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16. Aug. 2026
20. Sonntag im Jahreskreis (Lesejahr A)
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20. Sonntag im Jahreskreis
Lesejahr A










Manfred Wussow (2026)

Was Jesus nach Tyrus und Sidon geführt hat, darüber rätseln die Bibelfachleute. Auffällt, dass Matthäus diese Begebenheit in der Mitte seines Evangelienwerkes berichtet. Fest steht, dass eine heidnische Frau dank ihres hartnäckigen Glaubens einen Strategiewechsel seines prophetischen Wirkens auslöst und damit die Grenzen des "Hauses Israel" sprengt. Am Ende der Evangelienerzählung wird Jesus seine Jünger in die ganze Welt aussenden und ihnen zusagen, dass er mit ihnen sei "bis ans Ende der Welt".


- Gastautor*in (2026)

Jesus wusste sich nur zu seinem jüdischen Volk gesandt. Hier gab es neben den klassischen Frommen auch viele Außenseiter:innen, die er wieder in die Mitte holte. Jesus wird aber auch schon mit Menschen außerhalb des Judentums konfrontiert, die seine heilende Botschaft und Nähe suchen. Im heutigen Evangelium ist es eine Frau mit schwerkranker Tochter außerhalb Israels, die ihn ordentlich herausfordert. Nach der Heilung ihrer Tochter wird sie wohl in den phönizischen Hafenstädten von Tyrus und Sidon die Frohe Botschaft verbreitet haben.


- Gastautor*in (2026)

Dieser Predigtvorschlag baut auf auf eine alternative Versauswahl zur zweiten Lesung: Die vorgesehene Leseordnung für den 20. Sonntag setzt nach einigen Versen vom Beginn des 9. Kapitels des Römerbriefs mit dem Schluss des Kapitel 11 fort. Fast drei Kapitel dazwischen werden ausgelassen. Und das, obwohl gerade dort die unauflösliche Verbundenheit der Kirche mit dem Judentum zur Sprache kommt: Ohne das Judentum können wir unseren eigenen Glauben nicht leben und verstehen; ohne Judentum als Quelle und Lebenskraft gibt es keine christliche Identität. Diese Einsicht ist noch nicht alt; sie ist eine Frucht des Konzils.


Martin Stewen (2023)

Die kanaanäische Frau im Evangelium dieses Sonntags lässt sich nicht von den Jüngern abwimmeln. Sie bleibt auch Jesus gegenüber hartnäckig, bis er ihren starken Glauben sieht und über Konventionen hinweg ihre Bitte erfüllt. Können wir als Kirche heute als exquisiter elitärer Club auftreten und die vielen Fragen, die Menschen heute der Kirche stellen, unbeantwortet lassen?


Max Angermann (2023)

Jede Gesellschaft kennt Haltungen, die für ein Funktionieren des gemeinschaftlichen Lebens nötig sind. Die abendländische Tradition nennt diese Tugenden. In den Lesungen dieses Sonntags werden uns einige christliche Tugenden ans Herz gelegt.


Hannelore Jäggle (2020)

In der Erzählung der Heilung der Tochter einer kanaanäischen Frau begegnet uns ein schroffer Jesus, wie wir ihn sonst nicht kennen. Dank ihrer Hartnäckigkeit erkennt Jesus ihren tiefen Glauben und revidiert offenbar sein Konzept der Verkündigung der Frohen Botschaft vom Reich Gottes, das er vermutlich zunächst nur den Juden bringen wollte.


Jörg Thiemann (2017)

In der Begegnung Jesu mit einer kanaanäischen Frau lernen beide voneinander und aneinander und wir von ihnen: Alle Menschen haben Wert und Würde, Gott liebt alle Menschen. Allen Menschen ist das Heil Gottes geschenkt.


Bernhard Bossert (2017)

In der Begegnung Jesu mit einer kanaanäischen Frau, die er zunächst abschütteln will, erkennt er ihr grenzenloses Vertrauen und lässt sie teilhaben an der grenzenlosen Barmherzigkeit Gottes.


Manfred Wussow (2014)


Bruno Hidber (2014)


Klemens Nodewald (2014)


Bernhard Rathmer (2014)


Klemens Nodewald (2011)


Hans Hütter (2008)


Bernhard Rathmer (2008)


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