Lesung aus dem Buch Hoséa.
Lasst uns den Herrn erkennen,
ja lasst uns nach der Erkenntnis des Herrn jagen!
Er kommt so sicher wie das Morgenrot;
er kommt zu uns wie der Regen,
wie der Frühjahrsregen, der die Erde tränkt.
Was soll ich mit dir tun, Éfraim?
Was soll ich mit dir tun, Juda?
Eure Liebe ist wie eine Wolke am Morgen
und wie der Tau, der bald vergeht.
Darum habe ich durch die Propheten zugeschlagen,
habe sie durch die Worte meines Mundes umgebracht.
Dann wird mein Recht hervorbrechen wie das Licht.
Denn an Liebe habe ich Gefallen, nicht an Schlachtopfern,
an Gotteserkenntnis mehr als an Brandopfern.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Rom.
Schwestern und Brüder!
Gegen alle Hoffnung
hat Abraham voll Hoffnung geglaubt,
dass er der Vater vieler Völker werde,
nach dem Wort:
So zahlreich werden deine Nachkommen sein.
Ohne im Glauben schwach zu werden,
bedachte er, der fast Hundertjährige,
dass sein Leib
und auch Saras Mutterschoß schon erstorben waren.
Er zweifelte aber nicht im Unglauben an der Verheißung Gottes,
sondern wurde stark im Glauben,
indem er Gott die Ehre erwies,
fest davon überzeugt,
dass Gott die Macht besitzt, auch zu tun, was er verheißen hat.
Darum wurde es ihm auch als Gerechtigkeit angerechnet.
Doch nicht allein um seinetwillen
steht geschrieben: Es wurde ihm angerechnet,
sondern auch um unseretwillen,
denen es angerechnet werden soll,
uns, die wir an den glauben,
der Jesus, unseren Herrn, von den Toten auferweckt hat.
Wegen unserer Verfehlungen wurde er hingegeben,
wegen unserer Gerechtmachung wurde er auferweckt.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Es geht um den Zusammenhang von Glaube und Rechtfertigung. Nicht durch die Erfüllung der Gesetze und aufgrund eigener Leistung wird der Mensch gerecht vor Gott, sondern allein durch den Glauben. Der Glaube Abrahams, um den es exemplarisch geht, war Hoffnung wider alle Hoffnung. Er richtete sich ganz auf Gott selbst, und er war personal. Wer ohne Vorbehalt zu Gott Ja sagt, zu dem sagt auch Gott Ja, der ist gerecht. Höhepunkt der Rechtfertigung des Menschen durch Gott ist die Auferweckung Jesu von den Toten.
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit
sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen
und sagte zu ihm: Folge mir nach!
Und Matthäus stand auf
und folgte ihm nach.
Und als Jesus in seinem Haus bei Tisch war,
siehe, viele Zöllner und Sünder kamen
und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern.
Als die Pharisäer das sahen,
sagten sie zu seinen Jüngern:
Wie kann euer Meister
zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?
Er hörte es
und sagte: Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes,
sondern die Kranken.
Geht und lernt,
was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer!
Denn ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen,
sondern Sünder.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Zuerst wird die Berufung des Matthäus erzählt. Mt verändert den Namen "Levi", den er bei Mk vorfand, in "Matthäus". Warum? Handelt es sich um zwei Namen des gleichen Mannes? Dagegen spricht, dass es äußerst ungewöhnlich ist, dass ein Mann zwei aramäische Namen hat. Handelt es sich um zwei verschiedene Personen? Es könnte sein, dass Mt den seiner Gemeinde eher unbekannten Levi durch den der Gemeinde bekannteren Jünger Matthäus ersetzt, der zum Zwölferkreis gehört. Der Zwölferkreis spielte sichtlich für Mt eine Rolle. Warum wählte Mt dann aber Matthäus aus? Hatte sein Name symbolische Bedeutung oder spielte er in der Region eine besondere Rolle? Wenn er in der Region eine besondere Rolle gespielt haben sollte, warum weiß Mt so wenig von ihm? Warum musste er ihn dann mit einer "fremden" Berufungsgeschichte in Verbindung bringen? So liegt die Vermutung näher, dass man von Matthäus noch wusste, dass er Zöllner war und dass deshalb dieser Name verwandt wurde. Dass Mt selbst dieser Matthäus war, ist nicht möglich, weil dem Abschnitt das MkEv zugrunde liegt. Die Zuschreibung des Evangeliums an einen "Matthäus" erfolgte später, vielleicht in Verbindung mit Mt 9:9.
Nach der Berufungsgeschichte wird davon erzählt, dass Jesus im Haus am Tisch liegt. Welches Haus gemeint ist, geht aus dem griechischen Text nicht hervor. Wem das Haus gehört, interessiert Mt nicht. Lk hingegen schafft in seiner Version des Textes einen eindeutigen Bezug zu Levi, indem er in Lk 5:19 berichtet, dass Levi Jesus zu einem Festmahl einlädt. So hat die spätere kirchliche Auslegung auch die Textparallele bei Mt verstanden.
Schließlich wird die Konfrontation zwischen den Pharisäern und Jesus geschildert. (Die Frontstellung der Schriftgelehrten gegenüber Jesus war Thema in Mt 9:3-6.) Der Kontakt mit Zöllnern und Sündern machte kultisch unrein und war daher nach der Ansicht der Pharisäer zu vermeiden. Vor diesem Hintergrund ist es auch bemerkenswert, dass Jesus den Zöllner Matthäus in seine Nachfolge beruft! In der Antwort Jesu wird ein positives Arztbild überliefert. Das ist insofern interessant, als Ärzte vielen Juden suspekt waren, weil sie potentiell kultisch unrein waren. Mt fügt ein Hosea-Zitat ein (Hosea 6:6), das nicht so recht passt, weil vom Opfer vorher gar nicht die Rede war. Nur implizit ergibt sich ein Bezug, nämlich dann, wenn man bei "Opfer" an den Kult denkt, der Reinheit voraussetzt, und der gerade dann nicht möglich ist, wenn man mit kultisch Unreinen Kontakt hatte.
Wie ist die Gegenüberstellung von "Opfer" und "Barmherzigkeit" zu deuten? Handelt es sich um eine absolute Antithese, dann hieße das, dass das jüdische Zeremonialgesetz nun nicht mehr gelten soll. Das entspricht aber nicht der matthäischen Theologie. Eher ist zu vermuten, dass die griechische Wendung im Sinne einer dialektischen Negation komparativisch zu deuten ist, d.h. gemeint wäre dann: "Barmherzigkeit will ich mehr als Opfer." So verstand es Hosea selbst, das Targum und die zeitgenössische jüdische Exegese. So entspricht es auch der matthäischen Theologie. Mt deutet Hosea 6:6 im Sinne eines ganzheitlichen Gehorsams. Liebe und Barmherzigkeit sollen das Leben prägen. Und nur unter diesem Vorzeichen ist der Kult gottgewollt. Das Hosea-Zitat ist für Mt so wichtig, dass er es in 12:7 noch einmal wiederholt.
Die Aussage im letzten Vers ist in erster Linie christologisch zu verstehen. Das heißt, hier macht Mt deutlich, wer Jesus ist. Er deutet das Verhalten Jesu gegenüber den Zöllnern und Sündern im Lichte des Alten Testamentes. Jesus erfüllt das Gebot der Propheten. Erst in zweiter Linie ist das Zitat paränetisch zu verstehen. So wie Christus barmherzig ist, sollen auch die Menschen barmherzig sein.
Diese Evangelienstelle enthält drei bedenkenswerte Punkte, an denen niemand in seinem Leben vorbeikommt:
1) die Berufung - der Beruf mit der Frage: Was soll aus dir werden, was gibt deinem Leben Sinn? Wohin führt dein Leben? Im Evangelium heißt es dazu kurz und bündig: "Folge mir nach!"
2) Dieser Gedanke spricht vom Mahl halten, vom Essen und Trinken. Es geht aber um mehr als um lebenserhaltende, immer wiederkehrende Maßnahme.
3) "Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken!" Dieses Wort finden wir auch bei Mk. und Lk. Es klingt wie ein Allgemeinplatz, eine No-na-Feststellung. Das ist es aber nicht!
"Was soll aus dir werden, wohin führt dein Leben?" fragt Jesus den Zöllner. So kann man nur sprechen, wenn man Interesse am Menschen zeigt. Zöllner gehörten damals der unteren sozialen Schicht an, mussten Steuern einheben, und weil sie nicht staatlich fix besoldete Beamte waren, scheuten sie nicht davor zurück, die Bevölkerung auszupressen. Oft begingen sie auch Betrügereien, vielleicht auch, um selbst zu überleben. Was soll aus dir werden, wohin führt dein Leben? Berufung enthält die Sendung in bestimmte Aufgaben. Jesus will alle berufen, ohne Unterschied des sozialen Standes. Jeder Mensch hat ein göttliches Antlitz. Berufung und Beruf zeigen sich dort am schönsten, wo Talente, Begabung und Begeisterung - also im guten Geist- sich mit den Bedürfnissen der Welt kreuzen, wo sich Göttliches und Menschliches verbinden. Das ist gar nicht leicht, weil es in jedem Berufs- und Alltagsleben, aber auch in der Verkündigung der Frohen Botschaft Schwierigkeiten gibt. Berufung heißt auch, sich in den Dienst des Nächsten zu stellen, Beziehung aufzubauen.
Damit sind wir beim zweiten Gedanken: Jesus tut das, indem er Tischgemeinschaft stiftet, weil "Essen und Trinken, Leib und Seele zusammenhält", so ein bekanntes Sprichwort und auf diese Weise Vertrauen geschaffen wird. Der Tisch ist d a s Kommunikationszentrum von alters her. Der Tisch steht als Symbol für Essen und Trinken, der Platz für Beziehungen und Gespräche aller Art. Deshalb nimmt auch der Altar einen wichtigen, unübersehbaren Platz ein. Hier versammeln sich Menschen zur Eucharistiefeier, zur Danksagung. Er ist im Lauf der Kirchengeschichte an die Wand gerückt worden. Seit der Liturgiereform auf dem II. Vatikanum hat man ihn wieder in die Mitte gerückt. Einige wollen ihn heute wieder an der Wand sehen. - Jesus zeigt bei den Festmählern und schon gar nicht beim Letzten Abendmahl seinen Tischgefährten den Rücken. Es darf und soll kein "Wenn und Aber" geben, Menschen vom Tisch des Herrn fernzuhalten durch Ordnungen, die den Wirklichkeiten des Lebens heute nicht mehr entsprechen. Die Kriterien, die heute Menschen vom Tisch des Herrn ausschließen, sind zu hinterfragen. Die "Rasenmähertheologie", die alles gleich stutzt, ist für die individuelle Lebenssituation des einzelnen nicht hilfreich.
Der dritte Punkt unserer Überlegungen. Diesen Satz finden wir auch bei Mk. und Lk. - Niemand ist gerne krank, zwischen Kranken und Gesunden gibt es eine große Bandbreite. Viele unserer Krankheiten haben psychosomatischen Ursprung. "Was kränkt, macht krank", sagt eine alte Volksweisheit. Eine der Krankheiten heute sind die vielen Beziehungswunden, die geschlagen werden, bewusst oder unbewusst. Wenn Sakramente, im Besonderen das der Eucharistie und der Schuldvergebung, heilende Wirkung haben, wenn sie Medizin sind, ist es dann richtig, diese heilende Wirkung gerade geschiedenen Wiederverheirateten vorzuenthalten? Petrus und Judas haben den Herrn verleugnet, Thomas war ein großer Skeptiker. Jesus hat sie nicht vom Tisch gewiesen. Der Ausschluss vom Gastmahl sollte erst mit der weiteren Entwicklung des Kirchenrechts Bedeutung gewinnen. Viele sprechen heute von einer hartherzigen Kirche im Vergleich zum vergebenden Jesus. Es gibt verschiedene Formen des Scheiterns. Wer aus Schwäche scheitert, braucht aber ganz dringend Hilfe- die "Medizin" des Sakraments- und nicht den Ausschluss. Die Überraschung nach dem Scheitern ist immer wieder die Vergebung, die Barmherzigkeit. "Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer!", hörten wir im Evangelium.
Wer freilich Sakramente dazu missbraucht, sie nur als "Aufputz" zu Festen zu sehen, wer lax ist, schließt sich genau genommen selber davon aus.
Jesus zeigt in diesem Evangelium, wie aus Taugenichtsen, aus wankelmütigen Menschen, aus Versagern großartige Christen werden.
Die Kirchen scheinen zurzeit mehr auf Gesetzestreue als auf Barmherzigkeit zu bauen. Zugegeben: Die Gratwanderung zwischen beiden ist schwierig. Mit diesem Evangelium weist Jesus darauf hin, dass jeder von uns Platz hat beim Tisch des Herrn, also im Reich Gottes. Gott schaut nicht nur dem Matthäus ins Herz, bringt ihn zur Umkehr. Gott wendet sich jedem auf seine persönliche Weise zu, hat mit jedem Erbarmen. Das ist die trostvolle Botschaft dieses Sonntags.
Lieder:
GL 140: Kommt herbei, singt dem Herrn
GL 142: Zu dir, o Gott, erheben wir
GL 143: Mein ganzes Herz erhebet dich
GL 146: Du rufst uns, Herr, an deinen Tisch
GL 216: Im Frieden dein, o Herre mein
GL 273: O Herr, nimm unsre Schuld, mit der wir uns belasten
GL 275: Selig, wem Christus auf dem Weg begegnet
GL 358: Ich will dich lieben, meine Stärke
GL 361: Mein schönste Zier und Kleinod bist auf Erden du, Herr Jesu Christ
GL 393: Nun lobet Gott im hohen Thron
GL 395: Den Herren will ich loben, es jauchzt in Gott mein Geist
GL 414: Herr, unser Herr, wie bist du zugegen
GL 456: Herr, du bist mein Leben, Herr, du bist mein Weg
GL 477: Gott ruft sein Volk zusammen
GL Ö815: Sag ja zu mir, wenn alles nein sagt
Psalmen und Kehrverse:
GL 53,1: Hört auf die Stimme des Herrn, verschließt ihm nicht das Herz. - Mit Psalm 95 - VI
GL 518: Beim Herrn ist Barmherzigkeit und reiche Erlösung. - Mit Psalm 146 (GL 77,2) - VII
GL 639,3-4: Beim Herrn ist Barmherzigkeit, bei ihm ist Erlösung in Fülle - Mit Psalm 130 - II, oder mit Psalm 116 (GL 629,4)
GL 517: Der Herr vergibt die Schuld und rettet unser Leben - Mit Psalm 40 (GL 41,2) - IV
GL 561-2: Freut euch, wir sind Gottes Volk, erwählt durch seine Gnade - Mit Psalm 100 - V
Fremde zu integrieren, ihnen Platz und Lebensraum zu geben, fällt nicht immer leicht. Es fällt uns auch nicht leicht, mit Menschen Kontakt zu pflegen, die aus der Norm fallen, mit Menschen, denen das Leben arg zugesetzt hat; schon gar nicht, wenn sie selbst schuld daran sind.
Die Mahlgemeinschaft, die uns Christus anbietet, steht allen offen, die selbt für den Ruf Gottes offen sind. Christen verstehen sich als Schwestern und Brüder, als Kinder Gottes. Dies ist leichter gesagt als gelebt. Treten wir vor den Herrn und bitten wir ihn um die Kraft,
einander anzunehmen, wie er uns annimmt.
Herr, Jesus Christus,
du hast mit Zöllnern und Sündern Mahl gehalten.
Herr, erbarme dich.
Du hast dich den Kranken und Ausgestoßenen zugewandt.
Christus, erbarme dich.
du hast uns vorgelebt, was es heißt "Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer".
Herr, erbarme dich.
Gott, unser Vater,
alles Gute kommt allein von dir.
Schenke uns deinen Geist,
damit wir erkennen, was recht ist,
und es mit deiner Hilfe auch tun.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 10. Sonntag im Jahreskreis
Dienstag der 1. Woche
MB Die Bittmesse
Barmherziger Gott,
du schenkst uns Vergebung und Gemeinschaft
mit dir. Laß uns dein Handeln nachahmen
und Boten deiner Barmherzigkeit sein.
Durch Christus, unseren Herrn.
Herr Jesus Christus,
du hast ein offenes Herz für alle, die deine Hilfe brauchen.
Wir bitten dich:
Für alle Menschen,
die an den Rand unserer Gesellschaft geschoben worden sind;
die Obdachlosen, die Alkohol- oder Drogensüchtigen
und für alle Verlierer der Modernisierung:
Lass sie Achtung erfahren
und in ihrer Menschenwürde wahrgenommen werden.
Für alle Menschen,
die von der raschen Entwicklung der Wirtschaft überrollt worden sind;
für alle, die ihre Begabungen nicht entwickeln können,
und für alle, die keine Wachstumschancen wahrnehmen können.
Schaffe ihnen gerechtere Lebensverhältnisse.
Für alle Menschen,
die sich in der Kirche und durch die Kirche an den Rand gedrängt fühlen;
für alle, die von den kirchlichen Normen überfordert sind,
und für alle, die ihre Lebensumstände
nicht an die kirchlichen Forderungen anpassen können.
Lass sie spüren, dass du sie liebst
und sie als deine Schwestern und Brüder respektierst.
Für alle Menschen,
die aus eigener Schuld oder unverschuldet in Kriminalität abgeglitten sind;
für alle, die aus der Notlage anderer Gewinn ziehen,
und für alle, die sich ohne Rücksicht auf die anderen durchsetzen.
Gib ihnen die Chance zur Umkehr.
Für alle Menschen,
deren Ruf geschädigt worden ist;
für alle, die sich verachtet fühlen,
und für alle, die durch die Medien zu Opfern öffentlicher Neugier geworden sind.
Lass sie Anerkennung und Respekt erfahren.
Du hast uns Kunde vom barmherzigen und gnädigen Gott gebracht.
Dir vertrauen wir uns an.
Herr, sieh gütig auf dein Volk,
das sich zu deinem Lob versammelt hat.
Nimm an, was wir darbringen,
und mehre durch diese Feier unsere Liebe.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 10. Sonntag im Jahreskreis
Kehrvers:
Danket dem Herrn, denn er ist gütig,
denn seine Huld währt ewig. (GL 558)
Guter und barmherziger Gott,
dir gebührt Dank und Lobpreis
und wir haben allen Grund, dir Dank zu sagen,
denn du bist ein Gott, der die Schwachen in Schutz nimmt.
Kehrvers
Wir danken dir, weil du uns durch die Propheten gelehrt hast,
dass du Liebe willst und nicht Schlachtopfer,
Gotteserkenntnis statt Brandopfer.
Kehrvers
Wir danken dir, denn du hast dich deines Volkes erbarmt,
als es von unterjocht, versklavt und ausgebeutet wurde,
du hast dich deines Volkes angenommen,
als es in Gefangenschaft verschleppt wurde.
Kehrvers
Du hast immer wieder Geduld mit den Menschen gehabt hast,
wenn sie von deinen Wegen abgewichen sind
und deinen Bund gebrochen haben.
Kehrvers
In Jesus von Nazareth bist du den Verlorenen nachgegangen.
Er hat die von der Gemeinschaft des Volkes Ausgeschlossenen
in die Mitte gestellt, ihnen Schutz gewährt und mit ihnen Mahl gehalten.
Kehrvers
Schwache und sündige Menschen hat er in seine Nachfolge gerufen
und ihnen die Sorge für das Reich Gottes anvertraut.
Darum preisen dir dich und singen wir mit der ganzen Kirche dein Lob.
Danklied, z. B. Nun saget Dank und lobt den Herren (GL 385)
Wir danken dir, treuer und barmherziger Vater,
für Jesus, deinen Sohn unseren Herrn und Bruder.
Seine Liebe galt den Armen und Kranken,
den Ausgestoßenen und Sündern.
An keiner Not ging er vorüber.
Sein Leben und seine Botschaft lehren uns,
daß du ein Gott bist, der sich der Menschen annimmt
wie ein Vater sich um seine Kinder sorgt.
Darum loben und preisen wir dich,
wir rühmen deine Güte und Treue
und verkünden mit allen Engeln und Heiligen
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig...
Präfation aus dem Schweizer Hochgebet 3
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken.
Denn wir erkennen deine Herrlichkeit in dem,
was du an uns getan hast:
Du bist uns mit der Macht deiner Gottheit
zu Hilfe gekommen und
hast uns durch deinen menschgewordenen Sohn
Rettung und Heil gebracht
aus unserer menschlichen Sterblichkeit.
So kam uns aus unserer Vergänglichkeit
das unvergängliche Leben
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn preisen wir jetzt und in Ewigkeit
dein Erbarmen und singen mit den
Chören der Engel das Lob
deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Sonntage 3
Christus spricht:
Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen,
nicht die Gerechten.
(Mt 9,13)
Oder:
Christus spricht:
Lernt, was es heißt:
Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer
(Mt 9,13)
Oder:
Laßt uns streben nach Erkenntnis,
nach der Erkenntnis des Herrn.
(Hos 6,3)
Barmherziger Gott,
die heilende Kraft dieses Sakramentes
befreie uns von allem verkehrten Streben
und führe uns auf den rechten Weg.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 10. Sonntag im Jahreskreis

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Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
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Die Perikope ist die Fortsetzung eines Bußliedes, welches sich in Hos 6,1-3 findet. Der letzte Vers des Bußliedes ist zugleich der Anfang unserer Textstelle. Das Volk will zu Gott zurückkehren und so seine Rettung erfahren - das ist der Inhalt des Bußliedes.
Darauf erfolgt die Antwort Gottes, vermittelt durch den Propheten. Gott will anstatt äußerer Handlungen der Verehrung und Umkehr lebendige Beziehung, die in der Tiefe des Herzens wurzelt und der damit keine Oberflächlichkeit anhaftet.
Praktische Tipps zum Vorlesen und Textauslegung der Katholischen Bibelwerke Deutschland, Österreich und Schweiz
Auslegung aus jüdischer und christlicher Perspektive