Lesung aus dem Buch Deuteronómium.
Wenn du den Herrn, deinen Gott, fürchtest,
indem du auf alle seine Gesetze und Gebote,
auf die ich dich verpflichte,
dein ganzes Leben lang achtest,
du, dein Sohn und dein Enkel,
wirst du lange leben.
Deshalb sollst du hören, Israel,
und sollst darauf achten, sie zu halten,
damit es dir gut geht
und ihr so unermesslich zahlreich werdet,
wie es der Herr, der Gott deiner Väter,
dir zugesagt hat:
ein Land, wo Milch und Honig fließen!
Höre, Israel!
Der Herr, unser Gott, der Herr ist einzig.
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben
mit ganzem Herzen,
mit ganzer Seele
und mit ganzer Kraft.
Und diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte,
sollen auf deinem Herzen geschrieben stehen.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Hebräerbrief.
Schwestern und Brüder!
Im Ersten Bund folgten viele Priester aufeinander,
weil der Tod sie hinderte zu bleiben;
Jesus aber hat, weil er in Ewigkeit bleibt,
ein unvergängliches Priestertum.
Darum kann er auch die, die durch ihn vor Gott hintreten,
für immer retten;
denn er lebt allezeit, um für sie einzutreten.
Ein solcher Hohepriester ziemte sich in der Tat für uns:
einer, der heilig ist,
frei vom Bösen, makellos,
abgesondert von den Sündern
und erhöht über die Himmel;
einer, der es nicht Tag für Tag nötig hat,
wie die Hohepriester
zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen
und dann für die des Volkes;
denn das hat er ein für alle Mal getan,
als er sich selbst dargebracht hat.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Das Gesetz nämlich macht Menschen zu Hohepriestern,
die der Schwachheit unterworfen sind;
das Wort des Eides aber,
der später als das Gesetz kam,
setzt den Sohn ein, der auf ewig vollendet ist.
Allmächtiger, barmherziger Gott,
es ist deine Gabe und dein Werk,
wenn das gläubige Volk dir würdig und aufrichtig dient.
Nimm alles von uns,
was uns auf dem Weg zu dir aufhält,
damit wir ungehindert der Freude entgegeneilen,
die du uns verheißen hast.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 31. Sonntag im Jahreskreis
Heiliger Gott,
diese Gabe werde zum reinen Opfer,
das deinen Namen groß macht unter den Völkern.
Für uns aber werde sie zum Sakrament,
das uns die Fülle deines Erbarmens schenkt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 31. Sonntag im Jahreskreis
Kehrvers:
Wir loben dich, wir danken dir.
Guter Gott, wir haben allen Grund dir zu danken und dich zu preisen.
Nimm an unseren Lobpreis und unseren Dank.
Kehrvers
Wir danken dir für die Liebe,
die du deinem Volk durch die ganze Menschheitsgeschichte hindurch erwiesen hast.
Wir danken dir für alle Frauen und Männer,
die uns immer wieder zu deinem Bund zurückgeführt haben.
Kehrvers
Vor allem danken wir dir für Jesus von Nazareth, deinen Sohn.
Er ist unser Bruder geworden und hat uns gezeigt,
wie wir dich und den Nächsten lieben können.
Er hat uns mit einer Liebe geliebt,
wie sie nicht größer sein kann.
Er hat sein Leben nicht geschont,
um uns mit dir zu versöhnen.
Kehrvers
Er hat den Bund mit dir erneuert
und für alle Menschen geöffnet.
Er hat uns gezeigt, wie auch wir einander lieben
und für einander da sein können.
Kehrvers
Für all das danken wir dir
und singen wir dir unser Loblieb,
Danklied: z. B. Danket, danket dem Herrn… GL 406
Wir danken dir, treuer und barmherziger Vater,
für Jesus, deinen Sohn unseren Herrn und Bruder.
Seine Liebe galt den Armen und Kranken,
den Ausgestoßenen und Sündern.
An keiner Not ging er vorüber.
Sein Leben und seine Botschaft lehren uns,
daß du ein Gott bist, der sich der Menschen annimmt
wie ein Vater sich um seine Kinder sorgt.
Darum loben und preisen wir dich,
wir rühmen deine Güte und Treue
und verkünden mit allen Engeln und Heiligen
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig...
Präfation aus dem Schweizer Hochgebet 3
Niemand hat eine größere Liebe,
als wer sein Leben hingibt für seine Freunde,
spricht der Herr.
(Joh 15,13)
Oder:
Liebt einander,
wie ich euch geliebt habe,
spricht der Herr.
(Joh 15,13)
Oder:
So spricht der Herr:
Wie mich der lebendige Vater gesandt hat
und wie ich durch den Vater lebe,
so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.
(Joh 6,57)
Gütiger Gott,
du hast uns mit dem Brot des Himmels gestärkt.
Lass deine Kraft in uns wirken,
damit wir fähig werden,
die ewigen Güter zu empfangen,
die uns in diesen Gaben verheißen sind.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 31. Sonntag im Jahreskreis

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Dieser Abschnitt schließt an den Dekalog (Dtn 5) an und leitet zu den Unterweisungen des Volkes über (Dtn 7-11).
Dtn 6,4-5 (bzw. 4-9) wurde später einer der wichtigsten liturgischen Texte des Judentums: Zusammen mit Dtn 11,13-21 und Num 15,37-41 ist es das "Schemac"-Gebet.
Wenn sich Israel an die Gesetze hält, wird ihm Wohlstand verheißen. Mit dem "Höre, Israel" (vgl. auch Dtn 5,1; 9,1; 20,3; 27,9) wird eine Grundsatzaussage, gleichsam ein Glaubensbekenntnis eingeleitet.
Das Bekenntnis zum einen Gott hängt zusammen mit dem Liebesgebot; es geht nicht mehr nur um ein juristisches Verhältnis anhand der Gesetze, sondern um ein Liebesverhältnis zu Gott, um "Vater-Kind".
"Diese Worte" (also eigentlich das gesamte Gesetzeswerk) müssen gelernt und weitergegeben werden.
Das Besondere dieser Stelle ist die eindringliche Aufforderung zur Gottesliebe (vgl. Hosea). Dieses ist das erste und wichtigste aller Gebote.