Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus", schreibt Paulus an die Gemeinde von Korinth (1 Kor 3, 11). Auf diesem Fundament haben die Apostel weitergebaut. An herausragender Stelle sehen wir Petrus, den Ersten im Apostelkollegium, sowie Paulus, der auserwählt war, über die Grenzen des Judentums hinaus den christlichen Glauben zu verkünden und zu verbreiten. Beide waren gebrechliche Menschen. Der eine, Petrus, hat seinen Herrn verleugnet. Der andere, Paulus, hat die Jünger Jesu bis aufs Blut verfolgt. In beiden war Gottes Kraft in menschlicher Schwachheit wirksam geworden (2 Kor 12, 9).
Rufen wir im Eingeständnis auch unserer Schwachheit Gottes Gnade und seine Güte auf uns herab.
Herr, unser Gott,
am Hochfest der Apostel Petrus und Paulus
haben wir uns in Freude versammelt.
Hilf deiner Kirche,
in allem der Weisung deiner Boten zu folgen,
durch die sie den Glauben
und das Leben in Christus empfangen hat,
der in der Einheit des heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB Hochfest des hl. Petrus und des hl. Paulus
Großer Gott,
die Kirche deines Sohnes ist gegründet
auf den Glauben der Apostel.
Hilf uns,
Christus zu begegnen in der Gemeinschaft
der Kirche, der mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit.
Herr und Gott,
in Gemeinschaft mit den Aposteln
Petrus und Paulus bitten wir dich:
Heilige unsere Gaben
und laß uns mit Bereitschaft und Hingabe
das Opfer deines Sohnes feiern,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB hl. Petrus und des hl. Paulus
Kehrvers:
Lobet und preiset ihr Völker den Herrn! (GL 408)
Guter Gott,
am Fest der Apostel Petrus und Paulus sind wir zusammengekommen,
um dir unseren Dank darzubringen.
Wir haben allen Grund, dir zu danken,
denn in Jesus von Nazareth hast du uns den Messias gesandt.
Er hat uns aus der Not unseres begrenzten Lebens erlöst.
Er hat selbst Menschengestalt angenommen,
in ihm ist deine göttliche Weisheit Fleisch geworden.
In menschlicher Begegnung hat er deine Menschenliebe erfahren lassen.
Seinen Jüngern hat er aufgetragen,
die Frohe Botschaft von deiner väterlichen Liebe und Fürsorge
allen Menschen zu verkünden.
Im Wirken des Petrus hast du fortgesetzt, was Jesus begonnen hat.
Paulus hast du erwählt,
die Frohe Botschaft über die Grenzen des jüdischen Volkes hinauszutragen.
Unermüdlich predigte er den Heiden
und machte sie mit deiner Liebe und Barmherzigkeit bekannt.
Wir danken dir auch für die vielen Menschen,
die den Glauben an dich durch Jahrhunderte hindurch lebendig gehalten
und ihn von Generation zu Generation weiter getragen haben.
Mit allen Engeln und Heiligen
stimmen wir ein in den Lobgesang der ganzen Schöpfung und singen:
Danklied, z. B.: "Großer Gott, wir loben dich…" (GL 380)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dich allmächtiger Vater,
in deinen Heiligen zu preisen
und am Fest der Apostel Petrus und Paulus
das Werk deiner Gnade zu rühmen.
Petrus hat als erster den Glauben
an Christus bekannt
und aus Israels heiligem Rest
die erste Kirche gesammelt.
Paulus empfing die Gnade tiefer Einsicht
und die Berufung zum Lehrer der Heiden.
Auf verschiedene Weise
dienten beide Apostel der einen Kirche,
gemeinsam empfingen sie die Krone des Lebens.
Darum ehren wir beide in gemeinsamer Feier
und vereinen uns mit allen Engeln und Heiligen
zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Petrus und Paulus
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken.
Denn du bist der ewige Hirt,
der seine Herde nicht verläßt,
du hütest sie allezeit durch deine heiligen Apostel.
Du hast sie der Kirche als Hirten gegeben,
damit sie ihr vorstehn als Stellvertreter deines Sohnes.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten und
mit all den Scharen des himmlischen Heeres
den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Apostel 1
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, allmächtiger Vater, zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn hast du die Kirche
auf das Fundament der Apostel gegründet,
damit sie bis ans Ende der Tage fortbestehe
als Zeichen deiner Heiligkeit
und allen Menschen die Botschaft des Heiles verkünde.
Darum preisen wir das Werk deiner Liebe
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Apostel 2
Jesus spricht:
Folge mir nach!
(Joh 21,19)
Oder:
Mit Petrus bekennen wir:
Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes.
(Mt 16,16)
Oder:
Kostet und seht, wie gütig der Herr ist;
wohl dem, der zu ihm sich flüchtet!
(Ps 34,9)
Herr, unser Gott,
du hast uns durch das heilige Sakrament gestärkt.
Gib, daß wir im Brotbrechen
und in der Lehre der Apostel verharren
und in deiner Liebe ein Herz und eine Seele werden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Hochfest des hl. Petrus und des hl. Paulus
menschen
die gerade sind
krumme
gibt es schon
menschen
die sich erbarmen
die wegschauen
gibt es schon
menschen
die mauern opfern
maueropfer
gibt es schon
menschen
die ums tägliche brot bitten
die es sich täglich nehmen
gibt es schon
menschen
die ihr leben ins spiel bringen
die mit dem leben andrer spielen
gibt es schon
menschen
die aufstehen gegen gewalt
die auf gewalt stehen
gibt es schon
menschen
die einander aufrichten
die einander richten
gibt es schon
menschen
die den mut haben zu dienen
herren
gibt es schon
menschen
die für den frieden leben
die für kriege sterben
gibt es schon
menschen
die neu anfangen
die fertig sind
gibt es schon
gibt
es
schon
genug
Peter Fuchs-Ott in: Marcus Leitschuh / Cornelia Pfeiffer (Hg.), Gemeinsam entdecken. Ökumenische Gebete und Meditationen. Bonifatius / Verlag Otto Lembeck, Paderborn / Frankfurt am Main 2003.
"Der Herr sagte nachts in einer Vision zu Paulus: Fürchte dich nicht! Rede nur, schweige nicht! Denn ich bin mit dir, niemand wird dir etwas antun. Viel Volk nämlich gehört mir in dieser Stadt” (Apg 18,9f).
Wie viel Bewegendes, Herzerfrischendes, Ermutigendes haben wir in unserer Zeit in der Ökumene erleben dürfen! Wie oft sind wir aber auch enttäuscht worden. Wie oft haben wir bedrückende Erfahrungen machen müssen! Wir haben Rückschläge und Krisen erlebt, Angriffe von innen und von außen. Da tut es gut, sich die dunklen Stunden des Völkerapostels zu vergegenwärtigen. Das kann uns helfen, auch in dunklen Stunden das Ziel der vollen Einheit nicht aus dem Auge zu verlieren und unverdrossen auf es zuzugehen.
Paulus belasten die Fragen: Was kann ich angesichts der korinthischen Wirklichkeit schon erreichen? Ist nicht alles Mühen vergebens? Was sind die wenigen Gläubigen im Verhältnis zu den vielen anders denkenden Juden und Heiden? Sind wir nicht überdies durch Gefahren von außen und von innen bedroht?
Solche und ähnliche Fragen können einem auch heutzutage zu schaffen machen. Gibt es nicht ein entsetzliches Missverhältnis zwischen der Christusbotschaft und unserer Kirche, zwischen dem, was wir anstreben und was wir erreichen, zwischen unseren Worten und unseren Taten? Zerstören viele Faktoren in unserer Umgebung nicht allzu schnell, was wir mit viel Mühe aufbauen? Was können wir mit allem ökumenischen Einsatz erreichen? Wie weit sind wir immer noch vom Ziel der vollen Gemeinschaft aller Christen entfernt? Wie gering sind die Aus-sichten, dass dies wesentlich besser wird?
Zentnerschwer können sich solche Fragen auf uns legen. Sie bedrücken uns nicht nur, sie können uns erdrücken;
sie können dahin führen, dass wir die Hoffnung aufgeben und resignieren.
Was ist zu tun? Zunächst sollen wir uns bewusst machen: Solche Nöte sind selbst einem Paulus nicht erspart geblieben. Gewiss ist das ein schwacher Trost. Gleichwohl kann es uns Mut machen, wenn wir wissen: Ich bin in einer Lage, die auch andere mitgemacht und überstanden haben. Das kann unser Leben und auch unser ökumenisches Streben maßgeblich bestimmen. "Weiter noch kann es uns führen, wenn wir auf-nehmen, was Paulus in jener dunklen Nacht vernommen hat. Es gilt für jeden von uns. Während tausend finstere Nächte uns einreden wollen: "Fürchte dich!”, sagt Gott uns durch seine Boten unentwegt: "Fürchte dich nicht!”
Angesichts dieser wahrhaft fundamentalen Gegebenheit sollten wir nicht übersehen, dass der Herr dem Apostel noch einen weiteren hilfreichen Satz zuspricht. Er soll nicht nur durch Letztes gehalten werden, auch Vorletztes soll ihm dienlich sein. So versichert der Herr seinem treuen Diener: "Viel Volk gehört mir in dieser Stadt.” Dem Augenschein nach sah das offenbar nicht so aus. Das macht dem Apostel schwer zu schaffen. Um so wichtiger ist für ihn das Wissen: Auch wenn es nicht in die Augen fällt, auch wenn es sich nicht statistisch erfassen lässt, auch wenn es sich nicht handgreiflich beweisen lässt: Gott ist am Werk. Seine Solidarität mit den Menschen trägt auch heute ihre Früchte. Gott ist mit uns, und alle sind es, die zu ihm gehören.
Trotz aller Spaltungen durch menschliches Versagen sind wir eins im Herrn durch seine Liebe. Sie kennt keine Grenzen und kein Ende.
Paul-Werner Scheele in: Marcus Leitschuh / Cornelia Pfeiffer (Hg.), Gemeinsam entdecken. Ökumenische Gebete und Meditationen. Bonifatius / Verlag Otto Lembeck, Paderborn / Frankfurt am Main 2003.
Es gibt einen
fischenden Petrus
Es gibt einen
nochfolgenden Petrus
Es gibt einen
zweifelnden Petrus
Es gibt einen
sinkenden Petrus
Es gibt einen
leugnenden Petrus
Es gibt einen
zuschlagenden Petrus
und dieser Petrus
ist Fels für die Kirche
H. Gub in: elemente, Würzburg 1991.

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
spirituelle Impulse, Bibeltexte mit Erklärungen, Gebete für Gottesdienstfeiern und Denkanstöße für jeden Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres.
Verbesserte Suchfunktionen - Neue Exportfunktionen
Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
Die Unterseiten des Predigtforums kann man auch mit einer Kurzadresse erreichen:
Ihre Spende ermöglicht uns die Weiterführung und Weiterentwicklung des Predigtforums.