt habe. Auch wir sind herausgefordert, das Bessere zu wählen und nach dem Willen Gottes zu suchen.
Im Urlaub und in den Ferienmonaten haben wir Zeit für manches, das im Arbeitsalltag zu kurz kommt: für Einladungen, Besuche, Begegnungen, für Reisen und nicht zuletzt auch für Besinnung und Ruhe.
Es tut uns auch gut, wenn wir uns von Zeit zu Zeit Jesus zu Füßen setzen und in uns hineinhorchen, was er uns zu sagen hat.
Ihn begrüßen wir nun im Kyrie.
Wenn Jesus zu Besuch käme – was würden Sie machen? Ein gutes Essen vorbereiten, den besten Wein aussuchen? Oder sich einfach zu ihm setzen und ihm zuhören? Sie werden vermutlich zurückfragen: Wollen Sie eine fromme Antwort oder lieber eine ehrliche?
Jedenfalls sind Sie heute richtig hier: Wir schauen zu, wie Jesus als Gast kommt – und wie zwei Frauen die Sache angehen. Damit Sie schon einmal wissen, mit wem Sie es heute zu tun bekommen: Gestatten – Marta und Maria.
Dass Jesus auch unser Gast ist, feiern wir.
Mit dem Kreuzzeichen.
Mit dem Wort der Schrift.
Mit Brot und Wein.
Heute werden wir durch das Evangelium eingeladen, uns neu zu überprüfen, ob wir nicht gerade wegen allem Eifer, den wir an den Tag legen, Wichtiges übersehen. Jesus lässt sich zu einem Besuch bei Maria und Marta einladen. Während sich Maria intensiv Jesus und seiner Botschaft widmet, sorgt sich Marta mehr um das Äußere. Auch wenn Maria von Jesus gelobt wird, möchte Jesus beiden ans Herz legen, als Erstes auf das Wichtige und Fundamentale im Leben zu achten und Wert zu legen.
Herr, Jesus Christus,
du warst und bist auch uns ein willkommener und gern gesehener Gast.
Herr, erbarme dich.
Du stärkst und richtest uns auf durch dein Wort und deine Gegenwart.
Christus, erbarme dich.
Bei dir können wir Ruhe und Frieden finden.
Herr, erbarme dich.
Herr,
wenn ein lieber Gast kommt, sind wir ganz aus dem Häuschen.
Wenn du kommst, öffnet sich der Himmel.
Herr, erbarme dich.
Christus,
wir möchten dir gerne die schönsten Dinge anbieten.
Aber du freust dich, uns die Geheimnisse deines Reiches auszubreiten.
Christus, erbarme dich.
Herr,
wir können nicht aufräumen. Du kommst in unser Chaos.
In unseren Träumen liest du aber wie in einem Buch.
Herr, erbarme dich.
„Er ist jenes Geheimnis,
das seit ewigen Zeiten und Generationen verborgen war –
jetzt aber seinen Heiligen offenbart wurde.
Ihnen wollte Gott kundtun,
was der Reichtum der Herrlichkeit
dieses Geheimnisses unter den Völkern ist:
Christus ist unter euch, die Hoffnung auf Herrlichkeit.“
(aus Kol 1)
Ehre sei Gott in der Höhe!
Herr Jesus Christus,
immer wieder hast du die Menschen eingeladen, die Besinnung auf Gott und das Auskosten seiner Liebe nicht hintanzusetzen.
Herr, erbarme dich.
Du selbst hast dich wieder und wieder der Liebe des Vaters ausgeliefert.
Christus, erbarme dich.
Es dir gleichzutun, dazu hast du uns aufgerufen.
Herr, erbarme dich.
Herr, unser Gott, sieh gnädig auf alle,
die du in deinen Dienst gerufen hast.
Mach uns stark im Glauben,
in der Hoffnung und in der Liebe,
damit wir immer wachsam sind
und auf dem Weg deiner Gebote bleiben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 16. Sonntag im Jahreskreis
Gott, du hast uns geboten,
auf deinen geliebten Sohn zu hören.
Nähre uns mit deinem Wort
und reinige die Augen unseres Geistes,
damit wir fähig werden,
deine Herrlichkeit zu erkennen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 2. Fastensonntag
Herr, unser Gott,
wir danken dir
für das Geschenk dieser Zusammenkunft.
Sie hält in uns lebendig,
was wir allein vergessen und verlieren würden.
Zeig uns heute neu den Sinn unseres Lebens.
Festige unsere Gemeinschaft mit dir
und miteinander.
Schenk uns den Geist deines Sohnes,
unseres Herrn Jesus Christus,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und Leben schenkt in alle Ewigkeit.
Amen.
MB Auswahl 20
Gott.
Dein Sohn ist zu uns gekommen,
nicht um sich bedienen zu lassen,
sondern um zu dienen.
Gib, daß wir von ihm lernen,
wie wir leben sollen.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.
MB Auswahl 8
Gütiger Gott,
in deinem Sohn Jesus Christus
bist du uns nahe gekommen.
Gib, dass wir in den Sorgen des Alltags nicht aufgehen,
dein Wort nicht überhören
und das Notwendige tun.
Darum bitten wir im Heiligen Geist
durch ihn, Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt
jetzt und alle Tage und in Ewigkeit.
WB 16. Sonntag im Jahreskreis C
Wenn du kommst, Gott, in deiner Liebe,
möchten wir dir zeigen, was wir können,
was wir geschafft haben,
was uns glücklich macht.
Aber wenn du kommst,
hören wir dir zu.
Was du von den Anfängen weißt,
von der Vollendung der Welt,
von dem Geheimnis deiner Liebe.
Du kennst auch die verborgenen Seiten,
du liest zwischen den Zeilen,
die Schatten jagst du nicht.
Um offene Ohren bitten wir dich.
Um Ohren, die dich hören,
um Herzen, die dich verstehen.
Wie du gesagt hast
in Christus,
der Weg, Wahrheit und Leben ist.
Herr, Jesus Christus,
du hast ein offenes Ohr für unsere Sorgen und Nöte.
Dich bitten wir:
Für die vielen Menschen, die in diesen Tagen unterwegs sind und Abwechslung, Erholung und Ruhe suchen.
Schenke ihnen Erlebnisse und Begegnungen, die ihnen Kraft geben.
Für die vielen Menschen, die unfreiwillig unterwegs sind;
auf der Flucht vor Krieg und Terror oder auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen.
Lass sie Schutz und Gastfreundschaft erfahren.
Für alle, die einen Gesprächspartner und ein offenes Ohr für ihre persönlichen Nöte und Probleme suchen.
Lass sie Menschen begegnen, die fähig sind, ihnen zu helfen.
Für alle, die am Sinn dessen, was sie tun und wie sie leben, zweifeln.
Zeige ihnen Wege zu einem erfüllenden Leben.
Für unsere verstorbenen Angehörigen und Freunde.
Lass sie bei dir ankommen, Ruhe finden und wohnen für immer.
Du, Herr, willst, dass wir wahres und erfüllendes Leben haben. Du sättigst unseren Lebenshunger. Dir sei Dank und Lobpreis in Ewigkeit. – Amen.
Gottes Erwartungen an uns richten sich nach den Gaben, die er uns schenkt. Begleitet von seinem Geist bitten wir ihn:
Hilf uns, in der Vielfalt der Religionen dich als den zu verkünden, der die Menschen und die Schöpfung liebt.
Hilf uns, in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und besonders auch dort, wo wir unterwegs sind, mit den gegenseitigen Erwartungen achtsam umzugehen.
Hilf uns, von der Solidarität der anderen nicht mehr zu erwarten als wir selbst zu geben bereit sind.
Hilf uns, in die Liebe zu den anderen hineinzuwachsen, in der du jeden von uns begegnest.
Du, Herr, hast das Leben unserer Verstorbenen zu Ende gewoben. Wir beten für sie in Dankbarkeit für die mit ihnen verbrachte Zeit.
In dankbarer Erwartung deiner Verheißungen loben und preisen wir dich jetzt und bis in Ewigkeit. - Amen.
Marta ist in der Küche. Ihr Dienst wird als Diakonie bezeichnet.
Maria sitzt zu Füßen Jesu. Wie eine Jüngerin, wie eine Schülerin.
Lasst uns beten für Menschen, die sich einsetzen, die offene Ohren haben, die Gott suchen.
Herr,
Menschen werden darauf getrimmt, erfolgreich zu sein,
alles aus sich herauszuholen, sich ganz einzubringen.
Viele verausgaben sich und finden ihren Weg nicht.
Wir rufen zu dir: Schenke uns das Wort, das befreit
Es wird kalt in der Welt. Hassbotschaften gehen hin und her.
Auf eine Befürchtung folgt die nächste.
Gerne würden wir einhalten, aber die Verunsicherung wächst.
Die Zahl der Hungernden steigt weiter ins Uferlose.
Für viele Menschen gibt es keine Hoffnung.
Von unserer Ratlosigkeit wird kein Mensch satt.
Menschen geraten in die Sogwirkung der Inflation.
Vieles, was notwendig ist, vertraut und gut, wird teuer.
Die kleinen Haushalte und Unternehmen geraten immer mehr unter Druck.
Politische Meinungen gehen weit auseinander,
Gesellschaften geraten unter Zerreißproben.
Wir brauchen Menschen, die verbinden und heilen.
Wer dir, Herr, zuhört,
hört von einer Liebe,
die Freundschaft stiftet,
Grenzen überwindet,
den Himmel öffnet.
Dein Reich komme!
In Christus, unserem Herrn. – Amen.
Bitten wir gemeinsam um Gottes Geist,
dass er uns verstehen lässt,
wie er uns in Jesus und seinen Worten zu unserem Heil führen will:
Die Kirche verehrt Heilige, die in ihrem Tun für andere aufgegangen sind, und andere, die sich in Stille dem Gebet und dem Sein vor dir hingegeben haben. Beides hat seinen Wert.
Hilf uns, einer höchst verunsicherten Welt eine Gemeinschaft vorzuleben, in der die jeweilige Person und nicht ihre Dienstleistung geschätzt werden.
Die vielen Probleme unserer Zeit spalten die Gesellschaft.
Hilf einem jeden von uns, nicht die eigenen Vorstellungen von den anderen einzufordern und ihr Tun danach zu beurteilen.
Urlauben und Reisen ermöglichen uns Begegnungen mit anderen Menschen, Kulturen und Lebenswelten.
Hilf uns, dabei ganz präsent sein zu können und deren Sinn im zweckfreien Dasein einfach anzunehmen.
Pflichtgefühl und Leistungsdruck verhindern oft, dass wir zu unserem eigentlichen Selbst und der Erfüllung unserer tiefsten Sehnsucht finden.
Hilf uns, bei dir Ruhe zu finden und einverstanden zu sein, mit dem, was uns geschenkt ist.
Mit der Taufe ist uns die Hoffnung auf Anteilnahme an deiner Herrlichkeit geschenkt.
Hilf allen Sterbenden, ihren Weg in dieser Hoffnung anzutreten.
In Jesus hast du deiner ganzen Schöpfung den Weg zum Heil aufgezeigt und ein Stück vom Himmel auf die Erde geholt.
Lass uns mit allen in das Lob deiner Herrlichkeit einstimmen und dich jetzt und allezeit preisen und rühmen. - Amen.
Herr Jesus Christus,
du hast ganz aus der Verbundenheit mit dem Vater gelebt und dir auf diese Weise Kraft erworben, Wunder zu wirken und deinen Leidensweg aus Liebe zu uns auf dich zu nehmen.
Wir bitten dich:
Hilf uns, dein Verhalten zu dem unseren zu machen.
Christus, höre uns…
Stärke in besonderer Weise unseren Eifer, wo uns Nöte der Menschen zur Hilfe herausfordern.
Segne alles Bemühen um Frieden und den Aufbau guter Beziehungen.
Gib Kraft allen, die um ihres Glaubens willen verfolgt oder gequält werden.
Schenke Erfolg allen Bemühungen und dem Ringen um Gutes und Lebenswertes.
Sei spürbar nahe allen Sterbenden und nimm die Verstorbenen auf in die Gemeinschaft mit dir.
Herr Jesus Christus,
deiner Botschaft wollen wir uns öffnen. Sie hilft uns, unser Leben gut und wertvoll zu gestalten.
Wir danken dir für deine Hilfe und Begleitung. – Amen.
Herr, aus den verschiedenen Situationen unseres Alltags sind wir zusammengekommen. Mit all unseren Sorgen und Freuden sind wir hier bei dir zu Gast.
Dich bitten wir:
Die gemeinsame sonntägliche Gottesdienstfeier ermöglicht uns ein Innehalten im Strudel unserer sonstigen Termine.
Öffne uns für die Begegnung mit dir.
Oft gehen wir fremdbestimmt durch unser Leben.
Hilf uns zu erkennen, wo Digitalisierung, Konsum und vermeintlich nötige gesellschaftliche Verpflichtungen bei unserer Sehnsucht nach Ruhe und gemeinsame Zeit mit dir übermächtig werden.
Gerade in diesen Wochen der Urlaubszeit sind wir einerseits selbst oft Gäste in anderen Ländern andererseits auch Gastgeber für viele Menschen im eigenen Land.
Bestärke uns in dem Bemühen zwischen diesen verschiedenen Anforderungen einen menschenwürdigen Ausgleich zu finden.
Auf vielfältige Weise erfahren wir deine Nähe.
Lass uns diese Augenblicke bewusst als Zeiten der Gnade erleben.
Als oft verdrängter und unerwartet plötzlicher Gast tritt der Tod ins menschliche Leben.
Sei uns in dieser Stunde nahe und erfülle uns mit Hoffnung auf deine Barmherzigkeit.
Jeden von uns beschenkst du ganz persönlich mit deiner Nähe.
Dafür danken wir dir, Vater, durch Christus im Heiligen Geist. - Amen.
Herr, du hast die vielen Opfer,
die dir je von Menschen dargebracht werden,
in dem einen Opfer des Neuen Bundes vollendet.
Nimm die Gaben deiner Gläubigen an
und heilige sie,
wie du einst das Opfer Abels angenommen hast;
und was jeder einzelne zu deiner Ehre darbringt,
das werde allen zum Heil.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 16. Sonntag im Jahreskreis
Herr, unser Gott,
wir stehen als deine Diener vor dir
und bringen unsere Gaben dar.
Mache sie zum Sakrament,
das uns Heil und Leben spendet.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 3. Montag der Fastenzeit
Herr, unser Gott,
du schenkst uns den Frieden
und gibst uns die Kraft, dir aufrichtig zu dienen.
Laß uns dich mit unseren Gaben ehren
und durch die Teilnahme
an dem einen Brot und dem einen Kelch
eines Sinnes werden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 23. Sonntag im Jahreskreis
4. Januar, 7.Januar
Herr,
zu deiner Ehre feiern wir dieses Opfer.
Es befreie uns vom Bösen
und helfe uns,
Tag für Tag das neue Leben sichtbar zu machen,
das wir von dir empfangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 14. Sonntag im Jahreskreis
Marta wollte dich, Herr, umsorgen,
aber du hast sie an deinen Tisch gerufen.
Wir danken dir,
dass du dich um uns sorgt,
dass du uns dienst.
Nimm unsere kleinen Gaben,
Brot und Wein,
und verwandle sie in deine große Liebe.
Dann feiern wir das Geheimnis deiner Gegenwart:
Du schenkst uns Anteil an Leib und Blut
Jesu,
für uns gestorben,
für uns auferstanden.
Wie Maria hören wir dich:
Du, unser Leben.
Wir danken dir,
barmherziger und treuer Gott,
dass du unsere leeren Hände füllst.
Was wir von dir haben, bringen wir dir.
Brot und Wein.
Unseren Alltag, unsere Freude,
unseren Schmerz, unsere Hoffnung.
Du schenkst uns die Gaben verwandelt zurück.
Du schenkst dich uns ganz.
Du verwandelst unser Leben.
Komm, unser Herr!
(für Wortgottesdienstfeiern ohne Priester):
Kehrvers:
Danket dem Herrn, denn er ist gütig,
denn seine Huld währt ewig.
(GL 558,1)
Gott und Vater,
wir danken dir für dein Wohlwollen,
mit dem du die Menschheit seit Anbeginn begleitest.
Allen, die dir vertrauten, warst du nahe mit deiner Fürsorge.
Kehrvers
Abraham hast du zum Stammvater deines Volkes gemacht.
Er ist zum Leitbild des Glaubens und Hoffens geworden.
Unbekannten hat er Gastfreundschaft gewährt
und so dich selbst bewirtet.
Du hast ihn gesegnet und zum Segen werden lassen für viele Völker.
Kehrvers
In Jesus von Nazareth hat dein Wohlwollen menschliche Gestalt angenommen.
Er hatte ein Herz für die Armen und Kranken,
für die von der Gesellschaft Ausgeschlossenen und die Sünder.
Allen, die das Reich Gottes suchten, brachte er Frieden.
Er ließ sie schöpfen aus den Quellen wahren Lebens
und stärkte sie mit deinem Wort.
Kehrvers
Dass auch wir deine Frohe Botschaft kennen
und ihre Kraft immer neu entdecken dürfen,
dafür danken wir Dir und singen wir Dir unser Lob:
Danklied, z. B. GL 427: Herr, deine Güt ist unbegrenzt
Wir danken dir, heiliger, starker Gott.
Du lenkst die Geschicke der Welt
und sorgst für jeden Menschen.
Du versammelst uns zu einer Gemeinschaft,
damit wir alle dein Wort hören
und deinem Sohn im Glauben folgen.
Er ist der Weg - auf diesem Weg gelangen wir zu dir;
er ist die Wahrheit - sie allein macht uns frei;
er ist das Leben und erfüllt uns mit Freude.
Darum danken wir dir, Vater, für deine Liebe,
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Wir stimmen ein in den Gesang der Engel
und bekennen zum Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig...
Präfation aus dem Schweizer Hochgebet 2
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, allmächtiger Vater,
zu danken und deine Größe zu preisen.
Du bedarfst nicht unseres Lobes,
es ist ein Geschenk deiner Gnade,
daß wir dir danken.
Unser Lobpreis kann
deine Größe nicht mehren,
doch uns bringt er Segen und Heil
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn rühmen wir jetzt
und in Ewigkeit dein Erbarmen und
singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Wochentage 4
Gott begleite uns mit seinem Segen.
Er mache uns frei von allem „du musst“ und „man tut“,
frei von einengenden Erwartungen anderer.
Er gebe uns Mut, den eigenen Weg zu gehen.
Er behüte uns,
so dass wir uns nie verlassen fühlen
und hilflos den Umständen ausgesetzt.
Offene Augen und Ohren schenke uns Gott,
dass wir seine Wunder jeden Tag erkennen
in all den unscheinbaren Dingen des Alltags.
Frieden gebe er uns
und ein Lächeln für jeden Tag.
Wenn wir uns selbst zu ernst nehmen,
schenke er uns ein großes Lachen.
Herausforderungen, die uns anregen,
funkelnde Gedanken,
starke Gefühle und genügend Ruhe
schenke er uns.
Jede Stunde, jeden Tag
möge er uns segnend nahe sein.
(nach einem alten irischen Segensgebet)
Barmherziger Gott, höre unser Gebet.
Du hast uns im Sakrament
das Brot des Himmels gegeben,
damit wir an Seele und Leib gesunden.
Gib, daß wir
die Gewohnheiten des alten Menschen ablegen
und als neue Menschen leben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 16. Sonntag im Jahreskreis
Himmlischer Vater,
dein Sohn hat verheißen,
daß wir sein göttliches Leben in uns tragen,
wenn wir ihn empfangen in der heiligen Speise.
Wir danken dir für sein Erlösungsopfer
und bitten dich:
Laß uns stets in der Freude dieses neuen Lebens wandeln,
bis wir zur ewigen Vollendung gelangen in ihm,
unserem Herrn Jesus Christus,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB Schlussgebete zur Auswahl 12
Gütiger Gott,
du hast uns mit deinem Wort
und dem Brot des Lebens genährt.
Gib, daß wir gläubig auf deinen Sohn hören,
damit wir deine Kinder heißen und es in Wahrheit sind.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Taufe des Herrn
Du willst, Gott, nicht alleine sein.
Du besuchst uns Menschen,
deine Geschöpfe.
Du besuchst die Welt.
Den Reichtum deiner Gedanken.
Du kennst unsere Verpflichtungen,
die uns auferlegt wurden,
die wir uns auferlegen,
die wir einander auferlegen.
Schenke uns, Zeit zu haben,
wenn du kommst,
die Stille, die uns guttut,
das Glück, das unverhofft
zu uns kommt.
Segne die Menschen,
mit denen wir leben,
die wir mögen,
die uns fremd bleiben.
Das erbitten wir von dir.
In Jesu Namen,
inspiriert von deinem Geist.
Für die Ewigkeit.
Amen.
Guter Gott,
schenke uns,
gestärkt durch diesen Gottesdienst,
für die kommende Woche die Kraft,
genau zu schauen, wie wir unser Leben gestalten.
Lass uns gut darauf achten,
wo aktives Handeln von uns benötigt wird,
und darauf, wo wir uns auf dich rückbesinnen sollen.
Mache uns bereit,
dem Beispiel deines Sohnes von neuem zu folgen
und zeige dich als der Gott mit uns.
Dir sei Lob und Dank. – Amen.
Gott,
der um alles weiß, was uns ausmacht,
segne uns
in unserer Geschäftigkeit und
in unseren Ruhephasen.
Er segne uns,
wenn unsere Sinne blockiert sind
und wenn wir mit allen Sinnen auf Empfang sind.
Er segne uns in unseren verhaltenen Schritten
und in den zielgerichteten.
So segne uns der Gott,
den wir zu fassen versuchen
als den Vater und den Sohn und den Hl. Geist.
Amen.
Sie haben einen anstrengenden Arbeitstag hinter sich und Stress gehört bei Ihrem Job mittlerweile zum Alltag? Für Freizeitaktivitäten nach der Arbeit - wie Freunde treffen oder Sport - fehlt Ihnen oft die Energie und Sie können das Wochenende gar nicht mehr erwarten? Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie zu einer ausgewogenen Work-Life-Balance kommen und welche sonstigen Maßnahmen Sie setzen können!
Inhalte auf dieser Seite
Wer bereits 45 Jahre oder mehr gearbeitet hat, gehört zu jenen Personen, die überdurchschnittlich lange ins Pensionssystem eingezahlt haben. Es ist also nur gerecht, wenn diese Menschen ohne Abschläge vor dem Regelpensionsalter in Pension gehen können. Der ÖGB setzt sich daher für die Wiedereinführung der abschlagsfreien Pension nach 45 Arbeitsjahren ein.
„Alles wirkliche Leben ist Begegnung“. Für mich ist das der Satz, der das Denken des jüdischen Theologen und Philosophen Martin Buber am besten auf den Punkt bringt. „Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“
„Ora et labora“ – bete und arbeite. Das ist die berühmte Formel der Klosterregel des Hl. Benedikt. Aber sie geht eigentlich noch weiter: „Ora et labora et lege“ – bete und arbeite und lies. Diese drei Prinzipien stehen für eine der ältesten klösterlichen Lebensformen in der Kirche. Die Benediktsregel ordnet das Leben im Kloster und damit auch den Alltag des einzelnen Mönchs – von den Gebetszeiten, dem Tagesablauf, über die Kleidung und das Essen bis hin zur Aufnahme von Gästen und der Rangordnung in der Gemeinschaft. Sie ist ein Schatz für den Glauben mit 1500 Jahren Geschichte – und das nicht nur für Ordensleute, sondern für alle Christinnen und Christen.
Martha
sich sorgend
dass alles weitergeht
in Haus und Hof und Garten
dass es läuft
das Leben der Lieben
das heißt fürsorglich –
auch gastfreundlich – sein
alles im Blick haben
im Privaten und Dienstlichen
ALLES IM GRIFF
gerade in der heutigen Zeit
heißt das oft
Doppelbelastung
alles im Griff
alles im Blick
auch mich???
manche „Martha“ –
auch mancher „Martin“ –
mögen daran zweifeln
wie ganz anders Maria
sie entzieht sich
dem „Trubel“ des Lebens
setzt sich zu Jesu Füssen
um ganz Ohr zu sein
ganz zu verinnerlichen
was er sagt
und wird gelobt
„Sie hat den guten Teil gewählt.“
hat sie den besseren Teil gewählt???
hat sie die gesamt Lehre Jesu verstanden???
ich glaube
die besten Zugänge zum „Leben“
zu uns selbst
und
zu Gott
können wir finden
und
sinn-erfüllt leben
wenn wir dem Hl. Benedikt folgen
ORA ET LABORA – bete und arbeite
beten – das heißt:
Sinnfindung –
über das Weltliche hinaus
besinnen
auf das Wesentliche
hören
was mir zugesprochen wird
Rückzug
aus der Betriebsamkeit der Welt
um bei mir selbst
und
bei Gott
anzukommen
beten
innerhalten
rück-besinnen
in den ganz unterschiedlichen Formen
und Zugängen
um dann
mein Arbeiten
aus einem guten Blickwinkel
sehen zu können
ohne mich selbst zu verlieren
ohne mich selbst zu überfordern
dann können beide „Seelen“
sich zu einem Guten verbinden
Marias und Marthas
bei jeder Frau –
bei jedem Mann
ORA ET LABORA
bietet auch unserer Zeit
eine gute Chance
nutzen wir sie!?
Beatrix Senft (2022)
"Eins ist Not!" Ach Herr, dies eine
lehre mich erkennen doch;
alles andre, wie's auch scheine,
ist ja nur ein schweres Joch,
darunter das Herze sich naget und plaget
und dennoch kein wahres Vergnügen erjaget.
Erlang ich dies eine, das alles ersetzt,
so werd ich mit einem in allem ergötzt.
Seele, willst du dieses finden,
such's bei keiner Kreatur;
lass, was irdisch ist, dahinten,
schwing dich über die Natur,
wo Gott und die Menschheit in einem vereinet,
wo alle vollkommene Fülle erscheinet;
da, da ist das beste, notwendige Teil,
mein Ein und mein Alles, mein seligstes Heil.
Wie, dies eine zu genießen,
sich Maria dort befliss,
da sie sich zu Jesu Füßen
voller Andacht niederließ
ihr Herze entbrannte, dies einzig zu hören,
was Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren;
ihr alles war gänzlich in Jesus versenkt,
und wurde ihr alles in einem geschenkt:
Also ist auch mein Verlangen,
liebster Jesu, nur nach dir;
lass mich treulich an dir hangen,
schenke dich zu eigen mir.
Ob viel auch umkehrten zum größesten Haufen,
so will ich dir dennoch in Liebe nachlaufen;
denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist;
was ist wohl, das man nicht in Jesus genießt?
Aller Weisheit höchste Fülle
in dir ja verborgen liegt.
Gib nur, dass sich auch mein Wille
fein in solche Schranken fügt,
worinnen die Demut und Einfalt regieret
und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet.
Ach wenn ich nur Jesus recht kenne und weiß,
so hab ich der Weisheit vollkommenen Preis.
Nichts kann ich vor Gott ja bringen
als nur dich, mein höchstes Gut;
Jesu, es muss dir gelingen
durch dein heilges, teures Blut.
Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben,
da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben;
die Kleider des Heils ich da habe erlangt,
worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt.
Nun so gib, dass meine Seele
auch nach deinem Bild erwacht;
du bist ja, den ich erwähle,
mir zur Heiligung gemacht.
Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben,
ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben;
entreiße mich aller vergänglichen Lust,
dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewusst.
Ja was soll ich mehr verlangen?
Mich umströmt die Gnadenflut;
du bist einmal eingegangen
in das Heilge durch dein Blut;
da hast du die ewge Erlösung erfunden,
dass ich nun der höllischen Herrschaft entbunden;
dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt,
im kindlichen Geiste das Abba nun klingt.
Volles G'nügen, Fried und Freude
meine Seele jetzt ergötzt,
weil auf eine frische Weide
mein Hirt Jesus mich gesetzt.
Nichts Süßes kann also mein Herze erlaben,
als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben;
nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt,
als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt.
Drum auch, Jesu, du alleine
sollst mein Ein und Alles sein;
prüf, erfahre, wie ich's meine,
tilge allen Heuchelschein.
Sieh, ob ich auf bösem, bezüglichem Stege,
und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege;
gib, dass ich nichts achte, nicht Leben noch Tod,
und Jesus gewinne: dies eine ist Not.
Johannes Heinrich Schröder (1695), EG 386
Melodie: Adam Krieger (1657), Joachim Neander (1680), Halle (1704)
https://www.youtube.com/watch?v=FSbMt6mbpLI
Bibelforscher vermuten, dass die Charaktere der beiden Schwestern auch beispielhaft für unterschiedliche Arten stehen, sich Jesus und seinen Lehren zuzuwenden.
Da gibt es auch heute noch diejenigen, die in der Gemeinde alle möglichen Aufgaben übernehmen und wie Marta quasi dienend tätig sind; andere wiederum beschäftigen sich lieber still und nachdenklich mit der Frage, was Christsein bedeuten könnte und wie die alten Überlieferungen zu verstehen sind. Wie Paulus schon feststellte (Römer 12,4ff.), sind es gerade solch unterschiedliche Charaktere, die das gemeinsame Glaubensleben bereichern.
Personen der Bibel: Maria und Marta - Ungleiche Schwestern
https://www.sonntagsblatt.de/artikel/glaube/ungleiche-schwestern-maria-und-marta-der-bibel
Marta und Maria - Die Bibel einfach erzählt (nicht nur für Kinder)
https://www.youtube.com/watch?v=novBYAg3RzA
Wenn mich jemand fragt,
was das Schönste vom Urlaub
gewesen wäre,
so müsste ich sagen:
Die Schwestern waren es,
in der kleinen Kirche
auf der Insel
inmitten von Ölbäumen
und Rosmarin.
Ihr engelsgleicher Gesang
geht mir nicht aus dem Sinn.
Ich weiß es ja:
Ich bin Martha,
doch sie haben
das Bessere erwählt.
© Ilse Pauls

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
spirituelle Impulse, Bibeltexte mit Erklärungen, Gebete für Gottesdienstfeiern und Denkanstöße für jeden Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres.
Verbesserte Suchfunktionen - Neue Exportfunktionen
Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
Die Unterseiten des Predigtforums kann man auch mit einer Kurzadresse erreichen:
Ihre Spende ermöglicht uns die Weiterführung und Weiterentwicklung des Predigtforums.
Die Erzählung vom Besuch der 3 Männer (Verse 1-8) bildet die Einleitung zu einem größeren Erzählkomplex. Sie beschreibt sehr anschulich orientalische Gastfreundschaft. Diese ist den Nomaden heilig und wird wie ein Ritus vollzogen. In der Bewirtung der Gäste begegnet der Gastgeber Gott selbst.
Ein zweites Motiv ist die Verheißung von Nahmkommenschaft. Die Aufnahme eines Gastes bringt nach orientalischer Vorstellung Segen. Hier wird der Segen vom Gast in der Verheißung eines Sohnes und damit des Fortbestandes der Familie ausgesprochen.
Im Hintergund steht das Motiv der Kinderlosigkeit. Sie bedeutet Armut und Fruchtlosigkeit des Lebens. Ohne Nachkommenschaft wird der Besitz und Erfolg nahezu bedeutungslos. Das Motiv der Kinderlosigkeit ist im Alten wie im Neuen Testament immer an entscheidenden Stellen anzutreffen. Es bereitet das außerordentliche Wirken Gottes vor. Das so erwartete Kind wird zum Retter und Erlöser.