Lesung aus dem Buch Daniel.
In jener Zeit tritt Michael auf,
der große Fürst, der für die Söhne deines Volkes eintritt.
Dann kommt eine Zeit der Not,
wie noch keine da war, seit es Völker gibt,
bis zu jener Zeit.
Doch zu jener Zeit wird dein Volk gerettet,
jeder, der im Buch verzeichnet ist.
Von denen, die im Land des Staubes schlafen,
werden viele erwachen,
die einen zum ewigen Leben,
die anderen zur Schmach, zu ewigem Abscheu.
Die Verständigen werden glänzen
wie der Glanz der Himmelsfeste
und die Männer, die viele zum rechten Tun geführt haben,
wie die Sterne für immer und ewig.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Jeder Priester des Ersten Bundes steht Tag für Tag da,
versieht seinen Dienst
und bringt viele Male die gleichen Opfer dar,
die doch niemals Sünden wegnehmen können.
Jesus Christus aber
hat nur ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht
und sich dann für immer zur Rechten Gottes gesetzt;
seitdem wartet er,
bis seine Feinde ihm als Schemel unter die Füße gelegt werden.
Denn durch ein einziges Opfer
hat er die, die geheiligt werden,
für immer zur Vollendung geführt.
Wo also die Sünden vergeben sind,
da gibt es kein Opfer für die Sünden mehr.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Der Hebräerbrief ist geprägt von der Vorstellung vom Hohenpriestertum Jesu Christi. Durch seinen Adressatenkreis - die hebräischen Gemeinden - ist bedingt, dass der Verfasser theologischen Anknüpfungspunkte im Alten Testament sucht. Jesus Christus wird in den Vergleich zu den Hohenpriestern des Alten Bundes gestellt. Der vorliegende Abschnitt zieht Parallelen zwischen dem Altaropfer des Tempels und dem Kreuzesopfer des Gottessohnes.
In diesem Textabschnitt handelt es sich um wesentliche Aussagen über Christus als den Hohenpriester, verbunden mit einer Kritik des Gottesdienste Israels - vergleichbar mit der Kritik des Paulus am jüdischen Gesetz. Die Christen sollen sich vom Tempelgottesdienst und von heidnischen Gottesdiensten lösen und ihren Gottesdienst in der Form schlichter eucharistischer Feiern begehen.
Inhaltlich wird davon gesprochen, daß die alten Opfer abgeschafft worden sind und den Menschen umfassende Vergebung durch Christus zuteil wird. Was hier in Christus geschehen ist, erfolgte ein für allemal und endgültig.
Lesung aus dem Hebräerbrief.
Jeder Priester des Ersten Bundes steht Tag für Tag da,
versieht seinen Dienst
und bringt viele Male die gleichen Opfer dar,
die doch niemals Sünden wegnehmen können.
Jesus Christus aber
hat nur ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht
und sich dann für immer zur Rechten Gottes gesetzt;
seitdem wartet er,
bis seine Feinde ihm als Schemel unter die Füße gelegt werden.
Denn durch ein einziges Opfer
hat er die, die geheiligt werden,
für immer zur Vollendung geführt.
Das bezeugt uns auch der Heilige Geist;
nachdem er gesagt hat:
Dies ist der Bund, den ich nach diesen Tagen
mit ihnen schließen werde - / spricht der Herr:
Ich lege meine Gesetze in ihr Herz /
und schreibe sie in ihr Denken hinein;
und: An ihre Sünden und Übertretungen denke ich nicht mehr.
Wo also die Sünden vergeben sind,
da gibt es kein Opfer für die Sünden mehr.
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
In jenen Tagen, nach jener Drangsal,
wird die Sonne verfinstert werden
und der Mond wird nicht mehr scheinen;
die Sterne werden vom Himmel fallen
und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
Dann wird man den Menschensohn
in Wolken kommen sehen,
mit großer Kraft und Herrlichkeit.
Und er wird die Engel aussenden
und die von ihm Auserwählten
aus allen vier Windrichtungen zusammenführen,
vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.
Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum!
Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben,
erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist.
So erkennt auch ihr,
wenn ihr das geschehen seht,
dass er nahe vor der Tür ist.
Amen, ich sage euch:
Diese Generation wird nicht vergehen,
bis das alles geschieht.
Himmel und Erde werden vergehen,
aber meine Worte werden nicht vergehen.
Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand,
auch nicht die Engel im Himmel,
nicht einmal der Sohn,
sondern nur der Vater.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Der vorliegende Textabschnitt stammt aus einer Rede im Markusevangelium (13,1-37), die vom künftigen Reich Gottes erzählt. Diese Rede hat apokalyptische Züge. Wie viele Offenbarungshandlungen findet auch sie auf einem Berg statt. Historischer Hintergrund dieser Rede von Zerstörung ist der Jüdische Krieg (1. Jhdt. n. Chr.) mit der Zerstörung des Jerusalemer Tempels zu vermuten.
Die vorliegende Erzählung ist ein Teil einer Reihe von Antworten auf die Frage nach dem Zeitpunkt der von Jesus angekündigten Zerstörung des weltlichen Jerusalems als Zeichen der Wiederkunft des Herrn (Vers 2).
Zu gliedern ist der Text in folgende Teile: Ankündigung von kosmischen Zeichen und des Kommens des Gottessohnes (Verse 24-27), das Gleichnis vom Feigenbaum (eines der wenigen Gewächse in Palästina mit saisonal bedingtem Laubverlust) mit dem Ende der apokalyptischen Rede (28-32). Die nicht aufgeführte Ermahnung zur Wachsamkeit (33-37) beschließt den Textabschnitt.
Der Evangelientext wurde in der Zeit nach 70 n. Chr. geschrieben, nach den Greueln des Jüdischen Krieges, den Christenverfolgungen unter Nero, der Zerstörung Jerusalems und des Tempels.
Viele Christen dürften angesichts der Zeitumstände nahe an der Verzweiflung gewesen sein, denn nach damaliger judenchristlicher und jüdischer Überzeugung gehörten der Untergang des Tempels und der Untergang der Welt zusammen. Die Christengemeinden benötigten Orientierung und neue Kräfte. In dieser Situation gibt der Evangelist keine authentische Rede Jesu wieder, sondern er verkündet in apokalyptischer Sprach- und Bilderwelt die Botschaft Jesu Christi.
Die Christen gelangen durch Tod und Auferstehung zum wahren Leben. Markus berichtet aber nichts über die konkreten Details oder gar den Zeitpunkt zu dem dies alles erwartet werden kann, denn sein Text soll eine theologische Botschaft und keine Angaben über ein historisches oder kosmisches Ende der Welt transportieren.
Gott, du Urheber alles Guten,
du bist unser Herr.
Laß uns begreifen, daß wir frei werden,
wenn wir uns deinem Willen unterwerfen,
und daß wir die vollkommene Freude finden,
wenn wir in deinem Dienst treu bleiben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 33. Sonntag im Jahreskreis
Herr, unser Gott,
die Gabe, die wir darbringen,
schenke uns die Kraft, dir treu zu dienen,
und führe uns zur ewigen Gemeinschaft mit dir.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 33. Sonntag im Jahreskreis
Kehrvers:
Wir loben dich, wir danken dir!
Großer Gott, wir kommen zu Dir,
um dir unseren Dank darzubringen.
Kehrvers
Wir danken dir, dass du uns deine Liebe niemals entzogen hast.
Du hast nicht aufgehört die Menschen zu lieben;
Auch wenn sie von deinen Wegen abgewichen sind.
Alle: Wir loben dich, wir danken dir!
Du hast auf die Not deines Volkes geschaut und dich seiner erbarmt,
als es ausgebeutet und unterdrückt wurde.
Kehrvers
Durch die Propheten hast du dein Volk in Zeiten der Verfolgung gestärkt
und in ihm die Hoffnung aufrecht erhalten.
Kehrvers
Als die Zeit erfüllt war, hast du deinen Sohn gesandt,
um dir aus allen Nationen ein neues Volk zu sammeln
und diesem deine Liebe zu offenbaren.
Kehrvers
In Christus Jesus bist du bei uns alle Tage bis an die Grenzen der Welt
und bis ans Ende der Zeiten.
Kehrvers
Er wird wiederkommen, um die von ihm Auserwählten
zum ewigen Leben zu erwecken und in deine Herrlichkeit zu führen.
Kehrvers
Für diese Hoffnung danken wir dir und preisen wir dich
mit allen Engeln und Heiligen.
Danklied, z. B.: Singt dem Herrn ein neues Lied (GL 409)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel, zu danken
und dich mit der ganzen Schöpfung zu loben.
Denn deine Vorsehung waltet über jeder Zeit;
in deiner Weisheit und Allmacht
führst du das Steuer der Kirche
und stärkst sie durch die Kraft des Heiligen Geistes.
In ihm kann sie allezeit auf deine Hilfe vertrauen,
in Not und Bedrängnis zu dir rufen
und in Tagen der Freude dir danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn preisen wir dein Erbarmen
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Heiliger Geist 2
Ich sagte zum Herrn:
Mein Herr bist du, *
mein ganzes Glück bist du allein.
(Ps 16,2)
Du zeigst mir den Pfad zum Leben.
Vor deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle,
zu deiner Rechten Wonne für alle Zeit
(Ps 16,11)
Oder:
So spricht der Herr:
Himmel und Erde werden vergehen,
aber meine Worte werden nicht vergehen.
(Mk. 13,31)
Oder:
Wacht und betet allezeit,
damit ihr hintreten könnt vor den Menschensohn.
(vgl. Lk 21,36)
Barmherziger Gott,
wir haben den Auftrag deines Sohnes erfüllt
und sein Gedächtnis begangen.
Die heilige Gabe,
die wir in dieser Feier empfangen haben,
helfe uns,
daß wir in der Liebe zu dir und unseren Brüdern
Christus nachfolgen,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB 33. Sonntag im Jahreskreis

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Das Buch Daniel entstand im 2. Jahrhundert v. Chr. Judäa war besetzt von den griechischstämmigen Seleukiden unter dem Regime des Königs Antiochus IV., der das jüdische Volk brutal verfolgte.
Ein uns namentlich nicht bekannter Autor verfaßte um 160 v. Chr. das biblische Buch Daniel. Stilistisch ist es mit der apokalyptischen Literatur des Spätjudentums verwandt. Visionen, Träume, Entrückungen, das Hören himmlischer Stimmen etc. bestimmen den Inhalt.
Die Auferstehung der Toten wird in diesem Abschnitt des Danielbuches klar ausgesprochen. Es ist dies somit das älteste schriftliche Zeugnis von theologischen Überlegungen zur Auferweckung der Toten zum Leben oder zum Gericht (spätere Texte: bspw.: 2Makk 7,9ff; 12,43f; 14,16) im jüdischen Bereich.
Das Buch Daniel entstand im 2. Jahrhundert v. Chr. Judäa war besetzt von den griechischstämmigen Seleukiden unter dem Regime des Königs Antiochus IV., der das jüdische Volk brutal verfolgte. So erlitten viele Juden das Martyrium. Dieses apokalyptische Buch versucht, in all dem Leiden einen Sinn zu erfahren und zu vermitteln. Angesichts der Not durch die Verfolgung entsteht im Fragen nach dem Sinn des Leidens ein anfänglicher Auferstehungslaube, von dem die aktuelle Perikope erzählt.