Lesung aus dem Buch Génesis.
Gott, der Herr, sprach:
Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist.
Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm ebenbürtig ist.
Gott, der Herr, formte aus dem Erdboden
alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels
und führte sie dem Menschen zu,
um zu sehen, wie er sie benennen würde.
Und wie der Mensch jedes lebendige Wesen benannte,
so sollte sein Name sein.
Der Mensch gab Namen allem Vieh,
den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes.
Aber eine Hilfe, die dem Menschen ebenbürtig war,
fand er nicht.
Da ließ Gott, der Herr,
einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen,
sodass er einschlief,
nahm eine seiner Rippen
und verschloss ihre Stelle mit Fleisch.
Gott, der Herr,
baute aus der Rippe,
die er vom Menschen genommen hatte,
eine Frau und führte sie dem Menschen zu.
Und der Mensch sprach:
Das endlich ist Bein von meinem Bein
und Fleisch von meinem Fleisch.
Frau soll sie genannt werden;
denn vom Mann ist sie genommen.
Darum verlässt der Mann Vater und Mutter
und hängt seiner Frau an
und sie werden e i n Fleisch.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Hebräerbrief.
Schwestern und Brüder!
Den, der ein wenig unter die Engel erniedrigt war,
Jesus,
ihn sehen wir um seines Todesleidens willen
mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt;
es war nämlich Gottes gnädiger Wille,
dass er für alle den Tod erlitt.
Denn es war angemessen,
dass Gott, für den und durch den das All ist
und der viele Söhne zur Herrlichkeit führen wollte,
den Urheber ihres Heils durch Leiden vollendete.
Denn er, der heiligt, und sie, die geheiligt werden,
stammen alle aus Einem;
darum schämt er sich nicht, sie Brüder zu nennen.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Hebräerbrief.
Schwestern und Brüder!
Nicht Engeln hat er die zukünftige Welt unterworfen,
von der wir reden,
vielmehr bezeugt an einer Stelle jemand:
Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, /
oder des Menschen Sohn,
dass du dich seiner annimmst?
Du hast ihn nur ein wenig unter die Engel erniedrigt, /
mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt,
alles hast du ihm unter seine Füße gelegt.
Denn indem er ihm alles unterwarf,
hat er nichts ausgenommen,
was ihm nicht unterworfen wäre.
Jetzt aber sehen wir noch nicht,
dass ihm alles unterworfen ist,
aber den, der ein wenig unter die Engel erniedrigt war,
Jesus,
ihn sehen wir um seines Todesleidens willen
mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt;
es war nämlich Gottes gnädiger Wille,
dass er für alle den Tod erlitt.
Denn es war angemessen,
dass Gott, für den und durch den das All ist
und der viele Söhne zur Herrlichkeit führen wollte,
den Urheber ihres Heils durch Leiden vollendete.
Denn er, der heiligt, und sie, die geheiligt werden,
stammen alle aus Einem;
darum schämt er sich nicht, sie Brüder zu nennen
und zu sagen:
Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, /
inmitten der Gemeinde dich preisen;
und ferner:
Ich will auf ihn mein Vertrauen setzen;
und: Siehe, ich und die Kinder,
die Gott mir geschenkt hat.
Da nun die Kinder von Fleisch und Blut sind,
hat auch er in gleicher Weise daran Anteil genommen,
um durch den Tod den zu entmachten,
der die Gewalt über den Tod hat,
nämlich den Teufel,
und um die zu befreien,
die durch die Furcht vor dem Tod
ihr Leben lang der Knechtschaft verfallen waren.
Denn er nimmt sich keineswegs der Engel an,
sondern der Nachkommen Abrahams nimmt er sich an.
Darum musste er in allem seinen Brüdern gleich sein,
um ein barmherziger und treuer Hohepriester vor Gott zu sein
und die Sünden des Volkes zu sühnen.
Denn da er gelitten hat
und selbst in Versuchung geführt wurde,
kann er denen helfen,
die in Versuchung geführt werden.
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
In jener Zeit
kamen Pharisäer zu Jesus
und fragten:
Ist es einem Mann erlaubt,
seine Frau aus der Ehe zu entlassen?
Damit wollten sie ihn versuchen.
Er antwortete ihnen:
Was hat euch Mose vorgeschrieben?
Sie sagten:
Mose hat gestattet,
eine Scheidungsurkunde auszustellen
und die Frau aus der Ehe zu entlassen.
Jesus entgegnete ihnen:
Nur weil ihr so hartherzig seid,
hat er euch dieses Gebot gegeben.
Am Anfang der Schöpfung aber
hat Gott sie männlich und weiblich erschaffen.
Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen
und die zwei werden ein Fleisch sein.
Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch.
Was aber Gott verbunden hat,
das darf der Mensch nicht trennen.
Zu Hause befragten ihn die Jünger noch einmal darüber.
Er antwortete ihnen: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt
und eine andere heiratet,
begeht ihr gegenüber Ehebruch.
Und wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt
und einen anderen heiratet,
begeht sie Ehebruch.
Da brachte man Kinder zu ihm,
damit er sie berühre.
Die Jünger aber wiesen die Leute zurecht.
Als Jesus das sah, wurde er unwillig
und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen;
hindert sie nicht daran!
Denn solchen wie ihnen gehört das Reich Gottes.
Amen, ich sage euch:
Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind,
der wird nicht hineinkommen.
Und er nahm die Kinder in seine Arme;
dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Allmächtiger Gott,
du gibst uns in deiner Güte mehr,
als wir verdienen,
und Größeres, als wir erbitten.
Nimm weg, was unser Gewissen belastet,
und schenke uns jenen Frieden,
den nur deine Barmherzigkeit geben kann.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 27. Sonntag im Jahreskreis
Allmächtiger Gott,
nimm die Gaben an,
die wir nach deinem Willen darbringen.
Vollende in uns das Werk der Erlösung und der Heiligung
durch die Geheimnisse,
die wir zu deiner Verherrlichung feiern.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 27. Sonntag im Jahreskreis
Danket dem Herrn, denn er ist gut…
(GL 402)
Oder:
Kehrvers: Dir sei Preis und Dank und Ehre.
(GL 670,8)
Guter Gott, liebender Vater,
wir haben allen Grund dir Dank zu sagen
und dir unseren Lobpreis darzubringen.
Denn Du hast die ganze Schöpfung
in ihrer großartigen Vielfalt und Buntheit hervorgerufen.
Den Menschen hast du als dein Abbild erschaffen
und ihm die Schöpfung anvertraut.
Kehrvers
Damit der Mensch nicht allein sei,
hast du ihn als Mann und Frau geschaffen,
sie einander zugeführt und sie befähigt,
in Beziehung zu einander sich zu ergänzen.
Die Liebe zwischen Mann und Frau hast du zum Abbild
deines Bundes mit den Menschen
und zum Abbild der Liebe zwischen Christus und der Kirche gemacht.
Du machst ihre Liebe fruchtbar in Kindern
und lässt sie so an deiner Schöpferliebe teilhaben.
Kehrvers
In Jesus von Nazareth hast du ihnen ein Beispiel
sich hingebender Liebe vorgestellt
und ihnen den Weg gewiesen,
wie sie ihre Sehnsucht nach wahrer Liebe einlösen können.
Für all dies danken wir dir
und preisen wir dich mit der ganzen Schöpfung:
Danklied, z. B.: Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn. (GL 408)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, allmächtiger Vater, zu danken
und dich mit der ganzen Schöpfung zu loben.
Denn du hast die Welt mit all ihren Kräften ins Dasein gerufen
und sie dem Wechsel der Zeit unterworfen.
Den Menschen aber hast du
auf dein Bild hin geschaffen und
ihm das Werk deiner Allmacht übergeben.
Du hast ihn bestimmt,
über die Erde zu herrschen,
dir, seinem Herrn und Schöpfer, zu dienen
und das Lob deiner großen Taten zu verkünden
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten und
mit all den Scharen des himmlischen Heeres
den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Sonntage 5
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, allmächtiger Vater zu danken
und das Werk deiner Gnade zu rühmen.
Denn du hast den Menschen als Mann und Frau erschaffen
und ihren Bund zum Abbild deiner schöpferischen Liebe erhoben.
Die du aus Liebe geschaffen
und unter das Gesetz der Liebe gestellt hast,
die verbindest du in der Ehe zu heiliger Gemeinschaft
und gibst ihnen Anteil an deinem ewigen Leben.
So heiligt das Sakrament der Ehe den Bund der Gatten
und macht ihn zu einem Zeichen deiner göttlichen Liebe
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn preisen dich deine Erlösten
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit.
Heilig…
MB Trauung 3
Gott und Vater,
du reichst uns das Brot des Lebens
und den Kelch der Freude.
Gestalte uns nach dem Bild deines Sohnes,
der im Sakrament unsere Speise geworden ist.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
MB 27. Sonntag im Jahreskreis
Sie lieben und vertrauen einander.
Sie wissen, der geliebte Mensch gehört wie kein anderer zu Ihnen.
Sie haben sich deshalb für ein gemeinsames Leben entschieden.
Sie bekunden dieses Ja zueinander öffentlich und feiern es.
Sie vertrauen auf die Kraft und Hilfe Gottes.
Sie wollen Ihre Ehe in seinem Geist als Sakrament leben.
Sie heiraten aus diesem Grund auch kirchlich.
• Von der Liebe berührt, finden Menschen zusammen, gestalten und pflegen ihre Beziehung und spüren irgendwann die Sehnsucht zusammenzubleiben.
• Eine Lebensentscheidung wie die zur Ehe, zur verbindlichen Lebensform auf Dauer, als Hoch-Zeit der Liebe zu feiern, hat eine lange und gute Tradition.
• Den Entschluss zur lebenslangen Bindung öffentlich zu bekunden und zu feiern, entspricht dem Wesen des Menschen und tut seiner Seele gut.
• Die anderen, besonders Eltern, Geschwister, Verwandte und Freunde, sollen teilhaben an dem was für die beiden zur Gewissheit geworden ist.
Ich wünsche Ihnen nicht nur eine schöne Hochzeitsfeier, sondern ermutige Sie auch jährlich Ihren Hochzeitstag zu beachten und gemeinsam zu gestalten. Besonders aber wünsche ich Ihnen immer wieder hochzeitliche Erfahrungen, ein gutes Miteinander in den Flachzeiten und die gemeinsame Bewältigung möglicher Tiefzeiten.
Franz Harant, Ehe- und Familienseelsorger in Linz
Franz Harant, Diözese Linz.

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Schneller am Ziel
Die Unterseiten des Predigtforums kann man auch mit einer Kurzadresse erreichen:
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Der Hebräerbrief ist bemüht, das Christus-Geheimnis einer Gemeinde zu erschließen, die von der alttestamentlichen jüdischen Überlieferung geprägt ist. Immer wieder nimmt er alttestamentliche Zitate und Anschaungen zum Ausgangspunkt seiner Darlegungen.
Die Gemeinde, an die der Brief gerichtet ist, lebt in großer Bedrängnis (wie wohl alle christlichen Gemeinden am Ende des ersten christlichen Jahrhunderts). Der Verfasser möchte seinen Adressaten Mut zusprechen, im Glauben standzuhalten.
In den unserem Text vorausgehenden Versen 6 bis 8 zitiert der Verfasser den Psalm 8, um daran anzuknüpfen und seine Theologie der Verherrlichung um des Todesleidens willen entfalten zu können. Dieser Weg durch Leiden zu Herrlichkeit, den Jesus vorasugegangen ist, soll den Empfängern des Briefes Mut machen, ihre Leiden auszuhalten, damit auch sie durch Leiden vollendet werden wie der Urheber ihres Heiles.
Der Lesungstext steht mitten in einem Abschnitt, der das Ostergeschehen von Kreuz und Auferstehung deutet und dem man den Titel geben könnte: "Die Erhöhung des Erniedrigten und Getöteten zum himmlischen Hohenpriester".