Gehet, es ist Sendung: so hat früher der Priester die Gläubigen entlassen. Gehet hin in Frieden - so entlässt heute der Priester die Mitfeiernden. Gehet hin und stiftet Frieden. Wer mit Gott lebt, der erfährt Frieden, der sollte Friedenstifter werden. Damit gebe ich ein Zeugnis für den Glauben.
Lassen wir uns auch in dieser Feier aussenden, um Gott zu bezeugen, an dem Ort, wo wir leben.
Barmherziger Gott,
durch die Erniedrigung deines Sohnes
hast du die gefallene Menschheit
wieder aufgerichtet
und aus der Knechtschaft der Sünde befreit.
Erfülle uns mit Freude über die Erlösung
und führe uns zur ewigen Seligkeit.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 14. Sonntag im Jahreskreis
Herr,
zu deiner Ehre feiern wir dieses Opfer.
Es befreie uns vom Bösen
und helfe uns,
Tag für Tag das neue Leben sichtbar zu machen,
das wir von dir empfangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 14. Sonntag im Jahreskreis
Kehrvers:
Freut euch, wir sind Gottes Volk, erwählt durch seine Gnade.
(GL 56,1)
Guter Gott und Vater, wir kommen zu dir, um dir zu danken
und um dich zu preisen.
Du hast uns geschaffen, weil du uns liebst und Freude an uns hast.
Kehrvers
Du nährst und tröstest uns mit deinem mütterlichen Reichtum.
Wie einen Strom leitest du den Frieden zu uns
und lässt uns in deiner Gegenwart wachsen und aufblühen.
Kehrvers
Durch Jesus von Nazareth hast du deine Frohe Botschaft zu uns kommen lassen
und uns die Vollmacht gegeben, als Kinder Gottes zu leben.
Kehrvers
Er hat uns zu einem neuen Volk zusammengeführt
und zu einer neuen Schöpfung gemacht,
in der Frieden und Erbarmen alle Gegensätze überwinden.
Kehrvers
Er sendet uns hinein in unsere Welt,
damit wir ihr seine Botschaft des Friedens und der Gerechtigkeit bringen
und allen Menschen sagen: Das Reich Gottes ist euch nahe.
Kehrvers
Dafür danken wir dir und preisen wir dich.
Wir singen mit allen Engeln und Heiligen:
Danklied:
z. B. Dank sei dir, Vater, für das ewge Leben (GL 484)
Wir danken dir, gütiger Vater,
denn durch die frohe Botschaft,
die dein Sohn verkündet,
hast du Menschen aus allen Völkern und Sprachen
zur Gemeinschaft der Kirche vereint.
Sie lebt aus der Kraft deines Geistes
und sammelt die Menschen zur Einheit.
Sie bezeugt deine Liebe
und öffnet allen das Tor der Hoffnung.
So wird die Kirche zum Zeichen deiner Treue,
die du uns für immer versprochen hast.
Darum preisen dich Himmel und Erde,
und mit der ganzen Kirche bekennen wir
zum Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig...
Präfation aus dem Schweizer Hochgebet 4
Herr,
du hast uns mit reichen Gaben beschenkt.
Lass uns in der Danksagung verharren
und einst die Fülle des Heils erlangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 14. Sonntag im Jahreskreis
Jesus, du sendest die Jünger.
Du sagst ihnen: Geht
Geh - das gilt auch für mich
Geh zu den Menschen, die mich nicht kennen
Geh zu den Menschen, die mich nicht wollen
Geh zu den Menschen, die meine Botschaft hören
und sie brauchen.
Geh - ich gebe dir dazu die Kraft.
Gib uns offene Herzen. Dann kannst du in uns wirken.
Sende uns, damals wie heute. Amen.
Gestern Abend sah ich aus einem Granatloch
dein Himmelsgewölbe.
Ich schloss daraus, dass man mich angelogen hat.
Hätte ich mir Zeit genommen,
um deine Werke anzusehen,
wäre ich von selbst darauf gekommen,
dass man mir einen Bären aufband.
Ich möchte wissen, o Gott,
ob du mir deine Hand reichen würdest.
Ein Gefühl sagt mir, dass du mich verstehst.
Sonderbar, ich musste
an diesen höllischen Ort kommen,
bevor ich die Zeit hatte, den Angesicht zu sehen.
Wohl, ich denke, da ist nicht mehr viel zu sagen.
Aber ich bin froh, dass ich dich heute traf.
Ich glaube, die Stunde des Angriffs
wird bald schlagen.
Aber ich habe keine Angst, seit ich weiß,
dass du mir nahe bist.
Ich höre das Signal. Wohl, o Gott, ich habe zu gehen.
Ich habe dich gern, das sollst du wissen.
Sieh, es wird einen harten Kampf geben.
Wer weiß, vielleicht komme ich
zu deiner Wohnung diese Nacht.
Obgleich ich früher nicht sehr freundlich zu dir war,
mache ich mir über dich Gedanken,
ob du mich an deiner Tür erwartest.
Sieh, ich weine, ich vergieße Tränen!
Wohl, ich habe jetzt zu gehen, Gott,
auf Wiedersehen.
Sonderbar, seit ich dich traf, habe ich keine Angst,
zu dir zu kommen.
Das Gebet wurde 1945 bei einem in Italien gefallenen Amerikaner gefunden. Als Verfasser wird auch Francis Angermayer angegeben.
Aus: Gebete aus der ganzen Welt, Leipzig 2004, Bennoverlag.
Herr, ich brauche deine Augen,
gib mir einen lebendigen Glauben.
Ich brauch dein Herz,
gib mir in allen Situationen Liebe zum Nächsten.
Ich brauche deinen Atem,
gib mir deine Hoffnung
für mich selbst und deine Kirche,
auf dass sie Zeugnis ablege für die Welt,
auf dass man die Christen erkenne
an ihrem strahlenden, heiteren Blick,
an der Wärme ihres Herzens
und an diesem unüberwindlichen Glauben,
der sich aus den heimlichen, unversiegbaren Quellen
ihrer fröhlichen Hoffnung nährt.
Leon-Joseph Suenens, Bischof von Brüssel. In: Minuten am Morgen, Texte und Gebete zum Schulbeginn, 2. Auflage 2004.

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